DE897100C - Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen

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DE897100C
DE897100C DEF2211D DEF0002211D DE897100C DE 897100 C DE897100 C DE 897100C DE F2211 D DEF2211 D DE F2211D DE F0002211 D DEF0002211 D DE F0002211D DE 897100 C DE897100 C DE 897100C
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DE
Germany
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compounds
aromatic
thiosemicarbazones
groups
sulfonic
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Expired
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DEF2211D
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English (en)
Inventor
Robert Dr Behnisch
Fritz Dr-Ing Mietzsch
Hans Dr Dr H C Schmidt
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C319/00Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides
    • C07C319/14Preparation of thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides of sulfides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C381/00Compounds containing carbon and sulfur and having functional groups not covered by groups C07C301/00 - C07C337/00

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen In den Patentschriften 845 344, 845 345, 85:2 o86, 847 893, 845 343, 870 553, 859 oio und 889 894 werden Thiosemicarbazone von aromatischen Oxoverbindungen beschrieben, die gegen Tuberkuloseinfektionen der Warmblüter ausgezeichnet wirken. Diese Thiosenücarbazone sind dadurch gekennzeichnet, daß sie bestimmte Atomgruppen, wie Nitro-, Amino-, Azo-, Mercaptogruppen oder Carbonsäure- und Sulfonsäuregruppen bzw. deren Ester-, Thioester, Amid- und Nitrilabkömmlinge tragen müssen. Gegebenenfalls können sie außerdem noch andere Gruppen, unter anderem auch Sulfongruppen enthalten.
  • Bei der weiteren Bearbeitung dieses Gebietes wurde gefunden, daß auch Thiosemicarbazone von solchen aromatischen Oxoverbindungen gegen Tuberkuloseinfektionen der Warmblüter ausgezeichnet wirksam sind, die als Substituenten am aromatischen Ring außer der Carbonylgruppe lediglich Sulfon- oder Sulfoxydgruppen tragen oder neben Sulfon- oder Sulfoxydgruppen höchstens noch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen besitzen.
  • Diese Thiosemicarbazone leiten sich zweckmäßig vom unsubstituierten Thiosemicarbazid her; es können aber auch seine am Stickstoff oder Schwefel substituierten Abkömmlinge Verwendung finden. Als aromatische Verbindungen kommen vorzugsweise Benzolverbindungen in Frage. Die Oxogruppe kann in Form einer Aldehydgruppe oder einer Ketogruppe vorliegen. Die Sulfon- oder Sulfoxydgruppe kann ein- oder mehrmals am aromatischen Ring vorhanden sein. Besonders vorteilhaft ist eine Sulfon- oder Sulfoxydgruppe in para-Stellung zur Carbonylgruppe. Der zweite mit der Sulfon- oder Sulfoxydgruppe verbundene Rest kann verschiedenartiger Natur sein; er kann z. B. einen Alkyl-, Aryl-, Heteroaryl- oder Cycloalkylrest darstellen; es entstehen so Oxoverbindungen der Phenylalkylsulfon-, Diphenylsulfon-, Phenyl-heteroaryl-sulfon-, Phenylbenzylsulfon- und Phenylcyclohexylsulfon- bzw. sulfoxydreihe mit der Oxogruppe im Phenylrest.
  • Die Herstellung der gekennzeichneten Verbindungen kann man nach verschiedenen üblichen Arbeitsweisen durchführen. Beispielsweise kann man aromatische Oxoverbindungen, die am aromatischen Ring außer der Carbonylgruppe nur noch Sulfon- oder Sulfoxydgruppen tragen, oder neben Sulfon- oder Sulfoxydgruppen höchstens noch Halogenatome oder Alkyl-bzw. Alkoxygruppen. besitzen, mit Thiosenücarbazid oder seinen am Stickstoff oder Schwefel substituierten Abkömmlingen in ihre Thiosemicarbazone umwandeln. Die Einführung des Thiosemicarbazonrestes kann auch stufenweise geschehen, indem man zunächst die aromatischen Oxosulfon- bzw. -sulfoxydverbindungen mit Hydrazin oder seinen Abkömmlingen zu Hydrazinverbindungen umsetzt und auf diese dann Rhodanverbindungen einwirken läßt oder indem man zunächst aus den aromatischen Oxo-sulfon- bzw. -sulfoxydverbindungen und Semicarbazid oder seinen Ab- kömmlingen Semicarbazone herstellt und diese dann mit Schwefelverbindungen reagieren läßt.
  • An Stelle der aromatischen Oxoverbindungen kann man in den vorerwähnten Verfahren die funktionellen Derivate der Oxoverbindungen verwenden. Als funktionelle Derivate sind dabei alle diejenigen Ab- kömmlinge der Oxoverbindungen zu betrachten, die im Rahmen der vorerwähnten Verfahren an Stelle der Oxoverbindungen zu treten vermögen. Beispiele solcher funktioneller Derivate sind die entsprechenden Thio2L1dehyde, Thioketone, Acetale, Diacetate, Mercaptale, Halbacetale,und Bisulfitverbindungen. Auch können die in der Patentschrift 838 -747 beschriebenen Verfahren sinngemäß angewendet werden.
  • Die so erhältlichen Stoffe können außer zur Bekämpfung von Tuberkuloseinfektionen auch zu anderen Zwecken, z. B. zur Schädlingsbekämpfung, Verwendung finden. Beispiel i 39,5 g Benzaldehyd-4-äthylsulfon werden in 150 Ccm Alkohol in der Siedehitze gelöst und mit einer heißen Lösung von 2o g Thiosemicarbazid in 250 ccm Wasser versetzt. Das Kondensationsprodukt beginnt sofort auszukristallisieren. Man hält noch io Minuten im Sieden, kühlt, saugt den Niederschlag ab und wäscht ihn mit Alkohol. und Äther. Das Thiosemicarbazon des Benzaldehyd-4-äthylsulfons bildet farblose, gut ausgebildete derbe KristaRe, die bei 234' schmelzen.
  • In entsprechender Weise erhält man durch Umsetzung von Benzaldehyd-4-n-propylsulfon ein Thiosemicarbazon vom Schmelzpunkt 219' und von Benzaldehyd-4-n-butylsulfon ein Thiosemicarbazon vom Schmelzpunkt 194'.
  • Weitere Thiosemicarbazone erhält man beispielsweise durch Umsetzung von Benzaldehyd-4-benzylsulfon, Benz--ildehyd-4-(2'-chlorbenzyl)-sulfon, Benzaldehyd-4-isopropylsulfon, Benzaldehyd-4-isobutylsulfon, Benzaldehyd-4-tert.-butylsulfon und Benzaldehyd-4-methylsulfon mit Thiosemicarbazid.
  • Beispiel 2 68g 2-Methoxybenzaldehyd-5-äthylsulfon werden in 500 ccm Alkohol unter Erwärmen gelöst und unter Rühren mit einer heißen Lösung von 30 g Thiosemicarbazid in 250 ccm Wasser versetzt. Das Kondensationsprodukt fällt alsbald aus und wird nach Ab- kühlen abgesaugt, mit Alkohol gewaschen und getrocknet. Das Thiosemicarbazon des 2-MethoxybenzaldehYd-5-äthylsulfons bildet farblose, seidige Nadeln, die bei 235' schmelzen. Beispiel 3 4--9 4-Propylsulfon-2-chlorbenzaldehyd werden in 15Occm Alkohol warm gelöst. Sodann wird eine konzentrierte Lösung von 16g Thiosemicarbazid in 6o0/,igem Alkohol sowie etwas Essigsäure zugegeben und die entstandene klare Lösung 45 Minuten am Rückfluß gekocht. Beim Erkalten kristallisieren 40 9 Thiosemicarbazon des 4-Propylsulfon-2-chlorbenzaldehyds in schwach gelblich gefärbten Kristallen, die bei etwa i7o' schmelzen und sich beim Übergießen mit Alkohol und konzentrierter wäßriger Natronlauge mit grünlichgelber Farbe leicht lösen. Beispiel 4 33 g Diphenylsulfon-4-aldehyd werden in 425 ccm Eisessig warm gelöst, 25 ccm Wasser zugefügt und mit 12,5 9 feingepulvertem Thiosemicarbazid kurze Zeit zum Sieden erhitzt. Beim Abkühlen scheidet sich das Thiosemicarbazon des Diphenylsulfon-4-aldehyds in zartgelben Kristallen ab, die abgesaugt, mit 300/,iger Essigsäure-und später mit Wasser gewaschen werden. Man erhält.40 g eines Produktes, das bei etwa 225' unter Aufschäumen zu einer gelblichen Flüssigkeit schmilzt und sich in wäßrig-alkohohscher Natronlauge mit gelber Farbe leicht auflöst. Beispiel 5 ,78 g Diphenylsulfon-4, 4-dialdehyd werden in 325 ccm Eisessig und 65 ccm Wasser unter Rühren in der Wärine gelöst und unter weiierem Rühren mit 62,5 g feingepulvertem Thiosemicarbazin versetzt. Es bildet sich eine gelbe zähflüssige Masse, die-bei weiterem Erwärmen während % Stunde allmählich zu einem hellgelben Pulver zerfällt. Nach dem Ab- kühlen wird abgesaugt und mit 300/,iger Essigsäure mehrfach gewaschen. Zur Entfernung überschüssigen Thiosemicarbazids wird kurze Zeit mit kochend heißem Wasser verrührt und abgesaugt. Der Filterrückstand wird getrocknet und mit 325 ccm n-Butanol ausgekocht. Nach dem Absaugen und Auswaschen mit Butanol, Äthanol und Äther erhält man 52 9 Diphenylsulfon-4, 4'-dialdehyd-thiosemicarbazon, das sich in wäßrig-alkoholischer Natronlauge mit goldgelber Farbe löst und sich beim Erhitzen im Schmelzpunktsröhrchen bei etwa 235' unter starkem Aufschäumen lebhaftgelb färbt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Thiosemi-' carbazonen, dadurch gekennzeichnet, daß man aromatische Oxoverbindungen, die als Substituenten am aromatischen Ring außer einer Carbonylgruppe lediglich Sulfon- oder Sulfoxydgruppen tragen oder neben Sulfon- oder Sulfoxydgruppen höchstens noch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen besitzen, mit Thiosemicarbazid oder dessen am Schwefel oder Stickstoff substituierten Ab- kömmlingen oder stufenweise mit Hydrazin und Rhodaniden =setzt oder sie mit Semicarbaziden in die entsprechenden Semicarbazone umwandelt und diese mit Schwefelverbindungen zu Thiosemicarbazonen umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der aromatischen Oxoverbindungen- deren funktionelle Derivate, wie Thioaldehyde, Thioketone, Acetale, Diacetate, Mercaptale, Halbacetale, Bisulfitverbindungen, Oxime, Anile, Azine, Hydrazone oder Semicarbazone, verwendet werden.
DEF2211D 1944-12-23 1944-12-23 Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen Expired DE897100C (de)

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