DE76108C - Verfahren, Fufsbekleidungen aus Leder aus einer mit dem Oberleder in einem Stück geschnittenen Sohle unter Ersparung der sogenannten Brandsohle herzustellen - Google Patents
Verfahren, Fufsbekleidungen aus Leder aus einer mit dem Oberleder in einem Stück geschnittenen Sohle unter Ersparung der sogenannten Brandsohle herzustellenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B23/00—Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
- A43B23/02—Uppers; Boot legs
- A43B23/04—Uppers made of one piece; Uppers with inserted gussets
- A43B23/045—Uppers with inserted gussets
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1893 ab.
Bekanntlich geschieht bis jetzt die Anfertigung von Fufsbekleidung derart, dafs der 'Schaft oder
das Oberleder auf einen sogenannten Leisten gespannt und mit der Brandsohle auf diesem
zur Befestigung mit der Sohle festgezwickt wird. Dieses Verfahren entbehrt der nöthigen Sauberkeit,
weil dabei Faltenbildung in dem aufgezwickten Rande des Oberleders nicht zu vermeiden
ist und es Erfordernifs eines guten Schuhwerkes ist, das Oberleder mit der Brandsohle
möglichst glatt, also so zu verbinden, dafs der Fufs auf einer möglichst glatten Sohlenfläche
ruht.
Zweck vorliegenden Verfahrens ist es nun, auf leichte und einfache Weise Schuhwerk herzustellen,
welches durch seine Herstellung unbedingt eine glatte Innensohle ergeben mufs, wobei
die Brandsohle und das umständliche Zwicken ganz in Wegfall kommt. Der ziemlich dichte
Zusammenstofs der jeweiligen Fufsbekleidungshälften bildet eine glatte Sohlenfläche, welche
höchstens mit einer Einlegesohle bedeckt zu werden braucht.
Auf beiliegender Zeichnung ist das neue Verfahren zur Anschauung gebracht und sind
gleichzeitig einige Ausführungsformen der Schuhbekleidungen vor und nach der Zusammenstellung
gezeigt.
Entgegen der früheren Herstellungsweise werden Fufsbekleidungen aller Art hergestellt, indem
man das Oberleder des Schaftes auf eine Leiste oder Feemholz derart umwalkt, dafs in der
Mitte der Sohle in der ganzen Längsrichtung des Schuhes die Theile zusammenstofsen. Es
ist somit nicht mehr nothwendig, bei Besatzschuhen z. B. die Spitze zu schneiden, auf den
Schaft zu nähen und das Ganze mit Längsund Quernähten zu verbinden. Der Schaft wird, wie in Fig. 2 dargestellt, so ausgeschnitten,
dafs er, auf einem Leisten umgewalkt, nur an der Unterfläche in der Mitte und an der Kappe
stumpf zusammenstöfst. Das beim Umzwicken nicht zu vermeidende Faltenschlagen des umgezwickten
Oberleders fällt bei dem Walken nach vorliegendem Verfahren fort.
Entsprechend der Gestalt und dem Zwecke der Fufsbekleidung wird das vorliegende Verfahren
verschieden angewendet. Bei hohen Schnürschuhen (Fig. 1) mit aufgesetzter Spitze
wird der Schaft b aus einem Stück gewalkt, so dafs auf dem Spann keine Naht und der Schaft
in der Mitte der Unterfläche und des Hackens stumpf zusammenstöfst. Der vorher fertiggestellte
Obertheil c kann alsdann am besten auf einem Leisten festgespannt, mit diesem in
den Schaft geschoben, an diesem festgeleimt werden, worauf derselbe entgegen der bis jetzt
bekannten Methode nach vollständiger Fertigstellung des Unterbaues auf dem Schaft festgenäht
wird. Die Schaftspitze α wird nach, vorliegendem Verfahren, wie in Fig. 2 dargestellt,
mit dem Schaft vernäht, und zwar wird die Spitze α ebenfalls aus einem Stück so geformt,
dafs sie auf ihrer Oberfläche, der Form des Leisten entsprechend, gewölbt ist, während
sie in der Mitte der Sohle stumpf zusammenstöfst. Mit geeigneter Verzierung versehen, wird
dieselbe auf den ebenfalls aus einem oder
mehreren Stücken hergestellten Schaftuntertheil b (Fig. 2) geschoben und mit diesem vernäht.
Der Stofs des Schaftes b in der Mitte der Sohle bildet den fortlaufenden Stofs der Spitze a.
Wie in Fig. 5 gezeigt, kann ein Schnürschuh nach dem neuen Verfahren auf die einfachste
Weise dadurch gebildet werden, dafs um den Leisten e je eine Hälfte des Oberbaues/ und g
. so gebogen wird, dafs beide Hälften in der Mitte des Schaftes auf der Sohlenfläche stumpf
zusammenstofsen und sich der Form des Leisten in allen Theilen anschliefsen. Bei einem derart
hergestellten Oberbau würde die Naht in der ganzen verticalen Achse des .Schuhes liegen.
Bei leicherem Schuhwerk kann man den Schnitt so wählen, dafs der Schaft aus zwei Hälften
besteht, und zwar, wie in Fig. 6 dargestellt, aus h und k, welchen zweckentsprechend eine
Spitze i aufgesetzt werden kann, welche ebenfalls in der Mitte der Sohle, Fig. 4, stumpf
zusammenstöfst und mit den beiden Schafttheilen-Ä
und k eine glatte Unterfläche bildet.
Vorliegendes Verfahren zur Herstellung von Fufsbekleidung kann auch zweckentsprechend
auf die Bildung von Kappen aus einem Stück mit der sogenannten Brandsohle angewendet
werden (Fig. 7). Die glatte Brandsohle m ist in diesem Falle in der ganzen Gegend der
hinteren Kappe (Hacken) u und 0 um den Leisten herumgezogen und besitzt nur an der Hinterwand
eine Naht, welche bei schwererem Schuhwerk auch stumpf zusammenstofsen und mit dem Schaft verbunden werden kann. Entgegen
der bis jetzt bekannten Methode kann bei vorliegendem Verfahren der Obertheil des Schuhes
erst nach Fertigstellung des ganzen Unterbaues eingenäht werden, wodurch bei gleichzeitiger
Vereinfachung der ganzen Herstellungsart eine vereinfachte Herstellung des Schuhobertheiles
möglich ist, so dafs eine wesentliche Ersparnifs an Arbeitslohn bei Herstellung der Fufsbekleidung
erzielt wird, ohne dafs die Güte darunter leidet. Im Gegentheil erhält der Schuh eine bedeutend
solidere Bauart, als dies bis jetzt nach dem alten Verfahren irgendwie möglich war, speciell
wird die Bildung und Verbindung des Bodens eine wesentlich solidere.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, Fufsbekleidungen aus Leder in der Weise herzustellen, dafs zur Vermeidung der sogenannten Brandsohle und des Aufzwickens des Oberleders auf diese das entsprechend breiter zugeschnittene Oberleder durch Walken, Pressen oder dergl., wenn nöthig, über einen Leisten, beiderseits in die. Sohlenfläche herumgezogen und in solche Form gebracht wird, dafs bis auf die besonders angesetzte, in ähnlicher Weise hergestellte Kappe die nach der Fufssohle beiderseits herumgezogenen und nahezu in der Mitte zusammenstofsenden Theile des Oberleders eine Sohle bilden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76108C true DE76108C (de) |
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ID=349022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76108D Expired - Lifetime DE76108C (de) | Verfahren, Fufsbekleidungen aus Leder aus einer mit dem Oberleder in einem Stück geschnittenen Sohle unter Ersparung der sogenannten Brandsohle herzustellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76108C (de) |
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- DE DENDAT76108D patent/DE76108C/de not_active Expired - Lifetime
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