DE36495C - Verfahren und Maschine zum Ausstanzen von Blechsieben - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Ausstanzen von BlechsiebenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D31/00—Other methods for working sheet metal, metal tubes, metal profiles
- B21D31/04—Expanding other than provided for in groups B21D1/00 - B21D28/00, e.g. for making expanded metal
- B21D31/043—Making use of slitting discs or punch cutters
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Maschine bringt Reihen von Schlitzen in Metallblechen hervor und biegt gleichzeitig die
zwischen diesen Schlitzen stehen gebliebenen Metallstreifen aus der Fläche des Bleches heraus.
Auf diese Weise bildet sie Oeffnungen, ohne dafs irgend welche Metallverluste durch Abfälle
entstehen.
Die Bildung und Oeffnung der Schlitze geschieht vermittelst zweier über einander angeordneten
Reihen von Schneidplatten, von welchen die untere sich in horizontaler, die obere
in verticaler Richtung bewegt; zwischen beiden erfolgt die Verschiebung der zu bearbeitenden
Metallplatte, in welche durch das Zusammenwirken der beiden Reihen von Schneidplatten
Schlitze . gestofsen und die Ränder derselben aus einander gebogen werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt:
Fig. ι die Vorderansicht der Maschine und Fig. 2 die Ansicht derselben von oben dar. Fig. 3 zeigt die Maschine von derjenigen Seite aus gesehen, welche der Seite des Antriebes gegenüberliegt.
Fig. ι die Vorderansicht der Maschine und Fig. 2 die Ansicht derselben von oben dar. Fig. 3 zeigt die Maschine von derjenigen Seite aus gesehen, welche der Seite des Antriebes gegenüberliegt.
Fig. 4 ist ein Verticalschnitt durch die Maschine nach der Linie 4-4 in Fig. 1.
Fig. 5 und 6 zeigen die Schneidplatten in zwei Stellungen, vor und nach der Oeffnung
des Schlitzes.
Fig. 7 zeigt die unteren Schneidplatten mit dem dieselben tragenden Schlitten und dessen
Führung.
Fig. 8 zeigt das eine Ende des Schlittens mit den zur Zurückbewegung desselben dienenden
Theilen, von hinten gesehen, und
Fig. 9 dieselben Theile, von der Seite gesehen.
Fig. 10 stellt die nämlichen Theile in perspectivischer
Ansicht dar.
Fig. 11 zeigt den Schaltmechanismus für die Verschiebung des Metallbleches mit dem zur
Befestigung des Bleches dienenden · Quersteg im Verticalschnitt und
Fig. 12 ein Stück auf der Maschine theilweise
geschlitzten und zum Sieb verarbeiteten Bleches.
A und B sind die beiden Ständer des Gestelles, welche durch die Querplatte C mit ein-.der
verbunden sind. Der obere Theil dieser Platte ist in der Mitte durch die an den Ständern
befestigten Streben du versteift. Im oberen Theil der Ständer A und B ist die Hauptwelle
-D der Maschine gelagert. Auf dieser sitzen neben den Lagern der Welle die beiden
Excenter E E und mehr nach der Mitte der Welle zu das Excenter F. G ist die, ebenfalls
in beiden Ständern A und B gelagerte Antriebwelle mit der Riemscheibe H und dem
in die Zähne des auf der Hauptwelle D sitzenden Stirnrades J eingreifenden Trieb /. K ist
der die Reihe der Schneidplatten tragende Rahmen, welcher vermittelst der Excenter E E
und Schubstangen L L in einer verticalen Ebene
auf- und abwärts bewegt wird. M ist eine die beiden Ständer der Maschine mit einander verbindende
Verstrebung. JV ist der zur Befestigung der unteren Schneidplatten dienende Schlitten, an welchem die schrägen Klötzej-j^,
Fig. 7, angebracht sind. Dieselben sind in schrägen Gleitbahnen^1^1 geführt, wovon die
eine auf der vorderen Fläche der Querplatte C, die andere auf der hinteren Fläche der Deckplatte
Z befestigt ist. Letztere erstreckt sich längs der ganzen Querplatte C hin, auf welcher
sie befestigt ist. Die schräge Stellung der Klötze yy und Gleitbahnen yly1 hat den
Zweck, die unteren Schneidplatten parallel mit den an dem Rahmen K befestigten oberen
Schneidplatten zu führen.
Das Excenter O, welches auf dem dem Antriebsende entgegengesetzten Ende der Hauptwelle
D montirt ist, hat den Zweck, den Schlitten JV in horizontaler Richtung zu verschieben.
Zu diesem Zwecke ist das Excenter durch die Stange P mit dem Kolben Q. verbunden,
welcher, wie in Fig. ι und 3 dargestellt ist, in den Lagerböcken RR an der
äufseren Seite des Ständers geführt und mit der Büchse S zur Aufnahme des Domes T (Fig. 10)
versehen ist. Letzterer steht in Berührung mit dem Klotz U,- welcher am Ende des Schlittens
JV befestigt ist. Dieser Klotz ist auf einer Seite mit einer schrägen Gleitbahn v, Fig. 8,
versehen, welche oben in eine Auskerbung W endigt. Vermittelst einer an dem Kolben Q.
befestigten Feder χ wird der Dorn T an die schräge Gleitbahn ν angeprefst.
Die unteren Schneidplatten d sind vermittelst Schrauben b, Fig. 5 und 6, welche durch
Schlitze c hindurchgehen, an dem Schlitten JV befestigt, so dafs sich die abgenutzten Platten
wieder richtig einstellen lassen. Die Gestalt dieser Platten ist in Fig. 5 bei d dargestellt.
Der vordere Rand der Platte ist bei α schräg gemacht und eine Platte überdeckt die nächstfolgende
wie bei d d, Fig. 1 und 5.
Auf die nämliche Weise wie an dem unteren Schlitten JV sind auch am oberen Rahmen K,
Fig. i, über einander greifende Schneidplattengg
befestigt. Die hintere Ecke einer jeden dieser Schneidplatten g ist bei./ abgeschrägt (s. Fig. 1
und 5).
An der hinteren Seite der Ständer A und B ist ein Rahmen h h h festgeschraubt (s. Fig. 2, 3
und 4), durch dessen Querverbindung die hinteren Enden der Zahnstangen i i getragen
werden, während die vorderen Enden derselben an einer Querschiene befestigt . sind. Diese
Querschiene erstreckt sich vom Ständer A nach dem Ständer B über die Tischplatte C1 der
Maschine hinter dem Rahmen der Schneidplatten und wird in ihrer Mitte durch die an
den Ständern A und B befestigten Streben dl
gehalten.
Unterhalb der Zahnstangen i i, von der einen zur anderen reichend, befindet sich ein verschiebbarer
Quersteg j, Fig. 2, 4 und 11. An jedem Ende desselben ist eine Feder i1 befestigt,
deren freie Enden in die Zähne der Stangen ti eingreifen, so dafs der Quersteg
wohl eine Bewegung nach vorwärts, aber keine nach rückwärts machen kann.
Durch Drehen der über den Federn t1 angebrachten
excentrischen Rollen tu läfst sich
das freie Ende der Federn i1 aus dem Eingriff
mit den Zahnstangen bringen und der Quersteg j zurückschieben, k, Fig. 2 und 4,
ist eine der Länge nach auf der Welle G befestigte Winkelplatte, durch das Excenter F
und die Stange / mit der Hauptwelle D verbunden. An der Winkelplatte k sind die
Arme m m befestigt, deren untere Enden zwischen die Knaggen a1 a1 der Zahnstange ti
eingreifen.
Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt:
Durch die Umdrehung der Excenter EE wird der Rahmen K gehoben und gesenkt,
wodurch sich die Schneidplatten g g in verticalen Ebenen über den Schneidplatten dd
des Schlittens bewegen. Die relative Anfangsstellung der oberen und unteren Schneidplatten
zeigt Fig. 5.
In dem Mafse, wie sich die oberen Schneidplatten herabsenken, gleiten die unteren und
hinteren schrägen. Flächen f der Schneidplatten g auf den vorderen und oberen abgeschrägten
Flächen α der unteren Schneidplatten d. Da der Schlitten mit den unteren
Schneidplatten sich aber in horizontaler Richtung frei bewegen kann, so werden bei der
Abwärtsbewegung des Rahmens K die unteren Schneidplatten sich verschieben, bis genannter
Rahmen am Ende seiner abwärts gehenden Bewegung angekommen ist, wie Fig. 6 zeigt.
Zum Zurückschieben des Schlittens in seine Anfangsstellung dient der Block U mit der
schrägen Gleitbahn ν in Verbindung mit dem Kolben Q und dem Dorn T. Beim Herabgehen
des Rahmens K bewegt sich auch der Kolben Q. herab, so dafs durch die horizontale
Verschiebung des Rahmens der Dorn T an das untere Ende der schrägen Bahn ν zu
stehen kommt. Bei der nun folgenden Aufwärtsbewegung des Kolbens prefst der Dorn
gegen die Gleitbahn ν und schiebt den Schlitten wieder in seine Anfangsstellung zurück.
Auf die Tischplatte C 1 wird das zu bearbeitende
Blech s so aufgelegt, dafs der hintere Rand desselben gegen den Quersteg./ anstöfst,
Fig. 4.
Die Winkelplatte k wird durch das Excenter F in Schwingungen versetzt, wodurch
vermittelst der beiden Arme m auch die Zahnstangen i i rückwärts und vorwärts geschoben
werden. Bei der Vorwärtsbewegung derselben stofsen die Federn i1 den Quersteg j mit dem
Blech nach vorn zwischen die oberen und unteren Schneidplatten, aus welchen dasselbe
geschlitzt und mit heruntergebogenen Streifen herauskommt, so dafs es ein zusammenhängendes
Netz oder Sieb bildet, wie es in Fig. 12 dargestellt ist.
Fig. ι zeigt das Sieb, wie es aus den beiden Reihen von Schneidplatten hervorgeht. Die
Zwischenräume zwischen den einzelnen Schlitzen bilden eine Verbindung der einzelnen Maschen
oder Löcher des Siebes; diese Zwischenräume oder ungeschlitzten Stellen entstehen
dadurch, dafs die untere Ecke der Abschrägung f einer jeden oberen Schneidplatte g
sich in einem kleinen Abstand oder etwas vor der oberen Ecke der Abschrägung α jeder
unteren entsprechenden Schneidplatte d befindet. Je nach der Gröfse dieses Abstandes zwischen
den Ecken der sich gegenüberstehenden Schneidplatten ist auch die Länge des ungeschlitzten,
zwischen je zwei Löchern des Siebes befindlichen Metalles eine andere. Die Verschiebung
des Bleches mufs gerade grofs genug sein, um bei einem Schub die genügende Länge von
Metall für einen Streifen zu bilden, so dafs, wenn die oberen Schneidplatten auf ihrem abwärts
gehenden Hub begriffen. sind, sie diesen Blechstreifen vor sich herdrücken und gleichzeitig
von dem Blech abschneiden. Jeder losgetrennte Theil· oder Streifen kommt alsdann
zwischen die abgeschrägten Ecken einer oberen und einer unteren Schneidplatte zu liegen
und erhält durch den Druck zwischen diesen Platten seine herabgebogene, die Oeffnung
des Schlitzes oder Siebloches bildende Gestalt.
Die ganze Fläche des Bleches kann auf die beschriebene Weise zu Sieb verarbeitet werden,
ohne dafs Metallverlust oder Abfall entsteht. Die Blechplatte wird in schiefer Richtung zwischen
die Schneidplatten geführt, damit die Aufschlitzung des Bleches an einer Ecke anfängt
und damit dasselbe parallel mit den Schneidplatten liegt. Durch den Beginn des Aufschlitzens an einer Ecke des Metalles erreicht
man den Zweck, dafs jeder aufgeschnittene Streifen durch den unmittelbar hinter demselben
erfolgenden Schnitt ausgelöst wird, indem der oder die eben genannten Schnitte stets ebenso lange Streifen liefern, als die
vorhergehenden Schneidplatten nöthig haben. Durch das Herabbiegen der Streifen und die
Bildung der Schlitzöffnungen zieht sich der geschlitzte und geöffnete Theil des Bleches
mehr zusammen als der noch nicht geschlitzte Theil desselben.
Für die neue Herstellungsweise von geschlitzten Metallsieben ist Folgendes charakteristisch
:
Das Metallblech wird parallel mit der Fläche einer jeden einzelnen Schneidplatte in die Maschine
eingeschoben, wobei es einen Winkel mit einer durch diese Schneidplatten gezogenen
Linie bildet.
Das Aufschlitzen oder die Schlitzbildung beginnt in einer Ecke des Bleches, wobei ungeschlitzte
Theile zwischen den einzelnen Schlitzen stehen bleiben.
Gleichzeitig mit dem Abtrennen der Streifen, welche die Schlitze umgeben, werden auch
diese Streifen vor einer jeden herabgehenden Schneidplatte vorwärts gedrückt in Linien,
welche ganz oder beinahe senkrecht zu der Oberfläche des noch nicht geschlitzten Bleches
stehen. Hierdurch erhalten die herausgedrückten Metallstreifen eine gegen die Oberfläche des
fertigen geschlitzten Metallsiebes verticale oder nahezu verticale Stellung und durch das
durch die Schneidplatten bewirkte Herabstofsen der Metallstreifen wird die Biegung dieser
Streifen bewirkt, so dafs dieselben, nachdem die Schneidplatten zurückgezogen worden, nicht
wieder in ihre Anfangsstellung in der Oberfläche des Bleches zurückkehren können.
Claims (2)
1. Das Verfahren, Siebe aus Metallblech zu stanzen, darin bestehend, dafs durch das
Zusammenwirken zweier über einander stehenden Reihen von Schneidplatten, von einer Ecke des Bleches anfangend, Reihen
von mit dem Rand des Bleches parallelen oder nahezu parallelen Schlitzen in das Blech gestofsen werden, wobei gleichzeitig
die zwischen den Reihen von Schlitzen stehenbleibenden und zusammenhängende Reihen von Streifen bildenden ungeschlitzten
Theile durch die Bewegung der genannten Schneidplatten aus der Fläche des ungeschlitzten
Bleches in schräger oder senkrechter Richtung herausgebogen werden, so dafs zwischen den staffeiförmig aus dem
Blech herausgebogenen Streifen die Oeffnungen des Siebes entstehen.
2. Die zur Ausführung des im Anspruch 1.
beschriebenen Verfahrens dienende, in den Fig. ι bis 11 dargestellte Siebstanzmaschine,
bei welcher in einem sich senkrecht auf- und abbewegenden Rahmen K eine Reihe
sich überdeckender Schneidplatten eingesetzt sind, deren vorstehende Stofsflächen
einer Reihe sich überdeckender, unterer Schneidplatten eines, sich in horizontaler
Richtung hin- und herbewegenden Schlittens N in der Weise entsprechen, dafs die
beiden Reihen von Schneidplatten auf einander passen und zusammen arbeiten, wobei
die Vorwärtsbewegung des durch die Gleitbahnen j^ 1J^x parallel mit der Fläche
der Schneidplatten geführten Schlittens JV durch das Herabgleiten der abgeschrägten
Ecken der oberen Schneidplatten auf den abgeschrägten Ecken der unteren Schneidplatten
bewirkt wird, während die Rückwärtsbewegung desselben durch einen mit
dem Kolben Q. verbundenen Dorn T verursacht wird, welcher sich aufwärts gegen
die untere schräge Gleitbahn des am Schlitten N befestigten Klotzes U bewegt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36495C true DE36495C (de) |
Family
ID=312306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36495D Expired - Lifetime DE36495C (de) | Verfahren und Maschine zum Ausstanzen von Blechsieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36495C (de) |
-
0
- DE DENDAT36495D patent/DE36495C/de not_active Expired - Lifetime
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