DE911963C - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des PH-Wertes bei der Hefeerzeugung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des PH-Wertes bei der Hefeerzeugung

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DE911963C
DE911963C DEP3302D DEP0003302D DE911963C DE 911963 C DE911963 C DE 911963C DE P3302 D DEP3302 D DE P3302D DE P0003302 D DEP0003302 D DE P0003302D DE 911963 C DE911963 C DE 911963C
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DE
Germany
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yeast
vat
regulating
nitrogen
acid
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Expired
Application number
DEP3302D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Braun
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Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M41/00Means for regulation, monitoring, measurement or control, e.g. flow regulation
    • C12M41/26Means for regulation, monitoring, measurement or control, e.g. flow regulation of pH

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des pH-Wertes bei der Hefeerzeugung Zur Gewinnung von Hefe aus Sulfitablaugen, vornehmlich Laubholzsulfitablaugen, wurde bisher die warme, saure Ablauge bei gleichzeitiger Zugabe von Ammoniakwasser als Hefenahrung zunächst mit Kalkmilch neutralisiert, worauf man einen Teil des Stickstoffes noch in Form von Diammonphosphat in der Hefebütte zusetzte.
  • Bei der Zuteilung der stickstoffhaltigen Nährstoffe in die Neutralisationsbottiche entstanden ganz erhebliche Stickstoffverluste, und zwar teils durch Verdunsten von Ammoniak, teils dadurch, daß bei der Reinigung der Bottiche die im unteren Konus befindliche ammoniakhaltige, neutralisierte Ablauge verlorenging. Diese Stickstoffverluste ließen sich zwar bei Zugabe der Nährstoffe in die Verhefungsbütten einschränken, jedoch blieb die ungenügende Regulierungsmöglichkeit des pH-Wertes der Hefebütten als Nachteil bestehen. Man versuchte das p$ durch Zugabe von saurer, nicht neutralisierter Ablauge zu senken; jedoch war dieser Ausweg nur zeitweise möglich, da derartige Ablauge nicht immer vorhanden ist. Auch enthält sie keine Nährsalze, so daß größere Zusätze nicht gegeben werden konnten, während geringe Ablaugemengen das pg nur geringfügig beeinflussen. Bei zu niedrigem pn war man gezwungen, den Neutralisationsbottich, aus dem die Hefebütten gespeist wurden, abzuhängen. Ein neuer Neutralisationsbottich blieb dann so lange angeschlossen, bis der alte Bottich zu Ende neutralisiert und wieder geklärt war.
  • Es wurde nun der Vorschlag gemacht, den p$-Wert durch Zusatz einer neutralen N,-Verbindung zu regeln, die durch Hefe assimilierbaren N2, z. B. Harnstoff, enthält, in Verbindung mit einem Salzzusatz, dessen Säure von der Hefe assimiliert, dessen Base aber nicht assimiliert wird, z. B. Ca-Lactate. Da bei Ammoniak oder Harnstoff nach der Aufnahme des Stickstoffes durch die Hefe keine assimilierbare Säure in der Maische zurückbleibt, steigt das p$ rasch in die Höhe, und zwar unter Umständen sogar noch über den Neutralpunkt hinaus ins alkalische Gebiet. Um die Säure der Maische wieder zu erhöhen, muß dann ein Salz entgegengesetzter Zusammensetzung, d. h. mit einer assimilierbaren Base und nichtassimilierbaren Säure, z. B. Ammonsulfat, zugegeben werden.
  • Das vorliegende Verfahren beruht nun darin, daß bei Verwendung von zwei in Wasser gelösten Stickstoffnährmitteln, von denen nur das eine bei der Verarbeitung durch die Hefe nicht assimilierbare Säure hinterläßt, die N H3 Konzentration beider Flüssigkeiten gleich groß eingestellt wird und je nach dem p$, das Verhältnis der Mengen beider Flüssigkeiten bei der Zugabe in die Verhefungsbütte geändert wird.
  • Als sehr vorteilhaft erwiesen sich die beiden Lösungen Ammoniakwasser zur Steigerung des pg und die wäßrige Auflösung eines Ammonsalzes, z. B. Ammonchlorid, zur Senkung des pg. Trotzdem Ammonsulfat wegen der Stellung des Sulfations in der Iyotropen Reihe als Hefenährmittel gegenüber dem Ämmonchlorid bevorzugt werden sollte, empfiehlt es sich doch, Ammonchlorid zu verwenden, da bei der Zugabe des ersteren zur Ablauge Gipsausfällungen zu befürchten sind.
  • Es empfiehlt sich, das pn der Ablauge bei der Neutralisation mit Kalkmilch etwas zu hoch einzustellen, damit in die Hefebütte immer eine Mischung von Ammonchloridlösung und Ammoniakwasser gegeben werden muß und Fehler bei der p$-Einstellung in der Neutralisation durch Variation des Verhältnisses Ammoniakwassermenge zu Ammonchloridwassermenge ausgeglichen werden können. Es gelingt so, das für die Hefeausbeute optimale p$ der Ablauge von 5,3 bis 5,8 konstant beizubehalten und damit unter der Voraussetzung ausreichender Nährsalzzugabe die höchstmögliche Hefeausbeute zu erzielen. Außerdem geraten die N2 Verluste in der Neutralisation in Fortfall.
  • Zweckmäßig stellt man die N H3-Konzentration (Gramm NH3 je Liter) beider Flüssigkeiten gleich ein, dergestalt, daß die Zugabe an Flüssigkeit pro ioo kg reduzierende Substanz (Zucker) = R S konstant bleibt, und das Verhältnis der '.Mengen beider Flüssigkeiten variiert je nach dem p$ der Bütte. Es muß also sein: a 1 Ammoniakwasser -- b 1 Ammonchloridlösung = a -f- b 1 Flüssigkeit pro ioo kg R S = k (konstant). Das Verhältnis a/b variiert je nach dem px der Bütte.
  • Dieses Verhältnis kann mit Hilfe eines p$-Reglers automatisch eingestellt werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung eignet sich für beliebige Flüssigkeiten bzw. Zuckerlösungen, welche zu verhefen sind, vornehmlich für Sulfitablauge, Molken u. dgl., bei denen die Einhaltung eines möglichst konstanten p$-Wertes erwünscht ist.
  • Beispiel Die Löslichkeit von Ammonchlorid in Wasser von o Grad beträgt laut Chemiker-Kalender 23 g N H4 Cl in ioo g Lösung bzw. in ioo ccm Wasser bzw. 300 kg N H4 Cl/cbm = 95 kg N H3/cbm Wasser. Es sind also zwei Behälter vorzusehen, einer für 9,5 volumprozentiges Ammoniakwasser (g5 kg N H3;cbm), ein zweiter für 3o volumprozentige Ammonchloridlösung (3oo kg N H,CI = 95 kg NH3,`cbm). Pro ioo kg RS sind laut Planung 4. kg N H3 zuzugeben, entsprechend q21 Flüssigkeit obiger Konzentration. Das Verhältnis der Mengen beider Flüssigkeiten variiert je nach dem p$ der Bütte, und zwar je niedriger das pH, um so mehr Ammoniakwasser und um so weniger Ammonchloridlösung ist zuzugeben, und umgekehrt. Die Summe beider Flüssigkeitsmengen muB immer q21 pro ioo kg R S betragen.
  • Zur praktischen Durchführung der Regulierungsverfahren gemäß der Erfindung gibt es verschiedene Möglichkeiten.
  • Die Zeichnungen zeigen drei beispielsweise Ausführungen in schematischen Darstellungen für eine mit der Hand steuerbare und völlig selbsttätige pn-Regelung einer Hefebütte.
  • Mit i ist die Verhefungsbütte bezeichnet, in welche in üblicher Weise Nährflüssigkeiten zugeführt werden. Diese fließen erfindungsgemäß von den Behältern 2 und 3 über einen Mischbehälter q. der Bütte zu. In dem Behälter 2 befindet sich beispielsweise Ammoniakwasser und im Behälter 3 Ammonchloridlösung. In die bei 5, 5 ca absperrbaren Zuleitungen 6 und 7 zum Mischbehälter q. sind weitere Ventile 8, g eingebaut, welche von Schwimmern io, il gesteuert «-erden. Ein weiteres Ventil 12 in der Leitung 7 ist mit einem Handrad 13 regelbar. Vom Mischbehälter fließt die Nährflüssigkeit in üblicher Weise über ein Schauglas 1q mit Absperrvorrichtung in die Verhefungsbütte.- In Abb. 2 und 3 wird das Ventil 12 durch einen Motor 15 betätigt, der mit einem p$-Regler 16 in Wirkungsverbindung steht. Die mit dem pH-Regler 16 zusammenarbeitende Elektrodenkette 17 ist an geeigneter Stelle der Bütte selbst in einer absperrbaren Umleitung oder in einer Nebenkammer am besten leicht auswechselbar eingesetzt.
  • In Abb. 3 steht der bei 18 und ig absperrbare Abfluß 2o für eine verhefte Flüssigkeit oder Emulsion beispielsweise mit einer Entlüftungsschleuder 21 in Verbindung. In einer Ableitung 22 dieser Schleuder ist ein Abflußhahn 23 eingesetzt, mit dem die entgaste Hefeflüssigkeit einer Elektrodenkette 17 zuführbar ist. In einer Abflußleitung 24 wird diese Meßflüssigkeit wieder in die Entlüftungsschleuder zurückgeführt. Bei dieser Ausführung wird die Elektrodenkette geschont, ist leicht zu reinigen und auszuwechseln. Durch Ablagerungen auf dem Elektrodenfühlerstab in der Hefebütte oder Korrosion wird nämlich die Arbeitsweise der selbsttätigen pg-Regelung in hohem Maße beeinflußt.
  • Diese Vorrichtungen arbeiten wie folgt: Durch die Voreinstellung der beiden Ventile 5 und 5a wird das Mengenverhältnis der beiden Nährflüssigkeiten eingestellt, so daß sich diese stets in der gewünschten Mischung im Behälter 4 befinden. Sinkt nun beispielsweise aus irgendeinem Grunde das pH der Hefebütte, d. h. steigt der Säuregehalt, was in üblicher Weise durch pH-Bestimmungen festgestellt werden kann, so muß mit dem Handrad 13 das Ventil 12 geschlossen werden. Es fließt mehr Ammoniakwasser vom Behälter 2 zu. Das p$ steigt in der Folge, und das Ventil 12 muß wieder geöffnet werden, während der Schwimmer io das Ventil 8 schließt. Das gewünschte Verhältnis der Nährflüssigkeiten stellt sich wieder ein. `'Wird das Ventil 25 über dem Schauglas geschlossen, so bewirkt ein Nachfließen der Ammonchloridlösung durch Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels im Behälter 4 ein Schließen des Ventils 12. Der Zufluß der Nährflüssigkeit hört auf, bis das Ventil 25 wieder geöffnet wird. Gegebenenfalls läßt sich diese Handregelung durch eine Skaleneinteilung am Handrad 13 erleichtern.
  • In Abb. 2 und 3 ist die Handregelung durch eine selbsttätig wirkende Regelung ersetzt. Fällt beispielsweise hier das pH, so wird von der Elektrodenkette 17 in Verbindung mit dem pH-Regler 16 der Motor 15 in einen Stromkreis eingeschaltet und das Ventil 12 geschlossen. Der übrige Vorgang verläuft wie vordem beschrieben. Steigt das p$, so wird durch den in der entgegengesetzten Richtung anlaufenden Motor 15 das Ventil 12 wieder geöffnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Regelung des pH-Wertes bei der Hefeerzeugung, insbesondere aus Sulfitablauge, Molke od. dgl., im Durchlaufverfahren, bei welchem der Stickstoffbedarf mit zwei Stickstoffnährsalzen gedeckt wird, von denen nur das eine, wie z. B. Ammoniumsulfat oder Ammoniumchlorid, bei der Verarbeitung durch die Hefe nicht assimilierbare Säure hinterläßt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stickstoffnährlösungen in getrennten Behältern auf die gleiche N H3 Konzentration eingestellt werden und von einem Mischgefäß aus mit Hilfe geregelter Zuflüsse, z. B. durch Schwimmer od. dgl., und vermittels eines Regulierventils nur an einem Zufluß, vornehmlich demjenigen der Nährlösung, die durch die Hefe nicht assimilierbare Säure hinterläßt, derart gesteuert werden, daß die Zuführung zur Verhefungsbütte in wechselnden Mengen, jedoch in konstanter Gesamtmenge, erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Regulierventil (i2) durch einen an sich bekannten, auf elektrischem Wege selbsttätig arbeitenden p$-Regler (i6) gesteuert wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der p$-Regler in einer absperrbaren Nebenleitung der Hefebütte, insbesondere in der Abflußleitung zur Entlüftungsschleuder bzw. in der Ableitung dieser Schleuder oder zwischen diesen beiden Leitungen eingeschaltet ist. Angezogene Druckschriften U l l m a n n , Enzyklopädie der technischen Chemie, II. Aufl., Bd. VIII, S. 525 bis 531; deutsche Patentschriften Nr. 643 117, 750 578; USA.-Patentschriften Nr. 1684 645, i 759 996; Transactions of Electrochemical Society, Bd. 71 (1937) S. 73 und 85.
DEP3302D 1947-10-14 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zur Regelung des PH-Wertes bei der Hefeerzeugung Expired DE911963C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1063561B (de) * 1957-10-03 1959-08-20 Frings Fa Heinrich Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von aeroben Gaergeraeten

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1684645A (en) * 1922-01-03 1928-09-18 Leeds & Northrup Co Ion concentration control
US1759996A (en) * 1926-09-09 1930-05-27 Leeds & Northrup Co System for alternately recording and controlling
DE643117C (de) * 1933-12-16 1937-04-02 Svenska Jaestfabriks Aktiebola Verfahren und Vorrichtung zur Einfuehrung von Wuerze in den Gaerbottich
DE750578C (de) * 1941-08-20 1945-01-23 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Zuechtung von Hefe und hefeaehnlichen Pilzen in Ablaugen des Aufschlusses cellulosehaltiger Stoffe und deren Schlempen

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