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Verfahren und Vorrichtung zum Anwärmen von Rübenschnitzeln.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anwärmen von Rübenschnitzeln zwecks Saftgewinnung, bei der die Schnitzel durch strömenden Dampf hindurchbewegt werden.
Bei den bisherigen Vorrichtungen dieser Art geschah die Dämpfung einfach in der Weise, dass ein Dampfrohr an den Behälter, durch welchen die Schnitzel von oben hindurchfielendies war meist der Schnitzelauffangrumpf der Schnitzelmaschine selbst-angeschlossen war. aus welchem Dampf in den Rumpf eingeblasen wurde. Die Praxis hat gezeigt, dass sich mit diesen bekannten Vorrichtungen nicht unter allen Umständen befriedigende Ergebnisse erzielen liessen.
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Anlage bedingt sind, die Zeit, während welcher der Dampf auf die frei herabfallenden Schnitzel einwirkte, nicht ausreichend war.
Eine Vergrösserung der Fallhöhe hat nur einen verhältnismässig geringen Erfolg. weil mit dieser Vergrösserung nach den bekannten Gesetzen des freien Falles eine schr erhebliche Vergrössung der Fallgeschwindigkeit in den unteren Teilen des Dampf- raum's verbunden ist.
Gemäss vorliegender Erfindung ist diesem Obeistande dadurch abgeholfen, dass die Bewegung der Schnitzel durch den Dampfraum hindurch absatzweise bewirkt wird. Dies kann in einfachster Art so erzielt werden, dass der früher ungeteilte Anwärmebehälter der Vorrichtung durch einen Fangboden unterteilt ist, welcher von einem besonderen Räumer bestrichen wird. Durch diesen Fangboden wird die verfügbare Fallhöhe in zwei Abschnitte zerlegt, die Schnitzel kommen zwischen beiden Abschnitten der Fallhöhe zur Ruhe und werden dadurch längere Zeit der Einwirkung des Dampfes in freiem Fall ausgesetzt, ohne dass eine Vergrösserung der Fallhöhe stattfinden müsste.
Durch getrennte Regelung der Dampfzufuhr und Heizung in den beiden Abschnitten der Fallhöhe hat man es in der Hand, die Vorbehandlung der Schnitzel genau entsprechend den Erfordernissen der Praxis zu bemessen, insbesondere auch dem Umstand Rechnung zu tragen. dass die in der zweiten Zone anlangenden Schnitzel bereits vorgewärmt sind und demgemäss nicht dieselbe Beeinflussung durch den in der zweiten Zone zugeführten Frischdampf haben dürfen als in der ersten Zone.
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vorhanden, trotzdem aber sind die nach diesem Prinzip arbeitenden Einrichtungen minder vorteilhaft, weil während des Transportes die Schnitzel einerseits sich in relativer Ruhe zur Transport- vorrichtung befinden und andererseits in mehr oder minder starker Anhäufung geschichtet sind.
Infolgedessen ist eine gleichmässige Behandlung der Schnitzel hiebei unmöglich, indem ein Teil der Schnitzel schon vollständig verbrüht ist, wenn der andere noch lange nicht genügend an- gewärmt ist.
Demgegenüber richtet sich die vorliegende Erfindung ausschliesslich auf die allein eine richtige Anwärmung ohne Verbrühungen gewährleistende Behandlung der Schnitzel in freiem Fall und bezweckt hiebei durch absatzweises Fallenlassen der Schnitzel eine Verlängerung der Fallzeit ohne gleichzeitige Vergrösserung der Fallhöhe.
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Der Rumpf h ist nach der Erfindung der Höhe nach durch einen Fangboden p in zwei Zonen geteilt. Die in der oberen Zone bereits gedämpften Schnitzel werden durch den Fangboden aufgehalten und bleiben, der Dampfwirkung ausgesetzt, auf diesem liegen, bis sie durch den Räumer il durch die Öffnung q (Fig. 2) in die untere Zone des Rumpfes befördert werden, aus der sie nach
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Ende zugespitzt und erweitert sich im Sinne der durch einen Pfeil in Fig. 2 angedeuteten Drehrichtung des Räumers.
Diese Einrichtung ist von besonderem Werte hinsichtlich Erzielung einer guten Wirkung, indem die Schnitzel infolge der allmählich sich erweiternden Form der Fall- Önnung einzeln herunterfallen und dadurch in der zweiten Fallzone besser mit dem Dampf in Berührung kommen, als wenn die, Fallöffnung unvermittelt einen grossen Querschnitt darbieten würde, aus dem die gesamte, durch den Räumer verdrängte Schnitzelmenge in geschlossenem Haufen herunterstürzen würde.
Durch die eine Vergleichmässigung des Schmtzdfalls auf einer Zwischenstufe, nämlich dem Fangboden p, bewirkende neuartige Anordnung der Öffnung q wird man gleichzeitig auch unabhängiger von der naturgemäss nicht immer gleichmässigen Schnitzel-
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Sorge getragen, dass ein unmittelbares Herunterfallen der Schnitzel vom Fangboden p durch die Öffnung s nicht stattfinden kann.
Selbstverständlich kann die Fallbewe, der Schnitzel in beliebig, vielen Absätzen von statten gehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1 Verfahren zur Anwärmung von Rübenschnitzein mittets Hindurcbbewegung der in losem, vereinzeltem Zustande befindlichen Schnitzel durch gespannten Dampf entsprechend dem österreichischen Patente Nr 54587, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Schnitzel durch den Dampfraum hindurch absatzweise bewirkt wird.