DE122881C - - Google Patents

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DE122881C
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diffusion
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10Continuous processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Primary Cells (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an dem im Haupt-Patent 122671 geschützten Verfahren und der Vorrichtung zur Gewinnung eines möglichst concentrirten und reinen Saftes aus Zuckerrüben, Zuckerrohr oder anderen Zucker enthaltenden Pflanzen.
Die Neuerungen in dem Verfahren bestehen darin, dafs eine bestimmte Menge des concentrirten Diffusionssaftes wiederholt über frische Schnitte an der Stelle geführt wird, wo die Schnitte in den Diffusionsapparat gelangen, damit hierdurch die Schnitte auf eine hohe Temperatur gebracht werden, und ferner darin, dafs eine bestimmte Menge der aus dem Trennungsapparat für die Rückstände und den diffundirenden Saft ablaufenden Flüssigkeit der Nafsmühle wieder zugeführt wird, um in letzterer das richtige Verhältnifs . zwischen der Flüssigkeit und den Schnitten herzustellen und aufrecht zu erhalten, so dafs die Leistungsfähigkeit der Nafsmühle dadurch erhöht wird.
Im Uebrigen vollzieht sich das Verfahren, wie im Haupt-Patent angegeben ist.
Die Neuerungen an den zur Ausführung des Verfahrens bestimmten Apparaten sind auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt:
Fig. ι ist ein Verticalschnitt durch einen Apparat mit nur einem Diffusionsbehälter in ähnlicher Ausführung wie nach dem Haupt-Patent, nur mehr den praktischen Bedürfnissen entsprechend,
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch das untere Ende des Diffusionsbehälters in gröfserem Mafssfabe.
Die Bezeichnungen entsprechender bezw. gleichartig wirkender Theile sind dieselben, wie bei dem Apparate nach dem Haupt-Patent, so dafs die Beschreibung des dort behandelten Apparates auch für den vorliegenden Apparat gilt, soweit Uebereinstimmung vorliegt. Die Diffusionsflüssigkeit, welche aus dem Ringraum 11 durch das Rohr 19 mittelst der Pumpe 20 abgesaugt wird, gelangt durch die Druckleitung dieser Pumpe in den Heizkörper oder Calorisator 21, um von hier durch die Leitung 22 oben an den Diffusionsbehälter 2 abgegeben, d. h. über die frischen Schnitte geführt zu werden, so dafs diese durch die circulirende heifse Diffusionsflüssigkeit auf hohe Temperatur gebracht werden.
In die Leitung 10, welche die aus der Trennvorrichtung 7 ablaufende Flüssigkeit wieder dem Diffusionsbehälter 2 zuführt und mit ihren unteren Abzweigungen in die Nafsmühle mündet, ist ein oben offener Druck- und Mefsbehälter 50, zweckmäfsig mit Schwimmer, eingeschaltet, welcher die selbsttätige Bewegung eines Ventils in der Leitung 15 veranlafst, welche den Wasserbehälter 13 mit dem Druckbehälter 50 verbindet, und in welche eine Pumpe eingeschaltet ist. Durch diese Vorrichtung ist es möglich gemacht, dafs eine bestimmte Menge des flüssigen Ablaufes aus der Trennvorrichtung, eventuell verdünnt mit
Wasser, aus dem Behälter 13 durch die Leitung 10 der Nafsmühle wieder zugeführt wird, um den in derselben enthaltenen Brei in gehöriger Weise zu verdünnen und die Leistungsfähigkeit der Mühle zu erhöhen. Die sonstige Einrichtung und Arbeitsweise des Apparates nach Fig. 1 und 2 entspricht dem im Haupt-Patent dargestellten Apparate.
Die Zeichnung auf Blatt II veranschaulicht, ebenfalls ohne Rücksicht auf Constructionseinzelheiten, eine Ausführungsform des Apparates, bei welcher eine Reihe von Diffusionsbehältern batterieartig vereinigt sind.
Fig. 3 ist eine Ansicht einer derartigen Diffusionsbatterie mit den zur Durchführung des Verfahrens dienenden Einrichtungen;
Fig. 4 die Oberansicht der Diffusionsbehälter allein;
Fig. 5 ein Verticalschnitt durch einen einzelnen Diffuseur.
Die bei dieser Modification des Apparates gleichen bezw. gleichartig wirkenden Theile des Apparates sind den entsprechenden Theilen des Apparates nach Fig. 1 und 2 entsprechend bezeichnet, so dafs nur die Abänderungen näher erläutert werden brauchen.
Der Apparat nach Fig. 3 bis 5 besteht beispielsweise aus sechs Diffusionsbehältern 2; die Zahl der Behälter kann natürlich auch eine beliebig andere sein. Sie sind in bekannter Weise zu einer geschlossenen Batterie verbunden, mit welcher in der üblichen Art gearbeitet wird.
An Stelle des bei dem Apparat nach Fig. 1 und 2 dargestellten Druckreservoirs der Leitung 10 wird die diffundirende Druckflüssigkeit durch eine Pumpe 25 und Rohrleitung 24 in die Batterie in bekannter Weise eingedrückt. Der fertige Diffusionssaft wird durch die Leitung 40 in die bekannten Abziehapparate der gebräuchlichen Diffusionsbatterie geführt.
Das Verfahren bei diesem Apparat gestaltet sich in folgender Weise'.
Aus der Abtrennvorrichtung 7 (Fig. 3) gelangt der abgeprefste Rückstand (nicht ausgelaugt oder auch mittelst Wassers aus dem Behälter 13 ausgelaugt) in die Schnecke 8 zur Entfernung bezw. Abtrennung von der Batterie. Die nach dem eingangs geschilderten Verfahren mehr oder weniger fertig diffundirten Schnitte des letzten Diffuseurs werden mit der sie umschliefsenden bezw. durchsetzenden Diffusionsflüssigkeit durch eine Schnecke 26 oder dergl. nach Oeffnung des Ventils 27 in eine Nafsmühle 3 gefördert, wo sie mit genügenden Mengen Flüssigkeit aus dem Rohr 28 und Brei aus dem Rohr 23 gemischt, verrieben bezw. zerkleinert werden, um dann in der geschilderten Weise durch die Rohrleitung 4 und Pumpe 5, sowie Druckleitung 6 in die Trennungsvorrichtung 7 (Filterpresse oder dergl.) gedrückt zu werden, in welcher der Rübenrückstand von der anhaftenden Flüssigkeit getrennt wird. Die abgeschiedene Flüssigkeit gelangt wiederum durch den Ablauf 9 in die Rohrleitung 10 und zur Pumpe, welcher auch aus dem Behälter 13 durch dessen mit dem Rohr 10 verbundene Leitung 15 das nothwendige Wasser zugeführt wird.
Durch die Pumpe 25 wird in der angegebenen Weise die diffundirende Flüssigkeit mittelst der Rohrleitung 24 der Batterie in bekannter Art zugeführt. Die in die Batterie eintretenden, frischen Schnitte werden in den ersten Körper 2 der Diffusionsbatterie in bekannter Weise eingeführt, worauf man die diffundirende Flüssigkeit durch eine Rohrleitung 36 in den Körper eintreten läfst, um diesen ganz auszufüllen. Ist dies geschehen, so wird das Vordrücken der Diffusionsflüssigkeit in der Batterie unterbrochen und durch die Leitung ig und Pumpe 20 die Flüssigkeit dem Heizkörper 21 zugeführt, um aus diesem über frische Schnitte, welche in einen neuen Diffuseur 2 eingebracht sind, so lange zu treten bezw. zu circuliren, bis diese frischen Schnitte genügend erwärmt sind, worauf die durch die Leitung 19 und Pumpe 20 veranlafste Circulation unterbrochen wird und das Diffussionsverfahren seinen gewöhnlichen Fortgang nimmt.
Fig. 6 behandelt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform des Apparates, welcher aus einem Diffuseur besteht, mit welchem eine Gefäfsbatterie von beispielsweise zehn Gefäfsen (I, II, III .... X) durch geeignete Rohrverbindungen und Armaturen in Verbindung gebracht ist. Diese Anordnung zeigt die Einrichtung des bekannten Saftgewinners, sogen. Diffundators. Auch hier sind die entsprechenden Theile den vorherigen Figuren entsprechend bezeichnet.
Es wird in dem Diffuseur 2 mittelst einer geeigneten Fördervorrichtung eine entsprechende Menge frischer Schnitte eingebracht. Sodann läfst man aus dem Gefäfs I bei geöffnetem Ventil A1 des Auslasses desselben und geöffnetem Ventil Z1 in der Leitung M, aber bei geschlossenem Ventil N in der zu dem Diffuseur führenden Leitung Q und geschlossenem Ventil Z in der Rückleitung Y, von dem letzten Gefäfs X durch die Leitungen M und Y concentrirte Diffusionsflüssigkeit über die frischen Schnitte bis zur Füllung des Diffuseurs eintreten. Ist dies erreicht, so wird das Ventil Z1 geschlossen und das Ventil N geöffnet. Sodann wird mittelst der Rohrleitung 19 und Pumpe 20, deren Druckrohr an den Heizkörper 21 anschliefst, durch die Leitung 22, welche mit abschliefsbaren Auslässen ABC .... u. s. f. für jedes Gefäfs I, H, III .... IX versehen ist, bei geöffnetem Ablafs A so lange erwärmter Saft durch den Diffuseur circuliren gelassen, bis die

Claims (4)

frischen Schnitte desselben entsprechend erwärmt worden sind. Ferner wird der Ablafs A 1 des ersten Behälters I geschlossen und der Inhalt des Gefäfses II bei geöffnetem Ventil N durch die Leitung Q von oben in den Diffuseur geführt. Gleichzeitig wird das dieser Menge Diffusionsschnitte entsprechende Saftquantüm aus der Rohrleitung 22 bei geschlossenem Ablafs A in einen Behälter 12 durch den geöffneten Ablafs 121 der Leitung 22 abgezogen, um aus der Batterie ausgeschaltet zu werden. In derselben Weise gelangen die in den Behältern III .... IX der Flüssigkeitsbatterie enthaltenen Flüssigkeitsmengen nach einander auf demselben Wege in den Diffuseur 2; gleichzeitig wird auf die angegebene Weise durch die Pumpe 20 die Füllung des vorderen Endes der Flüssigkeitsbatterie von dem Behälter I in der Richtung nach dem Behälter IX zu systematisch bewerkstelligt, so zwar, dafs in dem Augenblicke, wo die Füllung des neunten Behälters in den Diffuseur gelangt, der Diffusionsprocefs dieser Schnitte aus dieser Gefäfsreihe vollendet ist; es. gelangt nun die Flüssigkeit aus dem Behälter X auf demselben Wege in den Diffuseur. Mit diesem letzten Gefäfs X, in welchem die Flüssigkeit mittelst Dampfschlange erhitzt wird, ist der Diffusionsprocefs vollendet. Man stellt die Pumpe 20 ab, öffnet das Ventil 27, und es gelangt der Inhalt des Diffuseurs 2 mittelst der Fördervorrichtung 26 oder auf andere geeignete Weise in die Nafsmühle 3, während gleichzeitig noch Flüssigkeit aus dem Behälter X durch die Rohrleitung Y zur Verdünnung des Breies in den Diffuseur 2 tritt. Durch die Rohrleitung 4 und Breipumpe 5 wird der nasse, vermahlene Brei in der Leitung 6 der Abtrennvorrichtung 7 zugeführt. Die aus dieser Vorrichtung aus dem Ablauf 9 austretende abgeschiedene Flüssigkeit gelangt durch das Rohr 10 wieder in den Behälter X zurück, nachdem das Ventil Z in dem Abzugsrohr Y geschlossen worden war. Auf diese Weise wird der Diffuseur 2 ganz leer, und es ist sein ganzer Inhalt durch die Nafsmühle 3 und Pumpe 5 in die Abtrennvorrichtung 7 gedrückt worden. Die trockenen Rückstände werden aus der Presse durch die Schnecke 8 oder dergl. entfernt, während die ganze abgeprefste Flüssigkeit des Breies in das Gefäfs X zurückgelangt. Die Menge Wasser, welche zur entsprechenden Verdünnung des Breies nothwendig ist, tritt aus dem Behälter 13 durch die Rohrleitung 15 ebenfalls in den Behälter X. In derselben Weise wiederholt sich die Arbeit bei jeder Behandlung einer Diffuseurbeschickung. Patent-A ν Sprüche:
1. Bei dem Verfahren zur Gewinnung eines möglichst concentrirten und reinen Saftes aus Zuckerrüben, Zuckerrohr oder anderen Zucker enthaltenden Pflanzen nach Patent 122671 die wiederholte Zurückführung einer bestimmten Menge concentrirten Diffusionssaftes über frische Schnitte, an der Stelle, wo sie in den Diffusionsapparat gelangen, um die Schnitte auf eine hohe Temperatur zu bringen.
2. Ausführungsweise des unter 1. genannten Verfahrens, bei welcher eine bestimmte Menge der aus der Trennungsvorrichtung für die Rückstände und den diffundirenden Saft ablaufenden Flüssigkeit der Nafsmühle wieder zugeführt wird, um in letzterer das richtige Verhältnifs zwischen der Flüssigkeit und den Schnitten herzustellen und aufrecht zu erhalten, so dafs die Leistungsfähigkeit der Nafsmühle dadurch , erhöht wird.
3. Ausführungsform des Apparates zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 als Diffusionsbatterie mit im Kreise angeordneten Diffuseuren (2) in Verbindung mit einer Nafsmühle (3), einer Trennungsvorrichtung (7) für den aus der Mühle geförderten Brei in festen Rückstand und flüssigen Ablauf, sowie einer Breipumpe (5), welche den Brei in die Trennungsvorrichtung drückt und einer Circulationspumpe (20), um die Diffusionsflüssigkeit über frische Schnitte zu führen (Fig. 3 bis 5).
4. Ausführungsform des Apparates zur Ausführung des Verfahrens nach Patent 122671 als Diffundator bezw. als Combination eines Diffuseurs (2) mit einer Batterie von Gefäfsen (I, II, III .... X) in Zusammenwirkung mit einer Nafsmühle (3), einer Trennungsvorrichtung (7) für die festen und flüssigen Antheile des aus der Mühle durch eine Pumpe (5) geförderten Breies und einer Circulationspumpe (20), um die Diffusionsflüssigkeit über frische Sch'nitte zu führen (Fig. 6).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1899122881D 1899-05-31 1899-09-14 Expired DE122881C (de)

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DE122881T 1899-09-14
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US3425869A (en) * 1964-11-04 1969-02-04 John Farmer Juice extraction process
US3432344A (en) * 1964-11-04 1969-03-11 Honiron Inc Juice extraction apparatus and screw press

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