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Buchhaltungsmaschine Buchungsmaschinen mit schriftlichem, also lesbarem
Niederschlag der Eintragungen sind aus der Schreibmaschine entstanden, der die für
rechnerische Arbeiten benötigten Einrichtungen, wie Rechenwerke, Saldi erwerke u.
dgl., aufgesetzt wurden. Ebenso wurden solche Buchungsmaschinen auch aus der Rechenmaschine
heraus entwickelt dadurch, daß dieser ein Schreibwerk beigegeben wurde. Die Bedürfnisse
der Buchhaltung sind ständig größer geworden, so daß den Buchhaltungsmaschinen immer
mehr mechanische Einrichtungen beigegeben und in den Maschinen eingebaut werden
mußten. Das Schreibwerk dieser Buchhaltungsmaschinen wird dadurch überlastet und
unübersichtlich. Das Anhängen besonderer Organe ist auch aus rein räumlichen Verhältnissen
heraus begrenzt. Eine völlig selbsttätig arbeitende Buchhaltung erfordert außerdem
eine Lochsvmbolik in den
Isontolcarten. Die dafür nötigen Einrichtungen
lassen sich dem Schreibwerk der Buchhaltungsmaschine nicht mehr anfügen, vor allem
dann nicht, wenn sie aus der Schreibmaschine heraus gesteuert «-erden sollen. Die
für die Lochungen erforderlichen Einrichtungen, wie Locher, Fühlwerk für gelochte
Werte, selbsttätiger Zeilenwähler, auch Kontrolleinrichtungen für die Kennummer,
lassen sich mit dem Schreibwerk der Buchungsmaschine nicht mehr verbinden. ohne
dieses weitergeltend und fast unerträglich zu überlasten.
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Die Erfindung löst die in diesem Zusammenbang mit einer Buchungsmaschine
stehenden Aufgaben in einfacher Weise. Sie bezieht sich auf eine Buchhaltungsmaschine,
bei der einem von Hand bedienbaren Schreibwerk wenigstens ein weiteres synchron
zuschaltbares Schreibwerk beigeordnet ist. Sie bestellt darin, daß einem der beiden
Schreibwerke auf bekannte Art, z. B. durch Tasten, zuschaltbare und durch die Bedienung
eines oder beider Werke beeinflußbare Beiwerke, wie Rechenwerke u. d-1., zugeordnet
sind, die die in ihnen enthaltenen bzw. gebildeten Buchungsangaben selbsttätig durch
beide Schreibwerke oder wahlweise durch eines der beiden in üblicher Weise derart
zur Eintragung bringen, daß die Buchungsangaben (Zahlenwerte) vom Rechenwerk
aus sowohl mittels der Typenträger einer Schreibmaschine a auf deren Papierbogen
als auch zugleich mittels eines Schreibwerkes b, das zweckmäßig als Flachschreibvorrichtung
ausgebildet ist, auf eine Kontokarte übertragen werden können.
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Locher, Fühlwerke, Saldierwerke u. dgl. können unabhängig von beiden
Schreibwerken diesen ebenfalls beliebig zuschaltbar sein. Dadurch ist das von Hand
bedienbare Schreibwerk der Buchungsmaschine von allem Beiwerk entlastet, bleibt
vollkommen übersieht- . -ich wie eine einfache Schreibmaschine und gibt dem Bedienenden
die -Möglichkeit, die verschiedenen Arbeitsvorgänge nach Bedarf zu schalten, je
nachdem es die Buchungsarbeiten erfordern. Durch diese Anordnung ist es insbesondere
möglich geworden, die in ihren Abmessungen vom Schreibstellenabstand abhängigen
und deshalb sehr klein ausfallenden Rechen-,verke in gröberen Ab-
messungen
zu halten, so daß auf besondere Präzision verzichtet werden kann. Aus allen diesen
Vorteilen wird die Arbeitsweise an der Maschine wesentlich erleichtert, und es lassen
sich Schriftausfertigungen, die bisher übereinander gelagert werden maßten, urinmehr
auf verschiedene Arbeitsstellen sinn gemäß verteilen. So können in der von Hand
bedienbaren Schreibmaschine z. B. die j Buchungen in Klartext geführt werden, während
das zweite @chreibwerh die Bebuchung von Kontokarten mit der nur sie betreffenden
Beschriftung veranlaßt. Ebenso können die entsprechenden Wertlochungen in einem
Lochwerlk vorgenommen «-erden. Etwa angeschaltete Fühlwerke ermöglichen dabei die
Abtastung der eingeführten Kontokarte auf ihre Kennummer und ihre Wertlochungen,
z.1-,1. für die selbsttätige Saldierung oder die Aufrechnung von Postenwerten. Da
auch Saldierwerke und Speicher oder andere Rechenwerke in beliebigem Umfang zuschaltbar
sind. so ist durch entsprechende wechselseitige Verbindung der beiden Schreibwerke,
am eitlfachsten durch elektromagnetische Kupplung, die -Möglichkeit gegeben, Zalilemverte
beliebig in Jedes Schreibwerk einzutasten, auf einem oder beiden der zu bearbeitenden
Buchungsblätter, Listen, Karten n. dgl. zur Eintragung zu bringen und in die erit-ühnten
Beiwerke überzuleiten.
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Das zweite Schreibwerk beschränkt sich zwecl#zmäßigerweise auf Zahleneintragungen
in %-erbindung mit bestitamttii Symbolen für Soll und Haben u. dgl. und kann aus
den bezüglichen Tasten des ersten Schreil>-werkes mit bedient werden. Vorteilhafter
ist es jedoch, den Schreibwerken ein Sondertastenwerk vorzuschalten, das nur die
Zahlen-und Symboltasten enthält, um die-Möglichkeit zu haben, Zahlenwerte ganz beliebig
auf eines der Schreibwerke oder beide zu schalten. so daß auch das erste Schreibwerk
nicht unbedingt mitarbeiten maß. Das ist z.13. dann gegeben, wenn Beträge nicht
in ihren Einzelposten auf den in das eine Schreibwerk eingespannten Buchungsblättern
erscheinen sollen. sondern auf diesen nur in ihren Stimmen zu ihrer Kennummer. Obwohl
auch das zweite Schreibwerk in derselben Weise ausgebildet sein könnte wie das erste.
also gleichartig; einer Schreibmaschine, so vereinfacht e: den Bau der -Maschine,
wenn im zweiten Schrei])-werk lediglich Zahlenwerte und Svnil@ole erscheinen. Dabei
kann auch die =@rt der Einspannung der Buchungsblätter für beide Schreibwerke verschieden
sein, z. B. iin ersten Schreibwerk wie hei einer Schreibmaschine für Durchschriften
durch Einspannen um die Schreibwalze, beim zweiten Schreibwerk unter Verwendung
von Kartonblättern. flach bearbeitet werden, allerdings erforderlich, unter Verwendung
dünner Blätter für die Herstellung von Durchschlugen. Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele
der Erfindung dar, und zwar ist :ebb. i die schematische Ansicht der Vereinigung
der beiden Schreibwerke mit zweckinäßiger Anordnung von Beiwerken und die wechselseitige
Kupplung über Kabelverbindungen;
Abb.2 zeigt die Kupplung zwischen
dem Sondertastenwerk mit dem ersten Schreibwerk, durchgeführt als Beispiel für eine
Zahl; Abb.3 zeigt die Einschaltung der beiden Schreibwerke, der Beiwerke, wie Speicher;
Saldierwerk u. dgl., als Beispiel mit drei dafür bestimmten Tasten; Abb.4 zeigt
ein Beispiel für die elektromagnetische Auslösung der Typenhebel der Schreibwerke;
Abb. 5 zeigt ein Fühlwerk und Abb. 5 a den zugehörigen Antrieb der Fühler in Seitenansicht;
Abb.6 zeigt die Teilansicht einer vornehmlich im zweiten Schreibwerk zu bedienenden
gelochten Kontokarte; Abb. 7 zeigt ein Schaltschema für die Entnahme der Werte aus
den Rechenwerken, Abb. 8 die Bedienung der. Kontokarte für die Typenhebel und Abb-.
9 einen Typenhebelantrieb, Abb. io eine schematische Ansicht der übertragungseinrichtung
vom Sondertastenwerk zum Saldierwerk usf., Abb. i i eine Seitenansicht der Einstell-und
Entnahmevorrichtung vom und zum Saldierwerk'üsf.
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Für das erste Schreibwerk ist eine an sich übliche Schreibmaschine
a (Abb. i) angenommen, mit ihrem Tastenwerk ä und der Schreibwalze ci' zum Einspannen
der zu beschreibenden Blätter. Diesem Schreibwerka ist ein zweites Schreibwerk b
beigeordnet und z. B. damit durch eine Kabelleitung b3 verbunden, um die Typenhebel,
z. B. nur diejenigen für Zahlen, über Kontakte und Spulen zum Anschlag zu bringen.
Das zweite Schreibwerk b hat im angenommenen Beispiel nur ein Typenwerk b' für die
zehn Ziffern von o bis 9 und ein Symbol mit zugehöriger Farbbandführung b". Zum
synchronen Antrieb der beiden Schreibwerke a und b kann vom Motor m aus eine
Welle m" betrieben werden, die in beide Schreibwerke läuft und ihre Drehung durch
Niederdrücken bestimmter Tasten a4 und b4 auf die Schreibwerke a und b ebenfalls
über Kontakte und Spulen zur Wirkung bringt, damit die entsprechenden Typenhebel
zum Anschlag kommen. Das Schreibwerk b arbeitet über einem besonderen Tisch c mit
Führungen c' (Abb. i, i i) für eine Kontokarte d, die als Beispiel der Bearbeitung
in der Buchhaltung angenommen ist. Der ganze Tisch c kann sich auf bekannte Weise
unter dem Schreibwerk b in der Zeilenrichtung hinweg bewegen. Außerdem kann für
die Karte d eine Zeileneinstellung in an sich beliebiger und bekannter Art vorhanden
sein. Die Zeileneinstellung kann dabei selbsttätig durch Abtasten erfolgen, so daß
stets die richtige Zeile zur Beschriftung kommt, oder die Karte wird von Hand zeilengemäß
angelegt.
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Zweckmäßiger ist es, das Eintasten der Zahlen nicht im Schreibwerk
a vorzunehmen, vielmehr dafür ein Sondertastenwerk e vorzusehen, das im Beispiel
dem Tastenwerk ä vorgesetzt ist oder sich auch an anderer Stelle befinden kann.
Dazu findet sich dann noch eine Tastenreihe f von i bis 8 z. B. für die Auswahl
von acht an geeigneter Stelle angeordneten Speichern f' (Abb. i, i i). Ferner ist
ein Saldierwerkg vorhanden. Die Verbindung zwischen den einzelnen Werken
b, f' und g mit ihren Tasten b4, f4, g4 erfolgt elektromagnetisch
über die Kabelverbindung f3 mit den Speicherwerken f' und über die Kabelverbindung
g3 mit dem Saldierwerk g auf später noch zu erläuternde Weise. Die Tasten a4 und
b4 gestatten die Einschaltung der Schreibwerke a und b einzeln oder zusammen.
Weitere Kabelstränge f" und g" führen von den Speicherwerken f' und -dem Saldierwerk
g zur Entnehmertaste e', um nach deren Einschaltung die in die Speicher f' gegebenen
und von diesen errechneten Beträge sowie auch die Salden aus dem Saldierwerk beliebig
auf eines der Schreibwerke a oder b oder beide zu geben, in denen die betreffenden
Beträge auf den eingespannten Buchungsblättern zur Niederschrift kommen. Der Antrieb
der einzelnen Werke f', g erfolgt gleich. falls von den Schreibwerken
a und b aus über die Welle yri' mittels der in Abb. i i gezeigten
Einrichtung. Hierbei ist die Welle m" auf nicht gezeigte bekannte Art durch ein
Getriebe mit ebensoviel Zahnstangen Zoo, denen je eine Reibkupplung beigegeben n
ist (Abb. i i), kuppelbur, wie das Saldierwerk g bzw. jedes einzelne Speicherwerk
f' usf. Stellen hat.
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Auf der Saldierwerkachse sitzen zwischen Platten eines Wippenkörpers
toi Ritzel 202, 203, 204, durch deren Vermittlung die Zahnstangen Zoo die
Stellen des Saldierwerkes in positiver und negativer Richtung anzutreiben vermögen.
In der Ruhelage der Maschine befinden sich weder die Ritzel 2o2 noch die Ritzel
2o4 mit ihren Zahnstangen im Eingriff. Wird aber die Taste g4 (Abb. i) betätigt,
so wird durch Herstellung eines Stromschlusses und die dadurch bewerkstelligte Erregung
von nicht gezeigten Elektromagneten das Saldierwerk mit den Zahnstangen 200 zum
Eingriff gebracht. Die Speicher f' können durch ähnliche Betätigung ihrer Wippen
205 von der Taste f4 aus und unter Auswahl durch eine der Speichertasten
f mit den Zahnstangen 200 in Antriebsstellung gebracht werden. Dabei bewirkt die
niedergedrückte Taste f die Kupplung des zugehörigen Speichers fmit den Antriebsritzeln
207, 2o8 auf bekannte Weise (Abb. ii). Eine jede der Zahnstangen 200
steht
ständig mit je einem auf einer Welle 2c.9 in axialer Richtung unverschiebbar befestigten
Zahnrad : io im Eingriff, das stets mit einem Anschlaghebel 211 fest verbunden ist.
In die Bewegungsbahn der Anschlaghebel können in einem Segment 2i2 geführte Balzen
o. dgl. 213' eintreten, die an Ankern 214 von in entsprechender Verteilung
auf dem Segment 212 angeordneten, den Ziffern Null bis Neun zugeteilten Elektromagneten
ioo bis io9 (Abb. io, ii) angelenkt sind. Die Elektromagnete sind auf später noch
zu erläuternde Weise an Einstellwerke, z. B. an das Sondereinstellwerk e (Sbb. i),
angeschlossen.
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Es ist außerdem möglich, dem zweiten Schreibwerk b z. B. noch ein
Fühlwerk 1ä' für die Abtastung des alten Saldos und ein Fühl--werk i. für die Kennummer
der Kontokarte beizuordnen, die durch Kabelstränge h3 bzw. P mit dem Sondertastenwerk
e gekuppelt sind und sich durch Tasten 114 bzw. i4 beliebig zuschalten lassen. Auch
diese beiden Werke 1c", i
werden mittels der Welle ist' betrieben. Außerdem
ist das Lochwerk IL vorgesehen, das den in dem Saldowerk g errechneten neuen Saldo
über die Kabelstränge g" und 115 in den Locher l1 leitet. Eine Taste h dient zur
Einschaltung eines Schrittlaufes und eine Taste m für die Einschaltung des Motors
in'
nachdem alle Einstellungen vorgenommen sind und der Arbeitsgang erfolgen
soll. Mittels der Leerschrittschalttaste 1a werden Zahlenbeträge in richtiger Ordnung
untereinandergestellt. Durch die Tasten 11.4, i4 -,v erden durch Stromgabe an Elektromagnete
nicht gezeigte Sperren gelöst, die die Abfühlglieder der Abfühl-,v erke
17 ' oder i. auf bekannte Weise freigeben, sowie im Falle der Taste 1L4 Schalter
213 (Abb. i i) zur Herstellung der Verbindung mit dem Einstellmittel 212, loo bis
iog des Saldierwerkes ä usf. geschlossen. Wie aus der Abb. i i ersichtlich ist,
treffen nach ihrer Freigabe beispielsweise die Fühlstifte der Fühlglieder 215 des
Abfühlwerkes h" auf die Kontokarte d, durch welche sie, soweit sie Löcher vorfinden,
hindurchtreten. Dabei werden von den Fühlgliedern 215 entsprechende Kontakte 216
geschlossen, die über bekannte Einrichtungen zur Umwandlung kombinierter Werte in
wahre Zahlen und über Leitungen h5 mit den Schaltern 213 und damit in entsprechenden
Stellen mit einem der Elektromagnete ioo bis iog in Verbindung stehen.
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Die Übertragung des Inhalts des Saldierwerkes g auf den Locher 1a
(Abb. i, i i) kann auch auf besonders vorteilhafte Weise mechanisch unter Verwendung
bekannter und vorstehend bereits erläuterter elektromagnetischer Kupplungseinrichtungen
erfolgen. Hierbei werden Ritzel Zar, die mit je einer Gruppe von gegenseitig
versetzten Daumenscheiben 22-2 in Verbindung stehen, mit den Zahnstangen
200 in Antriebsverbindung gebracht. Diese Zahnstangen 200 werden bei einer Übertragung
des Saldierwerksinhalts von der Welle iii' so weit in Pfeilrichtung 223 angetrieben,
bis die jeder einzelnen von ihnen zugeordnete Saldierwerksstelle den Anschlag .Null
erreicht hat. Sodann erfolgt. gegebenenfalls nach entsprechender Verschiebung des
kartentragenden Schlittens c. die Lochung des eingestellt°n Wertes auf der Kontokarte
d durch Einwirkung eines auf übliche Art maschinell bewegten --%litnehmers 22.I
auf die von den Daumenscheiben 222 voreingesteilten Hebel 225 und damit auf die
Lochstempel 226.
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Die Abfühlung der Kennummer der Kontokarte d durch das Ahfühlwerk
i erfolgt stets für sich allein und vorzugsweise nach von Hand erfolgender Einlegung
der Kontokarte auf den in Grundstellung stehenden Schlitten c sowie vor der Abfühlung
des alten Saldos. Nach der «-eiter unten noch näher beschriebenen Übertragung der
Kennummer auf das Schreibwerk a kann sich durch Verwendung einer bekannten selbsttätig
arbeitenden Zeilensuchvorrichtung der abzufühlende alte Saldo nach Drücken der Taste
114 auf das Abfühlwerk 1i' einstellen.
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Mit den Zahnstangen 200 (Abb. i i) kann bei Betätigung der Entnehmertaste
e' durch Herstellung eines Stromkreises für einen weiteren, nicht dargestellten
Elektromagneten eine Gruppe von auf Hebeln 227 sitzenden Ritzeln 2-25 in Antriebsverbindung
gebracht werden. Jedes Ritzel steht ständig über Zwischenglieder mit je einem ihm
zugeordneten Zahnrad 229 im Eingriff. Alle Zahnräder 229 sind mit später noch näher
zu erläuternden Schaltarmen 13 (gbb. 11, 7) fest verbunden und dreh-, aber unverschiebbar
auf einer Welle 230 gelagert. Ein jeder Schaltarm kann in Abhängigkeit von der ihn
antreibenden Zahnstange, deren Bewegung folgend, mit einer der den Ziffern Null
bis Neun beigegebenen Kontaktstelle 1d. zusammenwirken.
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Die Bedienung der beiden Schreib-,verke a und b braucht nicht vom
Tastenwerk e aus zu erfolgen, sondern es ist auch möglich. sie durch selbsttätige
Abtastung von Einzelpostenlochkarten 1' mittels eines Fühlwerkes 1 zu bedienen,
das durch den Kabelstrang l-3 mit den beiden Schreibwerken a und b verbunden
ist. Bei Einschaltung dieses Arbeitsganges werden die Lochkarten 1' in bekannter
Art vom Fühlwerk 1 abgetastet und geben ihre Werte in das Zahlentypenwerk der beiden
Schreibwerke a und b oder in eines derselben. so daß die aus den Lochkarten
I' aufgenommenen gelochten Werte in Niederschrift auf
den eingespannten
Buchungsblättern erscheinen und z. B. im Schreibwerk a eine Buchungsliste, im Schreibwerk
b Kontokarten geführt werden. In Verbindung damit oder auch für sich können durch
die beschriebene Schaltung von Saldierwerk g -und Speicherwerken f' die gelochten
Werte oder Teile daraus aus den Lochkarten l' mittels der Tasten f4; g4 und mittels
der noch zu erläuternden, in den Abb. 5, 5 a dargestellten Abfüll- und Übertragungsvorrichtung
in diese Werke gegeben werden. Das Fühlwerk h" tastet den alten gelochten Saldo
der Karten d ab und leitet ihn über den Kabelstrang h5 (Abb. i, 1i) zum Saldierwerk
g. Der neue Posten, der entweder in die Tastatur e eingetastet wird oder auch durch
das Fühlwerk l von Lochkarten l' oder einem Lochband aufgenommen werden kann, geht
über den Kabelstrang 13, g3 in das Sä.ldierwerk g, um mit dem alten Saldo
den neuen Saldo zu bilden, der über den Kabelstrang h5 in den Locher h oder auf
mechanischem Wege (Abb. i i) und mittels der Tasten g4, h4, a4, b4 auch in die Schreibwerke
a und b geleitet wird. Die Abfühlung des alten Saldos durch das Abfühlwerk
h und seine Übertragung auf das Saldierwerk g wird durch Niederdrücken der Tasten
h4, g4 und der Motortaste m gemäß der Einrichtung nach Abb. i i eingeleitet. Hierbei
gelangen die Werte zu den Einstellmitteln 212, Zoo bis 109 und von da aus durch
die vom nicht gezeigten Antrieb aus erfolgende Bewegung der Zahnstangen 200 in Pfeilrichtung
223 in das Saldierwerk g. Die von den der Abfühlung des alten Saldos entsprechend
erregten Elektromagneten töo bis tog in die Bewegungsbahn des Anschlaghebels 211
eingebrachten Bolzen 213d begrenzen die Einstellung der Zahnstangen, wobei die restliche
Antriebsbewegung durch die den Antriebsmitteln je Zahnstange beigegebene Reibungskupplungen
abgefangen wird. Die in ihre äußerste Arbeitsstellung eingetretenen Zahnstangen
Zoo lösen auf bekannte, nicht gezeigte Weise mittels ihres Antriebes die bis dahin
bestehende Sperre der niedergedrückten Tasten auf, so daß bei der Rückkehr der Zahnstangen
200 eine Löschung des in das Saldierwerk oder auch in das Lochwerk 222 eingebrachten
Wertes verhindert wird. Die Übertragung des neuen Postens von der Tastatur e aus
auf das Saldierwerk wird weiter unten näher beschrieben. Der Locher h locht den
neuen Saldo in die Kontokarte d oder in ein Lochband.
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Mit dieser Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, Lochwerte von Einzelpostenlochkarten
öder einem Lochband zur selbsttätigen laufenden gelochten Wertfortschreibung zu
bringen; also eine Vielzahl von Einzelbeträgen .oder deren Summen aus einem Lochkartenstapel
oder einem Lochband aufzunehmen oder deren Summierung in Lochung und Schrift auf
die Lochkarten d zu übertragen. Ebenso lassen sich alle anderen Auswertungs- und
Rechenergebnisse aus Einzelpostenlochkarten in den beschriebenen gelochten Kontokarten
zur laufenden Wertfortschreibung durch Lochung feststellen. -Die Einschaltung der
einzelnen Werke mittels ihrer Tasten läßt sich z. B. teilweise mechanisch und teilweise
elektromagnetisch nach Abb. 2 bis q. durchführen. Von der Welle m" wird eine Welle
m3 laufend betrieben, auf der Exzenter n sitzen. Diese wirken auf bei n' gelagerte
Mitnehmerhebel n". Auf der durchgehenden Stange W
sind Winkelhebel
o gelagert, die bei o' eine Klinke ö' tragen, die unter Federwirkung mit dem Mitnehmer
n' in Eingriff kommen kann. Am Winkelhebel o greift ein Mitnehmerarm p an, der mit
seinem Zapfen p' in einen mit dem zugehörigen Typenhebel verbundenen Arm p" greift.
Hinter dem Arm p lagert auf der Stange q' ein Arm q, der durch eine Schiene q" mit
seiner zugehörigen Schalttaste, z. B. a4, verbunden ist. Durch Druck auf
die Taste a4 wird der Arm q zurückgedrängt, und der Mitnehmer p kann sich unter
Federwirkung mit der Stange p" des Typenhebels kuppeln. Es wird demnach durch eine
solche Einrichtung das Schreibwerk a eingeschaltet. Die Schließbewegung der Klinke
ö ' wird von ihrer Taste e aus bewirkt. Diese arbeitet über den Winkelhebel r auf
eine Schiene r', an der der bei y3 gelagerte Winkelhebel r" mit etwas Spiel angreift.
Am abwärts reichenden Arm des Winkelhebels r" lagert die Klinke s, die in den Zahn
s' der Stange -' eingreifen kann. Wird eine der Tasten e gedrückt, dann zieht sie
über ihre Stange y und die Klinke s den Winkelhebel r" aus dem Eingriff mit der
Klinke o", und diese schlägt unter Wirkung ihrer Feder in den Bereich ihres Mitnehmers
n", der von dem Exzenter n aus ständige Schwingbewegungen erhält. Demzufolge kann
durch Druck auf die Taste e über das beschriebene Zwischenwerk der entsprechende
Typenhebel des Schreibwerkes a zum Anschlag gebracht werden. Für die anderen Tasten
e wiederholen sich diese Einrichtungen.
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Sobald der Anschlag des Typenhebels vor sich geht, wirkt der eine
Arm des Winkelhebels o auf den Winkelhebel t, und dieser rückt über den Winkelhebel
t' die Klinke s aus dem Eingriff mit dem Zahn s'. Der Winkelhebel r" schwingt
durch seine Feder v'
in seine Ausgangsstellung gegen den Anschlag v. Beim
Rückgang des Hebels o fängt der Winkelhebel r" die Klinke o" und bringt
sie
aus dem Bereich des Mitnehmers fit". Hierdurch ist erreicht, daß die Taste e beliebig
lange heruntergedrückt werden und trotzdem der Typenhebel nur einmal zum Anschlag
kommen kann. Beim Hochgehen der Taste e geht die Schiene r' in die Ausgangsstellung.
so daß die Klinke s wieder in den Zahn s' einfällt. Die Taste e ist dann für die
nächste Bedienung frei. Sobald nach Freiabe der Klinke o " der Typenanschlag erfolgt,
wird über die Klinke o" auch der Winkelhebel o im Uhrzeigersinn geschwungen und
schließt dabei den Kontaktsatz bei tt. Dieser Satz besteht im angenommenen Beispiel
aus drei einfachen Kontakten und einem Doppelkontakt 25o (Abb. 2, 3, io), der jeweils
unter Zwischenschaltun- voll weiteren Kontakten ir' mit dem Kontaktsatz. fit verbunden
ist. für drei Tasten bz, i4, J z, die die Einschaltung des zweiten Schreibwerkes
1. der Speicher f' lind des Saldierwerkesvermitteln und der t bertragung der eingetasteten
Ziffer in das Saldierwerk g o. d-1. dienen. Die im Ruhezustande geöffneten Doppelkontakte
250 (Abb. io) sind sämtlich mit einem 1,Z-ontalctteil an eine vom Pluspol der Stromduelle
kommende Leitung angeschlossen und stehen mit ihrem Mittelteil mit einem Drehschaltelehtromagnet
25z in Verbindung, der den Ziffern Null bis -Neun zugeordnete Wähler 252 bis 261
schrittweise zu steuern vermag. Die Ritzel aller Wähler können durch Betätigung
der Dezimaltabulatortaste des Schreibwerkes a durch Verwendung bekannter Mittel
mit dein tun ein gewisses Stück ablaufenden Papierwagen (Zahnstange) o. dgl. gekuppelt
-werden, so daß alle Wähler 252 bis -26z z. B. vor der Einstellung einer einstelligen
Zahl niit ihren Schaltarmen auf den letzten jeweils der Stelle Elf zugeordneten
Kontakt zu liegen kommen. Die Schaltarme sind jeder für sich jeweils an den einen
noch freien Iiontaltteil der Doppelkontakte 230 angeschlossen. Wird also nunmehr
eine Zahl, z. B. eine -Neun, in die Tastatur e (Abb. 4, z ) eingetastet, so wird
der dem Wähler 261 beigegebene Doppelkontakt 250 geschlossen. Der Strom gelangt
alsdann zum Drehschaltelektromagnet 251 und durch die Stelle Elf des genannten Wählers
261 und durch die an diese angeschlossene Leitung des Kabels zog' (Abb. to) zum
Elektromagnet zog der Stelle Elf der Einstellglieder für das Saldierwerk usf. Die
vor der elften Kontaktstelle des Wählers -26z liegenden übrigen zehn Kontakte sind
gleicherweise an die Elektromagnete zog der Stellen Eins bis Zehn der Einstellglieder
für das Saldierwerk g usf. angeschlossen. Die Kontaktstellen der übrigen Wähler
sind in entsprechender Weise mit den anderen Elektromagneten zoo bis zo,9 der '
Stellen Eins bis Elf der betreffenden Einstellglieder verbunden. Ist bei dein T#penansehlag
der Kontaktsatz tt geschlossen und ferner eine der Tasten bz, fz, gz bzw. sind mehrere
von ihnen gedrückt, dann schließen diese ihre Kontakte bei ai , und es kann ein
Stromstoß über die zugehörigen Kabelstränge bIli. fl, @; zu den bestimmten Werken
gehen und dort die dezimalstellenweise Anschaltung der Rechenwerke oder des Saldierwerkes
bzw. des Schreibwerkes b auf die eingangs bereits erläuterte Weise bewirken. Die
Kontaktsätze rt und Doppelkontakte -25o wiederholen sich entsprechend der Anzahl
der zu schreibenden Zittern und Symbole, also etwa der Zahlen voll o bis g und eines
Syinhols, so daß in dieseln Falle elf Kontaktsätze ii und Doppelkontakte 25o auftreten.
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Die Einschaltung der Typenliel)el kann auch elektromagnetisch erfolgen
dadurch. daß die entsprechenden Anscliliisse zu einer Spule « führen (Abb. .4),
deren Anker -z"' für den Wilikelhebel t" tritt und die Klinke o" freigeben kann,
so daß sie in den Bereich des Mitlichinerhebels fit' gelangt und damit, wie oben
beschrieben, den Typenanschlag herbeiführt.
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Das Fühlwerk i- in Abb. z kann nach dein Beispiel in Abb. 5 und 5a-eingerichtet
seil]. Die Kontokarte d (Abb. h) weist all einem oder beiden Rändern a" Lochtui-en
<I" auf, die ihre Kennummer darstellen. Diese Lochting-en werden von dem Fühlwerlk
(Abb. _;) abgetastet, dessen Fü hlliebel i5 mit Zapien durch die Löcher
d" der Karte rf -,reiten und finit einer Kontaktleiste i6 den Strom schließen
können. Die Fühlhebel i5 werden voll einer Kurvenscheibe i7 aus auf die Karte d
niedergedrückt. Diejenigen Fühlliebel, die finit der Kontaktleiste il; einen Stromkreis
schließen können, leiten diesen der Stellung jedes Loches ci" der Karte ci entspreellend
zu Kontakten il, die von einer Welle t-' aus mittels der Daumenscheiben nacheinander
geschlossen «-erden und damit die Stromstöße z. B. auf die Spulen «o in Abb. .i
leiten. so daß die entsprechenden Typenhebel zum Anschlag kommen und die den abgefühlten
Lochsymbolen entsprechende Kennzahl schreiben. _'iußer dieser Niederschrift im Schreibwerk
a kann der Stromstoß auch zum -clireibwerk b bzw. auf dessen Spulen w geleitet werden,
das etwa gemäla Abb. g eingerichtet ist, so daß auch hier die Niederschrift der
Kennzahl der betreffenden Kontokarte d erfolgt.
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An die Spulen ^<" und .> können außerdem die Kabelleitungen f"
und g" (Abb. ; , 11)
gefiihrt werden, um nach dein 1 iederdrüclken der Entnehmertaste
e' auch die in den Speichern f' und im Saldierwerk g aufgenonlinenen oder errechneten
Beträge zur -Nieder-
Schrift und über die Kontaktsätze u und Doppelkontakte
25o in die angeschalteten Beiwerke zu bringen. Eine vom Motor m aus z. B. über die
(Querwelle i i" (Fig. 1, 8) mitbetriebene Zwischenwelle i i' trägt Daumenscheiben
ii, welche die Kontaktpaare i21 bis i21° nacheinander schließen können. Es sind
in diesem Falle zehn. Daumenscheiben i i zur Niederschrift von zehn Stellen angenommen.
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Die Rechenwerke, Zählspeicher usw. stellen ihrem Zählstand entsprechend
die Wählzeiger 13 (Fig. 7) nach deren Kupplung mit den Zahnstangen - Zoo auf den
der Zahl entsprechenden Kontakt 14 ein. Es ist für jede Ziffer ein Wähler mit zugehörigem
Leitzeiger 13 vorgesehen, um den Zählstand Stelle für Stelle in die Spulen z9 bis
z9 zu leiten. Die Daumenscheiben i i schließen die Kontakte 121 bis 1219, so daß
immer nur eine Stelle mit ihrer zugehörigen Spule z verbunden sein kann, -also auch
die Typenhebel nur Stelle nach Stelle zum Anschlag kommen können.
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Anstatt die Schreibwerke a und b mit Stelle für Stelle zum Anschlag
kommenden Typenhebeln auszurüsten, können an deren Stelle auch Druckwerke 300 (Abb.
i i) treten, z. B. mit Typenstangen oder Typenrädern, die von Hand über das Tastenwerk
e oder auch durch Abfühlung am Fühlwerk l öder i oder auch aus den
Speichern f' bzw. dem Saldierwerk g eingestellt werden und nach dem Schließen des
Stromkreises für den Motor den eingestellten Zahlensatz auf einmal zum Abdruck bringen.
Ebenso kann die Auslösung der Typenhebel für beide Schreibwerke a und
b
entweder mechanisch (Abb.2) oder elektromagnetisch (Abb. q. oder 9) erfolgen.
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Die neue Anordnung der Schreibwerke und ihrer Beiwerke ermöglicht
es ohne besondere bauliche Umstände, eine selbsttätige Kontokartenanlage; die die
einzelnen Kontokarten unter das zweite Schreibwerk b in richtiger Zeilenanlage leitet,
einzurichten. Ein besonderer Vorteil der Einrichtung ist die Trennung der Sondertastatur
e von dein Schreibwerk b, denn sie kann an ganz beliebiger Stelle liegen, braucht
also auch nicht mit dem Schreibwerk a verbunden zu sein. Die Sondertastatur e kann
auch ohne das Schreibwerk a auftreten nur in Kupplung mit dem Schreibwerk b, so
daß das Sondertastenwerk von dem Schreibwerk und den Beiwerken ganz unabhängig und
unbelastet ist. Naturgemäß könnte bei dem Schreibwerk b dieses selbst laufen, wogegen
die Karten ortsfest eingespannt sind. Dann müßte das Schreibwerk über der Karte
zeilengemäß zur Einstellung kommen.
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Die Maschine mit ihren Schreib- und Beiwerken eignet sich sinngemäß
auch für die Einträge in Karteikarten für allgemeine geschäftliche Zwecke, z. B.
zur Registrierung von Stadien, Terminen, Fristen und Fälligkeiten und den entsprechenden
zusätzlichen Werten.