DE674346C - Uhr mit elektrischem Aufzug fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Uhr mit elektrischem Aufzug fuer Kraftfahrzeuge

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DE674346C
DE674346C DEJ50538D DEJ0050538D DE674346C DE 674346 C DE674346 C DE 674346C DE J50538 D DEJ50538 D DE J50538D DE J0050538 D DEJ0050538 D DE J0050538D DE 674346 C DE674346 C DE 674346C
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elevator
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JUNGHANS A G UHRENFABRIKEN GEB
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JUNGHANS A G UHRENFABRIKEN GEB
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

  • Uhr mit elektrischem Aufzug für Kraftfahrzeuge Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Uhren mit elektrischem Aufzug für Kraftfahrzeuge, bei denen durch wechselweises Öffnen und Schließen eines Kontaktes der Aufzugsvorgang bewerkstelligt wird (sogenannter Schwingankeraufzug). Sie bezieht sich ferner auf Uhren, bei denen in den Aufzugsstromkreis ein verzögert ansprechendes Relais, im weiteren Zeitsicherung genannt, eingeschaltet ist, das bei längerer Stromschlußdauer den Stromkreis unterbricht.
  • Die Erfindung nimmt ihren Ausgang von folgender Beobachtung: Bei Uhren der- oben beschriebenen Art wird die Antriebsfeder dadurch gespannt, daß ein Elektromagnet einen Klapp- oder Schwinganker betätigt. Bei Stromschluß wird der Anker hereingezogen, spannt die Feder und öffnet danach den Stromkreis wieder. Bei ordnungsgemäßer Arbeitsweise beträgt die Dauer des Stromschlusses einen kleinen Bruchteil einer Sekunde. Es kann nun vorkommen, und zwar besonders dann, wenn die Uhr erschütterungsfrei steht, im ruhenden Kraftwagen, und die Batterie ziemlich stark entladen ist, daß die Bewegung des Ankers nur träge oder nicht vollständig erfolgt, so daß der Kontakt bei Stromschluß stehenbleibt. In diesem Falle wird also ein Dauerstrom von der Batterie durch die Spule gehen und dadurch die Batterie entleeren. Bei längerem Stehen des Kraftwagens kann dies zur völligen Erschöpfung und zur innerlichen Zerstörung der Batterie führen. Da an dieser auch Zündung, Signal und Beleuchtungseinrichtungen hängen, ist der Kraftwagen nicht mehr betriebsfähig. Gefährlicher jedoch als dies ist, daß bei Dauerstrom die Spule durchbrennen kann. Bei verschiedenen zunächst nicht erklärbaren Kraftwagenbränden konnte nachgewiesen werden, daß die Ursache das Durchbrennen der Spule am Aufzugsmagneten der Uhr war. Eine weitere Quelle von Fehlern ist, daß beim Wiederingangsetzen der Uhr der Kraftwagenführer nicht nur die Zeiger wieder richtigstellen, sondern auch den durch die Zeitsicherung unterbrochenen Stromkreis wieder schließen muß. Erfahrungsgemäß wird aber gerade der letztere Handgriff leicht vergessen.
  • Diesen Nachteilen wird nun gemäß der Erfindung dadurch abgeholfen, daß als Zeitsicherung (Verzögerungsrelais) ein mit einer Stufenscheibe zusammenwirkender Bimetallstreifen vorgesehen wird, der sich in normalem (kaltem) Zustand unter Stromschluß an die Stufenscheibe anlegt, und daß mit der Stufenscheibe ein federbelasteter Hebel gekuppelt ist, dessen einer Teil in die Bewegungsbahn der Zeigerstellwelle ragt, während der andere Teil mit einer zweiten Kontaktstelle des Aufzugsstromkreises in Verbindung steht, so daß beim Ansprechen des Relais der Aufzugsstromkreis an beiden Stellen unterbrochen wird. Die zweite Kontaktstelle wird durch Betätigung der Zeigerstellwelle wieder geschlossen.
  • Zeitsicherungen, die mit einem Bimetallstreifen arbeiten, der als Sperre an einem unter Feder3pannung stehenden Schaltglied wirkt, sind an sich bekannt. Der Vorteil derartiger Zeitsicherungen liegt darin, daß sie mit ruckhafter, nicht schleichender Stromunterbrechung arbeiten. Bei einer bekannten Ausführung einer solchen Zeitsicherung für Fernmeldezwecke erfolgt die Unterbrechung an zwei Stellen des Schaltgliedes. Bekannt ist anderseits auch, in den Aufzugsstromkreis von Uhren' Zeitsicherungen zur Vermeidung eines fehlerhaften Dauerstromschlusses einzuschalten. Dieser Vorschlag wurde für aus dem Netz gespeiste Tischuhren gemacht, jedoch nicht für elektrische Uhren für Kraftfahrzeuge, die ihren Betriebsstrom aus der üblichen Batterie erhalten. Mit Bimetallstreifen arbeitende Zeitsicherungen wurden ebenfalls schon bei Uhren angewendet. Man hat vorgeschlagen, bei einer elektrischen Synchronuhr mit Störsignal für den Stromunterbruch das Signal über einen Bimetallstreifen zu steuern, zum Zweck, die Beeinflussung des Signals durch ganz kurze Stromunterbrechungen auszuschließen: Endlich kennt man auch Uhren, jedoch nicht solche für Kraftfahrzeuge, bei denen mittels eines einzigen Betätigungsorgans zwei verschiedene für das Wiederingangsetzen der Uhr notwendige Funktionen zwangsläufig miteinander ausgeführt werden. Bei einer bekannten Synchronuhr ist so die Zeigerstellvorrichtung mit der Anwurfsvorrichtung für den Motor mechanisch verbünden. Bei einer anderen bekannten Art von Uhren ist in derselben Weise die Zeigerstellung von der Beseitigung eines Störungszeichens für den Stromunterbruch abhängig gemacht.
  • Der Vorteil der Autouhr gemäß der Erfindung besteht dem Bekannten gegenüber allgemein darin, daß durch Anordnung der Zeitsicherung im Aufzugsstromkreis und damit zugleich im Batteriestromkreis des Kraftwagens dessen Sicherheit, insbesondere bei längerer Lagerung, z. B. in den Wintermonaten, bedeutend erhöht wird, und ferner darin, daß durch die mechanische Verknüpfung der Zeigerstellvorrichtung und der Vorrichtung zum Wiederschließen des Aufzugsstromkreises Fehlleistungen durch Vergessen eines der Handgriffe ausgeschlossen sind. In der Wirklichkeit wird der Fall nämlich so verlaufen, daß der Kraftwagenführer sieht, daß seine Uhr stehengeblieben ist. Selbstverständlich wird er nun die Zeigerstellvorrichtung betätigen. Gänzlich unbewußt bewirkt er aber dadurch auch die Wiederschließung des Stromkreises. Naturgemäß ist es zweckmäßig, wenn das Verzögerungsrelais in der Uhr selbst untergebracht ist, damit die mechanischen Mittel zur Verbindung der beiden genannten Funktionen möglichst einfach werden. Das Verzögerungsrelais gemäß der Erfindung eignet sich infolge seiner Kleinheit hierzu aufs beste.
  • Die Zeichnung zeigt unter Weglassen der bekannten Konstruktion des Ankers mit seinem Elektromagnet und Unterbrecherkontakt wie auch des Uhrwerks nur die die Erfindung darstellenden Teile in Abb. i im Aufriß, Abb. 2 im Grundriß.
  • i ist die Zeigerwelle, deren Antrieb von der Welle 2 abgeleitet wird. Die Zeigerstellung erfolgt durch das Kronrad 3, welches auf der Stellwelle 4 sitzt. Durch axiale Verschiebung dieser Welle mit dem Knopf 5 wird das Kronrad 3 in bekannter Weise mit dem Zeigerstellrad 6 in Eingriff gebracht und sodann durch Drehung am Knopf 5 die Uhr gestellt.
  • Der zum Elektromagnet und seinem Aus- und Einschaltkontakt führende Strom fließt durch die bei a,. b sichtbare Leitung. Zwischen den Leitungsteilen a und b ist nun der die Neuheit darstellende Kontakt eingeschaltet. Von a fließt der Strom durch eine um den Bimetallstreifen 7 gewundene Heizwicklung 8 in den Streifen selbst, ferner durch eine Scheibe g, die mit einer Stufe versehen ist, gegen die sich der Streifen 7 in kaltem Zustande stützt, weiter durch den Hebel io und Feder ii in b. Die Scheibe g mit dem Hebel io, ioa ist um ihre Achse drehbar und wird durch eine Feder im Uhrzeigersinn gedreht, sobald sich der Streifen 7 infolge einer Erwärmung durch länger andauernden Stromfluß im Bilde nach unten verbiegt und so die Stufe der Scheibe g verläßt. Der Hebel io entfernt sich dann von der Feder ii, bis das Hebelende ioa an einem Stift 12 einen Anschlag findet. Der Strom ist nun zwischen 7 und g und zwischen io und ii unterbrochen. Der Bimetallstreifen kühlt sich wieder ab, und seine Verbiegung geht wieder so weit zurück, daß sein Ende federnd am Umfang der Scheibe g zu liegen kommt. Da sich jedoch io und ii nicht berühren, so fließt kein Strom, und die Uhr geht nicht. Zwecks Wiederbenutzung muß die Uhr durch den Knopf 5 wieder auf die richtige Zeit gestellt werden.
  • Beim Hereindrücken dieses Knopfes s(hlägt° nun ein Ansatz 13 der Welle 4 am Hebel ioa an, wodurch die Scheibe g so weit verdreht wird, daß der Streifen 7 sich wieder gegen die Stufe von g legt und io und ii wieder miteinander in Berührung kommen. Auf diese Weise ist ohne einen besonderen Handgriff nur durch das sowieso nötige Stellen der Uhrzeiger der Strom wieder eingeschaltet worden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Uhr mit elektr?schem Aufzug für Kraftfahrzeuge, bei der durch wechselweises Schließen und Öffnen eines Kontaktes der Aufzugsvorgang bewerkstelligt wird und bei der in den Aufzugsstromkreis ein verzögert ansprechendes Relais eingeschaltet ist, das bei längerer Stromschlußdauer den Stromkreis unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzögerungsrelais aus einem Bimetallstreifen (7) und einer Stufenscheibe(g), an die sich der Bimetallstreifen in normalem (kaltem) Zustande unter Stromschluß anlegt, besteht und daß mit der Stufenscheibe ein federbelasteter Hebel (io) gekuppelt ist, dessen einer Teil in die Bewegungsbahn der Zeigerstellwelle (q.) ragt, während der andere Teil mit einer zweiten Kontaktstelle (ii) des Aufzugsstromkreises in Verbindung steht, so daß beim Ansprechen des Relais der Aufzugsstromkreis an beiden Stellen unterbrochen wird. Die zweite Kontaktstelle (ir) wird durch Betätigung der Zeigerstellwelle wieder geschlossen.
DEJ50538D 1934-09-09 1934-09-09 Uhr mit elektrischem Aufzug fuer Kraftfahrzeuge Expired DE674346C (de)

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