DE90557C - - Google Patents
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- DE90557C DE90557C DENDAT90557D DE90557DA DE90557C DE 90557 C DE90557 C DE 90557C DE NDAT90557 D DENDAT90557 D DE NDAT90557D DE 90557D A DE90557D A DE 90557DA DE 90557 C DE90557 C DE 90557C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B5/00—Near-field transmission systems, e.g. inductive or capacitive transmission systems
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
- H04B5/00—Near-field transmission systems, e.g. inductive or capacitive transmission systems
- H04B5/20—Near-field transmission systems, e.g. inductive or capacitive transmission systems characterised by the transmission technique; characterised by the transmission medium
- H04B5/24—Inductive coupling
- H04B5/26—Inductive coupling using coils
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT^
Vorliegende Neuerung bezweckt hauptsächlich die Anordnung eines elektrischen Telegraphen
ohne durchgehende metallische Linienleitung. Hierbei soll Inductionsbetrieb mit hochgespannten
, mittelst Condensatorflächen fernwirkenden Wechselströmen angewendet und
als Empfängervorrichtung Geifsler'sche Röhren benutzt werden, die beim Durchgange solcher
Ströme leuchten. Die Einrichtung läfst sich einer Telegraphenanlage mit geschlossener
Linienleitung derart anpassen, dafs mit den neuen Hülfsmitteln telegraphirt werden kann,
ohne die Zeichenimpulse des gewöhnlichen, etwa gleichzeitig benutzten Depeschendienstes
zu beeinträchtigen.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellen die Fig. ι .bis 3 Ausführungsformen des Telegraphen
mit nicht metallisch geschlossener Linienleitung dar, wobei für Fig. 1 die beiden Stationen als
an ihrem Orte verbleibend angenommen werden, nach Fig. 2 dagegen die eine Station beweglich
in einen Eisenbahnzug verlegt ist und in Fig. 3 der telegraphische Verkehr zwischen
zwei Schiffen veranschaulicht wird, so dafs in letzterem Falle beide Stationen beweglich sind.
Die Apparate jeder Station A bezw. ^1 (Fig. 1)
bestehen im wesentlichen aus einem Stromwandler E, aus einem. Taster C als Geber und
einer Geifsler'schen Röhre F als Empfängervorrichtung.
Letztere zwei Vorrichtungen sind auf einem Apparattisch B angeordnet. Von dem
Taster C führt die Leitung 1 zu dem einen Pol einer Batterie £), deren anderer Pol vermöge
der Leitung 3 und auf dem Wege durch einen automatischen Unterbrecher (Wagner'sehen
Hammer) U mit den Hauptwindungen e des Inductors E in Verbindung steht, von wo die
Ergänzungsleitung 2 wieder an den Taster C anschliefst. Die Nebenwindungen f des Inductors
E bilden einen Theil der Fernleitung H,
in welche sie direct (hinter einander) eingeschaltet sind. Durch den Draht 5 steht diese
Nebenwickelung / mit der Leuchtröhre F in Verbindung und letztere durch den Draht 7
mit einer Schaltvorrichtung G beim Contact gl. Der zugehörige Schalterhebel, dessen Drehpunkt
durch den Draht 8 mit der Erde bei K verbunden ist, stellt, wenn umgelegt, Stromschlufs
mit einem zweiten Contact g her, der einer directen Abtheilung 6 der Nebenwickelung f
oder der Kurzschlufsausschaltung der Röhre F entspricht.
Da, wo die Leitung H unterbrochen ist, endigt sie in gegenüberstehende Condensatorplatten
H1. Um erforderlichenfalls der Zerstreuung der elektrischen Wellen von Platte zu
Platte vorzubeugen, können nichtleitende Zwischenplatten H^ angeordnet werden.
Sobald auf der Senderstation der Taster C entsprechend der Zeichenfolge (von Punkten
und Strichen nach dem Morsesystem) gehandhabt wird, erzeugt dies kürzer oder langer andauernde
Ströme in dem Stromwandler, E, infolge dessen sich die Inductionswirkung hochgespannter
Wechselströme in der Uebertragungsleitung H äufsert. Diese Wirkung vermag man
an der Empfängerstation daran zu erkennen, dafs das Rohr F für kürzere oder längere
Zeitabschnitte aufleuchtet, wodurch die Möglichkeit der Verständigung zwischen den Stationen
mittelst bekannter Signale gegeben ist.
Die beschriebene Einrichtung läfst sich gemäfs
Fig. 2 in Verbindung mit einer Eisenbahnanlage anbringen, wobei die eine Station
vollständig in einen Wagen des Zuges verlegt ist. Die oberirdische Leitung 4, 4 läuft längs
der Eisenbahnstrecke hin, und die Endplatte H1 von möglichst grofser Oberfläche wird auf dem
Bahnwagen so angeordnet, dafs sie trotz einigen freien Abstandes die genannte Leitung 4 diesseits
zur Stromübertragung für den Apparat des Wagens zu vervollständigen vermag; der rückleitende Erdanschlufs wird durch Verbindung des Drahtes 8 mit dem Wagenuntergestell
bezw. durch Ableitung zum Schienengeleise ezielt. Unabhängig von der Fortbewegung
des Wagens soll mit solcher Einrichtung der unausgesetzte telegraphische Verkehr
zwischen dem Zugpersonal und dem Personal der Bahnhofstation ermöglicht werden.
Fig. 3 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung auf den Signalverkehr zwischen
zwei Schiffen. Hierbei werden die Platten H* auf den Oberenden der Masten befestigt. Die
Rückleitung findet durch das Wasser statt. Die vervollständigende Ortsleitung für jeden Apparat
jedes Schiffes ist auch hier mit 4 bezeichnet. Die Signalübertragung unter Anwendung solcher
Hülfsmittel soll nach Angabe des Erfinders sich als zuverlässiger zeigen, wie diejenige durch
Setzen von Flaggen und dergleichen.
Derjenige Theil der Erfindung, welcher durch Fig. 4 veranschaulicht wird, beruht auf einer
eigenartigen Mitbenutzung der durchgehenden Verbindungsleitung zweier wie gewöhnlich eingerichteter
Stationen. Die Linienleitung L nimmt, bevor sie bei S bezw. S1 an den
Stationen einmündet, die Nebenwickelungsspulen B B eines Stromwandlers in Hintereinanderschaltung
auf. Diese Stromumwandler sind mit drei Wickelungen ausgeführt, von denen die mit A bezeichnete als die Primärwickelung,
die mit C bezeichnete als Tertiärwickelung zu gelten hat. Die Wickelung A
steht durch Drähte WW1 mit einem Wechselstromerzeuger oder Gleichstromunterbrecher bekannter
Art in Verbindung, und zwar unter Vermittelung eines Tasters KK1, der als Geber
dient. In der Tertiärwickelung C, die den Stromkreis für die Geifsler'sche Röhre D vervollständigt
, werden durch solche Geberwirkungen die hochgespannten Wechselströme (dritter Anordnung) erzeugt, die das entsprechende
Aufleuchten der Geifsler-Röhre als die Signalabgabe bewirken.
Zweierlei Abänderungen ergeben sich noch in Zusammenhang mit der vorbeschriebenen
Einrichtung. Es kann die Primärwickelung A des Stromumwandlers nebst dem Stromstofserzeuger
(an Stelle der dann nicht notwendigen Wickelung B) direct mit der Linienleitung !verbunden
werden. Zweitens könnte die Secundärwickelung mit Einschlufs der Geifsler-Röhre
direct in die Linienleitung geschaltet werden; für die nothwendige Hochspannung der Wechselströme
dürfte sich hier indessen die gewöhnliche Isolirung der Luftleitungen und submarinen
Leitungen als unzulänglich erweisen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Telegraph mit Inductionsbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs Geifsler'sche Röhren (F) in den inducirten Stromkreis von Inductionsübertragern bezw. Stromumwandlern eingeschaltet werden, deren Wechselstrom im primären Ortsstromkreise einer 'Senderstation durch Morsetaster als Zeichengeber geregelt wird, so dafs die Geifsler-Röhren als Empfängervorrichtungen durch Aufleuchten die Signale nach Mafsgabe verschieden lange währender Stromschlüsse an den Tastern wiedergeben können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE90557C true DE90557C (de) |
Family
ID=362262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT90557D Active DE90557C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE90557C (de) |
-
0
- DE DENDAT90557D patent/DE90557C/de active Active
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