DE89007C - - Google Patents

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DE89007C
DE89007C DENDAT89007D DE89007DA DE89007C DE 89007 C DE89007 C DE 89007C DE NDAT89007 D DENDAT89007 D DE NDAT89007D DE 89007D A DE89007D A DE 89007DA DE 89007 C DE89007 C DE 89007C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/26Making hollow objects characterised by the use of the objects cans or tins; Closing same in a permanent manner
    • B21D51/28Folding the longitudinal seam

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT\%
Die vorliegende Maschine zum Zurichten von Blechtafeln für die Herstellung von Blechbüchsen soll insbesondere einer Maschine für Herstellung von Kannen vorarbeiten. Das Erzeugnifs der Maschine ist in Fig. 20 bis 24 dargestellt. Fig. 20 zeigt das halb fertige Blechstück, aus welchem vier Mäntel 1', ia, ib, ic gebildet werden. Fig. 21 ist ein Schnitt nach Linie \-\ der Fig. 20. Fig. 22 und 23 sind vergröfserte Kopfansichten, eines einzelnen Mantels, in der Richtung der Pfeile 1 bezw. 2 der Fig. 20 gesehen. Fig. 24 zeigt ein gekrümmtes Werkstück, das fertige Erzeugnifs, im Querschnitt. Aus diesen Darstellungen ergiebt sich, was die Maschine zu leisten hat. Sie soll ohne jedes Zuthun der Menschenhand an zwei einander gegenüberliegenden Kanten der Blechtafel bei 3 und 4 (Fig. 20) Ausschnittte hervorbringen, die Kante ρ abbiegen, an der gegenüberliegenden Kante die Wulste 5 bilden, ferner in der Richtung zwischen 3 und 4 die Blechtafel in die einzelnen Werkstücke zerschneiden, die Schnittkanten zu Borden 22a abbiegen, endlich die Werkstücke krümmen (Fig. 24). Jedes Werkstück ergiebt den Mantel einer Blechbüchse, indem ρ mit 5 verbunden wird, an dessen Borde 22a die Böden angefügt werden.
Fig. ι ist ein Aufrifs der Maschine, welcher unter Fortlassung gewisser Einzelheiten ein Gesammtbild der Maschine giebt. Fig. 2 ist ein senkrechter Lä'ngenschnitt, entsprechend der Fig. 1. Fig. 3 und 4 sind Sonderdarstellungen der Mitnehmervorrichtung, vermöge deren eine Zuführungsvorrichtung von dem hin- und hergehenden Schlitten der Maschine aus bethätigt wird. Fig. 5 ist ein Gesammtbild im Grundrifs, worin aber verschiedene durch besondere Figuren dargestellte Theilgruppen fehlen. Fig. 6 ist ein Aufrifs wie Fig. i, aber mit theilweisem Schnitt, unter Fortlassung der Zuführungsvorrichtung in einer anderen Phase des Arbeitsganges aufgenommen. Fig. 7 ist eine Kopfansicht, vom linken Ende der Maschine her gesehen. Fig. 8 ist eine Kopfansicht, vom rechten Ende der Maschine her gesehen, unter Fortlassung der Zuführungsvorrichtung und mit theilweisem Schnitt. Fig. 9 und 10 veranschaulichen durch Längsschnitt und Ansicht von oben den kippbaren Rahmen auf dem Schlitten der Maschine. Fig. 11 ist ein im vergröfserten Mafsstabe gezeichneter Querschnitt nach Linie χ - χ der Fig. 6. Fig. 12 ist ein Schnitt nach Linie x1 - x1 der Fig. 11. Fig. 13 zeigt das Zusammenwirken von Oberstempel und Unterstempel zur Hervorbringung der Ausschnitte 4. Fig. 14 ist ein Schnitt, welcher in gröfserem Mafsstabe die am linken Ende der Maschine angebrachte Walzengruppe mit den Kreismessern zum Längsschneiden, den Bördelwalzen zum Abbiegen der Borde 22a und der Biegevorrichtung zur Krümmung der Werkstücke veranschaulicht. Fig. 15 bis 17 sind Sonderansichten zu dieser Walzengruppe. Fig. 18 zeigt in gröfserem Mafsstabe diejenigen Theile des Schlittens und des kippbaren Rahmens, welche das in Fig. 13 gezeichnete Stempelpaar tragen, mit den Stempeln selbst. Fig. 19 zeigt in der Draufsicht einen Theil des Schlittens mit dem Unterstempel. Fig. 20 bis 24 wurden bereits erklärt. Fig. 2 5 entspricht der Fig. 9,
zeigt aber den kippbaren Rahmen in anderer Stellung. Fig. 26 ist eine Ansicht mit theilweisem Schnitt vom linken Ende der Maschine, welche sich im Verhältnifs zu Fig. 1 und 2 als Rückansicht darstellt und die Vorrichtung zum Entfernen der Erzeugnisse aus der Maschine enthält, welche den Fig. 1 und 2 fehlt. Fig. 27 und 28 sind Sonderansichten zu der eben genannten Vorrichtung. Fig. 29 ist eine Kopfansicht der Maschine mit eben dieser Vorrichtung und Fig. 30 eine Draufsicht der letzteren.
A bezeichnet das Untergestell der Maschine, welches die Wangen A1 als Obergestell trägt. In den wagerechten Schlitzen a in A1 (Fig. 8) gleitet der hin- und hergehende Schlitten B. Seine Hin- und Herbewegung wird durch ein Rechen - Wendegetriebe bewirkt, welches aus dem Zahnrad B3 auf der Welle C (Fig. 2 und 6) und dem das Zahnrad umfassenden, bei b mit dem Schlitten gelenkig verbundenen und von der Rolle d federnd unterstützten Rechen B1 besteht; Welle C wird von der Antriebswelle D2 · aus durch eine Räderübersetzung beständig umgetrieben.
An der rechten Kopfseite springen aus A1 die wagerechten Stäbe E hervor, welche, durch den Querbalken /2 verbunden (Fig. 5), als Gleitbahn für den Schlitten der Zuführungsvorrichtung dienen. Der Schlitten besteht aus den Gleitstücken E1 und dem Querstück E'2 (Fig. i, 2 und 5). E'2 trägt eine Reihe fester und darüber eine Reihe federnder Finger E3 bezw. E* (Fig. 2 und 5), welche die Kante einer eingelegten Blechtafel umfassen, um sie beim Linksgange des Zuführungsschlittens vor sich her und in den Schlitten B hinein zu schieben. Die Bewegung des Zuführungsschlittens ist keine selbstständige; er wird vielmehr vom Schlitten B aus mitgenommen und in einer gewissen Betriebsphase demselben entgegengeschoben. Die hierzu dienenden Mittel sind ein unter Federdruck beweglicher, einseitig abgeschrägter Stift H an der Unterseite von B (Fig. 2 und 4) und ein Hebelwerk, welches sich aus dem um G1 schwingenden zweiarmigen Hebel G (Fig. 2 und 3), der an diesem gelenkig angreifenden Stange G2 (Fig. 1,2 und 5) und dem um den Festpunkt F^ schwingenden, an E- angreifenden einarmigen Hebel F1 zusammensetzt. Beginnt Schlitten B seinen Rechtsgang, so trifft H auf G und verleiht dem Hebelwerk eine Bewegung, durch welche der Zuführungsschlitten mit der Blechtafel nach links geschoben wird; im weiteren Verlaufe des Vorganges von B gleitet G von H ab, und die Feder J1 (Fig. 2 und 5) zieht den Schlitten E1 - E'2 zurück. Beim Linksgange von B weicht H dem Hebel G federnd aus, wenn der Stift in der Pfeilrichtung (Fig. 4) auf die entsprechend abgeschrägte Fläche des Hebels trifft. In der wagerechten Ebene der Finger E3E'1 liegen winkelförmige Führungsschienen A*, auf welchen die eingelegte Blechtafel beim Vorschub durch den Zuführungsschlitten gleitet. Die Schienen werden vpn einer Querschiene A 5 getragen, welche am rechten Kopfende des Schlittens B befestigt ist (Fig. ι, 2 und 5; Befestigung von A 5, Fig. 8).
Der Schlitten B trägt einen kippbaren Rahmen R1, der letztere einen gegen ihn verschiebbaren Rahmen R mit Prefsbalken P3 zum Einspannen der Blechtafel. Zum Theil am Schlitten, zum anderen Theil am Kipprahmen sind die Werkzeugpaare angebracht, durch deren Zusammenwirken bei der Bewegung des Schlittens mit den Rahmen die Ausschnitte 3 und 4 an der vorderen und hinteren Kante der Blechtafel hervorgebracht, die Kante bei ρ abgebogen, die Wulste 5 (Fig. 20) gebildet werden. Dabei ist als für das Verständnifs des Arbeitsganges wesentlich zu beachten, dafs sich die Blechtafel mit dem Rahmen R1 überschlägt, so dafs die ursprünglich hintere Kante mit den Ausschnitten 4 und den Borden ρ nach der Schwingung des Rahmens die vordere Kante geworden ist und die ursprünglich nach unten gerichtete Seite der Blechtafel alsdann oben liegt.
Zunächst wird die hintere Kante, also diejenige, an welcher die Ausschnitte 4 und die Borde ρ entstehen sollen, bearbeitet. Ein Messerpaar KJ schneidet die Stellen 4 aus; dann geht das Obermesser K noch weiter abwärts, um die eingeschnittene Kante zur Bildung der Borde ρ abzubiegen. Das wirksame Profil der Messer ist aus Fig. 13 ersichtlich. Die Auschnitte 4 entstehen durch das Zusammenwirken der Leisten K'2 an K mit den Rinnen J3 an J. Das Obermesser K ist am Messerbalken K1 starr angebracht (Fig. 8 und 18). Der letztere erfährt in den Gleitbahnen L1 auf B senkrechte Führung und trägt seitlich vorspringende Arme K3 mit Rollen J4, welche auf bezw. in den Gleitbahnen L'2 der festen Gestelltheile L3 (Fig. 5 und 6) laufen. Von ihrem linken Ende an (im Sinne der eben genannten Figuren) bis 1 (Fig. 6) sind die Gleitbahnen wagerecht und eben; erst nach dem Durchlaufen dieser Strecke erfolgt durch die gekrümmten Theile der Bahnen die Senkung des Messers K beim Rechtsgange des Schlittens B. Gegen den Messerbalken verschiebbar ist der Prefsbalken N1 (Fig. 2 und 18), welcher sich unter dem Druck starker Federn N auf die gewölbte Unterlage iV2 für die Blechtafel auflegt, wenn sich der Messerbalken senkt. Dadurch wird die hintere Kante der Blechtafel bei der Bearbeitung fest eingespannt, das Untermesser J ist am Querbalken η des Schlittens B mittelst der Schwalbenschwanzleisten j (Fig. 19) senkrecht verschiebbar und
wird von starken Federn j1 (Fig. 2 und 18) unterstützt. Die Federn leisten beim Schnitt gehörigen Widerstand, geben aber nach, wenn sich der Messerbalken K1 auf die hakenförmigen Nasen k am Untermesser legt und (in der letzten Phase des Rechtsganges vom Schlitten J3) der Vorsprung A:1 des Obermessers, noch weiter abwärts gehend, die ausgeschnittene Kante der Blechtafel nach unten abbiegt. So entstehen die Ausschnitte 4 und die Borde p.
Bevor zur Beschreibung der weiteren Werkzeugpaare vorgeschritten wird, sollen jetzt die Mittel zum Einspannen der Blechtafel erläutert werden. Mit dem Querbalken n.des Schlittens, dessen Rücken die gewölbte Unterlage 2V2 bildet, sind die Platten P (Fig. 2, 5, 8 und 10) verschraubt, welche die Blechtafel beim Vorschub unterstützen und unter die Führungsplatte P1 am Klemmbalken P2 bringen. Letzterer erstreckt sich quer durch den Schlitten (Fig. 5) und endet in die Gleitklötze P3, welche in den Gradführungen ρ lp'2 des zweiten im Rahmen R1 verschiebbaren Rahmens R senkrecht geführt werden (Fig. 9 bis 12). Rahmen R erfährt seinerseits wagerechte Führung in den Gleitbahnen r der Wangen des Kipprahmens R1 (Fig. 10 und 11). Die senkrechte Verschiebung des Klemmbalkens bewirkt eine WTelle S, welche mit Rücksicht auf die wagerechte Bewegung des Rahmens jR Spielraum in den Schlitzen s der Rahmenwangen findet (Fig. 9), senkrechte Schlitze s1 in den Gleitklötzen P3 durchsetzt (Fig. 12) und in den Wangen des Kipprahmens lagert. Kurbelarme r2 und Lenker r1 (Fig. 11 und 12) verbinden S mit P3. Weitere Kurbelarme S1 mit Rollen S'2 (Fig. 5, 10 und 11) sitzen auf den Enden der Welle 5. Beim Rechtsgange des Schlittens werden die Rollen durch die schrägen Unterflächen der Nocken T (Fig. 1 und 8) an der Innenfläche der Gestelltheile L3 herabgedrückt. Dies veranlaßt eine Schwingung der Welle S, welche durch r2 r1 die Gleitklötze P3 herabzieht . und dadurch den Klemmbalken P2 auf die Oberfläche des Rahmens R prefst (Fig. 25). Hierbei findet eine Ueberschreitung der Todtpunktstellung des Schubkurbelgetriebes statt, durch welche der Klemmbalken in der gegenwärtigen Lage zum Rahmen R gesichert wird. Wie der Klemmbalken durch das Zusammenwirken eines zweitens Nockens mit S1 S^ wieder abgehoben wird, bleibt späterer Erläuterung vorbehalten.
Vermöge der Schlitze s auf S verschiebbar, wird der Rahmen R in seiner Lage zum Kipprahmen mangels anderweitiger Beeinflussung durch Federn T'2 erhalten (Fig. 9, 10 und 25), welche an der Rippe 7"1 des Kipprahmens angreifen. Es folgt also —. abgesehen von seiner Eigenbewegung gegen denselben — der Klemmbalken der durch die Federn beeinflufsten Hin- und Herbewegung des Rahmens R gegen den Kipprahmen, und Rahmen R folgt wieder — abgesehen von eben dieser Eigenbewegung — der schwingenden Bewegung des Kipprahmens.
Zur Erläuterung der Werkzeuge zur Bearbeitung der vorderen Blechkante übergehend, befindet sich auf der dem Rahmen R abgekehrten Seite der Rippe T1 der Oberstempel T3 (Fig. 25), welcher im Zusammenwirken mit dem Unterstempel U am linken Querstück C/2 des Schlittens B beim Hinüberschwingen des Kipprahmens (Fig. 9) die Wulste 5 erzeugt. Die wirksamen Theile des Stempelpaares sind eine Leiste T4 an T3 und eine Nuth U1 in U, beide nach Fig. 5 an den Stellen unterbrochen, welche den Ausschnitten 3 entsprechen.
Unmittelbar neben Ts . sitzt an T1 das als Obermesser zu bezeichnende Messer V, welches ebenso wie / (Fig. 13) profilirt ist. Mit ihm wirkt als Untermesser die Schiene V1 zusammen, welche in einem Ausschnitt der Walze Wa (Fig. 9, 10 und 25) nach Fig. 5 und 10 etwas schräg zu deren Achse liegt. Vorsprünge v, welche sich in rundlaufenden Rippen v1 der Walze Wii fortsetzen, bringen im Verein mit den Einbuchtungen von V die Ausschnitte 3 hervor, wenn der Kipprahmen um die Walze nach links hinübergeschwenkt wird, also aus der Stellung nach Fig. 25 in diejenige nach Fig. 9 übergeht. Hierbei beschreibt die vordere, auf V ruhende Kante der zwischen R und P2 eingeklemmten Blechtafel die Umfläche eines Cylinders, und wenn V die Kante von F1 trifft, erfolgt der Schnitt. Bei der weiteren Drehung des Kipprahmens erfahren die zwischen 3 stehen gebliebenen Vorsprünge zwischen den Rippen von Wa Führung, welche die Blechtafel gegen seitliche Verschiebung sichert und die Vorsprünge genau über V1 bringt.
Die Walze Wa liegt mit vierkantigen Ansätzen in entsprechenden Ausschnitten der Schlittenwangen fest. Auf die Vierkante aber folgen runde Zapfen, auf welchen sich mit den Naben X der Kipprahmen dreht. Aufsen an X sitzt je ein zur Hälfte verzahntes Rad W1 ; diese Räder wälzen sich beim Hin- und Hergang des Schlittens in den Zahnstangen W'2 (Fig. 5, 9, 10 und 25) ab. Ein stofsfreier Eingriff der verzahnten Organe wird durch das Zusammenwirken der Nocken Y mit den von Ständern Y'2 getragenen Rollen Y1 gesichert.
Links an B erheben sich die Hörner X1. Ihr Zweck ist, beim Hinüberkippen des Schlittens nach links in Löcher f am Rahmen R einzudringen und ihn entgegen dem Zuge der Federn T'2 gegen Rahmen R1 etwas nach links zu verschieben (Fig. 9 und 10), um die durch vl V beschnittene Kante der Blechtafel aus dem Bereich der rundlaufenden Rippen
an Wa herauszuziehen und die zwischen den Ausschnitten 3 stehen gebliebenen Stücke zwischen U und ΤΆ zu bringen, so dafs das Stempelpaar aus diesen Stücken die Wulste 5 bilden kann. Um nun den schwingenden Rahmen mit T3 T4 fest auf U U1 niederzudrücken, ist die Welle f2 mit den Rollen f1 vorgesehen, welche an R1 T1 lagert. Beim Herumkippen des Schlittens gerathen nämlich diese Rollen in die Curvenbahnen g der am Obergestell A1 angebrachten Nockenkörper g1 g2 (Fig. i, 2 und 5), wo sie durch die abwärts gekrümmten Bahnen niedergedrückt werden.
Der Arbeitsgang der Maschine, soweit sie ihrer Bauart nach bis hierher beschrieben worden ist, ist im Zusammenhang der folgende:
Eine Blechtafel von gehöriger Gröfse wird auf den in seiner äufseren (rechten) Endstellung (Fig. 2) befindlichen Zuführungsschlitten E1 E2 derart gelegt, dafs die Finger E3 E* die rechte (hintere) Kante der Tafel umfassen. Der Schlitten B tritt seinen Rechtsgang an und bewegt durch den Mitnehmer H das beschriebene Hebelwerk, welches dem Hauptschlitten den Zuführungsschlitten entgegenschiebt. Dabei wird die Blechtafel über die Führungsschienen AA vor- und in den Schlitten B hineingeschoben, bis die linke (vordere) Blechkante über V liegt. Die Rollen S- der Welle S drücken im Verein mit den Curvenbahnen T den Klemmbalken P2 auf die auf dem Rahmen R liegende Blechtafel nieder; das Schubkurbelgetriebe r2 r1 P3 stellt sich durch Ueberschreitung des Todtpunktes fest. Inzwischen ist auch Mitnehmer H über Hebel G hinausgegangen. Die Feder P zieht den Zuführungsschlitten in seine ursprüngliche Lage zurück. Sowie sich nun der Schlitten -ß seiner Rechtsstellung nähert, gehen die Rollen J* am Messerbalken K1 über den Punkt 1 der Gleitbahnen L2 hinaus, der Messerbalken senkt sich. K1 K2 schneidet im Verein mit JJS die Stelle 4 an der hinteren Kante der Blechtafel heraus, während der Prefsbalken N1 auf iV2 drückt. Der Messerbalken geht immer noch weiter abwärts und drückt auf die hakenförmigen Nasen k am Untermesser (Fig. 18 und 19), dasselbe entgegen dem Zuge der Federn J1 herabschiebend. Nun wirkt der Vorsprung k1 am Obermesser mit η Ν2 zusammen. Zunächst zieht die aus Fig. 18 ersichtliche Schrä'gfläche den über iV2 hinausragenden Blechstreifen über die Kante von N2 herab, dann wird der Blechstreifen zwischen der Kopffläche von η und dem Obermesser eingeklemmt und auf diese Weise die Borde ρ gebildet. Jetzt hat Schlitten B seinen Rechtsgang vollendet.
Beim Linksgange des Schlittens hebt sich zunächst der Messerbalken K1 mit dem Prefsbalken N1, und das Untermesser streift die Borde ρ von der Kante der Unterlage η ab; infolge der Krümmung, welche der Blechtafel durch iV1 und iV2 gegeben wurde, federt ihre hintere Kante etwas nach oben. Während nun die Blechtafel zwischen Rahmen R und Klemmbalken P2 fest eingespannt ist, geht Schlitten B weiter nach links. Die Nocken Y greifen unter die Rollen Y1 und leiten die Schwenkung des Rahmens R1 ein, die alsdann durch die Zahnräder W1 und die Zahnstangen W2 vollzogen wird. Die über dem Messer V liegende innere (vordere) Blechkante wird bei der Schwingung des Rahmens an F1 vorübergeführt, die Ausschnitte in V bringen im Verein mit den Vorsprüngen ν die Ausschnitte 3 hervor. Bei der weiteren Schwingung des Rahmens wird die Blechtafel durch die sich an ν anschliefsenden Rippen in der weiter oben beschriebenen Weise geführt. Jetzt greifen, während der Rahmen völlig hinübergekippt wird, die Hörner X1 in die Löcher f am verschiebbaren Rahmen R ein, denselben mit der eingespannten Blechtafel nach links ziehend. Dies bringt die Kante der Blechtafel zwischen die Stempel 7"3 T1 und UU1. In der nun folgenden Phase des Schlitten - Linksganges laufen die Rollen f1 in der Curvenbahn g abwärts, wodurch der Oberstempel auf den Unterstempel niedergedrückt wird und die Falze 5 gebildet werden. Der Schlitten geht immer noch weiter nach links, und das Auflaufen der eben herabgedrückten Rollen f1 auf die ansteigende Curvenbahn g3 der Nockenkörper g1g2 (Fig. 1) bewirkt ein Wiederanheben des Rahmens R\ welches den Oberstempel T3 Γ4 lüftet. Endlich geräth die eine Rolle S2 der Welle S (in Fig. 5 die obere) auf die Curvenbahn g3 am Nockenkörper g2 (Fig. 1 und 5), was ein Zurückschwingen des Schubkurbelgetriebes r2 r1 P3 und das Lösen des Klemmbalkens P2 zur Folge hat. Inzwischen aber ist die Blechtafel in das erste. Walzenpaar des. noch·, zu beschreibenden Theiles der Maschine hineingeschoben worden, welches die vom Klemmbalken frei gelassene erfafst. Der Schlitten hat seinen Linksgang vollendet und tritt den Rückweg nach rechts an, wobei die ursprüngliche Stellung der Rahmen R und jR1 zur Aufnahme eines neuen Werkstückes wieder hergestellt wird.
Das nun folgende Walzensystem der Maschine stellt sich als Zusammenstellung einer Blechscheere mit Kreismessern, einer Bördelmaschine und einer Biegemaschine dar. Die einzelnen Gefäfsmäntel 1', ia. . . sind von ein-, ander zu trennen, die Schnittkanten umzubördeln, die Mäntel zu biegen. In dem Walzenstuhl 7 auf dem Obergestell Λ.1 lagert zunächst das Walzenpaar 8, 9. Es nimmt
vom Schlitten B das in der Pfeilrichtung (Fig. 14) zugeführte Werkstück 29 (punktirte Linie in Fig. 14) auf und zieht dasselbe vom Schlitten ab. Auf diese Messerwalzen folgen zwei Bördelwalzen 10, 11 und auf diese endlich die Biegewalzen 25, 26.
Die Walzen 8 und 9 sind in bekannter Weise mit scharfkantigen Ringen 12,13 ver~ sehen, welche als Scheeren paarweise zusammenwirken; sie zerlegen die vorgerichtete Blechtafel den punktirten Linien der Fig. 20 nach. Einkerbungen 14 der oberen Walze 8 (Fig. 15) nehmen die Borde p, auf einander passende Einkerbungen beider Walzen 15 und 16 (Fig. 14) die Wulste 5 auf. Hierdurch werden Formänderungen der Borde und Wulste verhütet. War die Blechtafel, breiter als die Gesammtbreite der heraus zu schneidenden Mantel, so schneiden Kreismesserpaare an den Walzenenden je einen schmalen Streifen als Abfall weg. Abstreicher 17, welche den Wangen von 7 angefügt sind (Fig. 14 und 17), bewirken, dafs die Abfallstreifen von den Walzen entfernt werden. Die winkelförmig gebogenen Blechstücke umfassen die endständigen Kreismesser 18 der Walze 8 und lenken die Abfallstreifen nach unten ab. Das feste Querstück 19 (Fig. 14 und 17) führt die von einander getrennten Mäntel den Bördelwalzen 10, 11 zu. Bei diesen nehmen wieder Einkerbungen 20 (Fig. 14) die Borde p, Einkerbungen 24, 23 die Wulste 5 auf. Wulste 21 der Walze .11 bringen im Verein mit Kehlen 22 der Walze 10 in bekannter Weise die Borde 22a (Fig. 20, 22 und 23) hervor, vermöge welcher später die Böden mit den Mänteln zusammengefügt werden.
Die soweit fertigen Mantel überlaufen die Walze 25, durch welche sie eine Krümmung erfahren, die durch Walze 26 (Fig. 14 und 16) vollendet wird. Dadurch erhalten die Arbeitsstücke die aus Fig. 24 ersichtliche Form. Die Walzen 25 und 26 liegen in den Froschlagern 27 und 28 auf der linken Kopfseite des Walzenstuhles. Von den Lagern 30 und 31 der Messerwalzen sind diejenigen der oberen Walze 8 in Schlitzen der Wangen 7 verschiebbar, um durch Schrauben 32, deren Druck auf 30 durch je eine Feder übertragen wird, verstellt zu werden (Fig. 14). Das Gleiche gilt von den Lagern 33 der oberen Bördelwalze 11 und den zugehörigen Schrauben 35. Die Messerwalzen werden .durch Zahnräder 38, 39, die Bördelwalzen durch • Zahnräder 36, 37 betrieben. Die Räderpaare stehen unter einander durch das Rad 41 und mit dem Rade D3 auf der Welle C durch das Rad 40 in Verbindung (Fig. 1).
Es sind nun noch Vorkehrungen zu beschreiben, durch welche die Arbeitsstücke aus der Maschine herausgenommen werden.
In den Augen 43, 44 am linken Ende des Obergestelles A1 (Fig. 26 und 29) sind die Stäbe 45, 46 senkrecht verschiebbar. Durch den Querstab 47 (Fig. 29) mit einander verbunden, gehen von den senkrechten Stäben die Stäbe 48, 49 aus, welche sich wagerecht über den Walzenstuhl hin erstrecken (Fig. 26), so dafs 47 etwa über der Mitte zwischen den Walzen 8 und 11 liegt. Infolge der den Mänteln durch die Biegewalzen gegebenen Krümmung laufen dieselben beim Verlassen der Walzen auf den Querstab 47 auf, auf welchem sie hängen bleiben, wie dies Fig. 26 erkennen läfst. An das untere Ende der senkrechten Stäbe greifen Hebel 50 und 51 an. An Hebel 50 ist die Zugstange 54 angelenkt, welche die Rolle 55 trägt. Mit ihr wirkt der Nocken 56 auf der Welle C zusammen. Gelangt bei der Umdrehung von C der Nocken nach oben, so schwingen die Hebel um ihre Drehzapfen 52, wodurch die Stangen 45, 46 mit dem Querstab und den Werkstücken angehoben werden. Diese Bewegung bringt die Werkstücke in das Maul der in Fig. 26 ersichtlichen Zange. Der Zugstange 54 wird übrigens durch einen Schlitz 57 (Fig. 26) und einen Stift 56' an A1 Führung und zugleich damit dem schwingenden System Hubbegrenzung verliehen.
Nach hinten im Sinne der Fig. 1 springt vom Gestell A das Gestell 58, 59 vor, vorn erhebt sich der Gestellbalken 60. Beide verbinden die Querbalken 61 und 62, welche einen mäfsig grofsen Zwischenraum einschliefsen, in dem der Mechanismus der Zange untergebracht ist. Der Fufs 63 der Querbalken bildet im Verein mit Deckleisten 64 eine quer über die Maschine reichende Gradführung. In dieser Gradführung gleitet die Zange oder streng genommen eine Reihe von Zangen, um in der einen Stellung die Arbeitsstücke vom Querstab 47 aufzunehmen, sie über die Rinne 86 (Fig. 20, in Fig. 26 punktirt) zu führen und durch Oeffhen der Zangenmäuler in die Rinne hineinfallen zu lassen. Jedes Zangenmaül besteht aus zwei gekrümmten Blechbacken 65,66, von denen letztere mit der Scharnierhälfte 67, erstere mit der Scharnierhälfte 68 zusammenhängt (Fig. 27 und 28). Verlängerungen 73 und 74 der in einander greifenden Scharnierhälften fassen zwischen sich je eine Feder 75, welche das Zangenmaül zu schliefsen strebt. Als geschlossene Stellung ist diejenige nach Fig. 26 und 27 anzusehen. Die Aufnahme der Werkstücke erfolgt dadurch, dafs sie beim Emporgehen des Querstabes 47 in die geschlossenen Zangenmäuler hineingezwängt werden, was bei der Nachgiebigkeit der gekrümmten Blechmäntel und gemäfs den Federn 75 keiner Schwierigkeit begegnet. Sämmtliche Mäuler — je eines für jedes Werk-
stück — sitzen hinter einander auf dem Stabe 58', welcher die allen gemeinsame Achse bildet, zwischen dem gegabelten Kopf 70 und der Mutter 69 (Fig. 29 und 30) fest gehalten. Gleitstücke 71 an den Theilen 70 und 69 gleiten in der vorhin beschriebenen Gradführung an dem Querbalken 61, 62. Der Stangenkopf 70 ist durch den Lenker j·] mit dem einarmigen Hebel 76 (Fig. 26 und 29), dieser durch den Lenker 79 mit dem zweiarmigen Hebel 78 verbunden. Auf dem Bolzen 80 an 78 sitzt eine Rolle 81, welche in die Curvennuth 82 der auf Welle C aufgewickelten Scheibe 83 eingreift. Bei der Drehung der Welle C wird deshalb die Zange in den Führungen an 61, 62 hin- und hergehen, infolge der Gestalt der Curvennuth aber in den Endstellungen einige Zeit verweilen. In der Gradführung liegen oberhalb der Rinne 86 zwei wagerechte Platten 84 und 85, welche an den einander zugekehrten Kanten schräg begrenzt sind. So entsteht eine sich verengende und dann wieder erweiternde Spalte (Fig. 30), durch welche die Theile 73 und 74 der Scharnierlappen hindurchlaufen müssen. Entgegen dem Drucke der Federn 75 werden dabei — gerade oberhalb der Rinne —■ die gedachten Theile zusammengedrückt, so dafs sich die Zangenmäuler weit öffnen und die Werkstücke herausgleiten lassen. Sie fallen in die Rinne 86, welche sie in die Nähe der eingangs erwähnten Maschine zur Herstellung von Kannen bringt. Die Werkstücke können entweder der Maschine dieser oder ähnlicher Art unmittelbar übergeben oder mit anderen Hülfsmitteln zusammengefügt und mit Böden versehen werden.
Nachträglich wird bemerkt, dafs zugleich mit dem Hervorbringen der Einschnitte bei 4 und 3 durch die Werkzeugpaare KJ und V V1 ein Abschneiden (Abrichten) der betreffenden Blechkanten verbunden sein kann, wenn die Blechtafel ursprünglich länger als nöthig war.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zum Zurichten von Blechtafeln für die Herstellung von Blechbüchsen, gekennzeichnet durch einen hin- und hergehenden Schlitten (BJ, welcher einen kippbaren Rahmen (R1J, einen an letzterem verschiebbaren Rahmen (RJ mit Klemmbalken (P2J zum Einspannen der Blechtafel, sowie Werkzeuge zum Ausschneiden der hinteren und vorderen Blechkante, zum Abbiegen der ersteren und zum Einpressen von Wulsten in die letztere trägt, welche Werkzeuge bei der Bewegung des Schlittens bezw. beim Ueberkippen des Rahmens (R1J derart bewegt werden, dafs zunächst durch ein herabgehendes Obermesser (K) im Zusammenwirken mit einem Untermesser (JJ die hintere Kante der Blechtafel ausgeschnitten, dann die Kante nach Zusammentreten eines Prefsbalkens (N1J mit seiner Unterlage (nN'2J durch einen Vorsprung des weiter herabgehenden Obermessers abgebogen wird, worauf die vordere Blechkante beim Ueberkippen des Rahmens (R1J durch ein Messer (VJ desselben im Zusammenwirken mit einem Messer (V1J an einer als Drehachse des Kipprahmens fest liegenden Walze (Wa) ausgeschnitten, durch Verschiebung des Rahmens (R) über einen Unterstempel (U) gebracht und durch diesen im Zusammenwirken mit einem Oberstempel (T3) des Kipprahmens mit Wulst versehen wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Schlitten (E1 E2), welcher durch den vorgehenden, den kippbaren Rahmen (R1) tragenden Schlitten (B) gleichzeitig in entgegengesetztem Sinne bewegtwird, um die auf Führungsschienen (A*) ruhende Blechtafel mit Fingern (E3 E*) in den herannahenden Schlitten (B) zu schieben.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die in der zu 1. gekennzeichneten Weise bearbeitete Blechtafel von dem den Kipprahmen (R1J tragenden Schlitten (BJ in ein Walzehpaar (8, 9) abgegeben wird, welches mit Kreismessern (12, 13 bezw. 18) die Blechtafel in die einzelnen Mäntel für die herzustellenden Blechbüchsen zerschneidet und diese Theile zwischen Bördelwalzen (10, 11) laufen läfst, welche die Schnittkanten bördeln und die Mäntel Walzen (25, 26) zuführen, durch welche sie gebogen werden.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die gebogenen Werkstücke (Mäntel) durch die Biegewalzen auf einen Querstab (47) eines Gestänges (48, 50, 54) geleitet werden, das bei seiner Aufwärtsbewegung die Werkstücke in die Mäuler (65, 66) einer verschiebbaren Zange zwängt, welche die Werkstücke über eine geneigte Rinne (86) führt und sie nach Oeffhen der Zangenmäuler mittelst auf die Verlängerungen (73, 74) der Backenscharniere wirkender Schrägflächen (84, 85) in die Rinne fallen läfst.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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