DE403113C - Kalenderwerk mit einem von einem Uhrwerk betriebenen Blaetterwerk - Google Patents

Kalenderwerk mit einem von einem Uhrwerk betriebenen Blaetterwerk

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DE403113C
DE403113C DEK87158D DEK0087158D DE403113C DE 403113 C DE403113 C DE 403113C DE K87158 D DEK87158 D DE K87158D DE K0087158 D DEK0087158 D DE K0087158D DE 403113 C DE403113 C DE 403113C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B19/00Indicating the time by visual means
    • G04B19/24Clocks or watches with date or week-day indicators, i.e. calendar clocks or watches; Clockwork calendars
    • G04B19/243Clocks or watches with date or week-day indicators, i.e. calendar clocks or watches; Clockwork calendars characterised by the shape of the date indicator
    • G04B19/24386Clocks or watches with date or week-day indicators, i.e. calendar clocks or watches; Clockwork calendars characterised by the shape of the date indicator sheet-shaped
    • G04B19/24393Driving or releasing mechanisms wherein the date indicators are driven or released mechanically by a clockwork movement

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

  • Kalenderwerk mit einem von einem Uhrwerk betriebenen Blätterwerk. Die vorliegende Erfindung sucht in einem Apparat die Vorzüge des weithin sichtbaren Abreißkalenders zu bieten ohne dessen Nachteile. Die Einstellung des Datums erfolgt selbsttätig, es entfällt die jährliche Erneuerung des Zahlenblocks; allfällige Vormerkungen von Zahlen und Terminen bleiben nicht stumm und unbeachtet, sondern melden sich selbsttätig, zeitgerecht und so lange, bis die Meldung gelöscht wird.
  • Zu dem Zwecke wird ein an sich bekanntes Blätterwerk verwendet, das beispielsweise Wochentag, Datumziffer und Monat auf beiden Seiten von drehbaren Blättchen besitzt, welche täglich bzw. monatlich um eine Einheit weitergeblättert werden und dem Beschauer nur die jeweils gültigen- Stellen vorweist, während alle übrigen sich gegenseitig verdecken. Dieses ein- oder mehrteilige Blätterwerk wird durch ein normales Uhrwerk langer Laufdauer oder mit dauerndem oder zeitweiligem elektrischen Aufzug angetrieben. Es kann zum weiteren Vorteil des Apparates über das Datum ein Zifferblatt gesetzt werden, das in bekannter Weise Stunden und Minuten anzeigt. Der Antrieb der Uhr zum Blätterwerk muß derart ausgebildet sein, daß Er das Blätterwerk der Wochentage in deren stetiger Folge bedient, für das Blätterwerk der Datumziffer dagegen die monatlichen und jährlichen Schalttage berücksichtigt, während das Blätterwerk der Monate ebenfalls auf deren verschiedene Dauer Rücksicht zu nehmen hat. Vom gleichen Antrieb kann schließlich die Bewegung der Merkvorrichtung abgeleitet werden, auf welcher Marken verschiedener Art für beliebige Tage eines ganzen Jahres angebracht werden können, welche dann ihrerseits zeitgerecht Signale irgendwelcher Art betätigen, welche so lange fortwirken können, bis sie durch einen besonderen Handgriff wieder stillgesetzt werden. Die Marken können derart eingerichtet sein, daß sie nach der Signalgebung verschwinden, z. B. für Zahltage, Geschäftstermine u. dgl., oder sie bleiben auch nach der Signalgebung für die folgenden Jahre bestehen, z. B. Familientage, Patente- und Versicherungsgebühren u. dgl., die Marken können auch in verschiedenen Gruppen angebracht werden, welche verschiedene Signale oder Signale an verschiedenen Orten usw. betätigen.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist nachstehend beschrieben: In der beiliegenden Zeichnung bedeutet i die auf irgendwelche Weise betriebene Minutenwelle der Antriebsuhr mit dem Minutenzeiger q.. Der Antrieb des Stundenzeigers 5 auf der Hohlwelle 3 erfolgt in üblicher Weise über die Zwischenwelle 2. Hiervon wird der Antrieb der Welle 6 derart abgeleitet, daß diese in 24 Stunden eine Umdrehung vollführt. Mittels Kegelgetriebes wird von der Welle 6 die Zwischenhauptwelle 7 angetrieben. Außerdem treibt die Welle 6 mittels Stirnräder die Welle 8 an, welche mit der Kupplung io fest verbunden ist und mittels der Vorrichtung g die Kupplungshälfte io in Eingriff bringen kann mit der anderen Kupplungshälfte ii ; diese ist durch die Sperrung 12 so lange festgehalten, als sie nicht in Eingriff steht mit der Kupplung io. In g ist überdies eine Verriegelung angebracht, welche die Ausschaltung der Kupplung erst nach einer vollen halben Umdrehung ermöglicht. Erfolgt somit die Einschaltung der Kupplung bei g, so wird die Kupplungshälfte io so lange an die ander4 Hälfte ii angedrückt, bis sie die Sperrung 12 zurückdrängt und damit selbst in Eingriff mit ii gelangt. Nunmehr bewegen sich beide Kupplungshälften zusammen. Sucht das Gestänge die Kupplung zu lösen, so wird g durch die erwähnte Verriegelung so lange am Rückgange verhindert, bis eine halbe Umdrehung oder ein Vielfaches hiervon ausgeführt ist; dann erst kann g aus der Verriegelung austreten, die Kupplungshälfte io zurückziehen und die an dieser Stelle harrende Sperrung 12 die Kupplungshälfte ii wieder festhalten. Die Bewegung der Kupplungshälfte ii wird mittels des Kegelgetriebes 13 auf das Kegelrad 14 übertragen, wogegen das Kegelrad 16 auf der Welle 7 festsitzt. 14 und 16 addieren ihre Bewegungen mittels des Planetengetriebes 15 auf das Stirnrad 17, das mittels des Stirnrades 18 die Blätterwerkhauptwelle ig und damit das Datumziffernwerk23 antreibt, welches somit sowohl dem dauernden Antrieb von i, 2, 6, 7, i6, 15, 17, 18, ig unterworfen ist wie auch dem zeitweiligen Antrieb von 1, 2, 6, 8, io, 11, 13, 14, 15, 17, 18, ig. Das auf der Welle 7 festsitzende Stirnrad 2o überträgt dagegen nur die dauernde Bewegung der Welle 7 über das Stirnrad 21 auf das Tageblätterwerk 22. Während sich also das Tagewerk stetig bewegt, kann das Ziffernwerk sowohl stetig als auch beschleunigt bewegt werden, so daß die Schalttage (z.B. der 2g. Februar, 3 o. Juni) berückst chtigt werden können. Jedenfalls vollführt die Ziffernwelle ig jeden Monat unabhängig von der Anzahl der Tage eine volle Umdrehung, welche über die Zwischenwelle 25 mittels zweier Stirnradpaare auf das Monatswerk 24 übertragen wird. Nun besitzt das Monatswert. 24 eine Scheibe 26, welche, in drei konzentrischen Kreisen angeordnet, Löcher resitzt, welche den Schalttagen entsprechen. Jedem Kreis entspricht eine Monatsdauer (28, 29 bzw. 3o Tage). Es wird der Februar dreier folgender Jahre im 28er Kreis ein Loch aufweisen, im vierten Jahre dagegen im 2ger Kreis, alle April, Juni, September, November dagegen im 3o er Kreis das Loch aufweisen, wogegen alle übrigen Monate mit 3= Tagen keine Markierung besitzen. Daraus geht hervor, daß das Monatswerk in vier Jahren sich einmel dreht und das Blätterwerk die Monate in vierfacher Folge besitzt.
  • Unmittelbar unter der Scheibe 26 ist die Scheibe 27 angeordnet, welche auf der Welle ig festsitzt. Da sie für 31 Tage eine Umdrehung macht, muß sie für den 3o er Kreis eine Offnung von 1/31 des Umfanges besitzen, für den 29 er Kreis eine solche von 231 und für den 28 er Kreis eine Öffnung von 3/31. Der Fühler 28 sticht bei Übereinanderliegen der Öffnungen in den Scheiben 26 und 27 durch diese Öffnungen und bewegt dadurch über das Gestänge 29, 3o die Kupplung io, ix so Lnge, bis die Schalttage eingeholt sind und damit die Öffnung 27 verschwindet und dadurch der Fühler 28 angehoben und die Kupplung io, ii wieder entkuppelt wird.
  • Da die Blätterwerke sich außerordentlich langsam drehen, wäre es nicht möglich, durch die Drehung allein ein genaues Umblättern zu erzielen. Es erfolgt daher eine grobe Voreinstellung mittels der Halter 3i, welche die Wendeblätter reichlich frühzeitig freigeben. Am Umblättern werden sie dagegen durch die Anschläge 32 verhindert, welche als Schwinghebel ausgebildet sind und vom Gestänge 33 über den Hebel 34 von der Scheibe 35 beherrscht werden, welche ihrerseits auf der Welle 6 sitzt. Wie oben erwähnt, macht diese in 24 Stunden eine Umdrehung. Die Scheibe 35 erhält eine zahnförmige Aussparung, in welche der Hebel 34 um Mitternacht einfällt und damit über die Hebel 32 alle drei Blätterwerke gleichzeitig zum Umwenden, das bekanntlich durch die elastische Zusammenpressung der Blätterpakete erfolgt, freigibt. Nach kurzer Zeit hebt die unrunde Scheibe 35 die Hebel 32 wieder hoch, so daß das nächste Blatt am Wenden wieder verhindert wird, auch wenn es von dem Halter 31 freigelassen wurde. Da sich das Monatswerk ganz außerordentlich langsam dreht, die Einstellung des Halters 31 also ein zu frühes Wenden des Monatsblattes um mehrere Tage nicht verhindern könnte, ist noch die Zwischenfeder 36 vorgesehen. Wenn das Wendeblatt von dem Halter 31 freikommt, liegt es an dem Zwischenhalter 36 an. Dieser wird durch einen Nocken an der Scheibe 27 an der Stelle des 31. Tages bewegt, gibt nur an diesem Tage das Wendeblatt frei, das nunmehr am Anschlag 32 auf dessen mitternächtige Freigabe harrt und somit auch das Monatsblatt rechtzeitig und gleichzeitig mit den übrigen wendet. Das Überspringen der Schalttage erfolgt gegen Ende des Tages, so daß sich die Blätter der Schalttage infolge der vermehrten Drehung der Welle zg nacheinander von ihrem Halter 31 loslösen und bei Freigabe des Hebels 32 zusammen wenden.
  • Die Welle ig, welche sich in einem Monat einmal umdreht, treibt über das Zwischenrad 37 einen im Sockel der Kalenderuhr lagernden Ring 38, der jährlich eine Umdrehung macht. Dieser Ring trägt in konzentrischen Kreisen für jeden Tag durchgehende Bohrungen und eingestempelte Bezeichnungen der Monate und Tage. In jede Bohrung kann ein glatter Stift 39 oder ein Stift mit Wulst 4o eingesteckt werden. Der letztere kann durch den Ring nicht hindurchfallen, da ihn der Wulst daran hindert, er bildet also eine Dauermarke für alle folgenden Jahre. Der glatte Stift 39 kann dagegen aus dem Ring 38 herausfallen, an der Stelle, wo seine Unterlage 42 eine Aussparung besitzt. Wird diese hinter dem Signalpunkt angeordnet, so werden alle glatten Marken 39 nach einmaliger Benutzung gelöscht. Die Marken 39, 4o können nun auf beliebige Weise, z. B. mittels der elektrischen Kontakte 41, verschiedene Signale hervorrufen, wobei jedem Lochkreis von 38 ein anderes Signal entsprechen kann. Man ist also in der Lage, im voraus für beliebige Tage des Jahres Signale verschiedener Gattung vorzubereiten, nach Wunsch nur für den betreffenden Tag des laufenden Jahres oder auch für beliebig viel aufeinanderfolgende Jahre.
  • Um den Antrieb des Kalenderwerkes von Bedienung möglichst unabhängig zu machen, erhält er einen langfristigen Federantrieb oder besser elektrischen Antrieb, wobei wieder einem zeitweiligen Aufzug eines Federwerkes der Vorzug zu geben ist, da ein solcher die Zeit einer Stromunterbrechung fehlerlos überbrückt. Die Einschaltung des Aufzugwerkes erfolgt hierbei zweckmäßig durch eine der Antriebswellen, beispielsweise 8, welche in drei Stunden e'ne Umdrehung macht. Die Triebfeder wird hierbei zweckdienlich für einen eintägigen BFtrieb bemessen, so daß das Uhrwerk regelmäßig alle drei Stunden aufgezogen wird, eine eintägige Stromunterbrechung abe. keinen Stillstand des Apparates bedingt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kalenderwerk mit einem von einem Uhrwerk betriebenen Blätterwerk, welche selbsttätig das jeweilige Datum aufzeigt, dadurch gekennzeichnet, daß während des Monats der Antrieb der Tagewerke unmittelbar vom Triebwerk (r) aus erfolgt, wogegen außer diesem unmittelbaren Antrieb ein zusätzlicher Vortrieb für die Monatsenden und die Schalttage vom Triebwerk abgeleitet ist, welche beide in einem Integralwerk mit Planetengetriebe zusammenlaufen.
  2. 2. Kalenderuhr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Monatswerk (24,26) Marken für die Schalttage trägt, je für Monate von 28,:29 oder 3oTagen, während da
  3. 3 Ziffernwerk (23, 27) entsprechende Marken für 3, 2 bzw. i Schalttage besitzt, so daß beim Zusammentreffen beider Marken mittels eines Schaltgestänges (29, 30) eine Kupplung (1o, 11, 12) eingerückt wird, welche dem Dauerantrieb des Ziffernwerkes die entsprechende Zusatzbewegung überlagert und nach deren Vollendung die Lösung der Kupplung durch die Relativverschiebung der Marken einleitet. 3: Kalenderuhr nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungshälfte (io) bei Eingriff in die andere Kupplungshälfte (1i) die während deren Ruhe bestehende Arretierung (12) löst; nach vollendeter Drehung der Kupplungshälfte (1i) drückt die Arretierungsfeder (12) die Kupplungshälfte (io) wieder aus der Kupplungshälfte (ii) heraus und arretiert letztere wiederum.
  4. 4. Kalenderuhr nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Kupplungshälfte (9, 1o) durch eine besondere Verriegelung der Kuppel gezwungen wird, erst nach dem einen vollen Schalttag entsprechenden Kupplungsweg die Verbindung mit der anderen Kupplungshälfte (12) zu lösen.
  5. 5. Kalenderuhr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zu wendenden Blätter der Blätterwerke bei ihrem Vorüberziehen von den üblichen Haltern (3i) früher losgelassen werden als dem Datumwechsel entspricht, jedoch von besonderen Anschlägen (32) aufgefangen werden, welche nachher (erst um Mitternacht) alle Wendeblätter gleichzeitig freigeben.
  6. 6. Kalenderuhr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendeblätter der Monate durch einen Zwischenhalter (36) aufgefangenwerden, welcher durch eine besondere Vorrichtung am Monatsende derart gestellt wird, daß er die Wendeblätter nur zia jenem Zeitpunkt freigibt.
DEK87158D 1923-09-19 1923-09-19 Kalenderwerk mit einem von einem Uhrwerk betriebenen Blaetterwerk Expired DE403113C (de)

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