DE49948C - Webstuhlgeschirr mit Nadelschäften - Google Patents
Webstuhlgeschirr mit NadelschäftenInfo
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- DE49948C DE49948C DENDAT49948D DE49948DA DE49948C DE 49948 C DE49948 C DE 49948C DE NDAT49948 D DENDAT49948 D DE NDAT49948D DE 49948D A DE49948D A DE 49948DA DE 49948 C DE49948 C DE 49948C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C1/00—Dobbies
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C2700/00—Shedding mechanisms
- D03C2700/01—Shedding mechanisms using heald frames
- D03C2700/0127—Program-controlled heald frame movement
- D03C2700/0133—Program-controlled heald frame movement with mechanical transmission
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft ein bei jeder Art von Hand- und Kraftwebstühlen anwendbares
Webgeschirr, welches gegenüber den bisher allgemein gebräuchlichen bedeutende
Vortheile (als Einfachheit, leichte Handhabung, Dauerhaftigkeit,,grofse Cömbinationsfähigkeit bei
verhältnifsmäfsig kleinem Apparat etc.) aufweist.
Die Litzen des Webgeschirres werden durch Serien von in Schaftstäben aufgereihten, je mit
Oese versehenen Stahlnadeln gebildet." Die Schaftstäbe werden von Excenterorganen bewegt
und mittelst einer von der sogenannten Musterwalze beeinflufsten Bewegung je in eine
Excentercurve für die obere Kettenfadenlage oder für die untere gebracht.
Die Anordnung für die Webgeschirrbewegung mit ihren Bewegungsmechanismen ist auf
beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 7 beispielsweise
für einen Stuhl mit horizontaler Kettenan.ordnung dargestellt., und zwar zeigt
hiervon:
Fig. ι den Verticalschnitt des Mechanismus
für die Webgeschirrbewegung, den Schnitt längs der Kettenfäden und quer durch die
Schaftstäbe geführt,
Fig. 2 eine Seitenansicht desselben hinter ,theilweisem Schnitt nach A-B in Fig. 1,
Fig. 3 den Querschnitt eines Schaftes, entsprechend Fig. i,
Fig. 4 die Ansieht von einem Th.eil des Schaftes, entsprechend Fig. 2,
Fig. 3 a eine .'Nadel (Litze) vergr.öfsert,
Fig. 5, 6 und 7 die Musterwalze (Ersatz der bisherigen sogenannten Rauere) mit Schnitt an
verschiedenen Stellen derselben, und zwar be.zw. nach C-D, E-F und G-H in Fig. 1.
Die Bewegung der Schaftstäbe erfolgt von einer Welle α aus. Auf derselben befinden
sich eine Anzahl (vorliegend zum Beispiel 5) Excenter b1 £2 b3 b* b5, deren mittlere 62 b3 bl
beiderseitig, während die äufseren b^b5 nur nach
innen mit excentrischen Nuthen m und η versehen sind. Je zwei sich gegenüberliegende
Nuthen sind zu einem Schaftstab gehörig. Von einem gemeinsamen, d. h. sich gegenüberliegenden
Punkt beider Curven führt die eine Nuthencurve nach aufsen,. die andere nach innen.
Der Schaftstab in der ersterwähnten wird daher entsprechend Fig. 1 und 2 nach unten bewegt,
der Schaftstab in der nacherwähnten Nuthencurve nach oben. Die Nuthen der Excenter
sind sämmtlich in gleicher Richtung stehend. Die Excentricität der Nuthen m und η wächst
bezw. vermindert sich vorliegend progressiv nach der einen Seite, wodurch bei der Fachöffnung
das zulaufende Profil derselben (das »reine Fach«) gebildet wird, d. h. derselbe
Winkel von den über einander liegenden Kettenfadenösen, wie Oesen 1 und 3 und 2
und 4 in Fig. 1 zeigen.
An beliebigem Support c, in welchem die
Welle α Führung hat, ist ein Rahmen d befestigt.
In diesem Rahmen d haben die vierkantigen Schaftstangen f (natürlich in zur Kette
senkrechter Richtung) Führung, uad zwar in den ' der Breite der Schaftstangen angepafsten
Löchern g der Platte h und zwischen dem Rahmenstück dl und der Musterwalze /. In
der Richtung des Zettels haben die Schäftstangen Spiel und werden entweder durch
Federn 0 nach der einen Seite (mit den Nuthr zapfen in die Nuthen w) geprefst, oder durch
Organe an der Musterwalze nach der anderen Seite (mit den Nuthzapfen in die Nuthen w);
solche Organe sind vorliegend die Ansätze r der Musterwalze /. Am oberen Ende der
Schaftstangen f, an den Querstücken f2 derselben,
sind die Schäfte angebracht, bestehend aus einer flachen Stahlblechhülse s, Fig. 3 und 4,
mit Nuth s1 und den Stahllitzen t. Jede solche
Stahllitze hat eine Oese i° und einen Kopf t1,
welch letzterer in der Hülsennuth s1 gelagert und darin festgehalten, jedoch seitlich leicht
verschiebbar ist. Damit die Litze nicht gedreht werden kann, also das Ohr immer nach seitwärts
sieht, ist der Kopf tl vierkantig. Die Einbringung der Litzen t in die Hülse s geschieht
durch Einschieben des Kopfes zwischen den Hülsenenden s2 und J3, wobei diese
federnden Wände nachgeben und, nachdem der Kopf in die Hülsennuth gelangte, wieder
zusammengehen. Die Litzen sind, durch die Hülsenwände in der Zettelrichtung gehalten.
Vorliegend sind die Schafthülsen an die Bänder/3 angelöthet angenommen und die Bänder an
den Querstücken/2 durch Schrauben befestigt. Die Musterwalze / ist im Rahmen d leicht
drehbar angebracht und mit Ansätzen r versehen. An einem Ende bei Z1 ist dieselbe
mehrkantig, und zwar vorliegend mit vier Seiten. Diese vier Seiten haben je eine Nase P,
die zusammen ein Kreuz bilden. Dieses Vierkant Z1 liegt mit einer Seite an einer auf der
Welle α befestigten Scheibe w und kann sich
daher nicht drehen. Durch die an der Scheibe n> angebrachte Nase k wird bei jeder
Umdrehung der Welle α die Musterwalze um Y4 Tour gedreht, indem die Nase in das
Kreuz Z2 an dem Würfel Z1 eingreift und die Scheibe dort einen entsprechenden Ausschnitt n>°
hat. Diese Nase k ist in Bezug auf die Excenternufhen derart gestellt, dafs, wenn die
Walze beinahe ganz gedreht ist, die correspondirenden Punkte der Excenternuthen in der
durch die Schaftstangen gebildeten Ebene liegen, wobei das Fach geschlossen ist, indem jetzt
sämmtliche Oesen der erwähnten Schaftstangen in gleicher Distanz von der Achse α sich befinden.
Die Drehung der Musterwalze bedingt die Bindung vermöge der geeignet gestellten
Zapfen r. Es geschieht dies, indem entweder der Ansatz r die· Schaftstange verläfst, diese
daher durch den Druck der Feder ο seitwärts mit den Nuthenzapfen in die Nuth η gedrückt
wird, oder indem der Zapfen r die Schaftsfange in entgegengesetzter Richtung hebt bezw.
wegschiebt, wobei dann der Nuthenzapfen in die Nuth m gelangt. Dieses Heben oder Wegschieben
der Schaftstange durch die Zapfen r wird bewirkt durch den äufseren Rand der Zapfen r, welcher bei der Drehung die nächstliegende
Schaftkante erfafst und, die Wirkung einer schiefen Ebene hervorbringend, die
Zapfen hinter die Schaftstangen bringt, also letzte wegschiebt. Bei dem Wechseln der
Nuthen befindet sich vortheilhaft der eine Zapfen schon in der neuen Nuth, bevor der
andere die alte Nuth verlassen hat, so dafs ein Durchfallen der Schaftstangen nicht stattfinden
kann.
Diejenigen Schaftstangen, deren Zapfen in die Nuthen η gelangten, werden bei der Umdrehung
der Welle α nach vorwärts gestofsen; diejenigen aber, deren Zapfen in den Nuthen in
sich befinden, müssen rückwärts gehen.
Das Drehen der Musterwalze, das Verschieben der Schaftstangen in die entsprechenden Nuthen
beim betreffenden Wechselpunkt, das folgende Vorwärtsstofsen und Rückwärtsziehen der Schaftstangen
wiederholt sich bei jeder Umdrehung der Welle a, und es bildet dies die Functionen
des Webgeschirres.
Um Schwankungen der Schäfte zu vermeiden, können auch die Querstücke /2 der
Schaftstangen langer gehalten und in an beiden Schildern des Webstuhles angebrachten Führungen
geleitet werden. Eventuell, z. B. bei ganz grofser Tuchbreite, können übrigens die
Bewegungsmechanismen und Schaftstangen doppelt, also auf beiden Seiten angebracht
werden.
Die Fig. 1, 2 und 4 zeigen die Anordnung für horizontale Kettenlage. Bei verticaler Kette
bleiben die einzelnen Theile und deren Anordnung dieselben, blos ruhen die dann horizontal
liegenden Litzen auf der den Boden bildenden Hülsenwand s2. Für geschlossene
oder Rundketten werden blos die Litzenreihen weniger breit, wogegen eine Vermehrung der
um die Welle α radial angeordneten Schaftstangen eintritt. Die Combination der Ansätze
r auf den Musterwalzen (der Ersatz, der Ratiere) gestattet auch Bindungen für Croise
und Serge, und da die jetzige Construction eine gröfsere Anzahl Schaftreihen erlaubt, so
kann auch natürlich· z. B. Satin und Taffet gewebt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Webstuhlgeschirr mit Nadelschäften, bei welchem die Fachbildung von der Drehung einer Welle (a) aus durch Vermittelung von Nuthcurvenscheiben (bl b2 . . ,) erfolgt, deren Einwirkung einen gewissen Schaft ins Oberfach oder Unterfach bringt, je nachdem ein Musterprisma (I) den Fufs des betreffenden Schaftstabes in die eine oder die andere der zu beiden Seiten desselben verfügbaren Nuthen versetzt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49948C true DE49948C (de) |
Family
ID=324837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49948D Expired - Lifetime DE49948C (de) | Webstuhlgeschirr mit Nadelschäften |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49948C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1024897B (de) * | 1953-03-09 | 1958-02-20 | Trikotfabriken J Schiesser A G | Vorrichtung zum Bilden des Faches auf Webmaschinen |
| EP0396408A1 (de) * | 1989-05-02 | 1990-11-07 | Torii Winding Machine Co., Ltd. | Fachbildungsvorrichtung für eine Rundwebmaschine |
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- DE DENDAT49948D patent/DE49948C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1024897B (de) * | 1953-03-09 | 1958-02-20 | Trikotfabriken J Schiesser A G | Vorrichtung zum Bilden des Faches auf Webmaschinen |
| EP0396408A1 (de) * | 1989-05-02 | 1990-11-07 | Torii Winding Machine Co., Ltd. | Fachbildungsvorrichtung für eine Rundwebmaschine |
| US5099891A (en) * | 1989-05-02 | 1992-03-31 | Torii Winding Machine Co., Ltd. | Shed-forming mechanism for a circular loom |
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