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Gerät zur Herstellung von mit allen erforderlichen Aufschriften versehenen
Eintrittskarten, insbesondere für Kinotheater Die Eintrittskarten von Lustbarkeitsvorstellungen,
insbesondere in Kinotheatern, unterliegen in den meisten Fällen einer Steuer, Die
Eintrittskarten und deren Ausgabe werden somit in, solchen, Fällen von der- Steuerbehörde
überwacht. Dies geschieh-t z. B. in der Weise, daß die Eintrittskarten von der Steuerbehörde
dein Unternehmen geliefert werden,. Diese Eintrittskarten sind nach Art der einzelnen
vorhanden-en Plätze unterteilt, sie tragen Datum und Stunde der jeweiligen Vorstellung.
Es ist möglich, daß von dem Unternehmen Eintrittskarten im Vorverkauf für spätere
Vorstellungen oder Tage verabreicht werden. Die Abrechnung iist jedoch sehr schwierig,
insbesondere dann, wenn nach Abschluß einer Periode Eintrittskarten an die Steuerbehörde
zurückgegeben werden müssen. Man hat infolgedessen die Rollenkarten vorgeschlagen,
die von einer Stapelrolle ablaufen und jeweils von dem Rollenband abgetrennt werden.
Mit diesen Rollenkarten ist ein Vorverkauf nicht möglich, da einerseits ein überwachen
der verkauften. Gesarntkarten schwierig ist und andererseits die Steuersätze
je nach Azt der Vorstellung verschieden sind.
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Um dein Rechnung zu tragen, ist es bereits bekannt, die Rollenkarten
an, Ort und. Stelle, also z. B. an der Ausgabekasse, kurz vor der Ausgabe mit den
erforderlichen Aufschriften ZU bed?ruck#en, nämlich Datum, Art des Platzes
(1., 2. oder 3,. Platz) und Vorstellungsfolge (1., 2. oder 3. Vorstellung
eines Tages).. Solche Geräte zum. Bedrucken derartiger Rollenkart-en bestehen aus
einer Mehrzahl
einer zu bedruckenden Bahn, die motorisch abgerollt
wird" zugeordneten Diruckvorrichtungen, init von außen in, Bereitschaftsstellung
verbringbaren Typen. Vordem Bedrucken werden also, die entsprechenden, Typen eingestellt
und beim Druckvorgang werden sodann die erforderlichen Aufschriften auf die Kairte
aufgiebraicht.
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Diese Art der Eintrittskarten vermittelt dem Unternehmen keine übersicht
über die Anzahl der bereits ausgegebenen Karten, über noch nicht verkaufte Plätze
u#sw., auch die Buchhaltung ist erschwert.
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Die Erfindung trägt dem dadurch Rechnung, daß für jede in Betracht
kommende Druckkombination der einzelnen, Druckvorrichtungen, ein in. Abhängigkeit
voln, Druck ansprechendes Zählwerk vorgesehen ist.
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Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gerätes,
und zwar Fig. i einen Schrägriß des Gerätes, mit mehreren Aggregaten, Fig. 2 einen
vertikalen Längsschnitt durch e#in Aggregat im Sinne der Linie A-B der Fig. 4, Fig.
3 einen Schnitt nach einer der Linier! C-D der Fig. 4, Fig. 4 einen Schnitt
nach Linie E-F der Fig. 3,
Fig. 5 die Darstellung der Aufeinanderfolge
und der gegenseitigien t#berlappung der einzelnen Arbeitsgänge, Fig. 6 ein.
Schaltschema.
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Wie aus Fig. i ersichtlich, besteht das Gerät aus fünf nebeneinander
angeordneten Aggregaten von Druckvorrichtungen 1, :2, 3, 4
und 5, die zu -inem Ganzen vereinigt sind, und, die einzelnen, Beetätigungsdruck-
oder Drehknöpfe seitlich aufweisen. Ein einziges derartigies Gerät i bis
5 ist im vertikailen Längsschnitt in Fig.:2 und 3 und, im vertikalen
Ouerschnfitt in, Fig. 4 daJrgesteillt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, besteht jedes
einzelne Aggregat aus einem Gehäuse 6" das im Innern eines äußeren Gehäuses
7 angeordnet ist. Innerhalb des Gehäuses 6
befindet sich die in, Fig.
2, dargestellte Einrichtung, während. in den durch die beiden Gehäusewandungen
7 gebildeten Zwischenräumen 8 die Einrichtung gemäß Fig.
3, und nvar in jedem der beiden Räume ein, und dieselbe Einrichtung angeordnet
ist. Die GehäUse 7 sind, wie aus Fig. i ersichtlich, nebeneinander angeordnet,
In Fig- 4 ist der Übersicht halber der Inhalt der einzelnen, Gehäuse nicht einge-zeichInet.
Innerhalb des Gehäuses 6 sind zunäch-st auf einer, durch al-le Gehäu-se der
Aggre-92t-, 1, 2, 3, 4, 5 quer durchglehenden Antriebswelle
9 in Abständen für jedes Aggregat i bis 5
je ein oder zwei Zahnräder
io angeordnet. Auf den Wellen 9 sitzt lose verdrehbar für jedes Aggregat
i bis, 5 je ein Schwenkarrn i i, dere-n# jeder nächst der Welle
9 ein mitdern zugehörigen Zuhn-raid i o in Eingriff stehendes Zahnrad 12
trägt. Der jedem Aggregat i bis 5 zugehörige Schwerikarin i i ist vermittels
eines außen am Gehäuse 6 angebrachten Druckknopfes 13 verstellbar entgegen
der Wirkung der Feder 14. Durch Drücken. des Druckknopfes. 13 und Verschwenken des
Armes ii tritt das zweckmäß#ig elastisch gelagerte Zahnrad i?, in Eingriff mit einem
Zahnrad 15, idias über eine Reihe von Übertragtingszahnrädem auf die einzelnen,
die verschiedenen Arbeitsgänge einleitenden Drehkörper arbeitet. Die Drehrichtungen
der einzelnen Zahnräder und D.rehkörper sind durch Pfeils.triche angegeben. Um den
Schwenkarm ii entgegen der Wirkung der Federi4 in Kupp1.ungsstellung zu halten,
trägt der Arm ii einen entgegen Federwirkung verschwenkbairen Haken-axin 16, der
mit einem festeriAngriffselement 17 inWechselw-irkung steht, d. h.
nach erfolgter Verschwenkung in das Angriffselement 17 einhakt und damit
den Arm i i in I,',upplungsstellung hält.
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Über das Zahnrad 15 wird eine Nockenscheibe 18
in der
angegebenen Pfeilrichtang angetrieben, die einen seitlichen Stift ig aufweist, Der
Stift ig hat die Aufgabe, - nach einer vollzogenen- Umdrehung einen Stoßheibel
2o des Armes ii nach oben zu drücken, um damit den Hal<e#narrn: 16 aus dem Element
17 auszurücken und damit eine Rückkehr des Armes i i in, die Ruhestellung,
d. h. eine Entkupplung zu bewirken, Außer der Nockenscheibe 18 ist
eine zweite, in der angegebenen: Drehrichtung angetriebene Nockenscheibe21 angeordnet.
Beide Nockenscheiben, die auf den für jedes Gehäuse 7
getrennten, Wellen 22
Und 23 angeordnet sind, arbeiten auf Stoßstangen 24, die gabelartig die beiden
Wellen22 und 23 umfassen. Von diesen Stoßstangen sind zweckmäßig
je eine, zu jeder SeIte der beiden Nocken iS und 21 angeordnet und starr
miteinander verbunden,. Die beiden Stoßstangen, 24 sind- durch Bolzen
2,5 miteinander verbunden. Beim Drehen arbeiten- die Nocken. 18 und 21 wechselweise
auf die Bolzen25 mit der Wirkung, daß die beiden Stoßstangen24 wechselweise nach
oben und unten verschoben weirden. Diese Verschiebung wiTd über die Federn26 zu
beiden Seiten eines Anschlages 27 des einen Armes eines Schwienkhebels 29
auf diesen Übertragen. Der Schwenkhebel 28 ist zweiarmig ausgebildet und trägt auf
dem, durch die Nocken 18 und 21 nicht unmittelba;r beeinflußten Arm die Drckwalze
29, in welcher die allgemeine, für die Karte erfo#rderliche Aufschrift angeordnet
ist. Diese D,ruickwa,Ize enthält ui. a. in erster Linie die Aufschrift für, denje..nigen,
Platz, für den. die ausgegebene Eintrittskarte bestimmt ist, d. h.
mit anderen Worten, daß die Druckwalze jedes der fünrf vorhandenen Aggregate
je eine, für einen anderen, Platz. bestimmte Aufschrift oder Type trägt.
Wird nun auf den Knopf 13 gedrückt, so stößt der Stoßa-rm, 2o zunächst auf den,
Stift ig und verbringt damit die beiden Nockenscheiben 18 und 21 ebenso wie die
Druckwalze 2,9 in die erforderliche Ausgangsstellung. Diese einleitende Bewegung
ist unter anderem. erforderlich, weil der die Welle-, 9 antreibende elektrische
Antriebsmotor zufolge der nach dem Abschalten in ihm noch aufgespeicherten Energie
die einzelnen Drehkörper nicht in der Lage stehenläßt, die für die Einleitung
des nächstfolgenden Druckvorganges erforderlich ist, Mit dem Verbringen der Nocken
18 und 2 1 und der Druckwalze 29
in die erforderliche Ausgangsstellung
erfolgt die Kupplung des Rades 12 mit dem Rad 15 und gleichzeitig hakt der Hakenarrn
16 in das Halteelemen't 17 ein. Außerdem wirdi ein, unten, zu. erörternder
elektrischer Kontakt 30 geschlossen. Die Nockenscheil>en 18 und 21 beginnen
sich nun zufolge des Antriebes durch die Welleg zu drehen-. Dabei tritt zunächst
nur die -'N-ocktnis#cheibei8 in Wirkung, indem sie den einen, die Drückwalze29 nicht
tragenden Arm des Hebels, 28 nach unten drückt und in dieser Lage für einige
Zeit hält. Durch dieses Verschwenken des HebelarmeS 28
tritt die angetriebene
DruckwalZe29 in Ein#griff mit einer Farbwalze 3 1, die angetrieben oder auch
nicht angetriehen sein kann. Die Druckwalze wird also eingefärbt. Dabei ist das
Verhältnis der beidseitigen über- und Untersetzung der I),ruckwalze: 29 und der
-Nockenscheibe 18 derart, daß die- Druck-#x-alZü29 während des Eingriffes des wirksamen
Teils der Nockenscheibe iS mit dem Stift 25 eine volle -Umdrehung macht.
Nach Beendigung der vollen Umdrehung der, Druckwalze 29 tritt also, der Nocken 18
außer Tätigkeit und es beginnt nunmehr der Nocken, der Nockenscheibe 21 zu wirken"
mit der Folge, daß der Hebel 28 mit der DruckwalZe 29 nach der entgegengesetzten
Seite verschwenkt wird. Dabei kommt die DruckwalZe 29 in Eingriff mit der Gegendruckwalze
32, zwischen der und der DruckwalZe 29 die von der nicht an-getriebenen Umlenkrolle
33 über Leitkörper 34 ablaufende Papierbahn 35 liegt. Der Vorschub
der Papierbahn 35 erfolgt durch den Eingriff der D:ruck,%valZe 29 mit der
Geggendruckwalze 32, die zweckmäßig ebenfalls in der Pfeilrichtung angetrieben
ist. Es erf olgt also das Bedrucken der Papierbahn, wobei diese insbesondere die
Aufschrift erhält, die auf den Rang des Platzes hinweist.
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Hat der Nocken der Nockenscheibe:2i zu wirken aufgehört, so stÖßt
der Stift ig der Nockenscheibe 18 gegen den StoßarM 20. Dieser drückt auf
den Hakenarrn 16 und klinkt diesen aus, so daß zufolge Zurückschnellens des Armes
i i in die Ruhelage die Entkupplun,g erfolgt.
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Die Papierbahn ist nun mit einer Aufschrift, die vor allen Dingen
auf die Rangordnung des Platzes hinweist, versehen. Diese Aufschrift allein genügt
aber noch nicht. Es muß außerdem vorhanden sein: i. dasi Datum Und 2. eine Aufschrift,
die auf diejenige der mehreren Tagesvorstellungen hin,-weist, für die die Karte
beistimmt ist. Zu, diesem Zweck ist außer der Druckvorrichtung 29, 3 1,
32 noch eine zweite Druckvorrichtung vorgesehen, deren Typen, da das Datum
und. die Vorstellungsfolge sich verändern, verschieden, einstellbar sein müssen.
Zu diesem Zweck ist die in Fig. 3 gezeigte Einrichtung dargestellt wobei
insbesondere bemerkt sei, daß die zweite Bedruckung, die in Wirklichkeit der anderen
Bedruckung vorangeht, erfolgt, während sich die Druckwalze:29 in Eingriff mit der
Farbwalze 31 befindet, also in einer Phase, in welcher die Papierbahn
35 unbewegt ist. über die einzelnen übertragungszahnräder wird gemäß Fig.
3 zunächst eine weitere, Nockenscheibe 36 angetrieben., die zwei Funktion-en
auszuüben hat. An dem Außenuinfang der Nockenscheibe 36 greift unter der
Wirkung einer Feder 37 der eine Arm 38 eines Doppeldirehhebels an,
dessen anderer Arm 39 an einen heb-und senkbaxen Tisch4o angreift. Dieser
Tisch ist höhenverschiebbar im Innern des Gehäuses 6
(Fig. 4) angeordnet und
trägt vor allen Dingen eine Abrollwalze 44 welche dazu, bestimmt ist, an dem fest
über dem Tisch 4o angeordneten, aus mehreren Typenrädern 42, 43, 44 und 45 bestehenden
Stempel abzurollen. Wird die Nockenscheibe 36 in der angedeuteten Pfeilrichtung
verdreht, so wird der Tisch 40, an dessen nach oben gerichteten Armen 46 der Hebel
39 angreift, nach oben bevnegt. Dadurch kommt die ROlle 41 in Eingriff mit
den in Arbeitsstellung befindlichen Typen des Stempels. Zwischen dem Stempel und
der Rolle, läuft natürlich die Papierbahn. Außerdem ist dort auch noch ein Farbband
angeordnet. Sofort nach Eingriff der Rolle 41 mit dem Stempel wird diese in der
angegebenen Pfeilrichtung verschoben, um an dem Stempel abzurollen und damit die
Typen über das Farbband auf die Papierbahn aufzudrucken. Der Vorschub der Rolle'41
erfolgt im Anschluß an das Heb-en des Tisches 4o vermittels der mit einem Kurbeelzapfen
47 ausgerüsteten Scheibe 48. Der Kurbelzapfen 47 greift in zwei zueinandier senkrecht
stehende Schlitze 49 und 5o einer Vorschubstange 51 ein, nächst deren freiem Ende
in einem Schlitz 52 die Rolle 41 gelagert ist. Durch die Kurbel 47 wird die
Schubstange 51 hin und her bewegt, wo#bei die Rolle 41 an dem Stempel 42 bis 45
abrollt. M der Rückbew-egung der Schubstange 5 1 beginnt der Tisch sich.
bereits wieder zu senken., so daß bei dieser Phase ein Abdruck nicht erfolgt. Im
Schlitz 5o der Schubstange 51 verschiebt sich der Kurbelzapfen 47, während der Schlitz
49 eine Verschiebung der Schubstange5i auf der WeI1C53 des Triebrades48 ermöglicht.
Ist das Abdrucken mit Hilfe des Stempels erfolgt, so wird, wie erwähnt, der Druck
mit der Druckwalze 29 der Fig. 2 vorgenommen, die gleichzeitig den Vorschub der
Papierbahn vollzieht, und den gesamten, bedruckten Teil der Papierbahn durch einen
Schlitz 54 aus dem Gehäuse 6, 7 -fördert. Der Schlitz 54 ist als AI>-schervorrichtung
ausgebildet, die nach Vollendung des Vorschubes, d. h. nach erfolgter Bedruckung
der Papierbahn iin Tätigkeit tritt. Zum Zwecke der Betätigung der Abschervorrichtung
ist die Nockenscheibe# 36,der Fig. 3 mit einem Zapfen 55 versehen,
welcher nach Beendigung der Wirkung des Nockens der Nockenscheibe 36 in Eingriff
mit einer Kerbe 56 einer Schubstange 57 tritt. Diese, Schubstange,
welche unter der Wirkung einer Rückhol fedier steht" ist an, ihrem Ende als Zahnstange
59 ausgebildet und steht im Eingriff mit einem Zahnrad 59,
welches
über ein größeres, Zahnrad 6o das Schermesser 61 verschiebt.
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Die Typenräder 42 bis 45 des Stempele sind verdrehbar, um
je nach Bedarf eine beliAige Type in Arbeitsstellun.g bringen zu können.
Dabei weist das Typenrad. 4,2 z. B. Ziffern auf, die auf die Vorstell-ungsfolge
hinweisen!. Die Typenräder
43, 44 und 45 dicnen. der Einstellung
des jeweiliggen Datums. Die Verstellung der Typ,enräd-er erfolgt über Zahnstangen
62, die, durch die drei, aus F.ig. i ersichtlichen Drehknöpfe 63,
64 und 65 betätigt werden. Auf derselben Platte des gesamtenGerätes, auf
dem auch die D rehknöpfe 63 bis 65 angeordnet sind, befinden
sich vier Drticld<nöpfe 66. Durch Druck auf einen: derselben wiTd das
Typenrad 42 verdreht,- um die entsprechende Vorstellungsfolge des Typenrades in
Arbeits-stellung zu bring,-n. Die Drehknöpfe 63 bis 65 dienen der
Einstellung des Datums. Iii, Fig. i sind auch die für jed,-s Aggregat vorgesehenen
Druelzkilöpfe 13 ersichtlieh. Außerdem besitzt das Gerät noch, wie aus Fig. i ersichtlich,
einen Druckknopf 149, welcher einen elektrischen, unten zu erörternden, Stromkreis
züi schließen hat.
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Um die Aufeinanderfolge und das gegenseitige Übergreifen der einzelnen
Arbeitsvergänge übersichtlich zu machen, sind in Fig- 5 eine Scheibe und
ein diese -umfassender Ring zur schematischen Darstellung gebracht, wobei der äußere
Ring die von der Nockenscheibe 18 mit ihrem. Stift ig (Fig. 2) und die innere Scheibe,
die von der '-\Tocken3ch"--il)e 36 init ihrem Stift 55 (Fig.
3) abhängige Aufeinanderfolge der Arbeitsvorgänge der Vorrichtung veranschaulicht.
Wie auch aus Fig. 2 und 3
ersichtlich, ist die Reihenfolge beider schematisch
aufeinander abgestimmter Vorgänge im entgegengesetzten, Uhrzeigersinn abzulesen,
wobei die Einleitung und der Absichluß der Arbeitsvorgänge durch den senkrechten
Pfeil (Fig. 5) angedeutet ist. Es ist infolgedessen auch erkenntlich, inwieweit
sich die Arbeitsvorgänge der beiden Vorriehtungen gegenseitig überlappen. Der Abschneidvorgang
ist in der Fig. 5 nicht besonders dargestellt, da er offenbar am End-e aller
Arbeitsgänge erfolgt.
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Zu envähnen ist. noch, daß der Zapfen ig der Nockenscheibe iS der
Fig. 2 den Heb,-larm 67 eines Zählwerkes 68 betätigt, so daß also
der Druckvorgang jedes Aggregates in jedem. Aggregat gesondert gezählt wird. Die
Angabe des Zählwerkes ist durch ein Fenster 69 des Gehäusesi 6 erkennbar.
Das Zählwerk 68 zählt somit die Anzahl der aus jedem Aggregat entnommenen
Karten. Die Summe der Angabe- deir vorhandenen Zählwerke 68 ergibt die Gesamtsumme
der ausgegebenen Karten. Zur Erleichterung der übersicht ist jedoch eine Einrichtung
getroffen, die im Schaltschema der Fig. 6
dargestellt ist.
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In Fig.6 ist zunächst der IN10tO1r7o dargestellt. Dieser Motor ist
dazu bestimmt, die Antriebswelle 9
in Umdrehung zu versetzen. Im Stromkreis
71 und 72, der die beiden POle 73 und 74 einer Stromquelle, z. B.
des Netzes, verbindet, ist der Schalter 75 vorgesehen. Der eine Kontakt des
Schalters 75
ist durch einen Schwenkhebel 76 getragen, der durch eine
ElektromagnetsPule 77 in Tätigkeit gesetzt -wird, Die ElektromagnetsPule
77 lie,-t in dem Hilfsistrornkreis 71, 78, ;79 und So, in dem auch
der in Fig. i dargestellte Druckknopdhauptschalter 149 angeordnet ist. Wird der
Druckknopfschalter 149 gedrückt, so wird, für die Zeit des D,rücke-ns die Elektromagnetspule
77 erregt; der Hebel 76
wird- unter Schließung des, Schalters
75 -ed,rcht, der Motor 7o beginnt sich zu drehen undi setzt damit das scheibenförmige
Schaltelernentt 81 in Drehung. Durch die, Verdrehung wird, wie ans der Zeichnung
ersichtlich, der Hebel 76 gehindert, selbst nach Stromunterbrechung des Stromkreises
78, 79, So den Schalter 75 zu unterbrechen, so daß zunächst
der Schalter 75 geschlossen bleibt und der Motor weiterläuft. Erst dann,
wenn die Scheib-, 81
eine volle Umdrehung zurückgelegt hat, beginnt die Kerbe
Sq- wieder in Deckung mit einem Stift 83 des Arrnes 76 zu treten,
so daß der Hebelarm 76 unter öffnen des Schalters- 75 unter der Wirküng
der Feder 84 in die Ruhelage zurückkehrt. Der Motor wird damit stillgesetzt. Eine
einzige Umdrehung der Schreibe 8 1 entspricht somit einem vollen Arbeitsgang,
d. h. einer Fertigstellung einer Eintrittskarte vom Anfang bis zum Ende einschließlieh
des Abschneidens.
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Zwischen 79 und So wird der Stromkreis 73, 7.1,
78, 79, 80, 74 in sieben verschiedene Stromkreise 85, 86, 87, 88, 89,
go und gi unterteilt. Die elektrische Verbindung zwischen 79 einerseits und
85 bis gi andererseits erfolgt über einen verschiebbaren Kontakt 92, der
durch einen gesonderten Steuerhebel oder durch einen der drei Drehknöpfe
63 bis 65 der Fig. i betätigt wird. Die einzelnen Hilfsstromkreise85
his gi entsprechen der Anzahl der vorhandenen Wochentage und es soll also durch
Einstellung desi Kontaktes 92 der jeweilige Wochen, tag eingestellt werden. In;
jedem der Stromkreise 85 bis gi liegen fünf Gruppen von Zählwerken
93,
94, 95, 96 und 97. Jede der vorhandenen fünf Gruppen jedes
Stromkreises ist einem Aggregat i bis 5 zugeteilt, d. h. mit anderen
Worten, es ist für jede Platzart des Vorführraumes in jedem Stromkreis eine Gruppe
von fünf Zählwerken angeordnet, deren jede vier Zählwerke besitzt. Die Anordnung
dieser vier Zähl-werke ergibt sich aus der An-zahl ,der pro Taggeggebenen Vorstellungen.
Die einander zugehörigen, Zählwe-,rksgr.upl>,-n jedes Stromkreises sind zu: einem
Satz, zusammengefaßt so, daß, also im ganzen- fünf Sätze von Zählwerken vorhanden
sind, deren-jeder-,Satz siebenGruppen zujevierZählwerken, also achtundzwanzig Zählwerk--
aufweist.
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Die Zählwerke je-,des Satzes und jedes, Stromkreises sind parallel
geschaltet. jede ersten, zweiten, dritten usw. Zählwerke jeder Gruppe
93 bis 97
sind inneThalb. eines Satzes durch die gemeinsamen
I-P-itungen98, 99, ioo, 101 bZW. 102, 103, 104, io5. bzw. io6, 107, IOS,
109 bzw. 110, 111, 112, 113 bzw. 114, 115, 116, 117 miteinander verbunden-.
In je-der dieser Leitungen liegt ein elektrischer Schalter, und zwar besitzen. die
Leitungen 98, 1 o2, i o6, i 10, 114 und ebenso, die übrigen Leitungen
j e einen Schalterii8, lIg, 120, 121. Die Schalter 118, iig, i2o und. 121
sind so miteinander -verbunden, daß sie gemeinsam betätigt werden, Zur Betätigung
der Schalter 118 bis 121 sind weitere Stromkreise 122, 123, 124, 125 vorgesehen,
die von der Leit#ung 71 abgezweigt und -gesonderte Hilfsstromkreisedarstellen.
Diese Stromkr,-ise 122,
123, 124, 125 führen über
die Spulen 126, 127, 128,
129 zurück zum POI 74. In diesen Stromkreisen
sind Schalter 130 vorhanden, die durch die vier Druckknöpfe 66 der
Fig. i geschlossen werden können. Hinter den Schaltern 118 bis 121 vereinigen sich
die Leitungen 98 bis ioi bzw. io2 bis io5 bzw. io6 bis iog b7w. iio bis
113 bzw. 114 bis 117 zu je einer einzigen Leitung 131, 13:2,
133-, 134, 135- In jeder dieser Leitungen liegt wiederum, ein Schalter 136, 137,
138, 139, 140. Die Schalter 136 bis 140 werden betätigt, durch Spulen
141, 142, 143, 144 und 145, die in den Hilfssitromkreisen 146 liegen. Diese sind
abgezapft ebenfalls von der Leitung 71 und führen über die Leitung 147 ebenso wie
die Leitungen der Hilfsstromkreise 122 bis 125 zurück zum POI 74, In den Leitungen
146 liegen die Schalter 30 (Fig. .2 und 6)# die beim Drücken der Knöpfe
13 (Fig- 1 und: 2), d. h. also beim Vollzug der Kupplung jedes
Aggregates i bis 5 geschlossen werden.
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Von den Schaltern 136, 137, 138, 139, 140 fÜhren die Leitungen
134 132, 133, 134, 135 zurück zur Leitung So und damit zum Pol -4.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgt: Soll eine Karte entnommen
werden, so wird mit Hilfe der Dreliknöpfe 63, 64, 65 das Datum eingestellt,
das normalerweise für den betreffenden Tag eingestellt bleibt. Damit werden die
einzelnen Typenräder verdreht. Gleichzeitig wird der Kontakt 92 mit einem der Kontakte
85 bis 9 1 verbunden.
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Außerdem wird durch Drücken eines der Knöpfe 66 (Fig. i) die
ge,%N-ün;schte Vorstellungsnummer eingestellt, also z. B. die erste, zweite, dritte
oder vierte Vorstellung eines Tages!. Damit wird das betreffende Typenrad der Fig.
3 verdreht und außerdem wird der betreffende Kontakt 130 geschlossen. Schließlich
und endlich wird der gewünschte Platz eingestellt. Dies geschieht durch Drücken
auf einen der Knöpfe 13 (Fig. i und 2); damit wird auch einer der Kontakte
30 geschlossen. Sind diese Einstellungen, vollzogen, so wird der Hauptschalter
149 gedrückt. Damit wird, wie oben erwähnt, über die Spule 77 der Kontakt
75 geschlossen. Der Motor beginnt zu laufen und schaltet sich nach voller
Umdrehung der Scheibe8i wieder selbsttätig ab.
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Nimmt inan nun an" daß der Kontakt92 inft dem Stromkreis
88 verbindet, der erste Knopf 66,
d. h. also -die erste Vorstellung,
und dererste Platz, d. h. der Knopf 13 des Aggregates i gedrückt sind, so
ist der Stromkreis folgender: Pol 73, Leitung 71, SPule77, Leitung78, Kontakt92,
Leitung88. Damit sind nun, alle fünf Gruppen 93 bis 97 dieser Leitung
mit je vier Zäh:lwerken angeschlossen. Da nun aber durch Schließen des ersten,
Schalters 130 der Elektromagnet 126 erregt ist, werden nur die Schalter 118 geschlossen,
d. h. nur durch die ersten Zählwerke jeder an die Leitung 88 angesch-lossenen
Gruppe könnte Strom hindurchtreten. Da, nun wiederum durch Drücken, auf den Knopf
13 des ersten Aggregates i nur der 'Elektromagnet 141 erregt ist, wird nur der Schalter
136 geschlossen, d. h. der Strom geht von der Leitung 88 durch das
Zählwerk 148, durch. die Leitung 98, den Schalter i 18, durch die
Leitung 13 1, über den Schalter 136
und schließlich über die Leitung
131 und, die Leitung So zum Pol 74. Nur das einzige Zählwerk 148 zählt.
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Es ist ohne weiteres erkennbar, daß je nach der Zusammenstellung
der betätigten Organa63 bis 66
und 13 nur eines der vorhandenen Zählwerke
zählt. jedes einzelne Zählwerk gibt somit die je Wochentag für einen bestimmten
Platz und für eine bestimmte Vorstellung ausgegebenen Karten an.
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Die Zählwerke vermitteln somit ohne weiteres, inwieweit bei Vorverkauf
noch Plätze frei sind; dabei kann die Anordnung so getroffen, sein, daß nach Ausgabe
der vorhandenen Plätze das. Zählwerk Strom,unterbrechung herbeiführt (also nach
einer bestimmten Anzahl von Zälil,vorgängen), so daß selbst, nach Drücken, und Verdrehen
der einzelnen Knöpfe und schließlich nach Drücken des Hauptschalters völlige Stromunterbrechung
vorliegt. Der M0101-7o kann nicht anlaufen, da zufolge der Stromunterbrechung des
Zählwerkes die Spule 77
nicht erregt ist!.
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Aus dem Schaltscheina ergibt sich, daß bei nicht erfolgter Betätigung
eines der Knöpfe 63 bis 66
bzw. 13 der Gesamtstromkreis nicht
geschlossen werden kann, so daß der Motor beim Drücken des Hauptschalters: 149 nicht
in Tätigkeit Tritte Aus der Fig. 6 ist außerdem noch ersichtlich, da,ß in
die Leitungen 131 big 135 kurz vor Mündung in die Leitung8o je ein
weiteres Zählwerk eingeschaltet sein kann, welche Zählwerke dieselben Aufzählungen
vornehmen wie die Zählwerke 68 in jedem einzelnen# Gehäuse6.
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Im übrigen kann z,. B. nächst dem aus Fig. i ersichtlichen Druckknopfschalter
149 auf der Außenseite des Gehäuses noch eine Anordnung von sieben, Hebeln vorgesehen
sein, mit Hilfe deren man dafür sorgt, daß der Kontaktschlitten 92 je-
weils
entsprechend dem ersten Tage einer Woche, der in jeder Woche eine andere Zahl aufweist,
auf die erste oder letzte, der Leitungen 85 bis gi veT-bruht wird. Ist z.
B. der zwanzigste eines Monats ein Montag, so wird durch Bewegen. eines Hebels der
Schlitten 92 in Deckung mit dem ersten Kontakt gi oder dem letzten Kontakt
85 gebracht. Bei Kartenausgabe! für den folgenden oder nächstfolgenden Tag
wird durch, Betätigung eines anderen Hebels der Schlitten 92 entsprechend verstellt.
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Natürlich könnte die Einrichtung auch so sein, daß nicht durch einen
der Drehknöpfe.63 Ns 65
der Kontakt92 bedient wird, sondern, Überhaupt nur,
durch einen der sieben angeordneten Hebel. In diesem Falle ist allerdings ein weiterer
Arbeitsgang erforderlich. Im anderen Falle muß bei Beginn der Woche nur der eine
Hebel eingestellt werden und bleibt in dieser Verstellung.
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Zudem kann, auch eine Anordnung vorgesehen sein, welche das Ende,
der Papierbahn 35 anzeigt. Diese Einrichtung kann darin bestehen, daß zu
beiden Seiten der Papierbahn unter Federbelastung Kontaktelemente anliegen, die
zufolge &er Steife
der Papierbahn gehindert sind, der sie beeinfluesenden
Federkraft zu. folgen. Ist die Papierbahn zu Ende, so werden die-, Kontaktrollen
oder -elemente unter, dem, Einfluß der Feiderkraft vorschwenkt und "unterbrechen
damit einen Kontakt in den Leitungen, 14 bis 145.
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Schließlich und. endlich ist es möglich, vorzusehen, daß beim Drücken,
des. jeweiligen Knopfes 13 jedes einzielnen Aggregates i bis 5 auf einem
Band: der jeweilige Preis aufgedruckt wird, der auf die betreffende Platzkarte entfällt.
Auf dem laufenden Band erscheinen dann die Beträge untereinander und, es können
nach Schluß.der Vorstellungsfolgen die: vereinnahmten Beträge mit dem auf der Papierhahn
erscheinenden Betrag verglichen werden. Dabei kann, die Anordnung so getroffen sein,
daß der jeweils neu auf die Papierbahn aufzudruckende Betrag den, vorangehenden,
Beträglen gleich hinzuaddiertwird. Hierzu ist einebesondere, an sich bekannte, Addiermaschine
erforderlich.