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Vervielfältiger zum zeilen- oder abschnittweisen Umdrucken von abdruckfähigen
Spiegelbildoriginalen auf befeuchtete Blätter Die Erfindung betrifft einen Vervielfältiger
zum zeilen- oder abschnittweisen Umdrucken von abdruckfähigen Spiegelbildoriginalen
auf befeuchtete Blätter, bei welchem zum Anzeigen der jeweils zum Umdruck gelangenden
Stellen des Originals elektrisch oder mechanisch wirkende Mittel Verwendung finden,
insbesondere solcher, die z. B. in industriellen Werken für die Arbeitsvorbereitung
oder für Buchhaltungszwecke benutzt werden. Jedoch war bei diesen bekannten Maschinen
ein wahlweises Anzeigen entweder von einzelnen Zeilen oder eines aus mehreren Zeilen
bestehenden Abschnittes nicht möglich.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, an Vervielfältigungsmaschinen
der erwähnten Art, die ebenfalls zeilen- oder abschnittweisen oder auch ganzseitigen
Umdruck liefern, die das Anzeigen der jeweils zum Umdruck gelangenden Stellen des
Originals elektrisch oder mechanisch bewirkenden Mittel in Abhängigkeit von dem
jeweiligen Wirkungsbereich der Gegendruckwalze, der Anfeuchtvorrichtung und der
Transporteinrichtung für das Original zu betätigen. Diese Originale bestehen im
vorliegenden Fall beispielsweise aus mehreren Teilen, nämlich aus einem Spiegelschriftoriginal
für den gleichbleibenden Text, der vollständig umgedruckt wird, einem zweiten auf
der Trommel gegenüber dem ersten verschiebbaren Spiegelschriftoriginal, das vorzugsweise
zeilen- oder abschnittweise oder ebenfalls vollständig umgedruckt wird.
Außerdem
kann ein zusätzlicher Text von z. B. stempelartigen Druckformen auf das gleiche
Blatt gedruckt werden, die teils für eine bestimmte Anzahl von Umdrucken gleichbleibenden
Aufdruck (z. B. Bestellnummer, Seriennummer usw.), teils bei jedem Umdruck wechselnden
Aufdruck (z. B. laufende Nummer) liefern. Diese drei Arten von Druckformen drucken
demnach in einem einzigen Durchgang stets auf das gleiche Blatt oder die gleiche
Karte, z. B. bei der Arbeitsvorbereitung in Fabriken auf Formulare, wie z. B. Werkstattauftrag,
Lauf-, Akkord-, Material-, Lohnkarte usw.
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Gegenüber den bekannten mechanischen Anzeigevorrichtungen weist der
neue Vervielfältiger den großen Vorzug auf, daß sich mit demselben Arbeiten verrichten
und Wirkungen erzielen lassen, die früher ausgeschlossen waren. So wird erfindungsgemäß
Anfang und Ende des jeweils zum Abdruck gelangenden Abschnittes des Originals auf
einer ein Doppel des umzudruckenden Textes tragenden Tafel od. dgl. mit Hilfe elektrisch
betätigter Grenzsignale angezeigt und hierbei die Betätigung des den Anfang des
Abschnittes kennzeichnenden oberen Grenzsignals in Abhängigkeit von der Zeilentransporteinrichtung
des Originals, und die Betätigung des das Ende des Abschnittes kennzeichnenden unteren
Grenzsignals erfolgt in Abhängigkeit von der Wirkungsvoreinstellung der Druckvorrichtung.
Auf diese Weise ist es möglich, beliebig große, in einem einzigen Arbeitsgang zum
Umdruck kommende Abschnitte anzuzeigen. Dies ist dann vorteilhaft, wenn bei der
Arbeitsvorbereitung mehrere Bearbeitungsvorgänge eines Werkstückes auf den bleichen
Zettel od. dgl. oder bei Buchungen mehrere hintereinander journalisierte Posten
des gleichen Kontoinhabers auf ein und dieselbe Kontokarte übertragen werden. Es
läßt sich ferner die Einrichtung treffen, nach jedem Druckvorgang diejenige Zeile
oder denjenigen Textabschnitt (Zeile, Zeilen) anzuzeigen, der dem jeweils umgedruckten
Abschnitt folgt, so daß Fehlumdrucke vermieden werden.
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Verlaufen die Zeilen des Originals in der Umfangsrichtung der Drucktrommel
des Vervielfältigers, dann wird das obere Grenzsignal in Abhängigkeit von der Stellung
einer in Richtung der Drucktrommelachse verschiebbaren Klemmvorrichtung für das
Original und das untere Grenzsignal in Abhängigkeit von der Stellung einer in. Richtung
der Drucktrommelachse verschiebbaren Anfeuchtvorrichtung und Andruckwalze betätigt.
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Verlaufen die Zeilen .des Originals in Achsrichtung der Drucktrommel,
wird das obere Grenzsignal in Abhängigkeit von der Drehung derDrucktrommel und das
untere Grenzsignal in Abhängigkeit von dem Antrieb einer Anfeuchtvorrichtung und
einer Andruckwalze betätigt.
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Erfindungsgemäß ist auch die Anordnung einer Wählvorrichtung vorgesehen,
um den Wirkungsbereich oder .die Anzahl der .nacheinander selbsttätig auszuführenden
Arbeitsgänge der Druckvorrichtung durch Voreinstellung zu steuern. Bei dem nachfolgenden
Ausführungsbeispiel ist eine Umdruckmaschine zugrunde gelegt, die im wesentlichen
nach dem Spiegelschriftsystem, und. zwar in der Weise arbeitet, daß die mit den
Zeilen in Richtung des Umfanges der Trommel auf der letzteren angeordnete Druckform
mittels einer verschiebbaren Klemmvorrichtung auf der Trommel gehalten wird. Die
zu bedruckenden Blätter oder Karten werden in bekannter Weise mittels einer Vorrichtung
befeuchtet, die so ausgebildet ist und eingestellt werden kann, daß sie ein- oder
mehrzeilig arbeitet.
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Die Abb. i bis 6 zeigen beispielsweise Ausführungen der Erfindung.
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Abb. i zeigt eine schaubildliche Darstellung einer zur Ausführung
der Verfahrens dienenden Vorrichtung; Abb.2 zeigt einen Querschnitt derselben Maschine;
Abb. 3 zeigt einen Grundriß des Antriebsmechanismus; Abb. 4 zeigt ein Schaltschema;
Abb.5 zeigt das Schaltschloß einer Kontaktscheibe; Abb.6 zeigt eine Seitenansicht
der automatischen Zeilenschaltung der Klemmvorrichtung und der Druckvorrichtung;
Abb. 7 zeigt eine Wählscheibe, Abb. 8 einen Grundriß eines zweiten Ausführungsbeispiels,
Abb. g eine Kontaktscheibe, Abb..io ein Schaltschema.
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Da die durch Abb. i in einer schaubildlichen Darstellung und durch
Abb.2 im Querschnitt als Ausführungsbeispiel gezeigte Maschine zurArbeitsvorbereitung
dient, so ist in Verbindung mit der Spiegelschriftumdruckvorrichtung eine Aufdruckvorrichtung
gezeigt, mit der zusätzliche, serienweise gleichbleibende oder jeweils wechselnde
Aufdrucke gemacht werden können, wie z. B. Bestellnummer, Liefertermin, laufende
Nummern od. dgl.
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Abb. i": Die Maschine besitzt eine in den Seitenwänden i gelagerte
Drucktrommel 2, zu der eine Anfeuchtvorrichtung 3 parallel verschoben werden kann,
ferner einen Flüssigkeitsbehälter 4, dessen Ventile 5 durch eine Steuerung 6 betätigt
werden können. Die Kurbel 7 dient zum -Handantrieb der Maschine. Eine Einstellvorrichtung
8 ermöglicht eine Tourenregelung bei elektrischem Antrieb. Ein Drahtgitter g dient
zum leichteren Einspannen der Originale. Die zu bedruckenden. Blätter werden über
einen Anlegetisch io eingeführt und auf ein Abfallblech ii mittels eines Transportbandes
1ä geworfen. Die Tasten 13 bis i9 dienen zur Steuerung verschiedener Teile
der Maschine, z. B. der Anfeuchtvorrichtung und der Klemmvorrichtung. Durch Betätigen
des Hebels 2o kann die automatische Flüssigkeitszufuhr unterbunden werden. Der Hebelei
ermöglicht die Ein- und Ausschaltung des automatischen Zeilentransportes für das
Original. Der Hebel 22 dient zum Öffnen der Klemmvorrichtung für die Einspannung
der Originale.
:=1n einem Stempelträger 23 sind Stempel 24 angeordnet.
Diese können durch eine mittels der Handschalter 25, 26. 27 und 28 zu bedienende
Einstellvorrichtung eingestellt «erden. Schaurollen 29 zeigen die Stellung der Stempel
24 und ein Zeiger 3o die zur Einstellung gelangende Dezimalstelle.
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Eine zeilengerechte Kopie 3 i aller auf der Drucktrommel 2 befestigten
Druckformen wird auf die Anzeigetafel 32 aufgelegt, die bei der gezeigten
Ausführung seitlich mit so viel von einer Mattscheibe überdeckten, von je einer
Glühbirne 33 zu beleuchtenden Feldern a-o versehen ist, wie sich Zeilen auf den
größtmöglichen Originalen bzw. der Kopie derselben befinden.
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Die Trommel z, der Flüssigkeitsbehälter 4 und die Auflagewalze 34
für die Anfeuchtvorrichtung 3 erstrecken sich über die ganze Breite der Maschine,
dagegen nehmen Andruckwalze 35, die Anfeuchtvorrichtung 3 und die Flüssigkeitsventile
5 nur einen Teil der Trommellänge, etwa die Hälfte derselben, ein, da diese Teile
beim zeilen- bzw. abschnittweisen Umdruck entsprechend dem jeweils umzudruckenden
Text der Originale der Trommel gegenüber verschoben bzw. eingestellt werden.
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Abb. 2 und 3: Die seitliche Verstellung der Anfeuchtvorrichtung und
der Andruckwalze erfolgt über eine Welle 36. Diese wird über Riemenscheiben 37,
37 a, 38 und 38a, Kettenräder 39 und 40, Zahnräder 41, 42 und 43, Kettenräder
44 und 45, Zahnräder 46 und 47, ferner über eine Eintourenkupplung 48 und einen
Freilauf 49 und Zahnräder 48a und 49a angetrieben.
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Die Verstellung der Anfeuchtvorr ichtung und der Andruckwalze entsprechend
dreht sich zwangsläufig ein Kontaktarm 5o, der seinen Strom über einen Schleifkontakt
51 und einen Schleifring 52 erhält. Dieser stellt sich auf einer zunächst stillstehenden
Kontaktscheibe 53 entsprechend der Stellung der Anfeuchtvorrichtung über Kegelräder
auf einen bestimmten Kontakt ein.
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Abb. d. zeigt ein Schaltschema für die Beleuchtung der Anzeigetafel
32. In der gezeichneten Stellung steht sowohl der ortsfest angeordnete Schleifkontakt
54 als auch der Kontaktarm 5o auf Kontakt i, so daß nur die Lampe i für die erste
Zeile aufleuchtet. Wird jetzt die Anfeuchtvorrichtung z. B. auf dreizeiligen Umdruck
verstellt, so dreht sich der Kontaktarm 5o auf dem Kontakt 3., so daß die Lampen
i und 3 aufleuchten und die zum Umdruck gelangenden Textteile begrenzend® anzeigen.
Da der zum Umdruck gelangende Textteil nicht allein von der Stellung der Anfeuchtvorrichtung
und der Andruckwalze abhängig ist, sondern auch von der den wechselnden Text haltenden
axial verstellbaren Originalklemmvorrichtung, so muß sich die Stellung derselben
ebenfalls auf :die Lampen auswirken. Die Kontaktscheibe 53 ist auf einer um die
Welle 36 drehbaren Buchse 55 befestigt. Auf der Buchse 55 befinden sich ferner zwei
Zahnräder 56 und 57 sowie ein Federgehäuse 58, eine Feder 59, deren inneres Ende
in dem Schlitz einer ortsfest angebrachten Buchse 6o befestigt ist, so daß die gesamte
Anordnung auf der Buchse 55 unter einseitiger Federwirkung steht. Entgegen der Federwirkung
sperrt sie ein Schaltschloß 61 (Abb. 5 ).
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Abb.6: Dieses wird in Abhängigkeit von dem Zeilentransport der axial
verstellbaren Klemmvorrichtung betätigt, und zwar drückt der den Zeilentransport
steuernde Winkelhebel 62 auf einen Hebel 63, der über eine Lasche 64 einen Arm 65
und dann die Achse 66 dreht. Auf der Achse 66 befindet sich ein weiterer Arm 67
(Abb. 5), der über ein Gestänge 68 die Zapfen 69 des Schaltschlosses 61 dreht, so
daß das Zahnrad 56 und damit die Kontaktscheibe 53 um eine Teilung weiterrückt.
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Bei Drehung der Kontaktscheibe 53 steht der ortsfeste Schleifkontakt
54 auf :dem der Stellung der Klemmvorrichtung entsprechenden Kontakt, so daß z.
B. jetzt als oberes Grenzsignal die Lampe4 aufleuchtet, während das untere Grenzsignal
sich wie bisher entsprechend der Drehung :des Kontaktarmes 5o einstellt.
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Das Rückführen der Klemmvorrichtung in Ausgangsstellung erfolgt durch
eineEintourenkupplung 70 und einen Freilauf 71, der das Rückführen
von jeder beliebigen Stellung aus ermöglicht. Die Kontaktscheibe 53 wird hierbei
gleichfalls über Zahnräder 72 und 73 wieder in Ausgangsstellung gedreht.
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Zum schritt- bzw. zeilenweisen Weiterschalteri der Anfeuchtvorrichtung
3 dient die Taste i5, zum Einstellen auf einen größeren Abschnitt bzw. die ganze
Seite des Originals die Taste 16. Der schritt-oder zeilenweise Rücktransport der
Anfeuchtvorrichtung wird durch Betätigung der Taste 18 bewirkt. Zum schrittweisen
Transport der Originalklemme ist die Taste i9 bestimmt. Um die Klemmvorrichtung
in ihre Ausgangsstellung zurückzubringen, wird die Taste 14 betätigt. Dem gleichen
Zweck dient die Taste 13 bezüglich der Anfeuchtvorrichtung und der Andruckwalze
17.
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In der vorbeschriebenen Ausführung wird das Schalten der Lichtsignale
auf der Tafel r2 von einem bewegten Teil der Maschine, z. B. einer Triebwelle der
Anfeuchtvorrichtung, aus in übereinstimmung mit der jeweiligen Stellung dieses Teiles
oder anderer mechanischer Schaltmittel der Maschine selbst bewirkt. Man kann aber
auch besondere, durch den Bau der Maschine nicht unmittelbar bedingte Schaltmittel,
z. B. eine be@sondere Wählscheibe, zur Einstellung benutzen.
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Abb. 7: In der folgend beschriebenen Ausführung erfolgt die Einstellung
des Melirzeilenum:drucks bei einem Flachumdrucker mit in axialer Richtung verlaufenden
Zeilen mit Hilfe einerWählscheibe74.
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Abb. 8 bis io: Mit der Wählscheibe ist ein Arm 75 verbunden, der durch
eine einseitige Mitnehmerklinke 76 das Sperrad 77 dreht. Hierdurch wird ein Kontaktarm
78 über Kegelräder 79 und 8o auf einer ortsfesten Kontaktscheibe 8 i entsprechend
gedreht. Der Kontaktarm 78 erhält seinen Strom über eine Kontaktbahn 82, so daß
jedesmal die seiner Stellung entsprechende Lampe durch Kontakte 82a aufleuchtet.
Auf der Drucktrommelachse 83
befindet sich fest verstiftet ein zweiter
Kontaktarm 8q., der sich in Übereinstimmung mit der Drehung der Druckwalze auf der
Kontaktscheibe 81 einstellt und die erste zum Umdruck gelangende Zeile anzeigt.
Zum Unterschied zu dem erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel werden hier die selbsttätig
nacheinander zum Umdruck gelangenden Zeilen angezeigt. Das obere Grenzsignal wird
über Kontakte 83d betätigt und rückt nach jedem Umdruck um eine Zeile auf. Hat der
Kontaktarm 84 den Kontaktarm 78 erreicht, so nimmt er den letzteren bei weiterer
Drehung .der Trommel durch den Stift 85 mit.