DE917005C - Verfahren zur Herstellung quecksilberhaltiger Propylharnstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung quecksilberhaltiger Propylharnstoffe

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DE917005C
DE917005C DEL3471A DEL0003471A DE917005C DE 917005 C DE917005 C DE 917005C DE L3471 A DEL3471 A DE L3471A DE L0003471 A DEL0003471 A DE L0003471A DE 917005 C DE917005 C DE 917005C
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alcohol
urea
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DEL3471A
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Emmanuel Leon Foreman
Ralph L Rowland
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LAKESIDE LAB Inc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung quecksilberhaltiger Propylharnstoffe Bei verschiedenen Herzkrankheiten, besonders bei kongestiven Beschwerden, ist die Verabfolgung von diuretisch wirkenden Mitteln erforderlich, als welche in neuerer Zeit u. a. organische Quecksilberverbindungen in Gestalt von quecksilberhaltigen Aminen und Amiden verwendet werden. Diese verursachen aber vielfach toxische, manchmal zum Tode des Patienten führende Nebenerscheinungen.
  • Demgegenüber wurde nun gefunden, daß man als nicht toxische Diuretica verwendbare quecksilberhaltige Propylharnstoffe der allgemeinen Formel H,N-CO-NH-CH,-CH(OR)-CH2-Hg-X herstellen kann, in welcher R Wasserstoff oder Alkyl ist und X O-Acyl, Halogen (a), OH (b), den Rest einer organischen stickstoffhaltigen Verbindung mit austauschbarem H-Atom am Stickstoff (c) oder den Rest einer aliphatischen Carbonsäure bedeutet, welche eine freie reaktionsfähige SH-Gruppe enthält (d).
  • Die Herstellung dieser Harnstoffe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daB man Allylharnstoff mit einem quecksilberabgebenden Salz einer Carbonsäure, insbesondere Quecksilberacetat, in Gegenwart von Wasser oder einem Alkohol der allgemeinen Formel ROH zur Umsetzung bringt und das erhaltene Reaktionsprodukt, in welchem X die Bedeutung O-Acyl hat, gegebenenfalls mit einem Alkalihalogenid behandelt (Fall a, s. oben) oder mit einem Alkalihydroxyd behandelt (Fall b) oder zunächst mit einem Alkalihydroxyd behandelt und dann das erhaltene Produkt mit einer organischen, stickstoffhaltigen Verbindung umsetzt, die am N-Atom ein austauschbares H-Atom trägt (Fall c), oder mit oder ohne vorhergehende Behandlung mit einem Alkalihalogenid in Gegenwart von Alkalihydroxyd mit einer aliphatischen Carbonsäure umsetzt, die eine freie, reaktionsfähige SH-Gruppe besitzt (Fall d).
  • Erfindungsgemäß wird also Allylharnstoff zunächst mit einem quecksilberabgebenden Salz einer Carbonsäure umgesetzt. Als letzteres ist insbesondere Quecksilberacetat zu nennen, doch sind auch Quecksilbersalze anderer Carbonsäuren, z. B. der Buttersäure oder Valeriansäure, zu verwenden. Die Umsetzung findet nach der Erfindung in Gegenwart von Wasser oder einem Alkohol der allgemeinen Formel ROH, z. B. -i#Tethyl-, Äthyl-, Isopropyl- oder Butylalkohol, statt. Hierbei werden Produkte der oben angegebenen Formel erhalten, in denen X die Bedeutung O-Acyl hat.
  • Wenn X Halogen bedeuten soll, werden nach der Erfindung die vorgenannten Substanzen weiter mit Alkalihalogeniden und, wenn X Hydroxyl bedeuten soll, mit Alkalihydroxyden umgesetzt.
  • Soll dagegen X einen organischen stickstoffhaltigen Rest bedeuten, so setzt man die durch Behandlung mit Alkahhydroxyden erhaltenen Produkte weiterhin mit einer organischen stickstoffhaltigen Verbindung um, die am Stickstoffatom ein austauschbares Wasserstoffatom trägt. Solche Stickstoffverbindungen sind zweckmäßig saurer Natur, z. B. Succinimid, Phthalimid oder Theophyllin.
  • Endlich kann man nach der Erfindung noch die OAcyl-Derivate mit oder ohne Vorbehandlung mit Alkalihalogeniden in Gegenwart von Alkalihydroxyden mit aliphatischen Carbonsäuren umsetzen, die eine freie reaktionsfähige SH-Gruppe besitzen. Solche Carbonsäuren sind z. B. Thioglykolsäure, Thiomilchsäure und Mercapto-n-valeriansäure. In den Umsetzungsprodukten ist der Schwefel der Carbonsäuren direkt an das Ouecksilberatom des Propylharnstoffes gebunden.
  • Man kann auch die erfindungsgemäß herstellbaren Produkte in einigen Fällen aus Allylharnstoffen herstellen, deren zweites Stickstoffatom durch eine saure Gruppe substituiert ist oder wird. Die acylierten quecksilberhaltigen Propylharnstoffe werden durch eine einfache alkalische Hydrolyse unter Abspaltung der Acylgruppe in die diuretisch wirkenden Produkte nach der Erfindung übergeführt. So werden der N- (3 -Chlormercuri-2 -methoxy-propyl) -N'-succinylharnstoff bzw. der N-(3-Brommercuri-2-methoxypropyl)-N'-succinylharnstoff zu 3-Chlormercuri-2-methoxy-propylharnstoff bzw. 3-Brommercuriz-methoxy-propylharnstoff hydrolysiert, während N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-N'-acetylharnstoff in Gegenwart von Alkalihydroxyd ebenfalls zur Herstellung von 3-Chlormercuri-2-methoxy-propylharnstoff führt.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Substanzen können unter Umständen kleine Mengen der isomeren Verbindungen der allgemeinen Formel H,N-CO-NH-CH2-CH (HGX)-C H2-OR enthalten. Die neuen Verbindungen werden zusammen mit üblichen Trägerstoffen, z. B. wäßrigen Alkalisalzlösungen, als Diuretica verwendet und können intravenös, subcutan oder intramuskulär injiziert werden. Sie sind selbst in verhältnismäßig großen Dosen nicht toxisch und vielen anderen Quecksilberverbindungen insofern, überlegen, als sie größere Flüssigkeitsmengen in einer gegebenen Zeit entfernen. Dies gestattet auch eine geringere Dosierung. Beispiel 1 N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff G H11 C1 N202Hg Molgewicht 368 H.N-CO-NH-CH,-CH-CH.-HgC1 OCHS Zu einer unter Rückfluß hergestellten Lösung von Zoo g Allylharnstoff in 6oo ccm absolutem Methylalkohol wurde unter Rühren eine Suspension von 319 g Quecksilberacetat in 6oo ccm absolutem Methylalkohol und 6o ccm Eisessig gegeben. Nach Lösung und 6 Stunden Sieden unter Rückfluß wurde abgekühlt und filtriert. Dem Filtrat wurden dann 59 g Natriumchlorid, in 24o ccm Wasser gelöst, zugesetzt. Der ausgefallene Harnstoff wurde hierauf abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Erhalten wurden 250 g (68 °/o der Theorie) vom F. 141 bis I42°, der nach Umkristallisation aus Äthylalkohol 1495 bis 15o,5° betrug.
    Berechnet ....... ... .. N 7,63 Hg 54,8
    Gefunden ............ N 7,79 Hg 54,7
    Zur Herstellung derselben Verbindung wurde ein Gemisch von 2o g (o,2 Mol) Allylharnstoff, 43 g (o,2 Mol) gelbem Quecksilberoxyd, 35 g (0,4 Mol) Buttersäure und 400 ccm Methylalkohol 9 Stunden unter Rückfluß erhitzt und dann 2 Tage stehengelassen. Nach Abfiltrieren vom Unlöslichen wurde dem Filtrat tropfenweise unter Rühren eine Lösung von 12 g Natriumchlorid in 50 ccm Wasser zugesetzt. Nach 1 Stunde wurde abfiltriert und der Niederschlag mit Wasser gewaschen. Nach Umkristallisieren aus Alkohol wurden 46 g (62 °/o der Theorie) N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff erhalten, der keine Erniedrigung des Mischschmelzpunktes mit demselben Produkt, welches durch alkalische Hydrolyse von N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-N'-carl3-oxy-propionyl)-harnstoff dargestellt worden war, aufwies.
  • Beispiel 2 N-(3-Brommercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff C5H"BrN202Hg Molgewicht 412 Verwendet man an Stelle von Natriumchlorid im Beispiel 1 Natriumbromid, so erhält man die Brommercuriverbindung in 6o°/oiger Ausbeute. Nach Umkristallisieren aus Alkohol schmilzt die Verbindung bei i6i bis Z61,5°.
    Berechnet .. .... ... . .. N 6,8o Hg 48,8
    Gefunden ............ N 6,55 Hg 48,8
    Beispiel 3 N-(3-Oxymercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff C; H12N203Hg Molgewicht 349 In Allylharnstoff wurde Quecksilber mit Hilfe von Quecksilberacetat in Gegenwart von Methylalkohol entsprechend Beispiel i eingeführt und unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Danach wurde filtriert und das Filtrat zu einer viskosen Masse eingedickt. Dann wurden 2 Moläquivalente einer Natriumhydroxydlösung zugesetzt und die Lösung wiederum zu einer viskosen Masse eingedickt. Sie wurde beim Stehen fest. Darauf wurde die Substanz in Alkohol suspendiert, filtriert und gut gewaschen. Ausbeute 75 °/a der Theorie in Form farbloser Kristalle vom F. 181 bis 182°.
    Berechnet . . . .. . . . . . . . N 8,03 Hg 57,6
    Gefunden ............ N 8,36 Hg 57,2
    Beispiel 4 N-(3-Oxymercuri-2-oxy-propyl)-harnstoff C4H1oN203Hg Molgewicht 335 Zu einer Lösung von 8o g Allylharnstoff in i8o ccm heißem Wasser wurde eine heiße Lösung von 25o g Quecksilberacetat in i7o ccm Wasser und 48 ccm Essigsäure zugesetzt. Die Mischung wurde 11/4 Stunden unter Rückfluß gekocht. Zu einem Fünftel der so gebildeten Lösung wurden unter Abkühlen und Rühren annähernd 8o g einer 2o°/oigen Natriumhydroxydlösung zugesetzt, wobei eine klebrige Masse ausfiel. Nach Abdekantieren der darüber befindlichen Lösung wurden derselben nochmals 20 g der Natriumhydroxydlösung zugesetzt, wobei wieder eine Fällung erfolgte. Nach Abfiltrieren wurde der Filterrückstand mit Wasser und anschließend mit Alkohol gewaschen und getrocknet. Die Substanz wurde bei 140° grün, bei 2o5° schwarz und bei etwa 23o° halbflüssig unter Gasentwicklung.
    Berechnet .. ..... . .. . . N 8,36 Hg 6o,o
    Gefunden ............ N 8,74 Hg 6o,3
    Beispiel 5 N-(3-Succinimidomercuri-2-methoxy-propyl-)harnstoff Ca H,., N304Hg Molgewicht 430 Zu einer Lösung von 2,5 g Succinimid in 50 ccm Wasser wurden 9 g 3-Oxymercuri-2-methoxy-propylharnstoff, nach Beispiel 3 erhalten, zugesetzt. Die Lösung wurde darauf filtriert und das Filtrat bei Zimmertemperatur konzentriert. Der sich ausscheidende Körper wurde dann aus Alkohol umkristallisiert. F. 159 bis 16o°.
    Berechnet .. . . . . .. . .. . N 9,77 Hg 46,7
    Gefunden ............ N 9,59 Hg 46,4
    Beispiel 6 N-(3-Phthalimidomercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff C13H,;N304Hg Molgewicht 478 Bei Verwendung einer äquimolekularen Menge Phthalimid an Stelle des Succinimids nach Beispiel 5 in heißer wäßriger Lösung, Filtrieren und Abkühlen ergab sich eine Fällung, die nach Filtrieren gewaschen und aus Alkohol umkristallisiert wurde. F. 186 bis 187°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . . N 8,7 Hg 42,1
    Gefunden . . . . . . . . . . . . . N 8,7 Hg 31,3
    Beispiel 7 N-(3-Chlormercuri-2-äthoxy-propyl)-harnstoff C6H13N202HgCl Molgewicht 361 Zu einer unter Rückfluß hergestellten Lösung von 85 g Allylharnstoff in 5oo ccm abs. Äthylalkohol wurden 271: g Quecksilberacetat in 8oo ccm Äthylalkohol und 50 ccm Eisessig innerhalb i Stunde zugesetzt. Danach wurde 1/2 Stunde unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, hierauf abgekühlt und filtriert. Zu einem Drittel des Filtrats wurden 16,3 g Natriumchlorid in 7o ccm Wasser zugesetzt. Bei Umrühren bildete sich langsam eine farblose Fällung, die durch Filtrieren isoliert wurde. Sie wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute 33g entsprechend 30 °/o der Theorie. Nach Umkristallisieren aus Alkohol F. 15o bis 152°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 7,36 H9 52,7
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 7,38 Hg 52,6
    Beispiel 8 N-(3-Chlormercuri-2-n-butoxy-propyl)-harnstoff CS H17 N2 OZ C1 Hg Molgewicht 4o9 An Stelle vonÄthylalkohol wurde bei der Verfahrensweise des Beispiels 7 die Reaktion in n-Butylalkohol bei etwa 70° ausgeführt, die Lösung konzentriert und Natriumchloridlösung zugesetzt. Nach weiterem Konzentrieren und Umkristallisieren aus Wasser wurde die obige Verbindung erhalten.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 6,85 Hg 49,2
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,84 Hg 49,0
    Beispiel 9 N-[3-Theophyllin-(7')-mercuri-2-methoxy-propyllharnstoff C12H18N804H9 Molgewicht 511 An Stelle des Succinimids nach Beispiel 5 kam eine äquimolekulare Menge Theophyllin in heißer wäßriger Lösung zur Anwendung. Nach Filtrieren und Abkühlen sowie Eindicken des Filtrats bei Raumtemperatur wurde beim Eingießen des letzteren in Aceton eine Fällung erhalten, von der abfiltriert wurde. Der Filterrückstand wurde hierauf mit Aceton, gewaschen und aus Alkohol umkristallisiert. F. i8o bis i82°. Weiteres Umkristallisieren ergab einen F. von 188 bis i88,5°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . Hg 39,3
    Gefunden . . . . . . . . . . . . Hg 39,1
    Beispiel io N-(3-Chlormercuri-2-isopropoxy-propyl)-harnstoff C,Hi5N202ClHg Molgewicht 395 Anstatt des Äthylalkohols im Beispiel 7 wurde Isopropylalkohol bei etwa 55° verwendet, worauf entsprechend Natriumchloridlösung zugefügt, die Lösung filtriert und konzentriert und die erhaltene feste Substanz aus Alkohol umkristallisiert wurde. F. obiger Verbindung 149 bis i5o°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 7,09 H9 50,9
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 7,17 119 51,0
    Beispiel ii N-(3-Acetoxymercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff C7H14N204Hg Molgewicht 391: In Allylharnstoff wurde nach Beispiel i in Methylalkohollösung mit Quecksilberacetat Quecksilber eingeführt. Die filtrierte Lösung wurde bei Raumtemperatur zu einer viskosen Flüssigkeit konzentriert, die allmählich einen gelartigen Niederschlag abschied. Letzterer wurde durch Behandeln mit Aceton kristallin erhalten. F. 122 bis z23°, nach Umkristallisieren aus Isopropylalkohol 126 bis i27°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 7,i6 H9 51,4
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 7,30 Hg 514
    Beispiel 12 N-(3-Carboxymethylthiomercuri-2-methoxy-propyl)-h arnstoff C7H"N204SHg Molgewicht 423 ioo g nach Beispiel i erhaltener N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff wurden mit 400 ccm Wasser und 85 g io°/oigem Natriumhydroxyd zu einer Lösung von 25 g Thioglykolsäure in ioo g io°/oiger Natriumhydroxydlösung und 140 ccm Wasser zugesetzt. Darauf wurde durch ein Filtrierhilfsmittel filtriert und das Filtrat mit 29 ccm Eisessig angesäuert, wobei eine Ausfällung entstand. Nach abermaligem Filtrieren wurde der Filterrückstand gewaschen und getrocknet. Ausbeute 93 g (8o °% der Theorie) vom F. io8 bis 112. Bei weiterem Erhitzen wurde die Substanz wieder fest und zersetzte sich bei 138 bis i39°.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 6,62 Hg 47,5
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,42 Hg 47,6
    Das Produkt war nachZugabe vonNatriumhydroxyd in Wasser leicht löslich. Eine io°/oige Lösung mit einem physiologischen pH ist für parenteralen Gebrauch geeignet.
  • Beispiel 13 N-(3-[(a-Carboxyäthyl)-a-thioi-mercuri-2-methoxypropyl)-harnstoff C8 H16 N2 04 S Hg Molgewicht 437 Zu einer Suspension der nach Beispiel i erhaltenen Chlorquecksilberverbindung in i5o ccm Wasser wurden zog g einer io°/oigen NaOH-Lösung zugegeben. Nach Filtrieren wurden 14,4 g Thiomilchsäure zugesetzt. Zu der Lösung wurden unter Rühren 16,5 g Eisessig zugefügt. Der ausfallende weiße Körper wurde durch Filtrieren gewonnen, mit Wasser und Alkohol gewaschen und getrocknet. Ausbeute 42 g (70 °% der Theorie). Die Substanz schmilzt teilweise bei annähernd Z35° und zersetzt sich bei 162 bis Z63°. Unter Zusatz von NaOH leicht löslich.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 6,4o Hg 46,o
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,37 Hg 43,6
    Beispiel 14 N-(3-[(a-Carbocy-n-butyl)-a-thio]-mercuri-2-methoxy)-propylharnstoff C10 H20 N2 O4 S Hg Molgewicht 465 Bei Ersatz der Thiomilchsäure im Beispiel 13 durch a-Mercapto-n-valeriansäure erhält man einen farblosen Körper in 79°/@ger Ausbeute, der bei 13o bis Z35° sintert und sich bei annähernd Z65° zersetzt.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 6,02 Hg 43,2
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,oo Hg 43,1
    Beispiel 15 N-(3-Carboxymethylthiomercuri-2-butoxy)-propylharnstoff C10I-I20N204SHg Molgewicht 465 13 g N-(3-Chlormercuri-2-n-butoxypropyl)-harnstoff, erhalten nach Beispiel 8, wurden in Zoo ccm Wasser gelöst, worauf 2 Moläquivalente NaOH in io°/jger Lösung zugesetzt wurden. Hierauf wurden 2,9 g Thioglykolsäure zugesetzt und der pH-Wert auf 7,5 eingestellt. Dann wurde filtriert und aus dem Filtrat mit Eisessig ein farbloser Körper gefällt, der abfiltriert, gut mit Wasser gewaschen und getrocknet wurde. Ausbeute 12,7 g (88 °/o der Theorie). Die Substanz schmilzt bei 88 bis go°, wird bei weiterer Temperaturerhöhung wieder fest und zersetzt sich bei Zoo bis Z45° unter Schwärzung.
    Berechnet . . . . . . . . . . . . N 6,o2 Hg 43,1
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,o8 Hg 42,6
    Beispiel 16 Hydrolyse von N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-N'-succinylharnstoff Ein Gemisch von 3 g der obigen Verbindung mit io ccm io°/jger Na 0H-Lösung wurde 2 Stunden auf 8o° erwärmt. Dann wurde filtriert und das Filtrat mit 3 ccm Eisessig angesäuert. Das Produkt wurde durch Filtrieren isoliert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Ausbeute 1,7 g (75 °/o der Theorie) N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff vom F. 152 bis Z53°, der sich nach Umkristallisieren aus Alkohol nicht änderte. Berechnet für
    C5H,02N,HgC1 .... N 7,63 Hg 54,63
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 7,7o Hg 54,87
    Es wurde keine Schmelzpunktserniedrigung nach dem Mischen dieser Substanz mit dem hach Beispiel i erhaltenen Produkt festgestellt. Ebenso war das diuretische Verhalten identisch. Beispiel 17 Hydrolyse des N-(3-Brommercuri-2-methoxy-propyl)-N'-succinylharnstoffes 6 g der obigen Verbindung wurden mit 2o ccm io°,!iger NaOH-Lösung i1/2 Stunden lang auf 8o° erhitzt. Nach weiterem il/, Stunden Stehen bei gewöhnlicher Temperatur wurde das Unlösliche durch Filtrieren entfernt und das Filtrat mit Eisessig angesäuert. Nach Abfiltrieren vom Niederschlag wurde dieser gewaschen und getrocknet. Der entstandene N-(3-Brommercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff hatte nach Umkristallisielen aus absolutem Alkohol einen F. von i62°, Ausbeute 2,9 g (6o °/a der Theorie). Der Schmelzpunkt wurde nach dem Mischen mit der Brommercuriverbindung aus Allylharnstoff über seine Quecksilberacetatverbindung nicht herabgedrückt.
  • Berechnet für
    C_, H1102N,HgBr.... N 6,81 Hg 48,78
    Gefunden . . . . . . . . . . . . N 6,83 Hg 48,6o
    Beispiel 18 Hydrolyse von N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-N'-acetylharnstoff Eine Mischung voll 50 g (0,5o Mol) Allylharnstoff und 519 (0,5o Mol) Essigsäureanhydrid wurde 3 Stunden im Ölbade auf 85° erhitzt. Danach wurde das Gemisch bei Raumtemperatur stehengelassen, worauf vom ausgefallenen Niederschlag abfiltriert wurde. Letzterer wurde aus Isopropyläther umkristallisiert und ergab eine Ausbeute von 30 °/o N-Allyl-N'-acetylharnstoff vom F. 113 bis 1i4°. 10 g (0,07 Mol) desselben wurden in loo ccm Methylalkohol unter Rückfluß heiß gelöst, worauf eine heiße Lösung von 22 g (0,07 M01) Quecksilberacetat und 4,2 g Eisessig in 240 ccm Methylalkohol zugesetzt wurde. Nach zweistündigem Erhitzen unter Rückfluß wurden der Hälfte des Reaktionsgemisches 2 g Natriumchlorid zugesetzt. Darauf wurde der ausgefallene N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-N'-acetylharnstoff aus Alkohol oder Aceton umkristallisiert und schmolz bei 186 bis 187°.
  • Eine Lösung von i, o g dieses Körpers in io ccm i,5°/oiger NaOH-Lösung wurde i Woche lang bei gewöhnlicher Temperatur stehengelassen, worauf 1,6 ccm Eisessig zugesetzt wurden. Die kristallinische Substanz, die sich bis zum nächsten Tage abgeschieden hatte, hatte einen Schmelzpunkt von 152 bis 153° und zeigte nach dem Mischen mit N-(3-Chlormercuri-2-methoxy-propyl)-harnstoff, der durch Behandlung von Allylharnstoff mit Quecksilberacetat in Methylalkohol hergestellt worden war, keine Depression des Schmelzpunktes. Ausbeute o,2 g (23 °/o der Theorie).

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung quecksilberhaltiger Propylharnstoffe der allgemeinen Formel H,N-CO-NH-CH2-CH(OR)-CH2-HgX in welcher R Wasserstoff oder Alkyl ist und X 0-Acyl, Halogen (a), O H (b), den Rest einer organischen stickstoffhaltigen Verbindung mit austauschbarem H-Atom am Stickstoff (c) oder den Rest einer aliphatischen Carbonsäure bedeutet, welche eine frei reaktionsfähige SH-Gruppe enthält (d), dadurch gekennzeichnet, daß man Allylharnstoff mit einem quecksilberabgebenden Salz einer Carbonsäure, insbesondere Quecksilberacetat, in Gegenwart von Wasser oder einem Alkohol der allgemeinen Formel R 0 H zur Umsetzung bringt und das erhaltene Reaktionsprodukt, in welchem X die Bedeutung 0-Acyl hat, gegebenenfalls mit einem Alkalihalogenid behandelt (Fall a, s. oben) oder mit einem Alkalihydroxyd behandelt (Fall b) oder zunächst mit einem Alkalihydroxyd behandelt und dann das erhaltene Produkt mit einer organischen, stickstoffhaltigen Verbindung umsetzt, die am N-Atom ein austauschbares H-Atom trägt (Fall c), oder mit oder ohne vorhergehende Behandlung mit einem Alkalihalogenid in Gegenwart von Alkalihydroxyd mit einer aliphatischen Carbonsäure umsetzt, die eine freie reaktionsfähige SH-Gruppe besitzt (Fall d).
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von 3-Chlormercuri-2-methoxy-propylharnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß N-(3-Chlormercuri-2-methoxypropyl)-N'-succinylharnstoff in Gegenwart von Alkalihydroxyd hydrolisiert wird.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von 3-Brommercuri-2-methoxy-propylharnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß N-(3-Brommercuri-2-methoxypropyl)-N'-succinylharnstoff hydrolysiert wird.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von 3-Chlormercuri-2-methoxy-propylharnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß N-(3-Chlormercuri-2-methoxypropyl)-N'-acetylharnstoff in Gegenwart von Alkalihydroxyd hydrolysiert wird.
DEL3471A 1949-08-31 1950-08-31 Verfahren zur Herstellung quecksilberhaltiger Propylharnstoffe Expired DE917005C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE951869C (de) * 1954-09-05 1956-11-08 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von quecksilberhaltigen Derivaten des 2, 5-Dimerkapto-1,3,4,-thiadiazols
DE1003732B (de) * 1954-04-29 1957-03-07 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Mercurioxyalkylbiuretverbindungen

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