DE89920C - - Google Patents
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- DE89920C DE89920C DENDAT89920D DE89920DA DE89920C DE 89920 C DE89920 C DE 89920C DE NDAT89920 D DENDAT89920 D DE NDAT89920D DE 89920D A DE89920D A DE 89920DA DE 89920 C DE89920 C DE 89920C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B5/00—Rails; Guard rails; Distance-keeping means for them
- E01B5/02—Rails
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 19: Eisenbahn-, Strassen- und Brückenbau.
HERMANN BIERMANN in BRESLAU. Sicherheitsschiene für Eisenbahnen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1896 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Sicherheitsschiene für Eisenbahnen, durch welche
ein Entgleisen der Züge vermieden werden soll. Die neue Schiene, welche auf der beiliegenden
Zeichnung in zwei verschiedenen Ausführungsformen . zur Darstellung gebracht ist, kennzeichnet
sich vor den bisherigen Eisenbahnschienen dadurch, dafs der Kopf derselben mit einem seitlichen Lappen in der ganzen
Länge der Schiene versehen ist. Dieser seitliche Lappen α (Fig. 1 und 2) überragt den
Schienenkopf so viel, dafs die Eisenbahnräder, selbst wenn sie mit ihrem Flantsche über das
Niveau des Schienenkopfes sich erheben, durch die Seitenrippe α doch daran gehindert werden,
die Schienenstrafse zu verlassen.
Die seitliche Rippe α kann zugleich mit der Schiene gewalzt werden.
Die Verlegung der neuen Schiene findet ebenfalls entweder auf Längsschwellen (Fig. 2) oder
auf Querschwellen (Fig. 1) statt. Die · Längsschwellen können gegebenenfalls, wie in Fig. 2 zur
Darstellung gebracht, mit der Schiene ein Stück bilden, so dafs gewissermafsen der Schienenfufs
als Längsschwelle c ausgebildet ist. Die Seitenrippe α wird, falls ihre Höhe ein bestimmtes
Mafs überschreitet, durch Seitenstreben d verstärkt, welche in der Lage sein
sollen, die Wucht des von/ den Schienen sich
abhebenden Zuges zum Theil aufzunehmen. Die Fig. 3 der Zeichnung zeigt die neue
Schiene in Seitenansicht, und zwar in ihrer Ausführung nach Fig. 1.
Es besitzt die neue Schiene aufser dem Hauptvorzuge, nämlich eine Entgleisung zu verhindern,
noch mancherlei andere Vorzüge, die für den Eisenbahnbetrieb nicht zu unterschätzen
sind. Infolge der Anordnung der Seitenrippe wird besonders bei der Schienenausführung
nach Fig. 2 in Gebirgsgegenden Gerolle und Schotter gerade durch diese Rippe vom Eisenbahngeleise
abgehalten, so dafs dadurch die Fahrstrafse frei bleibt. Leichte Schneewehen,
welche bei den bisher gebräuchlichen Schienen bereits die Strecke für Züge unpassirbar machen,
sind bei der neuen Schiene ungefährlich, da die Seitenrippe α einen wirksamen Damm gegen
den herangewehten Schnee bildet.
Die Weichenanordnung wird bei der neuen Schiene keine andere wie bisher sein, nur dafs
selbstverständlich auch die Zunge der Weiche mit den seitlichen Rippen a, jedoch nicht vollständig
bis zur Zungenspitze versehen wird.
Die einzige Frage von technischer Wichtigkeit, welche bei der neuen Schiene zu lösen
war, bestand darin, in welcher Weise die Wegeübergänge eingerichtet werden sollten,
damit der Verkehr ungehindert über das Schienengeleise stattfinden könne und doch
beim Passiren des Zuges die Schiene eine Beschaffenheit zeigt, welche die Entgleisung unmöglich
macht.
Die Fig. 4 bis 7 der Zeichnung veranschaulichen die Einrichtung der Schiene an den
Bahnübergängen, und zwar ist an dieser Stelle die seitliche Rippe α umlegbar eingerichtet, so
dafs bei geöffneter Geleiseschranke die Lage dieses Rippentheiles eine wagerechte, den Uebergang
nicht hindernde ist.
Sobald der Zug jedoch naht, werden durch denselben die seitlichen Rippen a in senkrechte
Lage gebracht und zugleich durch Riegel e derart festgestellt, dafs sie dieselbe Sicherheit
gegen Entgleisung gewähren wie die neue
Claims (1)
- Schiene auf der ununterbrochenen Strecke. Selbstverständlich findet das Aufrichten . der seitlichen Theile α erst statt, nachdem die Geleiseschranken geschlossen sind, so dafs es nicht etwa vorkommen kann, dafs sich beim Nahen des Zuges zwischen den Schienen ein Wagen oder ein anderer Gegenstand befindet, der durch die hochgeklappten seitlichen Theile a auf dem Geleise festgehalten wird.Eine bestimmte Strecke vor dem Bahnübergange befinden sich vor und hinter demselben Stellzeuge ff1, welche durch die Räder des über ihn wegfahrenden Zuges niedergedrückt werden und ihre Bewegung durch Winkelhebel g gl und Kette h h1 auf die Klappen α übertragen.Es sind, wie bereits vorher erwähnt, hierbei zwei Arbeiten zu verrichten, und zwar sind die Klappen α in eine senkrechte Lage zu bringen und alsdann zu verriegeln. Die Riegel e besitzen Hebelarme i und sind bei k drehbar gelagert. Unter einander sind diese Riegel e durch Stangen I m derart mit einander verbunden, dafs sie zu gleicher Zeit aufwärts- und zu gleicher Zeit niederbewegt werden.Die Klappen α sind auf ihrer Rückseite mit schrägen Flächen ο versehen, gegen welche bei der Aufwärtsbewegung die Riegel e stofsen und dabei eine Drehung der Klappe veranlassen.' Die schräge Fläche a1 ist derart eingerichtet, dafs beim Darübergleiten der Riegel e zunächst eine Drehung und dann die Verriegelung der Klappe α stattfindet. ;'; ;...■Eine Drehung der Riegel e und somit ein Schlufs der Schiene am Bahnübergange wird durch einen Zug an der Kette h veranlafst, und zwar wird durch diesen Zug das Pendel ρ seitwärts bewegt, welches dabei die geschlitzte Stange q mitnimmt. In den Schlitz r der Stange g greift der Zapfen s ein, auf welchen sowohl der kurze Hebel ζ, wie die. Zugstange / aufgeschoben sind. ■ Es- wird also bei einem Zuge an der Kette h eine Drehung der beiden Riegel e um ihre Drehzapfen k stattfinden, und zwar erfolgt die Drehung so weit, bis die Riegel e sich in senkrechter Lage befinden.An dem Zapfen des kurzen Hebels i ist eine Kette t befestigt, welche über eine festgelagerte Rolle ν geführt ist und deren anderes Ende bei w an dem Pendel ρ befestigt ist. Wenn das Stellzeug f durch den Zug niedergedrückt wird, so findet ein Zug an der Kette h in der Pfeilrichtung statt. Dementsprechend wird, das Pendel ρ nach links ausschlagen und nicht nur eine Drehung der beiden Riegel e, sondern zugleich eine Verkürzung der Kette t bewirken. Hat der Zug das Stellzeug f freigegeben, so kehrt das Pendel ρ selbstthätig in seine senkrechte Lage zurück, während der Hebel i in der punktirten Lage bleibt und der Schlitz r über den Zapfen s hinweggleitet. Infolge dessen bleibt die Kette t beim Zurückschwingen des Pendels gespannt.Diese Einrichtung ist aus dem Grunde getroffen, um bei jedesmaliger Beeinflussung des Stellzeuges f durch den Zug auch eine Bewegung der Klappe α zu veranlassen, und zwar um das eine Mal ein Schliefsen derselben, das darauf folgende Mal 'ein Oeffnen derselben zu veranlassen. . .Dieser Fall tritt z. B. dann ein, wenn der Zug das Stellzeug f zwar passirt hat, aber nicht bis zum Stellzeug fl auf der anderen Seite des Bahnüberganges fährt, sondern vor demselben seine Fahrrichtung ändert und das Stellzeug f wieder ..passirt. Würde das Stellzeug f in einem solchen Falle nur den Schlufs und das Stellzeug/"* nur das Oeffnen des Geleises bewirken können, so würde beim Zurückfahren des Zuges über das Stellzeug f eine Wirkung nicht eintreten und der Bahnübergang geschlossen bleiben.Da die Kette f beim erstmaligen Passiren von f jedoch gespannt 'worden ist, wird bei einer erneuten Beeinflussung von f unter Vermittelung des Pendels ρ ein Zurückziehen der Kette in ihre ursprüngliche Lage und damit ein Niederlegen der Riegel e erfolgen.Zwischen dem zweiten Stellzeuge/1 und dem Pendel p. ist ebenfalls die Verbindung durch eine Kette 7z1 hergestellt, die jedoch ,aus dem Grunde über eine drehbare, festgelagerte Rolle v1 geführt ist, damit die Beeinflussung vom Stellzeuge fl aus in gleicher Weise wie vom Stellzeuge f aus erfolgt und man nur nöthig hat, die Einrichtung an jedem Bahnübergange einmal zu treffen. Durch passende Verbindung der Riegel auf beiden Seiten des Geleises vermittelst Welle u. s. w. wird die Bewegung auf ...alle Riegel gleichmäfsig übertragen..Es mag schliefslich erwähnt werden, dafs beim Zurückdrehen der Riegel e die Klappe a selbstthätig ihre wagerechte Lage wieder einnehmen wird.Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :Sicherheitsschiene für Eisenbahnen, gekennzeichnet durch eine seitliche, den Schienenkopf überragende Rippe (a), welche in der ganzen Länge an die Schiene angewalzt ist, zu dem Zwecke, die Wagenräder am Verlassen der Schienenstraf.se zu hindern, wenn sie sich über das Niveau des Schienenkopfes erheben sollten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89920C true DE89920C (de) |
Family
ID=361691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89920D Active DE89920C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89920C (de) |
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