DE893243C - Verfahren zur raffinierenden Hydrierung von Benzin - Google Patents

Verfahren zur raffinierenden Hydrierung von Benzin

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DE893243C
DE893243C DEB18155A DEB0018155A DE893243C DE 893243 C DE893243 C DE 893243C DE B18155 A DEB18155 A DE B18155A DE B0018155 A DEB0018155 A DE B0018155A DE 893243 C DE893243 C DE 893243C
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DE
Germany
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boiling
gasoline
refined
hydrogenation
low
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DEB18155A
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English (en)
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Helmut Dr Nonnenmacher
Willi Dr-Ing Oettinger
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C9/00Aliphatic saturated hydrocarbons
    • C07C9/14Aliphatic saturated hydrocarbons with five to fifteen carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G35/00Reforming naphtha

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur raffinierenden Hydrierung von Benzin Es ist bekannt, Benzine durch 'katalytische raffinierende Hydrierung in Anwesenheit von Katalysatoren von ihren Verunreinigungen, insbesondere von Schwefelverbindungen, zu befreien. Bei diesem Verfahren besteht meist die Gefahr, daß durch Veränderung des Ausgangsstoffes die Z5 Oktanzahl des Benzins abfällt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der raffinierenden Hydrierung die Oktanzahl der Benzine er-halten und in den meisten Fällen sogar erhöhen ]<arm, wenn man die Ausgangsstoffe in niedrig- und höhersiedende Anteile zerlegt, die letzteren der raffinierenden Hydrierung unterzieht und das erhaltene Reaktionserzeuignis. mit den niedrigsied-enden Anteilen vermischt.
  • Als Ausgangsstoffe, verwendet man im allgemeinen die durch Destil-lation von Erdölen, Schieferöl-en und Teeren gewonnenen sowie die bei der Druckhydrierung in der Stlimpfphase erhalte-11211 Benzine. Besonders vorteilhaft ist das Verfahren für olefinreiche Benzine, die durch. thermisches. oder katalytisches Kracken von ölen erzeugt s in.d.
  • Die Trennung der beiden Fraktionen wir-d so ausgeführt, daß Siedebeginn der höheren Fraktion zweckmäßig zwischen 70 und 120' liegt. Die Wahl des Siedeschnitts hängt natürlich auch von dem Siedebeainn des Benzins selbst ab. Besitzt es einen niedrigen Siedebeginn, so wählt man den SchnItt bei etwa 7o bis ioo', bei höherem Siedebeginn bei etwa go bis i2o'. Besonders vorteilhaft ist es, #die Destillation in einer Kolonne mit vielen Glockenböden durchzuführen, so daß zwischen den beiden Fraktionen eine Siedelücke der Englerkurven von mindestens io', insbesondere 2o' und mehr, liegt. Die höhersiedende Fräktion, die vorwiegend die schwefellhaltigen Verunreinigungen enthält, wird nun erfindungsgemäß der raffinierenden Hydrierung unterzogen. Dies-, wird bei Temperaturen oberhalb 2509, insbesondere b6 35o bis 45'0', und unter einem Druck von i bis 300 at, vorteilhaft io his .2,oo. at, zweckmäßig 2o bis ioo,at, durchgeführt. Als Katalysatoren verwendet man beispielsweise die Oxyde oder Sulfi#de der Metalle der 5. bis 8. :Gruppe des Periodischen Systems, wie Vanadin, Molybdäri, Wolfram, Mangan, Nickel oder Koba!lt. Man wählt mit Vorteil Gemische von Verbindungen der Metalle, der 6. und 8. Gruppe. Auch Verbindungen beider Metalle, wie z. B. Nickel-oder Kobaltmolybdat bzw. -w-olfraTnat kann man verwenden. Die Kata:lysaturen können auch auf Träger, wie Silicaten oder Tönerde, die gegebenenfalls mit Fluor oder flüchtigen Fluorverbindungen vor-behandelt oder mit Metall--fl.uo-riden versehen sind., aufgebracht sein. Die fluorhwltige-n Tonerden können auch für sich, allein verwendet wer-den. Sehr geeignet sind auch Silicate, die die Metalle der 5. bis 8. Gruppe inggebundener Form und zweclmäßig kein Aluminium und bzw. oder Magnesium enthalten.
  • Es ist ferner vorteilhaft, die Reaktion mit einer Wasserstoffmenge von weniger als i: m3, zweckmäßig weniger als 6o,o 1, z. B. mit 2oo bis 500 1, je Kilogramm Ausgangsstoff auszuführen.
  • Das erhaltene Reaktionserzeugnis wird. dann mit der ni"-drigsi..-d-enden Praktion, deren Mengen z. B. etwa io *bis, 5,oO/o, vorteilhaft 15 bis 4,ol/o, des Gesamtbenzins beträgt, gemischt.
  • Die in der niedrigsiedenden Fraktion vorhandenen Schwefelverbindungen können gegebenenfalls mit chemischen Mitteln, ohne den Ausgang6stoff zu verändern, entfernt werden. Hierzu wählt man alkalische Mittel, wie wäßrige oder alkoholische Laugen oder Aminlösungen. Auch schiwach sau-cre Stofte, wie Hypochloritlösungen, können verwendet werden.
  • B e i s p i e 1 Ein durch thermisches Kracken erhaltenes Benzin mit einem spezifischen Gewicht von 0,746 und -;>6 Volumprozent bis ioo' siedenden Anteilen, ein-er Jodzahl von 8,5, einem Schwefelgehalt von 0,17'/0, einer Oktanzahl nach der Research-Methode von 66,5, mit 0,04 Volumprozent Bleitetraäthyl von 74 wurde durch Destillation zerlegt in 17,2 Gewichtsprozent Leichtbenzin und; 8-2,81/o Schwerbenzin.
  • Das Leichtbenzin hatte einen Siedepunkt von go', eine j(>dza#h.1 von 175" einen Schwefelgehalt von 0,0520/0 und eineOktanzahl nach der Research-Methode vefi etwa 87.
  • Das, Schtwerbenzin 'hatte einen Siedebeginn von gS', eine Jodzahl von 67,5, einen Schwefelgehalt von 0,Ig% und eine Oktanzahl nach' Research-Methode von 6o,5 und mit 0,04 Valumprozent Bleitetraäthyl von 7,0,5. Dieses Schwerbenzin wurde zusaminen mit o,5 m3 Wasserste.ff je Kilogramm Schwerbenzin unter einem Druck von 5.o at bei 3,8-2' mit eineni Durchsatz von 1,5 kg je Liter Katalysator und Stun-de über Nickelsilicat geleitet. Das da:bei erhaltene Prod-ukt hatte eine Jodzahl von 44, einen Schwefelgehalt von o,oi8% und eineOktanzahlvon 6o nach der Research-Mefhode und mit o"o4Volumprazent Blei-tetraäthyl #on. 71. Das raffinierte Schwerbenzin wurde mit dem vorher a:bgetrennten, nicht ' raffinierten Leichtbenzin gemischt. Das Mischlbenzin hatte- ein spezifisches Gewicht von o,747, 26 Volumprozent bis ioo' sIedende Anteile, eine Jodzahil von 67, einen Schwefelgehalt von 0,0230/0. und eine Oktanzahl nach der Research-Methode von 67 und mit oio4 Volumprozent Bleitetraäthyl von 77,5-Wi.rd das Leichthenzin vor dem Zumischen zu dem raffinierten Schwerbenzin vorher mit etwa 3c#/oiger Natronlauge behandelt, so wird ein Mischlbenzin mit ein-er Jodzahl von 67, einem Schwefelgehalt unter -0,o2% und einer Oktanzahl nach der Research-Methode von 67 und mit o,o4 Volumprozent Bleitetraäthyl von 78,5 erhalten.
  • Wird das gesamte Krackbenzin über dem gleichen Katalysator zusammen mit 0,5 ms Wasserstoff je Kilogramm Benzin bei 5o at Druck und bei 382 bei einem Durchsatz von i,5k- je Liiter Katalysator un-d Stunde raffiniert, so wird ein Benzin erhalten, das bei 2#7 Volumprozen#t bis io,o' siedenden Anteilen -,ine Jodzahl von 49, einen Schwefelgehalt von o#,o;i2'/o und eine Oktanzahl nach der Res-aarch-Methode von 64 und mit o,o4 Volumprozellt Bleitetraäthyl von 75 hat.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur raffinierenden Hydrierung von Benzin#en, vorteilhaft olefinreichen Benzinen, in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch geikennzeichnet, daß man die Ausgangsstoffe in niedrig- und,' höhersiedende Anteile zerlegt, die letzteren der raffinierenden Hydrierung unterzieht und das erhaltene Reaktionserzeugnis mit den niedrigsiedenden Anteilen vermischt.
  2. 2. Verfahren nacIi Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Siedebeginn der höhersiedenden Fraktion zwischen etwa 70 und, i2o' liegt. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekeinnzeichnet, daß die Destillation des Adsgangs-stoffes so durchgeführt wird, daß zwischen beiden Fmktiionen eine Siede-I#ütke der Eliglerkurrven von mindestens io', insbesondere 2o' tmd mehr, besieht. 4. Verfahren nach (Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die niedrigsiedende Fraktion in an sich *bekannter Weise chemisch, insbesondere mit alkalischen oder bzw. und sch-wach sauren Mitteln, raffiniert.
DEB18155A 1951-12-13 1951-12-13 Verfahren zur raffinierenden Hydrierung von Benzin Expired DE893243C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1026903B (de) * 1954-02-04 1958-03-27 Gulf Research Development Co Verfahren zur Behandlung von schwefelhaltigen Roherdoelen
DE1078720B (de) * 1957-01-02 1960-03-31 Exxon Research Engineering Co Verfahren zur Veredlung und Verbesserung der Farbe eines rohen Petroleum-Schmieroels
DE1106016B (de) * 1954-08-26 1961-05-04 Hydrocarbon Research Inc Verfahren zur Entfernung von Gumbildnern und Schwefel-verbindungen aus Kohlenwasserstoff-fraktionen
DE1163478B (de) * 1955-05-02 1964-02-20 Hydrocarbon Research Inc Verfahren zur hydrokatalytischen Entschwefelung und Raffination hocholefinhaltiger Kohlenwasserstoffe bei erhoehter Temperatur unter Druck
DE1186163B (de) * 1958-07-25 1965-01-28 British Petroleum Co Verfahren zur Stabilisierung von Spaltbenzinen

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