DE89601C - - Google Patents

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DE89601C
DE89601C DENDAT89601D DE89601DA DE89601C DE 89601 C DE89601 C DE 89601C DE NDAT89601 D DENDAT89601 D DE NDAT89601D DE 89601D A DE89601D A DE 89601DA DE 89601 C DE89601 C DE 89601C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.VS
Das nach dem Verfahren der Patentschrift Nr. 87972 dargestellte Condensationsproduct des Formaldehyds mit Phenylhydroxylamin, welches als polymeres Anhydroderivat des p-Hydroxylaminbenzylalkohols anzusehen ist, besitzt die Fähigkeit, sich unter den verschiedensten Bedingungen in p-Amidobenzaldehyd umzulagern:
NHOH
NH,
CH2OH
ρ - Hy droxylaminbenzylalkohol
CHO
p-Amidobenzaldehyd.
Erwärmt man das Product ζ. Β. mit verdünnter Salzsäure gelinde und fügt dann Nitrit hinzu, so erhält man eine Diazolösung, welche beim Umkochen den bekannten p-Oxybenzaldehyd, Schmp. ii6°, liefert, woraus hervorgeht, dafs unter dem Einflufs der verdünnten Mineralsäure zunächst eine Umwandlung in p-Amidobenzaldehyd stattfindet.
Aber nicht allein bei Gegenwart von Säuren vollzieht sich die Umlagerung des p-Hydroxylaminbenzylalkohols, sie erfolgt auch beim Kochen des salzsauren Salzes oder der Base mit Wasser allein, sowie bei Gegenwart überschüssiger Alkalien. An Stelle von Wasser können auch andere Lösungsmittel, z. B. Sprit, Anilin, Nitrobenzol u. a., angewendet werden.
Im einfachsten Falle, beim blofsen Kochen der Base mit Wasser, kennzeichnet sich die Umwandlung dadurch, dafs die Base allmälig in Lösung geht. Aus der entstandenen Lösung fällt Salzsäure das charakteristische orangerothe salzsaure Salz des p-Amidobenzaldehyds, Anilinsalz das in schönen, schwefelgelben Nadeln krystallisirende Anilid C6 H5 N : C H C6 Hi NH2HCl, endlich erhält man durch Ausschütteln mit Aether den primären p-Amidobenzaldehyd in farblosen, wasserlöslichen Kryställchen, welche indessen nach kurzer Zeit ihre Wasserlöslichkeit verlieren und in den amorphen gelben Anhydro - ρ - amidobenzaldehyd übergehen. In derselben Form gewinnt man den Aldehyd auch, wenn man, anstatt mit Aether auszuschütteln, die wässerige Lösung zur Trockne dampft.
Wesentlich beschleunigt wird die Bildung des p-Amidobenzaldehyds, wenn man unter erhöhtem Druck arbeitet. Die Temperatur kann hierbei, auf Kosten der Dauer des Umwandlungsprocesses, innerhalb 120 bis 200° und darüber variirt werden, ohne dafs das Endresultat wesentlich beeinflufst wird.
Beispiele:
I. 20 kg salzsaurer ρ - Hydroxylaminbenzylalkohol werden mit 400 1 Wasser und 20 kg Ammoniak unter Rückflufs ca. 20 Stunden gekocht. Die Lösung wird alsdann von etwa gebildetem Harz aböltrirt und stark eingedampft. Dabei scheidet sich Anhydro - ρ - amidobenzaldehyd als sandiges gelbes Pulver ab, welches abgeprefst und getrocknet wird.
II. 100 kg ρ - Hydroxylaminbenzylalkohol (freie Base) werden mit 2000 1 Wasser im »Kocher« 12 Stunden einem Druck von 5 bis 6 Atmosphären ausgesetzt, indem man
das Rührwerk beständig im Gange erhält. Alsdann drückt man heifs durch eine Filterpresse. Das Filtrat wird auf Pfannen zur Trockne gebracht, wobei man den Aldehyd in der unter I. angegebenen Form erhält.
Handelt es sich nicht um Gewinnung des Aldehyds selbst, so kann man auch so verfahren, dafs man in das Filtrat ioo kg Anilinsalz einrührt und erkalten läfst. Die Mischung erstarrt alsdann zu einem Brei rothgelber Nadeln, welche das salzsaure Salz des Anilids des p-Amidobenzaldehyds darstellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von ρ - Amidobenzaldehyd aus p-Hydroxylaminbenzylalkohol, bestehend in dem Erhitzen des genannten Alkohols mit Lösungsmitteln bei Gegenwart oder Abwesenheit von Säuren oder Alkalien unter gewöhnlichem oder erhöhtem Druck.
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