DE901103C - Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Hohlkoerpern, die nach allen Seiten geschlossen sind - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Hohlkoerpern, die nach allen Seiten geschlossen sindInfo
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- DE901103C DE901103C DEK11163A DEK0011163A DE901103C DE 901103 C DE901103 C DE 901103C DE K11163 A DEK11163 A DE K11163A DE K0011163 A DEK0011163 A DE K0011163A DE 901103 C DE901103 C DE 901103C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D13/00—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
- B22D13/04—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of shallow solid or hollow bodies, e.g. wheels or rings, in moulds rotating around their axis of symmetry
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von Hohlkörpern, die nach allen Seiten geschlossen sind Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von gegossenen Hohlkörpern bekannt. Diese Verfahr-en, z. B. Zentrifugalgießen, Gießen unter Anwendung von Druckluft, Stückgutgießen, Kerngießen usw., ergeben immer ein Produkt mit Nähten oder Löchern, die nach beendigtem Gießen geschweißt, gezapft oder auf andere Weise gedichtet werden müssen.
- Es besteht jedoch keine Sicherheit, daß die Schweißnaht oder die gezapften Löcher absolut dicht sind, so daß sie allen Anforderungen genügen, z. B. bei der Anwendung als Schwimmer, bei denen in größeren Tiefen die kleinsten Öffnungen Wasser in ,den Hohlkörper hineinlassen und den Auftrieb verkleinern oder aufheben. Die -Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, die, wenn sie der Form entnommen werden, nach allen Seiten geschlossen sind und eine' nachträgliche Bearbeitung nicht erfordern.
- Erfindungsgemäß wird der Hohlkörper in einer vorzugsweise zweiteiligen Form oder Kokille schleudergegossen, deren inwendige Form der Form des Hohlkörpers entspricht, indem die Form oder die Kokille, nachdem sie mit einer passenden Menge geschmolzenen Materials gefüllt ist, zum gleichzeitigen Rotieren um zwei Achsen veranlaßt wird, die sich nach verschiedenen, gegebenenfalls variierenden Richtungen erstrecken. Diese ,Achsen bilden vorzugsweise einen rechten Winkel mitein- ,arider und schneiden einander im Mittelpunkt der Kokille.
- Die Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsformen der Erfindung.
- Fig. i und 2 zeigen einen Aufriß einer Maschine zur Ausführung der Erfindung; Fig. 3 zeigt einen Aufriß einer anderen Ausführungsform der Maschine; Fig.4 zeigt ein Exemplar eines Gegenstandes, der mit Hilfe der Erfindung hergestedit ist, nämlich einen Metallschwimmer mit Aufhänger.
- In den Fig. i und 2 sind die zwei Hälften der Form mit i und 2 bezeichnet. Diese sind: an Spindeln 3 und 4 befestigt, die in einem Rahmen 5 mit Wellenzapfen 6 und 7 auf dem Bock 8 drehbar gelagert sind, so daß der Rahmen um die Achse x-x mit Hilfe,der Kurbel 34 in Rotation gesetzt werden kann, während der Rahmen auf dem Wellenzapfen 7 frei läuft. Die Formhälfte i mit der Spindel 3 kann zum Öffnen und Schließen der Form gegenüber der Formhälfte 2 nach oben und nach unten. bewegt Lverden. Die zwei koaxialen Spindeln sind in Drucklagern io bzw. ii drehbar gelagert, jedoch derart, ,daß die Spindel 3 und damit die Formhälfte i aufwärts -und abwärts in axialer Richtung bewegt werden kann, während die Spindel 4 mit der Formrhälfte 2 in axialer Richtung nicht bewegt werden kann. An der Spindel 4 ist ein Kegelrad 12 angeordnet, das mit einem auf :dem Wellenzapfen fest angeordneten zweiten Kegelrad35 im Eingriff steht.
- Beim Gießen von z. B. kugelförmigen, hohlen Gußkörpern geht man auf folgende Weise vor: Nachdem die Form bei gehobener Formhälfte i mit einer passenden Menge des geschmolzenen Metalls oder eines anderen zu gießenden Materials gefüllt worden ist, wird die Formhälfte i gesenkt; die zwei Formhälften werden zusammen verschlossen, und der Rahmen wird mit Hilfe des Handgriffes 34 um die Achse x-x .in Rotation versetzt. Die Form 1, 2 wird :dann von dem Kegelrad 35, das festgehalten wird, auch um die Achse y-y ;gedreht, welche in der Ebene senkrecht zur Achse des Apparates umläuft. Das Material wird unter Einwirkung der 7entiifugalkraft nach außen gegen die Innenwände der Form geschleudert und bedeckt diese mit einer praktisch gleichmäßig dicken Schicht. Nachdem das Metall in der Form erstarrt ist, wird die Maschine zum Stehen gebracht, die Form wird geöffnet, und der Hohlkörper mit zusammenhängenden Wänden ohne Nähte oder Öffnungen wird aus der Maschine entfernt.
- Die in Fig.3 gezeigte Ausführungsform der Maschine ermöglicht es, während des Ganges der Maschine das Verhältnis zwischen den zwei Umdr6hungsgeschwindigkeiten um die Achsen x-x und y-y zu regulieren. Der Rahmen 13 ist hier auf den Wellenzapfen 14 und 15, die beide mit Handgriffen 16 und 17 versehen sind, frei drehbar gelagert. Auf dem Wellenzapfen 14 ist innerhalb des Rahmens ein Kegelrad 31 montiert, das mit einem Kegelrad 32 im Eingriff stelzt, welches auf einer Welle 27 gelagert ist. Diese trägt ein Zahnrad 18 außerhalb des Rahmens, welches mit einem Zahnrad i9 an der Spindel 2o für die rotierende Formhälfte 21 im Eingriff steht. Auf dem Wellenzapfen 15 ist innerhalb des Rahmens eine Kurbel 22 angebracht, die mit einer Stange 23 mit einer Gabel 24 in dem freien Ende schwingbar verbunden ist, wobei diese Stange um die Spindel 25 für die andere Form-Ihälfte 26 herumgreift. Die Spindel 25 und damit die Formhälfte 26 kann aufwärts und abwärts bewegt werden und ist in der Figur in der obersten Lage gezeichnet.
- Die Maschine arbeitet auf folgende Weise: Nachdem die Formhälfte 21 mit einer passenden Menge geschmolzenen Metalls gefüllt worden ist, wird die Welle 15 mit Hilfe des Handgriffes 16 gedreht, während der Handgriff 17 festgehalten wird. Während dieser Drehung zieht die Kurbel 22 die Stange 23 nach unten, so daß die Formhälfte 26 nach unten geführt wird und sich .gegen die Formhälfte 2i legt, so daß die Form =geschlossen wird. Gleichzeitig wird der Rahmen 13 um die Achse x-x in Rotation versetzt. Wenn der Handgriff 17 still gehalten wird, wird das Kegelrad 32 um das stillstehende Kegelrad 31 herumgeführt, mit der Wirkung, daß die Spindel 2o über die Zahnräder 18, i9 in Drehung versetzt wird, so @daß die Form um die Achse y-y rotiert. Will man das Verhältnis zwischen den Rotationsgeschwindigkeiten um die zwei Achsen regulieren, so kann dies mit Hilfe des Handgriffes 17 geschehen, :der bei der Bewegung nach .der einen oder der anderen Richtung die Umdrehung der Welle vergrößert oder verkleinert.
- Die Erfindung hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen zur Herstellung von Metallschwimmern, die für Fischnetze u. dgl. Verwendung finden. Diese Metallschwimmer wurden bisher in zwei Hälften gegossen, die z. B. durch Schweißen oder Falzen zusammengesetzt werden. Es ist auch bekannt, einen am Schwimmer angeschweißten oder angenieteten anzubringen.
- .In Fig. 4 wird ein Schwimmer 28 gezeigt, der sich nachdem Gießen ,in der zweiteiligen Form 29 befindet. 30 ist ein Kern in Form eines Stabes, der durch zwei Löcher in :der Form geht. Hierdurch gelingt es, den Schwimmer mit dem Aufhänger aus einem Stück in einem einzigen Gießvorgang herzustellen.
- Der Kern 30 wird nach dem Gießen entfernt, die eine Hälfte der Form 29 wird angehoben, und der gegossene Hohlkörper, im vorliegenden Fall also der Schwimmer, läßt sich fertig der Form entnehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schleudergießverfahren zum Herstellen von: allseitig geschlossenen Hohlkörpern, wobei das Gießen in einer vorzugsweise zweiteiligen Form oder Kokille vorgenommen wird, deren inwendige Form derjenigen des Hohlkörpers entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einer passenden Menge geschmolzenen Materials gefüllte Form zur gleichzeitigen Rotation um zwei vorzugsweise senkrecht aufeinander stehende Achsen veranlaßt wird, die im Mittelpunkt der Form sich schneiden. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, gekennzeichnet durch einen auf einem Stativ drehbar gelagerten Rahmen, eine aus zwei Hälften bestehende Form oder Kokille, von welcher die eine Hälfte auf einer im Rahmen .drehbar und verschiebbar gelagerten Spindel und ,die ,andere Hälfte auf einer zweiten im Rahmendrehbar, aber nicht gleitend gelagerten Spindel angeordnet ist, wobei beide Spindeln eine gemeinsame Achse besitzen, die senkrecht zur Umdrehungsachse des Rahmens steht und diese im Mittelpunkt der Kokille schneidet, sowie ein feststehendes Kegelrad, welches mit einem zweiten Kegelrad auf der anderen Spindel im Eingriff steht. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d@aß .der Rahmen an einen Wellenzapfen locker gelagert ist, der ein Kegelrad innerhalb des Rahmens trägt, welches mit einem Kegelrad im (Eingriff steht, das an einer im Rahmen mit den Spindeln -der Formhälften parallel gelagerten Welle sitzt, so daß diese beim Festhalten des Wellenzapfens während der Rotation des Rahmens sich um ihre Achse dreht, wobei diese Drehung mit Hilfe von Zahnrädern auf die 'Spindeln der Formhälften übertragen wird, so daß man durch Drehen des Wellenzapfens nach der einen oder der anderen Richtung .das Verhältnis zwischen den ROtatIonS-geschwindigkeiten um die zwei Umdrehungsachsen regulieren kann. q.. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen. auch an. dem angetriebenen Wellenzapfen locker gelagert und mit Hilfe einer an einem Wellenzapfen iÜnerhalb des Rahmens angeordneten Kurbel drehbar ist, welche mit der axial beweglichen Spindel der einen Formhälfte derart zusammenarbeitet, daß die Form beim Drehen des Achszapfens zuerst geschlossen und dann der Rahmen in Rotation gesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO901103X | 1950-08-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE901103C true DE901103C (de) | 1954-01-07 |
Family
ID=19907627
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK11163A Expired DE901103C (de) | 1950-08-29 | 1951-08-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Hohlkoerpern, die nach allen Seiten geschlossen sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE901103C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1261982B (de) * | 1963-11-11 | 1968-02-29 | Zemak Zjednoczenie Przemyslu B | Vorrichtung zum Schleudergiessen von Hohlkugeln od. dgl. |
-
1951
- 1951-08-30 DE DEK11163A patent/DE901103C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1261982B (de) * | 1963-11-11 | 1968-02-29 | Zemak Zjednoczenie Przemyslu B | Vorrichtung zum Schleudergiessen von Hohlkugeln od. dgl. |
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