DE894237C - Verfahren zum Verbessern der Echtheiten von Faerbungen - Google Patents

Verfahren zum Verbessern der Echtheiten von Faerbungen

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DE894237C
DE894237C DEG6846A DEG0006846A DE894237C DE 894237 C DE894237 C DE 894237C DE G6846 A DEG6846 A DE G6846A DE G0006846 A DEG0006846 A DE G0006846A DE 894237 C DE894237 C DE 894237C
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DE
Germany
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aliphatic
dyeings
polyquaternary ammonium
fastness
improving
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Expired
Application number
DEG6846A
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English (en)
Inventor
Jakob Dr Bindler
Hans Schlaepfer
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Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
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Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/02After-treatment
    • D06P5/04After-treatment with organic compounds
    • D06P5/08After-treatment with organic compounds macromolecular

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen Es wurde gefunden, daß die höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen, welche durch Einwirkung von aliphatischen tertiären Polyamiden auf aliphatische Dihalogen.ide erhalten werden, in Kombination mit löslichen Kupferverbindungen zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen verwendet werden können. Insbesondere eignen sie sich zum Fixieren von substantiven Färbungen auf Cellulosefasern, d. h. sie verbessern in Kombination mit löslichen Kupferverbindungen die Naßechtheit, häufig auch die Lichtechtheit der Ausfärbungen vieler Direktfarbstoffe. Die Wirksamkeit solcher Echtheitsverbesserer ist, wie bekannt, konstitutionsbedingt und deshalb nicht bei allen Direktfarbstoffen gleich groß. Bei der Mehrzahl derselben ist die Verbesserung der Naßechtheit nachdem vorliegenden Verfahren ganz beträchtlich.
  • Die höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen lösen sich auch in hartem oder sulfathaltigem Wasser klar auf, was für die färberische Praxis von Bedeutung ist. Sie werden durch Säurezusatz nicht ausgefällt. Zur Kombinierung eignen sich lösliche Kupferverbindungen, wie z. B. Kupfersulfat, -chlorid, -acetat, -tartrat, -gluconat oder -lactat. Diese werden am .einfachsten direkt zur Lösung der polyquaternären Ammoniumverbindung gegeben, aber es ist auch möglich, die Ausfärbungen vor oder nach der Behandlung zu kupfern.
  • Quaternäre Ammoniumverbindungen in Kombination mit Kupfersalzen sind schon mehrfach als. Echtheitsverbesserer vorgeschlagen worden, und zwar sowohl mono- als auch diquaternäre Ammoniumverhindungen. Die höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen, gemäß vorliegendem Verfahren verwendet, sind ihnen, gemessen an .den erzielten Echtheitsverbesserungen, in vielen Fällen wesentlich überlegen.
  • Die höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen werden auf einfache Weise erhalten, indem die aliphatischen, tertiären Polyamine bei erhöhter Temperatur mit den Dihalogeniden quaternär gemacht werden. Die Reaktion wird durch Erhitzen der Reaktionskomponenten auf 5o bis 140" durchgeführt und ist meist im Lauf einer bis mehrerer Stunden beendigt. Sie kann in-Abwesenheit oder nAnwesenheit von Verdünnungsmitteln, wie z. B. Butylalkohol, Äthylenglykol oder Diäthylenglykol, durchgeführt werden. Die Anwendung von erhöhtem Druck ist meist unnötig.
  • Als aliphatische tertiäre Polyamine kommen vor allem Di-, Tri-undTetramine, wie z. B. N, N'-Tetramethylhexamethylendiamin und Homologe, N, N'-Tetramethyl-triglykoldiamin, N, N', N"-Pentamethyl-diäthylentriamin und N, N', N", N"'-Hexamethyl-triäthylentetramin sowie auch ihre technischen Gemische in Betracht.
  • Als aliphatische Dihalogenide kommen Alkyldihalogenide wie i, 2-Dichlor- oder Dibromäthan, i; 3-Dichlorpropan, i, 4-Dichlorbutari, i, 5-Dichlorpentan, i, 6-Dichlorhexan, i, 4-Dibrompentan, 2, 3-Dichlorbutan, i-Chlor-2-bromäthan usw. in Frage, ferner auch von Glykoläthern abgeleitete Dihalogenide, wie z. B. ß, ß'-Dichlordiäthyläther, Äthylenglykol-di-ß-chloräthyläther, Tetraäthylenglykoldichlorid, y, y =Dichlorpropyläther sowie Glycerindichlorhydrin.
  • Die Reaktionsprodukte zeigen die besten Eigenschaften, wenn die Mengenverhältnisse der Reaktionskomponenten so gewählt werden, daß auf i N-Atom ungefähr i Halogenatom entfällt, so daß z. B. bei Verwendung eines Triamins 2 Mol Amin mit 3 Mol Dihalogenid quaternär gemacht werden. Es können aber auch abweichende Mengenverhältnisse gewählt werden.
  • Es kann angenommen werden, daß bei der Quaternierung von tertiären Diaminen lineare Polymere entstehen, während mit drei- und höherzähligen tertiären Aminen vernetzte Produkte gebildet werden. Die letzteren eignen sich besonders gut zur Verwendung gemäß vorliegendem Verfahren. Ihre Herstellung wird unter anderem in den nachfolgenden Beispielen beschrieben. Darin bedeuten Teile Gewichtsteile, die Temperaturangaben erfolgen in Centigrad. Beispiel i 11,5 Teile N, N', N"-Pentamethyl-diäthylentriamin werden mit 14,3 Teilen ß, ß'-Dichlordiäthyläther vermischt und in einem Ölbad auf roö° erhitzt. Unter Trübung und Abscheidung eines Öls tritt bei roo bis 12o° die exotherme Umsetzung ein. Man beläßt das Reaktionsgemisch so lange bei dieser Temperätur, bis sich der Inhalt vollständig zu einer braunen harten Masse verfestigt hat. Durch Pulverisieren des stark hygroskopischen Reaktionsproduktes erhält man- ein hellbraunes Pulver, das sich in Wasser leicht und klar auflöst.
  • Das Produkt besitzt die Fähigkeit, in Verbindung mit löslichen Kupfersalzen, substantive Färbungen wasser- und waschecht zu fixieren.
  • Die Quaternierung kann auch in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, wie z. B. Äthylenglykol oder Diäthylenglykol, ausgeführt werden.
  • Wird an Stelle von ß, ß'-Dichlordiäthyläther eine entsprechende Menge Triglykoldichlorid (Äthylenglykol-di-ß-chloräthyläther) verwendet oder das Triamin durch N, N', N", N"'-Hexamethyl-triäthylentetramin oder N, N'-Tetramethyl-triglykoldiamin oder N, N', N"-Pentamethyl-dipropylendiamin ersetzt, so erhält man bei gleicher Arbeitsweise ein Produkt mit ähnlichen Eigenschaften. Beispiel e Zu 17,3 Teilen N, N', N"-Pentamethyl-diäthylentriamin gibt man unter Rühren 19,3 Teile Glycerindichlorhydrin und erwärmt mit Hilfe eines Ölbades langsam auf irobis 125°. Durch zeitweise Kühlung wird dafür gesorgt, daß die maximaleReaktionstemperatur von 125° nicht überschritten wird. Man rührt 40 Minuten bei der angegebenen Temperatur, wodurch man eine braune, klare, fadenziehende Masse erhält, die bei Zimmertemperatur zu einem springharten, hygroskopischen Harz erstarrt.
  • An Stelle von Glycerindichlorhydrin kann man auch 14 Teile Hexamethylendichlorid verwenden. Durch Polyquaternierung von i Mol Hexamethyltriäthylentetramin oder 2 Mol N, N'-Tetramethyltetramethylendiamin bzw. N, N'-Tetramethyl-triglykoldiamin mit 2 Mol Glycerindichlorhydrin nach der angegebenen Arbeitsweise kann ein ähnliches Produkt erhalten werden. Beispiel 3 Ein Baumwoll- oder Viskosegewebe wird in fiblicher Weise mit 6% seines Gewichts an Polyphenylschwarz FF (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. 628) gefärbt, gut gespült und noch feucht in eine Lösung, enthaltend i g,des nach Beispiel i erhaltenen Produkts und o,5 g Kupferacetat je Liter, gelegt und darin bewegt (Flottenverhältnis r : 4o). Nach 1/2 Stunde wird das Gewebe herausgenommen, ausgeschleudert oder abgequetscht und bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet. Die Naßechtheit der Ware ist durch diese Behandlung ganz beträchtlich verbessert worden. Es ist auch möglich, die Behandlung mit der Lösung des Kupfersalzes in besonderem Bade vorzunehmen.
  • In gleicher Weise können Ausfärbungen mit vielen anderen Direktfarbstoffen, z. B. Sonnengelb 3G (Schultz, Nr. 7o3), Diphenylechtgelb 3 GL (Schultz, Nr. 7i8), Polyphenylorange R (Schultz, Nr. 7o6), Diphenylreinblau FF (Schultz, Nr. 5ro), Solophenylviolett BL (die lösliche Kupferverbindung des Disazofarbstoffes gemäß schweizerischer Patentschrift 145 155), und Solophenylgrau q, GL (schweizerische Patentschrift 221 r79), behandelt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE.-i. Verfahren zum Verbessern der Echtheiten von Färbungen, dadurch gekennzeichnet, daB die Färbungen mit höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen, welche durch Einwirkung von aliphatischen Dihalogeniden auf aliphatische tertiäre Polyamine erhalten werden und löslichen Kupferverbindungen behandelt werden. .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit der polyquaternären Ammoniumverbindung und der löslichen Kupferverbindung im gleichen Bad durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von höhermolekularen polyquaternären Ammoniumverbindungen, welche durch Einwirkung von diprimären aliphatischen Dihalogeniden auf aliphatische drei- und höherzählige tertiäre Amine erhalten werden.
DEG6846A 1950-09-01 1951-08-26 Verfahren zum Verbessern der Echtheiten von Faerbungen Expired DE894237C (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1030675B (de) * 1956-06-13 1958-05-22 Dr Henry Wenker Verfahren zur Herstellung von Reagenzpapier
US2915373A (en) * 1959-07-20 1959-12-01 Wenker Henry Indicator papers
DE1104926B (de) * 1957-01-19 1961-04-20 Bayer Ag Verfahren zur Nachbehandlung von Direktfaerbungen mit quartaeren Polyalkylenpolyaminen
DE1224265B (de) * 1956-10-20 1966-09-08 Bayer Ag Nachbehandlungsmittel fuer Direktfaerbungen
US3490860A (en) * 1967-09-05 1970-01-20 Geigy Ag J R Process for aftertreatment of freshly colored polyamide fibers
EP0225282A1 (de) * 1985-11-25 1987-06-10 Ciba-Geigy Ag Verfahren zur Nachbehandlung von gefärbtem Cellulosefasermaterial

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