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Borduhr für Fahrzeuge mit elektrischer Beleuchtung Schon viele Unfälle
sind dadurch entstanden, daß Fahrzeuge bei Dunkelheit inverkehrsreichen Straßen
unbeleuchtet abgestellt waren, und so mancher Kraftfahrer mußte schon wegen Parkens
ohne Licht Strafe bezahlen. Häufige Ursache hiervon ist, daß die Fahrer ihr Fährzeug
lange vor Einbruch der Dunkelheit abstellen, dann aber bei Einbruch der Abenddämmerung
verhindert sind, zum Wagen zu gehen. Manchmal auch denken sie nur nicht rechtzeitig
daran, daß ihr Fahrzeug noch unbeleuchtet auf der Straße steht. Mancherorts wird
die Straßenbeleuchtung, unter derem Schein Fahrer ihr Fahrzeug ohne eigene Beleuchtung
abstellen, zu später Stunde abgeschaltet, so daß dann das Fahrzeug unbeleuchtet
steht. Durch jede der im folgenden beschriebenen verschiedenen Ausführungen einer
Borduhr für Fahrzeuge mit ele'ktrischerBeleuchtung kann diesem Mangel abgeholfen
werden. Es sind Uhren bekannt, die, ähnlich einer Weckeruhr, die zur eingestellten
Zeit ein Klingelzeichen auslöst, zur eingestellten Zeit einen Stromkreis schließen.
Der Fahrer kann bei diesen Uhren das automatische Ein- bzw. Ausschalten des Standlichtes
zur gewünschten Stunde bis zu annähernd 12 Stunden vorher einstellen. Im vorliegenden
Falle betätigt die Uhr zur eingestellten Zeit einen Umschalter, an den die beiden
Enden einef Leitung angeschlossen sind und der abwechselnd den Stromkreis des Standlichtes
schließt oder unteribricht. Mit jedem Betätigen des Umschalters kann ein Anschlagen
einer Glocke verbunden sein.
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Wenn also der Fahrer sein Fahrzeug am Tage unbeleuchtet abstellt,
kann er bis zu annähernd 12 Stunden vorher durch entsprechende Einstellung der Borduhr
veranlassen, daß zur gewünk@hten Zeit (Abenddämmerung, Löschenszeit der
' Straßenbeleuchtung
) der Umschalter betätigt, d. h. der
Stromkreis des Standlichtes geschlossen. wird. Wenn er sein standlicht-beleuchtetes
Fahrzeug bei Nacht verläßt, kann er durch die entsprechend eingestellte Borduhr
den Stromkreis des Standlichtes nach Einsbruch der Morgendämmerung automatisch unterbrechen
lassen. Auch wenn der Fahrer entgegen ursprünglicher Absicht seinen Wagen vor Eintritt
der Dämmerung wieder fährt, tritt zu den eingestellten: Zeiten die Borduhr in. Funktion,
d. h. sie betätigt dann während des Fahrens den Umschalter und macht durch das Anschlagen
der Glocke den Fahrer auf diesen Vorgang aufmerksam. In den meisten 'Fällen wird
den Fahrern die obige Ausführung genügen.
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Bei einer anderen. bekannten Ausführung hat die. Borduhr außerdem
einen zweiten oder mehr Auslösezeiger. So oft,die Uhrzeiger die Zeit passieren,
die von einem dieser Auslösezeiger angezeigt wird, wird jedesmal der Umschalter
betätigt. Bei zwei Auslösewerkzeigern kann z. B. der eine auf die Zeit eingestelltwerden,
zu der das Standlichtautomatisch eingeschaltet, der andere auf die Zeit, zu der
es automatisch wieder ausgeschaltet werden soll, und umgekehrt. Der Fahrer kann
also im Sommer sein Fahrzeug vor Einbruch der Abenddämmerung unbesorgt parken, selbst
wenn er es erst am nächsten Morgen nach Tagesanbruch wieder aufsuchen sollte. Er
braucht nur die Auslösezeiger der aufgezogenen Borduhr auf die Zeiten derAbend-
und der Morgendämmerung einzustellen. Im Winter dagegen, wenn er noch bei Dunkelheit
sein standlicht-beleuchtetes Fahrzeug abstellt, schaltet der erste Zeiger, der auf
die Zeit der Morgendämmerung eingestellt ist, das. Standlicht aus, der zweite Zeiger
dagegen, der auf die Zeit der Abenddämmerung eingestellt ist, das Standlicht ein.
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Bei der Ausführung gemäß der Erfindung ist die Borduhr außerdem mit
einem zweiten Laufwerk versehen, das auf eine Laufzeit bis zu i$ Stunden eingestellt
werden kann. Zur eingestellten Zeit wird nicht nur der Umschalter betätigt, sondern
gleichzeitig das zweite Laufwerk ausgelöst, das das Auslösewerk sperrt, nach Ablauf
-der eingestellten Stundenzahl den Umschalter einmal betätigt und das Auslösewerk
wieder entsperrt. Während bei den oben beschriebenen bekannten Ausführungen die
Zeit der automatischen zweiten Betätigung des Umschalters nicht später liegen kann
als annähernd 1a Stunden nach der Zeit der Einstellung durch den Fahrer, kann hier
die Einstellung annähernd 1z Stunden vor der ersten Betätigung und annähernd
30 Stunden vor dem zweiten Betätigen (durch das abgelaufene Laufwerk) erfolgen.
Dies ist besonders in den Zeiten um die Sonnenwenden von Vorteil.
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Solange das zweite Laufwerk läuft, ist der Umschalter gegen Schalten
durch das Auslösewerk gesperrt, d. h. wenn während der Laufzeit des zweiten Laufwerkes
die Uhrzeiger die Zeit passieren, auf die ein Auslöse-,v erkzeiger eingestellt ist,
wird der Umschalter in diesem Falle nicht betätigt. Ein Beispiel: Der Fahrer verläßt
an einem Oktobermorgen nach 6 Uhr, d. h. kurz nach Tagesanbruch, sein unbeleuchtetes
Fahrzeug bei eingestellter Borduhr. Der Auslösezeiger ist auf 17.3o Uhr, das zweite
Laufwerk auf eine Laufzeit von 12V2 Stunden eingestellt und aufgezogen. Demzufolge
wird am Nachmittag desselben: Tages um 17.3o Uhr der Umschalter einmal betätigt,
d. h. das Standlicht eingeschaltet und gleichzeitig das zweite Lauf"verk in Gang
gesetzt. Am nächsten Morgen wird das Laufwerk um 6 Uhr ablaufen und damit den Umschalter
betätigen, d.h. das Standlicht ausschalten. Am Nachmittag dieses neuen Tages wird
zur eingestellten Zeit (17.3oUhr) der Umschalter wiederum betätigt, d. h. das Standlicht
wiederum eingeschaltet werden. Der Fahrer braucht also erst am übernächsten Tag
nach Einbruch der Morgendämmerung wieder bei seinem Fahrzeug zu erscheinen, um diesmal
das Standlicht selbst auszuschalten.
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Das Standlicht kann nach wie vor stets auch durch den Scheinwerferschalter
:am Instrumentenbrett eingeschaltet werden. Der Fahrer kann also durch einen Defekt
der Borduhr nicht in Verlegenheit geraten. Der Stromkreis des Standlichtes läßt
sich also sowohl über den Scheinwerferschalter als auch über den Umschalter der
Borduhr schließen. Er ist unterbrochen, nur wenn gleichzeitig Scheinwerferschalter
und Umschalter der Borduhr auf Unterbrechung ;geschaltet sind.
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Die Borduhr hat einen Abstelldruckknopf, wie er bei Weckuhren üblich
ist. Wird die Auslösewerkfeder aufgezogen, springt dieser Absteller ein Stückchen
heraus, und gleichzeitig schaltet sich die Beleuchtung des Zifferblattes ein. Das
Auslösewerk arbeitet nun und betätigt zu den eingestellten Zeiten den Umschalter.
Durch Druck auf den Absteller wird der Umschalter einmal betätigt, gleichzeitig
das Auslösewerk gesperrt, die Feder des zweiten Laufwerkes entspannt und die Zifferblattbeleuchtung
ausgeschaltet, sofern letztgenannte nicht durch Eingeschaltetsein des Scheinwerferschalters
weiter beleuchtet bleibt.