DE89378C - - Google Patents

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DE89378C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught

Landscapes

  • Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Erfindungsgegenstand bildet ein Apparat, welcher es ermöglicht, Flüssigkeiten aus undichten Gefäfsen mittelst Druckgases zu fördern.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen verticalen Längsschnitt durch den Apparat dar, Fig. 2 zeigt die Vorderansicht desselben, Fig. 3 eine Seitenansicht. Fig. 4 ist ein horizontaler Längsschnitt, Fig. 5 ein Querschnitt. Fig. 6 stellt die Trommel in der Drehung begriffen dar, kurz nachdem sie ihre Anfangsstellung verlassen hat.
Der in der Zeichnung dargestellte Apparat besteht in der Hauptsache aus einer cylindrischen Trommel A, die durch eine Scheidewand B in zwei gleich grofse Kammern I und II getheilt ist. Zwei Mannlöcher C gewähren den Zutritt zu den beiden Kammern, um eine Reinigung vornehmen zu können.
Die Trommel A ist um eine Achse D drehbar, welche in zwei gufseisernen Böcken E und F gelagert ist.
An der vorderen Stirnwand der Trommel befindet sich ein Ansatz G, welcher mit jener ein Ganzes bildet. In diesem Ansatz G befinden sich, wie aus der Zeichnung (Fig. 5) ersichtlich, vier Durchgangskanäle von kreisförmigem Querschnitt, von diesen führen zwei direct in das Innere der Kammern, während die zwei anderen in die Rohre a1 und α einmünden, deren Zweck weiter unten erläutert werden wird.
Der vordere Bock F enthält in seinem oberen, kräftig gehaltenen Theile aufser dem Lager für die Welle D ebenfalls vier Kanäle von kreisförmigem Querschnitt, wie die in dem Ansätze G der Trommel.
In einer bestimmten Stellung der Trommel (Fig. 2) decken sich die Mündungen der Kanäle in beiden Körpern und gestatten so den Ein- und Austritt von Flüssigkeit bezw. Luft. Diese Vorrichtung wirkt wie eine Kreisschiebersteuerung. Nach aufsen zu sind die Kanäle im Kopfe des Lagerbockes mit vier kurzen Ansatzrohren d di e e1 versehen (Fig. 2).
Diese besitzen Schlauchgewinde behufs Ankuppelung von Schläuchen. Zur Arretirung der Trommel und zum Festhalten derselben in einer bestimmten Lage dient folgende Einrichtung:
Unterhalb der Trommel, in der Mitte zwischen den Lagerböcken E. und F (Fig. 1), ist ein WTinkelhebel H um eine Achse J drehbar angebracht.
Der längere Arm dieses Winkelhebels trägt einen verstellbaren Bremsschuh K, der gleichzeitig als Belastungsgewicht dient, während der kürzere Hebelarm im Ruhezustande der Trommel zwischen zwei an dieser befestigten Knaggen b und c eingreift. Auf der entgegengesetzten Seite der Trommel befinden sich gleichfalls zwei derartige Knaggen c1 und b1, um nach einer Drehung von i8o° die Trommel wieder feststellen zu können.
Beim Beginn der Arbeit nimmt die Trommel die in Fig. 2 gezeichnete Stellung ein, wobei die Scheidewand geneigt steht. Die Mündungen der Kanäle im Ansätze G und im Kopfe des Bockes F decken sich und gestatten somit den Zutritt der Flüssigkeit und der Luft in die Trommel bezw. den Austritt aus derselben.
Es wird zunächst mittelst eines Schlauches Bier (oder eine andere Flüssigkeit) aus einem
Lagerfasse durch das linksseitige Ansatzrohr dl und den entsprechenden Kanal in die obere Kammer I der Trommel geleitet.
Ist diese vollständig angefüllt, so wird durch die Schwere des Inhaltes die Trommel sich in der Pfeilrichtung umdrehen (Fig. 2), so dafs nunmehr die Kammer I nach unten kommt, während die Kammer II sich nach oben bewegt. Ist dieses geschehen, so wird durch das rechtsseitige Ansatzrohr e comprimirte Luft in die angefüllte Kammer I hineingeleitet; diese drückt sodann das Bier durch das verticale Rohr αx aus der Trommel und durch das Ansatzrohr d in ein Filter oder in ein beliebig anderes Gefäfs.
Während sich dieser Vorgang in der unteren Kammer vollzieht, wird die obere wieder aus dem Lagerfasse gefüllt. Ist diese wieder vollständig voll, so macht die Trommel eine neue Drehung.
In dieser Weise wiederholen sich die angegebenen Vorgänge in. beliebiger Anzahl.
Beim Anfüllen der oberen Kammer wird gleichzeitig die in dieser noch enthaltene Prefsluft durch das Rohr al und das Ansatzrohr e1 von einer Luftpumpe angesaugt und von Neuem comprimirt.
Damit aber die abzusaugende Prefsluft nicht durch das Ansatzrohr d1 in das Lagerfafs entweichen kann, ist an dem rechts- und dem linksseitigen Durchgangskanal des Ansatzes G im Inneren der Trommel je ein Rückschlagsventil F angebracht.
Der rechts- und der linksseitige Durchgangskanal im Ansätze G dient abwechselnd zum Eintritt des Bieres bezw. zum Eintritt der Druckluft in den Apparat, der obere und untere Kanal in G zum Austritt des Bieres bezw. der comprimirten Luft.
Dementsprechend functioniren auch die Rohre a und αl abwechselnd als Bier- oder als Luftaustritt.
Während des Anfüllens der oberen bezw. gleichzeitigen Entleerens der unteren Kammer ist der kurze Arm des Winkelhebels H zwischen den Knaggen b und c eingeklinkt, wodurch ein vorzeitiges Drehen der Trommel verhindert wird. Das Gewicht K des Winkelhebels ist nä'mlich so bestimmt, dafs erst die Schwere des die obere Kammer gänzlich einnehmenden Bieres eine Drehbewegung erzeugt, welche im Stande ist, den Winkelhebel H mittelst des Knaggens b zu drehen; sobald dies geschieht, schnappt der kurze Hebelarm aus (s. die punktirte Stellung des Hebels in Fig. 6) und die Trommel dreht sich so lange frei, bis der ,Knaggen c1 an den kurzen Hebelarm stöfst und dieser über letztere weggleitet.
Der Knaggen cl ist höher als der Knaggen b1; es wird daher das als Bremsschuh ausgebildete Belastungsgewicht an die Peripherie der Trommel angedrückt, wodurch die Bewegungsenergie der Trommel vermindert wird.
Ist der kurze Hebelarm über c1 hinweggeglitten, so schnappt er zwischen c1 und bl ein und bringt dadurch die Trommel zum völligen Stillstand. Eine Rückwärtsdrehung der Trommel ist dadurch unmöglich gemacht, dafs der Hebel H verhindert ist, sich nach abwärts zu bewegen.
Bei der nächsten Umdrehung hat der Knaggen c den Bremsschuh an die Trommel anzudrücken; er ist daher gleichfalls höher als der Knaggen b.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zum Heben von Flüssigkeiten aus undichten Gefäfsen mittelst Druckgases, gekennzeichnet durch ein drehbares Gefäfs (A) mit zwei durch die Wand (B) von einander getrennten Kammern (I, II), die durch Oeffnungen im Boden (G) abwechselnd einerseits mit dem Abflufsrohre (dL) des zu entleerenden Fasses und einem Luftabführungsrohre (e1), andererseits mit einem Rohre (e) zum Zuführen geprefster Luft und einem Auslafsrohre (d) dadurch in Verbindung treten, dafs in der Füllstellung der einen Kammer gleichzeitig die andere entleert wird, wodurch die erstere über die andere ein Uebergewicht erhält und das Gefäfs (A) veranlafsf, eine halbe Umdrehung auszuführen. .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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