DE89156A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Saiteninstrument, bei welchem die Saiten auf drehbar
gelagerten Resonanzkörpern ausgespannt sind und durch Gegenhalten eines Stäbchens
zum Ertönen gebracht werden. Das Instrument ist besonders für künstlerische Vorträge in
gröfseren Räumen bestimmt.
In der beiliegenden Zeichnung ist das Instrument in einer Ausführungsform schematisch
dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht dasselbe in der Ansicht von vorn, Fig. 2 in einem Schnitt nach x-x
der Fig. 1 ; Fig. 3 zeigt den Kasten bei weggenommener Oberdecke, wodurch die Antriebsvorrichtung
sichtbar wird; Fig. 4 zeigt an einem Einzeltheil des Instruments die Anordnung der
Saiten mit der Dämpfervorrichtung in Oberansicht und Fig. 5 endlich einen Querschnitt
der Fig. 4.
Das Instrument besteht aus einem aufrecht stehenden Resonanzkasten A und einer Anzahl
mit Saiten bespannten Resonanzkörpern B, welche, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, an Wellen
angeordnet sind, die im Resonanzkasten A drehbar gelagert sind und innerhalb des letzteren
die Antriebsrollen C tragen.
Diese letzteren sind auf irgend eine Weise, bei der vorliegenden Ausführung z. B. durch
endlose Seile, sonst aber auch durch Zahnradverbindungen u. dergl. derart mit einander verbunden,
dafs von der Rolle D (Fig. 2) aus mittelst einer Kurbel K sämmtliche Wellen a
und somit auch sämmtliche Resonanzkörper B gleichzeitig in Umdrehung versetzt werden
müssen.
Auf diesen Resonanzkörpern sind nun, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, Saiten b und ^1
nach Art der Speichen an Fahrrädern radial angeordnet, und zwar laufen die mit b bezeichneten
Saiten, welche alle in einer Note gestimmt sind, von dem oberen Theil der
Nabe anmittelbar nach dem Rand des Resonanzkörpers B, während die Saiten ^1, welche
ebenfalls alle gleich gestimmt sind, aber einen anderen Ton als die Saiten b geben, vom
unteren Theil der Nabe über einen Steg c nach dem Rande von B laufen.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dafs einmal alle Saiten b, das andere Mal alle Saiten O1
angestrichen werden können, während nach Bedarf durch Anstreichen im Kreuzungspunkt
der Doppelton beider Saitenkränze hervorgebracht werden kann.
Die Resonanzkörper haben verschieden grofse Durchmesser und sind entsprechend mit unbesponnenen
oder mit besponnenen Saiten bespannt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Instrument sind z. B. vorhanden:
8 Resonanzkörper von 0,6 m Durchmesser mit je 2 χ 84 = je 168 unbesponnenen Saiten,
8 Körper von 0,7 m Durchmesser mit je
2 X 96 = Je 192 unbesponnenen Saiten, 7 Körper
von 0,8 m Durchmesser mit je 2 X 96 = je 192 besponnenen Saiten und 1 Körper von
von 0,9 m Durchmesser mit 2 X 120 besponnenen Saiten.
Das Instrument hat also 48 verschiedene Töne, kann aber selbstverständlich deren nach
Bedarf noch mehr erhalten.
Um nach Belieben den Klang der Saiten aufhören lassen zu können, ist an jedem
Resonanzkörper eine Dämpfervorrichtung angebracht, bestehend aus zwei (d. h. für jeden
Saitenkranz einen) an einem unter Federdruck stehenden Gestellring angebrachten Gummiringen
d dx (Fig. 5), welche gegebenenfalls auf die Saiten mit der Hand aufgedrückt werden
und hierdurch sofort den Ton dämpfen.
Nach Aufhören des Druckes werden die Reifen durch den Druck der Feder wieder von
den Saiten abgehoben.
Das derartig eingerichtete Instrument wird gespielt, indem die sämmtlichen Resonanzkörper
B in Drehung versetzt werden und der Spieler nun ein Stäbchen von Elfenbein
oder dergl. an die Saiten anlegt, welche den verlangten Ton angeben.
Durch das schnelle Umdrehen der Körper B (2 bis 3 Umdrehungen in der Secunde) werden
alle Saiten schnell an dem Stäbchen vorbeigeführt und von demselben angerissen. Die
einzelnen Töne der einzelnen Saiten verschmelzen dadurch zu einem einzigen, beträchtlich verstärkten
Ton.
Durch stärkeres oder schwächeres Andrücken des Stäbchens an die Saiten kann der Ton
modulirt werden.
Zum Zweck künstlerischer Vorträge auf Bühnen wird das Instrument natürlich mit entsprechender
Ausstattung versehen, die dem jedesmaligen Geschmack angepafst werden kann.
Es könnten z. B. statt der Resonanzkörper B auch einfache Räder genommen werden, auf
denen die Saiten aufgespannt sind; ferner könnten statt dieser Räder gegebenenfalls auch
Walzen, die sich gegen den Resonanzkasten hindrehen, Anwendung finden, oder es könnte
eine andere Dämpfervorrichtung angebracht werden, die vielleicht den einen Kranz zusammengehörender
Saiten von oben, den anderen von unten her beeinflufst.
Claims (3)
1. Ein Saiteninstrument mit auf drehbar ge-•
lagerten Resonanzkörpern ausgespannten, durch Gegenhalten eines Stäbchens zum Ertönen
gebrachten Saiten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Resonanzkörper, in Reihen neben einander angeordnet, mit ihren Achsen
in einem gemeinsamen Resonanzkörper derart gelagert sind, dafs sie sämmtlich gleichzeitig
in Umdrehung versetzt werden können.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
Instrumentes, bei welchem die Resonanzkörper je mit zwei sich kreuzenden Saitengruppen bespannt sind, von
denen jede einen besonderen Ton liefert.
3. Eine Dämpfervorrichtung für das unter 1. gekennzeichnete Instrument, bestehend aus
zwei auf einem federnd gelagerten Gestell sitzenden elastischen Ringen, welche zwecks
Herbeiführung der Dämpfung gegen die Saiten gedrückt werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Family
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