DE429217C - Verfahren zur Herstellung von Rohren, Draehten usw - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohren, Draehten usw

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DE429217C
DE429217C DEM84401D DEM0084401D DE429217C DE 429217 C DE429217 C DE 429217C DE M84401 D DEM84401 D DE M84401D DE M0084401 D DEM0084401 D DE M0084401D DE 429217 C DE429217 C DE 429217C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/04Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of rods or wire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rohren,. Drähten usw. Es ist bekannt, bei der Herstellung von Rotationshohlkörpern durch eine umlaufende Gießform die Fliehkräfte beim Gießen so wirken zu lassen, daß die flüssigen Massenteilchen sich auf den Umfang der Gießform verteilen und ein Kern überflüssig wird. Des weiteren ist bekannt, durch einen in der Längsrichtung des Hohlkörpers hydraulisch verschiebbaren Kolben den flüssigen oder bildsamen Stoff in die Form eintreten zu lassen und einen Druck gegen die Innenseite des herzustellenden Hohlkörpers auszuüben. Diese Zierfahren ermöglichen, nur Hohlkörper von einer durch die Abmessungen der Gießform oder des Preßraumes bestimmten Länge herzustellen. Nach Fertigstellung des Guß- oder Preßstückes ist der Arbeitsgang zu Ende und muß neu eingeleitet werden.
  • ach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, Stränge von unbegrenzter - Länge herzustellen. Das geschieht gemäß der Erfindung dadurch, daß das Scliletidergtißverfaliren mit dem Strangpreßv erfahren verbunden wird.
  • Dazu läuft nicht die Gießform um, sondern der Kern, der mit einer Preßschraube versehen ist.
  • An geeigneten Stellen können während des Arbeitsvorganges ein oder mehrere stoffe zugesetzt und schichtweise zu einem Strang gepreßt werden.
  • Ferner kann während der Herstellung das, Erzeugnis noch einigen Arbeitsgängen unterworfen «-erden.
  • Die für jeden einzelnen Arbeitsvorgang günstigste Temperatur kann durch Mantelkühlung oder Mantelheizung der Gießform an entsprechenden Stellen eingestellt werden.
  • Eine Vorrichtung zur Anwendung des @-erfahrens nach der vorliegenden Erfindung geht aus den Abbildungen hervor.
  • Abb. i stellt einen Schnitt durch eine solche Vorrichtung dar, Abb. -> eine Vorderansicht des Auslaßendes, Abb. 3 einem Schnitt durch eines der Werkzeuge, Abb. 4 einen Schnitt durch eines der inneren Werkzeuge, mit dem eine innere Bekleidung aus einem anderen Stoff möglich ist.
  • Abb. 5 ist ein Schnitt durch ein besonderes Futter für die Herstellung von Drähten, Abb. 6 ein Schnitt durch eine Vorrichtung anderer Ausführungsart.
  • Bei der in den Abb. i bis 3 veranschaulichten Ausführungsform ist an dem Träger i die Form -> durch Schrauben 3 oder in sonstiger geeigneter Weise befestigt. Durch die Forin hindurch erstreckt sich eine Welle 4, die gewünschtenfalls hohl ausgebildet ist und deren Querschnitt am Ende vierkantig ist, zur Aufnahme eines oder mehrerer Werkzeuge i 3 und 16, die durch eine Mutter i; in der eingestellten Lage gehalten werden können. Auf der Antriebswelle ; sitzt eine Stufenscheibe 6, durch «-elche von irgendeiner Kraftquelle au; die Bewegung auf die Welle 4 übertragen wird. Die Welle ; trägt ein Zahnrad B. welclies mit dem an einer Zwischenwelle io be- festigten Zahnrad 9 kämmt. Die Welle 1o trägt ihrerseits ein 7_alinrad i r, welches durch eine -Mutter i2 gehalten wird. Das Zahnrad ri kämmt init einem Zahnrad 13, welches fest auf der Welle 4. sitzt, so (laß die Welle .4 ihre LTintlrehungsbewegung von der Stufenscheibe 6 erhält. Das Zahnrad 9 kämmt gleichzeitig mit einem an dein einen Ende einer Büchse i9 befestigten Zahnrad 18. Die Büchse i9 sitzt auf der Welle 4., derart, (laß die Welle .I und die Büchse i9 mit verschiedenen Geschwindigkeiten, jedoch in gleichem Sinne, gedreht werden können.
  • Das dem Einführungsbehälter 21 zunächstliegende Ende der Büchse i9 nimmt im weiteren Verlauf im Durchmesser zu, um ein umlaufendes, wie eine Schleuderform wirkendes Futter zu bilden, das andere Ende 2o ist als Preßschraube ausgebildet. Der oder die zu bearbeitenden Stoffe werden in einen Behälter 21 eingebracht, dessen unteres Endeinit Kanälen um die Büchse i9 herum ausgerüstet ist. Diese Kanäle münden in eine in dem erweiterten Teil der Büchse vorgesehene Kammer 22, von wo aus der oder die Stoffe infolge des Staudruckes in dem 7.uführbehälter und durch die Saugwirkung der Preßschraube durch Kanäle in den freien Raum 23 zwischen die Preßschraube 2o und die Form 2 gelangen, wo sie von den Rippen der Preßschraube erfaßt und vorwärtsgeschoben und dadurch gleichzeitig einer letzten vollkommenen -Iischuiig unterworfen werden.
  • LTrn diesen Teil der Form herum sind eine oder mehrere Kühlkammern 25 vorgesehen, durch «-elche die Erstarrungsgeschwindigkeit und die Temperatur des Stoffes in geeigneter Weise entsprechend der Eigenart der auszuführenden Arbeit geregelt werden können.
  • -Um (las oder die schematisch angedeuteten Werkzeuge 15 und 16 herum sind um die Form 2 elektrische oder andere gleichwertige Heizvorrichtungen 26 und 27 angeordnet, durch welche an geeigneten Stellen des in Bearbeitung befindlichen Stoffs eine regelbare Erwärmung oder ein Glühen bewirkt werden kann, so tlaß die Arbeit der obenerwähnten Werkzeuge unter den vollkommensten thermischen Bedingungen in jedem Fall durchgeführt «-erden kann.
  • An dein Ende der Form 2 sind Werkzeughalter 28 vorgesehen, auf denen die Rollen 29 umlaufen können. Diese (tollen wirken auf die Außenfläche des fertigen Erzeugnisses ein. Sie werden durch --futtern 30 in der-Arbeitsstellung gehalten.
  • Die Werkzeuge 15 und 16 können irgendeine geeignete form oller ßescliafenheit haben. Diese richten sich nach (lein oller rlen zu bearbeitenden Stoffen und nach dem herz,ustellen(len ErzcttgliiS. Gewünschtenfalls können die. Werkzeuge, wie (lies aus Abb. 3 ersichtlich ist, mit in Richttnig deS Halbinessers verlaufenden Nuten. 31 ausgerüstet sein, in denen Messer 32 gleiten können. Diese 1lesser «-erden gegen die Innenfläche des Werkstücks durch die Wirkung der Fliehkraft gepreßt.
  • In Abb. 4. ist eine Vorrichtung dargestellt, um den Strang während der Herstellung von innen her mit einer Bekleidung zu versehen. In diesem Falle weist die Welle 5 eine innere Bohrung _35 auf, durch welche der flüssige oder bildsame Stoff zur Bekleidung geleitet wird. Dieser Stoff fließt alsdann durch die Bohrungen 35 und 36 nach der Innenfläche des Stranges. 33 stellt irgendeines der Werkzeuge 15 oder 16 dar, welches durch die Mutter- 34 in der Arbeitsstellung gehalten wird, die -ihrerseits mit Fertigbearbeitungs- oder Verteilungsrollen 37 ausgerüstet ist. An der Außenfläche des herzustellenden Erzeugnisses kann in ähnlicher Weise dadurch eine Bekleidung vorgesehen werden, daß die Form 2 niif geeigneten Kanälen ausgerüstet wird, die von einem oder mehreren auf der" Zeichnung -nicht veranschaulichten Behältern kommen. Die Drehung des Stranges einerseits und die Wirkung der äußeren Rollen andererseits ermöglichen eine vollkommene Fertigbearbeitung und ein vollkommenes Anhaften. Wie aus Obigem ersichtlich ist, können Körper aus zwei oder drei metallenen Schichten regelbarer Stärke entsprechend den jeweiligen Wünschen und- Bedingungen hergestellt werden.
  • In Abb. 6 ist eine andere Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, bei der rlie Welle .4 sowohl als auch die von dieser getragenen Werkzeuge fortgelassen sind. Der Kern ist in diesem Falle auswechselbar. Bei dieser Bauart endigt die umlaufende Büchse-38 in einem Werkzeughalter 39, an welchem (las Werkzeug 4.o angebracht,-das durch eine Mutter oder sonstige geeignete Vorrichtung in der eingestellten Lage gehalten wird.
  • Das Werkzeug .Io bildet in seiner ersten Hälfte die Preßschraube, in seiner zweiten Hälfte wird es je nach seiner Bestimmung ausgebildet; in der Abb. 6 ist es z. B. glattwandig, um das herzustellende 'Rohr von innen zu glätten.
  • Die Büchse 38 mit Werkzeughalter 39 und Futter 4.o ist in der Form 2 drehbar gelagert und erhält ihren Antrieb durch eine lZienienscheibe, die mit der Büchse 38 atls eilleni Stück besteht. Der Züftilirl)ell;ilter 41 ist mit dem Rohr 4.2 verbunden, (las in. eine in der, Büchse vorgesehene Aussparung mündet. Der Werkstoff gelangt von hier aus (furch Aussparungen nach (lein freien Rauni 4.3, wo er der Arbeit des Werkzeugs 4o unterworfen wird. Mit den Vorrichtungen und Werkzeugen nach Abb. i bis 4. und 0 lassen :ich beispielsweise Rohre herstellen.
  • In Abb. 3 ist eine besondere Ausführungsform eines Werkzeu-Iä44 mit schraubenförmigen Kanülen irgend geeigneten Quer-Schnittes dargestellt. Die Abh. ä zeigt den Schnitt durch ein mehrgängiges schraubenförmiges Werkzeug. Dieses Werkzeug ist an dem Halter 39 befestigt. Durch die im Quer-:chnitt abnehmenden Kanäle werden ein oder mehrere Drähte oder Profile irgendeines Querschnittes, wie bei .46 dargestellt ist, gebildet, und diese Drähte können gewünschtenfalls auf umlaufende Trommeln aufgewickelt werden. .
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgende: Durch den Behälter 21 wird der flüssige oder bildsame Stoff eingeführt und tritt dann durch die ringförmige öffnung in die Kammer 22, «-o er einer gründlichen Pressung durch die Fliehkräfte unterworfen wird. Durch Kanäle wird der Werkstoff den Pfeilen entsprechend weitergeleitet, wird von der Preßschraube 2o erfaßt und unter Bearbeitung durch die Werkzeuge 15 und 16 von innen und 29 von außen nach dein Ende der Form zti bewegt, die er wie in den Abb. i und 2 z. B. als fertiges Rohr v erläßt. Damit die Preßschraube den Werkstoff besser erfaßt, ist an der entsprechenden Stelle der Form eine Kühlung durch Kühlwasser 25 vorgesehen, und damit die Bearbeitung des Werkstoffes unter den günstigsten Bedingungen erfolgt, wird bei 26 die Form wieder geheizt.
  • Würde man die Werkzeuge auf dem Werkzeughalter 5 lose anbringen und sie gegenüber der Form feststellen, so könnte man auch Hohlkörper mit vom Kreis abweichendem Ouerschnitt herstellen. Gleichfalls wäre es möglich, diesen Hohlkörper der Länge nach all einer oder mehreren Stellen aufgeschnitten au, der Form austreten zu lassen und ihn durch ein vor der Form anzubringende Walzenpaar in einzelne Bänder oder Profileisen zu walzen.
  • Die Wirkungsweise einer Vorrichtung nach Abb. 6 ist der nach Abb. i ähnlich. Wie bereits gesagt worden ist, soll die Erfindung nicht auf die beschriebene Vorrichtung oder die beschriebenen Arbeitsgänge beschränkt werden, vielmehr können Abweichungen mannigfacher Art getroffen werden, ohne voll dem Wesen der Erfindung abzuweichen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstelltill-, voll beliebig langen Strängen, wie Rohren, Drähten, Profildrähten, Profilstangen, Bändern usw., gekennzeichnet durch die Verbindung des Schleuderguß- mit dein Strangpreßverfahren, indem der in flüssigem Zustand durch Schleudern an die Wand einer Form gepreßte Stoff bei beginnender Erstarrung durch ein Werkzeug in der Längsrichtung der Form fortbewegt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere flüssige oder bildsame Stoffe schichtweise zu eineue Strang gehreßt «-erden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Strang bei seiner Herstellung innen -oder außen oder voll beiden Seiten zugleich mit pressenden oder spanabhebenden Werkzeugen bearbeitet wird. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß durch stellenweise Kühlung oder Heizung der Form für jeden einzelnen Arbeitsvorgang die günstigste Temperatur eingestellt wird. Vorrichtung für <las Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in einer feststellenden Form unilaufenden Kern mit einer Preßschraube. 6. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse für den umlaufenden Kern hohl ist und an ihrem Ende ein Werkzeug mit in Richtung des Halbmessers verlaufenden Bohrungen angebracht ist, die mit dein Hohlraum der Achse in Verbindung stehen und innerhalb des herzustellenden Hohlstranges münden. 7 Torrichtung für (las Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Werkzeughalter am Kopf des umlaufenden Kerns und am Ende der feststehenden Form. B. Vorrichtung für das Verfahren nach Allspruch 3, gekennzeichnet durch ein Schneichverkzeug mit in Richtung des Halbmesser. in -Nuten beweglichen Messern. 9. Vorrichtung für da: Verfahren nach 'Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, claß die feststellende Form Kainniern für Kühlwaser und für Heizgase oder elektrische Heizkörper aufweist. '
DEM84401D 1924-03-30 1924-03-30 Verfahren zur Herstellung von Rohren, Draehten usw Expired DE429217C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1263994B (de) * 1957-10-24 1968-03-21 Josef Froehling Verfahren und Vorrichtung zum vertikalen Stranggiessen von metallischen Hohlkoerpernin Verbindung mit einem Schleudergiessverfahren
DE19823797A1 (de) * 1998-05-28 1999-12-09 Daimler Chrysler Ag Vorrichtung und Verfahren zum Stranggießen von Werkstücken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1263994B (de) * 1957-10-24 1968-03-21 Josef Froehling Verfahren und Vorrichtung zum vertikalen Stranggiessen von metallischen Hohlkoerpernin Verbindung mit einem Schleudergiessverfahren
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