DE80835C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE80835C DE80835C DENDAT80835D DE80835DA DE80835C DE 80835 C DE80835 C DE 80835C DE NDAT80835 D DENDAT80835 D DE NDAT80835D DE 80835D A DE80835D A DE 80835DA DE 80835 C DE80835 C DE 80835C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- paper
- wire
- staple
- strip
- labels
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 3
- 210000003811 finger Anatomy 0.000 description 5
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31D—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
- B31D1/00—Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles
- B31D1/02—Multiple-step processes for making flat articles ; Making flat articles the articles being labels or tags
- B31D1/023—Attaching wires or threads
Landscapes
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
(Delaware, V. St. A.).
Maschine zur Herstellung von Ansteck-Etiketten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. September 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Herstellen von Etiketten,
welche mit Zinken ausgerüstet sind, um an faserartigen Stoffen befestigt zu werden. Die
Etiketten bestehen aus einem Papierstück, durch welches ein in Form einer Krampe gebogener
Draht in der Längsrichtung hindurchgeschoben ist, um alsdann aufwärts gebogen zu werden,
so dafs die Schäfte der Krampe nahezu rechtwinklig zu der Ebene der Etiketten stehen.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Maschine stellt nun die Ansteck-Etiketten
selbstthätig aus einem Papierstreifen und aufgerolltem Draht her. Die Maschine zerschneidet den Draht in Stücke von geeigneter
Länge, biegt denselben zu einer Krampe zurecht, treibt die letztere in das Papier hinein, welches
vorher durchstochen worden ist, biegt die Schäfte der Krampe aufwärts, bedruckt die
Etiketten, trennt dieselben ab und zählt sie schliefslich.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 ein Grundrifs der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht
derselben, Fig. 3 theils Vorderansicht, theils Schnitt und stellt die Stempelvorrichtung 16
dar. Die Fig. 4 veranschaulicht in der Vorderansicht die Spannvorrichtung 1 5.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Maschine, theilweise geschnitten, Fig. 6 ein Schnitt nach
der Linie x-x der Fig. 5, von oben gesehen, und Fig. 7 eine Hinteransicht vom oberen
Theil der Maschine, wobei der Haspel, die Spann- und Stempelvorrichtung fortgelassen sind.
In Fig. 7 ist die Curvenscheibe der Welle 95 veranschaulicht; Fig. 8 ist ein Schnitt nach der
Linie y-y der Fig. 5, Fig. 9 eine Seitenansicht von dem Bügel 117 zum Bethätigen der Scheere
und Fig. 10 eine Seitenansicht vom Hebel 64 zum Schliefsen des Schiffchens.
Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie ^-\
der Fig. 5, Fig. 12 ein Grundrifs vom Gestell 116,
Fig. ι 3 eine Endansicht des letzteren und Fig. 14
veranschaulicht die Curvenscheiben auf der Welle 30.
Fig. 15 ist ein Längsschnitt, welcher den
oberen und mittleren Theil der Maschine veranschaulicht.
Fig. 16 ist ein theilweiser Längsschnitt der Vorrichtung zum Durchstechen des Papiers, und
Fig. 17 ist der zugehörige Grundrifs.
Fig. 18 ist ein im vergröfserten Mafsstabe gezeichneter Schnitt durch die Festhaltevorrichtung
18, 19 für den Papierstreifen. Fig. 19
ist ein im vergröfserten Mafsstabe gezeichneter Schnitt durch die Vorrichtung zum Aufbiegen
der Schäfte von der Krampe.
Fig. 20 ist ein Grundrifs von der Führung 38 für den Papierstreifen. Fig. 21 veranschaulicht
ebenfalls im vergröfserten Mafsstabe einen Schnitt nach der Linie w-w der Fig. 20, Fig. 22
einen senkrechten, in der Längsrichtung geführten Schnitt durch die Stanze 84, Fig. 23 einen
Grundrifs der Vorrichtung zum Zuführen und Zerschneiden des Drahtes.
Fig. 24 ist ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie v-v der Fig. 23, Fig. 25 ein senkrechter
Schnitt nach der Linie u-u der Fig. 24.
Die Fig. 26 veranschaulicht theils im Grundrifs, theils im Schnitt die Vorrichtung zum
Durchstechen des Papiers, sowie diejenige zum Schneiden und Biegen.
Fig. 27 ist ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie p-p der Fig. 26. Fig. 28 ist ein
Schnitt nach der Linie q-q der Fig. 26, nach links gesehen, Fig. 29 ein Schnitt nach derselben
Linie, nach rechts gesehen.
Fig. 30 zeigt die Führung 79, 79 für die Nadeln. Fig. 31 veranschaulicht im Grundrifs
das Gleitstück 68. Fig. 32 ist eine Seitenansicht derselben, Fig. 33 eine Seitenansicht
von der Curvenscheibe 12, welche die Schiffchen treibt.
Fig. 34 ist eine Seitenansicht der Curvenscheiben 6 und 7, Fig. 35 eine solche, welche
die Curvenscheiben 8 und 9 zur Darstellung bringt.
Die Ansteck-Etikette wird durch die Fig. 36 in zwei perspectivischen Ansichten und im
Schnitt veranschaulicht. Fig. 37 veranschaulicht die Abschneidevorrichtung für den Draht in
einem Schaubilde.
In der Fig. 1 ist mit 1 die Hauptwelle bezeichnet,
welche durch Zahnräder 2, 3 die Wellen 4, 5 antreibt. Auf Welle 4 sind die Curvenscheiben 6, 7, 8 und 9 aufgekeilt. Die
Curvenscheibe 6 beeinflufst den Hebel 64 für die Drahtzuführung mittels eines Schiffchens.
Die Curvenscheibe 7 beeinflufst die Scheeren zum Zerschneiden des Drahtes. Die Curvenscheibe
8 beeinflufst ein Gleitstück, welches den Draht in die Form einer Krampe biegt, und die Curvenscheibe 9 schliefslich wirkt auf
-eine Scheere ein, welche die Krampe in das Papier hineintreibt. Die Welle 5 ist mit einer
Curvenscheibe ι ο ausgerüstet, welche die Nadeln zum Durchstechen des Papiers beeinflufst; diese
überträgt aufserdem ihre Bewegung mittels konischer Räder auf eine Curvenscheibe 11.
Diese Welle ist wiederum mit einer Curvenscheibe 12 ausgerüstet, welche das Schiffchen
zum Zuführen von Draht beeinflufst.
Mit 13 ist die Rolle bezeichnet, auf welche ein Papierstreifen 213, Fig. 18 und 32, aufgewickelt
ist, aus welchem die Etiketten herausgeschnitten werden. Dieser Papierstreifen bewegt
sich zwischen einer Führung 14 und einer Spannvorrichtung 15 hindurch und gelangt von
der letzteren zu einer Einprefsvorrichtung 16, welche dem Papierstreifen Zeichen aufdrücken.
Diese Zeichen sind solche, welche auf die Patentnummer u. dergl. Bezug haben, und wird
diese Vorrichtung durch eine Curvenscheibe 145 und Hebel 147 von der Welle 95 aus angetrieben
(Fig. 8). Von dem Stempel 16 aus gelangt der Streifen unter eine Führungswalze 17, von
hier aus in eine Führung 214 und von da zu einer festen Backe 18 und einer beweglichen
Backe 19, Fig. 15 und 16. Die feststehende
untere Backe 18 ist mit einer gekrümmten Arbeitsfläche ausgerüstet (Fig. 18), so dafs das
Papier hohl liegt und die Nadeln in dasselbe eindringen können. Die obere bewegliche
Backe 19 wird von einer Curvenscheibe 20 (Fig. 15) und einem Hebel 21 abwärts bewegt,
welcher Hebel in einen Bügel 22 eingreift. Der letztere ist mit der oberen Backe starr
verbunden, während seine Aufwärtsbewegung durch eine Feder 23 bewirkt wird; dabei wirkt
diese Feder entgegengesetzt zu derjenigen Richtung, in welcher die Curvenscheibe eine
Verstellung der Backe veranlafst.
Von der Klemme 18, 19 gelangt der Papierstreifen
zu der mit einem Flansch ausgerüsteten Rolle 24, alsdann bewegt er sich durch eine
Klemme 25, 26 hindurch und läuft über die Führungen 27 hinweg. Diese Führungen 27
sind auf einem Klotz 115 befestigt, welcher mittels Stellschrauben an einen geschlitzten
Rahmen 116 angeschlossen ist. Auf diese Weise lassen sich die Führungen je nach der Breite
des zu verwendenden Papierstreifens verstellen (Fig. 12). Von den Führungen 27 aus gelangt
das Papier zu der verstellbaren Zuführrolle,28, 29, von welcher diejenige 28 schrittweise
von der Welle 30 aus angetrieben wird (Fig. 2 und 11), wobei einZahnradgetriebe 31, 32,
eine Kurbel 33, eine Stange 34, ein Schwinghebel 35, ein Schaltzahn 36 und ein Schaltrad 37
in Frage kommt. Das letztere ist auf dieselbe Welle aufgekeilt^ welche die Walze 28 trägt.
Von hier aus wird der Papierstreifen durch Führungen 38 hindurch (Fig. 20) zu der Druckvorrichtung
39, 40, Fig. 15, hin befördert, um schliefslich zu der Stange 34 zu gelangen,
welche die Papierstreifen in die Etiketten zerschneidet. Zwischen der Druckvorrichtung ist
die Führung 38 vorgesehen, welche federnde Klemmen 121 aufweist, um den Papierstreifen
zu falten (Fig. 21). An der Vorderseite der Stange ist ein kleiner Spreizfinger vorgesehen,
welcher den Zweck hat, die Schäfte der Klammern von einander zu biegen für den Fall, dafs sie nach einwärts verbogen sein
sollten.
Mit 42, Fig. ι, ist die Rolle bezeichnet, auf welche der Draht 43 aufgewickelt ist, ferner ist
eine Spannrolle 48 und ein Gewicht 149 vorgesehen (Fig. 7). Der Draht bewegt sich durch
die Streckrollen 44, Fig. 23, hindurch und von hier zwischen Rollen 45,46 hindurch, welche
dem Draht lediglich gestatten, sich in der Vor-
wärtsrichtung zu bewegen^ jedoch eine Verschiebung in derRückwärtsrichtung ausschliefsen.
Zu diesem Zweck ist die obere Rolle excentrisch auf einer Welle gelagert und wird von einer
Feder 47 beeinflufst, welche das Bestreben hat, diese Rolle auf den unter ihr sich hinbewegenden
Draht niederzupressen, sobald derselbe einen rückwärts gerichteten Zug erfahren sollte.
Von den Rollen 45, 46 gelangt der Draht 43 in die Backen 48, 49 hinein, welche zusammen
das erwähnte Schiffchen bilden. Das letztere bewegt sich in einer Führung 50 hin und her
(Fig. 24). Die obere Maulhälfte ist mittels eines Zapfens 51 mit der unteren Maulhälfte verbunden.
Es kann also diese zangenartige Vorrichtung geöffnet und geschlossen werden, so dafs bei Erfüllung der letzteren Bedingung der
Draht von dem Zapfen 144 beeinflufst wird (Fig. 25). Das Schiffchen erhält seine Bewegung
von einer Welle 11 aus (Fig. 23), indem eine Curvenscheibe 12 ein Gleitstück 60 und einen
Arm 61 in Wirkung treten läfst. Dieser Arm 61
greift in einen Bügel 62 ein, welcher der Fig. 24 gemä'fs fest mit der Maulhälfte 4g verbunden
ist.
Um den Hub des Schiffchens ändern zu können, ist dieser Bügel mit Stellschrauben 63
ausgerüstet, gegen welche der Arm 61 sich legt. Die obere Maulhälfte 49 wird auf den
Draht 43 heruntergedrückt, sobald das Schiffchen seine Anfangsstellung einnimmt. Dieser Druck
wird von einem Hebel 64, Fig. 23 und 25, derart ausgeübt, dafs das Schiffchen während
seines Vorwärtshubes mitgenommen wird, jedoch wird der Draht wieder freigegeben, sobald
das Schiffchen am Ende dieses Vorwärtshubes angelangt ist, indem der Hebel 64 aufser
Berührung mit dem Schiffchen kommt. In dieser Weise wird eine schrittweise Vorwärtsbewegung
des Drahtes erzwungen.
Der Draht wird durch das Schiffchen in eine Abschneidevorrichtung 65, 66 hineinbefördert,
welche in den Fig. 1, 26, 27 Und 37 dargestellt ist; dabei tritt der Draht unter eine schräge
Führung75. Das untere Blatt65 dieser Schneidevorrichtung
ist feststehend, während das obere Blatt 66 durch ein Excenter 7 zu einer Hin- und Herbewegung veranlafst wird. Dieses
Excenter bewegt sich in dem durch die Fig. 9 veranschaulichten Bügel 117, welcher durch
eine Lenkstange 118 mit dem erwähnten Scheerenblatt gekuppelt ist. Dieser Bügel ist
aufserdem gelenkig mit einer Stütze 119 verbunden, welche unter Benutzung von Schrauben
gegen das Fundament 120 der Maschine verstellt werden kann, indem die letzteren in
Schlitze dieser Platte eintreten. Auf diese Weise ist man in den Stand gesetzt, den Hub
der Scheere zu reguliren.
Bei jedem Hüb dieser Scheere wird der Draht um ein Stück vorgeschoben; welches
hinreicht, eine Krampe zu bilden; die letztere wird dann beim Abtrennen gleichzeitig mit
einer Spitze versehen, wie dies aus der Zeichnung ohne Weiteres erkennbar ist. Während
dieses Zerschneidens ist das freie Ende des Drahtes von einer Klemme 67 gehalten worden,
welche durch eine Curvenscheibe 76 und eine Stange 276, Fig. 27, bethätigt wird. Die
Klammer soll eben verhindern, dafs der Draht seitlich ausweicht.
Der abgetrennte Theil des Drahtes wird zunächst in die Form einer Krampe gebogen, indem ein
Gleitstück 68 in Wirkung tritt. Das letztere wird durch eine Curvenscheibe 8 angetrieben und
prefst den Draht gegen ein festes Widerlager 69, Fig. 16, 26, 27 und 29. Das Gleitstück
68 ist bezüglich seiner Länge veränderlich, indem es aus zwei Theilen zusammengesetzt
ist, welche mittels Schraubenbolzen gegen einander festgestellt werden, wobei diese
Schraubenbolzen durch Schlitze der einen Hälfte hindurchgreifen. Zwischen diese beiden
Theile des Gleitstückes 68 ist ein verstellbarer Keil 85 eingefügt, um der verschiedenen Drahtdicke Rechnung zu tragen (Fig. 31 und 32).
Das Widerlager 69 bildet also in Wirklichkeit eine Patrize, welche die Form der herzustellenden
Krampe hat, während das Gleitstück 68 eine Matrize darstellt. Als Ausführungsbeispiel
veranschaulicht die Zeichnung einen Apparat, welcher die Herstellung von Krampen in der
Form eines M voraussetzt. Die Form dieser Presse kann jedoch beliebig geändert werden,
z. B. kann man V-förmige Klammern und andere herstellen.
Nachdem der Draht in die Form einer Krampe gebracht, also um das Widerlager 69
herumgebogen ist, wird derselbe von einem in senkrechter Richtung zu bewegenden Abstreicher
70 beeinflufst, welcher an dem Widerlager 69 entlang gleitet. Der Antrieb dieses
Abstreichers geschieht mittels einer Curvenscheibe 71 der Welle 30 unter Benutzung einer
Stange 215, Fig. 27. Der Abstreifer treibt die
Krampe abwärts, so dafs dieselbe unter die untere Fläche des Widerlagers zu liegen kommt
und auf einer ausgehöhlten Fläche 72 aufliegt. Nunmehr wird die Krampe von einer Schiene 73
erfafst (Fig. 26 und 27), welche durch eine Curvenscheibe 9 und ein Gleitstück 86, Fig. 1,
beeinflufst wird, welch letzteres mit der Schiene 7 3 verbunden ist; das letztere wird durch einen
verstellbaren Arm 87 ermöglicht, welcher gestattet, die Schiene 73 einzustellen, wie es die
Länge der herzustellenden Krampe erfordert (Fig. 26). Die erwähnte Schiene 73 treibt also
die Krampe in Führungen 74 hinein (Fig. 16 und 26), aus welchen herausstretend sie in das
Papier eintritt, welch letzteres eben in der
weiter unten zu beschreibenden Weise durchstochen worden ist.
Die Curvenscheibe io zwingt eine mit zwei Nadeln 78 ausgerüstete Nadelstange 77 zu einer
Hin- und Herbewegung (Fig. 15, 16 und 17).
Diese Bewegung ist parallel, aber entgegengesetzt zu derjenigen der Zuführvorrichtung für
den Papierstreifen 213. Die Nadeln 78 treten
in das Papier ein, während das letztere um die Maulhälfte 18, Fig. 18, herumgelegt worden
ist, indem es durch die erwähnte obere Maulhälfte 19 gehalten wird. In dieser Weise
stellen die Nadeln zwei Löcher im Papier her. Vorausgesetzt nun, dafs das letztere von hinreichender
Dicke ist, werden diese Löcher nur an der Rückseite des Papiers dem Auge erkennbar
werden, wie in Fig. 18 dargestellt ist. Erforderlichen Falles können jedoch auch diese
Löcher durch die ganze Dicke des Papiers sich erstrecken, Es ist vorzuziehen, zwischen
die Nadeln 78 und das Papier zwei Führungskloben 79 einzufügen, durch welche die Nadeln
hindurchtreten (Fig. 16 und 30).
In die Löcher, welche die Nadeln in Papier erzeugt haben, wird, wie bereits erwähnt, die
Krampe 80 durch die Schiene 73 hineingetrieben, worauf das Papier mit der nunmehr
an seine Stelle gebrachten Krampe zunächst einer Klemme 25, 26, Fig. 15, zugeführt wird,
welche Klemme den Papierstreifen mittels der oberen beweglichen Maulhälfte 26 festhält.
Die letztere wird durch eine Feder 90, einen Hebel 88 und durch eine Curvenscheibe 89
der Welle 91, Fig. 12 und 13, beeinflufst. Die
Klemme 25, 26 hält das Papier fest, so dafs dasselbe durch die Wirkung des Aufbiegefingers
81 nicht verschoben werden kann. Der letztere biegt die beiden Schäfte der Krampe
so weit aufwärts, dafs dieselbe nahezu einen Winkel von 90 Grad mit der Fläche des
Papiers bildet (Fig. 15 und 19). Der Finger 81
setzt sich dabei aus zwei gelenkig mit einander verbundenen Theilen zusammen, von denen
der hintere Theil wiederum gelenkig mit einem Gleitstück 82 verbunden ist; das letztere wird
durch eine Stange 150 und das Excenter 83 von der Welle 30 aus angetrieben (Fig. 15).
Während der Rückwärtsbewegung des Gleitstückes streckt sich der Finger, während der
Vorwärtsbewegung jedoch krümmt derselbe sich und sein zugespitzter Vordertheil tritt
unter die Schäfte der Krampe, um dieselbe aufwärts zu biegen (Fig. 19).
Die Krampen sind nunmehr in Klammern umgewandelt und gleichzeitig in der geeigneten
Weise am Papierstreifen befestigt. Dieser Streifen wird nun zunächst durch eine Druckvorrichtung
39, 40 hindurchgeführt und gelangt dann zu einem Spreizfinger 41 und einer
Stanze 84, Fig. 15. Die letztere zerschneidet den Papierstreifen in Etiketten, welche indefs
mit Klammern versehen worden sind. Der Stempel der Stanze ist hohl (Fig. 22), so dafs
die Schäfte der Klammer in denselben eintreten können.
Dieser Stempel wird in der folgenden Weise in Bewegung gesetzt. Die Welle 30 treibt
durch die konischen Räder 11 5 °, 116°, Fig. 11,
die Welle 91 an, auf welcher das eine Zahnrad eines Zahngetriebes 114, 1140, 114X befestigt
ist (Fig. 1). Dieses Zahnrad 114 treibt
mittels des Zahnrades 1140 das Rad 114* an,
welches mit einem Excenter 1141 fest verbunden
ist. Dieses Excenter 1141 ist mit einem Gleitstück 841 gekuppelt, welches eben den Stempel 84
beeinflufst (Fig. 5 und 1 5).
Hinter dieser Stanze ist ein keilförmiger Daumen 122 angeordnet, welcher den Zweck
hat, den Papierstreifen aufwärts zu drängen, so dafs derselbe nicht an dem unteren Theil
der Stanze hängen bleibt (Fig. 15, 20 und 22).
Die Etiketten A, Fig. 36, welche nunmehr vollständig fertig gestellt sind, fallen durch
eine Rinne 123 in eine Zählvorrichtung hinein (Fig. 2, 5 und 6). Diese Zählvorrichtung besteht
aus einer Anzahl von Behältern 124, welche auf den radialen Armen einer Nabe oder
Scheibe 126 angeordnet sind. Diese Scheibe erhält das Bestreben, sich um ihre Achse zu
drehen, durch eine Scheibe 127, durch ein Zugband 128 und durch ein Gewicht 129. Die
Scheibe 126 ist ferner mit einer Anzahl von Zähnen 130. versehen, welche mit dem federnden
Riegel 131 in Eingriff treten. Dieser Riegel wird von Armen 132, einer Säule 133
geführt und ist an seinem oberen Ende mit einem Zapfen 134 ausgerüstet. Der letztere
tritt in Eingriff mit einem gabelförmigen Hebel 135, welcher auf eine schwingende
Welle 136 aufgekeilt ist. Diese schwingende Welle ist an dem entgegengesetzten Ende mit
einem Arm 137 ausgerüstet, welcher mit dem Zapfen 138 eines Rades 139 in Eingriff zu
treten befähigt ist. Dieses Rad 13p dreht sich
ununterbrochen um seine Achse', indem dasselbe durch ein Räderwerk 340 von der Welle 95
aus angetrieben wird. Sobald der Zapfen 138 an den Arm 137 herantritt, wird der federnde
Riegel 131 für die Dauer eines Augenblicks gehoben und die Scheibe 126 wird freigegeben;
diese dreht sich also unter dem Einflüsse des Gewichts 129 so lange, bis der federnde
Riegel 131 mit dem nachfolgenden Zahne der
Scheibe 126 in Eingriff getreten ist, wodurch also ein Festsetzen der Scheibe eintritt.
Auf diese Weise wird der Behälter 1 24 von der Rinne 123 fortbewegt, sobald derselbe gefüllt
worden ist. An die Stelle des vollen Behälters tritt also ein leerer, welcher unter
der Rinne verbleibt, bis auch er gefüllt worden
ist. Auf diese Weise erreicht man, dafs in jeden Behälter eine gleich grofse Anzahl von
Etiketten fällt.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Eine Maschine zum Herstellen von Ansteck-Etiketten, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch eine Scheere 65,66, Fig. 37, unter schrägem Schnitt zerlegte Draht 43 mittels einer Presse 68, 69, Fig. 26 und 27, in die Form einer Krampe gebracht wird, welche — durch den Abstreicher 70 von dem Widerlager 69 dieser Presse heruntergedrängt — in die Bahn eines Stempels 73 gelangt, um mit ihren Schäften in die Löcher eines Papierstreifens 21 3 eingeschoben zu werden (Fig. 1 5 bis 18), nachdem der letztere — von einer Klemme 18, 19 in einer sattelförmigen Lage gehalten — von Nadeln 78 durchstochen wurde, worauf der hintere Theil der Krampe sammt Papierstreifen mittels einer Klemme 25, 26 festgelegt wird (Fig. 15), so dafs ein Finger 81 den aus letzterem vortretenden Theil der Schäfte senkrecht zur Ebene des Streifens 213 aufbiegen kann, um unter Vollendung der Klammer im Streifen festgelegt zu werden, während die Stanze 84 die Etiketten A, Fig. 36, aus dem letzteren heraustrennt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80835C true DE80835C (de) |
Family
ID=353357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80835D Active DE80835C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80835C (de) |
-
0
- DE DENDAT80835D patent/DE80835C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2166250C3 (de) | Bindewerkzeug | |
| DE3104492C2 (de) | ||
| EP0399322A3 (de) | Heftapparat | |
| DE3006355C2 (de) | Vorrichtung zum Anbringen von Verstärkungsbandabschnitten aus Kunstharzfolie an zwei fortlaufenden Reißverschlußbändern | |
| CH635236A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum aufbringen eines verstaerkungsbandes auf einen reissverschluss mit einem trennbaren endglied. | |
| DE80835C (de) | ||
| DE2818325C2 (de) | Bindemaschine | |
| DE2308341C2 (de) | Maschine zum Abtrennen der Anschlußklemmen von einem Trägerstreifen und deren Einsetzen in eine Schaltungsplatte | |
| DE3113836C2 (de) | Einrichtung zum Auslassen von Fellen | |
| DE2205714B1 (de) | Vorrichtung zum abschneiden einzelner, jeweils einer lasche entsprechender abschnitte von einem in gestalt eines fortlaufenden bandes zugefuehrten laschenmaterial fuer die endlos-formularsatzherstellung | |
| DE279812C (de) | ||
| DE289686C (de) | ||
| DE198451C (de) | ||
| DE233439C (de) | ||
| DE71263C (de) | Maschine zur Herstellung von Hänge-Etiketten | |
| DE46664C (de) | Abschneide- und Stanzvorrichtung an einer Schirmrippengelenk-Maschine | |
| DE164774C (de) | ||
| DE968219C (de) | Drahtbindevorrichtung fuer eine Ballenformmaschine fuer Heu u. dgl. | |
| DE89196C (de) | ||
| DE192006C (de) | ||
| DE217835C (de) | ||
| DE224141C (de) | ||
| DE1752797C3 (de) | Vorrichtung zum Ziehen und Ablängen von Draht oder Stangen | |
| DE63102C (de) | Maschine zum selbstthätigen Zerschneiden eines Gewebebandes in Streifen, deren Länge durch Quersäume des Gewebebandes bestimmt ist | |
| DE106212C (de) |