DE90059C - - Google Patents

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DE90059C
DE90059C DENDAT90059D DE90059DA DE90059C DE 90059 C DE90059 C DE 90059C DE NDAT90059 D DENDAT90059 D DE NDAT90059D DE 90059D A DE90059D A DE 90059DA DE 90059 C DE90059 C DE 90059C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31BMAKING CONTAINERS OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31B50/00Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31BMAKING CONTAINERS OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31B70/00Making flexible containers, e.g. envelopes or bags
    • B31B70/26Folding sheets, blanks or webs

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  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine, mittels welcher Papiersäcke in beliebiger Form hergestellt werden können. Erreicht wird dies dadurch, dafs der Falzdorn, Falzkasten, die Längsfalzer, Bodenfalzer und die Leimstempel der Maschine je nach Form und Gröfse der herzustellenden Hülsen bequem auswechselbar bezw. verstellbar angeordnet sind, während sä'mmtliche anderen Theile der Maschine für alle Gröfsen und Formen der Hülsen belassen werden können.
Eine derartige Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen in den Fig. 1 bis 25 dargestellt.
Die Fig. 26 bis 29 veranschaulichen eine Vorrichtung zur Herstellung besonders breiter Düten mit Boden.
Das vorher in erforderlicher Form ausgestanzte Papier Z (Fig. 1) wird auf einen in intermittirende Hin- und Herbewegung versetzten Transportwagen B gelegt, zwischen dessen beiden Schienen sich ein fester, auf der Platte A der Maschine befestigter Tisch C befindet. Bei der einen Bewegung des auf Rollen b'2 fahrbaren Wagens B wird der Papierbogen Z von der ersten Auflegestelle I zur ersten Bearbeitungsstelle II geleitet, wo der Bogen an den entsprechenden Stellen mit Klebstoff versehen und durch die Platte d eines Tasters D auf dem unbeweglichen Tisch C festgehalten wird. Beim Rückgang des Wagens B hält dieser Taster den Bogen ebenfalls fest am Tisch C und erst vor der nächsten Vorwärtsbewegung des Wagens wird ein neuer Bogen Z auf die Einlegestelle I aufgegeben und der Klebstoffauftragsstelle II zugeführt, während der bereits mit Klebstoff versehene Bogen Z aus Bearbeitungsstelle II nach Freigabe durch den Taster d der Bearbeitungsstelle HI zugeführt und daselbst während des Rückganges des Wagens wieder durch einen Taster d auf dem Tisch C festgehalten wird. Auf diese Weise wird der Bogen Z allmälig den Bearbeitungsstellen IV und V zugeführt, in welch letzterer der Bogen Z auf dem Dorn L in entsprechende Form gefalzt und die offene Seitenwand sowie der Boden zugeklebt wird. Von der Bearbeitungsstelle V wird die nunmehr fertige Hülse Z1 in senkrechter Richtung zu dem seitherigen Transportweg aus dem Dorn L ausgestofsen und auf die Bearbeitungsstelle VI befördert, in welcher beim Anfang des Zurückgehens der Ausstofsstange die Hülse durch Vorlegen eines Winkels vor ihren offenen Rand am Zurückgehen verhindert und nachträglich über einen abgeschrägten Block V abgestofsen wird.
Die Bearbeitungsstellen III und IV haben keine weitere Function, als dem Klebstoff Zeit zum Anziehen (Zähewerden) zu verschaffen.
Der Antrieb des Wagens B, sowie der verschiedenen Arbeitsvorrichtungen, welche erforderlich sind, um den anfänglich flachen Papierbogen Z in eine Hülse Z1 mit Boden zu verwandeln, erfolgt mittels entsprechend eigenartig geformter Excenter 1 bis 15. Diese sitzen auf den zwei Parallelwellen A J und A 3 oder der Querwelle A2, welche drei Wellen in
Lagern α am Gestell unter deren Fundamentplatte A gelagert sind. Der Antrieb der Welle A1 erfolgt durch eine Frictionsvorrichtung von der Riemscheibe E3 aus, während die Wellen A2 und A3 von Ä1 aus mittels der konischen Räder α1 angetrieben werden.
Wie schon oben erwähnt, sitzt der Tisch C fest auf der Platte A. An dem Wagen B sind Transportnasen b angebracht (Fig. 6 bis 8), die hinten schräg spitz zulaufen und vorn Aussparungen haben, in welche der Bogen Z eingelegt wird. Beim Vorwärtsbewegen des Wagens B nehmen diese Transportnasen b den Bogen Z mit und führen ihn zur nächsten Bearbeitungsstelle. Damit beim Halten des Wagens B die Bogen nicht zu weit befördert werden, sind unterhalb des festen Tisches C Winkelhebel Cl gelagert, die am einen Schenkel je zwei kleine Stellwinkel c tragen, an welche der Bogen Z anschlägt und angehalten wird; am anderen Ende sind sie mittels einer gemeinsamen Stange c1 mit einem Hebel c2 gekuppelt, der in dem an der Platte A festgemachten Support C2 gelagert ist und seine Bewegung durch die mit ihm verbundene Excenterstange C3 von dem Aufhaltexcenter 2 (Fig. 3) erhält.
Der auf den Rollen b'2 fahrbare Wagen .B ist mittels eines an ihm festgemachten Winkels B1 und der Winkellager bl durch das Verbindungsstück b3 mit dem Bewegungshebel B2 gekuppelt, der in einer Achse a2 am Gestell A gelagert ist und mittels der mit ihm gekuppelten Excenterstange B3 von dem auf der Querachse A2 sitzenden Excenter 1 in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird und diese Bewegung auf den Wagen B überträgt. Sobald nun der Wagen B in Vorwärtsbewegung begriffen ist, werden die Winkel C1 so weit gedreht, dafs die Anschlagwinkel c über den Tisch C vorstehen und ein Anschlag des Bogens Z an diese Anschlagwinkel stattfindet. Gleich darauf drückt der Taster D bezw. die Tasterplatte d den Bogen Z auf den Tisch C nieder und hält ihn fest. Die Winkelhebel C1 drehen sich nunmehr wieder zurück und die Anschlagwinkel c verschwinden unter dem Tisch.
Beim Zurückgehen des Wagens B bewegen sich die hinten spitz zulaufenden Transportnasen b unter den vom Taster festgehaltenen Papierbogen Z\ heben diesen auf und gleiten darunter weg. Bevor die Vorwärtsbewegung wieder erfolgt, geben die Taster d durch Aufheben mittels der Tasterarme D die Papierbogen Z frei und werden dann die letzteren bei der Vorwärtsbewegung wieder je auf die nächste Bearbeitungsstelle weiter befördert.
Die Tasterarme -D sitzen auf einer gemeinsamen Welle D1 (Fig. 1) und werden durch einen ebenfalls auf der letzteren befestigten Hebel d1 mittels Excenterstange D2 (Fig. 15) vom Tasterexcenter 3, der auf der Parallelachse A3 sitzt, bethätigt.
Die Vorrichtung auf der Bearbeitungsstelle II, wo der Bogen mit Klebstoff versehen wird (Fig. 15 und 16), ist im wesentlichen aus den Patentschriften Nr. 81196 und 81 831 bekannt geworden. Die Klebstempel HH1 und H"2 sind verstellbar an einer Platte F5 festgehalten, die lösbar am Gleitstück F sitzt, welch letzteres in Führungsstangen/ mittels Antriebsstange F1 von dem mit letzterer gekuppelten Antriebshebel F'2 durch Excenterstange F3 vom Excenter 4, der auf der Parallelachse A1 sitzt, angetrieben, d. h. in eine horizontale Hin- und Herbewegung versetzt, die senkrecht zur Bewegungsrichtung des Wagens B gerichtet ist. Diese horizontale Bewegung machen die Klebstempel HH1 und H2 mit. Die Führungen f des Gleitstückes F sammt dessen Antriebsstange F1 sind an dem in Führungsstangen g vertical beweglichen Support G befestigt, der mit der gezahnten Stange G1 und diese mit dem Vertical-Bewegungshebel g1 gekuppelt ist.
Der letztere erhält seine Bewegung durch Auflage seiner Rolle auf das Excenter 5, das auf der Parallelwelle A1 festsitzt.
Sollen die Klebstoffstempel H H1 und H2 auf den Bogen Z keinen Klebstoff auftragen, so werden die Stempel bezw. der Verticalbewegungssupport G nicht gesenkt, was in der Weise vollzogen wird, dafs eine in die gezahnte Stange G1 eingreifende, an dem Support G2 gelagerte Sperrklinke g'2 nicht ausgelöst wird. Zum Auslösen derselben dient ein an einem Ansatz/4 des den Hebel F2 tragenden Supports F^ gelagerter Hebel G3, der mittels der Verbindungsstange gs, die durch die Feder g* in einer bestimmten Stellung gehalten wird, mit der Sperrklinke g2 verbunden ist und dieselbe ständig im Eingriff mit den Zähnen der Stange G1 hält, derart, dafs die letztere sich nur senken kann, wenn die Person, welche die Maschine bedient, den Fufs auf eine Trittplatte am losen Ende des Hebels G3 stellt, wodurch der letztere niedergedrückt und der Zahnhebel G1 aufser Eingriff mit der Klinke g2 gesetzt wird und in diesem Zustand sich sammt Zubehör senken kann.
Die Klebwalze e des Klebstoffbehälters E ist in ständige Umdrehung mittels der in Fig. 1 ersichtlichen Vorrichtung versetzt, derart, dafs auf der Walzenoberfläche stets frischer Klebstoff gleichmäfsig vertheilt sich befindet und die an der Klebwalze e vorbeistreichenden Stempel HH1 und H2 auf ihren Stempelseiten stets gleichmäfsig mit Klebstoff bestrichen werden und beim Senken des Supports G den Klebstoff auf die in Fig. 1, Bearbeitungsstelle II, schraffirt angedeuteten Stellen des Bogens Z auftragen.
' Der ununterbrochene Antrieb der Klebstoffwalze e erfolgt mittels der Riemscheibert e'2 e3 e4e5 von der Welle E1 aus, welche mittels Riemscheiben e6 und e7 durch die auf gleicher Achse mit letzterer gelagerte Frictionsriemscheibe e8, welche an der Antriebsriemscheibe E3 für die Maschine anliegt, angetrieben wird. Die Achse der Frictionsscheibe e8 ist in einem drehbaren Hebel E2 verstellbar gelagert und kann die Scheibe e8 durch Emporheben des Hebels E2 aufser Thä'tigkeit gesetzt werden.
Von der Bearbeitungsstelle II gelangen die Bogen Z nach Passirung der Bearbeitungsstellen III und IV, wo sie durch die Tasterplatten d absatzweise festgehalten sind, auf die Bearbeitungsstelle V.
Der auf der Bearbeitungsstelle V arbeitende Mechanismus ist in der Hauptsache in den Fig. 9 bis 14 bezw. 26 bis 29 der Zeichnungen dargestellt. An Stelle des vor dieser Bearbeitungsstelle endigenden Tisches C und des ebenfalls nur bis zu dieser Bearbeitungsstelle laufenden Wagens B ist als Fortsetzung ein vertical beweglicher Falzkasten / angeordnet, der in der Ruhelage oben eben mit dem Tisch C liegt und auf welchen der Bogen Z geschoben und in seiner richtigen Lage durch Anschlag an den beiden Verticalwinkeln n> (an Stelle der Aufhaltwinkel c) gehalten ist. Ueber dem Falzkasten J liegt ein Hohldorn L, der an einem seitlich liegenden, auf der Platte A befestigten Support K bequem auswechselbar festgemacht ist. Der Falzkasten J ist mittels seiner Verticalführungsstange z'1 in einer Büchse J1 geführt und mittels des Kupplungsstückes /2 und des Verbindungsstückes z"2 mit dem Bewegungshebel J3 gekuppelt, der von dem Excenter 6 auf Welle Al bewegt wird. Gegen seitliche Verdrehung des Falzkastens dient die Verlängerung am Kupplungsstück J2, welche am Ende in Schienen z4 geleitet ist.
Der Bogen Z liegt in der in Fig. 17 angedeuteten Art direct unter .dem Falzdorn L auf dem Falzkasten /. Beim Heben des letzteren legt sich der Bogen Z in den Hohlraum i des Falzkastens J derart, dafs der Bogen Z, von oben betrachtet, dann die in Fig. 18 angegebene Form besitzt.
Hernach wird der Bogen Z von dem ersten Längsfalzer q, der am Längsfalzbügel Q. befestigt ist, über die obere Fläche des Domes L gefalzt, indem der in Schienen auf dem Support K gleitbare Bügel Q, der den Falzer q trägt (Fig. 11 und 12), vom Hebel Q.1, der drehbar an einem Auge k des Supports K gelagert und durch das Kupplungsglied q1 mit dem Bügel Q. bezw. dessen Schlittenführung verbunden ist, über den Dorn L bewegt wird. Der Hebel Q.1 erhält seine Bewegung von dem Hebel Q.2 aus, der durch Verbindungsstück #2 mit dem Hebel Q1 gekuppelt ist und am anderen Ende eine Rolle trägt, die am Excenter 7 anliegt und von letzterem bethätigt wird (Fig. 11).
Nachträglich wird in ähnlicher Weise von dem zweiten Längsfalzer p, der an dem Bügel P sitzt und durch - die Hebel p\ Winkelhebel P1 und Excenterstange ρ 2 vom Excenter 8 aus bewegt wird, die mit Klebstoff versehene Längsseite des Bogens Z über die andere bereits umgefaltete Seite gedrückt und durch den Klebstoff festgehalten. Zum Festdrücken der beklebten Seite dient eine mit Gummiunterlage η versehene Platte N, welche mittels des Winkelbügels 2V1, der in Ansätzen kl des Supports K gelagert ist, durch die Excenterstange TV2 vom Excenter.9 auf die Längsseite des umgefalzten Bogens Z angedrückt wird. Damit der Winkelhebel TV"1 sich selbsttätig wieder in die Ruhelage dreht, in welcher die Platte N gehoben ist, ist ein entsprechendes Gewicht n2 auf der Excenterstange TV2 vorgesehen.
Der Bogen Z hat nunmehr von oben gesehen die in Fig. 20 gezeichnete Form, d. h. die Bodentheile sind noch nicht umgefalzt.
Zum Umfalzen der Bodentheile dienen, die in Fig. 14, 26 und 28 in gröfserem Mafsstab dargestellten Bodenfalzschieber S1S 2A3 und S% welche auf Schienen s1 s'2 s3 und s* festsitzen, die schlittenartig gleitbar auf der Innenseite des Supports O angeordnet sind. Die Bewegung der Bodenfalzschieber erfolgt nach einander in der in Fig. 14 angegebenen Reihenfolge I, II, III und IV, indem die Schieber S1 bis SA nach einander an der Frontseite des Domes L vorbeistreichen und das Umfalzen der Bodentheile des Bogens Z bewirken. Es liegen hierbei je zwei diametrale Bodenfalzer am Dorn an.
Die drei Schieber 51S3 und S4 bezw. deren Führungsschienen S1S3 und 5* erhalten ihre Bewegung von einer gemeinsamen in den Ansätzen ο am Support O gelagerten Gleitschiene O1 (Fig. 9 und 10), welche mittels Winkelhebel R, Kupplungsteil r und Excenterstange R1 vom Excenter 11 in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Diese Bewegung wird in verschiedener Weise auf die Hebel T1 TB und T* der betreffenden Bodenfalzer übertragen, welche drehbar in den Zapfen ol o3 und o4 gelagert sind. Der Winkelhebel T1 kommt zuerst zur Wirkung und schiebt den Bodenfalzer S1 abwärts. Hernach wird der Falzschieber S2 durch den Hebel T'2, welcher an dem Lager u3 drehbar festgehalten und durch die Kuppelstange t2 mit dem Schieber s2 des Bodenfalzers S2 verbunden ist, mittels eines besonderen Excenters 10 bewegt. Das Zurückziehen des Hebels T2 in die Ruhelage wird durch eine Feder i3 bewirkt. In der Ruhelage liegt der Hebel T% auf der Stellschraube f4 auf (Fig. 9).
Nach dem Bodenfalzer S 2 kommt der Bodenfalzer S3 mittels des an einem Ansatz ο3 des
Supports gelagerten Hebels ΤΆ, der von einem auf O1 festsitzenden Querarm o5 bewegt wird, zur Wirkung und in letzter Stelle arbeitet der durch Hebel 2"4 bewegte Bodenfalzer S4, wobei die Gleitschiene O1 erst einen gewissen Weg zurücklegt, bevor der Schieber iS4 in Wirkung tritt.
Das Umfalzen der Bodentheile des nunmehr eine Hülse Z1 bildenden Bogens Z ist nunmehr bewirkt und es findet nun die weitere Thä'tigkeit des Ausstofsens der Hülse Z1 vom Dorn L unter stetigem Andruck eines Stempels gegen den Boden der Hülse statt (Fig. io und 13).
In dem Hohldorn L ist eine Ausstofsstange L1 verschiebbar gelagert, an deren einem Ende ein Plättchen Z1 sitzt, das in die konische vordere Oeffnung am Dorn L pafst. und mit dessen Endfläche eine Ebene bildet. Die Stange L1 ist mittels Verbindungsgliedes Z2 mit dem auf dem TragsuppörtX4 gelagerten Hebel L'2 verbunden, der seine Bewegung durch die Excenterstange L3 vom Ausstofs-Excenter 14 erhält. In gleicher Mittellinie mit der Stange L1 ist auf der entgegengesetzten Seite im Führungslager JW1 eine Stange M gleitbar angeordnet, welche vorn eine Platte m mit Gummibekleidung trägt. Ehe die Stange L1 bezw. deren Plättchen Z1 das Ausstofsen der Hülse Z1 vom Dorn L beginnt, drückt die Gummiunterlage des Plättchens m gegen den gefalzten Boden der Hülse Z1 an. Die Stange M steht mittels Kup.pelgliedes m1 mit dem Hebel M2 in Verbindung, der auf dem Tragsupport Mi drehbar festgehalten ist und mittels Excenterstange M3 vom Excenter 12 bethätigt wird. Mit dem Hebel M2 verbunden und an demselben festgehalten ist ein Bremssegment m'2 vorgesehen, auf das ein durch die Feder m& des stellbaren Zapfens m6 federnd angedrückter Bremsklotz m 3 drückt. Der Zapfen m6 des Bremsklotzes ms ist, wie erwähnt, verstellbar in einem Ende eines Hebels Ai6 gelagert, dessen anderes Ende eine Rolle fragt, auf welche das Brems-Excenter 13 einwirkt. Der Hebel Af6 sitzt drehbar auf einem Ständer M5, der auf dem Tragsupport M4 befestigt ist. Letzterer ist von einer Stütze w4 unten getragen. So lange nun das Ausstofsen der Hülse vom Dorn stattfindet, liegt, wie schon erwähnt, die Gummiauflage des Plättchens m am Boden ■ der Hülse Z1 an und wirkt das Excenter 13 in der Weise, dafs es den Bremsklotz W23 kräftig gegen das Bremssegment m2 andrückt. Das Zurückdrücken der Stange M durch die Stange L1 bietet daher einen scharfen Widerstand, und die Folge davon ist, dafs der zwischen m und Z1 befindliche Boden der Hülse Ζλ während des Ausstofsens kräftig zusammengeprefst. wird, wodurch der Klebstoff an den Bodentheilen so festhaftet, dafs sowohl ein selbstthätiges ■ Aufgehen des zusammengeklebten Bodens vermieden, als auch ein vollkommen glatter :Boden erzielt wird. Sind die Stangen L1 und M sammt der Hülse Z1 am Ende des Ausstofshubes angelangt, so bleibt die Stange M mit dem Plättchen m vorläufig stehen, während die Ausstofsstange L1 wieder so weit zurückgeht, bis deren konisches Plättchen Z8 in der entsprechenden Aussparung im Hohldorn L liegt.
Damit beim Zurückgehen der Ausstofsstange L1 die Hülse nicht mit zurückgeht, dient die aus Fig. 9, 12 und 25 ersichtliche Vorrichtung. Dieselbe besteht aus einer Platte ZJ2., auf der zwei Winkel U verstellbar befestigt sind. An dem einen dieser Winkel Z7ist (Fig. 25 und 12) aufserdem ein Aufhaltebügel u befestigt. Diese Platte U'2 nun sammt den Winkeln U und Bügeln u wird mittels des Armes n1 durch den Hebel U1 von dem Excenter 1 5 (Fig. 9) in der Weise bewegt, dafs vor der Kehrbewegung der Ausstofsstange L1 die Platte U1 sammt Winkel U und Aufhaltebügel u so weit gegen die Hülse Z1 geschoben wird, dafs u vor den Hülsenrand zu liegen kommt und die Rückbewegung der Hülse verhindert. Ehe jedoch das Plättchen Z1 der Stange L1 den Hülsenrand erreicht, tritt die Platte U'2 sammt dem Bügel u so weit wieder zurück, dafs das Plättchen Z1 daran vorbei kann. Hernach erfolgt ein zweiter kräftigerer Vorstofs der Platte U2 gegen die lose auf dem Block V liegende Hülse Z1, wobei die Winkel U die fertige Hülse Z1 über den schräg abfallenden Block V werfen, von wo sie in einen Sammelbehälter abrutschen. Der Hebel U1 wird durch eine Feder m2 in bestimmter Position gehalten bezw. durch diese Feder mittels seiner Rolle «4 an das Excenter 15 angedrückt und von diesem bewegt.
Bei jeder Hin- und Herbewegung des Wagens B wird stets ein neuer Bogen Z aufgelegt und eine fertige Hülse mit Boden ausgeworfen. Die Excenter 1 bis 1 5 sind alle so eingestellt, dafs die Arbeiten der einzelnen Vorrichtungen, insbesondere auch die der Bearbeitungsstelle V, rechtzeitig auf einander folgen.
In den Fig. 17 bis 25 ist die allmälige Umformung des glatten Papierbogens Z in die Hülse mit Boden dargestellt.
Die Fig. 17 zeigt den unter dem Dorn L liegenden Bogen Z.
Bei Fig.- 18 hat der Faltkasten J den Bogen über den Dorn L geprefst.
Bei Fig. 19 hat der erste Seitenfalzer q den einen Längsfalz und bei Fig. 20 der zweite Seitenfalzer ρ den zweiten Längsfalz vollzogen.
Die Fig. 21 bis. 24 zeigen die Abbildung des Bodens, nachdem die Bodenfalzer S1 bis S4 nach einander ihre Function vollzogen haben.
Die Fig. 25 veranschaulicht das Ausstofsen der fertigen Hülse und das Abwerfen derselben. . ■ ■ .'
Je nach der Querschnittsform des Domes L, die rund, oval, quadratisch, rechteckig, vieleckig etc. beliebig gestaltet sein kann, sind die Formen der Längsfalzer q und ρ einzurichten. Eine Aenderung der Bodenfalzer wird der Gröfse der Hülse entsprechend durch Auswechseln der betreffenden Falzer S1 bis S4 vorgenommen.
In den Fig. 26 bis 29 ist eine Vorrichtung zum Falzen breiter Beutel dargestellt. Hierbei ist darauf Bedacht genommen, dafs der über den Falzkasten J zu schiebende Bogen Z beim Passiren der Vertiefung i des Falzkastens sich vorn senken und mit seinem vorderen Rand an die eine Seitenwand der Vertiefung i anstofsen und sich krümmen würde' bezw. nicht in die richtige Lage gebracht- werden könnte. Um dies zu vermeiden, ist in der Vertiefung i des Falzkastens J, oben eben mit der oberen Falzkastenfläche liegend, eine Brücke X angeordnet, die vertical verschiebbar ist, was mittels ihrer Gleitstange x, die in einem Ansatz x1 des Falzkastens / gelagert ist, bewirkt wird. Eine Feder x3, die einerseits am Ansatz x1 des Falzkastens , andererseits an dem unteren Stellring x2, der auf der Führungsstange χ sitzt, befestigt ist, hält die Brücke stets in der oben angegebenen Lage, wobei der obere Stellring x4 am Ansatz x1 anliegt. Wird der Falzkasten J gegen den Dorn L gehoben, so weicht die Brücke χ federnd zurück und liegt dann in einer entsprechenden Aussparung in der Vertiefung i des Falzkastens. Beim Senken des Falzkastens drückt die Brücke X den Papierbogen Z unten so lange an den Dorn L an, bis die Brücke wieder eben mit der Oberfläche des Falzkastens liegt.
Auch das Falzen der Bodentheile wird bei breiten Hülsen in anderer Weise, als vorn beschrieben ist, bewirkt. Die Reihenfolge, in der die Bodenfalzer S1 bis S4 in Thätigkeit treten, ist eine andere. Zuerst treten hier die Horizontalfalzer S3 und S* in Thätigkeit, hernach der obere Falzer Sl und dann der untere Falzer S2. Die entsprechende Reihenfolge der Thätigkeit der Falzer ist in Fig. 28 durch I bis IV bezeichnet.
Die Vorrichtung zur Bewegung der Bodenfalzer ist dementsprechend geändert. Die Bodenfalzer S3 und S4 werden wiederum durch die Hebel T3 und T1 von dem gemeinsamen Schieber O1 betrieben, ebenso wird der untere Schieber S2 von dem Hebel T'1 wie seither in Thätigkeit gesetzt. Dagegen erfolgt der Antrieb des Bodenfalzers S1, der hier der dritte der in Thätigkeit versetzten Bodenfalzer ist, in anderer Weise wie seither mittels eines Winkelhebels Tb (Fig. 26), der von einer Gleitschiene ts bewegt wird. Diese Gleitschiene i5 ist oben konisch und wird der eine Schenkel mittels einer Feder t7 so an die Schiene t5 herangezogen, dafs seine Rolle r1 stets an der Fläche der Schiene f5 anliegt. Letztere ist gleitbar in einem Lager 0 7 am Support O gelagert und wird von dem verlängerten Hebel T2 mittels des Kupplungstheiles fβ bewegt. Beim Heben der Gleitschiene f5 wird der Hebel T5 gedreht, indem die Rolle r1 von der oberen konischen Bahn der Schiene nach aufsen gedrückt wird. Sobald die Roller1 den konischen Theil der Schiene i5 passirt hat, findet auch bei weiterer Bewegung der Gleitschiene i5 eine weitere Drehung des Hebels T5 nicht mehr statt. Die Rückbewegung des Hebels Ts erfolgt nach Senkung der Schiene t5 mittels der Feder t1.
Je nachdem nun eine besondere Form von Papierdüten Z1 herzustellen ist bezw. je nach der Reihenfolge der in Thätigkeit tretenden einzelnen Bodenfalzer 5x bis S4 ist eine entsprechend abgeänderte Vorrichtung zur Bewegung der letzteren erforderlich.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zur Herstellung von Papiersäcken beliebiger Querschnittsform, gekennzeichnet dadurch, dafs der Transport der entsprechend ausgestanzten Papierbogen von und nach den einzelnen Arbeitsstellen, auf welchen zunächst der Klebstoff aufgebracht wird und schliefslich das Falzen bezw. Abstofsen der fertigen Säcke erfolgt, während die dazwischenliegenden Stationen nur zu dem Zwecke vorgesehen sind, dem Klebstoff Zeit zum Anziehen zu geben, mittels eines seitlich von einer als Tisch dienen-" den festen Schiene (C) angeordneten, sich hin- und herbewegenden Wagens (B) bewirkt wird, welcher zu diesem Zwecke mit Nasen (b) versehen ist, die hinter die Arbeitsstücke greifen.
  2. 2. Eine Maschine der unter Anspruch 1 geschützten Art, gekennzeichnet durch an Winkelhebeln (C1) befestigte Aufhaltwinkel (c), welche zum Anhalten der Arbeitsstücke an der richtigen Stelle auf den betreffenden Stationen dienen und welche bei der Rückwärtsbewegung des Wagens unter die Tischplatte zurücktreten, sowie durch Taster (D), welche die Arbeitsstücke während der Ruhepause auf den Stationen auf die Tischplatte niederdrücken und gegen Verschiebungen sichern.
  3. 3. Eine Maschine der durch Anspruch 1 geschützten Art, gekennzeichnet durch einen bequem auswechselbaren, der jeweiligen Querschnittsform des herzustellenden Sackes entsprechend gestalteten Hohldorn1 (L), über welchen der auf einem vertical verschiebbaren, ebenfalls . auswechselbaren Falzkasten (J) frei liegende, durch zwei Winkel (n>) in bestimmter Lage gehaltene
  4. flache Papierbogen durch Anheben des Falzkastens (J) erst an den unteren Längsseiten und sodann mittels zweier Seitenfalzer (q) bezw. (p) oben über den Dorn (L) gefalzt wird, worauf eine Platte (N) die Längsseiten auf einander drückt, sowie nach einander in Thätigkeit tretende Bodenfalzer ^S1S2 S3 und S4/ den Bogen über die Endfläche des Domes (L) falzen.
    An der unter 3. bezeichneten Falzvorrichtung eine in der Vertiefung (i) des Falzkastens (J) liegende Brücke (X), welche vertical gleitbar mittels Stange (x) in einem Ansatz (x1) des Falzkastens (J) gelagert ist und durch eine Feder (x3) in solcher Lage gehalten wird, dafs sie eben mit der Oberfläche von (J) liegt, beim Heben des Falzkastens dagegen federnd zurückweicht, wobei sie in eine entsprechende Aussparung in der Vertiefung (i) der letzteren zu liegen, kommt, beim Senken des Falzkastens jedoch sofort selbstthätig wieder ihre normale Lage einnimmt, zum Zwecke, bei breiteren Hülsen den Papierbogen ohne Anstofs über die Vertiefung im Falzkasten wegleiten zu können.
  5. An der unter 3. bezeichneten Falzvorrichtung eine Stempelstange (M), die mit einem mit elastischem Stoff besetzten Stempel (m) versehen ist, welch letzterer mittels Hebel (M2) von einem Excenter (12) gegen den Boden der noch auf dem Dorn liegenden Hülse (Z1) gedrückt wird, worauf letztere durch die im Innern des Domes (L) gelagerte und vom Hebel (L^) in Bewegung gesetzte Ausstofsstange (L1) von der Innenseite ihres Bodens aus gegen den elastischen Stempel (m) gedrückt und dieser sammt der Stempelstange (M) unter stetigem einstellbaren Widerstand der letzteren infolge der Einwirkung eines Bremsklotzes m3. auf ein mit der Stange (M) verbundenes Bremssegment (m2) so weit zurückgeschoben wird, bis die Auswurf lage erreicht ist, zum Zwecke, die über einander liegenden Theile des Bodens der Hülse fest auf einander zu drücken und die Hülse von dem Dorne abzustofsen.
  6. 6. Eine Maschine der durch . Anspruch 1 geschützten Art, gekennzeichnet durch eine Platte (U^), an welcher zwei verstellbare Winkel (U), an deren einem ein verstellbarer Vorlegewinkel (u) sitzt, angebracht sind, und welche bei ihrer Verschiebung durch Excenter 15, Hebel (U1) und Verbindungsstange (u1), sobald die Ausstofsstange (L1) am Hubwechsel angekommen ist, so weit gegen dieselbe vorbewegt wird, dafs der Vorlegewinkel (u) vor dem Rand der Hülse (Z1) liegt und letztere verhindert, die Rückbewegung der Stange (L1) mitzumachen, sammt dem Winkel (u) jedoch, bevor das Plättchen (I1) der Ausstofsstange (L1) am offenen Hülsenrand angekommen ist, wieder zurücktritt und nach Passirung der Stange (L1) nochmals und weiter vorgeschoben wird, zum Zwecke, mittels ihrer beiden Winkel (U) die fertige Hülse (Z1) über den schräg abgeschnittenen Block (V) hinunter zu werfen.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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