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Kleinstbild-Kamera Es ist eine Detektiv-Kamera bekannt, welche ohne
Plattenwechsel sechs Momentaufnahmen hintereinander aufzunehmen gestattet. Die lichtempfindliche
Platte wird durch Ziehen einer Schnur i,m gegebenen Augenblick kurzzeitig belichtet,
worauf durch Drehen der Platte an einem Knopf diese für eine zweite Aufnahme eingestellt
wird. Dann wird durch nochmaliges Ziehen der Schnur die zweite Aufnahme bewirkt,
die Platte von Hand weitergedreht usf. Eine solche Kamera wird von dem Aufnehmenden
so vor der Brust getragen, daß die Objektivöffnung durch ein Knopfloch eines Kleidungsstückes
ragt. Derjenige, der sie trägt, ist durch sie erheblich belastet bzw. behindert,
weil ihn die Kamera durch ihr Gewicht belästigt, da sie an einem um den Hals gelegten
Band getragen werden muß und er darauf zu achten hat, daß die Auslöseschnur von
der Kamera zu der die Auslösung einleitenden Hand klarläuft, außerdem den Plattentransport
erst durch Herumfingern an seinem Kleidungsstück durchführen kann. Unangenehm ist
weiterhin der stets auf der Brust lastende Druck.
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Diese Kamera besitzt zwischen zwei Gehäuseteilen mehrere um eine Achse
drehbar angeordnete Scheiben, von denen eine dlie lichtempfindliche Schicht trägt,
eine weitere als Verschlu.ß Verwendung findet und während des durch die Hand bewirkten
Weiterschaltens der lichtempfindlichen Schicht ein Spannen des Verschlusses erfolgt.
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Es sind weiterhin Kleinbild-Kameras bekannt, bei denen nach erfolgtem
Bildtransport durch Eindrücken des Auslöseknopfes eine Belichtung erfolgt. Nach
der Belichtung muß der Aufnehmeide
durch eine neue Bewegung das
Filmband weitertransportieren und kann erst dann durch Eindrücken des Auslöseknopfes
eine neue Belichtung vornehmen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man später
eine Einrichtung vorgesehen, mit der es möglich ist, den Filmtransport vorzunehmen,
ohne daß man die Kamera aus der Aufnahmestellung entfernt. Die Transporteinrichtung
wird hier durch ein vorgespanntes Federwerk immer dann betätigt, wenn eine Belichtung
erfolgt ist. Ist die Vorspannung des Federwerkes so gering geworden, daß die Federkraft
zum Weitertrans-Port nicht mehr ausreicht, so unuß dann die Kamera aus der Aufnahmestellung
entfernt und das Federwerk neu gespannt werden.
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Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich nun auf eine
Kamera, mit der es möglich ist, einwandfreie Aufnahmen kleinster Größe zu machen,
die sich beliebig vergrößern lassen. Durch zweckentsprechende Gestaltung werden
die Nachteile der vorstehend beschriebenen Kameras vermieden. Die Kamera kann, da
sie infolge des neuen Aufbaus sehr klein ist, in der Tasche, am Rockaufschlag oder
am Arm getragen werden, ohne daßderjenige, der mit ihr Aufnahmen machen will, durch
sie in irgendeiner Weise behindert wird.
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Gegenüber den bekannten Anordnungen werden bei der nachstehend beschriebenen
Kamera alle zum Bildaufbau und Weitertransport des Films notwendigen Schaltungen
durch die Betätigung eines einzigen Auslöseorgans erreicht. Dieser Vorteil wird
dadurch erzielt, daß außer der Versehlußscheibe, der Transportscheibe und der Filmscheibe
weitere Schaltorgane im Kameragehäuse sinnreich untergebracht sind.
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Das alle Vorgänge steuernde Auslöseorgan steht über einen Zapfen mit
einem unter Federdruck liegendem Schaltmittel, das einem Winkelhebel ähnlich ist,
in Verbindung. Am Schaltmittel sitzt außerdem eine Rolle, die in einen Schlitz einer
mit der Verschlußscheibe starr verbundenen Schalthabe faßt. Das dem Auslöseorgan
abgewandte Ende des Schaltmittels ist als Lichtschutz ausgebildet. Durch die auf
das Schaltmittel einwirkende Feder wird erreicht, daß das Auslöseorgan aus dem Kameragehäuse
herausgedrückt wird. Die Lichtschutzsicherung wirkt so, daß die Objektivöffnung
bei nicht eingedrücktem Auslöseorgan abgedeckt ist.
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Die Verschlußscheibe arbeitet mit einer Verschlußlamelle zusammen,
die während der Bewegung der Verschlußschei.be in Ruhe verbleibt und gespannt, in
der Endlage aber freigegeben wird. Auf der Verschlußscheibe sitzt eine aufbiegbare
Greiferzahnlamelle, deren Zahn nach Ablauf der durch die Verschlußscheibe spannbaren
Verschlußlam@elle in die Transportscheibe eingreift und diese um einen der Bildzahl
entsprechenden Winkel verdreht. Der Greiferzahn wird mittels, einer Ablaufschiene
auf der Verschlußlamelle so lange geführt und dadurch außer Eingriff mit der Transportscheibe
gehalten, bis die Verschlußlamelle abläuft und damit die Belichtung erfolgt. Der
Greiferzahn läuft kurz vor dem Ablauf der Verschlußlamelle auf dem Kassettendeckel
auf und hebt damit die Ablaufschiene der Greiferzahnlamelle von der Verschlußl.amelle
ab. Hierdurch ist ein ein--,vandfreies Ablaufen .der Verschlußlamelle gewährleistet.
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Die Transportscheibe besitzt vorzugsweise am Umfang Einschnitte, in
die der Greiferzahn eingreifen kann, wenn er zurückbewegt wird und dabei die Transportscheibe
um den der Bildzahl entsprechenden Winkel weiterdreht. Die Transport-Scheibe besitzt
weiterhin -Öffnungen, die dem Bildformat angepaßt sind.
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An der Verschlußlamelle befindet sich eine federnde Leiste, die sich
an den das Schaltmittel und das Betätigungsorgan verbindenden Zapfen anlegt, bis
die Verschlußscheibe eine bestimmte Stelle erreicht hat. Danach gleitet die federnde
Leiste von dem Zapfen ab, so daß die Verschlußlamelle zur Drehung gelangt. Die Lichtschutzwirkung
des Schaltmittels ist dann aufgehoben.
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Weiterhin ist zwischen dem Schaltmittel und dem Kameragehäuse eine
Blendenscheibe eingebaut, die zwei Öffnungsquerschnitte besitzt. Der eine Querschnitt
ist z. B. kreisförmig, der andere vorzugsweise quadratisch. Außerdem befindet sich
in der Scheibe ein radial liegender Schlitz, in den ein im Kameragehäuse auf kreisförmiger
Bahn geführter Einstellstift greift. Durch eine Zweipunkteinstelleinrichtung kann
die Blendenscheibe verdreht werden.
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Aus baulichen Gründen empfiehlt es sich, die Blendenscheibe, das Schaltmittel,
die Verschlußlamelle, die Verschiußscheibe, eine Torsionsfeder und notwendige Sprengringe
im Gehäusevorderteil der Kamera, die Transportscheibe und die Filmscheibe sowie
entsprechende zugehörige Bauteile im Gehäusehinterteil anzuordnen. Man kann die
letztgenannten Teile mit den gegen Lichteinfall sichernden Abdeckscheiben in einem
topfähnlichen Gehäuse unterbringen oder sie in die Rückwand des Gehäuses einfügen.
Um die Zahl der Einzelteile zu vermindern, ist es zweckmäßig, die Gehäuserückwand
gleich als Kassette auszubilden.
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Es empfiehlt sich, die als Kassettenverschluß dienenden Scheiben mit
der Transportscheibe, der Filmscheibe, einer Planierscheibe, einer Spannscheibe
und einer Nummernscheibe in diesem Fall durch eine Hohlachse zu halten, die selbst
beispielsweise mit Hilfe eines Bajonettverschlusses od. dgl. in der Kassettenrückwand
gesichert werden kann.
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Auf der Transportscheibe ist ein Stift angeordnet, der alle auf der
Hohlachse angeordneten Scheiben dadurch gegen unbeabsichtigtes Verdrehen sichert,
daß diese mit je einem dem Stift entsprechenden Einschnitt versehen sind. Um eine
Doppelbelichtung auszuschließen, ist es zweckmäßig, in Abhängigkeit von der Stellung
des Stiftes der Transportscheibe ein Weiterdrehen derselben zu verhindern. Man kann
z. B. zusätzlich eine weitere Scheibe vorsehen, die das Auslöseörgan nach der letzten
Aufnahme sperrt und gleichzeitig
die Öffnung in der Kassette verdeckt,
durch die sonst die Zahl der noch aufzunehmenden Bilder von außen sichtbar ist.
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Damit die auf der Hohlachse angeordneten Scheiben immer unter axialer
Spannung gehalten werden, wird in der topfartigen Kassette bzw. der Gehäuserückwand
eine Federscheibe angeordnet, die durch eine vorzugsweise dreieckförmige Feder unter
Spannung liegt. Diese Federscheibe kann sehr leicht als das den Weitertransport
der Transportscheibe sperrendes Glied verwendet werden. Zu diesem Zweck bildet man
sie so aus, daß sie einen Lappen besitzt, an dessen beiden Seiten der Stift der
Transportscheibe anliegen kann. Dieser Stift liegt vor der Belichtung der Filmscheibe
an der einen, nach der Belichtung aller Aufnahmen an der anderen Seite des Lappens
an.
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Zwischen der Verschlußscheibe und der Transportscheibe liegen zwei
Scheiben, die als Kassettenverschlußdeckel bzw. als Drehschieber ausgebildet sind.
Beide besitzen außer je einer kreisförmigen Öffnung, dem Kassettenbildfenster, je
einen bogenförmigen Schlitz, der sich am Umfang in derselben Entfernung vom Mittelpunkt
befindet wie die Einschnitte auf der Transportscheibe, in welche der Greiferzahn
eingreifen kann. Der Schlitz des Drehschiebers besitzt eine größere Länge als der
Schlitz des Kassettendeckels und wird außerdem zur Begrenzung der gegenseitigen
Verdrehung beider Scheiben herangezogen. Am Umfang des Drehschiebers sitzt eine
Nase, die beim Einführen und Sichern der Kassette bzw. des Gehäusehinterteiles in
das Kameravorderteil ein Verdrehen der Drehscheibe bewirkt und dadurch die Kassettenbildfenster
des Kassettendeckels und des Drehschiebers zur Deckung bringt. Die Kassettenbildfenster
liegen dann in dieser Stellung konzentrisch zur optischen Achse der Kamera.
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Zur Erhöhung der Lichtschutzsicherheit wird empfohlen, die Durchmesser
des Kassettendeckels und des Drehschiebers größer zu wählen als den Durchmesser
der Filmscheibe und diese in eine ringförmige Nut der Kassette eingreifen zu lassen.
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Damit man ohne eine Auswechslung der Kassette mehr Aufnahmen machen
kann, als sich auf einer Filmscheibe unterbringen lassen, kann man mehrere mit je
einer der Bildgröße entsprechenden Öffnung, durch die hindurch die nächste Filmscheibe
belichtet wird, versehene Filmscheiben mit entsprechenden Transportscheiben und
Spannscheiben hintereinander anordnen, muß dann aber dafür Sorge tragen, daß der
Abstand Filmscheibe- Optik nach erfolgter Belichtung einer Scheibe durch Verschiebung
der Optik oder der entsprechenden Filmscheibe im Gehäuse, z. B. gegen einen entsprechenden
Anschlag von Hand oder 'besser selbsttätig; konstant gehalten wird. Zur Verminderung
der Bauhöhe kann man die Optik, wenn die Kamera nicht aufnahmebereit ist, in das
Gehäuse einfahren lassen und bei Beginn der Bewegung des Auslöseorgans in die für
die Aufnahme richtige Stellung bringen.
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Zur Erzielung eines möglichst kleinen Parallaxenfehlers wird weiterhin
vorgeschlagen, die Drehachse aller Scheiben und .die optische Achse eines Suchers
zusammenfallen zu lassen. Diesen Sucher bildet man als konische, sich zum Bildgegenstand
hin erweiternde Bohrung aus. Man kann dann in diese Bohrung z. B. einen kegeligen
Stativbolzen einführen und ihn durch eine Mutter im Kameragehäuse sichern, so daß
man diese Kleinstbild-Kamera auch an ein Stativ ansetzen kann.
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Will man verschieden lange Verschlußzeiten zulassen, kann man in an
sich bekannter Weise die Ablaufgeschwindigkeit der Verschlußlahzelle regeln oder
die Verschlußlamelle aus zwei Teilen bestehenlassen, die nacheinander ablaufen.
Stellt man die Kassette und die in ihr untergebrachten Teile aus einem Werkstoff
her, der durch die Entwicklerflüssigkeiten nicht angegriffen wird, so kann man die
Kassette leicht an eine Tageslichtentwicklungsdose anschließen. Zu diesem Zweck
wird man dann den Kassettendeckel bzw. den Drehschieber so ausbilden, daß sie einwandfrei
an der Entwicklungsdose befestigt werden können.
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Sollte während der Aufnahme eine zu starke Lichteinwirkung vorhanden
sein, so kann man in den Strahlengang vor oder hinter dem optischen System ein als
Lichtschwächer dienendes Glied ein-und ausschiebbar anordnen. Die diesen Durchtrittsquerschnitt
begrenzenden Kanten werden gerad.l@inig und der Querschnittsfläche des Bildformates
angepaßt sein. Bei Wahl eines rechteckigen Durchtrittsquerschnittes empfiehlt es
sich, die Kantenlängen so zu wählen, daß sie sich wie 3 : q. verhalten. Sehr einfach
ist eine Anordnung, bei der das lichtschwächende Glied aus zwei in gleicher Richtung
verschiebbaren Teilen besteht, die derart gestaltet sind, daß sie den Durchtrittsquerschnitt
in einer Endlage freilegen und in der anderen teilweise abdecken. Zusätzlich kann
man im Strahlengang eine mit verschiedenen Filtern versehene Scheibe anordnen, deren
jeweilige Stellung durch eine außerhalb des Gehäuses angebrachte Markierung sichtbar
ist.
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Eine einfache Befestigung des Gehäusevorderteiles an dem Gehäusehinterteil
läßt sich erreichen, wenn man an einem der beiden Gehäuseteile zwei Stahlfederstäbe
parallel zueinander so anordnet, daß sie in eine Eindrehung des anderen Gehäuseteiles
fassen und nach einer Drehung des einen Teiles um 9o° beide Teile gegen eine Trennung
sichern.
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Damit man bei Aufnahmen, bei denen die Kamera auf einem Stativ sitzt;
den aufzunehmenden Gegenstand beobachten kann, formt man das Gehäuse so, daß es
einen Spiegelsucher aufnehmen kann.
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Wählt man eine Optik, die eine geringe Brennweite und höchste Lichtstärke
besitzt und benutzt gleichzeitig einen Film, der eine geringe Schichtempfindlichkeit
hat, so kann man die sehr kleinen Negative sehr stark vergrößern, ohne daß sich
das Korn unangenehm bemerkbar macht.
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Es sei angenommen, daß man eine Kassette im Kameragehäuse untergebracht
hat, die eine Schwarzweißfilmscheibe enthält. Nach zwei oder drei Aufnahmen wünscht
man nun eine oder
mehrere Farbaufnahmen zu machen. Man trennt dann
die Gehäuserückwand von dem Gehäusevorderteil der Kamera, entnimmt die den Schwarzweißfilm
enthaltende Kassette, führt eine Farbfilmkassette ein und belichtet weiter. Dadurch,
daß jede Kassette eine Nummernscheibe enthält, die mit den Transportscheiben gleichmäßig
verdreht wird, läßt sich jeweils feststellen, wieviel Aufnahmen man mit der Schwarzweißfilm-
bzw. der Farbfilmkassette noch durchführen kann.
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Man ist aber nicht nur auf die oben beschriebene Anordnung beschränkt,
sondern kann die im Kameragehäuse untergebrachten Schaltelemente auch anders gestalten.
Eine solche Ausführung sei nachstehend kurz beschrieben. Bei dieser Anordnung beeinflußt
das Auslöseorgan ein Schaltglied, welches eine Verschlußscheibe spannt und gleichzeitig
die den Film tragende Transportscheibe verdreht. Dieses Schaltglied verdreht die
Verschlußscheibe und die Transportscheibe beim Eindrücken des Auslöseorgans, spannt
dabei die Verschlußscheibe und gibt diese in der Endlage der Transportscheibe zum
Zurückdrehen frei. Läßt man das Auslöseorgan los, so dreht sich die Transportscheibe
zurück, die Filmscheibe bleibt aber in der bisher eingenommenen Lage stehen. Man
kann aber auch die Transportscheibe beim Eindrücken des Auslöseorgans im Gehäuse
verdrehen und die Verschlußscheibe dabei spannen; in der Endlage der Transportscheibe
zum Nacheilen freigeben, während beim Loslassen des Auslöseorgans die Transportscheibe
und die Verschlußscheibe gleichzeitig zurückgeführt werden und dadurch auch die
Filmscheibe um -einen der Bildzahl entsprechenden Winkel weiterbewegen. Zu diesem
Zwecke ordnet man sowohl auf der Transportscheibe als auch der Verschlußscheibe
verschieden lange, beispielsweise durch Aufbiegen entstandene Führungsleisten an.
Die Länge dieser Führungsleisten bemißt man derart, daß das Schaltglied in der Endlage
an der Führungsleiste der Transportscheibe anliegt, während die Verschlußscheibe
in der Endstellung, sich in die Ausgangslage zurückdreht. Der Transport der Filmscheibe
wird durch eine an der Transportscheibe angeordnete federnde Nase erzielt.
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Um ständig eine gleichbleibende Kraft beizubehalten, die zum Eindrücken
des Auslöseorgans notwendig ist, kann man die Transportscheibe bzw. ihre Führungsleiste
an der Stelle, an der das Schaltglied an ihr anliegt, entsprechend gestalten und
z. B. die Form einer Lemniskate geben.
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Weitere Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung.
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In den Fig. i bis 22 sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens
veranschaulicht. Fig. i zeigt eine Rückansicht des Gehäusevorderteiles ,mit ,dem
Auslöseorgan und ,dem Schaltmittel; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Gehäusevorderteil
mit strichpunktiertem Gehäusehinterteil; Fig. 3 a zeigt eine Vorderansicht der im
Gehäusevorderteil angeordneten Schaltelemente. Strichpunktiert ist angegeben, wie
sich das Auslöseorgan und die Verschlußöffnung beim Betätigen des Auslöseorgans
verschieben; Fig. 3 b zeigt einen Schnitt durch die Fig. 3 a in Richtung A-B; Fig.
3 c zeigt eine Ansicht des Greiferzahnes nach einem Schnitt durch die Fig. 3 a in
Richtung C-Ü; Fig. q.a veranschaulicht einen Schnitt durch die als Kassette ausgebildete
Gehäusehinterwand; Fig. g.b zeigt eine Ansicht der Fig. q:a; Fig. 5 a und 5 b zeigen
das Einbauelement Hohlachse mit der Transportscheibe, Filmscheibe, Planierscheibe,
Spannscheibe und Nummernscheibe; Fig. 5 a stellt einen Schnitt durch die Fig. 5
b in Richtung E-F dar; Fig.6a und 6b zeigen einen Schnitt bzw. eine Ansicht des
Gehäusehinterteiles, aus denen die Anordnungen der Spannscheibe mit der Feder und
dem Bajonettverschluß zum Aufnehmen der Hohlachse sichtbar sind.
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Die Fig. 7 bis 16 zeigen Einzelheiten der Kamera. Fig. 7 a und 7b
zeigen die Transportscheibe; Fig. 8 a und 8 b veranschaulichen die Filmscheibe;
die Planierscheibe hat die gleiche Form wie die Filmscheibe der Fig. 8, sie besteht
aus einem dünnen Blech und ist nicht gesondert gezeichnet; Fig. 9a und 9b zeigen
die Spannscheibe; Fig. io a und io b veranschaulichen den Kas settenverschluß deckel
; Fig. i i a und i i b zeigen den Drehschieber; Fig. i2a und i2b zeigen die Nummernscheibe;
Fig. 13a und 13b geben die dreieckförmige Feder wieder.
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Fig. 14 zeigt einen Sprengring; Fig. 15 a und 15 b zeigen eine Rastscheibe,
die als Bajonettverschluß in der Gehäüsehinterwand vernietet wird.
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Fig.-16a und 16b zeigen die Wirkungsweise der Blendeneinrichtung in
Rückansicht und Querschnitt, während Fig. 17 eine Vorderansicht der Kamera darstellt,
aus der die Zweipunkteinstellung der Blendeneinrichtung ersichtlich ist; Fig. 18
veranschaulicht die Befestigung der Kamera an einem Stativkopf; Fig. 1g a bis 1g
c zeigen eine Vorrichtung zum Trennen der in der Gehäuserückwand eingerasteten Hohlachse
und zum Zusammenfügen des Einbauelements nach Fig. 5a und 5b; Fig.2oa und tob zeigen
die Federscheibe" welche im Gehäusehinterteil bzw. in der topfartigen Kassette sitzt;
Fig. 21 zeigt eine Rückansicht einer Kamera, deren Schaltelemente anders ausgebildet
sind als die in den vorhergehenden Figuren dargestellten; Fig. 2z zeigt ebenfalls
in Rückansicht der Kamera die Anordnung einer Platine, die neben der Abschirmung
des Streulichtes eine Halterung der im Gehäusevorderteil liegenden Schaltelemente
in axialer Riehtnug ermöglicht, sie kann auch in der in der Fg. 2i dargestellten
Kamera angeordnet sein.
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In dem Kameragehäuse i ist ein Auslöseorgan 2 so angeordnet, daß es
beim Eindrücken in das
Kameragehäuse ein Schaltmittel 3 um eine
Achse q verstellen kann. Das Schaltmittel 3 wird durch die Feder 5 so gehalten,
daß sein dem Auslöseorgan abgewandtes Ende 6 als Lichtschutz dient und das Bildfenster
7 im nicht aufnahmebereiten Zustand der Kamera abdeckt. Auf dem Schaltmittel 3 befindet
sich eine Rolle 8, die in den Schlitz 9 einer Schaltnabe io eingreift und bei der
Bewegung des Schaltmittels 3 die Schaltnabe und die mit dieser verbundene Verschlußscheibe
ii verdreht. Ist das Auslöseorgan 2 eingedrückt, so befindet sich das Schaltmittel
3 in der strichpunktierten Stellung. Ein auf dem Schaltmittel 3 angebrachtes z.
B. rotes Markierungszeichen i2 befindet sich dann an der Stelle 13. Sind alle Aufnahmen
einer Filmscheibe gemacht, so bewegt sich der Auslöseknopf 2 infolge der Anordnung
von später beschriebenen Mitteln nicht wieder in die Ausgangsstellung zurück. In
dieser Stellung befindet sich das rote Markierungszeichen hinter einer Öffnung des
Gehäuses, so daß es von außen zu erkennen ist.
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Fig. 2 zeigt außer der Verschlußscheibe i i und der Schaltnabe io
auch die Verschlußlamelle 14, die bei ihrer Bewegung eine Belichtung zuläßt. Die
Gehäuserückwand 15 ist gestrichelt eingezeichnet. Mit Hilfe des Bandes 16 kann diese
Kamera am Arm getragen werden.
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Nach Fig. 3 b wird die Verschlußlamelle 14 durch eine Feder 17 gegen
die Verschlußscheibe i i gedrückt. Diese arbeitet zugleich als Torsionsfeder und
stützt sich, wie in Fig. 3 a gezeigt, einerseits am Schlitz 18 der Schaltnabe, andererseits
an der Nase i9 der Verschlußlamelle 14 ab. Auf der Verschlußlamelle 14 sitzt eine
federnde Leiste 2o, deren Kante 21 an dem Zapfen 22 anliegt, welcher das Auslöseorgan
und das Schaltmittel verbindet. Das Schaltmittel ist der besseren Übersicht wegen
in der Fig. 3 a nicht dargestellt. Wird nach einem gewissen Weg der Verschlußscheibe
i i, und zwar sobald die Lichtschutzwirkung des Schaltmittels 3, 6 aufgehoben ist
und die Öffnung iia sich mit dem Bildfenster deckt, das Auslöseorgan in die strichpunktierte
Stellung gedrückt, so gleitet die Kante 21 von dem Zapfen ab und kann sich also
der Verschlußscheibe i i unter Wirkung der Torsionsfeder 17 nachbewegen, wodurch
der Schlitz 29 über das strichpunktiert dargestellte Bildfenster 3o hinwegstreicht
und damit eine Belichtung der Filmscheibe bewirkt. Während der Vorwärtsbewegung
der Verschlußscheibe i i läuft der abgewinkelte Lappen 23 einer Greiferzahnlamelle
24 auf der Auflaufschiene 24a und verhindert, daß der Greiferzahn 25 in die Transportscheibe
26 einrastet, wodurch eine Bewegung der Transportscheibe 26 vor Ablauf der Verschlußlamelle
14 nicht stattfinden kann. Befindet sich der Lappen 23 vor der Kante 27 der Auflaufschiene
2411, so läuft der Greiferzahn 25 auf das Ende des Schlitzes 37 im Kassettendeckel
auf und wird von der Auflaufschiene abgehoben. Im Ruhezustand liegt die Verschlußlamelle
mit ihrem Lappen 1411 an dem Stift 28 der Verschlußscheibe ii an und wird während
des Zurückdrehens der Verschlußscheibe in dieser Stellung gehalten. In dem Gehäusehinterteil
1,9 (Fig. 4) ist eine Rastscheibe 31 angeordnet und mit diesem vernietet. Auf diese
legt man eine dreieckförmige Feder 32 (Fig. 13) und ordnet über derselben eine Federscheibe
33 (Fig. 2o) an, die durch einen Federring 34 im Gehäusehinterteil gehalten wird.
MiteinerHohlachse 35 werden durch eineRändelung 36 der Kassettendeckel 38 und der
Drehschieber 37 stramm drehbar befestigt. Auf die Transportscheibe 26, die eine
angenietete Nabe 39 aufweist, wird die Filmscheibe 4o aufgelegt, und zwar so, daß
ein an ihrem Umfang vorgesehener Einschnitt den Stift 41 der Transportscheibe 26
umfaßt. Auf die Filmscheibe 40 legt man dann die Planierscheibe 42 und drückt die
Spannscheibe 43, welche Warzen 44 besitzt, in die Eindrehung der Nabe 39. Nachdem
man zum Abschluß eine Nummernscheibe 45 auf .die Spannscheibe 43 aufgelegt hat,
kann man diese Einbaueinheit auf die Hohlachse aufschieben und die Hohlachse im
Gehäusehinterteil durch Drehung um 9o° infolge der Anordnung der Rastscheibe 31
so ,sichern, daß sie einwandfrei festliegt.
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Der Drehschieber 37 und der Kassettendeckel 38 besitzen am Umfang
je einen Schlitz 46 bzw. 47. Der mit dem Drehschieber 37 fest verbundene Stift 48
kann sich in dem Schlitz 46 des Kassettendeckels 38 bewegen. Die Länge der Schlitze
ist so bemessen, daß, wie in Fig. 4b gezeigt, mindestens zwei Einschnitte 49 der
Transportscheibe 26 frei liegen, während die übrigen abgedeckt sind. Wird nun das
Gehäusehinterteil 15 gemäß Fig. 4a in das Gehäusevorderteil gedrückt, so legt sich
die Nase 5o des Deckels 38 in einen Einschnitt 5oa des Gehäusevorderteiles und öffnet
dann bei einer Drehung den geschlossenen Bildfensterquerschnitt sowie die Schlitze
46 und 47, so daß nunmehr nach entsprechender Betätigung des Auslöseorgans der Greiferzahn
in die Einschnitte 49 der Transportscheibe 26 fassen kann. Durch das Fenster 51
kann man die auf der Nummernscheibe abgebildete Zahl erblicken. Ein Zellul id fenster
52 sichert das Innere der Kamera gegen das Eindringen von Staub.
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Die Fig. 5 a und 5 b zeigen die Transportscheibe 26 mitden auf ihr
liegenden Scheiben als gesondertes Einbauelement, während die Fig. 6 a und 6 b das
Gehäusehinterteil mit den in ihm befestigten Elementen wiedergibt. Die Kanten 53
bzw. 54 dienen zum Einführen des Gehäusevorderteiles in das Gehäusehinterteil bzw.
umgekehrt; und zwar wird z. B. das Gehäusehinterteil so eingeführt, daß die Kanten
53 und 54 parallel zu den Stahlfederstäben 55 bzw. 56 liegen, die im Gehäusevorderteil
gemäß Fig. i angeordnet sind. Durch Drehen des Gehäusehinterteiles um 9o,° fassen
die Stahlfederstäbe 55 und 56 in die Eindrehung 57,des Gehäusehinterteiles.
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Aus der Fig. 6 b und der Fig. 2o ersieht man die Ausbildung der Federscheibe
33, welche einen Lappen 58 besitzt, an dessen einer Seite 59 der Stift 4.1 der Transportscheibe
26 vor der Belichtung der Filmscheibe anstößt, während er nach der Belichtung auf
der anderen Seite an der Kante 8o anliegt. Dadurch wird eine Doppelbelichtung vermieden.
Der Abstand der beiden Kanten ist so bemessen, daß
der Drehwinkel
der Transportscheibe gleich 36o°, vermindert um die Hälfte des der Bildzahl entsprechenden
Drehwinkels der Transportscheibe nach einer Aufnahme, also bei 8 Bildern gleich
337,5° ist. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß die Greiferzahnlamelle 24 (Fig.
3 a) und die mit ihr fest verbundene Verschlußscheibe i i samt der Schaltnabe io
sowie das nach Fig. i damit -beweglich verbundene Schaltmittel 3 mit dem Auslöseorgan
2 nach Belichtung des letzten Bildes auf der Filmscheibe 4o nicht in ihre Ausgangslagen
zurückkehren können. Gleichzeitig wird das auf dem Schaltmittel angebrachte Markierungszeichen
12 an der Stelle 13 hinter einer Öffnung des Gehäuses sichtbar und zeigt an, daß
die Filmscheibe 4o durchbelichtet ist. Weitere Hinweise auf die vollständige Belichtung
erhält der Aufnehmende dadurch, daß er am Gehäusehinterteil 15 (Fig.4a) durch das
Fenster 52 die auf der Nummernscheibe 45 abgebildete Null (F:ig. 5 b) erblicken
kann und daß bei nochmaligem Betätigen des Auslöseorgans der Verschluß nicht in
Tätigkeit tritt, weil die federnde Leiste 2o (Fig. 3 ä) mit ihrer Kante 2 1 durch
die genannte Maßnahme nicht mehr an dem Zapfen 22 anliegen kann und die Verschlußlamelle
dadurch nicht zurückgehalten wird.
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Die Spannscheibe 43 (Fig. 4 a, 5 a, 9 a und 9 b) besitzt beispielsweise
drei Warzen 44, so daß die Planierscheibe 42 (Fig. 4a und 5 a) gleichmäßig an der
Filmscheibe 4o anliegt, die in Fig. 8 noch gesondert gezeigt ist. Mittels der Öffnung
62 läßt sich die Spannscheibe 43 auf der Nabe 39 der Transportscheibe 26 sichern
(Fig. 9 a). Sie ist, wie Fig. 9 b es zeigt, leicht gewölbt, um die notwendige Spannung
aufzubringen.
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Der Verschlußdeckel 38 (Fig. io) besitzt außer der Mittelbohrung eine
weitere kreisförmige Öffnung 63, die der kreisförmigen Bohrung 64 des Drehschiebers
37 (Fig. i i) entspricht. Der z. B. durch Prägung entstandene Pfeil 64" steht im
geschlossenen Zustand der Kassette dem Stift 48 des Kassettendeckels 38 gegenüber.
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Auf der Nummernscheibe 45 (Fig. 12) sind die Zahlen i bis 8 gleichmäßig
am Umfang entsprechend der Bildzahl verteilt. Zwischen der Nummer i und der Nummer
8 ist außerdem eine 0 vorgesehen, die dann im Nummernfenster 51 sichtbar wird, wenn
die Filmscheibe 40 voll belichtet ist.
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Die Blendenscheibe 65 (Fig. 2 und 16 a) besitzt eine kreisförmige
Öffnung 66, eine vorzugsweise quadratische Öffnung 67 sowie einen radial liegenden
Schlitz 68, in den ein Stift 69 einer Einstellvorrichtung faßt. Bewegt man den Stift
69 aus der gezeichneten Lage in die strichpunktierte Stellung, so entspricht flies
einer Bewegung von der Markierung 70 zu der Markierung 7 1 (Fig. i7),
so daß einwandfrei ersichtlich ist, welcher Blendenquerschnitt sich hinter dem Objektiv
befindet.
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Gemäß Fig.2, 4a und 16b geht durch das Gehäusevorderteil und das Gehäusehinterteil
eine konische Bohrung 72 hindurch, die als Sucher Verwendung findet. In diese kann
man, wie es Fig. 18 zeigt, einen kegeleigen Bolzen eines Stativkopfes 73 einführen
und damit den Stativkopf durch Anziehen der Rändelmutter 74 mit der Kamera verbinden.
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Das Trennen der Hohlachse 35 vom Gehäusehinterteil 15 (Fig. 4a) läßt
sich durch die in der Fig. i9 dargestellte Vorrichtung 75 leicht ermöglichen. Man
setzt das Gehäusehinterteil auf den Stift 76 auf, so daß die Nasen 77 der Vorrichtung
75 in einen Schlitz 771 der Hohlachse 35 eingreifen, und dreht das Gehäusehinterteil
auf der Vorrichtung 75 um 9o° herum. Infolge der Federwirkung der Scheibe 32 springt
dann die Hohlachse 35 mit den auf ihr sitzenden Scheiben heraus. Außerdem dient
das Teil 75 zum Zusammenfügen des Einbauelementes nach den Fi-g. 5 a und
5 b.
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Fig. 2o zeigt die Federscheibe 33 in Ansicht und im Schnitt. Der Einschnitt
78 dieser Scheibe sitzt im Gehäuse so, daß man die Nummernscheibe 45 durch das Fenster
51 betrachten kann.
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Das in der Fig. 21 gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt das Gehäuse
79, das zwei Ansätze 8o besitzt, um die ein Lederband gelegt wird. Durch die Öffnung
81, die konisch ist, kann man den aufzunehmenden Gegenstand betrachten, wenn man
die Kamera vor das Auge hält. In das Gehäuse 79 ist das Schaltglied 82 so eingesetzt,
daß es sich um die Schraube 83 drehen und unter Wirkung des Auslöseorgans 84 bewegen
kann. Darauf ist die Verschlußlamelle 85 und über diese die Verschlußscheibe 86
gelegt. Das Schaltmittel 82 besteht beispielsweise aus einem Blech. Durch Abwinkeln
des Bleches entstehen zwei Ablaufkanten 87 und 88. Gegen die Ablaufkante 87 legt
sich das Auslöseorgan 84. Das Schaltglied 82 wird durch eine Feder 89 gegen das
Auslöseorgan 84 gedrückt.
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Die Verschlußlamelle 85, die ebenfalls aus einem dünnen Blech besteht,
besitzt eine Führungsleiste go, an der das Schaltglied 82 anliegt, und eine Anlagekante
9i, an der eine Feder anliegt, die die Verschlußlamelle 85 zurückdrückt. Die Leiste
bzw. Kante sind durch Umbiegen des Scheibenbleches an den entsprechenden Stellen
entstanden. Die Verschlußscheibe 86 weist eine- Führungsleiste 92 auf sowie eine
Anlaufkante 93. Beide entstehen durch Umlegen des Bleches der Verschlußscheibe 86
um 9o°, und zwar so, daß die Führungsleiste 92 nach oben, die Ablaufkante 93 aber
nach unten abgewinkelt ist. Die Verschlußscheibe 86 ist weiterhin so eingeschnitten
und aufgebogen, daß eine Blattfeder 94 entsteht. Auf ihr sitzt ein Stift 95. Zur
rationellen Herstellung empfiehlt es sich, die Blattfeder 94 so auszubilden, daß
an der Stelle des Stiftes 95 eine gleich aus dem Blech gebogene Nase vorgesehen
ist. Die Verschlußlamelle 85 weist einen Schlitz 96 auf, durch den die Lichtstrahlen
auf die Filmscheibe fallen, wenn die Verschlußlamelle abläuft. Die Verschlußscheibe
86 besitzt außerdem eine Öffnung 97, die so groß ist, wie das auf dem Filmträger
entstehende Bild werden soll.
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Sowohl die Verschlußlamelle 85 als auch die Verschlußscheibe 86 besitzen
ein konzentrisches Mittelloch, so daß diese Scheiben auf die Nabe 98 des Gehäusevorderteils
aufgesetzt werden können. Im Gehäuse sitzt ein Stift 99 fest, gegen den sich
die
Kante 9i legen kann, während der Stift ioo die Anfangslage der Verschlußscheibe
86 festlegt.
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Drückt man den Auslöseknopf 84 ein, so dreht sich das Schaltglied
82 und verdreht mit der Ablaufkante 88 die Verschlußlamelle 85 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn.
Nach einem gewissen Drehweg legt sich die Kante 88 auch gegen die Anlaufkante 93
der Verschlußscheibe 86 und nimmt diese mit. Dabei werden die die Lamelle 85 und
die Scheibe 86 beeinflussenden Federn gespannt, bis sich das Loch 97 im Strahlengang
der Optik befindet. Der Schlitz 95 liegt dann außerhalb des Strahlenganges. Jetzt
liegt das Schaltglied 82 nur noch an der Kante 93 der Verschlußscheibe 86, und die
Verschlußlamelle kann sich unter Federdruck zurückbewegen; ,da die Kante 88 nicht
mehr mit der Kante 9o im Eingriff steht. Dadurch bewegt sich also auch der Schlitz
96 zurück und läßt die Belichtung des Films zu. Läßt man den Knopf 84 los, so wird
auch die Verschlußscheibe 86 zurückgeführt.
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Es läßt sich also auch mit dieser Einrichtung nur durch das Betätigen
des Auslöseorgans 84 ein Belichten und ein Weiterschalten der Filmscheibe erzielen.
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Es hat sich nun noch als zweckmäßig erwiesen, zwischen dem Schaltmittel
einerseits und der Verschlußlamelle mit Verschlußscheibe andererseits eine Platine
ioi (Fig. 22) anzuordnen, die mit einem Sprengring 102 im Gehäuse befestigt wird.
Die Platine weist eine Mittelöffnung ioia auf und schirmt das Streulicht ab, welches
durch die Objektivöffnung einfällt, und dient außerdem dazu, die Schaltnabe mit
der daraufliegenden Verschluß-Scheibe, Verschlußlamelle und Torsionsfeder nach dem
Einbau in axialer Richtung festzuhalten. Zu diesem Zweck ist auf der Platine ioi
ein Riegelsegment 103 drehbar aufgenietet. Dieses wird nach erfolgtem Einbau der
Schaltnabe durch ein in der Verschlußscheibe befindliches Loch verdreht, so daß
sich die Schaltnabe auch in ihrer Endlage nicht aus der in der Platine befindlichen
Aussparung herausbewegen kann.