DE45231C - Einrichtung zum Erleichtern des Anfahrens von Compound - Locomotiven - Google Patents

Einrichtung zum Erleichtern des Anfahrens von Compound - Locomotiven

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DE45231C
DE45231C DENDAT45231D DE45231DA DE45231C DE 45231 C DE45231 C DE 45231C DE NDAT45231 D DENDAT45231 D DE NDAT45231D DE 45231D A DE45231D A DE 45231DA DE 45231 C DE45231 C DE 45231C
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Germany
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steam
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compound
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Active
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DENDAT45231D
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English (en)
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R. LINDNER, Maschinen-Ingenieur der Königl. Sächsischen Staatseisenbahnen in Chemnitz, äufsere Dresdnerstr. 58
Publication of DE45231C publication Critical patent/DE45231C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B27/00Starting of machines or engines
    • F01B27/02Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
    • F01B27/04Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
    • F01B27/06Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Mit vorliegender Einrichtung soll das Anfahren der Compound-Lokomotive bei jeder Kurbelstellung und besonders in den Fällen ermöglicht werden, in welchen der Schieber des Hochdruckcylinders beide Dampfeinströmungskanäle deckt.
Nach dem Schema Fig. 1 der Dampfleitung für Compound-Lokomotiven gelangt der Dampf aus dem Kessel Ax durch das Einströmungsrohr α in den Hochdruckcylinder B1, sodann weiter durch das Zwischenrohr b b in den Niederdruckcylinder C1 und endlich durch das Blasrohr c in den Schornstein.
Es ist, da beide Kolben um die Länge eines halben Kolbenweges gegen einander verstellt sind, nöthig, dafs dem Niederdruckcylinder' C1 beim Ingangsetzen der Lokomotive jedesmal frischer Kesseldampf von verminderter Spannung zugeführt wird, damit der Niederdruckkolben die Bewegung der Lokomotive einleitet, wenn die Kurbel des Hochdruckkolbens entweder im todten Punkte oder in der Nähe desselben sich befindet.
Die Haupttheile sind:
i. Das Ventil F1, Fig. 2, 3 und 4, mittelst dessen Drehkolbens d Dampf von verminderter Spannung aus dem Dampfeingangsrohr α durch das Röhrchen f in das Zwischenrohr b b und mithin nach dem Niederdruckcylinder C1 geleitet werden kann. Der Bewegungshebel g des Drehkolbens d ist mit dem gewöhnlichen Steuerhebel H durch die Schubstange k verbunden. Für die gröfste Drehung, des Steuerhebels ist der Ausschlagwinkel des Drehkolbens 90°, so dafs bei nach rückwärts voll ausgelegter Coulissensteuerung der Kanal m des Drehkolbens, hingegen bei nach rückwärts voll ausgelegter Coulissensteuerung der zu jenem rechtwinklig stehende Kanal η die Verbindung des Dampfeingangsrohres α mit dem röhrenförmigen Zwischenbehälter b b herstellt.
2. Die mit dem Anfahrdrehkolben in Verbindung stehenden Kanäle ρ und q des Hochdruckschiebers D1, Fig. 5 und 6. Dieselben stellen jederzeit die Verbindung des Austrittskanals r mit den beiden Kanälen s und ν des Hochdruckcylinders B1 her, sobald der Schieber D1 sie deckt. Die Stegbreite \ des Schiebers D1 ist, wie aus der in Fig. 6 dargestellten Verschiebung desselben ersichtlich, gleich oder gröfser als die Weite des Dampfeinströmungskanals, so dafs frischer Kesseldampf aus dem Schieberkasten nach dem Austrittskanal nicht übertreten, jedoch direct in das Zwischenrohr geleiteter Dampf auf die Vorder- und Hinterseite des bei gedeckten Einströmungskanälen von seinem Hubende entfernt stehenden Hochdruckkolbens zugleich gelangen kann und dadurch diesen von schädlichem Gegendruck befreit, welcher vorhanden sein würde, wenn der Dampf nur von der Austrittsseite her auf den an seinem Hubende noch nicht angelangten Kolben wirkt.
Vor Beginn des Anfahrens wird wie bei gewöhnlichen, mit Dampfvertheilung nach dem Zwillingssystem gebauten Lokomotiven die Coulissensteuerung auf gröfste Füllung und mit ihr
auch die Anfahrsteuerung eingestellt, welche mit jener in dem beschriebenen mechanischen Zusammenhange steht.
Der durch das enge Rohr f in seiner Spannung verminderte Kesseldampf tritt aufser nach dem Schieberkasten des Niederdruckcylinders auch auf beide Seiten des Hochdruckkolbens zur Entlastung des letzteren, wenn der Hochdruckschieber die Dampfzuströmung aus dem Hochdruckschieberkasten her nicht gestatten sollte.
Sobald die Compound-Lokomotive in Gang gesetzt ist, wird, wie bei gewöhnlichen Lokomotiven, die Steuerung auf eine geringere Cylinderfüllung gestellt und damit auch das Anfahrdrehventil geschlossen, so dafs alsdann die Lokomotive nach dem Compound-System arbeiten mufs.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Steuerungen für Compound-Lokomotiven der mit Entlastungskanälen ρ und q versehene Hochdruckschieber D1, Fig. 5 und 6, in Verbindung mit dem durch Hebelmechanismus g k von dem Steuerungshebel h bewegten bekannten Ventile F1, Fig. 2 bis 4.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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