DE89466C - - Google Patents
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- DE89466C DE89466C DENDAT89466D DE89466DA DE89466C DE 89466 C DE89466 C DE 89466C DE NDAT89466 D DENDAT89466 D DE NDAT89466D DE 89466D A DE89466D A DE 89466DA DE 89466 C DE89466 C DE 89466C
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- DE
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- steam
- pressure
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- pressure cylinder
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- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 claims description 5
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 4
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B27/00—Starting of machines or engines
- F01B27/02—Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
- F01B27/04—Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
- F01B27/06—Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Actuator (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Ausführungsform einer Anfahr- und Wechselvorrichtung für Verbundlokomotiven
hat den Zweck, zu verhindern, dafs die den Abdampf des Hochdruckcylinders regelnde
Dampfvertheilungsvorrichtung durch denselben Abdampf bei Zwillingsstellung bewegt werden
kann und durch diese Bewegung eine Störung der den zum Betriebe des Niederdruckcylinders
nöthigen Frischdampf regelnden Druckminderungsvorrichturig
bewirkt.
Die vorliegende Anfahr- und Wechselvorrichtung unterscheidet sich von den durch
Patent Nr. 39141 und 67234 geschützten Arten hauptsächlich dadurch, dafs das auf der Stange/,
welche an ihrem hinteren Ende den die Arbeit des Umsteuerns verrichtenden, durch Frischdampf
betriebenen Kolben c trägt, sitzende Vertheilungsventil d sich in beiden Stellungen
von innen nach aufsen gegen seinen Sitz legt, so dafs der auspuffende Abdampf des Hochdruckcylinders
eine Veränderung der jedesmaligen Lage des Ventils d nicht bewirken kann.
Ferner liegt der Unterschied gegenüber der durch Patent Nr. 67234 geschützten Vorrichtung
darin, dafs der mit dem vorderen Ende in die Luft ragende, hinten mit einem Kolbenkörper
versehene ,Druckminderungsapparat e lose auf der den Kolben c und das Vertheilungsventil d
tragenden Stange/ sitzt, daher sich auch selbstständig bewegen kann und bei der Druckminderungswirkung
vollständig unabhängig von anderen Theilen der Vorrichtung ist.
Die Wirkung der Anfahr- und Wechselvorrichtung findet folgendermafsen statt.
Vom Führerstande aus wird, wenn die Lokomotive als Zwillingsmaschine arbeiten soll,
der Hahn α vermittelst eines Zuges so gestellt, dafs Kesseldampf in den Cylinder b tritt, welcher
vermöge seines hohen Druckes den Kolben c vorwärts schiebt, hierdurch wird gleichzeitig
der Dampfeingang des Niederdruckcylinders vermittelst des Vertheilungsventils d abgeschlossen.
Der Abdampf des Hochdruckcylinders entweicht daher, aus dem Verbinder kommend, in den Dampfausgangskanal des
Niederdruckcylinders.
Die Druckminderungsvorrichtung e wird durch die vorbeschriebene Bewegung .des
Kolbens c durch die damit verbundene Stange/ in die gezeichnete Stellung geschoben, so dafs
dieselbe nicht mehr zurück, wohl aber vorwärts kann. .
Der zum Betriebe des Niederdruckcylinders nöthige Frischdampf kann jetzt ungehindert
durch das Rohr g und in der Richtung des Pfeiles durch die Oeffnungen α α1 in den
Niederdruckcylinder eintreten. Sobald aber der Druck im Schieberkasten dieses Cylinders 6 oder
7 Atm. je nach der Einrichtung der Vorrichtung übersteigt, gewinnt er die Oberhand und
schiebt den an der Druckminderungsvorrichtung e. festsitzenden Kolben e1 weiter vorwärts,
so dafs die Oeffnungen 0} abgeschlossen werden, der fernere Zutritt des Frischdampfes also
so lange verringert wird bezw. ganz aufhört, bis der Druck im Schieberkasten wieder unter
das vorgeschriebene Mafs gesunken ist.
Die ringförmige Erhöhung e'2 auf dem Körper der Druckminderungsvorrichtung e
bildet eine Hubbegrenzung, damit der Kolben e1 nicht zu weit hinausgeschoben werden kann.
Bei Verbundwirkung der Lokomotive wird der Hahn α so gedreht, dafs der Cylinder b
mit der freien. Luft in Verbindung steht. Der
Kesseldampf drückt sodann die Druckminderungsvorrichtung
zurück, zugleich auch durch das Vertheilungsventil d den Hülfsausgangskanal
abschliefsend. Der Abdampf des Höchdruckcylinders strömt nun in den Eingang des
Niederdruckcylinders.
Um das Hülfsausgangsrohr zu ersparen, wird die Wechselvorrichtung auf dem Niederdruckcylinder
angeordnet, der Hülfsausgang des Höchdruckcylinders ist deshalb durch einen
im Niederdruckcylinder befindlichen Kanal mit dem Hauptausgang dieses Cylinders verbunden.
Durch einfache Umkehrung kann die Vorrichtung aber auch in der bisherigen Weise
auf dem Hochdruckcylinder angebracht werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Anfahr- und Wechselvorrichtung für Verbundlokomotiven, dadurch gekennzeichnet, dafs ein zum Zweck der Dampfumschaltung auf einer Stange ff), welche hinten den durch Frischdampf getriebenen Dampfumsteuerungskolben trägt, festsitzendes Ventil (d) sich so von innen nach aufseri gegen den vorderen oder hinteren Ventilsitz legt, dafs dasselbe durch den aus dem Hochdruckcylinder auspuffenden Abdampf nicht von seinem Sitze bewegt werden kann, hingegen durch den Druck dieses Dampfes noch fester gegen den jedesmaligen Sitz angeprefst wird.Eine Anfahr- und Wechselvorrichtung für Verbundlokomotiven der durch Anspruch ι beschriebenen Art, gekennzeichnet durch die Anordnung einer den Druck des zum Betriebe des Niederdruckcylinders nöthigen Dampfes regelnden Druckminderungs vorrichtung (e) derart, dafs dieselbe mit ihrem vorderen Ende in die Luft hinausragt und auf einer Stange ff) lose angeordnet ist, so dafs die Druckminderungsvorrichtung selbstständige Bewegungen ausführen kann, ohne den Dampfvertheilungsapparat mitschleppen zu müssen, oder von irgend einem Theile der Anfahr- und Wechselvorrichtung innerhalb des zu ihrer Arbeit nöthigen Hubes behindert wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89466C true DE89466C (de) |
Family
ID=361279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89466D Active DE89466C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89466C (de) |
-
0
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