DE936499C - Verfahren und Vorrichtung zum Bruehen von pflanzlichen Rohstoffen, insbesondere von Zuckerruebenschnitzeln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bruehen von pflanzlichen Rohstoffen, insbesondere von Zuckerruebenschnitzeln

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DE936499C
DE936499C DEW12598A DEW0012598A DE936499C DE 936499 C DE936499 C DE 936499C DE W12598 A DEW12598 A DE W12598A DE W0012598 A DEW0012598 A DE W0012598A DE 936499 C DE936499 C DE 936499C
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DE
Germany
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raw juice
schnitzel
brewing
pipe system
juice
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Expired
Application number
DEW12598A
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English (en)
Inventor
Otto Warnecke
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/083Treatment of sugar beet before extraction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Brühen von pflanzlichen Rohstoffen, insbesondere von Zuckerrübenschnitzeln Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Brühen pflanzlicher Stoffe, insbesondere von Zuckerrübenschnitzeln. Es ist schon vorgeschlagen worden, zum Brühen von Zuckerrübenschnitzeln den Rohsaft mit einer Temperatur von etwa 70° C zu verwenden, indem man ihn in einer oder mehreren Vorstufen über die Schnitzel leitet. Dabei erhalten die Schnitzel eine Temperatur bis zu etwa q.5° C, und der Rohsaft kühlt sich etwa auf die gleiche Temperatur ab. Nach diesem Vorbrühen sollte dann in einer weiteren Behandlungsstufe weiterer Rohsaft, der zusammen mit dem alten Rohsaft auf etwa 9o° C aufgewärmt wird, in Pumpen mit den Schnitzeln zusammen umgewälzt werden. Dabei mischten sich die Schnitzel und der Saft, und die Schnitzel kamen auf eine Temperatur von etwa 78° C. Während dieser Umwälzung, bei welcher sich also der Saft erheblich abkühlte, sollte das Gemisch durch einen Separator getrennt werden. Die Schnitzel fallen dabei in ein Gefäß, und der alte Rohsaft wird zusammen mit dem aus dem Turm genommenen neuen Rohsaft auf über 9o° C erhitzt und dieses Gemisch wieder den Schnitzeln zugeführt. Die überschüssige Rohsaftmenge sollte dabei durch einen Überlauf abfließen, der so eingestellt werden mußte, daß der bereits einmal durch das Umlaufsystem gegangene alte Rohsaft abfloß, während die neue Aufheizung nur den neuen, aus dem Turm genommenen Rohsaft betreffen sollte. Es hat sich aber gezeigt, daß dies praktisch nicht erreichbar ist. Der alte Rohsaft blieb auch in dieser letzten Umwälzwärmstufe unter Umständen längere Zeit, sogar Stunden und Tage. Dadurch wurde das Endprodukt verschlechtert. Es ist auch schon bekanntgeworden, die Schnitzel mit dem Rohsaft zusammen in einer kontinuierlichen Rohrleitung zu führen und diese Rohrleitung mechanisch in verschiedene Abschnitte zu unterteilen, wobei man aus jedem der Abschnitte auf dessen ganzer Länge den Rohsaft entnahm und ihn über eine Pumpe und eine Anwärmvorrichtung ebenso auf der ganzen Länge. diesem Abschnitt wieder zuführte. Dabei wurden auch Abzweigungen der Rückführungsleitung vorgeschlagen, die einen geringen Teil des Rohsaftes erst am Ende jedes der Abschnitte der Trennstelle zwischen zwei Abschnitten zuführen sollten. Da diese Anordnung in der Hauptsache einen wiederholten Durchlauf desselben Rohsaftes in ein und demselben Abschnitt bewirkt, ergibt sich die Gefahr einer Trübung der Säfte. Auch ist bei einer solchen bekannten Anordnung das in der Technik allgemein als höchst vorteilhaft anerkannte Gegenstromprinzip nicht einzuhalten. Es ist höchstens insofern durchgeführt, als ein kleiner Anteil des entnommenen Saftes dem Ende seines Abschnittes wieder zugeführt wird. Die gute Ausnutzung durch Gegenstrombehandlung ist also hier nicht gewährleistet.
  • Um diesen Nachteilen abzuhelfen, wird erfindungsgemäß der Rohsaft ebenso wie die Schnitzel durch ein kontinuierliches Rohrsystem beständig hindurchgeführt, wobei in gewissen Abständen der Rohsaft dem Rohrsystem entzogen, wieder aufgewärmt und erneut dem Rohrsystem im Gegenstrom zu den Schnitzeln zugeführt wird.
  • Durch die vollständige Durchführung des Gegenstromprinzips fällt jede Umwälzung der Säfte an einer und derselben Stelle fort. Damit wird ein Vorteil erreicht, den sonst nur die bekannte Diffu, sionsbatterie hat, bei der allerdings im Gegensatz zu dem Gegenstand der Anmeldung kein kontinuierlicher, sondern nur ein intermittierender Betrieb möglich ist.
  • Die Zeichnung zeigt schematisch eine Vorrichtung, mit der das erfindungsgemäße Verfahren ausgeübt werden soll.
  • i ist ein Rohrsystem, durch das eine mit Rosten versehene endlose Kette 2 über Leitrollen 3 geführt ist. Die Kette bewegt sich in der durch Pfeile angegebenen Richtung.
  • Aus einer Schneidmaschine4.werden die Schnitzel der Kette und damit der Rohrleitung zugeführt. Die Rohrleitung besitzt an mehreren Stellen A, B, C nach oben gerichtete Ausbiegungen. Etwa am entgegengesetzten Ende befindet sich der Wassereintritts. Das Wasser strömt entgegen der Bewegungsrichtung der Kette. Der rechte Teil der Vorrichtung zwischen dem Wassereintritt 5 und der Stelle 6 dient als Diffusionsteil. Der linke Teil dient als Brühteil. Der Gang der Schnitzel ist folgender: Aus der Schneidmaschine fallen die Schnitzel in die Eingangsöffnungen 7 und werden von der Förderkette 2 durch die erste Brühstufe 8 bis an die Stelle 9 geschleppt. Dort werden sie aus dem Saft herausgehoben, indem sie über die Ausbiegung A des Rohres wandern, und gelangen an der Stelle io in die zweite Brühstufe i i. Aus dieser werden sie an der Stelle r2 wiederum herausgeftoben, da die Leitung hier eine zweite Ausbiegung B nach oben hat. "An der Stelle 13 fallen die Schnitzel aus dem oberen Kettentrum in den unteren. Dort werden sie an der Stelle 1q. der dritten Brühstufe 15 zugeführt. An der Stelle 16 werden sie durch die Aufbiegung C des Rohres wieder aus dem Bad herausgehoben und gelangen am Punkt 6 in den Diffusionsteil. Nachdem sie diesen durchwandert haben, fallen sie an der Stelle 17 ausgelaugt aus dem Rohr heraus und gelangen auf einem nicht gezeichneten Transporteur zu den Schnitzelpressen.
  • Die AuAaugeflüssigkeit nimmt folgenden Weg: Sie tritt bei 5 in den Diffusionsteil ein und kommt bei 6 als Diffusionsrohsaft aus diesem Teil heraus. Dort wird sie durch eine Nebenleitung 18 abgezogen und gelangt über eine Pumpe i9 und einen Erhitzer 2o sowie. durch die Leitung 2i, etwa an der Stelle 16, wieder in die Leitung, in der die Schnitzel geführt werden. An der Stelle 1q. wird durch eine Leitung 22 der Saft erneut abgezogen und geht über die Pumpe 23, den Erhitzer 2q. und die Leitung 25 zu der Stelle 12 am Ende der zweiten Brühstufe ii. Von dem Anfang dieser zweiten Brühstufe, etwa am Punkt io, wird durch eine Rohrleitung 26 der Rohsaft über eine Pumpe 27, den Erhitzer 28 und die Rohrleitung 29 dem Ende 9 der ersten Brühstufe 8 zugeführt. Am Anfang dieser Brühstufe, etwa bei der Stelle 9Q, wird durch eine Rohrleitung 3o der Rohsaft abgezogen.
  • Somit ergibt sich, daß der Saft in gleichmäßigem und zusammenhängendem Fluß fortwährend entgegen der Bewegung der Schnitzel durch die Rohrleitung strömt und mit wiederholtem Abziehen, Aufwärmen und Wiederzüführen schließlich am Ende der ersten Brühstufe als Rohsaft abgezogen wird. Es ist auf diese Weise nicht möglich, daß ein Teil des Rohsaftes länger in dem Rohrsystem verweilt, als für die Diffusion und Brühung notwendig ist. Es fließt in dem ganzen System nur soviel Saft, wie dem Abzug entspricht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Brühen von pflanzlichen Rohstoffen, insbesondere von Zuckerrübenschnitzeln mit Rohsaft, bei dem der Rohsaft ebenso wie die Schnitzel durch ein kontinuierliches Rohrsystem vollständig hindurchgeführt wird und in gewissen, durch mechanische Unterteilung der Schnitzeltransportbahn gegebenen Abständen der Rohsaft dem Rohrsystem entzogen, wieder aufgewärmt und erneut dem Rohrsystem zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohsaft ausschließlich an der Stelle jedes Abschnittes entnommen wird, an welcher die Schnitzel in diesen Abschnitt eintreten, und die so entnommene Rohsaftmenge restlos an der Stelle des im Transport der Schnitzel vorhergehenden Abschnittes zugeführt wird, an welcher die Schnitzel diesen Abschnitt verlassen.
  2. 2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das die Schnitzel mit dem Rohsaft führende Rohrsystem an den Trennstellen zweier Abschnitte nach oben ausgebogen ist, an der Seite, an welcher die Schnitzel diese Ausbiegung verlassen, eine Rohsaftleitung abgezweigt ist, die über eine Pumpe und einen Vorwärmer zu der Stelle derselben Ausbiegung führt, an welcher die Schnitzel in diese Ausbiegung eintreten.
  3. 3. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch r, gekennzeichnet durch einen gitterartigen Rost, der an einer durch das ganze Rohr systematisch hindurchlaufenden Kette befestigt ist und mit geringer Geschwindigkeit angetrieben ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 301 899.
DEW12598A 1953-11-18 1953-11-18 Verfahren und Vorrichtung zum Bruehen von pflanzlichen Rohstoffen, insbesondere von Zuckerruebenschnitzeln Expired DE936499C (de)

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DE (1) DE936499C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1107160B (de) * 1958-05-21 1961-05-18 Licencia Talalmanyokat Diffusionsverfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Ruebenschnitzeln
US3244560A (en) * 1966-04-05 Diaz compain

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE301899C (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1107160B (de) * 1958-05-21 1961-05-18 Licencia Talalmanyokat Diffusionsverfahren zum kontinuierlichen Auslaugen von Ruebenschnitzeln

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