DE907040C - Verfahren zur Verbesserung von pulverfoermigen, in kaltem Wasser quellenden Staerkepraeparaten - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von pulverfoermigen, in kaltem Wasser quellenden Staerkepraeparaten

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DE907040C
DE907040C DEH10210D DEH0010210D DE907040C DE 907040 C DE907040 C DE 907040C DE H10210 D DEH10210 D DE H10210D DE H0010210 D DEH0010210 D DE H0010210D DE 907040 C DE907040 C DE 907040C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch
    • C08B30/14Cold water dispersible or pregelatinised starch

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung von pulverförmigen, in kaltem Wasser quellenden Stärkepräparaten Ein häufig zu lobachtender Ubelstand bei in üblicher Weise aufgeschlossenen Stärken bzw. in kaltem Wasser quellenden, pulverförmigen Stärkepräparaten ist der, daß ein Teil des Pulvers infolge einer zu großen Quellungsgeschwindigkeit beim Anrühren mit kaltem Wasser so schnell zu einem Gel anquillt, daß andere Teile des Pulvers noch vor ihrer Benetzung mit Wasser von diesem Gel umschlossen werden; es entstehen dann die bekannten Klumpen, die aus einer Gelschicht mit einem inneren Kern von ganz trockenem Pulver oder unvollständig verquollenem Material bestehen und die auch bei längerem Stehen nicht mehr gleichmäßig verquellen. Diese unangenehme Eigenschaft zeigt sich besonders bei feingemahlenen Präparaten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diesen Übelstand der Klumpenbildung dadurch beseitigen kann, daß man die Quellungs- bzw. Lösungsgeschwindigkeit der klumpenfden pulverförmigen Stoffe in kaltem Wasser auf physikalischem Wege durch Aggregierung zu gröberen porösen Teilchenaggregaten oder oberflächliche Verhärtung der Teilchen herabsetzt. Man kann auch beide Maßnahmen miteinander vereinigen.
  • Auf diese Weise ist es möglich, auch staubfein gemahlene Quellstärkepräparate, deren Anrühren zu einem gleichmäßigen Produkt sonst infolge zu starker Klumpenbildung unmöglich ist, in eine Form zu bringen, die beim Anrühren mit Wasser keinerlei Nachteile zeigt. Dies ist besonders wert- voll. wenn es sich um die Gewinnung vollkommen reiner Präparate handelt, die frei von Chemikalien sein sollen, wie sie z. B. für pharmazeutische Zwecke verwendet werden. Es wird durch das neue Nerfahren jeder Abfall an Feinmaterial vermieden.
  • Das Verfahren kann unter anderem so ausgeführt werden, daß man auf die Präparate unter Umrühren wasserhaltige Flüssigkeiten aufsprüht. Zum Aufsprühen kann auch reines Wasser verwendet werden. Das Aufsprühen muß vorsichtig erfolgen und darf selbstverständlich nicht bis zur Kleisterl)ildung fortgesetzt werden, sondern die Teilchen dürfen hierdurch nur zu einem leichten, oberflächlichen Aneinanderhaften gebracht werden. Es tritt beim Aufsprühen zunächst eine kleine Volumenzunahme und etwas Erwärmung ein. Man bringt die so behandelten Produkte hierauf in eine Trockenvorrichtung, so z. B. in einen Horden-, Kanal- oder Trommeltrockner und unterwirft sie darin einer vorsichtigen Trocknung bei mäßiger Wärme. Es genügt mitunter auch eine intensive Behandlung mit kalter Luft. Dadurch verkleben die feinen Staul>teilchen zu größeren Aggregaten.
  • Die Menge der aufgesprühten Flüssigkeit sowie die Trocknung muß so geregelt werden, daß die gebildeten Aggregate noch eine gewisse Porosität haben.
  • Die Quellungsgeschxvindigheit wird durch die Teilchenaggregierung und Kapillarwirkung der porösen Aggregate herabgesetzt.
  • An Stelle von Wasser können auch andere w asserhaltige Flüssigkeiten, Flüssigkeitsgemische, Emulsionen oder Lösungen in feinstverteilter Form, so z. B. in Schnee-, Nebel- oder Dampfform, verwendet werden.
  • Je nach der Flüssigkeitsmenge und je nach der angewendeten Temperatur wird die Oberfläche der Teilchen kompakter gemacht; die Teilchen überziehen sich mit einer Schicht, die schwerer quellbar ist als das Innere der Teilchen. Hierdurch wird die Quellungsgeschwindigkeit verlangsamt, so daß eine Klumpenbildung verhindert wird.
  • Die aufgeschlossenen Stärken sind meist sehr voluminös. Dies hat den Nachteil, daß verhältnismäßig große Packungen verwendet werden müssen.
  • Durch das beanspruchte Verfahren wird besonders bei Anwendung mäßiger Temperaturen durch ein leichtes Sintern der Präparate eine recht beträchtliche Zunahme des Volumgewichtes erreicht, so daß der Nachteil des zu großen Volumens dadurch l)ehoben ist.
  • Unter aufgeschlossener Stärke und Stärkepräparaten sind mit kaltem Wasser quellende Stärken und Stärkepräparate zu verstehen. Diese ergeben bereits mit kaltem Wasser Kleister, Leime oder solche Lösungen, wie sie sonst aus löslicher Stärke mit heißem Wasser erhalten werden.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man dem zum Besprühen benutzten Wasser Alkohol oder irgendeine andere Flüssigkeit hinzufügt, die mit der Stärke keinen Kleister bildet und in der ihre Abbauprodukte schl er- bzw. unlöslich sind. Hierdurch wird die Gefahr einer zu weitgehenden Verkleisterung vermieden. Diese Flüssigkeiten können selbstverständlicil auch Stoffe enthalten, z. B. Konservierungsmittel oder sonstige für OuelIstärke bekannte Zusätze, z. B. solche, die die Benetzungsfähigkeit der Erzeugnisse erhöhen.
  • Man kann auch zu den pulverförmigen Quellstärkepräparaten hygroskopische feste Stoffe in feinstverteilter Form zusetzen, wodurch durch Absorption von Wasser nachträglich eine Aggregierung bzw. Verhärtung der Teilchen bewirkt wird.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, die Klumpenbildung bei der Auflösung kalt quellender Stärke durch Zumischen solcher Stoffe, die das Quellen der Stärke verlangsamen, zu verhindern. Es ist ferner bereits bekanntgeworden, durch Aufschluß der Stärke mit festem kaustischem Alkali unter Ifinzufügung geringer Wassermengen Quellstärkeerzeugnisse, die sich klumpenfrei anrühren lassen, zu gewinnen. Demgegenüber unterscheidet sich das vorliegende Verfahren dadurch, daß die pulverförmige, aufgeschlossene Stärke und Stärkepräparate sowie deren Abbauprodukte, die mit kaltem Wasser quellen bzw. löslich sind, auf physikalischem Wege in gröbere poröse Teilchen übergeführt oder die Oberflächen der Teilchen verhärtet werden.
  • Das neue Verfahren hat insbesondere den technischen Vorteil, daß sich hiernach vollkommen reine, von Chemikalien freie Produkte gewinnen lassen, die auch zur Verwendung für pharmazeutische Zwecke geeignet sind.
  • Beispiele I. 100 Gewichtsteile Alkalistärke mit etwa I0°/o Wassergehalt, die beim Anrühren mit kaltem Wasser klumpt, werden unter trmrühren mit 7 Teilen Wasser besprüht und einer mäßigen Trocknung unterworfen. Man erhält ein Material von wesentlich höherem spezifischem Gewicht als das Ausgangsmaterial, das sich klumpenfrei mit kaltem Wasser anrühren läßt.
  • 2. 100 Gewichtsteile feingemahlene Alkali-Rhodan- oder extrahierte Chlorkalziumstärke mit einem Wassergehalt von IoO/o, die beim Anrühren mit kaltem Wasser klumpt, werden unter Umrühren mit 20 Teilen 250/oigem Äthylalkohol besprüht. Die Teilchen backen dadurch zu lockeren Aggregaten zusammen. Man entfernt durch vorsichtige Wärmebehandlung die überschüssige Flüssigkeit und erhält infolge Teilchenaggregierung und leichter Verhärtung der Oberfläche Erzeugnisse von wesentlich gerigerem Volumgewicht als das Ausgangsmaterial. Die Produkte lassen sich mit kaltem Wasser klumpenfrei anrühren.
  • 3. iookg aufgeschlossene Stärke mit einem Wassergehalt von 5 0/o werden in einer geeigneten Mischvorrichtung mit 4 kg feinpulverisffliertem wasserfreiem Chlorkalzium vermischt und in dünner Schicht bei einer relativen Luftfeuchtigkeit i-on 700/0 einige Zeit gelagert. Das erhaltene Produkt läßt sich mit kaltem Wasser klumpenfrei anrühren.
  • 4. 100 Gewichtsteile feingemahlene Alkali-Rhodan- oder extrahierte Chlorkalziumstärke mit einem Wassergehalt von IoO/o, die beim Anrühren mit kaltem Wasser klumpt, werden mit 7 kg einer 1/0/oigen Lösung von Natriumsulfonaten des Laurinalkohols besprüht, das erhaltene Produkt wird einer gelinden Trocknung unterworfen. Man erhält Produkte von ähnlichen Eigenschaften, wie sie die in den anderen Beispielen beschriebenen Erzeugnisse aufweisen.
  • 5. IooGewichtsteile Alkalistärke mit etwa 501o Wassergehalt werden mit einer Lösung von 0,35 Gewichtsteilen Seife und 3 Teilen ß-naphthalinsulfosaurem Natrium in 20 Teilen Wasser besprüht und einer mäßigen Trocknung unterworfen. Man erhält eine Quellstärke, die sich mit kaltem Wasser klumpenfrei zu einem kurzen geschmeidigen Kleister anrühren läßt.
  • 6. Ioo Gewichtsteile Alkalistärke mit etwa jO/o Wassergehalt werden mit einer Lösung von 0,2 Teilen Seife in Ins teilen Wasser besprüht, gelinde getrocknet und mit 3 Teilen feinstpulverisiertem } naphthalinsulfosaurem Natrium oder 2,5 Teilen dibutyl-naphthal insulfosaurem Natrium vermischt.
  • Die erhaltene Quell stärke läßt sich mit kaltem Wasser sehr leicht vollständig klumpenfrei zu einem vorzüglichen, geschmeidigen Kleister anrühren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften pulverförmiger im kaltem Wasser quellender Stärkepräparate mit Ausnahme von Dextrinen, dadurch gekennzeichnet, daß die pulverförmigen Stoffe mit Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsgemischen in feinstverteilter Form oberflächlich befeuchtet und gegebenenfalls einer Trocknung bzw. einer vorsichtigen Wärmebehandlung unterworfen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung in Gegenwart von bei Quellstärkepräparaten üblichen Zusatzstoffen erfolgt.
DEH10210D 1931-05-03 1931-05-03 Verfahren zur Verbesserung von pulverfoermigen, in kaltem Wasser quellenden Staerkepraeparaten Expired DE907040C (de)

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