DE531839C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von SchleudergusshohlkoerpernInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schleudergußhohlkörpern Es ist bereits bekannt, Hohlkörper, Hohlblöcke o. dgl. im Schleuderverfahren auf die Weise herzustellen, daß der flüssige Baustoff von einem in der Schleuderform ange:)rdneten, mit der Schleuderform umlaufenden und während des Umlaufens stetig in ihr axial verschobenen Körper an die umlaufende Schleuderform abgegeben wird.
- Dabei vollzieht sich der Schleudervorgang in der Weise, daß der flüssige Baustoff aus einem Behälter im freien Fall in den in der Schleuderform angeordneten umlaufenden Behälter fällt und von ihm z. B. mittels Kanäle o. dgl. unter Wirkung der Fliehkraft an die gleichfalls umlaufende Schleuderform abgegeben wird.
- Die Nachteile derartiger Verfahren bestehen darin, daß eine Gewähr für den völlig gleichmäßigen Ablauf des Schleudervorganges nicht gegeben ist, da bereits eine geringe Änderung, beispielsweise der Fallhöhe des flüssigen Metalls, der Ausflußöffnungen aus dem Behälter sowie der Gießgeschwindigkeit, zu Unregelmäßigkeiten führen muß, die die Qualität des auf diese Weise erzeugten Hohlkörpers stark beeinträchtigen.
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schleudergußhohlkörpern unter Verwendung eines in der umlaufenden Form axial verschiebbaren und das Metall an die Formwandungen abgebenden, oben offenen Verteilers, bei dem die genannten Nachteile vermieden sind.
- Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß die gesamte zur Herstellung des Hohlkörpers erforderliche Metallmenge vor Beginn des Gießvorganges in den Verteiler aufgegeben wird: Durch Umlaufen .des Verteilers unter stetiger axialer Verschiebung wird dann das Metall an die ebenfalls umlaufende Schleuderform abgegeben.
- Zweckmäßig steht die Schleuderform zusammen mit dem das flüssige Metall enthaltenden Gefäß aufrecht und wird vor Beginn des Schleuderns oder während der ersten Umdrehungen mit ihrer Drehachse in waagerechte Lage gebracht. Eine ähnliche Maßnahme ist beim Schleudergießverfahren insofern bekannt, als es sich dabei um die Verwendung von Gußformen handelt, in die das Metall, während sie sich in senkrechter Stellung befinden, eingegossen wird, worauf die Formen in Umdrehung versetzt und, sobald das Metall dadurch in ein hohles Gußstück verwandelt worden ist, in eine andere Lage gebracht werden. Der wesentliche Unterschied gegenüber dem Gegenstand der Erfindung besteht 'also darin, daß dabei in den Formen keine zur Aufnahme des flüssigen Metalls dienenden Verteiler vorgesehen sind, deren Verwendung gerade das Merkmal der Erfindung ausmacht.
- Befindet sich nun bei dem neuen Verfahren die Schleuderform mit dem darin angeordneten Gefäß in waagerechter Lage, so wird eine axiale Bewegung des den Baustoff enthaltenden Gefäßes eingeleitet. Dasselbe .wird allmählich aus der Form herausgezogen, und der in dem Gefäß befindliche Baustoff, der sich infolge der Rotation an den Wandungen des Gefäßes befindet, erhält durch den Rückzug des Gefäßes die Möglichkeit, allmählich und stetig fortschreitend in die eigentliche Schleuderform einzutreten, wobei er mit der zylindrischen Wandung der Form nur so in Berührung treten kann, daß er gleichzeitig mit der Gesamtmasse des Baustoffes in ununterbrochener Verbindung steht. Das Gefäß gibt den in ihm befindlichen Baustoff allmählich und stetig an die Schleuderform ab, und es ist hierbei ausgeschlossen, daß sich Spritzer oder voreilende Zacken an der Zylinderwand der Schleuderform bilden können, welche die Außenfläche des Hohlkörpers unterbrechen und sie dadurch für den späteren Gebrauch ungeeignet machen können. Damit an dem Boden des topfartigen Baustoffgefäßes keine ungewollte Abschreckung des flüssigen Baustoffes eintreten kann, kann diese Stelle des Gefäßes mit einer Schutzschicht aus feuerfestem Werkstoff versehen werden. Um zu vermeiden, daß Teile des Baustoffes in den Zwischenraum zwischen Baustoffgefäß und Schleuderform eintreten, kann der Raum zwischen beiden mit einer abdichtenden Masse, wie Asbestschnur, Sand o. dgl., ausgefüllt werden.
- Weiterhin erstreckt sich die Erfindung in geringer Abänderung des ursprünglichen Verfahrens noch darauf, den den flüssigen Baustoff enthaltenden, in der Form befindlichen Behälter derart anzuordnen, daß er unten offen ist und ihn zwecks Bildung des Hohlkörpers von unten nach oben aus der Form herauszuziehen.
- Eine besondere günstige Ausbildung des Baustoffgefäßes besteht darin, daß es sich nach seinem offenen Ende - zweckmäßig gleichmäßig - erweitert und daß seine Mündung eine weitere trichterartige Erweiterung aufweist, deren Außenrand etwa bis zur Innenwandung der Schleuderform reicht.
- Durch diese Formgebung wird eine abschließende Führung des Behälters gegen die Schleuderform und ein richtiges Fließen des Baustoffes, ohne daß die Baustoffteile ihren Zusammenhang verlieren, erreicht. In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens dargestellt.
- In Abb. z ist A die zylindrische Schleuderform, in der die Bildung des Hohlkörpers vor sich gehen soll. B ist der topfartige Verteiler, welcher in diese Form eingeführt ist. Derselbe ist innen zweckmäßig durch eine Schicht C aus feuerfestem Werkstoff gegen Zerstörung gesichert. D ist eine zwischen Schleuderform und Baustoffgefäß angeordnete abdichtende Masse. Die Schleuderform A ist in einer Schleudervorrichtung E angeordnet, welche in einem Rahmen F gelagert ist, der im gewünschten Zeitpunkt um die Zapfen G aus der senkrechten in die waagerechte Lage gedreht werden kann. H ist eine die Schleuderform A verlängernde Führung, durch welche die geradlinige Bewegung des Gefäßes B bei seiner Verschiebung gesichert bleibt, wenn ein Teil von B bei der ausziehenden Bewegung die Wandung der Schleuderform A bereits verlassen hat. J ist eine weitere Führung zur Sicherung der ausziehenden Bewegung des Gefäßes B, und K ist ein Zahnrad, durch welches die Rotation von E zusammen mit A und B bewirkt wird.
- Das Einfüllen des Baustoffes in das Gefäß B kann durch eine Öffnung L im Boden der Form A vorgenommen werden, welche mit einem Deckel M nach erfolgtem Einguß des Werkstoffes verschlossen werden kann. N ist eine feuerfeste Schicht zum Schutze des Bodens von A.
- Ist die Füllung B mit der erforderlichen Menge Baustoff erfolgt und ist L durch M verschlossen, so wird der Rahmen F mit dem Schleudergerät der Schleuderform und dem Baustoffgefäß in die waagerechte Lage geschwenkt, wie das in Abb. 2 dargestellt ist.
- Die Bezeichnung der einzelnen Teile der Vorrichtung ist in Abb. 2 die gleiche wie in Abb. i. 0 ist ein Ritzel, das die Schleudervorrichtung über dem Motor P antreibt. Q ist ein durch eine Gewindespindel R geradlinig rückziehbarer Bock, der in geeigneter Weise mit J gekuppelt ist. Dadurch kann im gewünschten Zeitpunkte ein gleichmäßiger, stetiger Rückzug von J und somit des Gefäßes B erzielt werden, das sich in gleichmäßiger Rotation mit der Schleuderform A befindet. Der Rückzug von J mit dem Gefäß B kann aber auch auf andere Weise, z. B. durch Betätigung ausschaltbarer Kupplungen, bewirkt werden. Ebenso können Form A und Führung H auch in anderer Weise konstruktiv durchgebildet sein, z. B. A mit abnehmbarem Deckel, aber aus einem Stück mit H bestehend.
- Abb. 3 zeigt die Schleuderförm A mit dem Baustoffgefäß B, nachdem dessen Rückzug angefangen hat, während Abb. 4 die Schleuderform und das Gefäß B in der Stellung zeigen, in der der Rückzug von B soweit beendet ist und der gesamte Inhalt von B an die Schleuderform A abgegeben worden ist.
Claims (5)
- PATRNTANSPRÜCIIR: I. Verfahren zur ,Herstellung von Schleudergußhohlkörpern unter Verwendung eines in der umlaufenden Form axial verschiebbaren und das Metall an die Formwandungen abgebenden, oben offenen Verteilers, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte zur Herstellung des Hohlkörpers erforderliche Metallmenge vor Beginn des Gießvorganges in den Verteiler aufgegeben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießvorgang nach Aufgabe des Metalls in den Verteiler bei waagerechter Lage der Schleudergußfo.rm durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießvorgang bei senkrechter Lage der Schleudergußform begonnen und bei waagerechter Lage der Form beendet wird.
- 4. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler unten offen ist und nach- Einfüllen des Metalls während des Gießvorganges in der senkrecht stehenden Schleudergußform von unten nach oben bewegt wird.
- 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler in der Schleudergußform durch eine abdichtende Masse, wie Asbestschnur o. dgl., geführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV25920D DE531839C (de) | 1929-11-01 | 1929-11-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE531839C true DE531839C (de) | 1931-08-18 |
Family
ID=7582287
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV25920D Expired DE531839C (de) | 1929-11-01 | 1929-11-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE531839C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263994B (de) * | 1957-10-24 | 1968-03-21 | Josef Froehling | Verfahren und Vorrichtung zum vertikalen Stranggiessen von metallischen Hohlkoerpernin Verbindung mit einem Schleudergiessverfahren |
-
1929
- 1929-11-01 DE DEV25920D patent/DE531839C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1263994B (de) * | 1957-10-24 | 1968-03-21 | Josef Froehling | Verfahren und Vorrichtung zum vertikalen Stranggiessen von metallischen Hohlkoerpernin Verbindung mit einem Schleudergiessverfahren |
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