DE90246C - - Google Patents

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DE90246C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21HINCANDESCENT MANTLES; OTHER INCANDESCENT BODIES HEATED BY COMBUSTION
    • F21H3/00Manufacturing incandescent mantles; Treatment prior to use, e.g. burning-off; Machines for manufacturing

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  • Electrodes For Compound Or Non-Metal Manufacture (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von in sich zusammenhängenden und fest auf der Unterlage haftenden, aus Erdmetalloxyden bestehenden Ueberzügen mit Hülfe der Elektrolyse gemäfs Patent Nr. 87731, indem durch diese auf der als negative Elektrode dienenden stromleitenden Unterlage Erdhydrate ausgeschieden und diese dann durch Erhitzen auf der Unterlage in Oxyde umgewandelt werden.
Die Erfindung gründet sich auf die Entdeckung, dafs die bezüglich ihres Verhaltens gegen den elektrischen Strom noch nicht untersuchten m-Oxydverbindungen der Erdmetalle in ihrer wasserlöslichen Modification unter bestimmten Umständen ganz vorzügliche Elektrolyte für den vorliegenden Zweck bilden.
Ich habe gefunden, dafs die wasserlöslichen m-Oxydverbindungen der Erdmetalle in allen Concentrationen ihrer wässerigen Lösungen den Strom ausgezeichnet leiten. Die Verwerthbarkeit dieser Eigenschaft zum Ausscheiden von Erdhydraten ist indefs in eigentümlicher Weise von der Concentration der Lösung abhängig, während die Stromdichte weniger Bedeutung hat und nur dann in Betracht zu ziehen ist, wenn die Aufgabe gestellt ist, die Elektrode mit Erdhydrat in technisch brauchbarer Weise zu überziehen, d. i. dem Niederschlag eine bestimmte Form zu geben, z. B. die zur Verwendung als Glühkörper geeignete. Unterwirft man nämlich eine concentrirte wässerige Lösung der Einwirkung des Stromes, so findet zwar lebhafte Gasentwickelung, aber durchaus keine Ausscheidung von Erdhydrat statt, wie man auch die Stromdichte steigere. Dagegen gelingt es durch Verdünnen der Lösung (mit Wasser), ohne deren Leitungsfähigkeit zu beeinträchtigen , solche Jonisirung der m-Oxydverbindung herbeizuführen, dafs die Ausscheidung von Erdhydrat leicht von Statten geht. Damit der Niederschlag sich glatt auf die negative Elektrode vollziehe, ist nur nöthig, die Gasentwickelung durch Verminderung der Stromdichte zu mäfsigen. Eine geringe Stromdichte genügt, um die gestellte Aufgabe in vollkommener Weise zu lösen.
So gelingt es z. B. ganz leicht, einen Hut aus Platindrahtgaze oder carbonirter Faser, der als negative Elektrode dient, mit einem dichten, gleichförmigen, in sich zusammenhängenden und dabei fest haftenden Ueberzug aus Thoriumhydrat zu versehen, indem man eine ungefähr 3proc. wässerige Lösung der (wasserlöslichen) m-Oxydverbindung des Thoriums vermittelst eines Stromes elektrolysirt, dessen Dichte etwa 3 Amp. pro 1 qdm, d. i. 0,03 Amp. pro 1 qcm beträgt.
Hiernach besteht das Verfahren darin, den mit Erdoxyd bezw. einem Gemisch mehrerer Erdoxyde zu überziehenden Gegenstand, der aus gleichgültig welchem leitenden Stoff in gleichgültig welcher Gestaltung hergestellt sein kann, als negative Elektrode in das aus- einer verdünnten wässerigen Lösung der m-Oxydverbindung des gewählten Erdmetalles (bezw. der m-Oxydverbindungen mehrerer Erdmetalle) bestehende Bad einzutauchen und unter Benutzung einer unlöslichen oder indifferenten positiven Elektrode zu elektrolysiren. Der erhaltene, aus dem wasserunlöslichen Hydrat des angewendeten Erdmetalles bestehende Ueberzug
wird sorgfältig getrocknet und durch Erhitzen auf der Elektrode in Oxyd übergeführt. Die zweckmäfsigste Verdünnung ist für jedes Erdmetall an der Hand des obigen Beispieles durch Versuch festzustellen.
Bezüglich der Darstellung der m-Oxydverbindungen der Erdmetalle wird verwiesen z. B. für Thorium auf Graham-Otto, Anorgan. Chemie, V. Aufl. 1881, Bd. II, S. 1033, Gmelin - Kraut, Handbuch der anorgan. Chemie, VI. AuO. 1886, Bd. II, 1. Abth., S. 683; für Aluminium: Graham-Otto, Anorgan. Chemie, V. Aufi. 1889, Bd. IV, S. 23, 24 und 25, Gmelin-Kraut, Handbuch der anorgan. Chemie, VI. Aufl. 1886, Bd. II, S. 620, 621 und 622; für Magnesium: Weltzien, Bull. d. 1. Soc. chim. (2) 5, S. 263.
Zur Sicherung gegen Rissigwerden bei der Umwandlung des Hydrates in Oxyd bezw. zur Erzielung einer porösen Structur des Oxydüberzuges für den Verwendungsfall als Glühkörper können die Mittel Anwendung finden, welche ich in meinem Patent Nr. 87731, sowie in meinem Zusatz-Patent Nr. 89813 beschrieben habe, mit Ausschlufs der in letzterer genannten Verbindungen der organischen Basen mit Säuren (Alkaloidsalze), weil diese Ausfällung bewirken würden. Dagegen habe ich gefunden, dafs die organischen Basen als solche, der wässerigen Lösung der m- Oxydverbindung eines Erdmetalles zugesetzt, in derselben vollkommen klar sich lösen, ohne die elektrolytischen Eigenschaften des Bades zu benachtheiligen. Bei der Elektrolyse der Lösung scheidet sich dann organische Base in innigem Gemisch mit Erdhydrat auf der negativen Elektrode ab. Durch die nachfolgende Erhitzung wird der Gemischüberzug infolge totaler Zerstörung der organischen Base ohne Schädigung seines Zusammenhanges und seiner Festhaftung in einen reinen Oxydüberzug von poröser Structur übergeführt. Die Zusatzmenge an organischer Base ist variabel und damit der Grad der Porosität des Ueberzuges vollständig in die Hand des Darstellers gegeben.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von in sich zusammenhängenden und fest an ihrer Unterlage haftenden, aus den Oxyden der Erdmetalle bestehenden Ueberzüge mit Hülfe der Elektrolyse gema'fs Patent Nr. 87731 und nachfolgendem Erhitzen der vermittelst jener mit Erdhydrat überzogenen negativen Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dafs man den Erdhydratüberzug durch Elektrolysiren einer wässerigen Lösung der m-Oxydverbindungen der Erdmetalle erzeugt.
  2. 2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs man zum Zweck der Erzielung eines Oxydüberzuges von poröser Structur ein wässeriges Bad aus m-Oxydverbindungen der Erdmetalle anwendet, in welcher organische Base gelöst ist.
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