-
Mehrstufiger Röhrenkommutator Zum Zählen von Impulsen verwendet man
häufig Röhrenkommutatoren. Hierbei besteht ein solcher Kammutator aus mehreren in
Reihe geschalteten Triggerkreisen. Unter eineim Tri.ggerkreis versteht man eine
aus zwei Röhren bestehende Kippschaltung, die durch äußere Impulse von einem stabilen
Zustand in den anderen geschaltet wird. Gemäß der Erfindung sind zwischen je zwei
benachbarten Triggerkreisen Elektronenröhren geschaltet, .deren Steuergitter mit
den jeweils:vorangehendenTriggerkreisen derart gekoppelt sind, daß stets nur eine
Röhre auf die, allen Kopplungsröhren. gleichzeitig zugeführten positiven Impulse
anspricht. Diese Impulse können die zu zählenden Impulse sein. Vortedlhafterweise
ist das Steuergitter der Kopplungsröhre mit der Anode der zweiten Röhre des vorhergehenden
Triggerkrei.ses und die Anode der Kopplungsröhre mit der Anode der, ersten Röhre
des nachfolgenden Triggerkreises verbunden.
-
Ferner ist zur Zurückschaltung derTriggerkreise in .ihren Anfangszustand
noch jeweils. eine Verbindung der Anode der ersten Röhre eines Triggerkreis es über
einen Kondensator mit dem Steuergitter der ersten Röhre des, vorhergehenden. Tri.ggerkreises
vorgesehen. Zur Störbefreiung ist außerdem der, positive Pol der Anodenspannungsquelle
für die Elektronenröhren über einen Kondensator und einen Widerstand mit dem Steuergitter,
der zweiten Röhre jedes Triggerkreises verbunden. Die Triggerkreise könnten zu einem
Ring geschlossen
sein. Durch Anlegern einer, Löschspannung an die
Steuergitter der leitenden Röhren kann der Kommutator ferner in seine Anfangsstellung
zurückgeschaltet werden. In der nachfolgendem Beschreibung ist allgemein von Kippkreisen
die Rede.
-
Zur Einleitung deis Umlaufes des Kommutfiators wird ein negativer
Impuls dem Steuergitter einer leitenden, Röhre eines Kippkreises aufgedrückt, wodurch
diese Stufe in: ihren anderen stabilen Zustand kippt und die nachfolgende Kopplungsröhre
auf positive Impulse ansprechbereit macht. Der letzte Kippkreis kann an eine negative
Impulse liefernde Stromquelle angeschlossen sein. Ferneir kann, eine Röhrenschaltung
zum selbsttätigen Rückschalten der Kippkreise in ihre Anfangsstellungen vorgesehen
sein. -Die Kippkreise werden so schrittweise weitergeschaltet, bis alle Kippkreise
in ihren Anfangszustand zurückgekehrt sind. Darauf kann eire neuer Umlauf beginnen.
Der Kommutator spricht somit auf eine bestimmte Anzahl vom Impulsen an. Er maß dann.
auf seine ursprüngliche Stellung von Hand oder selbsttätig zurückgeschaltet werden.
Ein Impulsformer erzeugt aus rechteckigen Impulsen scharfe spitze Impulse. .
-
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung
hervor. An Hand der Figuren werden nunmehr einige Aus.führungsbenspi.ele der Erfindung
erläutert: Fig. i und i a zeigen zusammengesetzt das Schaltbild des neuen Ringkommutators
gemäß der Erfindung; Fig:2 zeigt das. Schaltbild eines Kommutatoes für nur einem
Umlauf des Kommutators ; Fing. 3 stellt die Schaltung des Kommutators mit selbsttätigem
Rückschelten dar; FinG. q. ist eineTabel:le, aus d'er-,die Schaltzustände während
eines Umlaufes des Kommutators entsprechend den Fig. i und i a zu entnehmen sind.
-
Der neue Kommutator gemäß Fi:g. r und i a enthält einen Impulsumformer
S; vier Kippkreise A, -B, C und D und deren Kopplungsstufen H, I, I
und
K. Der Impulsumformer, jeder Kippkreis und jede Kopplungsstufe sind durch gestrichelte
vertikale Linien zur besseren Übersichtlichkeit getrennt. Jeder Kippkreis. enthält
zwei gittergesteuerte Röhren A i -A 2, B i-B 2, C i-C 2 bzw.
D i-D 2.
Die benutzten Röhren sind alle von der gleichen Type und können
Einfachröhren oder auch- Doppelröhren in einem gemeinsamen Kolben sein.
-
Jeder Kippkreis A bis D besitzt zwei stabile Zustände,
die wechseilweise eingenommen werden können. In dem einen Zustand isst die eine
Röhre leitend- und ;die andere nichtleitend, in dem anderen Zustand ist die Leitfähigkeit
der Röhren vertauscht. Diese beiden Zustände werden hier als Ein- und Aus-Stellungen
oder -Zustände bezeichnet. Die Stellung Ein soll ,darin in den Ausführungsbeisp.ielen.
vorhanden seien, wenn die linke Röhre A i, z. B. des Kippkreises A, leitet und die
rechte. Röhre A 2 nichtleitet. Die Stellung Aus herrscht dann, wenn die linke Röhre
A i nichtleitet und die rechte Röhre A:2 leitet. In der Null= oder Anfangsstellung
des Korrimutators befinden sich der Kippkreis A in .der Stellung Ein und die Kippkreise
B, C und D in der Stallung Aus, was durch einen Punkt unten neben
der Röhre A i und neben. ,den Röhren B 2, C 2 und D:2 angedeutet ist.
Die Kennzeichnung der Schaltzustände ist in allem Figuren auf diese Weise durchgeführt.
Die Kippkreise A, B, C und D gleichen einander; ihre wird daher nur
an Hand des Kippkreises A erläutert, und nur die Wertei der verwendeten Widerstände
und Kondensatoren dieses Kreises werden angegeben, die jedoch nur zur Klarstellung
der Wirkungsweise dienen und auch anders gewählt werden können, ohne von dem Grundgedanken
der Erfindung abzugehen.
-
Die Kathoden der Röhren A i und A 2 sind über die Leitungen zo bzw.
ii mit der o-Volt-Leitung r2 verbunden; die Anoden dieser Röhren sind an die -I-
i5o-Vofilt-Leitung über die Widerstände 1q. bzw. 15 angeschlossen, von denen jeder
selbst aus zwei in Reihe: geschalteten -Widerständen besteht, von denen der eine
von i2 kOhm mit der Anode und der andere vom, 7,5 kOhm mit der Leitung
13
verbanden sind. Die Leitung 16 führt von der Anode der Röhre A2 zu dem
oberen Ende eines Spannungsteilers, der aus den Widerständen 17
und 18 von
je Zoo kOhm aufgebaut ist. Der Kondensator i9 von ioo Picofarad liegt zu dem Widerstand
17 parallel. Das, untere Ende des Spannungsteilers ist mit einer - i,ao-Vo-lt-,Gittervorapannungslösch;leütun.g
2o verbunden, die ihrerseits über den Löschschalter, CBS an die - ioo Vo@lt-Vorspannungsleitung
21 angeschlossen ist. In gleicher Weise führt eine Leitung 22 von der Anode der
Röhre A i zu dem oberen Ende eines Spannungsteilers, der aus dem: Widerständen 23
und 2¢ von je Zoo kOhm besteht. Der Kondensator 25 von ioo Picoifarad überbrückt
den Widerstand a3. Das untere Ende des Spannungsteilers ist mit der -- ioo-Vo,lt-Vorspannungsl@eitung
2i verbunden.
-
Da der Kippkreis A anfangs sich in der Ein-Stellung befindet, ist
die Röhre A2 durch die bekannte Arbeitsweise der Kippschaltung bis zum unteren Knidk
vorgespannt, und die Röhre A i wird leitend. Da die Kippkreise B, C und
D sich in der Anfangsstellung im Aus Zustand befinden, leiten die Röhren
B:2, C 2 und D 2, während die Röhren B i, C i und
D i nichtleitend sind. Die Steuergitter der Röhren A i,
B 2, C 2 und D 2 sind a n die Gittervorspannungslöschleitung 2o angeschlossen,
wodurch die schnelle Zurückschaltung des Kommutatoirs in die gewählte Anfangsstellung
erfolgen kann.
-
Um die Schaltung in die, gewählte Anfangsstellung zurückzuführen,
wird die Löschleitung 2o durch das Öffnen des Schalterfis CBS von der - ida-Volt-Vorspannnngs.leitung
getrennt. Durch das Öffnen des Schalters CBS übersteigt die an die Röhren
A i, B 2, C 2 und D 2 gelegte Spannung den unteren Knick Einstellwert. Diese
Röhren werden daher leitend unabhängig von ihrem Leitfähigkeitswert, den sie unmittelbar
vor dem Öffnen des
Schalters aufgewiesen haben. Ein gleiches Gittervorspannungslöschsystem
ist für jedes Ausführungsbeispiel nach .der Erfindung und auch für den gleichen
Zweck vorgesehen:; es sollen nämlich die Verbindungen von den Steuergittern der
ausgewählten Röhren zu der Löschleitung geändert werden, damit die verschiedenen
gewählten Anfangsstellungen der bezüglichen Kippkreise eingestellt werden.
-
Die Röhren, deren Steuergitter an die Löschleitung 2o angeschlossen
sind, sind leitend,, wenn sich der Kommutator in der Null- oder festgelegten Anfangsstellung
befindet. Dias Schließen des Schalteers CBS entfernt nicht die am- Steuergitter
der leitenden Röhren liegende positive Gittervorspannung. Diese Röhren bleiben leitend,
bis der stabile Zustand jedes Kippkreises durch äußere Einwirkung umgeschaltet wird.
Das Steuergitter der Röhre A i wird z. B. an ein Potential gelegt, das durch den
aus den Widerständen 15, 17 und 18 bestehenden Spannun.gsteileir, der zwischen die+
i5o-Volt-Laitung 13 und die Löschleitung 2o geschaltet ist, beistimmt ist. Dieses
Potential ist größer als die Spannung, die zur Aufrechterhaltung der Leitfähigkeit
der Röhre A i erforderlich ist.
-
Der Kippkreis A wird durch das Anlegen eines negativen Impulses an
das Steuergitter der leitenden Röhre von Ein ,auf Aus und durch das Zuführen eines
negativen Impulses. zur Anode der nichtleitenden Röhre auf Ein umgeschaltet, wie
später noch näher ausgeführt wird.
-
Wird ein negativer Impuls auf das Steuergitter der leitenden RöhreA
i gegeben, so sinkt die positive Vorspannung an diesem Steuergitter, und die Leitfähigkeit
der Röhre A i nimmt ab. Die Anodenspannung der Röhre A i steigt dann, und diese
erhöhte Anodenspannung wird von der Anode der Röhre A i über die Parallelschaltung
von Widerstand 23 und Kondensator 25 auf das Steuergitter der Röhre A2 übertragen.
Somit wird dies Spannung .des Steuergitters der Röhre A2 genügend positiv, um die
Röhre A2 leitend zu machen. Durch den auftretenden Spannungsabfall vermindert sich
die- Spannung an, der Anode der Röhre A 2,. Diese verminderte Spannung wird über
die aus. dem Widerstand 17 und dem Kondensator i9 bestehende Parallelschaltung auf
das Steuergitter der Röhre A i übertragen und läßt die Leitfähigkeit der Röhre A
i noch weiter sinken. Diese sich auf schaukeiinde Wirkung dauert an., bis- die Röhre
A i nicht mehr leitet und die Röhreg A2 eine gleichmäßige Leitfähigkeit .aufweist.
Deshalb schaltet der negative Impuls, der auf das Steuergitter der Röhre A i gegeben
wird, den Kippkreis A vom Ein-Zustand auf den Aus-Zustand um. Der Kippkreis bleibt
auf Aus, bis ein negativer Impuls auf die Anode der jetzt leitenden Röhre A2 gegeben
wird.
-
In diesem Falle wird ihre Anode auf negativere Werte gebracht; der
Kippkreis kippt auf Ein und bleibt in diesem Zustand, his ein negativer Impuls auf
das Steuergitter der Röhre A i gegeben wird.
-
Das wechselweise Anlegen von negativen Impulsen an die Steuergitter
und die Anoden der Röhren A i und A2 zwingt den Kippkreis zur Wiederholung des oben
beschriebenen Ablaufs.
-
Der Impulsumformer S enthält die gittergesteuerten Röhren 26 und 27,
deren Anoden über die Wiederstände 28 und 29 an der -I- i5o-Volt-Leitung 13 liegen,.
Die Kathoden der Röhren 26 und 27 sind über die Leitungen 30 bzw. 31 mit
der o-Volt-Leitung 12 verbunden. Die Anode der Röhre 26 ist über die Leitung 32,
den Kondensator 33 von iooPicofarad und denWiderstand34 von, iookOhm mit dem Steuergitter
der Röhre 27 verbunden,. Die Verbindung des Kogndensators 33 mit dem Widerstand
34 führt über de!n Widerstand 3.5 von f o kOhm zu der o-Volt-Leitung 12. Das Schirmgitter
der Röhre 27 liegt über die Leitung 3,6 und den Entstörungswiderstand
36a von 470 Ohm an der+ i5ö-Voglt-Leitung 13.
-
Die Anode der Röhre A2 ist über die Leitung 38 und den Widerstand
39 von 330 kOhm mit dem Steuergitter der Röhre 37 der K.opplugngssgtufe H
verbunden. Das Steuergitter liegt ferner über einen Widerstand 41 von 51o kOhm und
eine Leitung 42 an der - 25o-Volt-Vorspannungsleitung 40. Die Kathode der Röhre
37 ist über die Leitung 43 an die o-Voglt-Leitung 12 und ihre Anode ist über die
Leitung 44 an dieAnadederRöhreB i angeschlossen.
-
Die Anode der Röhre B2 liegt über die Leitung 46 und den Widerstand
39 an dem Steuergitter der Röhre 45 der Kopplungsstulfe I. Dieses Steuergitter ist
ferner über den Widerstand 41 und die Leitung 49 an die - 25o-Volt-Leitung 4o angeschlossen.
Die Kathode, der- Röhre 45 ist durch die Leitung 50 mit der o-Volt Leitung i2 und
ihre Anode ist durch die Leitung 51 mit der Anode der Röhre C i verbunden.
-
Die Anode der Röhre C2 ist über die Leitung 53 und den Widerstand
39 an das Steuergitter der Röhre 52 der Kopplungsstufe T angeschlossen. Das Steuergitter
liegt ferner über den Widerstand 41 und die Leitung 56 an der - 25o-Volt-Leitung
401. Die Kathode der Röhre 52 ist über die Leitung 57 an die o-Voilt-Leitung 12
und ihre Anode, ist über die Leitung 58 an die Anode der Röhre D i angeschlossen.
-
Die Anode der Röhre D 2 liegt übegr die Leitung 6o und den Widerstand
39 an dem Steuergitter der Röhre 59 der Kopplungsstufe K. Das Steuergitter ist über
den Widerstand 41 und die Leitung 63 an die - 25o-Voilt-Leitung 4o angeschlossen.
Die Katholde der Röhre 59 Ist über die Leitung 64 mit der o-Voglt-Leitung 12 und
ihre Anode ist über die Leitung 65 mit der Anode der Röhre A i verbunden.
-
Die Leitung 66 führt über den Kondensator 67 von 40 Pico@farad und
den Reihenwiderstand von i kOhm von dem Anodenwiderstand 14 der Röhre B i zu dem
Steuergitter der Röhre A i. Die Leitung 6611 und der Kondensator 67a von 40 Picofarad
in Reihe mit einem Widerstand von i kObim verbinden das Steuergitter der Röhre A2
mit der -f- i5o-Voglt-Leitung 13. Die Leitung 68 führt über den Kondensator
69 von 40 Picofarad und über einen Widerstands von i kOhm von dem, Anodenwiderstand
14 der Röhre C i zu dem Steuergitter
der Röhre B i. Die Leitung
6891 und der Kondensator 6911 von 4o Pico,farad in Reihenschaltung mit einem Widerstand
vom i kOhm verbinden: das Steuergitter der Röhre B2 mit der -f- i5o-Vo,lt-Leitung
13. Über die Leitung 7icx, den Kondensator 71 von 4o Picofarad und
über einen Widerstand von ikOhm ist derAnoidenw-iiders@tandi4 derRöhre D i mit den
Steuexgitter der Röhre C i verbunden. Die Leitung 70a führt über den Kondensator
71a von 4o Picofarad und einen Widerstand von i kOhm von dem Steuergitter der Röhre
C:2 zu der -I- i5o-Volt-Leitung i3. Die Leitung 72 verbindet über den Kondensator
73 von 4o Picofarad und den Reihenwiderstand von i kOhm den Anodenwiderstand 14
der Röhre A i mit dem Steuergitter der Röhre Dz. Die Leitung 72a führt über den
Kondensator 73a von 40 Picofarad und den Reihenwiderstand von i kOhm von der -I-
i 5o-Volt-Leitung 13 zu dem Steuergitter der Röhre D 2. Die Leitung 74und die Kondensatoren
75 mit je 25 Picofarad verbinden den Anodenwiderstand 29 der Röhre 27 mit den Steuergitternder
Röhren 37, 45, 52 und 59.
-
Dem mit dem Steuergitter der Röhre 26 verbundenen. Anschluß 76 des
Ringkommutators gemäß der Erfindung wird eine Reihe von positiven rechteckigen,
Impulsen zugeführt. Die Röhre 26 wird also, beim Ansprechen. auf jedem; zugeführten
positiven Impuls leitend; nichtleitend dagegen ist sie im der Zeit, in der keine
Impulse zugeführt werden.
-
Wird ein positiver Impuls auf die Klemme' 76 gegeben, so wird die
Begrenzerröhre 26 leitend, und die Anodenspannung sinkt stark von -I- i5o Volt auf
annähernd -I- 5o Volt herab. Wegen der differenzierendem Wirkung des- Kondensators
33 und des Widerstandes 35 treten die dem Eingangskreis zugeführten rechteckigen
Impulse als positive und negative spitze Impulse an dem Verbindungspunkt des I#-,ondensato@rs
33 und des Widerstandes 34 auf. Infolge des über den Widerstand 34 fliei3@eivden
Gitterstromes in der Leistungsverstärkerstufe 27 können die positiven Impulse die
Anodenspannung dieser Röhre nicht beeinflussen. Dagegen. drückt der negative Impuls
von der Anode der Röhre 26 dem Steuergitter der Röhre 27 eine negative Spannung
-auf und läßt den Amodenstrom dieser Röhre entsprechend ihrer Aussteuerung abnehmen
und somit einen positiven Spannungsimpuls an ihrer Anode erzeugen: Wenn die der
Klemme 76 zugeführten Impulse als Rechteckimpulse angenommen wurden sind, so ist
es klar, draß es für die Erfindung nicht wesentlich ist, @daß @d'ie Impulse diese
Wellenform aufweisen. Es können ebensogut auch irgendwelche positiven Impulse unregelmäßiger
Form verwendet und an die Eingangsklemme 76 gelegt werden.
-
Die Leitung 74 überträgt von dann Anodenwiderstand 29 einen positiven
Impuls, dessen. Spannungsamplitude annähernd 8o Volt beträgt und sich zwischen den
Werten. von -I- 5o bis + 130 Voilt bewegen kann. Dieser positive Impuls wird
von der Leitung 74 über die Kondensatoren, 75 den Steuergittern aller Röhren 37,
45, 52 und 59 aufgedrückt.
-
Die Widerstände 15, 39 und 41 bilden einen Spannungsteiler
zwischen. der -I- i 5io@-Volt-Leitung 13 und der -25o-Volt-Leü@tung 4o. Leiten die
Röhren A2, B2, C2 und D2, so wird die Spannung an dem Verbindungspunkt
der Widerstände 15 und 39 niedriger sein, als kein die Röhren nichtleitend wären.
Leiten diese Röhren, so entsteht infolge der Spannungsteilung durch die Wiederstände
39 und 41 an den Steuergittern der entsprechenden Röhren 37, 45, 52 und 59 eine
Spannung von annähernd - 85 Volt. Der positive Impuls, der zu dieser Zeit von der
Leitung 74 übertragen wird, reicht nicht aus, diese Röhren, leitend zu machen. Wenn
jeder Kippkreis auf Aus steht, wird' die Röhre der Kopplungsstufe, deren Steuergitter
mit der Anode der rechten Röhre des Kippkreises im Aus-Zustand verbunden ist, durch
einen positiven, über die Leitung 74 gegebenem Impuls nichtleitend gemacht.
-
Wenn ein Kippkreis sich in dem Ein-Zustand befindet, ist die Spannung
an .der .Anode seiner rechten Röhre höher, als wenn der Kippkreis sich in dem Aus-Zustand
befindet. Wenn unter diesen Umständen über den aus den Widens.tänden 15, 39 und
41 bestehenden Spannungsteiler eine Spannung von annähernd - 35 Volt am Steuergitter
der nächstfolgenden Zwischenstufenröhre liegt, wewst auch; wenn der Kippkreis A
sich in dem Ein-Zustand befindet, das Steuergitter der Röhre 37 eine Vorspannung
von - 35 Volt auf.
-
Wird ein positiver Impuls auf das mit - 3,5 Volt vorgespannte Steuergitter
einer Kopplungsröhre gegeben, so wird diese Röhre leitend; wenn ihr Steuergitter
bis ins positive Gebiet ausgesteuert wird, wird durch das Fließen des Gitterstromes
jede weitere Erhöhung der wirksamen Steuerspannung verhindert. Wegen dieses Gitterstromes,
kann somit die volle Größe des dem Steuergitter zugeführten Impulses keine entsprechende
Steuersspannungsänderung am Gitter bewirken. ' Nach dieser Beschreibung der Arbeitsweise
der Kippkreise, des Impulsumformers und der Impulsbeeinälussung,durch die Kopp@lungsstufenröhren
soll nun ein vollständiger Arbeitsgang dieses neuen Ringkom.mutators an Hand der
Fig. i, i a und 4 beschrieben werden.
-
Vor dem Anlegen von Impulsen zwischen der Klemme 76 und der Leitung
12 befindet sich der Kommutator in der Null- oder der gewählten Anfangsstellung;
die Kippkreise A; B, C und D sind Ein, Aus, Aus bzw. Aus entsprechend
der Fig. 4 geschaltet. Das Steuergitter der Röhre 37 ist daher auf annähernd - 35
Volt vorgespannt; die Steuergitter der Röhren 45, 52 und 59 eieigen an annähernd
- 85 Volt Vorspannung, so daß nur die Röhre 37 beim ersten positiven Impuls über
die Leitung 74 wirksam ausgesteuert werden, kann.
-
Beim Auftreten des ersten positiven Impulses an der Eingangsklemme
76 wird ein positiver Impuls von denn -Anotdenwiderstand 29 über die Leitung 74,
wie bereits beschrieben worden ist, und über den
Kondensator 75
auf das Steuergitter der Röhre 37 übertragen und steuert diese. Der dadurch fließende
Anodenstrom hat einen Spannungsabfall an der Anode der Röhret 37 zur Folge. Diese
verminderte Spannung wird über die Leitung 44 auf die Anode von B i und dem
Gitter von B 2 übertragen, macht diese Anode und dieses Gitter negativer,
und der Kippkreis B kippt in den Ein-Zustand. Ist der Kippkreis B auf Ein gekippt
und leitet somit die Röhre B i jetzt, tritt in ihrem Anodenkreis ein vergrößerter
Spannungsabfall auf. Der hierdurch erzeugte negative Impuls wird über die Leitung
66, den Kon@densato@r, 67 und den Widerstand von i kOhm auf das Steuergitter der
leitenden Röhre A i übertragen, deren Leitfähigkeit herabgesetzt wird, wodurch der
Kippkreis A in dien Aus-Zustand umgeschaltet wird. Die erhöhte Anodenspannung der
Röhre B 2 nach dem Umschalten des Kippkreises auf Ein vermindert die negative Gittervorspanniung
des Steuergitters der, Röhre 45 auf annähernd - 35 Volt.
-
Die infolge der Nichtleitfähigkeit erhöhte positive Spannung an. der
Anode der Röhre B 2 hat nicht unmittelbar die Erhöhung der Vorsp-annung der Röhre
45 auf - 35 Volt wegen der durch den Widerstanid 39 bedingten Verzögerung zur Folge.
-
Isst das Steuergitter, .der Röhre 45 schließlich auf - 35 Volt vorgespannt,
ist der erste Impuls auf der Leitung 74 abgeklungen. Es ist leicht verständlich,
daß die auf die Leitung 74 gegebenen Impulse von genügend kurzer Dauer sein sollten,
um das Arbeiten einer anderen Kopplungsröhre zu -verhindern.
-
BeimGe#ben des zweitenImpulses auf dieKlemme 76 wird der auf der Leitung
74 auftretende positive Impuls über den Kondensator 75 dem Steuergitter der Röhre
45 zugeführt, und da nun ihre Gitte@rvorspannung ziemlich positiv isst, genügt diese
der ziemlich positiven Gittervorspannung überlagerte Spannung, um die Röhre leitend
zu machen. Die sich ergebende verminderte Spannung an der Anode der Röhre 45 wird
über die Leitung 51 auf die Anode der Röhre C i übertragen, wodurch der Kippkreis
C in den Ein-Zustand umgeschaltet wird. Die durch diese Umstellung an der Anode
der Röhre C2 auftretende erhöhte Spannung bringt das Steuergitter derRöhre52 auf
annähsernd-35 Vodt. Die verminderte der Röhre C i bewirkt die Übertragung eines
negativen Impulses über die Leitung 68 und den Kondensator 69 zu dem Steuergitter
der Röhre B i, wodurch der Kippkreis B auf Aus umgeschaltet wird.
-
Beim Anlegen des. dritten Impulses an den Anschluß 76 gelangt der
sich ergebende positive Impuls über die Leitung 74 und den Kondensator 75 zudem
Steuergitter der Röhre 52 und macht diese Röhre leitend.
-
Die an der Anode der Röhre 52 auftretende verminderte Spannung wird
mittels der Leitung 58 auf die Anode der Röhre D i übertragen und schaltet den Kippkreis.
D auf Ein um. Die durch diese Umschaltung des Kippkreises D auf Ein erfolgte Spannungssteigerung
an der Anode der Röhre D2 bringt,das, Steuergitter der Röhre 59 auf annähernd -
35 Volt. Der Spannungsabfall an der Anode der Röhre D i erzeugt einen negativen
Impulse, der über die Leitung 70 und den Kondensator 71 zu dem Steuergitter
der Röhre C i gesendet wird und den Kippkreis C in den Ans-Zustand kippt.
-
Beim Anlegen des vierten. Impulses an den Anschluß 76 gelangt der
erzeugte positivem Impuls über die Leitung 74 und den Kondensator. 75 zu dem Steuergitter
der Röhre 59 und macht diese Röhre leitend. Die an der Anode der Röhre 59 auftretende
verminderte Spannung wird über die Leitung 65 auf die Anode der Röhre A i gegeben
und schaltet den: Kippkreis A auf Ein um. Durch das Kippen des Kippkreises A auf
Ein wird ein. im Anodenkreis der Röhre A2 erzeugter- positiver Impuls der Röhre
37 aufgedrückt und läßt dessen Spannung auf annähernd -35 Volt ansteigen.
Durch den Spannungsab,fal.l an der Anode der Röhre A i entsteht ein negativer Impuls,
der von dem Widerstand 14 über die Leitung 72, den, Kondensator 73 und den Widerstand
von i kOhm auf das Steuergitter der Röhre D i gegeben wird und den Kippkreis, D
auf Aus kippt.
-
Die Röhren und Kippkreilse des Kommutators befinden sich nun in der
Null- oder Anfangsstellung, und ein Kreislauf der Kommutatorschaltun g ist vollendet.
-
Es ist klar, daß während des ganzen Arbeitsganges dieses Kommutators
stets nur eine Kopplungsröhre zwischen den Kippkreisstufen auf den positiven Impuls
auf der Leitung 74 ansprechen kann. Durch ihre Ansprechbereitschaft ruft die Kopplungsröhre
ein Umschalten des nächstfolgenden Kippkreaises hervor. Die Anodenspannun gsänderung
einer Röhre dieses Kippkreises hat zur Folge, daß die nächste Kopplungsröhre vorbereitet
wird, um auf die positiven Impulse auf der Leitung 74 anzusprechen. Dia Anodenspannungsändserung
der anderen Röhre des Kippkreises bewirkt ein Umschalten des vorhergehenden Kippkreises.
-
Es soll noch bemerkt werden, daß durch die Verbindung des Steuergitters.
der Röhre A i finit der Anodei der Röhre B i auch eine Verbindung von der -I- 15o-Volt-Leitung
13 zu dem Steuergitter der Röhre, A i hergestellt isst. Deshalb kann eine auf der
Leitung 13 auftretende Störung eine hinreichende Gleichgewichtsstörung des Kippkreises
A heebeiführen, so daß dieser Kippkreis von dem einen stabilen Zustand; in den anderen
kippen könnte. Aus diesem Grunde ist der Kondensator 67a vorgesehen, der das Steuergitter
der Röhre A 2 mit der -i- 15o-Volt-Leitung 13 verbind'eit und die Übertragung irgendeiner
auf der Leitung 13 auftretenden. Störungsspannung zu den Steuergittern der Röhren
A i und A 2 verhindert. Die Kondensatoren 69a, 71" und 73a arbeiten in gleicher
Weisse wie der Kondensator 67a und verhindern ein ungewolltes Umschalten der Kippkreise
B, C und D.
-
Die Reihenfolge der Umschaltungen: der Kippkreise des neuen; Röhrenkommutators
nach Fi!g. i a und i b in ihre Ein- und Aus-Zustände ist schematisch aus Fig. 4
ersichtlich.
Nach Füg. 2 enthält der neue Kommutator einen impulsumformenden
Kreis S. Dieser kann, rechteckige Impulse in eine Reihe von positiven Impulsspitzen
umformen und die Leitung 74 damit speisen, die dann zu den Kippkreisen A, B; C und
den Kopplungskreisen H und: I gelangen.
-
Die einzelnen Kippkreise A, B und C und die Kopplungskreise
H und I zwischen den Kippkreisen sind .identisch mit denen, die indem
neuen Kommutatoir nach den Fig. i und i a verwendet werden. Durch gewisse Schaltungsänderungen
kann jedoch eine unterschiedliche Arbeitsweise erreicht werden. Das Stenergitter,
der Röhre A i ist über den Widerstand i 8 an die - i oo-Vodt-Leitung 2 i angeschlossen,
und das Steuergitter der Röhre A:2 steht über den Widerstand 24 mit der Löschleitung
2o in Verbindnng. Deshalb sind in der Null- oder Anfangsstellung drei Kippkreise
A, B und C alle in der AusStellung.
-
Die Anschlußklemme 77 ist über den Kondensator 78 und die Leitung
79 mit dem Steuergitter der Röhre A 2 verbunden. Die Anode der Röhre C 2 ist über
die Leitung 53 an die, Klemmei 8o angeschlossen, an der die Anod'enspannungsänd'erungen
dieser Röhre C:2 auftreten. Die l Klemme 8o kann mit einem folgenden Kopplungskreis
oder mit einer anderen auf Impulse ansprechenden Vorrichtung verbunden werden. Das
Steuergitter der Röhre C i ist über, die Leitung 70 an eine Klemme 81 angeschlossen,
auf die positive Impulse gegeben werden können;, um den Kippkreis C von dem Ein-
in den Aus-Zustand zu schalten. Dieselbe Löschsp(annungsschadteranordnung wie in
Fig. i und i a ist vorgesehen, um den Kommutator in die Null- oder Anfangsstellung
zurückzuschalten.
-
Wenn positive Impulse von dem Impulsuunformer S auf die Leitung 74
gegeben werden und sich das Zählwerk in dein Anfangssteallung befindet, so ist diese
Irnpulsgabeauf den stabilen Zustand eines der Kippkreise ohne Einfluß, da die Steuergitter
der Röhren 37 und 45 auf annähernd - &5 Volt vorgespannt sind.
-
Wird ein negativer Impuls der Klemmei 77 zugeführt, so, gelangt er
über den Kondensatoir 78 und die Leitung 79 zu dem Steuergitter der leitenden Röhre
A2, setzt deren Leitfähigkeit herab. und leitet dadurch die Umschaltung .des Kippkreisels
A von dem Aus- in den Ein-Zustand ein. Aus der Beschreibung der Wirkungsweise des
Kommutatoirs nach den Fig. i und i a geht hervor, daß diese Umschaaltung des Kippkrei!ses.
A den Kommutator dahingehend beeinflußt, daß er auf die folgenden, aus dem Impulsumformer
stammenden positiven Impulse anspricht, wenn die Vorspannung des Steuergitters der
Röhre3-7 urnähernd auf-3.5 Volt erhöht ist.
-
Wenn nun .der nächste positive Impuls des Impulsumformers. auf das
jetzt vorbereitete Steuergitter der Röhre 3:7 gegeben wird; so überträgt dieses
über die Leitung 44 einen negativen Impuls auf die Anode der Röhre B i und kippt
den Kippkreis B auf Ein. Nach .diesem Umschalteng bewirkt die an der Anode der nichtleitenden
Röhre B 2 dann auftretende- erhöhte Spannung, daß das Steuergitter der Röhre 45i
auf annähernd - 3 5 Volt steigt. Der durch das Absinken der Spannung an der Anode
der leitenden Röhre B i erzeugte negative Impuls wird durch die Leistung 66 und
den Kondensator, 67 auf das Steuergitter der leitenden Röhre A i übertragen; und
leitet das Umschalten des Kippkreises A in seine Aus-Stellung ein. Schaltet der
Kippkreis A auf Aus, so wird infolge des Sp:annungsabfaIls an der Anode der Röhre
A:2 das Steuergitter der Röhre 37 auf annähernd - 85 Volt vorgespannt; dadurch spricht
es auf Impulse von dem Impulsumformer nicht mehr an.
-
Der nächste positive Impuls von dem Impulsumformer macht die Röhre
45 leitend; ein negativer Impuls wird über die Leitung 5 i auf die Anode der Röhre
C i .übertragen und schaltet den Kippkreis C auf Ein um. Hierdurch wird ein, negativer
Impuls über die Leistung 68 und den Kondensator 69 dem Steuergitter der leitenden
Röhre B i aufgedrückt, und der Kippkreis B wird auf Aus umgeschaltet. Dieses Schalten
des Kippkreises B bringt an das Steuergitter der Röhre 45 eine Vorspannung von annähernd
-85 Volt und macht,dadurch den Kommu= tator unempfindlich für die vom Impulsumformer
gesendeten nachfolgenden Impulse.
-
Die zu der Anode der Röhre C2 und zum Steuergitter der Röhre C i führenden
Anschlußl--lem@men 8o bew. 81 können mit Schaltkreisen verbunden werden, so daß
ein vollständiger Ringkommutator entsteht.
-
Andererseits kann die Klemme 8o mit einer Schaltung verbunden werden,
die auf die an dieser Anschlußklemme liegende Spannung anspricht; die Klemme 8,1
kann an eine negative Impulse liefernde Stromquelle angeschlossen sein, wodurch
der Kippkreis C auf Aus umgeschaltet werden kann, damit auf diese Weise der Kommutator
in seinen Anfangszustand zurückgeführt wird.
-
Deshalb kann: der Kommutator als eine Schaltung für einen einzelnen
Umlauf nach entsprechender Einstellung verwendet werden. Bei einem solchen Verwendungszweck
könnte ein Öffnen und Schließen des Löschschalters CBS nach jedem einzelnen Umlauf
notwendig sein, damit der Kommutator in seine Anfangsis.teldun:g zurückgeschaltet
oder als ein Ringzählwerk nach entsprechender Einstellung betrieben wird.
-
Nach Fig. 3 gleichen der Impulsumformer S und die Kopplungskreise
H und I den entsprechenden Stromkreisen der Fig. 2. Die Kippkreise
N2, N i und: N sind die letzten drei Kippkreise eines Kommutators mit N-Kippkreisen;
sie sind identisch mit den Kippkreisen A, B und C der Fig. 2. Die Kippkreise und
Kopplungskreise sind wie in Fig. 2 angeschlossen.
-
Die Klemme 85 ist über die Leitung 86 .mit dem Anodenwiderstand 14
der Röhre N 2 - i verbunden und ferner an das Steuergitter einer Röhre des vorhergehenden
nicht dargestellten Kippkreises angeschlossen, um diesen Kippkreis auf Aus zu schalten,
wenn der Kippkreis N 2 auf Ein kippt. Der neue Schaltkreis L ist vorgesehen; um
den Kommutator
am Ende eines jeden Umlaufes in die gewählte Anfangsstellung
zurückzuschalten. Die Kathode der Röhre 87 liegt unmittelbar an der o-Volt-Leitung
12; ihre Anode ist über die Leitungen 88 und 53 unmittelbar an die Anode der Röhre
N-2 angeschlossen. Das Steuergitter der Röhre 87 ist über die Leistung 53 und den
Widerstand 39 mit der Anode dar Röhre N-2 und über den Widerstand 41 mit der - 25o-Volt-Leitung
40 verbunden.
-
In der Anfangsstallung des Koimmutators sind die Gitter der Kopplungsröhren,
37 und 45 und der Schaltröhre 87 auf annähernd - 85 Volt vorgespannt; die positiven
Impulse, die von dem Impulsumformer auf die Leitung 74 gegeben werden, sind ohne
Wirkung auf den stabilen Zustand irgendeines der Kippkreise. Wird jedoch der Kippkreis
N 2 von Aus auf Ein bei einem gewöhnlichen Zählvorgang umgeschaltet, so, vemlagert
sich die negative Spannung am Steuergitter der Röhre 37 in positiver Richtung auf
annähernd - 35 Volt und macht so die Röhret 37 für einen Impuls über die Leitung
74 ansprechbereit.
-
Beim nächsten, dem Steuergitter der Röhre 37 aufgedrückten positiven,
Impuls leitet die Röhre 37 und verursacht die Umschaltung des Kippkreises N i von
Aus auf Ein. Durch diese Umschaltung erhöht sich die Vorspannauig am Steuergitter
der Röhre 45 auf annähernd -35 Volt. Zu gleicher Zeit wird infolge des jetzt
auftretenden: größeren Spannungsabfalls am Anodenwiderstand der Röhre N i - i ein
negativer Impuls, erzeugt und über die Leitung 66 und den Kondensator 67 auf das
Steuergitter der Röhre N2-i übertragen, so diaß der Kippkreis N2 von Ein auf Aus
umgeschaltet wird. Durch das Kippen dies Kippkreises N2 wird das Steuergitter der
Röhre 37 auf annähernd - 85 Volt vorgespannt; dadurch spricht die Röhre 37 auf positive
Impulse von der Leitung 74 nicht mehr an.
-
Beim Senden des nächsten positiven Impulses vom Impulsumformer auf
die Leitung 74 leitet die Röhre 45 und läßt den Kippkreis N von Aus auf Ein umschalten.
Infolge dieses Kippvorganges wird ein negativer Impuls über die Leitung 68 und den
Kondensator 69 denn Steuergitter der leitenden Röhre N i - i aufgedrückt,
so daß der Kippkreis N i vom Ein- in den Aus-Zustand' wechselt. Schaltet
der Kippkreis N i auf Aus., so sinkt die Spannung an dem Steuergitter der Röhre
45 auf annähernd - 85 Volt; dadurch spricht sie nicht mehr auf die positiven Impulse
von der Leitung 74 an. Ebenfalls verursacht dies durch das Kippen des Kippkreises
auf Ein erhöhte Spannjung an der Anode der jetzt nichtleitenden Röhre N-2, daß das
Steuergitter, der Röhre 87 auf annähernd - 35 Volt vorgespannt wird.
-
Der nächste auf das Steuergitter der Röhre 87 gegebene positive Impuls
trifft diese ansprechbereit. Die Spannung an der Anodei der Röhre 87, die über die
Leitungen 88 und 53 auch an der Anode der Röhre N-2 liegt, sinkt. Durch die
Verminderung der Spannung wird der Kippkreis N von Ein auf Aus umgeschaltet. Durch
das Kippen, des Kippkreises N auf Aus. sinkt dile Anodenspannung der leitenden Röhre
N-2 derart, diaß das Steuergitter der Röhre 8,7 auf annähernd - 85 Volt vorgespannt
wird; dadurch spricht, die Röhre 87 nicht mehr auf nachfolgendes positive Impulse
von der Leitung 74 an. Der Kommutator ist jetzt in :seine gewählte Anfangsstellung
zurückgeschültet, in der sich die Kippkreise N 2, N i und N in der
Aus-Stellung befinden und die Röhren 37, 45 und 87 auf positive Impulse von der
Leitung 74 nicht mehr ansprechen.
-
Die .hohe Spannung an der Anode der Röhre N-2 infolge des Scheltens
des Kippkrai,ses N auf Ein läßt die Schaltrehre- 87 auf die positiven Impulse von
der Leitung 74 ansprechen. Ist die Röhre 87 beim Ansprechen auf einen positiven
Impuls von der Leitung 74 jedoch leitend geworden, so wird der Kippkreis N auf den
Aus-Zustand selbsttätig zurückgeschaltet. Die geringfügige zeitliche Verzögerung
in der Impulsübertragung, die durch den Widerstand 319 zwischen dem Steuergitter
der Röhre 87 und der Anode der Röhre N-2 hervorgerufen wird, genügt, um sicherzustellen:,
d:aß der Kippkrens N seinen Aus-Zustand beim Einsetzen der Leitfähigkeit der Röhre
87 annimmt, bevor- die verminderte Spannung an der Anode der Röhre N-2 die Röhre
87 sperrt.
-
Wegen dieser neuen selbsttätigen Rückschaltung durch den Schaltkreis
L bist der Kommutatar der Fig. 3 ständig für Impulse empfangsbereit, die zu der
Klemme 85 gelangen. Der neue Schaltkreis L kann an den Kippkreis C der Fig. 2 angeschlossen
werden, genau so, wie er an den Kippkreis N der Fig. 3 angeschlossen ist. In dieslem
Fall können die Klemmen 8o und 81 und die Leitung 7o der- Fig. 2 fortfallen. Wird
der Schaltkreis L in Fig.2 verwendet, so wird der Kippkreis C selbsttätig wieder
in den Aus-Zustand gekippt, und somit wird der Kommutator in seine ursprünglich
gewählte Anfangsstellung zurückgeschaltet. So erhält man einen Kommutator für einen
einzigen Umlauf mit einer selbsttätigen Rückstellung am Ende jedes Umlaufes;- jeder
Umlauf muß von einer äußeren Stromquelle zu einer bestimmten Zeiti eingeleitet werden.