DE897849C - Telegrafensender - Google Patents
TelegrafensenderInfo
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- DE897849C DE897849C DEST2526A DEST002526A DE897849C DE 897849 C DE897849 C DE 897849C DE ST2526 A DEST2526 A DE ST2526A DE ST002526 A DEST002526 A DE ST002526A DE 897849 C DE897849 C DE 897849C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L12/00—Data switching networks
- H04L12/02—Details
- H04L12/06—Answer-back mechanisms or circuits
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
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- H04L25/38—Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
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- H04L25/45—Transmitting circuits; Receiving circuits using electronic distributors
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- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Telegrafensender. Es ist bekannt, daß Telegrafensender Mittel aufweisen,
welche den zeitlichen Ablauf der einzelnen aufeinanderfolgenden Schritte der Zeichen des Alphabets bestimmen.
Diese Mittel bestehen bei Maschinensendern aus einer umlaufenden Achse, welche die Dauer eines
jeden Schrittes des übermittelten Zeichens mechanisch festlegt, wobei diese Achse durch geeignete Mittel mit
einer entsprechenden Empfängerachse synchronisiert wird. Bei Sendern des Start-Stop-Systems wird daher
die Senderachse für jedes zu übermittelnde Zeichen in Umdrehung versetzt und bestimmt während seiner
Umdrehung die Dauer des Startzeichens, der verschiedenen Zeichenelemente und des Stopschrittes,
wobei der Startschritt dazu dient, die Empfängerachse mit einer Geschwindigkeit umdrehen zu lassen,
welche etwas größer ist als die des Senders. Die Empfängerachse bestimmt auf ähnliche Weise die für
den Empfang eines jeden Schrittes zugeteilte Zeit und wird beim Stopschritt angehalten, wenn kein weiteres
Zeichen übermittelt wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, den Zeitablauf der Start-Stop-Impulse mittels eines Pendelrelais festzulegen.
Der Anker dieses Relais wird dabei aus einer arretierten Lage freigegeben, und kann frei schwingen,
wobei die einzelnen aufeinanderfolgenden Schwingungen des Ankers die Dauer der einzelnen Zeichenschritte
bestimmen. Der Anker wird nach einer gewissen, durch die Anzahl der Zeichenschritte des
Alphabets bestimmten Schwingungszahl in die arretierte Lage zurückgeführt. Eine solche Apparatur ist
weniger kompliziert und kostspielig als das Gerät mit umlaufender Achse. Es sind trotzdem eine Anzahl
Relais erforderlich, welche nacheinander betätigt werden, um die Schwingungen des Pendelrelais zu
zählen. Dadurch werden diese Relais für jedes zu übermittelnde Zeichen betätigt und sind einer starken
Kontaktabnutzung unterworfen.
Die Erfindung sieht nun einen Telegrafensender vor, welcher die obenerwähnten Nachteile nicht aufweist.
Ein derartiger Telegrafensender, in welchem jedes Signal aus einer Anzahl aufeinanderfolgender Elemente
von nur zweierlei Art besteht, ist dadurch gekennzeichnet, daß die zeitliche Einstellung der Perioden
aufeinanderfolgender Elemente durch die Perioden gesteuert wird, während welcher aufeinanderfolgende
ίο Elektronenentladungsgefäße leitend sind, und die genannten
Entladungsgefäße auf bekannte Weise ausgebildet sind, um einzeln durch aufeinanderfolgende
Impulse leitend gemacht zu werden und alle die genannten Impulse an alle Entladungsgefäße der Kette
gelegt werden.
Ein solcher Telegrafensender sendet damit eine Reihe elektrischer Impulse und weist Mittel auf zur
Festlegung des zeitlichen Ablaufes der durch die Schritte des genannten Telegrafenalphabets belegten
Intervalle mittels der Zwischenräume zwischen den genannten Impulsen und Mittel zur Bestimmung der
in jedem der genannten Intervalle zu übermittelnden Impulsart.
In einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird eine bereits bekannte Anordnung
in abgeänderter Form verwendet. Ein derartiger Telegrafensender enthält dann eine Kette von
Elektronenentladungsgefäßen, eine für jeden Schritt des Alphabets, ferner Mittel, welche bewirken, daß
diese Entladungsgefäße während gleicher Zeitintervalle periodisch zünden, und Mittel, welche bewirken,
daß der durch die entsprechenden Entladungsgefäße fließende Strom die Übermittlung aufeinanderfolgender
Schritte des verwendeten Alphabets veranlaßt und damit ein gewünschtes Zeichen bildet.
Ein derartiger Telegrafensender, welcher eine .Kette
von Elektronenentladungsgefäße aufweist, und zwar eine für jeden Schritt des Alphabets, enthält eine
gleichmäßig verteilte Impulsreihen erzeugende Quelle, Anlaufmittel zur ersten Zündung einer der genannten
Entladungsgefäße, Mittel, welche auf jeden Impuls ansprechen,
um ein Potential an alle die genannten Entladungsgefäße anzulegen, Mittel, welche gemein-,
sam auf eine der genannten, in leitendem Zustand versetzten Entladungsgefäße und beim Anlegen des
genannten Potentials ansprechen und damit die Zündung des nächsten Entladungsgefäßes der Kette
leitend machen, Mittel, welche auf ein gezündetes Ent-. ladungsgefäß ansprechen, um das vorhergehende Entladungsgefäß
der Kette zu löschen, und Mittel, welche während der Intervalle, während welcher die entsprechenden
Entladungsgefäße leitend sind, bewirken, daß durch die Übermittlung aufeinanderfolgender
Schritte des verwendeten Alphabets ein gewünschtes Zeichen gebildet wird.
Im folgenden wird ein Fernschreibsender des Start-Stop-Systems
als bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes der vorliegenden Erfindung
an Hand der Zeichnung beschrieben. Fig. ι zeigt die Prinzipschaltung eines erfindungsgemäßen
Telegrafensenders,
Fig. 2 die Schaltungsanordnung zur- Verwendung des Senders der Fig. 1 zur Übermittlung einer
Reihe festgelegter Fernschreibzeichen für Fernschreibsysteme.
Fig. ι zeigt die wichtigsten Teile eines zum Arbeiten
im Start-Stop-System geeigneten Fernschreibsenders. Eine Kette gasgefüllter Dreielektrodenröhren T 1 bis
T 8 ist in geschlossener Schaltung angeordnet. Jede Röhre ist vom Typus, welcher eine Steuerstrecke
zwischen einer Steuerelektrode und der Kathode und eine Hauptentladungsstrecke zwischen einer Hauptelektrode
und der Kathode aufweist.
Es ist eine gewisse minimale Spannung zwischen der Steuerelektrode und der Kathode notwendig, um
die Steuerentladungsstrecke zu zünden. Wenn nun die Anode ein genügendes positives Potential gegen
die Kathode aufweist, zündet die Hauptentladungsstrecke ebenfalls nach der Zündung der Steuerstrecke.
Nach Einleitung der Entladung genügt eine niedrigere Spannung, um den leitenden Zustand beizubehalten.
Die Kathode jeder Röhre Γ 1 bis Γ 8 ist je über einen mit einem Parallelkondensator C 1 bis C 8 versehenen
Widerstand R 1 bis R 8 an Erde gelegt. Die
Kathoden sind außerdem über einzelne Widerstände R 9 bis R 16 und Kondensatoren C 9 bis C 16
mit einer unten beschriebenen Impulsquelle verbunden. Die Kathode jeder Röhre ist über je einen Widerstand
R 9 bis R 16 und außerdem über je einen Widerstand
R 17 bis R 24 mit der Steuerelektrode der nächstfolgenden Röhre der Kette verbunden. Wie
oben erwähnt, bilden die Röhren eine geschlossene Kette, wobei die Kathode der Röhre T 8 über die
Widerstände R 16 und R 24 mit der Steuerelektrode
der Röhre T 1 verbunden ist.
Die obenerwähnte Impulsquelle ist eine Stelle auf einem Widerstand R 25 im Stromkreise einer mit ungeheizter
Kathode arbeitenden Röhre Γ g. Die Steuerelektrode und Kathode der Röhre T 9 sind zusammengeschaltet
und über den Widerstand R 25, die Sekundärwicklung des Transformators T, den Widerstand
R 26 und die normalerweise offenen Kontakte str ι mit der Anode verbunden. Das untere
Ende des Widerstandes Ä 25 liegt an Erde. Die Primärwicklung des Transformators Γ ist mit einer
Wechselstromquelle, die vorzugsweise ein 50-Periodennetz sein kann, verbunden.
Die Anoden der Röhren T 1 bis Γ 8 sind über eine
Wicklung des Relais TR 1, den Widerstand R 27, die normalerweise offenen Kontakte str 2 mit einem posi- n0
tiven Potential von 150 Volt verbunden. Zwischen den Anoden der Röhren Γ 2 bis Γ 6 und Relais TR 1
liegen die Kontakte V, W, X, Y und Z. Das Relais TR ι ist ein polarisiertes Telegrafenrelais, und seine
Ruhestrom- und Arbeitsstromwicklung sind über Arbeits- bzw. Ruhekontakte des Kontaktsatzes V, W,
X, Y und Z angeschlossen, wobei die Anker mit den Anoden der Röhren Γ 2 bis Γ 6 verbunden sind. Die
Ruhestromwicklung des Relais TR 1 ist unmittelbar mit der Anode der Röhre T 1 verbunden, und die
Arbeitswicklung liegt direkt an den Anoden der Röhren T 7 und T 8.
Um die Anordnung in Betrieb zu nehmen, müssen die Kontakte str 1 und str 2 aus der offenen in die geschlossene
Lage gebracht werden. Der Kontakt str 2 schließt, bevor der zugehörige Ruhekontakt sich
öffnet, und während der momentanen geschlossenen Lage aller drei Kontakte gelangt ein positives Potential
über den Widerstand R 28 an die Steuerelektrode der Röhre Ty. Da zu gleicher Zeit ein positives Potential
über die Arbeitswicklung des Relais TRχ an die Anode der Röhre T 7 gelegt wird, zünden sowohl die
Haupt- als auch die Steuerentladungsstrecke dieser Röhre. Es fließt ein Strom in der Arbeitswicklung
des Relais TR 1 und legt seinen Anker tr τ an den
Arbeitsstromkontakt m, falls er nicht bereits in dieser Lage war. Der Anker ist mit der Telegrafenleitung L
verbunden, und die Arbeits- und Ruhekontakte m und s sind mit dem negativen bzw. positiven Batteriepol
verbunden. Das Relais TR 1 bewirkt auf diese Weise das Fließen des Arbeitsstromes auf der Leitung
L.
Wenn die Röhre T 7 zündet, fließt der Entladungsstrom der Hauptstrecke durch den Widerstand R 7
und erzeugt in diesem einen Spannungsabfall von ungefähr 40 Volt. Diese Spannung wird an die Steuerelektrode
der Röhre T 8 angelegt, ist jedoch nicht genügend groß, um die Zündung der Steuerentladungsstrecke
dieser Röhre zu bewirken.
Die Sekundärwicklung des Transformators T legt nun eine Wechselspannung an die Röhre T 9. Wenn
die Spannung an dieser Röhre zwischen Anode und Kathode positiv ist und einen genügend hohen Wert
annimmt, zündet die Röhre T 9. Der beim Durchfließen des Stromes durch den Widerstand R 25 an
diesem auftretende Spannungsabfall gelangt durch die Kondensatoren Cg bis C16 als Stromstoß an die
Steuerelektroden der Röhren T1 bis T 8. Die Schaltung
der Röhren T 1 bis T 8 ist derart, daß nur eine Röhre, d. h. T 8, zündet (dies wird dadurch verursacht,
daß die vorhergehende Röhre T 7 leitet), während die Röhre T 7 löscht. Die Röhren T 1, T 2 usw. zünden
der Reihe nach, je eine Röhre für jede Periode des Wechselstromes.
Wenn die Röhre T 8 zündet, fließt ein Strom durch
die Arbeitsstromwicklung des Relais TR 1, und über dessen Kontakte fließt weiterhin ein Arbeitsstrom
durch die Leitung. Wenn die Röhre T 1 zündet, fließt ein Strom durch die Ruhestromwicklung des
Relais TR 1, dessen Kontakt tr 1 legt um und bringt
die Leitung L in den Ruhezustand. Dies stellt den stromlosen Schritt einer Zeichenfolge im Start-Stop-System
dar. Die Kontakte V, W, X, Y und Z bestimmen durch ihre Stellung, ob während der Zeitintervalle,
in welchen die betreffenden Röhren T 2 bis Γ 6 leitend sind, an der Leitung Ruhe- oder
Zeichenstrom liegt, und bilden dadurch die Zeichenschritte des Signals, während der abschließende Stopschritt
während des Zeitintervalls, in welchem die Röhren T 7 und T 8 zünden, übermittelt wird.
Die dargestellte Schaltung ist geeignet zur Verwendung in einem Start-Stop-System, bei welchem
der Startschritt und die Zeichenschritte von gleicher Länge sind, während der Stopschritt des Zeichens aus
zwei Schrittlängen besteht.
Es ist zu beachten, daß die zur Festlegung des zeitlichen Ablaufs der durch die Schritte eines Start-Stop-Fernschreibealphabets
belegten Intervalle verwendete Zeitbasis vom Wechselstromnetz geliefert wird, wobei die bei jeder Zündung der Röhre T 9 vom Netz
erzeugten Impulse der Reihe nach die Zündung der Röhren Tx bis T 8 während gleicher Zeitintervalle
bewirken.
Die Kontakte V, W, X, Y und Z, welche die mit den entsprechenden Röhren T 2 bis T 6 zu verbindende
Wicklung des Relais TR 1 bestimmen und die auf diese Weise die Übermittlung der einzelnen
Schritte des verwendeten Alphabets zur Bildung eines gewünschten Zeichens bewirken, können durch jede
gewünschte Einrichtung betätigt werden. Sie können beispielsweise durch eine durch eine Taste eines
Tastensatzes betätigte Kombinationsschiene gesteuert werden. In diesem Falle wird die mit einem Kreuz
bezeichnete Verbindung mit der Anode der Röhre Γ ι entfernt und durch die gestrichelt gezeichnete Verbindung
ersetzt, welche den Kontakt si enthält, der durch eine gemeinsame Schiene beim Betätigen jeder
Taste des Tastensatzes gesteuert wird. Auf diese Weise befindet sich die Röhrenkette normalerweise in
einem derartigen Zustand, daß beim Zünden der Röhre T 8 ein Arbeitsstrom über die Kontakte tr χ in
die Leitung fließt. Wenn eine Taste des Tastensatzes betätigt wird, schließt sich der Kontakt st und eine
bestimmte Kombination der Kontakte V, W, X, Y und Z wird betätigt. Der nächstfolgende Impuls
zündet die Röhre T 1, löscht die Röhre T 8, worauf g0
der Ruhestrom auf der Leitung den Anlaufschritt der Impulsfolge bildet. Die Röhren Γ 2 bis Γ 6 zünden
nun in der Reihenfolge und bilden die Zeichenschritte, worauf ein Abstand von zwei Schritten folgt, wenn die
Röhren T 7 und T 8 nacheinander zünden. Wenn eine zweite Taste betätigt wird, schließt sich der Kontakt st
von neuem, und die Übermittlung eines zweiten Zeichens beginnt. Wenn keine weitere Taste betätigt
wird, verbleibt die Röhre T 8 der Schaltung gezündet, und die Leitung führt den Arbeitsstrom.
Da der Stromkreis der Röhre T 9 für jede Periode des an diese Röhre angelegten Wechselstroms einen
Impuls abgibt, dauert offensichtlich jeder Zeichenschritt bei Voraussetzung eines 50-Perioden-Netzes
20 Millisekunden, welches eine normale Dauer für Fernschreibschritte im Start-Stop-System für eine Geschwindigkeit
von 50 Band darstellt.
Es ist zu beachten, daß die Übermittlungsgeschwindigkeit durch eine Erhöhung der Frequenz des an die
Primärwicklung des Transformators T angelegten Wechselstroms oder indem mehr als ein Impuls pro
Periode an die Röhren Γι bis Γ8 angelegt wird
oder durch beides gesteigert werden kann, vorausgesetzt, daß beim Löschen der Hauptentladungsstrecke
Anode—Kathode einer Röhre die Steuerentladungsstrecke
löscht, bevor der nächste Impuls an die Steuerelektrode gelangt.
Es ist außerdem zu beachten, daß die Erfindung sich nicht auf die Übermittlung im Start-Stop-System
beschränkt oder auf ein Fernschreibalphabet über- iao haupt, sondern auch für die Übertragung eines
beliebigen Telegrafenalphabets verwendet werden kann, bei welchem die von einem Zeichen belegte
Zeit in gleichen Schritten unterteilt ist, während welcher Zeit je eine von zwei Zuständen auf der
Leitung herrscht.
Fig. 2 zeigt eine Schaltungsanordnung zur Verwendung des Senders der Fig. i, welcher die in
Fernschreibsystemen verwendete Apparatur für die Übermittlung im voraus festgelegter Fernschreibsignale
ersetzen kann. Derartige Apparaturen weisen gewöhnlich Mittel auf, um gleichzeitig Fernschreibzeichen
zu erzeugen, welche mehrere Nachrichten, die Unterstationen übermittelt werden sollen, darstellen,
und um diese Zeichen verschiedenen Anschlüssen ίο gleichzeitig zuzuführen, von denen einer durch die
Fernschreibzentrale ausgewählt wird und an die zur gewünschten Unterstation führende Leitung angeschlossen
wird.
Im Gegensatz hierzu bewirkt die in Fig. 2 gezeigte Schaltung jedoch, daß die Nachrichten nacheinander
erzeugt werden, wobei Schaltmittel vorgesehen sind, welche jede Nachricht einer geeigneten Verbindungsleitung zuführen. Die Tatsache, daß einige Nachrichten
die gleichen Kennziffern aufweisen und demgemäß einer Mehrzahl Verbindungsleitungen zugeführt
werden, bedeutet eine gewisse Vereinfachung und Zeitersparnis.
In Fig. 2 sind zwei Telegrafenrelais TR 1 und TR 4
dargestellt, deren Kontakte mit tr 1 und tr 4 bezeichnet
sind. Es sind außerdem eine Anzahl Fernmelderelais samt ihren Kontakten gezeigt, wobei die
steuernden und die gesteuerten, die Relaiskontakte enthaltenden Stromkreise getrennt gezeichnet sind.
Das bzw. die Hinweisungszeichen eines Relais ist bzw. sind mit einer Nummer versehen, welche die Anzahl
der Kontakte dieses Relais in der dargestellten Schaltung angibt.
Die im folgenden beschriebene Schaltung verwendet
eine große Anzahl in einer Art Kettenschaltung verbundener Relais, von denen zur Vereinfachung der
Zeichnung nur einige gezeigt sind. Es tritt dabei der Fall ein, daß einige Relaiskontakte gezeigt sind, ohne
daß die zugehörigen Relais vorhanden sind, es ist jedoch anzunehmen, daß dies das Verständnis der
Zeichnung nicht erschwert und daß die folgende Beschreibung die Arbeitsweise der Schaltung deutlich
zu erklären vermag.
In Fig. 2 sind die Leitungen T1 bis T 8 mit den
Anoden der entsprechend bezeichneten Röhren der Fig. ι verbunden. Die Anode der Röhre T 1 ist wie
in Fig. ι angeschlossen, während die Anoden der Röhren Γ 2 bis T 6 über diverse parallel geschaltete
Kontaktsätze mit den Ruhe- und Arbeitswicklungen des Relais TR 1 verbunden sind. Die Anoden der
Röhren T 7 und T 8 sind miteinander und durch die Ruhewicklung eines polarisierten Relais TR 4 mit
der Arbeitswicklung des Relais TR 1 verbunden.
Die Arbeitsweise der Schaltung ist wie folgt: Bei Inbetriebnahme der Anordnung zündet die Röhre T 7,
worauf die Röhren T 8, T τ usw. ebenfalls nacheinander zünden. Für jede vom Röhrensatz T1
bis Γ 8 abgegrenzte Schrittfolge wird eine Fernschreibimpulskombination
durch die mittels des Relaiskontaktsatzes mit den Wicklungen von TR 1
hergestellte Verbindung erzeugt. Es folgen die weiteren von der Zentrale benötigten Fernschreibimpulskombinationen,
wobei die zu den Anoden der Röhren T 2 bis T 6 führenden Relaiskontakte nach
Beendigung jedes Buchstabens betätigt werden. Beim Zünden- der Röhre Ty werden die Kontakte des
Relais TR 4 in die Ruhestromlage gelegt und jedes
zweite Mal das Relais HS betätigt und wiederum zum Abfallen gebracht. Die Kontakte des Relais HS
betätigen in Reihenfolge eines von zwölf Relais A bis M, von denen nur einige gezeigt sind, und diese
Relais A bis M betätigen die Relais AR bis YR, von denen nur einige gezeigt sind. Es gibt 24 derartige
Relais und Kontakte; von jedem Relais verbinden die Anoden der Röhren T 2 bis T 6 mit den
verschiedenen Wicklungen des Relais TR 1, um eine bestimmte zu übermittelnde Impulskombination zu
erzeugen. Die verschiedenen Leitungen, welche die einzelnen Nachrichten erhalten, sind rechts in der
Fig. 2 mit »Dial = Wählen«, »Busy = Besetzt«, »who are you = Wer da« und »PERF« (Perforator = Locher)
bezeichnet. Die von dem Kontakt tr 1 des Relais TR 1
zu diesen Leitungen führende Verbindung wird von den Kontakten der Relais BU, DL, PF und RU
getrennt und hergestellt. Diese Relais werden im geeigneten Moment von einigen der Relais AR bis YR
betätigt.
Die Arbeitsweise der Schaltung wird nun im einzelnen beschrieben werden. Wenn die Zentrale
den dargestellten Sender benötigt, wird eine Erde mit dem Anlaufleiter SL verbunden. Das Relais ST
wird betätigt und erregt das Relais STR über den Kontakt si 1 mittels dessen unterer Wicklung. Der
Kontakt str 1 schließt den Sekundärstromkreis des
Transformators T (Fig. 1) über die Röhre T 9. Der
Kontakt str 2 legt über die Ruhewicklung des Relais TR 4 ein positives Potential an die Anoden der
Röhren T 7 und T 8, während bei der Betätigung der Kontakte, welche einschalten, bevor sie den
Ruhestromkreis unterbrechen, ein positives Potential an die Steuerelektrode der Röhre T 7 angelegt wird,
welche daraufhin zündet. Der Strom der Ruhestromwicklung des Relais TR 4 übertrifft den Strom,
welcher dauernd in seiner Arbeitswicklung fließt, und der Kontakt tr 4 geht in die Ruhelage.
Bei Betätigung des Relais ST legt der Kontakt si 3
ein positives Potential an die Anoden der beiden Röhren T 10 und T 11, und beim Zusammentreffen
der öffnenden und schließenden Kontakte gelangt ein positives Potential an die Steuerelektrode der Röhre
T 11, welche daraufhin zündet. Wenn der Kontakt tr 4 in die Ruhelage geht, gelangt ein kurzer Impuls
über den Kondensator C 18 an die Steuerelektroden der Röhren T 10 und T 11. Die Röhre Γ ίο zündet,
und der plötzliche Spannungsabfall an der Anode diese Röhre, welcher über dem Kondensator C 17 an
die Anode der Röhre T 11 gelangt, setzt das Potential dermaßen herab, daß diese löscht. Beim Zünden der
Röhre T 10 wird Relais HS betätigt. Beim Schließen des Arbeitskontaktes hs 1 wird Erde über den Ruhekontakt
m 2, Ruhekontakt 12 bis d 2 (nicht gezeigt),
Ruhekontakt c 2, Ruhekontakt b 2 und die linke Wicklung des Relais A an die Batterie gelegt. Relais
A wird betätigt und verbindet Erde über Kontakt a 3, Ruhekontakt m 3, Ruhekontakt b 4 und
über die Wicklung des Relais AR mit der Batterie. Relais AR verbindet mit den Kontakten ar 2 bis ar 6
die Anoden der Röhren Γ 2 bis Γ 6 mit der Arbeitswicklung von TR i. Der Kontakt ar ι legt Erde an
eine Leitung PU und meldet somit der Zentrale, daß die Anordnung der Fig. 2 angeschlossen ist.
Durch die vom Stromkreis der Röhre T g erzeugten Impulse werden die Röhren T 8 und daraufhin in der
Reihenfolge die Röhren Γι bis T8 zum Zünden
gebracht. Beim Zünden der Röhre T 8 befindet sich TR 4 noch in der Ruhestellung. Wenn die Röhre T ι
zündet und T 8 löscht, verschwindet der Strom der Ruhestromwicklung des Relais X1Z? 4, und der in
seiner Arbeitsstromwicklung fließende Strom bewegt seine Kontakte tr 4 in die Arbeitslage. Der durch die
Röhre T 1 und die Ruhewicklung des Relais TR 1 fließende Strom legt den Kontakt tr 1 in die Ruhelage
und sendet einen Blankimpuls über die mit W, B und LO bezeichneten Leitungen. Wenn die Röhren T 2
bis T 6 nacheinander zünden, fließt ein Strom durch die Arbeitsstromwicklung des Relais TR 1, Kontakt
ar 2, Röhre T 2, ..., Kontakt ar 6 und Röhre T6
und sendet eine nur aus Arbeitsstromimpulsen bestehende Impulskombination.
Wenn die Röhre T 7 zündet, fließt ein Strom durch die Arbeitsstromwicklung von TR 1 und die Ruhestromwicklung
von TR 4. Der Kontakt tr 4 wird in die Ruhelage gelegt, und es gelangt ein positiver
Impuls an die Steuerelektroden der Röhren T10
und T 11. Die Röhre T 11 zündet und löscht die
Röhre T 10. Relais HS fällt ab. Mittels der Ruhekontakte
hs ι wird Erde über den Arbeitskontakt α ι,
die rechte Wicklung des Relais A und die linke Wicklung des Relais B mit der Batterie verbunden.
Relais A bleibt betätigt, und Relais B zieht an. Der Stromkreis des Relais AR wird in den Kontakten b 4
getrennt, und es bildet sich der Stromkreis: Batterie, Wicklung des Relais BR, Arbeitskontakt δ 4, Ruhekontakt
»3, Arbeitskontakt a 3, Erde. Relais A R fällt ab, und Relais BR wird betätigt.
Die nächsten drei zu übermittelnden Zeichen gehören den Signalen »Dial = Wählen«, »Busy = Besetzt«
und »Locher« gemeinsam an. Es sind dies die Zeichen:
Wagenrücklauf, Zeilenschaltung, Blank. Wenn also Relais BR anzieht, verbinden seine Kontakte br 2
bis br 6 die Anoden der Röhren T 2 bis T 6 mit den entsprechenden Wicklungen des Relais TR und bewirkt
damit die Übermittlung der Kombination: Blank, Blank, Blank, Impuls, Blank (= Wagenrücklauf).
Wenn diese Kombination übermittelt ist, zündet die Röhre T 7, und Relais TR 4 legt seinen
Kontakt tr 4 in die Ruhestromlage. Die Röhre T10
zündet, und Relais HS wird betätigt. Relais A, das über seine rechte Wicklung und seinen Arbeitskontakt α ι in Serie mit der linken Wicklung des
Relais B und über den Ruhekontakt hs 1 gehalten wurde, fällt nun ab. Relais B hingegen wird über
seine linke Wicklung und den Arbeitskontakt b 2, Ruhekontakt c 2 usw. gehalten. Relais CR wird über
Erde, Ruhekontakt a 3, Arbeitskontakt b 5, Ruhekontakt c 3, Wicklung des Relais CJ? und Batterie
gehalten.
Relais CR bestimmt durch seine nicht gezeigten Kontakte, daß das nächste zu sendende Zeichen
Zeilenschaltung sein soll. Beim Überführen der Kontakte des Relais TR 4 in die Ruhestromlage
zündet die Röhre T 11 und löscht die Röhre T 10,
worauf Relais HS abfällt. Relais C wird über seine linke Wicklung, die rechte Wicklung des Relais B,
Arbeitskontakt b 1, Ruhekontakt α ι, Ruhekontakt
As ι und Erde betätigt. Da die Relais B und C beide betätigt sind, wird Relais DR über Arbeitskontakt c 3,
Arbeitskontakt b 5, Ruhekontakt a 3 und Erde betätigt. Relais DR bestimmt durch seine nicht gezeigten
Kontakte, daß das Zeichen Blank zu senden ist.
Wenn TR 4 seinen Kontakt tr 4 nach erfolgter Übermittlung des Zeichens Blank wiederum in die
Ruhestromlage bringt, zündet Röhre T 10, und Relais HS wird betätigt, wobei der Stromkreis für die
linke Wicklung des Relais C und die rechte Wicklung des Relais B durch die Öffnung des Ruhekontaktes hs 1
unterbrochen wird.
Relais C wird jedoch über seinen Arbeitskontakt c 2,
den Ruhekontakt der Relais D ■ — L (nicht
gezeigt), Ruhekontakt m 2, Arbeitskontakt hs 1 und
Erde gehalten. Da Relais C angezogen ist und die Relais A und B abgefallen sind, wird das nächste
Relais der Kette AR bis YR betätigt. Dieses nächste Relais ER ist nicht gezeigt, sein Kontakt er 1 schließt
jedoch einen Stromkreis für Relais BU, welches betätigt wird und mit seinen Kontakten bu τ und bu 2
den Kontakt tr 1 von den Dial = Wählen und Locher-Leitungen abtrennt und diese statt dessen mit
der Arbeitsspannung verbindet. Relais ER bestimmt mittels nicht gezeigter Kontakte außerdem, daß das
erste Zeichen des Wortes »Busy = Besetzt« übermittelt werden soll. Relais BU wird über seine
Arbeitskontakte bu 3 und Erde mittels des Arbeitskontaktes st 2 gehalten.
Die Übermittlung der folgenden Buchstaben erfolgt auf ähnliche Weise, wobei Relais HS bei .aufeinanderfolgenden
Betätigungen des Kontaktes tr 4 in die Ruhelage abfällt und anzieht. Jedesmal, wenn das
Relais HS entweder abfällt oder anzieht, wird ein Relais der Serie A bis M entweder zum Abfallen
oder zum Anziehen gebracht und das nächste Relais der Serie AR bis YR betätigt.
Die folgende Tabelle zeigt diesen Vorgang.
| HS | Relais A bis M | Relais ^42? bis YR | Gesendete Kombination |
| zieht an | A zieht an | AR zieht an | nur Impulse |
| fällt ab | B zieht an | BR | Wagenrücklauf |
| zieht an | A fällt ab | CR | Zeilenvorschub |
| fällt ab | C zieht an | DR | Blank . |
| zieht an | B fällt ab | ER | B |
| fäUt ab | D zieht an | FR | U |
| zieht an | C fällt ab | GR | S |
| fällt ab | E zieht an | HR | Y |
Nach Übermittlung des Buchstabens Y wird Relais HS betätigt, Relais D zum Abfällen gebracht
und Relais /22 (nicht gezeigt) betätigt. Der Kontakt jr ι dieses Relais schließt und bewirkt den Abfall des
Relais BU und das Anziehen des Relais DL. Die Verbindung des Kontaktes d I1 mit der mit »Dial =
Wählen« bezeichneten Leitung wird über den Ruhekontakt hu ι wieder hergestellt, während die Verbindung
mit den mit »Busy = Besetzt« und »PERF« ίο (Perforator-Locher) bezeichneten Leitungen durch
den Kontakt d I1 bzw. i I2 getrennt wird.
Die nächsten vier übermittelten Buchstaben sind die Buchstaben des Wortes »Dial = Wählen«, worauf
ein nicht gezeigtes Relais NR betätigt wird. Durch den Kontakt nr 1 wird ein Stromkreis für das Relais
PF geschlossen, welches anzieht und durch seinen Kontakt bf 1 die Verbindung vom Kontakt tr 1 zur
Busy = Besetzt-Leitung getrennt hält, durch Kontakt bf 2 die Verbindung zur Dial = Wahlen-Leitung
öffnet, während die VerbindungTzur PERF-Leitung über den Ruhekontakt d 12 hergestellt wird. Die
nächsten vier übermittelten Buchstaben sind P, E, R und F, worauf ein Relais 222? betätigt wird. Im
Kontakt rr 1 wird ein Stromkreis für das Relais RU
geschlossen, welches anzieht und durch seinen Kontakt tu ι die Verbindung vom Kontakt tr 1 zur Dial-Leitung
getrennt hält, durch Kontakt ru 2 die Verbindung zur Busy = Besetzt-Leitung ebenfalls getrennt
hält, während es die Verbindung zur Leitung »Wer da« herstellt und durch Kontakt ru. 3 die
Verbindung zur PERF-Leitung trennt.
Das »Wer da<?-Signal besteht aus der Ziffernschaltungskomhination,
gefolgt durch die Kombination des Buchstabens. Nach Übermittlung dieser Zeichen wird ein nicht gezeigtes Relais TR der Serie -422
bis Y22 betätigt und öffnet durch seinen Kontakt tr
den Stromkreis des Relais 2217, welches abfällt. Der Kontakt tr 1 wird wiederum an die D-, B- und
PERF-Leitungen angelegt. Das Wagenrücklaufzeichen wird nun diesen drei Leitungen übermittelt,
gefolgt durch Zeilenvorschub und drei Blank. Nach dem dritten Blank ist Relais M bereits betätigt,
Relais A zieht an, und Relais YR wird über den Arbeitskontakt a 3 und den Arbeitskontakt m 3 betätigt.
Das Relais Y22 trennt durch Kontakt yr 7 den Stromkreis des Relais SB auf und legt Erde
über den Arbeitskontakt str 5 an die Leitung TO zur Benachrichtigung der Zentrale, daß die Übermittlung
beendigt ist. Relais SP trennt beim Abfallen den Stromkreis des Relais ST und verbindet dieses
wiederum mit der Anlauf leitung SL. Wenn keine weitere Übermittlung gewünscht wird, d. h. keine
Erde in der Zentrale oder der Anlaufleitung vorhanden ist, fällt Relais ST ab und trennt durch Kontakt si 1
den Stromkreis der unteren Wicklung von STR. Der Kontakt yr 1 hält jedoch einen Stromkreis für die
obere Wicklung von STR geschlossen. Die Kontakte yr 2 bis yr 6 verbinden die Anoden der Röhren
T 2 bis Γ 6 mit der Arbeitsstromwicklung des Relais Γ22 i, um zu bewirken, daß eine volle Arbeitsperiode
dieser Röhre stattfindet.
Wenn die Röhre T 7 zündet, legt Relais Γ22 4
seinen Kontakt in die Ruhestromlage und trennt so den Stromkreis des Relais 5Γ22, welches abfällt.
Die Trennung des Kontaktes str 4 bringt die Relais A und M zum Abfallen, und die Schaltung kehrt in
die Ruhelage zurück.
Es ist zu beachten, daß der Ausdruck Elektronenmittel sowohl Vakuumröhren, bei denen ein reiner
Elektronenstrom vorhanden ist, als auch gasgefüllte Röhren, sei es mit geheizter oder nicht geheizter
Kathode, bei welchen der Entladungsstrom zu einem großen Teil, wenn nicht gänzlich ionisch ist, einschließt..
Der Ausdruck Telegrafenalphabet schließt jedes Alphabet ein, das eine Anzahl verschiedener Schritte
von nur zwei Arten umfaßt.
Claims (11)
1. Telegrafensender für Kode der Art, in welcher jedes Signal aus einer Anzahl aufeinanderfolgender
Elemente von nur zwei Arten besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeiteinstellung der Perioden
aufeinanderfolgender Elemente durch die Perioden gesteuert wird, während welcher aufeinanderfolgende
Elektronenentladungsgefäße leitend sind und die genannten Entladungsgefäße auf bekannte Weise ausgebildet sind, um einzeln
durch aufeinanderfolgende Impulse leitend gemacht zu werden und alle die genannten Impulse
an alle Entladungsgefäße der Kette gelegt werden.
2. Telegrafensender nach Anspruch 1, in welchem die Übermittlung von Signalen mittels Kontakten
von polarisierten, mit Arbeits- und Ruhestromwicklungen versehenen Telegrafenrelais vor sich
geht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte, welche die zu sendenden Signale bestimmen, den
Ausgangsstromkreis des entsprechenden Elektronenentladungsgefäßes wahlweise an die Arbeitsoder Ruhestromwicklung der Telegrafenrelais
schalten.
3. Telegrafensender nach Anspruch 2 zum Senden
bestimmter Signalreihen in einem Fernschreiberamt, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes zu
sendende Signal ein Relais vorgesehen ist, wobei Kontakte dieses Relais dazu ausersehen sind, um
die verschiedenen Elektronenentladungsgefäße in einer dem zu sendenden Signal entsprechenden
Weise an die Arbeits- und Ruhestromwicklungen des genannten Telegrafenrelais anzuschalten, ferner
dadurch, daß eine Reihe von Verbindungsfeiais vorgesehen ist, welche der Reihe nach an der
Fertigstellung jeden Signals arbeiten, wobei Kontakte der genannten Zählrelais die genannten
Signalrelais in richtiger Folge betätigen.
4. Telegrafensender nach Anspruch 3 zum Senden verschiedener Sätze von bestimmten Signalen
über entsprechende Stromkreise, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählrelais und die Signalrelais
zum aufeinanderfolgenden Senden verschiedener iao Sätze von Signalen vorgesehen sind und daß durch
bestimmte Zählrelais betätigte Umschaltrelais vorgesehen sind, um aufeinanderfolgend die Verbindungen
der Kontakte der polarisierten Relais auf die verschiedenen Ausgangsstromkreise umzuschalten.
5· Telegrafensender nach Anspruch ι, dadurch
gekennzeichnet, daß die gleichmäßigen Impulse von einem sinusförmigen Wechselstrom abgeleitet
werden.
6. Telegrafensender nach Anspruch ι bis 4 zur
Übermittlung eines Fernschreibalphabets nach dem Start-Stop-Verfahren, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Startschritt immer dann übermittelt wird, wenn ein bestimmtes Entladungsgefäß sich
im gezündeten Zustand befindet und ein Stopschritt dann übertragen wird, wenn ein bestimmtes
anderes dieser Entladungsgefäße gezündet hat.
7. Telegrafensender nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei Betätigung einer
Taste Kombinationsschienen Kontakte betätigen, die die Entladungsgefäße und das Telegrafenrelais
beeinflussen.
8. Telegrafensender nach Anspruch 1 bis 7, welcher für die Erzeugung einer Anzahl im voraus
bestimmter Stromschrittkonibinationsreihen eingerichtet
ist, gekennzeichnet durch Mittel zur wahlweisen Anschaltung der Kontakte des polarisierten
Telegrafenrelais an eine oder mehrere Leitungen, derart, daß jede Reihe nur über die
gewünschte Leitung übermittelt wird.
9. Telegrafensender nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der Entladungsgefäße eine gasgefüllte Röhre mit ungeheizter Kathode ist.
10. Telegrafensender nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Röhren
eine Drei-Elektroden-Röhre mit ungeheizter Kathode ist.
11. Sender zur Übermittlung eines Fernschreibalphabets
im Start-Stop-Verfahren, gekennzeichnet durch eine Kette gasgefüllter Röhren mit ungeheizter
Kathode, wobei jede Röhre eine Kathode, eine Steuerelektrode und eine Anode aufweist und
eine der Röhren für den Startschritt bestimmt, und eine Röhre für jeden der Zeichenschritte und
mindestens eine Röhre für einen Stopschritt des verwendeten Alphabets vorgesehen ist, Mittel,
welche eine erste Zündung einer der genannten Röhren bewirken, eine Impulsquelle, Mittel zum
Anlegen jeder der genannten Impulse an die Steuerelektroden aller der genannten Röhren,
Mittel, welche auf die Zündung einer der genannten Röhren ansprechen, um ein Potential an die
Steuerelektrode der nächsten Röhre der Kette anzulegen, welches Potential ungenügend ist, um
eine Röhre zu zünden, jedoch zusammen mit dem Potential eines der genannten Impulse genügt, um
eine Röhre zu zünden, Mittel, welche betätigt werden, wenn eine Zeichenkombination übermittelt
werden soll und welche bewirken, daß die Anoden der für den Startstromschritt und den
Zeichenstromschritt der genannten Kombination bestimmten Röhren an ein positives Potential
angeschaltet werden und welche ferner bewirken, daß die richtige Wicklung eines polarisierten TeIegrafenrelais
in Serie mit der Anoden-Kathoden-Entladungsstrecke jeder Röhre zugeschaltet wird,
um damit zu veranlassen, daß die Kontakte dieses Telegrafenrelais den richtigen Zeichenstromschritt
übermitteln, wenn ein Strom durch die genannte Entladungsstrecke fließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5569 IL
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB268341X | 1946-02-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE897849C true DE897849C (de) | 1953-11-26 |
Family
ID=10249996
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST2526A Expired DE897849C (de) | 1946-02-18 | 1950-10-01 | Telegrafensender |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE471220A (de) |
| CH (1) | CH268341A (de) |
| DE (1) | DE897849C (de) |
| FR (1) | FR942145A (de) |
-
0
- BE BE471220D patent/BE471220A/xx unknown
-
1947
- 1947-01-08 FR FR942145D patent/FR942145A/fr not_active Expired
- 1947-01-18 CH CH268341D patent/CH268341A/de unknown
-
1950
- 1950-10-01 DE DEST2526A patent/DE897849C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE471220A (de) | |
| FR942145A (fr) | 1949-01-31 |
| CH268341A (de) | 1950-05-15 |
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