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Arbeitszeitkontrollvorrichtung mit Addiermaschine zur selbsttätigen
Lohnberechnung. Die Erfindung betrifft eine Arbeitszeitkontrollvorrichtung, die
beim Eingang des Arbeiters den Arbeitsbeginn und bei Ausgang das Arbeitsende an
einer dem Wochentag und der Tageszeit entsprechenden Stelle einer vorgedruckten
und in die Kontrollvorrichtung eingelegten Arbeitskarte in der Weise markiert, daß
die wöchentliche Gesamtarbeitszeit in einer der Kontrollvorrichtung zugehörigen
Addiermaschine ermittelt und der dafür fällige Lohnbetrag selbsttätig berechnet
werden kann.
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Die Arbeitszeitkontrollvorrichtuie gemäß der Erfindung ist auch als
Kalkulagraph besonders geeignet. Auf einer Arbeitskarte, die für ein zu kalkulierendes
Werkstück gilt, werden dann in gleicher Weise für den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende
geltende Markierungen vorgenommen.
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Die Arbeitszeitkontrollvotrichtung wird in an sich bekannter Weise
durch ein Uhrwerk oder ein elektromagnetisches Zeitschaltwerk angetrieben und der
Markierungsvorgang durch einen handbedienten Hebel oder Druckknopf oder selbsttätig
durch beim Einlegen der Arbeitskarte erfolgenden Kontaktschluß ausgelöst.
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In der Addiermaschine, die von Hand oder durch Motorkraft in Gang
gesetzt werden kann, wird die in der Arbeitszeitkontrollvorrichtung markierte Arbeitskarte
durch eine besondere Fühlvorrichtung algetastet und nach Lage der Markierungen auf
der Karte und zueinander die Gesamtarbeitszeit mit Ausschiuß der Pausen und der
fällige Lohn selbsttätig errechnet und auf einer besonderen Teilung des Kartenrandes
oder der Kartenrückseite ablesbar gemacht. Für etwa geleistete Überstunden wird
dabei der entsprechend höhere Lohnsatz in Anrechnung gebracht.
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Gemäß der Erfindung werden die Arbeitszeitkontrolle und die selbsttätige
Berechnung derGesamtarbeitszeitund des fälligen Lohnes dadurch bewerkstelligt, daß
das der Markierung der Arbeitskarte dienende Glied in seinem Lauf während einer
V4'oche eine Spirale beschreibt und mit Ablauf jedes Wochentage; eine Spiralenwindung
vollendet, um die mit entsprechender Spirale und vorzugsweise 24stündiger Zeiteinteilung
bedruckte Arbeitskarte an der dem Zeitpunkt des Arbeitsbeginns und -endes entsprechenden
Stelle, beispielsweise durch Lochung, derart zu markieren, daß die Lochungen beim
Abtasten der Arbeitskarte in einer zugehörigen Addiermaschine deren Markierungsglied
um die Einzelbeträge der Lochungsabstände fortschalten und die zum Kalkulieren oder
Entlohnen erforderliche Gesamtarbeitszeit abzüglich der Pausen auf einer besonderen
Teilung der Karte markiert und gewertet wird.
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Zn den Abbildungen ist je eine Ausführungsform der Arbeitszeitkontrollvorrichtung
und der zugehörigen Addiermaschine dargestellt.
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Abb. z zeigt die Arbeitszeitkontrollvorrichtung von vorn gesehen im
Schnitt.
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Abb. 2 stellt eine Arbeitskarte dar.
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Abb. 3 ist eine Schnittzeichnung der Addiermaschine,
und
die Abb. 4 und 5 lassen Einzelheiten der Abb. 3 erkennen.
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Die Arbeitszeitkontrollvorrichtung (Abb. i) ist, wie folgt, aufgebaut:
Zwei gleich große Scheiben 4 sind achsial in einem der Papierstärke der Arbeitskarte
entsprechenden Abstand voneinander auf Lagerschrauben 5 drehbar gelagert, die in
seitliche Böcke 6 eines Gestelles i eingeschraubt sind, und werden von einem Uhrwerk
oder elektromagnetischen Zeitschalt-,verk, beispielsweise von 5 711 5 Minuten,
zwangläufig so weitergedreht, daß sie in 24 Stunden eine Umdrehung ausfahren. Auf
den äußeren Seitenflächen der Scheiben 4 sind symmetrisch rahmenförmige Winkelstücke
7 befestigt, in denen die von Schneckenwellen 8 transportierten und auf Schlitten
9 gleitenden beiden Elemente der Markierungsvorrichtung, nämlich die Stanzen io
und die entsprechenden Matrizen ii, angebracht sind, die sich in jedem Zeitpunkt
genau gegenüberstehen. Auf den Winkelstücken 7 stehen drehbare Kegelräder 12 in
Eingriff mit auf den Lagerschrauben 5 feststehenden Kegelrädern 13 und rollen sich
an ihnen ab. Ihre Drehung übertragen die Kegelr iider 12 über Triebrädchen 14 auf
Zahnräder 1.5, an denen mit einer Aussparung versehene Scheiben 16 festsitzen. In
diese Aussparung der Scheiben 16 greift ein auf einem Zahnrade 1,8 festsitzender
Sperrkegel 17 ein, durch den, solange er mit der Scheibe 16 in Eingriff steht, der
Schneckenwelle 8 die Drehung des Kegelrades 12 über das Zahnrad 18 und ein Trieb-.i
r dchen ig mitgeteilt wird. Infolgedessen wandert die Markierungsvorrichtung io,
il während der Drehung der Scheiben 4 mehr und mehr der Drehachse 5 zu, und zwar
ist das Übersetzungsverhältnis beispielsweise so gewählt, daß die Markierungsvorrichtung
io, ii ihre innere Endlage nach Ablauf einer Woche erreicht und jedes Zahnrad i8
während dieser Zeit eine volle Umdrehung ausführt. Die Stanzen io und ihre Matrizen
ir beschreiben also während einer Woche eine Spirale, von deren Windungen je eine
an einem Wochentage vollendet wird, da, wie vorher erwähnt, die Scheiben 4 im Verlaufe
eines Tages eine volle Umdrehung ausführen. Es entspricht demnach jede Spiralwindung
einem ganz bestimmten @#,'ochentage und jeder Punkt einer Spiralwindung einer bestimmten
Tageszeit. In der inneren Endlage der Markierungsvorrichtung io, ii werden die Sperrkegel
17 durch Stifte 2o aus den Aussparungen der Scheiben ib ausgehoben und entkuppeln
die Zahnräder 18, die nun durch während des Ganges vorgespannte Rückstellfedern
(nicht dargestellt) um einen Umlauf zurückgedreht werden und die Markierungsvorrichtung
ro, ii in ihre Ausgangsstellung zurückbefördern. Legt nun der Arbeiter seine vorzugsweise
nach Abb. 2 vorgedruckte und beschnittene Arbeitskarte, die später noch näher beschrieben
wird, durch einen Trichter 3 ein, der als Führung über dem die Karte aufnehmenden
Spalt zwischen den Scheiben 4 am Gehäuse 2 angebracht ist, und drückt hierauf den
der Durchgangsrichtung des Arbeiters entsprechenden Knopf 21 (Anfang) oder 22 (Ende),
so wird einer der Hämmer 23 über eine mechanische Umsteuerung U vorgespannt und
au.-gelöst und schlägt auf einen der im Lagerbock 6 liegenden Bolzen 24, der eine
der lose auf die Lagerschraube 5 aufgeschobenen Buchsen 25 verschiebt. Auf jeder
Buchse 25 sitzt schwenkbar ein Hebel 26, der auf einem Gußstück 27 gelagert ist,
das diametral zu düm die Markiervorrichtungio, ii tragenden Winkelstück 7 auf der
einen Scheibe 4 befestigt ist und zugleich als Gegengewicht dient. Die Hebel 26
tragen an ihren unteren Enden Hämmer 28, die vor den Stanzen io stehen, und deren
einer, je nachdem, ob es sich um Arbeitsbeginn oder Arbeitsende handelt, durch die
oben beschriebene Verschiebung der Buchse 25 auf die entsprechende Stanze io schlägt.
Die Arbeitskarte wird daher an der dem Wochentag und der Tageszeit des Arbeiterdurchgangles
entsprechenden Stelle gelocht, nachdem sit, kurz vor der Lochung durch einen Zentrierkegel
29 zentriert wurde, der durch einen Hebel 3o beim Drücken eines der Druckkni@pfe
21 oder 22 mitgesteuert wird.
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Die Auslösung des Lochungsvorganges könnte auch selbsttätig auf elektromagnetischem
Wege etwa dadurch herbeigeführt werden, daß die Karte in der Tiefe des durch die
Scheiben 4 gebildeten Kartenschlitzes mit ihrem unteren Rande einen Kontakt zusammendrückt,
der einen Arbeitsmagneten zur gleichen Beeinflußung der geschilderten Hammeranordnung
veranlaßt wie die Druckknöpfe 21 oder 22. In diesem Falle würde die mechanische
Umsteuerung U erspart werden.
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Die in Abb. 2 dargestellte Arbeitskarte wird vorzugsweise zu der Arbeitszeitkontrollvorrichtung
nach der Erfindung verwendet. Auf den unteren Teil eines Kartonstückes, des-zen
Form nach der Gestalt des Aufnahmeschlitzes zwischen den Scheiben 4 (Abb. i) geschnitten
ist, ist eine zifferblattähnliche Teilung aufgedruckt. In deren Mitte befindet sich
der Zentrierausschnitt 31, umgehen von dem die Tagesstundeneinteilung tragenden
Ring 32 zur Bezeichnung der Kartensektoren. Die Stundensektoren werden durch die
im gleichen Verhältnis mit dem Gang der Markiervorrichtung io, ii (Abb. i) aufgebaute
Spirallinienzeichnung 33 nach Wochentagen, wie schon erläutert, geschnitten und
durch radial verlaufende Linien 34 in 5-Minuten-Abschnitte unterteilt.
Unter
der Voraussetzung, daß an die Arbeiter je nach Stundenlohnsatz verschiedene Karten
ausgegeben werden, trägt der obere Teil der Arbeitskarte außer dem Namen des Arbeiters
und etwa notwendigen Betriebsbezeichnungen auch die Angabe des Stundenverdienstes,
auf der Karte der Abb. 2 z. B. die Angabe »Stundenverdienst 3 Mark«. Der Umfang
des kreisrunden Teiles der Karte ist beispielsweise in 6o Arbeitsstunden von i bis
6o eingeteilt, deren jede ebenfalls die 5-Minuten-Unterteilung aufweist. Unter den
Arbeitsstundenzahlen x bis 46 der pflichtmäßigen Wochenarbeitszeit sind die nach
dem auf der Karte angegebenen Lohnsatz errechneten Markbeträge (3 bis i38) aufgedruckt,
unter den Stundenzahlen 47 bis 6o die für Überstunden errechneten Beträge. Auf dieser
Randteilung markiert die Addiermaschine, wie noch erläutert wird, selbsttätig mit
einem Einhieb oder bunten Diuckstrich 38 die Gesamtarbeitszeit und den entsprechenden
Lohn.
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Die durch die Arbeitszeitkontrollvorrichtung vorgenommenen Lochungen
stellen sich auf der Karte bei regelmäßigem Arbeitsbeginn für den Eingang (um 6
Uhr 45 Min.) wie die Löcher 35, für den Ausgang (um 2 Uhr 45 Min.) wie die Löcher
36 und für den Sonnabend-Mittagsschluß (um i2 Uhr 45 Min.) wie Loch 37 dar. Die
Lage der Löcher 35#z deutet an, daß sich der Arbeiter am Mittwoch und Freitag um
io und 15 -Minuten verspätet hat. Die der Arbeitsstelle dadurch verlorengegangenen
25 Minuten werden, wie sich aus der späteren Erläuterung ergeben wird, durch die
Addiermaschine selbsttätig abgesetzt und deshalb bei der Lohnberechnung nicht gewertet.
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Punkt 36°z drückt durch seine Lage aus, daß der Inhaber der Arbeitskarte
am Donnerstag bis 7 Uhr 45 Min. abends durchgearbeitet, also Überstunden geleistet
hat, die durch die Addiermaschine dem Tarif entsprechend aber erst berücksichtigt
werden, wenn die Pflichtwochenarbeitszeit von 46 Arbeitsstunden erfüllt ist.
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Es sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß die Ausgangslochungen 36,
37 und 36',
wie die Ausgangsstanze io (Abb. i) gegenüber den Eingangslochungen
3;5, 35' (Eingangsstanze io Abb. i) um eine halbe Spiralenwindungsbreite versetzt
sind.
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Zweckmäßig wird der zwischen den Punkten 35 und 36 liegende Zeitabschnitt
der Normalarbeitszeit auf der Karte schraffiert oder bunt abgetönt. Alle in den
schraffierten oder getönten Teil der Arbeitskarte hineinfallenden Punkte machen
dann ohne weiteres eine Arbeitsversäumnis, alle herausfallenden Punkte eine Mehrarbeit
oder Überstunden kenntlich.
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Die in Abb. 3 dargestellte Addiermaschine besteht im wesentlichen
aus der Addier- und Stempelvorrichtung 39, 40, 41, 42, dem rechts davon dargestellten
Zahnrädervorgelege und der links von der Addiervorrichtung dargestellten Fühlvorrichtung,
deren in gleicher Weise wie die Markiervorrichtung der Abb. i arbeitende Teile durch
gleiche Bezugszeichen mit dem Index »Strich« kenntlich gemacht sind.
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Die Addiermaschine. wird von Hand durch eine Kurbel 43 oder durch
Motorkraft angetrieben. Eine durchgehende, -in den Lagerböcken 44 und 45 des Gestelles
46 gelagerte Welle 47 wird in Drehung versetzt und nimmt eine an ihr festsitzende
Scheibe 4' mit. Die Scheibe 4' trägt ähnlich den Scheiben der Abb. i ein festsitzendes
Winkelstück 7', das ebenso eine Schneckenwelle 8', ein auf dem Schlitten g' gleitendes
Lagerstück io' und die mit einem Kegelrad 12' in Verbindung stehende Zahnräderanordnung
enthält. Das Kegelrad 12' rollt sich bei Drehung der Scheibe 4' an einem feststehenden
Kegelrad 13' ab. Da die Übersetzungsverhältnisse die gleichen sind wie bei der Arbeitszeitkontrollvorrichtung,
so beschreiben auf das gleitende Lagerstück io' aufgesetzte Fühlrädchen 48 und 49
genau dieselbe Spiralenbahn wie die Markiervorrichtung io, fi der Abb. i und folgen
demnach in ihrer Bewegung genau dem Verlauf der auf die Arbeitskarte aufgedruckten
Spirallinien33(Abb.2). Eine hinter der Seitenwand 51, die um Gelenk 50 aufklappbar
ist, eingelegte Arbeitskarte 77 wird also bei Drehung der Kurbel 43 durch die Fühlrädchen
48 und 49 längs ihres Spiralenaufdrucks abgetastet. Die Zähne der Fühlrädchen 48
und 49 sind so ausgefräst und die Fühlrädchen so miteinander verbunden, daß abwechselnd
ein Zahn des Fühlrädchens 48 von einem Eingangsloch und danach ein Zahn des Fühlrädchens
49 von einem Ausgangsloch mitgenommen werden. Ein mit den Fühlrädchen 48, 49 auf
gleicher Welle zwischen zwei Schenkeln des Lagerstückes io' sitzendes Triebrädchen
52 überträgt also bei jeder Lochung, die von der Fühlvorrichtungüberfahren wird,
eine Fortschaltung auf ein Zahnrad 53, das sie einem mit dem Zahnrad 53 fest verbundenen
Zahnrad 54 mitteilt. Von diesem Zahnrad 54 (Abb. 4) wird ein bei 55 drehbarer zweiarmiger
Hebel 56 dadurch gesteuert, daß seine Nase 57 bei Fortschaltung des Rades 54 durch
ein Eingangsloch der Arbeitskarte in eine Zahnlücke des Schaltrades 54, bei Fortschaltung
durch ein Ausgangsloch auf einen Zahn zu liegen kommt. Der Hebel 56 (Abb. 4 und
5) wird dadurch hin und her geschaltet und dreht eine Welle 58 mit Hilfe einer Führung
59 (Abb. 5) ebenfalls hin und her. Die Welle 58 greift mit ihrem Nocken 6o
in eine auf der Welle 47 verschiebbar sitzende Buchse i 61 ein, die bei ihren seitlichen
Verschiebungen eine in die Welle 47 eingelagerte Welle 62
an dem
Stift 63 mitnimmt. Die Innenwelle 62 reicht nach rechts bis unter eine lose auf
Welle 47 aufgesetzte Buchse 64, die zusammen mit einem Sperrkegel 65 mit Hilfe eines
nach Welle 62 durch Welle 47 hindurchtretenden Stiftes 66 seitlich verschoben werden
kann. Der Sperrkegel 6m kann infolgedessen eine Sperrklinke 67, die auf einer
von der Hauptwelle 47 mitgenommenen Scheibe 68 sitzt, in ein Triebrad 69 eines Zahnrädervorgeleges
einfallen lassen oder ausheben, d. h. der Sperrkegel 65 kann das Zahnrädervorgelege
mit der Bewegung der Triebwelle 47 kuppeln oder entkuppeln. Mit dem Triebrad 69
des Zahnrädervorgeleges ist ein Zahnrad 70 fest verbunden, das die auf gemeinsamer,
eine Rückstellfeder 73 vorspannender Welle sitzenden Zahnräder 71 und 72
antreibt. Das Zahnrad 72 teilt die Drehbewegung den miteinander fest verbundenen,
lose auf der Welle sitzenden Rädern 74 und 39 mit, aber wie noch einmal hervorgehoben
sei nur so lange, als der Sperrkegel 65 nach links verschoben, d. h. eingekuppelt
bleibt.
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Auf dem Fixierrad 39 ist ein Hebel 41 an dem Gußstück 4o angelenkt,
der durch den Stift 75 geführt wird und das Stempelglied 42 trägt, das mit seinem
freien Ende 76 auf einem Farbkissen (nicht dargestellt) ruht.
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Wird in den vom Hauptgestell 46 und der aufklappbaren Seitenwand 51
gebildeten Spalt eine Arbeitskarte 77 (Abb. 3) eingelegt, so erhält sie ihre richtige
Lage durch den Zentrierzapfen 78, der durch den Zentrierausschnitt 3 i (Abb. 2)
der Arbeitskarte hindurchtritt und mit den Dornen 79 das Kegelrad 13' festlegt.
Wird nun die Welle 47 durch die Handkurbel 43 oder einen Motor in Drehung versetzt,
so tasten die Fühlrädchen 48 und 49 die Spirallinien 33 von außen nach innen ab.
Durch jedes Eingangsloch wird das Fühlrädchen 48 mitgenommen und das Zahnrädervorgelege
durch 65, 67 eingekuppelt, durch jedes Ausgangsloch wird das Fühlrädchen 49 mitgenommen
und das Zahnrädervorgelege 69 bis 72 ausgekuppelt. Das über das Zahnrädervorgelege
fortbewegte Fixierrad 39 und die Stempelvorrichtung 44 42 werden also jedesmal so
lange mitgenommen, als sich die Fühlvorrichtung zwischen einem Eingangs- und einem
Ausgangsloch bewegt, mit anderen Worten, der Stempel 42 wird um die Einzelbeträge
der Arbeitszeiten nacheinander fortgeschaltet und steht vor dem der gesamten Wochenarbeitszeit
entsprechenden Teilstrich und Lohnbetrag des Randes der Arbeitskarte, wenn das Fühlrädchen
49 aus dem letzten Ausgangsloch der Arbeitskarte heraustritt.
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Hat die Fühlvorrichtung 48, 49 auch die letzte, die siebente Spiralwindung
überstrichen, so hat ein Dorn 8o eines w°3hrend der Drehbewegung allmählich vorgespannten
Hammers 81 den höchsten Punkt eines über Zahnräder 82 und 83 im Verhältnis 1:7 mitgedrehten
Schneckenganges 84 erreicht und schlägt kraft einer Feder 85 in eine Aussparung
86. Ein zu beiden Seiten der Welle 47 ausgebildeter Ansatz 87 des Hammers 81 erteilt
dabei einer mit der Welle 88 lose auf die Welle 47 aufgeschobenen Buche 89 den Stempelschlag,
der sich durch die auf der Welle 88 feste Buchse go auf den Hebel 41 und das Stempelglied
42 überträgt und auf dem Rande der Arbeitskarte die Markierung 38 der Gesamtarbeitszeit
und des dafür fälligen Lohnbetrages veranlaßt.
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Die Auslösung des Hammers 8i entsperrt auch durch eine Schubstange
gi, eine Nase 92 und eine Klinke 93 die Seitenwand 51, die durch eine federgelagerte
Schubstange 94 aufgedrückt wird. Die Schubstange 94 trägt eine Sperrklinke 95, die
nun ausgerückt wird und das Fixierrad 39 freigibt, und ebenso eine Sperrklinke 96,
die eine weitere Drehung der Kurbel 43 bei geöffnetem Zustande der Addiermaschine
verhindert. Die vorgespannte Feder 73 bringt nun das Zahnrädervorgelege 69 bis 72
und das Fixierrad 39 in die Ruhelage zurück.
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Die erwähnte Aussparung 86 am Anfang des Schneckenganges 84 dient
dazu, den Hammer 81 einen über die Sohle des Schneckenganges 84 hinausgehenden Hub
ausführen zu lassen, um bei Antrieb der Addiermaschiene durch Motorkraft eine Entkupplung
der Antriebsmaschine durch diesen kleinen Überweg für so lange zu sichern, als die
Seitenwand 51 ge# öffnet bleibt.
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Liegt nämlich der Dorn 8o in der Aussparung 86, so hält der Hammer
81 die Schubstange gi so weit nach links verschoben, daß deren Stoßende über die
Auflagefläche der geöffneten Seitenwand 51 hinausragt. In dieser Lage hält die Schubstange
gi den antreibenden Motor auf eine beliebige, hier nicht dargestellte Art und Weise
entkuppelt. Wird nun die Seitenwand 51 wieder geschlossen, so drückt sie die Schubstange
gi wieder zurück und veranlaßt diese dadurch zum Einkuppeln des Motors. Der Hammer
81 wird daLei ebenfalls so weit nach rechts bewegt, daß sein Dorn 8o aus der Aussparung
86 wieder austritt und bei der nun einsetzenden Drehung der Addiermaschine die ansteigende
Bahn des Schneckenganges 84 betritt.
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Um die Addiermaschine in der Arbeitszeit befindliche Pausen oder Toleranzen
absetzen .u lassen, trägt die Addiermaschine eine der Uhrzeit entsprechend eingeteilte
Scheibe 97
nit Bohrungen zur Aufnahme von Schraubstiften 98, die für bei der
Berechnung nicht zu bewertende Pausen dicht beieinander eingesetzt
werden,
um eine bei Drehung der Kurbel 43 vorüberstreichende Hebelnase 99 vorübergehend
auszuheben, die auf die seitlich verschiebbare Innenwelle 62 genau so wie der Hebel
56 einwirkt. Das das Stempelglied 42 transportierende Zahnrädervorgelege 69 bis
72 wird dadurch für eine dem Pausenzeitwert entsprechende Dauer ausgekuppelt. Es
sind also für Pausen oder Toleranzen, die nicht mitbewertet werden sollen, nur so
viel Schraubstifte 98 in die Scheibe 97 an der der Uhrzeit entsprechenden Stelle
einzusetzen, als die Pause lang ist. das MarIderungsglied (io, ii) nach Ablauf einer
bestimmten Zeit (z. B. einer vollen Woche) durch Stifte (2o), Sperrkegel (17) und
dadurch freigegebene Auslösefedern (nicht dargestellt) in. die Anfangsstellung zurückgebracht
wird.
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5. Addiermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
hinter der aufklappbaren Seitenwand (5r) eingelegte gelochte Arbeitskarte (77) durch
eine von Hand oder Motorkraft in Drehung versetzte Fühlvorrichtung (7', 1o', 48,49)
abgetastet wird, die den Spirallinien der Karte folgt, und ein die Markierungsvorrichtung
(42) fortschaltendes Zahnrädervorgelege (69, 7o, 71, 72) für die Dauer jeder
durch Arbeitsbeginn- und -endlochung auf der Karte festgelegten Arbeitszeit einkuppelt
(durch 65, 67).
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6. Addiermaschine nach Anspruch = und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Markierung der errechneten Gesamtarbeitszeit durch einen Hammer (81) erfolgt,
der über einem Schneckengang (84) während des Abtastens der Spirale vorgespannt
wird und nach Abtasten aller Spiralwindungen auf eine die Markierungsvorrichtung
(41, 42) steuernde Verschiebewelle (88,89) schlägt.
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7. Addiermaschine nach Anspruch = und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hammer (81) beim Stempelschlag gleichzeitig die antreibende Kraft auskuppelt
(mit Hilfe von 86 und 9i), die erst beim Schließen der Seitenwand (51) wieder eingekuppelt
wird.
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B. Addiermaschine nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß
ein oder mehrere Fühlglieder (48, 49) beim Durchgang durch die verschiedenen Lochungen
(35, 36) der Arbeitskarte eine das Kupplungsglied (65) tragende Welle (62) durch
ein Zahnräder- (52, 53, 54) und Hebelwerk (56, 6o) seitlich hin und her verschieben.
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9. Addiermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf
einer feststehenden Scheibe (97) Bohrungen zur Aufnahme von Schraubstiften (98)
vorgesehen sind, die für bei der Berechnung nicht zu bewertende Pausen dicht beieinander
eingesetzt werden, um eine bei Drehung der Addiermaschine vorüberstreichende Hebelnase
(99) vorübergehend auszuheben, wodurch das das Stempelglied (42) transportierende
Zahnrädervorgelege (69 bis 72) für eine dem Pausenzeitwert entsprechende Dauer ausgekuppelt
wird.