DE892375C - Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Gebilde, wie Faeden oder Fasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Gebilde, wie Faeden oder FasernInfo
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- DE892375C DE892375C DEC3914A DEC0003914A DE892375C DE 892375 C DE892375 C DE 892375C DE C3914 A DEC3914 A DE C3914A DE C0003914 A DEC0003914 A DE C0003914A DE 892375 C DE892375 C DE 892375C
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F6/00—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
- D01F6/02—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
- D01F6/24—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polymers of aliphatic compounds with more than one carbon-to-carbon double bond
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung künstlicher Gebilde, wie Fäden oder Fasern, im
folgenden als Fäden bezeichnet.
Es wurde bereits vorgeschlagen, künstliche Fäden durch Verspinnen von Katalysatoren enthaltenden'
Lösungen natürlicher oder synthetischer Polymerisate von konjugierten Dienen, z. B. natürlichem Kautschuk
oder Polybutadienen in Schwefeldioxyd enthaltende Bäder herzustellen, so daß eine Reaktion
to zwischen dem Polymerisat und dem Schwefeldioxyd stattfindet. In der britischen Patentschrift 527 075
wird ein solches Verfahren beschrieben, bei welchem die Reaktion in Gegenwart flüssiger aliphatischer,
cyclischer oder aliphatisch-cyclischer Verbindungen, welche ein- oder mehrere ätherartig gebundene
Sauerstoffatome enthalten, ausgeführt wird. In der britischen Patentschrift 616 276 wird ein Verfahren
beschrieben, bei welchem organische und anorganische Hydroperoxyde als Katalysatoren für die Reaktion
angewendet werden.
Die Polydien-Schwefeldioxydfäden haben das Bestreben, sich beim Stehen unter atmosphärischen
Einflüssen, und wenn man sie der Hitze oder dem Licht aussetzt, zu verschlechtern. In der französischen
Patentschrift 969 154 wird die Verwendung von Verbindungen, welche =C —■ N = oder = C
= N-Gruppen enthalten, als Stabilisierungsmittel angegeben, z. B. Hexamethylentetramin,' Triäthanolamin
und auch Thioharnstoff N, N- und N, N'-Diphenylthioharnstoff, N, N- und N, N'-Diphenylguanidin,
Harnstoff, N, N- und N, N'-Diphenylharnstoff und von diesen Verbindungen durch Substitution in den
Amino- oder Iminogruppen oder dem Phenylkern abgeleitete Verbindungen.
Zweck der Erfindung ist die Verbesserung der
Stabilität von Polydien-Schwefeldioxydfäden.
Erfmdungsgemäß ist ein Verfahren für die Verbesserung der Stabilität, von Polydien-Schwefeldioxydfäden
dadurch gekennzeichnet, daß dem Faden eine aromatische Hydroxylverbindung einverleibt
wird. Beispiele solcher aromatischer .Hydroxylverbindungen sind Pyrogallol, Hydrochinon, Brenzcatechin
und ^-Naphthol. Mischungen solcher Verbindungen,
to z. B. Pyrogallol und Hydrochinon, können ebenfalls mit Vorteil verwendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die "aromatischen Hydroxylverbindungen
in Verbindung mit einer oder mehreren Verbindungen der Klassen verwendet, welche in der
französischen Patentschrift 969154 genannt sind, z. B. Thioharnstoff und Triäthanolamm. Beispiele
von Mischungen sind Pyrogallol und Thioharnstoff; Pyrogallol, Hydrochinon und Thioharnstoff; Hydrochinon
und Triäthanolamin.
Wenn Mischungen von Stabilisierungsmitteln nach der Erfindung angewendet werden, so ist die Gesamtwirkung
größer, als sie von der Summierung der einzelnen Wirkungen der in der Mischung verwendeten
Mittel erwartet werden konnte.
Das Verfahren nach der Erfindung wird vorzugsweise ausgeführt, indem man den gesammelten
Faden in einer Lösung behandelt, welche das Stabilisierungsmittel oder die Mittel enthält, oder indem
man den frisch ersponnenen Faden in stark angequollnem Zustand mit einer solchen Lösung behandelt.
Die verwendeten Lösungen sind vorzugsweise alkoholische oder wäßrig-alkoholische Lösungen,
beispielsweise mit einer Konzentration von 0,5 bis 5 °/0.
Die Fäden werden vorzugsweise vor Ausführung der erfindungsgemäßen Stabüisierungsbehandlung mit
Waschflüssigkeiten, z. B. Methanol, hartem Wasser, wäßrigen Natriumthiosulfatlösungen oder mit Epichlorhydrin
behandelt, von welchen man annimmt, daß sie alle freie Schwefelsäure in dem Faden wegnehmen
und hierdurch die Stabilität-erhöhen.
In den folgenden Beispielen verstehen sich die Prozentgehalte nach Gewicht.
Ein Muster des Fadens, welcher nach dem Beispiel ι des deutschen Patents 863 400 hergestellt
war, wurde in Methanol gewaschen und dann 16 Stunden bei 200 in einer i°/oigen Lösung von Hydrochinon
in Methanol eingetaucht. Der Faden wurde aus dem Bad genommen und an der Luft getrocknet.
Der erhaltene Faden wurde gegenüber einem ähnlichen Faden, welcher nicht erfindungsgemäß mit
Hydrochinon behandelt war, auf Hitzebeständigkeit geprüft, indem man beide Fäden in einem Lufttrockenofen
auf 150° erhitzte. Nach 30 Minuten war das behandelte Muster blaßgelb, und seine Zugfestigkeit
war nur wenig angegriffen, während das unbehandelte Muster dunkelbraun und brüchig geworden'war.
Beispiele 2 bis 4
Drei Muster der im Beispiel 1 benutzten Fäden wurden mit Methanol gewaschen und die Muster
einzeln 16 Stunden in jedem der folgenden Bäder bei
20° eingetaucht:
Beispiel 2. Eine Lösung von 1 % Triäthanolamin und ι °/0 Hydrochinon in Methanol.
Beispiel 3. Eine Lösung von 1% Thioharnstoff
und 1,5 °/o Hydrochinon in Methanol.
Beispiel 4. Eine Lösung von 0,75 % Hydrochinon, 0,75 % Pyrogallol und 1 % Thioharnstoff in Methanol.
Die erhaltenen Fäden wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, auf Hitzebeständigkeit geprüft, indem
als Kontrollen a) ein unbehandelter Faden und b) ein Faden benutzt wurde, welcher in Methanol
gewaschen und dann in eine i%ige Lösung von Triäthanolamin in Methanol 16 Stunden eingetaucht
war. Die Fäden waren nach dem Versuch wie folgt gefärbt:
Beispiel 2 weiß,
Beispiel 3 , hellbraun,
Beispiel 4 gelb,
Kontrollmuster a) negerbraun, 8s
(ohne Behandlung)
Kontrollmuster b) mittelbraun.
(Triäthanolamin)
Der Kontrollfaden a) war auch sehr brüchig geworden, während die Dehnungseigenschaften der
erfindungsgemäß behandelten Fäden nur leicht angegriffen und besser als «die des Kontrollfadens b)
waren.
Claims (2)
1. Verfahren zur-Verbesserung der Stabilität
von Polydien-Schwefeldioxydfäden durch Einverleibung eines oder mehrerer Stabilisierungsmittel
in den Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Faden einverleibte Stabilisierungsverbindung
aus einer aromatischen Hydroxylverbindung besteht oder eine · solche enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Faden einverleibte Stabilisierungsverbindung auch mindestens eine s= C — N= oder = C = N-Gruppe enthaltende
Verbindung enthält.
© 5462 9.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB670150A GB684967A (en) | 1950-03-17 | 1950-03-17 | Methods for improving the stability of threads and like products of polydiene-sulphur dioxide compounds |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE892375C true DE892375C (de) | 1953-10-08 |
Family
ID=9819211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC3914A Expired DE892375C (de) | 1950-03-17 | 1951-03-11 | Verfahren zur Herstellung kuenstlicher Gebilde, wie Faeden oder Fasern |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE501917A (de) |
| DE (1) | DE892375C (de) |
| FR (1) | FR1042790A (de) |
| GB (1) | GB684967A (de) |
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0
- BE BE501917D patent/BE501917A/xx unknown
-
1950
- 1950-03-17 GB GB670150A patent/GB684967A/en not_active Expired
-
1951
- 1951-03-11 DE DEC3914A patent/DE892375C/de not_active Expired
- 1951-03-16 FR FR1042790D patent/FR1042790A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB684967A (en) | 1952-12-31 |
| BE501917A (de) | |
| FR1042790A (fr) | 1953-11-03 |
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