DE9102361U1 - Overheadprojektor und Vorrichtung zum Bewegen eines optischen Systems aus einer Lagerungsposition in eine Betriebsposition - Google Patents
Overheadprojektor und Vorrichtung zum Bewegen eines optischen Systems aus einer Lagerungsposition in eine BetriebspositionInfo
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Description
Overheadprojektor und Vorrichtung zum Bewegen eines
optischem Systems aus einer Lagerungsposition in eine
Die vorliegende Erfindung betrifft Bildprojektionssysteme und insbesondere einen tragbaren Overheadprojektor
bzw. eine Vorrichtung zum Bewegen des optischen Systems eines solchen Overheadprojektors, der
bzw. die in einem einzigen Arbeitsschritt flach zusammenlegbar ist.
Overheadprojektoren werden häufig für Unterrichts- und Ausbildungszwecke in Schulen und Unternehmen verwendet,
insbesondere, um während Vorträgen visuelle Hilfen vermitteln zu können. Solche Projektoren weisen im allgemeinen
einen Basiskörper, eine Lichtquelle (mit der zugehörigen Steuerelektronik) und einen über dem Basiskörper
angeordneten Projektorkopf auf, der ein optisches Linsen- und Spiegelsystem enthält. In der
einfachsten Ausführungsform enthält der Basiskörper (nachfolgend der Einfachheit halber nur Basis genannt)
ein transparentes Fenster oder einen transparenten
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Objektbereich, wobei die Lichtquelle, meist eine Glühlampe, unterhalb des Objektbereiches angeordnet ist.
Auf diese Weise dringt Licht von der Lampe durch eine auf den Objektbereich aufgelegte, ein visuelles Bild
enthaltende Transparentfolie, wird von der in dem Projektorkopf enthaltenen Linse fokussiert und schließlich
auf einer Leinwand oder Wand abgebildet. Diese Art Projektor wird als Durchlichtprojektor bezeichnet.
Zwar werden einige Projektoren nur stationär verwendet, doch ist es häufig erforderlich, den Projektor von
einer Stelle zu einer anderen zu tragen. Es ist daher wünschenswert, einen tragbaren Projektor zu schaffen,
der relativ kompakt und auf bequeme Weise zu transportieren ist. Eine Möglichkeit, einen Projektor kompakter
zu machen, besteht darin, einen Basiskörper für Reflexionslichtbeleuchtung, statt einen Basiskörper für
Durchlichtbeleuchtung vorzusehen. Bei einem solchen Aufbau ist die Basis sehr dünn, wobei der Objektbereich
der Basis eine reflektierende Fläche, zum Beispiel einen Fresnel-Spiegel aufweist. Die Lichtquelle ist in
dem Projektorkopf angeordnet, wobei eine Linse das Licht bündelt und zum Objektbereich leitet. Wird eine
Transparentfolie auf dem Objektbereich plaziert, geht das von dem Projektorkopf kommende Licht durch die
Transparentfolie hindurch, wird reflektiert und durch den Fresnel-Spiegel konzentriert. Das Licht läuft sodann
nach oben ein zweites Mal durch die Transparentfolie und wird schließlich durch die in dem Projektorkopf
enthaltenen Linse und Spiegel fokussiert und abgebildet. Dieser Projektortyp wird als Reflexionsprojektor
bezeichnet.
Diese Reflexionsprojektoren weisen eine relativ flache
Basis auf, sind jedoch aufgrund des über die Basis hin-
ausragenden von einem Stütz- oder Haltearm gehaltenen Projektorkopfes nur umständlich zu transportieren. Aus
diesem Grunde wurden Projektorköpfe entwickelt, die zur Basis hin klapp- oder faltbar sind, so daß die Höhe des
Projektors zu Transport- oder Lagerzwecken weiter reduziert ist. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, besteht
darin, den Haltearm des Projektorkopfes schwenkbar an der Basis anzubringen. Der Kopf kann dann zum
Tragen des Gerätes über oder in die Nähe der Basis geschwenkt werden. Der in US-PS 4 449 800 offenbarte
Haltearm zum Beispiel ist an der Kante der Basis angelenkt und der Projektorkopf ist von dem Haltearm lösbar.
Es wurden einige Varianten dieser Konstruktion entwickelt, von denen eine zum Beispiel in US-PS 4 824 239
offenbart ist. Bei dieser Vorrichtung sind zwei Haltearme an einer Achse befestigt, die drehbar an der Basis
montiert ist. Der Projektorkopf ist an dem Haltearm ebenfalls drehbar angebracht. Beim Zusammenklappen des
Projektors wird zunächst der Kopf zwischen die Haltearme abgeschwenkt. Anschließend wird die Achse gedreht,
so daß der Kopf mit der Basis fluchtend angeordnet ist. Die Vorrichtung weist Mechanismen zum Verriegeln der
Arme und des Kopfes in einer Stellung auf, wenn der Projektor zum Gebrauch aufgestellt ist. Eine ähnliche
Konstruktion ist in US-PS 4 588 271 offenbart. Wie in US-PS 3 653 754 und 4 696 557 offenbart, kann der
Haltearm zwei oder mehr Drehgelenke aufweisen.
Eine weitere Art die Form des zusammengeklappten Projektors zu verbessern, betrifft die Konstruktion des
Projektorkopfes selbst. Die Höhe eines üblichen Projektorkopfes ist durch den darin verwendeten Spiegel
bestimmt, welcher zum Umlenken des visuellen Bildes auf eine vertikale Fläche, das heißt eine Leinwand, dient.
Der Spiegel muß in einem Winkel von etwa 45° ausgerichtet sein, um diese Wirkung zu erzielen. Der Spiegel
sollte jedoch schwenkbar an dem Kopf selbst angebracht sein und bei Nichtbenutzung des Gerätes nach unten geklappt
werden können. Diese Konstruktion findet sich in Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, so zum Beispiel
in US-PS 4 824 239, und trägt wesentlich zur Verringerung der Höhe des Kopfes bei.
Ein Nachteil beim Gebrauch der vorstehend genannten Projektoren betrifft die zahlreichen Schritte, die zum
Aufstellen oder Zusammenlegen des Projektors erforderlich sind. Da der Aufbau oftmals in Anwesenheit der
Zuhörerschaft geschieht, ist es höchst wünschenswert, daß dieser Vorgang so einfach wie möglich ist, um den
Eindruck von dem Bediener als kompetente und professionelle Person zu verstärken. Ein unfachmännisches
Handhaben des Projektors durch den Bediener lenkt unzweifelhaft von dem Vortrag ab. Ist der Bediener jedoch
in der Lage, den Projektor schnell und fachmännisch aufzubauen, wirkt sich dies positiv auf den Gesamteindruck
des Vortrags aus. Die einfache Handhabung ist insbesondere dann wichtig, wenn der Bediener nicht mit
dem Gerät vertraut ist.
Ein von der deutschen Firma Liesegang hergestellter Overheadprojektor stellt ein Verbesserung des Standes
der Technik in dieser Hinsicht dar. Die Vorrichtung weist einen Haltearm auf, der aus einem oberen und
einem unteren Abschnitt besteht, die durch ein Kniegelenk mit einem Zugring verbunden sind. Der untere
Abschnitt ist mit der Basis verbunden, während der
obere Abschnitt mit dem Projektorkopf verbunden ist. Wird an dem am Kniegelenk vorgesehenen Ring gezogen,
klappen der obere und der untere Abschnitt über dem Objektbereich zusammen, so daß der Kopf mit der Basis
fluchtet. Ein Zahnradsystem in den Abschnitten hält den Projektorkopf während der gesamten Bewegung in einer
horizontalen Ausrichtung. Nachdem der Spiegel heruntergeklappt ist, kann die Vorrichtung zum Transport in
einem schützenden Koffer untergebracht werden. Diese Konstruktion vereinfacht den Aufbau und die Klappbarkeit.
Der Liesegang-Overheadprojektor erfordert zur Aufstellung
der Vorrichtung immer noch zwei Arbeitsschritte, da der Spiegel manuell eingestellt werden muß. Ein mit
der Projektorkopfoptik dieser Vorrichtung nicht vertrauter
Bediener wird unter Umständen gar nicht gewahr, daß der Spiegel angehoben werden muß, wenn die Vorrichtung
aufgestellt wird. Nach dem Stand der Technik gibt es keine tragbaren Projektoren, die ein automatisches
Einstellen eines bewegbaren Projektorkopfspiegeis vorsehen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen tragbaren Overheadprojektor zu schaffen, der in einem einzigen
Arbeitsschritt vollständig aufgebaut bzw. zusammengeklappt werden kann.
Die Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil der Ansprüche 1 und 6 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
Der tragbare Overheadprojektor nach der vorliegenden Erfindung weist einen klappbaren Arm auf. Der Arm ist
schwenkbar an der Basis angebracht und ist Teil eines Vierhebel-Gelenkmechanismus, der das Gehäuse des Projektorkopfes
einschließt. Um die Einheit zusammenzuklappen, wird der Arm an einem Griff am Arm niedergedrückt;
der Arm klappt sodann zur Basis hinunter und der Vierhebelgelenkmechanismus, der den Arm einschließt,
dreht gleichzeitig den Projektorkopf um 180°. Der Projektorkopf und der Arm werden dann miteinander
fluchtend auf der Basis abgelegt, wodurch die Gesamthöhe der Einheit zu Transport- und Lagerzwecken verringert
ist. Während dieses Vorgangs schließt ein im Projektorkopf vorgesehenes (Seil- oder Riemen-)Scheibensystem
automatisch den schwenkbar am Projektorkopf angebrachten Spiegel. Wenn der Projektor aufgestellt
werden soll, wird der Klapparm am gleichen Griff einfach hochgezogen; der Arm wird in eine aufrechte Position
aufgerichtet, der Projektorkopf dreht in seine Betriebsposition und der Spiegel am Kopf schwenkt aufwärts
.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen im Einzelnen beschrieben.
Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäß konstruierten tragbaren Overheadprojektors.
Figuren 2A bis 2C sind Seitenansichten des erfindungsgemäßen
Overheadprojektors und stellen die Bewegungsabläufe des Klapparms, des Projektorkopfes und des
Spiegels dar.
Figur 3A ist eine Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel des Mechanismus zum Einstellen des Spiegels
des Projektorkopfes, wobei das Kopfgehäuse in gestrichelten Linien dargestellt ist.
Figur 3B ist ein Schnitt durch den Mechanismus entlang der Linie 3B-3B in Figur 3A.
In Figur 1 ist der erfindungsgemäße tragbare Overheadprojektor
10 dargestellt. Der Projektor 10 besteht im allgemeinen aus einer Basis 12, einem als Klapparm ausgebildeten
Haltearm 14 und einem Projektorkopf 16. Wie zuvor bereits ausgeführt, ist der Projektor 10 ein Reflexionsprojektor,
das heißt, die Basis 12 ist relativ dünn (zum Beispiel l,27cm/0,5 Inch) und weist einen
Objektbereich 18 auf. Der Objektbereich 18 weist eine reflektierende Fläche 20 auf, die zum Sammeln und Richten
des Lichtes nach oben zum Projektorkopf 16 dient. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die reflektierende
Fläche 20 ein Fresnel-Spiegel. Der Klapparm ist gleichermaßen auch bei Durchlichtprojektoren verwendbar;
er wird hier jedoch lediglich anhand eines kompakteren Reflexionsprojektors dargestellt.
Bei Reflexionsprojektoren ist die Lichtguelle 22 üblicherweise
im Projektorkopf 16 enthalten. Die Lichtquelle 22 ist eine Glühlampe. Die Basis 12 kann ein
Gehäuse 24 zur Aufnahme der zur Regulierung der Lichtquelle 22 erforderlichen Elektronik aufweisen. Ein
Stecker 25 zum Anschluß an eine 120 V- oder 220 V-Standard-Wechselstromquelle
ist ebenfalls vorgesehen. Die Basis 12 weist ferner einen Befestigungskörper 26
zur Aufnahme des unteren Endes des Klapparmes 14 auf. Die Einzelheiten des Klapparmes 14 werden im folgenden
in Verbindung mit den Figuren 2A bis 2C beschrieben. Der Projektorkopf 16 weist ein Gehäuse 28 auf, das die
Lichtquelle 22 und das optische System enthält, die zum Projizieren eines Bildes verwendet werden. Ein Spiegel
32 ist oberhalb der Linse 30 an dem Gehäuse 28 angelenkt.
Anhand der Figuren 2A bis 2C wird der Mechanismus des
Klapparms 14 erläutert. Das untere Ende des Klapparms 14 ist durch eine erste Welle 34 schwenkbar an dem Befestigungskörper
26 angebracht. Die Welle ist an dem Befestigungskörper 26 befestigt und erstreckt sich
durch ein Loch in dem Arm 14. Das obere Ende des Klapparmes 14 ist durch eine (in Figur 1 dargestellte)
zweite Welle 36 ebenfalls schwenkbar mit dem Gehäuse 28 des Projektorkopfes 16 verbunden. Die zweite Welle ist
einstückig an dem Arm 14 angebracht und erstreckt sich durch ein Loch im Gehäuse 28. Die Welle 36 ist ferner
einstückig mit einem Handgriff 38 verbunden (obwohl es aus noch zu erläuternden Gründen ebenfalls möglich ist,
den Griff 38 schwenkbar vorzusehen).
Ein zweiter Arm oder ein Drehmomenthebel 40 zum Schwenken des Projektorkopfes 16 beim Auf- und Zuklappen des
Armes 14 ist ebenfalls an dem Befestigungskörper 26 und dem Gehäuse 28 angebracht. Das untere Ende des Hebels
40 ist um und unter die erste Welle 34 gebogen und über einen sich durch ein Loch im unteren Ende des Hebels 40
erstreckenden ersten Bolzen 42 schwenkbar mit dem Befestigungskörper
2 6 verbunden. Das obere Ende des Hebels 40 ist durch einen an dem Gehäuse 28 befestigten
und sich durch ein Loch im oberen Ende des Hebels 40 erstreckenden zweiten Bolzen 44 schwenkbar mit dem Gehäuse
28 verbunden. Die daraus resultierende Konstruk-
tion entspricht einem Vierhebel-Gelenkmechanismus, wobei der erste "Hebel" durch den Befestigungskörper 26,
der zweite "Hebel" durch den Klapparm 14, der dritte "Hebel" durch den Drehhebel 40 und der vierte "Hebel"
durch das Gehäuse 28 gebildet ist.
Ein Vierhebelgelenkmechanismus ist ein Gelenksystem und erfordert vier Stangen oder Teile, die in einem geschlossenen
Kreis jeweils an ihren Vorder- und Hinterenden miteinander verbunden sind. Die in der Figur 2A
dargestellten Relativpositionen der vier "Hebel" bewirken, daß der vierte Hebel (Gehäuse 28) um ungefähr
180° gedreht wird, wenn der zweite und der dritte Hebel (Arm 14 und Teil 40) um ungefähr 90° gedreht werden. Um
diesen Drehwinkel erzielen zu können, ist eine Krümmung in dem Hebel 40 erforderlich, damit eine Störung durch
die Welle 34 vermieden wird. Die Drehung erfolgt in der durch die Bewegung des Klapparms 14 definierten Ebene.
Dieser Vorgang ist in den Figuren 2B und 2C dargestellt. Wird der Arm 14 nach unten geschwenkt, liegen
der Kopf 16 und der Arm 14 in der Endstellung fluchtend an der Basis 12 an. Die Bewegung des Armes 14 wird
durch Drücken oder Ziehen des Griffs 38 gesteuert. Obwohl Vierhebel-Gelenkmechanismen grundsätzlich bekannt
sind, ist die hierin offenbarte Konstruktion und deren Verwendung sowohl neuartig, als auch vorteilhaft.
Der Overheadprojektor 10 kann mit Verriegelungseinrichtungen
zum sicheren Halten des Arms 14 und des Kopfes 16 in deren Betriebszustand versehen sein. Wie in Figur
2A dargestellt, ist ein Klinkenteil 80 schwenkbar mit der Innenseite des Befestigungskörpers 26 verbunden.
Die Klinke 80 weist zwei Vertiefungen 82 und 84 auf. Gegendie Klinke 80 drückt eine doppeltwirkende Blatt-
feder 86 mit einer Andruckkraft an. Wird der Arm 14 angehoben, gelangt die Spitze 88 des Armes 14 in die
Vertiefung 82. Die Kraft der Blattfeder 86 verhindert, daß die Spitze 88 aus der Vertiefung 82 rutscht, außer
wenn, zum Beispiel durch Niederdrücken des Griffs 38, eine Kraft auf den Klapparm 14 ausgeübt wird. So ist
der Arm 14 in seiner aufrechten Position gehalten. Wird der Arm 14 heruntergeklappt, so gelangt die Spitze 88
in die Vertiefung 84, wodurch der Arm 14 und der Kopf 16 fluchtend an der Basis 12 anliegend gehalten sind.
Dieser Verriegelungsmechanismus ist für die Funktion des Overheadprojektors 10 nicht zwingend erforderlich,
da sich der Arm 14 und der Kopf 16 in aufrechter Position im Gleichgewicht befinden. Der Verriegelungsmechanismus
ist dennoch vorteilhaft, da das Gleichgewicht nicht stabil ist und eine geringe Erschütterung ein
Zusammenklappen des Armes 14 bewirken könnte.
Der Kopf 16 weist eine weitere Klinke 90 auf, die schwenkbar an der Innenseite des Gehäuses 2 8 angebracht
ist. Die Klinke 90 ist durch eine (nicht dargestellte) Schraubenfeder zur Welle 36 hin vorgespannt und weist
eine Vertiefung auf, die mit einem Nocken 92 zusammenwirkt. Der Nocken ist einstückig an der Welle 36 angeformt.
Wird der Arm 14 angehoben, gleitet der Nocken 92 in die Vertiefung der Klinke 90; auf diese Weise wird
der Kopf 16 im Betriebszustand im korrekten Neigungswinkel gehalten. Die Klinke 90 ist nicht grundsätzlich
erforderlich, da die Ausrichtung des Kopfes 16 durch die Position des Haltearms 14 und des Hebels 40 bestimmt
ist, jedoch unterstützt die Klinke 90 die Verriegelung des Projektorkopfes 16 in der Betriebsstellung.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Verriegelungsmechanismen in den Figuren 2B und 2C nicht
dargestellt.
Ein weiteres neuartiges Merkmal der vorliegenden Erfindung
betrifft den Spiegel 32. Wie zuvor bereits ausgeführt, weisen viele tragbare Projektoren einen an dem
Projektorkopf angelenkten Spiegel auf, der jedoch manuell eingestellt werden muß. Bei der vorliegenden
Erfindung klappt der Spiegel 32 automatisch nach oben, wenn der Klapparm 14 angehoben wird und er wird automatisch
abgeschwenkt, wenn der Arm 14 abgesenkt wird.
Gemäß den Figuren 2A bis 2C weist der Mechanismus zur Einstellung des Spiegels ein Seilscheibensystem auf,
das mit dem Klapparm 14 verbunden ist. Wie zuvor erwähnt, ist die zweite Welle 36 einstückig mit dem
Klapparm 14 verbunden und erstreckt sich bis in das Innere des Gehäuses 28. Im Gehäuse 28 endet die Welle 36
in einer Seilscheibe, oder genauer gesagt in einer Achse 46. Dieses Element ist nicht im eigentlichen Sinn
eine Scheibe, da es sich nicht relativ zu der Welle 36 dreht, sondern an dieser befestigt ist. Ein Ende eines
Drahtes oder Seiles 48 ist an der Achse 46 befestigt. Das andere Ende 48 ist um eine Scheibe 50 gelegt und
mit einer Schraubenzugfeder 52 verbunden, die an (der Innenseite) des Gehäuses 28 angebracht ist.
Die Scheibe 50 ist einstückig an einem Bolzen 54 angebracht, der den Spiegel 32 trägt. Der Bolzen 54 ist
ebenfalls drehbar am Gehäuse 28 befestigt. Entsprechend übt die Feder 52 eine Vorspannungskraft aus, welche den
Spiegel 32 in dessen (offener) Betriebsposition hält. Wird der Projektor 10 jedoch zusammengeklappt, bewirkt
das beschriebene Scheibensystem das Abklappen des Spiegels 32 in den (geschlossenen) Lagerungszustand. Beim
Niederdrücken des Griffs 38 und beim Abwärtsbewegen des Klapparms 14 dreht sich der Kopf 16 um die feststehen-
de, mit der Welle 36 starr verbundene Achse 46, um die
auch der Bolzen 54 geschwenkt wird. Dies bewirkt das Aufwickeln des Seiles 48 um die Achse 46, wodurch infolge
der Längenänderung des nicht aufgewickelten Teils des Seils 48 die Scheibe 50 und somit auch der Bolzen
54 und der Spiegel 32 gedreht werden. Beim Hochklappen des Arms 14 wird das Seil 48 abgewickelt und der Spiegel
32 stellt sich automatisch auf. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist das Scheibensystem lediglich in
den Figuren 2A und 2B dargestellt, nicht jedoch in Figur 2C. Es ist selbstverständlich, daß die hierin
erwähnten verschiedenen Wellen, Stangen und Bolzen unter Verwendung von Lagern, Buchsen, Schmierfett und
dergleichen an dem Gehäuse 28, dem Arm 14 etc. angebracht sind, auf deren Darstellung in den Figuren aus
Gründen der Übersichtlichkeit jedoch verzichtet worden ist.
In den Figuren 3A und 3B ist ein alternativer Mechanismus zum automatischen Auf- und Zuklappen des Spiegels
32 dargestellt. Bei dieser Konstruktion ist eine Kupplungsplatte 60 gegen die Welle 36 angeordnet, wobei
zwischen diesen ein Kupplungsbelag 62 vorgesehen ist. Der Kupplungsbelag 62 ist an einem der stirnseitigen
Enden der Welle 36 angeordnet. Eine Vorspanneinrichtung 64, zum Beispiel eine Belville-Feder, ist an der Innenwand
des Gehäuses 28 befestigt und drückt die Kupplungsscheibe 60 mit Kraft gegen den Kupplungsbelag 62.
Ein Ende einer Stange oder eines Stabes 66 ist schwenkbar am Umfang des Kupplungsplatte 60 angebracht. Das
andere Ende der Stange 66 ist an einem Antriebszahnrad 68 angebracht, das durch eine Achse 69 drehbar an (der
Innenseite) des Gehäuses 28 befestigt ist. Das Antriebszahnrad 68 kämmt mit einem starr mit dem Spiegel
verbundenen Zahnrad 70, das an dem Bolzen 54 gelagert ist, mit dem der (in der Figur 3A aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellte) Spiegel 32 verbunden
Ähnlich dem in der Figur 2A für das Scheibensystem dargestellten Ablauf beim Niederdrücken des Griffs 38 und
der Abwärtsbewegung des Arms 14, liegt bei diesem Ausführungsbeispiel eine relative Drehbewegung zwischen
der Kupplungsplatte 60 und der Achse 69 vor. Diese bewirkt eine Drehung des Antriebszahnrades 68, wodurch
eine Drehung des Zahnrades 70 verursacht wird. Die in den Figuren 3A und 3B dargestellte Konstruktion weist
gegenüber der in Figur 2A dargestellten Konstruktion den Vorteil auf, daß es einem Bediener ermöglicht ist,
die Neigung des Spiegels 32 zur genauen Projektion eines Bildes auf eine Leinwand einzustellen. Ein
solches Einstellen beschädigt die Zahnräder 68 und 70 nicht, da eine gewisse Bewegungsfreiheit zwischen der
Kupplungsplatte 60 und dem Kupplungsbelag 62 gegeben ist, obwohl die zwischen diesen existierende Reibungskraft
der Bewegung entgegenwirkt.
Um etwaige nachteilige Auswirkungen einer manuellen Einstellung des Spiegels 32 entgegenzuwirken, weist die
Kupplungsplatte 60 einen Vorsprung 72 auf. Der Vorsprung 72 dient zum Anliegen an einem Anschlag 74, der
am Kopfende der Welle 36 ausgebildet ist. Dies verhindert ein Drehen der Kupplungsplatte 60 über den der
maximalen gewünschten Neigung des Spiegels 32 entsprechenden Punkt hinaus.
Aufgrund der nach unten wirkenden Schwerkraftwirkung
ist es in der Praxis einfacher, den Spiegel 32 zuzu-
klappen als ihn zu öffnen; durch Vorsehen einer ausreichenden Vorspannungskraft in der Feder 52 (oder der
Feder 64) kann der Bediener jedoch sicher sein, daß der Spiegel sich öffnet, wenn der Arm 14 über die Basis 12
angehoben wird. Dem Fachmann wird verständlich sein, daß die Spiegeleinstellmechanismen lediglich eine relative
Drehbewegung zwischen dem Arm 14 und dem Projektorkopf 16 erfordern. Anders ausgedrückt, erfordern sie
nicht notwendigerweise einen Vierhebel-Gelenkmechanismus, obwohl diese dafür besonders geeignet sind. So
kann zum Beispiel der zuvor erwähnte Liesegang-Projektor, der einen Vierhebel-Gelenkmechanismus nicht aufweist,
mit jedem der beiden hierin beschriebenen Einstellmechanismen versehen werden.
Die Inbetriebnahme des Overheadprojektors erfolgt schnell und einfach. Die zusammengelegte Einheit wird
auf einen Tisch oder ein Podium gestellt und der Griff 38 wird nach oben gezogen (es kann dabei erforderlich
sein, die Basis 12 fest gegen den Tisch zu drücken). Beim Aufrichten des Armes 14 dreht das Gehäuse 28 in
seine (horizontale) Betriebsstellung und der Spiegel 32 klappt automatisch nach oben. Die Klinken 80 und 90
halten den Arm 14 und den Kopf 16 in deren Betriebsposition. Die Einheit wird an das Stromnetz angeschlossen
und eingeschaltet. Eine Transparentfolie wird auf den Objektbereich aufgelegt und das Bild auf eine (Zimmer-)
Wand oder eine Leinwand projiziert. Falls erforderlich, kann der Spiegel zum Zentrieren des Bildes auf der Wand
oder der Leinwand eingestellt werden. Nachdem der Bediener seinen Vortrag beendet hat, wird der Griff 38
nach unten gedrückt. Der Spiegel 32 schließt sich automatisch, und der Kopf 16 dreht in seine Lagerungsposition zurück. Danach kann die Einheit zum Transport
in einem Schutzbehälter untergebracht werden.
Die hierin offenbarte Erfindung weist neben der allgemeinen Transportierbarkeit weitere Vorteile auf. So
erleichtert zum Beispiel die Drehung des Kopfes 16 um 180° das Auswechseln der Glühlampe im Kopf, da sie im
geklappten Zustand, in dem die Unterseite des Kopfes nach oben gerichtet ist, leichter zugänglich ist. Die
automatische Einstellung des Spiegels 32 verhindert darüber hinaus ein Abreißen des Spiegels von dem Kopf
16 während des Zusammenklappens und des Transports. Schließlich unterstützt die Aufstellbarkeit und die
Zusammenklappbarkeit des Gerätes in einem Schritt den Eindruck, der Bediener sei eine kompetente und professionelle
Person.
Der vorstehend beschriebene Vierhebelgelenkmechanismus kann über die erwähnte Verwendung hinaus zum Anheben
all solcher Gegenstände verwendet werden, die während eines Anhebevorgangs gleichzeitig gedreht werden müssen.
Die Geometrie und die Abmessungen des Klapparms 14 und des Hebels 40 können derart variiert werden, daß
eine Drehung um beinahe jeden Winkel erreicht werden kann.
Der hierin offenbarte Mechanismus zur Einstellung des Spiegels 32 kann allgemein zum automatischen Öffnen
einer Tür oder einer Klappe eines um eine Achse dreh- oder schwenkbaren Gehäuses, zum Beispiel einer photographischen
Vorrichtung, verwendet werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Bewegen eines optischen Systems aus einer Lagerungsposition in eine Betriebsposition,
mit
einem Befestigungskörper (26),
- einem Haltearm (14),
einem Drehelement (40),
- einem Haltearm (14),
einem Drehelement (40),
einer Gehäuseeinrichtung (28) zur Aufnahme des optischen Systems; und
Einrichtungen zum Verbinden des Befestigungskörpers (26), des Haltearmes (14), des Drehelements
(40) und der Gehäuseeinrichtung (28) untereinander, durch welche beim Bewegen des
Haltearmes (14) von der Lagerungsposition in die Betriebsposition, die Gehäuseeinrichtung
(28) aus der Lagerungsposition in die Betriebsposition bewegt wird und die Gehäuseeinrichtung
(28) gleichzeitig in der durch die Bewegung des Haltearmes (14) definierten Ebene dreht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtungen einen Vierhebel-Gelenkmechanismus
ergeben, welcher den Haltearm (14) und das Drehelement (40) einschließt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das optische System einen Spie-
gel (32) aufweist, und ferner Einrichtungen vorgesehen sind, die während der Bewegung des Haltearmes
(14) aus dem Lagerungszustand in den Betriebszustand, den Spiegel (32) aus der Lagerungsposition in die Betriebsposition bewegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
- der Haltearm (14) ein erstes und ein zweites Ende aufweist, wobei das erste Ende drehbar an
dem Befestigungskörper (26) und das zweite Ende drehbar an der Gehäuseeinrichtung (28) angebracht
ist; und
- das Drehelement die Form eines gekrümmten Lenkers (40) aufweist und mit einem ersten und
einem zweiten Ende versehen ist, wobei das erste Ende des Lenkers (40) drehbar an dem Befestigungskörper
(26) und das zweite Ende des Lenkers (40) drehbar an der Gehäuseeinrichtung (28) angebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseeinrichtung
(28) sich um ungefähr 180° dreht, wenn der Haltearm (14) um ungefähr 90° bewegt wird.
6. Overheadprojektor mit:
einem Basiskörper (12), der einen Objektbereich (18) aufweist;
einem an dem Basiskörper (12) angebrachten Befestigungskörper
(26);
- einem ein erstes und ein zweites Ende aufweisenden Haltearm (14), wobei das erste Ende
drehbar an dem Befestigungskörper (26) angebracht ist;
- einem ein erstes und ein zweites Ende aufweisenden Drehelement (40), wobei das erste Ende
des Drehelements (40) drehbar an dem Befestigungskörper (26) angebracht ist, und das Drehelement
(40) zur Vermeidung einer Berührung mit der Schwenkbefestigung des Haltearms (14) an
dem Befestigungskörper (26) gebogen ist;
einem Gehäuse (28), wobei das zweite Ende des Haltearmes (14) drehbar an dem Gehäuse (28)
angebracht ist, und das zweite Ende des Drehelements (40) schwenkbar an dem Gehäuse (28)
angebracht ist, wodurch der Befestigungskörper (26), der Haltearm (14), das Drehelement (40)
und das Gehäuse (28) einen Vierhebel-Gelenkmechanismus bilden,
einer Verriegelungseinrichtung (80, 90) zum Halten des Haltearmes (14) in aufrechter Position;
und
- einer in dem Gehäuse (28) angeordneten Linseneinrichtung (30) zum Fokussieren eines auf dem
Objektbereich (18) abgelegten Bildes.
7. Overheadprojektor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Projektor ein Reflexionsprojektor ist, und ferner aufweist:
- einen auf dem Objektbereich (18) angebrachten Fresnel-Spiegel (20);
- einer in dem Gehäuse (28) angeordneten Lichtquelle (22), die im eingeschalteten Zustand
Licht auf den Objektbereich (18) abstrahlt; und
- einem an dem Gehäuse (28) angelenkten Spiegel (32) zum Reflektieren des von der Linse fokussierten
Lichts.
8. Overheadprojektor nach Anspruch 6 oder 7, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung (46-54;60-70) zum
Bewegen des Spiegels (32) aus einem Betriebszustand in einen Lagerungszustand, während der
Haltearm (14) aus dem aufrechten Zustand in einen zusammengeklappten Zustand bewegt wird.
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