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Einrichtung an Zeigermeßgeräten zur ziffernmäßigen Anzeige der Meßwerte
Die
Erfindung betrifft eine Einrichtung an Zeigermeßgeräten zur ziffernmäßigen Anzeige
der Meßwerte, insbesondere der nach dem Prinzip des Transversalineßstabes gemessenen
Bruchteile der Teilungsintervalle.
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Eine ziffernmäßiit,e Anzeige der Meßwerte ist bisweilen aus verschiedenen
Gründen erwünscht, beispielsweise in all den Fällen, wo man bei der Ablesung der
Meßwerte ungelernten Hilfskräften nicht die subjektive Schätzung der Bruchteile
der Teilungsintervalle überlassen möchte. Aber auch vor allem bei der Auswertung
photographisch registrierter Meßwerte durch Hilfskräfte ist es geboten, daß den
Photos nur Zahlen entnommen zu werden brauchen, welche dann beispielsweise auf Recheninaschinen,
Lochkarten usw. zu übertragen sind.
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Es liegt natürlich nahe, die Meßinstrumente von vornherein so auszubilden,
daß das Meßwerk auf ein vorgesehenes Ziffernzählwerk einwirkt. Eine unmittelbare
Verstellung des Zählwerks durch das Meßwerk ist jedoch in den meisten Fällen nicht
möglich, da die Verstellkräfte des hochempfindlichen Meßwerks hierzu nicht ausreichen.
EineVerbindung zwischen Meßwerk und Zählwerk ist dann nur auf dem Umweg über eine
zwischengeschaltete mechanische, elektrische oder lichtelektrische Hilfskraft möglich.
Dies bedingt jedoch komplizierte und teure Spezialinstrumente.
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Die Erfindung weist nun einen Weg, wie bei den üblichen Zeigermeß
instrumenten ohne Zuhilfenahme einer Hilfskraft eine ziffernmäßige Anzeige der Meßwerte,
insbesondere auch der Bruchteile der Teilungsintervalle, weitestgehend erreicht
wird.
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Hierbei wird von dem bekannten Prinzip des Transversalmaßstabes Gebrauch
gemacht.
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Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß in Verlängerung
der Skalenteilstriche auf der erweiterten Meßgeräteskala Ziffernkolonnen angeordnet
sind, deren Ziffernanzahl je Kolonne Ider gewunschten Unterteilung eines Teilungsintervalls
entspricht, und daß der die Ziffernkolonnen schneidende Zeigerteil eine Kolonne
fest vorgegebener Ablesestellen, z. B. Kreise, aufweist, welche den Ziffern der
Ziffernkolonnen zugeordnet sind, und deren Anzahl (Anzahl der Kreise) der Ziffernanzahl
einer Kolonne entspricht und die einzelnen Ziffern einer Ziffernkolonne entsprechend
der Unterteilung eines Teilungsinter-. valls versetzt zueinander und die zugehörigen
Ablesestellen am Zeigerteil senkrecht übereinander in gleichen Höhenabständen wie
die Ziffern der Ziffernkolonne angeordnet sind bzw. umgekehrt.
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Gefügt beispielsweise eine 2/to-Unterteilung eines Hauptteilungsintervalls,
so weist jede Ziffernkolonne fünf Ziffern auf, während auf dem die Ziffernkolonnen
schneidenden Zeigerteil fünf Ablesestellen, z. B. fünf Kreise, angeordnet sind.
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Man kann natürlich auch umgekehrt vorgehen und erfindungsgemäß in
Verlängerung der Skalenteilstriche Kolonnen von fest vorgegebenen Ablesestellen
vorsehen, deren Anzahl der gewünschten Unterteilung eines Teilungsintervalls entspricht,
und den die Ablesekolonnen schneidenden Zeigerteil mit einer Ziffernkolonne versehen,
deren Ziffern den Ablesestellen zugeordnet sind und deren Ziffernanzahl der Anzahl
der Ablesestellen einer Kolonne entspricht und die einzelnen Ablesestellen einer
Ablesestellenkolonne entsprechend der Unterteilung eines Teilungsintervalls versetzt
zueinander und die zugehörigen Ziffern am Zeigerteil senkrecht übereinander in gleichen
Höhenabständen wie die Ablesestellen der Ablesestellenkolonnen angeordnet sind bzw.
umgekehrt.
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Im folgenden seien zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
beschrieben, wobei auf -die Abb. I und 2 der Zeichnung Bezug genommen wird.
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In Abb. 1 ist mit I die Teilung eines rechteckigen Profilmeßgerätes
2 bezeichnet. 3 ist der über die zehnteilige Skala spielende Zeiger des Meßgerätes.
In schräger Verlängerung der Teilstriche I nach unten sind zehn Zifferukolonnen
aO bis olo- auf dem verbreiteften Ziffernbltatt 4 aufgebracht. Jede Ziffernkolonne
besteht aus fünf Ziffern entsprechend der vorgesehenen 2/lo-Unterteilung eines Hauptteilungsintervalls
b der Teilung I. Alle fünf Ziffern jeder Kolonne bis ato sind gleichartig und bezeichnen
den Wert c des zugehörigen Hauptteilungsstriches I. Der über die Kolonne aO bis
a0 spielende Zeigerteil 5 ist verbreitert und mit fünf Kreislöchern 6 versehen,
welche vorgegebene Ablesestellen darstellen. Neben den Kreisen sind auf dem Zeigerteil
5 die zugehörigen, die 2/lo-Unterteilungswerte bezeichnenden Ziffern d angebracht.
Sämtliche Ziffern der Ziffern- -kolonne aO bis al, sind in der Mitte von Kreisen
7 angeordnet. Der Durchmesser dieser Kreise ist etwas kleiner als der der Zeigerkreislöcher
6. Die die Ziffern einschließenden Kreise haben lediglich den Zweck, die Koinzidenz
eines Kreisloches mit einer Ziffer augenfälliger zu machen. Fällt die Zeigerspitze
3 genau mit einem Hauptteilungsstrich der Skala I zusammen, so koinzidiert das oberste
Kreisloch mit einer Ziffer der ersten, also der obersten Ziffernreihe, wobei die
Kreise 6 und 7 konzentrisch ineinander zu liegen kommen. Wandert der Zeiger aus
dieser Lage in Richtung auf den nächsten Hauptteilungsstrich zu, so koinzidieren
nacheinander die nach unten folgenden Kreislöcher 6 mit den schräg nach unten gestaffelt
angeordneten Ziffern der betreffenden Ziffernkolonne.
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In der gezeichneten Lage des Zeigers 3 koindiziert das zweite Kreisloch
von oben mit einem Kreis aus der zweiten Ziffernreihe, so daß sich die ziffernmäßige
Anzeige 5,2 als MeßM1ert ergibt. Selbstverständlich kann man die Anordnung auch
so treffen, daß eine ziffernmäßige Anzeige der Zehntel erfolgt. In diesem Eall würde
der Zeigerteil 5 dann zehn Kreisiöcher milt sden danebenstehenden Ziffern o bis
g tragen. Jede Ziffernkolonne würde dementsprechend je zehn statt fünf gleichartige
Ziffern umfassen. Das Gesamtziffernbild wird dann nur etwas breiter ausfallen. Soll
die ziffernmäßige Anzeige der Meßwerte in erster Linie nur bei einer nachträglichen
Auswertung von zu Registrierzwecken photographierten Skalenbildern eine Rolle spielen,
so kann man selbstverständlich das gegenüber der bisherigen Meßgeräteausführung
zusätzliche Ziffernbild sehr klein ausführen, wenn man sich bei der Auswertung optisch
vergrößernder Ablesemittel bedient.
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Eine der Abb. I entsprechende Ausführungsform bei einem Meßgerät
mit kreisförmiger Skala zeigt die Abb. 2.
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Nach vorstehendem dürfte sich eine nähere Beschreibung dieses Ausführungsbeispiels
erübrigen.
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In den dargestellten - Ausführungsbeispielen ist die ziffernmäßige
Anzeige der Meßwerte so ausgeführt, daß sowohl die den Hauptteilungswert c als auch
den Unterteilungswert d bezeichnende Ziffer unmittelbar nebeneinanderstehen. Dies
kann man aber in Abwandlung des Erfindungsgedankens beispielsweise auch in der Weise
erreichen, daß man von~ vornherein Idtie Ziffern der Kolonnen aO bis at0 entsprechend
zweistellig wählt. In diesem Fall können die Ziffern d auf dem Zeigerteil 5 in Fortfall
kommen.
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Man kann sich natürlich auch damit begnügen, den Hauptteilungswert
c an der Teilung I und den Unterteilungswert am Zeigerteil 5 abzulesen. In diesen
Fällen entfallen ebenfalls die Ziffern d am Zeiger und bestehen die Ziffernkolonnen
aO bis q0 aus den unmittelbar die Unterteilungswerte darstellenden Ziffern o, 2,
4, 6 und 8.
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Von untergeordneter Bedeutung ist für den Haupterfindungsvorschlag
natürlich auch die Form, die man den Ablesestellen gibt bzw. mit welchen zusätzlichen
Markierungen man die Ziffern der Ziffernkolonnen ausstattet. Zweckmäßig wird man
diese grundsätzlich so wählen, daß diese Markie-
rungen und die
zugehörigen Ablesestellen bei Koinzidenz zueinander symmetrisch liegen bzw. sich
zu symmetrischen Zeichen ergänzen. Unerheblich ist natürlich auch, wie man den Zeigerteil
5 ausbildet, ob das zusätzliche Ziffernbild aO bis a1O unter- oder oberhalb der
Hauptteilung angeordnet ist, ob besondere Beleuchtungsmaßnahmen getroffen werden
usw.
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Ausdrücklich sei jedoch darauf hingewiesen, daß der Erfindungsgedanke
sinngemäß auch bei Meßgeräten Anwendung finden kann, bei denen das vom Meßwerk bewegte
Anzeigeorgan kein Zeiger ist, sondern der Skalenträger bewegt wird, sowie bei Meßgeräten
mit Lichtzeiger. Im letzteren Fall würde beispielsweise der abzubildende Strichmarkenträger
entsprechend ausgebildet werden.
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PATENTANSPRflCHE I. Einrichtung an Zeigermeßgeräten zur ziffernmäßigen
Anzeige der Meßwerte, insbesondere der nach dem Prinzip des Transversalmaßstabes
gemessenen Bruchteile der Teilungsintervalle, dadurch gekennzeichnet, daß in Verlängerung
der Skalenteilstriche (I) Ziffernlçoflonnen, (aO, at0) angeordnet sind, deren Ziffernanzahl
der gewünschten Unterteilung eines Teilungsintervalls (b) entspricht, und der die
Ziffernkolonnen schneidende Zeigerteil (5) eine Kolonne fest vorgegebenerAblesestellen
(6) aufweist, welche den Ziffern der Ziffernkolonnen zugeordnet sind und deren Anzahl
der Ziffernanzahl einer Kolonne entspricht, und auf der Skala die einzelnen Ziffern
einer Ziffernkolonne entsprechend der Unterteilung eines Teilungsintervalls versetzt
zueinander und die zugehörigen Ablesestellen am Zeigerteil senkrecht übereinander
in gleichen Höhenabständen wie die Ziffern der Ziffernkolonne angeordnet sind bzw.
umgekehrt.
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2. Einrichtung an Zeigermeßgeräten zur ziffernmäßigen Anzeige der
Meßwerte, insbesondere der nach dem Prinzip des Transversalmaßstabes gemessenen
Bruchteile der Teilungsintervalle, dadurch gekennzeichnet, daß in Verlängerung der
Skaienteilstriche Kolonnen von fest vorgegebenen Ablesestellen angeordnet sind,
deren Anzahl der gewünschten Unterteilung eines Teilungsintervalls entspricht, und
der die Ablesestellenkolonnen schneidende Zeigerteil eine Ziffernkolonne aufweist,
deren Ziffern den Ablesestellen zugeordnet sind und deren Ziffernanzahl der Anzahl
der Ablesestellen einer Kolonne entspricht, und die einzelnen Ablesestellen einer
Ablesestellenkolonne entsprechend der Unterteilung eines Teilungsintervalls versetzt
zueinander und die zugehörigen Ziffern am Zeigerteil senkrecht übereinander in gleichen
Höhenabständen wie die Ablesestellen der Ablesestellenkolonnen angeordnet sind bzw.
umgekehrt.