DE8904C - Maschine zur Herstellung von Fransen an gewebten Tüchern - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Fransen an gewebten Tüchern

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DE8904C
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DE
Germany
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machine
fringes
rails
fringe
tensioners
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DENDAT8904D
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English (en)
Original Assignee
Frau E. LEHMANN in Berlin, Gr. Weg 37. - 13. September 1879 ab
Publication of DE8904C publication Critical patent/DE8904C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D5/00Fringes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1879.
Klasse 2δ.
E. LEHMANN in BERLIN. Maschine zur Herstellung von Franzen an gewebten Tüchern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. September 1879 ab.
Die mehr oder weniger langen Franzen von Tüchern, Shawls u. s. w. werden, um die einzelnen Franzenfäden gegen Zerzausen und Verwickeln unter sich zu schützen und den Franzen so eine gröfsere Haltbarkeit und Dauer, sowie besseres Ansehen zu geben, in eigenthümlicher Weise mit der Hand gedreht, und zwar geschieht dies in der Art, dafs die Arbeiterin eine kleine Anzahl von Franzenfäden in der Mitte zwischen Tuch und Webekante fafst und dieselben umeinander dreht, bis sie eine nach beiden Seiten entgegengesetzt gewundene Spirale bilden. Mit einer etwa gleich grofsen Anzahl daneben liegender Franzen desselben Tuches wird dieselbe Manipulation gemacht und darauf die beiden Doppelspiralen zusammengefafst und in entgegengesetzter Richtung herumgedreht, so dafs je zwei solcher Doppelspiralen eine Franze bilden. In der Walke wird diese Form und Drehung der Franze zu einer dauernden gemacht, so dafs dieselbe sich nicht aufdrehen und lösen kann.
Die nachfolgend beschriebene Maschine dient dazu, dieses Drehen der Franzen, diese zwei ■ oder vielmehr drei Operationen, die bis jetzt bei jeder Franze am Tuche einzeln ausgeführt wurden, zu gleicher Zeit auf der ganzen Tuchlänge bei allen Franzenfäden auf einmal auszuführen.
Die Maschine ist in der Zeichnung in Fig. 1 im Querschnitt, in Fig. 2 in der Längenansicht dargestellt, Fig. 3 zeigt eine Modification dieser Maschine im Querschnitt.
Die Drehung der Franzenfäden auf der ganzen Tuchlänge wird hervorgebracht durch die beiden schmalen auf einander ruhenden Arbeitsschienen α und b, die mit Gummibelag versehen sind und zwischen denen die Franzeniaden beim Arbeiten liegen. Diese Arbeitsschienen sind, um ihnen eine genügende Steifigkeit zu geben, auf je einem Holzträger a' b' befestigt und werden letztere im Gestell A auf beiden Seiten gut geführt, so dafs das genaue Aufeinanderliegen beider Schienen gesichert ist, selbst wenn dieselben parallel gegen einander verschoben werden, wie dies durch die an die Balken a' b' angeschraubten Zahnstangen c d bewerkstelligt werden kann, die in ein durch Kurbel e zu drehendes Zahnrad e' greifen.
Zu beiden Seiten der Schienen ab stehen die oben zugespitzten Theiler ti', die über die untere Schiene b hervorragen, so dafs beim Einlegen des Tuches zwischen die Schienen die Franzenfäden durch die Theiler in gleiche Abschnitte gesondert werden. An den Theilern i /"' liegen die ihnen an Querschnittsform gleichen, aber schmäleren Spanner h an, die also nur eine Fortsetzung der Theiler ti' bilden und die ebenfalls die Franzenabtheilungen zwischen sich aufnehmen. Die schmalen Spanner h sitzen gemeinsam an dem Spannbrett /, das an beiden Seiten des Gestelles durch die Stäbe g getragen wird. Die Spanner // sind um die Axe k drehbar und stets bestrebt, sich von den Theilern nach auswärts zu bewegen und zwar infolge der verstellbaren Gewichte B.
Um eine gleich grofse Bewegung der Spanner nach beiden Seiten der Schienen α b zu erzielen, wobei sie die einerseits durch das Tuch, andererseits durch die Webekante verbundenen Franzenabtheilungen spannen, sind auf diesen Axen k zwei ineinander greifende Zahnräder von feiner Theilung angebracht. Es wird die Franze nach beiden Seiten gleich weit vorstehen, sie wird also genau mit ihrer Mitte zwischen den Schienen α b aufliegen, welches für die gleichmäfsig starke Drehung beider Franzenenden von Wichtigkeit ist.
Diese Drehung der Fanzenabtheihmgen. wird nun durch ein paralleles Gegeneinanderbewegen der beiden Schienen α b bewerkstelligt und zwar, wie vorhin erwähnt, durch Kurbel e und Zahnstangen c d. Das Tuch, ebenso wie die Theiler und Spanner, liegt dabei fest und unbeweglich, nur die Schienen α b bewegen sich.
Bevor nun die Bildung der Franzenabtheilungen nach der einen Richtung beendet ist, mufs die Vereinigung je zweier Äbtheilungen zu einer einzigen bewirkt werden, damit, bei der darauf folgenden, entgegengesetzten Drehung kein Aufrollen der eben gebildeten Spiralen stattfindet, und diese Spiralen sich sofort bei entgegengesetzter Verschiebung der Schienen α b zu zwei "und zwei umeinander rollen. Ks ist dazu vor
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allem nöthig, dafs die Hälfte der Theiler ent- j fernt wird, damit die Vereinigung zweier Ab- ' theilungen möglich ist. Zu diesem Zweck sind · die Theiler nicht auf einem, sondern auf zwei j Trägern D E angebracht, von denen der zweite E I derartig geformt ist, dafs er im Träger D auf ! unv2 nieder verschoben werden kann. Beide i Träger sind kastenförmig, wie aus Fig. ι ersieht- : lieh, und so durchbrochen, dafs die Verbindup.gshölzer γ des Trägers £ durch entsprechende Aussparungen β des Kastens D hindurchgreifen. Der Kasten E mit der Hälfte der Theiler (mit i' bezeichnet) ist nach unten zu entfernen und dies geschieht vermittelst des Trittes P und der Zugstangen G. Es werden dabei die Spiralfedern /, welche den Kasten E stets nach oben pressen, zusammengedrückt; ; der Kasten E trägt, um diese Bewegung nach i unten möglichst zu erleichtern, an den Seiten Rollen v, die an Schienen α anliegen, welche an dem Gestellansatz H angeschraubt sind.
Nachdem die Vereinigung zweier neben einander liegender Franzenabtheikmgen durch die Entfernung der entsprechenden Theiler ermöglicht ist, wird dieselbe dadurch bewerkstelligt, dafs die anderen, nicht nach unten entfernten Theiler i eine Seitwärtsbewegung ausführen, wodurch die zweiten Franzenabtheil'mgen den davor liegenden ersten genähert werden. Diese Seitwärtsbewegung der oberen Theiler zur Näherung der beiden Abtheilungen, die durch die Spiralfeder m, die lose Schnur η und Tritt F erreicht wird, ist sehr gering (ca. ι cm) und findet am Schlüsse der Vorwärtsbewegung der Schienen α b statt.
Ist die Vereinigung beider Abtheilungen erreicht, so dreht man die Kurbel e nach der entgegengesetzten Richtung und die Franze wird bei dieser Bewegung vollendet.
Die zur seitlichen Bewegung der Schienen a b dienenden Zahnstangen sind nach vorn gekröpft, Fig. 2, so dafs dieselben aufserhalb des Gestelies A liegen und beim Betriebe der Maschine nicht die Franzen ergreifen können, wenn das Tuch länger wie die Maschine ist. Auch das Gestell A ist derart construirt, dafs lange, durchgehende Tücher mit Leichtigkeit auf der Maschine gedreht werden können; die Säulen des Gestelles A auf der rechten Seite der Maschine, Fig. i, reichen nicht über die Schiene hinweg, so dafs also auf der rechten Seite eine vollkommene freie Zuführung des Tuches möglich ist.
Um ein leichtes Einlegen der Tücher auf die Theiler /'/' und Schiene b zu gestatten, kann die Schiene α mit Balken a' durch den Tritt K gehoben werden, so dafs die Schiene b und Theiler i i' völlig frei liegen. Es dient dazu die Schnur J, welche zwei Haken ο des Balkens a' mit ihren Endösen erfafst; für diese letzteren mufs eine geeignete Führung geschaffen werden, dafs sie sich nicht drehen können, und dafs sie bei der Rückkehr des Balkens a' von seiner seitlichen Bewegung, die er durch Kurbel c erhält, stets wieder in die Haken ο greifen; es ist diese Führung (lurch die Führungsstangen o' angedeutet worden.
Ein gröfserer Hub des Balkens a' bei geringer Hubhöhe des Trittes Ä' wird durch die Anordnung der Scheiben ,Λ /' erreicht", zum Niederhalten des Trittes A" während des Einlegens kann am Gestell A ein Riegel angebracht werden.
Der Balken />' ruht zur leichteren Bewegung auf Rollen q, der Kasten D auf den Rollen /·.
Da erst nach der Senkung der Theiler ;' (y/'ie dies in Fig. 2 rechts gezeichnet ist) die ca. 1 cm betragende Seitwärtsbewegung der Theiler i stattfinden darf, so ist, da beide Bewegungen vom Tritt F hervorgebracht werden, die die seitliche Bewegung einleitende Schnur >i lose angeordnet.
Beim Einlegen der Tücher in die Maschine müssen die Spanner h dicht an den Theilern / /' liegen; es dient dazu der Tritt K, der durch Schnur M über die Rollen x, Fig. 1, mit den Stangen g verbunden ist. Durch entsprechende Anordnung von Rollen kann man diese Schliefsung der Spanner auch auf der linken Seite des Gestelles A, Fig. 2, erreichen.
In Fig. 3 ist eine Modification dieser Maschine dargestellt, die nicht nur einen leichteren Aufbau der Maschine, sondern auch durch Anbringung von Spannern, die sich analog den Theilern /' aus den fertig gebildeten Einzclfranzen entfernen lassen, ein besseres Zusammendrehen derselben zu Doppelfranzen ermöglicht.
Der Träger b' hat einen dreieckigen Querschnitt und wird umschlossen von dem hohlen Dreiecksträger oder Kasten D, det die Theiler i trägt. Der nach unten bewegliche Träger E der Theiler i ist T-förmig und trägt in Scharnieren zwei Winkelbleche Y, auf denen die Theiler i' befestigt werden. Dieselben haben in den Seitenständern A Führung vermittelst Rollen r', die in den schrägen Nuthen vj der Seitenständer laufen, so dafs die Theiler t' sich stets an den Schenkeln von D entlang· bewegen.
Die Spanner h h' sind analog den Theilern / /' angeordnet, d. h. die Spanner A' lassen sich nach abwärts bewegen und ganz aus den Franzen entfernen, so dafs bei Bildung der Doppelfranze die Zusammendrehung je zweier Einzelfranzen bis zu den Enden, also bis zum Tuch und zur Webekante ausgeführt werden kann und somit die Bildung von Oesen an Webekante und Tuch, die sich bei stehen bleibenden Spannern zeigt, vollkommen vermieden wird.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    Die in Zeichnung und Beschreibung dargestellte Maschine zur Fertigstellung von Franzen
    1544
    an Tüchern, Shawls u. s. w. mit besonderer Berücksichtigung:
    ι. der Anwendung von sich entgegengesetzt bewegenden Schienen a b behufs Drehung der Einzel- wie Doppelfranze;
  2. 2. der Anwendung von Theilern / /' zu beiden Seiten der Schienen, die auf verschiedenste Weise theils ganz aus dem Bereich der Franzen entfernt werden können, theils seitwärts verschiebbar sind, um die Doppelfranze bilden zu können;
    der Anwendung von besonderen Spannern, die eine gleiche Anspannung und Einstellung der Franzen erzielen, sowie der Anwendung von Spannern, die ganz aus dem Bereich der Franzen entfernt werden können;
    der Construction der Maschine, im wesentlichen wie beschrieben und gezeigt.
    Hierzu ι Jilatt Zeichnungen.
DENDAT8904D Maschine zur Herstellung von Fransen an gewebten Tüchern Active DE8904C (de)

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