-
Drillschnurkreisel Es sind bereits Drillschnurkreisel bekanntgeworden,
bei denen Scheiben dadurch in Umdrehung versetzt werden, daß, man zwei durch-Bohrungen
der Scheibe hindurchgezogene Schnüre verdrillt und sie dann strammzieht. Die bekannten
Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß sie schwierig in Gang zu setzen sind
und daß auch die Schnüre leicht reißen, wodurch schwerere. Ausführungen für den
damit Spielenden zu einer gewissen Gefahr werden können, wenn die Schnur reißt,
während die Scheibe gerade ihre höchste Umlaufgeschwindigkeit hat. Zwar wird unter
Umständen infolge der dauernden Verdrillung bei den Schnüren die Neigung bestehen,
auch im entspannten Zustande sich in gewisser Weise umeinander zu drehen. Diese
Verwindung der Schnüre genügt indessen nicht, um beim Strammziehen die Scheibe leicht
in Gang zu setzen.
-
Die verschiedenen Nachteile werden nach der Erfindung dadurch beseitigt,
daß zum unmittelbaren Anlauf des Umlaufkörpers aus dem Stillstand heraus außer den
Hauptschnüren. noch zusätzliche Schnüre vorgesehen sind, die in dem unverdrillten
Zustand der Hauptschnüre Vordrall besitzen. An Stelle dieser zusätzlichen Schnüre
oder auch zur Unterstützung der durch deren Vordrall erzielten Wirkung können die
Schnurenden an Platten befestigt sein, an denen mit Hilfsgriffen versehene gegenläufige
Gewindebolzen angeordnet sind; bei Spielbeginn werden dann die Hilfsgriffe gefaßt
und gegen die an den Außenenden befindlichen Hauptgriffe gezogen, wodurch sie die
Gewindebolzen und damit die Befestigungspunkte der Schnüre in Drehung versetzen
und so die Drehbewegung des' Umlaufkörpers einleiten. Bei Verwendung dieser Doppelgriffe
kann man an sich auf die Anordnung zusätzlicher Schnüre verzichten. Man kann aber
auch trotzdem die zusätzlichen mit Vordrall arbeitenden Schnüre beibehalten, so
daß die Doppelgriffe nur zur Unterstützung der Wirkung dieser Zusatzschnüre dienen.
-
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsformen.
-
In der Abb. r sind drei Schnüre vorgesehen, von denen das eine Paar
c auch in der Ruhelage miteinander verdrillt ist, während die dritte Schnur d in
der Ruhelage freiliegt und sich nur bei Benutzung des Kreisels wechselweise mit
dem Schnurpaar c verdrillt. Die Schnur d wird dabei zweckmäßig durch eine Mittelbohrung
h der Scheibe a geführt, während die beiden Schnüre c durch je eine exzentrisch
liegende Bohrung b gehen.
-
Die Scheibe a kann als volle Scheibe ausgebildet sein oder mehrteilig
und z. B. mit Durchbrechungen i versehen werden, die bei der Umdrehung entweder
dazu dienen, einen Inhalt der Scheibe zu zerstäuben oder alleine oder in Verbindung
mit einer Tonscheibe h ein tönendes Geräusch hervorzurufen.
-
Bei der Ausführungsform nach Abb. z und 3 kommen zwei Schnurpaare
oderDoppelschnüre zur Verwendung, von denen in der Ruhelage die eine verdrillt,
die andere offen ist.
Die Abb. i und 2 lassen verschiedene Ausführungsformen
für die Handgriffe erkennen" wobei die einfachste Ausführung mit den Handgriffen
e aus gebogenem Draht in Abb. i dargestellt ist. Der Handgriff g nach Abb. 2 eignet
sich besonders für Sportgeräte mit großer Scheibe, die einseitig in einen festen
Haken eingehangen werden sollen, während der Spieler nur an dem andern Griff f zu
ziehen hat, der wegen des bei großen Ausführungen erforderlichen Kraftaufwandes
durch eine Umkleidung irgendwelcher Art handlich gemacht ist.
-
Zur Unterstützung der mit den Zusatzschnüren erreichten Wirkung, aber
auch an Stelle dieser Zusatzschnüre kann man eine .Doppelgriffeinrichtung gemäß
Abb. q. verwenden. Der Umlaufkörper a sitzt entweder auf zwei Schnüren d, wie es
in Abb. q. dargestellt ist, oder aber, wenn die Einrichtung nur zur LTnterstützung
der Zusatzschnüre dienen soll, auf einem Schnursystem gemäß Abb. i oder 2. Die verschiedenen
Schnüre enden an Tragplatten p, die zu den Doppelhandgriffen gehören. Die Handgriffe
u sind mit Gewindebolzen nt versehen, an denen die Tragplatten p zur Befestigung
der Schnurenden angebracht sind. Auf dem Gewindebolzen m sitzen Hilfsgriffe o, an
denen man den Kreisel zum Ingangsetzen zunächst festhält, nachdem sie in die Innenstellung
gemäß Abb. q. gebracht sind. Zieht man den Kreisel nun, an diesen Hilfsgriffen o
fassend, stramm, so werden die Schnüre d bei der gegenläufigen Steigung der Gewinde
auf dem Bolzen m in Umdrehung versetzt und im Verein mit der dabei erzeugten Schwungkraft
der Scheibe a. verdrillt. Sobald die Griffe o gegen die Griffe u zur Anlage gekommen
sind, faßt man auch die Griffe u, so daß man an beiden Griffen zugleich zieht. Alsdann
kann das Spiel 'durch Nachlassen und Wiederstraminziehen der Schnüre beliebig lange
fortgesetzt werden. Der Gewindebolzen m mit dem Hilfsgriff o ergibt demnach die
gleiche Wirkung wie die vorgedrillten Schnurpaare c und ersetzt dieselben oder aber
verstärkt als zusätzliche Einrichtung die Wirkung derselben.
-
Die Anordnung nach der Erfindung hat den Vorteil, daß man die Vorrichtung
durch einfaches Strammziehen in Gang setzen kann; insbesondere die Ausführung mit
mehr als zwei Schnüren gibt dem Ganzen eine erhöhte Sicherheit, so daß man den Kreisel
auch in größeren Abmessungen als Sportgerät ausführen kann, dessen Wirkung auf die
Muskulatur derjenigen .des bekannten Expanders ähnelt, da sich ein starker Gegenzug
bemerkbar macht. Man kann auch eine der Schnüre etwas; länger halten und durch eine
zentrische Bohrung der Scheibe hindurchführen, die dann als Sicherheitsschnur wirkt,
da sie weniger beansprucht wird.