DE911133C - Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen, zweikernigen Alkylarylsulfonaten und deren ganz oder teilweise hydrierten Abkoemmlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen, zweikernigen Alkylarylsulfonaten und deren ganz oder teilweise hydrierten Abkoemmlingen

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DE911133C
DE911133C DER2505D DER0002505D DE911133C DE 911133 C DE911133 C DE 911133C DE R2505 D DER2505 D DE R2505D DE R0002505 D DER0002505 D DE R0002505D DE 911133 C DE911133 C DE 911133C
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DE
Germany
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alkylarylsulfonates
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binuclear
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Dr-Ing Kurt May
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Rudolf & Co Chem Fabrik G M B
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/33Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton of six-membered aromatic rings being part of condensed ring systems
    • C07C309/34Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton of six-membered aromatic rings being part of condensed ring systems formed by two rings
    • C07C309/35Naphthalene sulfonic acids
    • C07C309/36Naphthalene sulfonic acids substituted by alkyl groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen, zweikernigen Alkylarylsulfonaten und deren ganz oder teilweise hydrierten Abkömmlingen Nach dem Verfahren des Patents 729 189 werden hellfarbige, Alkylgruppen enthaltende aromatische Sulfonierungserzeugnisse erhalten, wenn dunkel anfallende Salze alkylierter Naphthalin-, Tetrahydronaphthalinsulfonsäuren, deren Gemische oder Kondensationserzeugnisse bei erhöhter Temperatur mit Oxydationsmitteln behandelt werden. Es wird hierbei so verfahren, daß die erwähnten Verbindungen in wäßriger Lösung zuerst bei q.o bis 5o° allmählich unter Rühren mit den Sauerstoffträgern versetzt, mehrere Stunden bei dieser Temperatur weiterbehandelt, dann zum Kochen erhitzt und schließlich einige Stunden bei loo° belassen werden, bis sämtlicher Sauerstoff verbraucht ist. Nach dem Abkühlen erfolgt Aussalzen in bekannter Weise. Es wurde gefunden, daß auch wertvolle hellfarbige Sulfonate gewonnen werden, wenn niedrigmolekular alkylierte Dekahydronaphthalinsulfonsäuren neutralisiert und bei niedriger, vornehmlich Raumtemperatur einer oxydierenden Behandlung in wäßriger Lösung unterworfen werden.
  • Es fallen ebenfalls hellfarbige Sulfonate an, wenn alkylierte naphthalin- oder tetrahydronaphthalinsulfonsaure Salze, deren Gemische oder nach Patent 722 638 hergestellte kondensierte Sulfonate diesen Bedingungen unterworfen werden, wobei eine Oxydation bei erhöhter Temperatur ausgeschlossen sein soll.
  • Die nach diesem Verfahren gewonnenen Mittel sind den nach Patent 729 189 hergestellten nicht nur gleichwertig, sondern übertreffen diese in mancher Beziehung. Unter anderem ist eine Steigerung der Kalkbeständigkeit und oft eine weitere Aufhellung des Farbtons feststellbar.
  • Das Verfahren ist anwendbar auf alle in wäßrige Lösung überführbare Salze niedrigmolekular alkylierter Naphthalin-, Tetrahydro-, Dekahydronaphthalinsulfonsäuren und bzw. oder deren Gemische bzw. Kondensationserzeugnisse.
  • Es ist notwendig, jeweils V orversuche über Art, Menge der zu verwendenden Oxydationsmittel und sonstige Umsetzungsbedingungen entscheiden zu lassen.
  • Sind diese Bedingungen ermittelt, wird das in Lösung vorliegende Alkylarylsulfonat in deren Sinn bei Raumtemperatur so lange oxydierend behandelt, bis eine entnommene Probe das Ende der Reaktion anzeigt. Die Lösung wird vorteilhaftenveise von etwa noch vorhandenem Oxydationsmittelüberschuß befreit, neutral eingestellt und das Enderzeugnis durch Ausfällung in einer oder mehreren Stufen mit einer zur Sättigung ausreichenden oder unzureichenden Menge eines oder mehrerer Salze, z. B. Natriumchlorid, Kaliumsulfat usw., durch Eindampfen oder Abdestillieren gegebenenfalls vorhandener Zusätze gewonnen. Eine anderweitige Aufarbeitung bzw. sofortige Verwendung der anfallenden Lösungen ist natürlich ebenfalls möglich.
  • Als Oxydationsmittel haben sich Stoffe, wie Natriumhypochlorit, Wasserstoffperoxyd und Natriumpercarbonat, bestens bewährt. Doch werden auch Perborate, Perhydrate, Chloramide und andere ähnlich wirkende anorganische oder organische Verbindungen mit gutem Erfolg herangezogen, wenn diese keine den weiteren Gebrauch der gewonnenen Mittel störenden Neben- bzw. Zersetzungserzeugnisse bilden und im neutralen bis alkalischen Bereich wirksam sind.
  • Die unverdünnten oder in Lösung befindlichen Sauerstoffträger können einzeln oder in Mischung während eines oder mehrerer Arbeitsgänge bei einmaligem oder allmählichem Zusatz verwendet werden. Die Wirkung derselben erfährt durch die Gegenwart gewisser anorganischer und organischer Verbindungen, deren Mitoxvdation im Verlauf des Arbeitsganges tunlichst vermieden werden soll, keine Beeinträchtigung. Es können z. B. anwesend sein anorganische und organische Salze, Basen, Kohlenwasserstoffe verschiedensten Aufbaues und viele ihrer Derivate, wie Chlorsubstitutionsprodukte, Alkohole, Aldehyde, Ketone, ferner Stabilisatoren, Katalysatoren oder sonstige die Umsetzung bzw. die hierbei anfallenden Erzeugnisse günstig beeinflussende Mittel.
  • Die in Frage kommenden zweikernigen Alkylarylsulfonsäuren und deren Derivate können ein- oder mehrfach mit drei bis fünf Kohlenstoffatome aufweisenden aliphatischen, gegebenenfalls verschiedenen Resten substituiert sein.
  • Die Darstellung kann beliebig erfolgt, die Neutralisation derselben mit den verschiedensten anorganischen, organischen Basen und bzw. oder Salzen vorgenommen worden sein.
  • Die für die Umsetzung bestimmten Stoffe werden bei Bedarf einer physikalischen oder chemischen Vorbehandlung unterworfen. Es ist z. B. Umfällung, Vermischung mit anderen Stoffen, Entsalzung oder eine in bekannter Weise vorgenommene Oxydation in pastenförmigem Zustand durchführbar. Die Lösungen selbst können vor oder nach der Oxydation mit Adsorptions-oder anderen Mitteln versetzt, behandelt, filtriert und die gewonnenen Erzeugnisse schließlich ähnlichen Veredlungsgängen unterworfen werden wie die Rohsulfonate.
  • Die unter den beschriebenen Bedingungen hergestellten Mittel stellen konzentrierte, esterartig riechende, gelbgetönte, hellfarbige Pasten dar, deren Aussehen, Geruch, oberflächenaktive Wirkung und Kalkbeständigkeit gegenüber den Ausgangsstoffen zum Teil wesentlich verbessert sind und die ganz allgemein hohe Beständigkeit gegenüber chemischen Einflüssen, ausgezeichnete Dispergier-, Egalisier-, Netz-, Reinigungs-, Schaum-, Walk- und schutzkolloide Wirkung aufweisen.
  • Die aus den beschriebenen Alkylarylsulfonaten gewonnenen Veredlungserzeugnisse sind für sich allein oder in Verbindung mit anderen Chemikalien in der Textil-, Leder-, Rauchwaren-, Papier-, pharmazeutischen, kosmetischen Industrie und anderen Gewerbezweigen mit bestem Erfolg anwendbar.
  • Die technische Bedeutung des vorgeschlagenen Verfahrens ist u. a. in der wesentlich vereinfachten Möglichkeit zu erblicken, durch Oxydation gelöster Alkylarylsulfonate ohne Erwärmung unter beachtlicher Zeit-und Chemikalienersparnis vorstehend beschriebene Erzeugnisse zu gewinnen.
  • Die bekannte gleichzeitige Behandlung von gelösten Alkylarylsulfonaten mit Oxydations- und organischen Lösungsmitteln bei erhöhten Temperaturen innerhalb längerer Zeiträume führt, besonders in Gegenwart niedrigsiedender Verbindungen, zu sehr hohen Verdampfungsverlusten und damit zu Störungen des Verfahrens. Es ist daher notwendig, die auftretenden Verluste durch Nachsätze auszugleichen, mit erheblichen Lösungsmittelüberschüssen zu arbeiten oder die Umsetzungsdauer unverhältnismäßig kurz zu halten. Im Gegensatz hierzu führen die bei niedrigeren Temperaturen vorgenommenen Arbeitsgänge unter wesentlicher Lösungsmittelersparnis zu glatter Schichtentrennung, gutem Oxydationserfolg und erlauben die Einhaltung jeder wünschenswerten Einwirkungsdauer.
  • Während nach Patent 729 189 im allgemeinen eine Umsetzungszeit von annähernd 5 bis g Stunden vorgesehen ist, kann diese nach der vorgeschlagenen Arbeitsweise auf 3 bis 5 Stunden, also beachtlich verkürzt werden. Unenvartetenveise wird trotz Temperaturerniedrigung und Zeitverminderung neben den bereits erwähnten Eigenschaftsverbesserungen sehr hohe Beständigkeit erzielt. Die Durchführbarkeit des beschriebenen Verfahrens ohne Wärmezufuhr ermöglicht Anwendung einfachster technischer Apparaturen und geringen Energieaufwand. Obwohl die nach den Vorschlägen des Patents 762 426 und der Patente go2 255 und 905 369 gewonnenen Erzeugnisse sich durch einfache und wirtschaftliche Darstellungsweise auszeichnen, läßt deren Ausfall zu wünschen übrig. Während sich die Ausbeute stets um das Gewicht der in der Paste verbleibenden Zersetzungserzeugnisse und etwa eingeschleppter Wassermengen erhöht, wird die Reinheit der Mittel durch eben diese Rückstände und den Eigengehalt der Rohsulfonate an Nebenprodukten nicht unerheblich verfälscht. Trotz hinreichender Steigerung der Oberflächenwirksamkeit zeigen diese Verbindungen nur eine mittlere Verbesserung der Kalkbeständigkeit.
  • Die nach dem vorgeschlagenen Verfahren in Lösung hergestellten hellfarbigen Alkylarylsulfonate weisen bei ebenfalls befriedigender Steigerung der Netzwirkung eine wesentliche Erhöhung der Unempfindlichkeit gegen Erdalkali-, Magnesium- und Schwermetallionen, höhere End- als Anfangskonzentration und damit weitestgehende Befreiung von Salz und anderen Beimengungen auf. Schließlich fallen die Erzeugnisse in zusammengeballter Form an, so daß ihre Abtrennung und Behandlung leicht möglich ist. Auch diese Eigenschaftsverbesserungen sind sehr bedeutsam, da bekanntlich bereits ein verhältnismäßig niedriger Gehalt chemisch indifferenter Nebenerzeugnisse die Verwendbarkeit von Emulgier-, Netz- und Reinigungsmitteln für manche Zwecke stark beeinträchtigen kann.
  • Auf Grund obiger Feststellungen ist einer Darstellung hellfarbiger, alkylierter Arylsulfonate, z. B. für Textil- und Lederhilfsmittel, durch Veredlung von Rohsulfonaten der angegebenen Zusammensetzung mit Oxydationsmitteln in Lösung nach dem beschriebenen Verfahren gegenüber einer oxydierenden Behandlung von pastenförmigen Salzen entschieden der Vorzug zu geben. Die Arbeitsweise ist besonders in solchen Fällen am Platz, in denen es auf eine bemerkenswerte Steigerung der Kalkbeständigkeit von Mitteln ankommt, die für eine weitere Verarbeitung mit Hilfsstoffen in Frage kommen, die gegenüber Sulfonaten und deren Verunreinigungen verschiedene Aufnahmefähigkeit zeigen.
  • Auf Grund der bei Durchsicht des Patent- und anderweitigen Schrifttums feststellbaren inneren Widersprüche bezüglich der Angaben über das Verhalten alkylierter Arylsulfonsäuren bzw. deren Salze gegen Oxydationsmittel und des in dem Patent 762 426 und den Patenten 9o2 255 und 9o5 369 dargelegten Standes der Technik war es nicht zu erwarten, daß das in Vorschlag gebrachte Verfahren zu den beschriebenen hochwertigen Veredlungserzeugnissen führen würde.
  • Ausführungsbeispiele Nachstehend ist die Darstellung und Weiterbehandlung der Alkylarylsulfonsäuren beschrieben und eine Gegenüberstellung der charakteristischen Merkmale ihrer Salze gegeben.
  • Zeichenerklärung a = Salz der alkylierten zweikernigen Arylsulfonsäare, b = a oxydierend behandelt, g = Gewichtsteile, A = Aussehen der Erzeugnisse, TZ == Tropfenzahl: Bestimmung mittels eines Traubschen Stalagmometers mit Lösungen von io bis 2,5, 5 bis o,625 g im Liter, KB ioo = Zunahme der Kalkbeständigkeit bei ioo° D. H. von b gegenüber a, bezogen auf ioo (vgl. Herbig, Öle und Fette in der Textilindustrie, 424, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, i929), die Einwaagen für alle Messungen wurden auf Erzeugnisse mit gleichem Ansatz Sulfonatbildner umgerechnet, b- = bräunlich, -b = -braun, g- = gelblich-, -g = -gelb, gu- = gräulich, -gu = -grau, h- = hell-, d- = dunkel-, z. B. bgu = bräunlichgrau. Beispiel i Es werden 55g Dekahydonaphthalin und 309 n-Butylalkohol durch Zutropfen von 93 g Chlorsulfonsäure sulfonierend kondensiert. 5o g des mit Natronlauge neutralisierten hellbraunen Salzes werden mit 12 g Natriumchlorid in 130 g Wasser gelöst und innerhalb von 3 Stunden bei einer Anfangstemperatur von 34', beginnend unter allmählichem Zusatz von 40 % Natriumpercarbonat, oxydiert. Nach beendeter Behandlung wird durch Sättigung mit Natriumchlorid ausgesalzen. Das Ausgangserzeugnis wird in ein hellgelbes, in Wasser klarlösliches Mittel übergeführt und zeigt wie alle übrigen beschriebenen oxydierend behandelten Sulfonate eine höhere Säurebeständigkeit als 2o g Schwefelsäure im Liter (vgl. Herbig, Öle und Fette in der Textilindustrie). Beispiel 2 Durch Sulfonierung und Alkylierung von 256 g Naphthalin mit 4o6 g eines Schwefelsäureisopropylesters wird in bekannter Weise die entsprechende Isopropylnaphthalinsulfonsäure hergestellt. ioo g des gräulichbraunen Natriumsalzes dieser Verbindung werden nach Beispiel i gelöst, auf - 5° abgekühlt und unter langsamem Rühren in einmaligem Zusatz mit der gleichen Menge einer Natriumhypochloritlösung versetzt. Nach 3stündigem Stehen bei der angegebenen Temperatur ist die Umsetzung beendet, worauf nach Zerstörung überschüssigen Natriumhypochlorits mit etwas Säure durch Sättigung mit Natriumchlorid ausgesalzen wird. Nach Herstellung einer wäßrigen Lösung im Verhältnis i : 2,6 bei ioo° und eintägigem Stehenlassen wird nochmals aufgekocht, heiß filtriert, durch Sättigung mit Natriumchlorid ausgefällt und mit gesättigter Lösung des gleichen Salzes ausgewaschen. Die Ausbeute beträgt ioo °/a des Ansatzes. Die Oxydation liefert ein hellgelbes, in frischem Zustand fast körniges Sulfonat, dessen Kalkbeständigkeit um 8 °/o erhöht ist und das sich ausgezeichnet abscheiden und nachbehandeln läßt. Wird das Mittel nicht durch Fällung, sondern Eindampfen gewonnen, ist die Steigerung der Kalkbeständigkeit noch beträchtlicher. Beispiel 3 Ähnlich Beispiel 2 wird ein Alkylarylsulfonat nur mit dem Unterschied hergestellt, daß die Alkyl ierung mit 4o8 g eines Schwefelsäure-n-butylesters und die Neutralisation mit Kaliumhydroxydlösung erfolgt. Das braune, stechend riechende Erzeugnis wird zunächst in bekannter Weise in Pastenform bei etwa 25° mit Kaliumpersulfat behandelt, hiervon ein Ansatz von 5o g in ioo g Wasser gelöst, mit i cm' einer Lösung von 4,5 g Kobaltnitrat im Liter versetzt und nach Neutralstellung der Lösung bei 2o° innerhalb von 21/Z Stunden allmählich mit 75g Wasserstoffperoxyd vermischt. Das nach Sättigung mit Natriumchlorid anfallende Sulfonat wird nach Beispiel ,-2 weiterbehandelt, dann mit einer zur Sättigung unvollständigen Menge Kaliumchlorid vermischt. Das ausgefallene gelbe Sulfonat zeigt bei schwach esterartigem Geruch eine Erhöhung der Kalkbeständigkeit von i9 auf 74° D. H. Die noch in Lösung befindlichen Anteile können durch weiteren Zusatz eines anorganischen Salzes gewonnen werden, so daß die Gesamtausbeute sich auf 2o g beläuft.
  • Beispiel 4 Ein Gemisch aus 149 g Tetrahydronaphthalin und 16 g Naphthalin wird in bekannter Weise mit Schwefelsäure und dann mit 470 g eines Schwefelsäure-n-butylesters behandelt. Die Überführung des entstandenen, n-Butylgruppen enthaltenden Sulfonsäuregemisches in das unangenehm riechende Natriumsalz erfolgt mittels technischer Natronlauge. 250 g einer 2o°/oigen filtrierten, wäßrigen Lösung des dunkelbraunen Neutralisationserzeugnisses werden unter guter Durchmischung auf einmal mit 50 g Kaliumhypochloritlösung und 5 g Natriumperborat versetzt und 5 Stunden bei 15° weiterbehandelt. Nach dem in üblicher Weise vorgenommenen Aussalzen, Wiederauflösen und erneutem Zusatz einer zur Sättigung unzureichenden Menge Kaliumchlorid fällt ein sehr wirksames hellbräunlichgelbes Salz an, das sich leicht zusammenballt und gut abgeschieden werden kann.
  • Beispiel 5 64 g Naphthalin werden mit 37 g technischem Amylalkohol vermischt, hierzu bei 7o bis 9o° unter gutem Umrühren Zoo g einer ungereinigten Chlorsulfonsäure gegeben und nach üblicher Aufarbeitung 310 g eines gelblichgrauen Natriumsulfonats gewonnen. 50 g dieses Salzes werden unter Zusatz von 12 g Kaliumchlorid in 130 g heißem Wasser gelöst, auf 2o° abgekühlt und schnell mit 13 g einer Kaliumhypochloritlösung versetzt. Nach 21/2 Stunden langsamen Nachrührens ist das Oxydationsmittel aufgebraucht, worauf die Behandlung abgebrochen, die Lösung mit Kaliumchlorid ausgesalzen, das abgeschiedene Sulfonat durch erneute Umfällung und Sättigung mit Kaliumchlorid im Sinne des Arbeitsganges nach Beispiel 2 gereinigt wird. Die Behandlung führt zu einem hellgelben, fast geruchlosen Erzeugnis unter Erhaltung der nahezu unbegrenzten Kalkbeständigkeit des Ausgangsproduktes.
  • Beispiel 6 In bekannter Weise werden 55 g Tetrahydronaphthalin und 30 g Isopropylalkohol durch sulfonierende Kondensation mit 93 g Chlorsulfonsäure in die entsprechende isopropylsubstituierte Sulfonsäure verwandelt, und dann wird mit Pyridin neutralisiert. Ein Teil des dunkelbraunen Neutralisationserzeugnisses wird in 2 Teilen Wasser gelöst, diese Lösung mit 7 °/o Wasserstoffperoxyd versetzt und so lange bei 17° gerührt, bis der gesamte Sauerstoff verbraucht ist. Es fällt ein dunkelgelbes Mittel von hoher Kalkbeständigkeit an. Beispiel 7 225 g des dunkelbraunen Natriumsalzes einer in bekannter Weise aus 24o g Naphthalin und 240 g ISO-propylalkohol hergestellten Isopropylnaphthalinsulfonsäure werden mit 12o g Glaubersalz unter Erwärmung und guter Durchmischung in 113g Wasser gelöst und mit 25 g Isobutylalkohol versetzt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur erfolgt Zusatz von 72 g Natriumhypochloritlösung, worauf sich einstündiges Nachrühren anschließt. Nach Abstellung des Rührwerkes spaltet die Umsetzungslösung sich in zwei Schichten, von denen die untere abgezogen und die obere mit Wasser auf eine Einstellung von 500 g gebracht wird. Die dunkelbraune Ausgangssulfonatlösung wird durch die beschriebene Arbeitsweise in eine gelbe Flüssigkeitvon sehrguterOberflächenwirkungundeiner um 127 °/o erhöhten Kalkbeständigkeit übergeführt. Die Lösung kann für sich allein oder in Verbindung mit weiteren Hilfsmitteln der Verwendung, z. B. als Reinigungsmittel, zugeführt werden. Beispiel 8 Nach Patent 722 638 werden durch sulfonierende Kondensation von 144 g Naphthalin, 96 g Dekahydronaphthalin und 47o g eines Gemisches aus Schwefelsäure-n-butyl- und -isopropylestern und nachfolgende Neutralisation mit Ammoniaklösung 727 g eines dunkelbraunen Alkylarylsulfonats erhalten. Die Lösung dieses Ansatzes in Wasser im Verhältnis 1:2,8 wird mit der gleichen Menge Natriumhypochloritlösung in einem Zusatz vermischt und 4 Stunden bei 15° weiterbehandelt. Das hellbräunlichgelbe, gut knetbare Sulfonat wird durch Ausfällung mit Ammoniumchlorid gewonnen und durch Umfällung mit dem gleichen Salz gereinigt. Die Ausbeute beträgt 582 g eines hochkonzentrierten, sehr reinen Mittels.
  • Die Zusammenstellung der Beispiele 1 bis 8 veranschaulicht deutlich, daß sehr wertvolle Erzeugnisse unter wesentlicher Zeit- und Energieersparnis gewonnen werden können. Es fällt auf, daß in allen Fällen sowohl eine Erhöhung der Oberflächenwirkung, eine augenfällige Verfeinerung des Aussehens und damit der Reinheit als auch der Anfall von Mitteln gewährleistet ist, deren Konzentration mindestens gleich oder zum Teil wesentlich höher als die der Ausgangssalze ist. Nach keiner der bisher üblichen Arbeitsmethoden aber ist neben den beschriebenen Eigenschaftsverbesserungen eine so beträchtliche Steigerung der Kalkbeständigkeit möglich, wie diese durch oxydierende Behandlung im Sinne des vorgeschlagenen Verfahrens erreicht werden konnte.
    Eigenschaften der nach Beispiel 1, 2, 3, 4
    erzielten Erzeugnisse
    Beispiel
    1a 1b 2a 2b 3a 3b 4a 4b
    TZ 1o,o g/1.... 7o 71 89 1o2 -98 98 go gi
    TZ 2,5 9/l..... 56 58 64 77 67 72 62 6o
    TZ o 625 g/1... 48 49 50 54 50 51 50 52
    KB Zoo ....... 47 8 289 20
    A ............ hb hg gub hg b g db hbg
    Eigenschaften der nach Beispiel 5, 6, 7, 8
    erzielten Erzeugnisse
    Beispiel
    5a 5b 6a 6b 7a 7b 8a 8b
    TZ 1o,o g/1.... 81 88 78 79 72 79 97 105
    TZ 2,5 g/1.... 68 68 62 65 57 61 72 76
    TZ o,625 9/1.. 53 48 49 48 49 50 54 58
    KB Zoo ....... o r100 127 14
    A ............ ggu hg db dg db g db hbg

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen, zweikernigen Alkylarylsulfonaten und deren ganz oder teilweise hydrierten Abkömmlingen, dadurch gekennzeichnet, daß niedrigmolekular alkylsubstituierte Naphthalin-, Tetrahydronaphthalin-, Dekahydronaphthalinsulfonsäuren und bzw. oder deren Gemische bzw. nach Patent 722 638 hergestellte Kondensationserzeugnisse neutralisiert und bei niedriger, vornehmlich Raumtemperatur einer oxydierenden Behandlung in wäßriger Lösung unterworfen und darauf in an sich üblicher Weise aufgearbeitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die gelösten und der oxydierenden Behandlung unterworfenen Alkylarylsulfonate, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung weiterer Arbeitsgänge, durch Eindampfen, Abdestillieren des Lösungsmittels oder auf andere zweckmäßige Weise in den festen Zustand übergeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung von der oxydierenden Behandlung unterworfenem Alkylarylsulfonat und Lösungsmittel durch Ausfällen bzw. Aussalzen mit einer zur Sättigung des letzteren ausreichenden oder unzureichenden Menge einer oder mehrerer chemischer Verbindungen in einer oder mehreren Stufen erfolgt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydationsmittel in festem oder gelöstem Zustand einzeln oder in Mischung während eines oder mehrerer Arbeitsgänge unter einmaligem oder allmählichem Zusatz verwendet werden. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in Gegenwart anderer die Oxydation bzw. die hierbei anfallenden Erzeugnisse günstig beeinflussender Mittel erfolgt. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet daß als Ausgangsmaterial bereits vorbehandelte, z. B. in Pistenform oxydierte Sulfonate verwendet werden.
DER2505D 1943-12-04 1943-12-04 Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen, zweikernigen Alkylarylsulfonaten und deren ganz oder teilweise hydrierten Abkoemmlingen Expired DE911133C (de)

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