DE568657C - Behandlung von Ruebenschnitzeln nach dem Verfahren von Steffens - Google Patents

Behandlung von Ruebenschnitzeln nach dem Verfahren von Steffens

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DE568657C DEB127975D DEB0127975D DE568657C DE 568657 C DE568657 C DE 568657C DE B127975 D DEB127975 D DE B127975D DE B0127975 D DEB0127975 D DE B0127975D DE 568657 C DE568657 C DE 568657C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes
    • C13B10/102Continuous processes having rotatable means for agitation or transportation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • Behandlung von Rübenschnitzeln nach dem Verfahren von Steffens Den Gegenstand der Erfindung bildet eine neuartige Behandlung von Rübenschnitzeln nach dem Brühverfahren von S t e f f e n s , die durch mechanische langsame Aufwärtsförderung der Schnitzel im Brühbade gekennzeichnet ist.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, die sogenannte Diffusionsbehandlung von Schnitzeln in einer Batterie von mehreren stehend angeordneten, hintereinanderliegenden Diffusionsgefäßen vorzunehmen, in denen die Schnitzel durch Schneckenrohre nach oben geführt werden, um dann in einen das Schneckenrohr umgebenden Ringraum hineinzufallen und von diesem aus durch eine überführungsleitung in das nächste Diffusionsgefäß zu gelangen. Bei dieser Arbeitsweise wird bei jeder Diffusionsbehandlung eine allmähliche Auslaugung des Zuckergehaltes in immer steigendem Maße in den verschiedenen aufeinanderfolgenden Diffusionsgefäßen angestrebt. Man hat auch bereits vorgeschlagen, in Verbindung mit solchen Diffusionsgefäßen eine Schneckenpresse nachzuschalten, die hier zur Abpressung der in den Schnitzeln im Laufe des Diffusionsvorganges aufgenommenen Wassermenge dient. Im Gegensatz zu solcher Diffusionsbehandlung bezieht sich die Erfindung auf das sogenannte Brühverfahren nach S t e f f e n s. Bei diesem werden die frisch geschnittenen Schnitzel nicht in steigendem Maße ausgelaugt, sondern lediglich gebrüht, und es wird sofort, nachdem die Schnitzel den Brühsaftbehälter verlassen haben, der noch in den Schnitzeln vorhandene Zuckersaft ausgepreßt.
  • Bei praktischer Durchführung des Verfahrens hat man bisher so gearbeitet, daß man die. aus der Schneidemaschine kommenden Schnitzel in einen Schwemmtrog und von da in einen Brühtr og brachte, in welchem man die Schnitzel während einer zum Brühen ausreichenden Zeitdauer, z. B. während etwa einer halben Stunde, sich selbst überließ.
  • Gegenüber dieser bisher bekannten Ausführungsform des Brühverfahrens liegt der fortschrittliche Gedanke der Erfindung darin, daß die Schnitzel in dem stehend angeordneten Brühgefäß mechanisch langsam aufwärts befördert werden. Die Schnitzel werden also absichtlich am freien Aufsteigen verhindert und gewissermä.ßen zwangsläufig durch das Brühbad von unten nach oben hindurchgeführt. Trotz dieser Verzögerung des Aufsteigens der Schnitzel ergibt sich überraschenderweise der Erfolg, daß mit Hilfe des neuen Verfahrens sich der Brühvorgang gegenüber der bisher üblichen Brühbeha.ndlung der Schnitzel im freien Brühbade ganz erheblich, z. B. auf weniger als die Hälfte der bisher benötigten Zeit, abkürzen läßt.
  • Die Anwendung einer die Schnitzel mechanisch aufwärts fördernden Vorrichtung bietet ferner die Möglichkeit, durch Regelung der Fördergeschwindigkeit die Behandlungsdauer der Schnitzel im Brühbade genau, z. B.-nach Minuten, zu regulieren. Diese Regelung der Behandlungsdauer ist aber gerade bei der Durchführung des Brühverfahrens nach S t e f -f e n s von besonderer Bedeutung, weil die Schnitzel je nach ihrer Beschaffenheit und ihrem Zuckergehalt, die in jedem Jahr wieder verschieden sind, auch zeitlich verschieden behandelt werden müssen. Bei dem neuen Verfahren läßt sich z. B. durch Änderung der Umdrehungszahl der zum Transport dienenden Schnecke die Behandlungsdauer, d. h. die Brühdauer, einstellen, wie sie für den betreffenden Jahrgang und die Beschaffenheit der verarbeiteten Schnitzel am vorteilhaftesten ist.
  • Nach dem Verlassen des Brühgefäßes gelangen die Schnitzel nach dem neuen Verfahren in einen zweiten, anschließenden Auslaugetrog, in dem sie einer Nachspülung mit heißem Wasser unterworfen werden. Der abgezogene Dünnsaft kann zweckmäßig dem vorher aus dem Brühgefäß abgelassenen Rohsaft zugemischt werden. Die zurückbleibenden, noch zuckerhaltigen Rübenteilchen werden alsdann einer Preßvorrichtung, die zweckmäßig als Walzenpresse ausgebildet sein kann, zwecks Gewinnung des Zuckersaftrestes zugeführt.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i zeigt schematisch die Gesamtanordnung des Apparates, Abb.2 die Konstruktion der Walzenpresse. Im einzelnen bezeichnet das Bezugszeichen i den stehend angeordneten Auslaugebehälter. Die Schnitzel werden am unteren Ende in demselben durch die Zuleitung 2 eingeführt, während das heiße Wasser am oberen Teil des Brühbehälters, z. B. durch das Rohr 3, zutritt. Der Brühsaft fließt. am Boden des Brühbehälters durch die Leitung 4 ab. Die Schnitzel werden innerhalb des Brühgefäßes während der Auslaugung durch ein geeignetes Transportorgan, z. B. eine Schnecke 5, nach oben befördert und gleichzeitig einer gründlichen, die Auslaugung befördernden Durchmischung unterworfen.
  • Der Antrieb des Förderorgans kann z. B. maschinell in beliebiger Weise, z. B. vermittels Übersetzung 6, 7, 8, erfolgen.
  • Vom oberen Teil des Brühgefäßes aus gelangen die Schnitzel in den Nachspültrog 9, durch den sie zweckmäßig ebenfalls vermittels kontinuierlicher Förder- und Mischorgane, z. B. einer Schnecke io, hindurchbefördert werden. Die Nachspülung erfolgt am besten durch Zuführung von fein verteiltem Rieselwasser, z. B. vermittels einer Heißwasserleitung i i, aus der das Wasser aus verschiedenen öffnungen 12, die über die ganze Länge des Nachspültroges verteilt sind, austritt. Der leichte Brühsaft fließt durch den siebartig gelochten Boden 13 in den Behälter 14, aus dem er durch die Leitung 15 abgeführt wird, um gegebenenfalls mit dem Brühsaft vermischt oder auch wieder in das Brühgefäß i übergeführt zu werden.
  • Die den N achspültrog 9 verlassenden stark saft- und wasserhaltigen Schnitzel gelangen in den Preßbehälter 16, in dem die Abpressung in einer Walzenpresse erfolgt, die vorteilhaft aus mehreren hintereinandergeschalteten Walzenpaaren 17, 18, i9, 2o bestehen kann. Der aufgefangene leichte Saft fließt bei 21, 22, 23, 24 ab, während die Schnitzel am unteren Ende des Preßbehälters, -bei 25, abgeführt werden, um gegebenenfalls einer nochmaligen Abpressung vor der endgültigen Trocknung unterworfen zu werden.
  • Die Walzen der Presse können, wie die Abb. 2 darstellt, als zylindrische Walzen mit durchlochten Wänden ausgebildet sein. Der abgepreßte leichte Saft fließt durch die öffnung 26 ins Innere der Walzen und wird durch die hier angeordneten Bleche 27 so geleitet, daß er nicht in den Preßraum zurückfließen kann, sondern im unteren Teil des Hohlraumes sich sammelt, von wo aus er durch die jeweils nach unten stehenden Öffnungen 28 in den Sammelraum 29 fließt. Dieser Raum wird zweckmäßig durch eine Mulde 3o o. dgl. nach dem Preßraum zu abgeschlossen, die um eine Achse 31 schwenkbar angeordnet ist und sich in ihrer Leiste 37, die mit einem Dichtungsstreifen 32 ausgestattet ist, gegen die Preßwalze legt. Dabei kann die Sammelmulde gegebenenfalls mit Hilfe verstellbarer Organe, z. B. einer Spinde136, die gegen den Fortsatz 33 wirkt, leicht an die Walze angedrückt werden. Aus der Mulde 3o wird der leichte Saft in geeigneter Weise, z. B. durch eine Leitung 34, abgeführt. Der aus den Preßwalzen nach unten herausgedrückte Schnitzelstrang wird zweckmäßig durch ein Flügelrad 35 o. dgl. zerteilt, um alsdann in den zweiten Walzensatz zu gelangen. Abgesehen von den bereits angeführten Vorteilen ist noch darauf hinzuweisen, daß die zu entzuckernden Schnitzel oder Scheiben beim Durchgang durch das Brühgefäß beständig vollkommen von dem Brühsaft eingeschlossen sind und daß jede Schicht der im gleichen Auslaugestadium befindlichen Teilchen immer mit Saft von gleicher Konzentration zusammenkommt.
  • Dies war bei der bisherigen Anordnung liegender Brühtröge nicht der Fall, da hier vielmehr die Schnitzelteilchen nach der Oberfläche aufgetrieben und daher von dem Brühsaft nicht genügend durchspült wurden. Ein weiterer Vorteil der neuen Anordnung besteht darin, daß durch die Nachschaltung des Spülprozesses der Zuckergehalt der Schnitzel weitgehend ausgelaugt wird, und daß sich weniger Pülpe ergibt. Ferner bietet die Walzpresse vor den bisher üblichen Pressen den Vorzug schnellerer und vollständiger Entwässerung sowie die Möglichkeit kontinuierlicher Zusammenarbeit mit dem Brüh-und Spülapparat. Es sei noch bemerkt, daß die beschriebene Vorrichtung nur insofern als neu beansprucht wird und unter Schutz gestellt werden soll, als sie zur Durchführung des neuen verbesserten Brühverfahrens nach Steffens dient.
  • Die beschriebene Vorrichtung kann mannigfach im Rahmen der Erfindung abgeändert werden. So braucht z. B. das Auslaugegefäß nicht senkrecht zu stehen, sondern kann auch mit zweckmäßiger Neigung angeordnet sein, derart, daß die vollständige Bedeckung der Schnitzel mit dem Brühsaft und seine gleichmäßige Durchführung durch dieselbe erhalten bleibt. Auch der Nachspültr og kann evtl. geneigt angeordnet werden. Gegebenenfalls kann derselbe bei genügend langem Weg der Schnitzel durch das Auslaugegefäß auch ganz in Fortfall kommen. An Stelle der Walzenpresse können gegebenenfalls auch andere Konstruktionen Verwendung finden. Endlich kann mit dem Apparat natürlich diskontinuierlich gearbeitet werden, wenn auch die kontinuierliche Arbeitsweise im allgemeinen vorteilhafter sein wird.

Claims (1)

  1. PATrLX TAX SPRGCIIr: i. Behandlung von Rübenschnitzeln nach dem Brühverfahren von S t e f f e n s, gekennzeichnet durch mechanische langsame Aufwärtsförderung der Schnitzel im Brühbade. z. Anlage zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem stehenden Brühbehälter, in dessen unteren Teil die Schnitzel eingebracht werden, während das ihnen entgegenfließende Heißwasser oben eingeführt wird, einem die Schnitzel in dem Behälter zwangsläufig nach oben fördernden und sie am sofortigen Aufsteigen hindernden Fördermittel, z. B. einer Schnecke, einem an den Brühbehälter anschließenden Nachspülraum, in dem die Schnitzel zweckmäßig ebenfalls kontinuierlich gefördert werden, und einer hinter diesen geschalteten, zweckmäßig als Walzenpresse ausgebildeten Abpreßvorrichtung.
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