DE554379C - Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen - Google Patents
Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von FahrscheinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen,
die vom Schaffner umgehängt getragen und bedient wird und bei welcher durch Verstellung
eines in die Druckwalze eingebauten Typeneinsatzes Fahrscheine mit verschiedenen Preisoder
Gattungsaufdrucken verausgabt werden, wobei mit dem Typeneinsatz in Verbindung stehende Schaltnocken auf verschiedene fest
gelagerte Zähler einwirken, die die von jeder Sorte verausgabten Fahrscheine aufrechnen.
Die vorliegende Einrichtung unterscheidet sich von bekannten Vorrichtungen dieser Art
durch eine besonders vorteilhafte Anordnung und Verbindung der Schaltnocken mit dem zu
verstellenden Typeneinsatz, die darin besteht, daß die Schaltnocken auf einer exzentrisch in
der Druckwalze gelagerten und gleichzeitig mit dem Typeneinsatz drehbaren Achse angeordnet
sind, und zwar in verschiedenen zur Längsrichtung der Achsen senkrechten Ebenen und
radial, d. h. in ihrer Drehrichtung, gegeneinander versetzt. Mit dieser Anordnung wird an
Bewegungsteilen gespart und ermöglicht, durch eine Mehrzahl von Schaltnocken auf eine entsprechende
Anzahl von fest gelagerten, also leicht ablesbaren Zählern unter Beanspruchung des
denkbar geringsten Raumes einzuwirken. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Schaltnocken
zu beiden Seiten der Druckwalze verteilt und unmittelbar an dem verstellbaren Typeneinsatz angebracht sind. Vorteilhaft ist
auch gemäß der Erfindung die ,Verstellung des Typeneinsatzes durch einen seitlich und unmittelbar
an diesem angebrachten Hebel, welcher sich infolge einer ihn verdeckenden und entsprechend
ausgesparten Kappe nur in der Ruhelage der Druckwalze verstellen läßt.
Auf der Zeichnung ist ein solcher Apparat beispielsweise für zwei verschiedene und für
vier verschiedene Fahrscheinsorten dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 eine Seitenansicht eines
Apparates für zwei Fahrscheinsorten geschlossen, Abb. 2 eine solche nach Entfernung der
linken Außenwand, Abb. 3 eine Ansicht von oben, Abb. 4 eine Ansicht von vorn, Abb. 5
eine solche nach «Entfernung der Vorderwand, Abb. 6 und 7 die Druckwalze mit dem Typeneinsatz
und den daran befindlichen, die Zähler antreibenden Nocken in verschiedenen Stellungen
und Abb. 8 und 9 zwei mit den jeweiligen Stellungen des Typeneinsatzes gedruckte Fahrscheine.
Die Abb. 10 und 11 zeigen die Druckwalze
mit dem Typeneinsatz und den daran befindlichen, die Zähler antreibenden Nocken für eine solche Vorrichtung für vier verschiedene
Fahrscheinsorten.
In den Ausführungsbeispielen sind die Schaltnocken unmittelbar an dem Typeneinsatz in der
Druckwalze angebracht, und zwar verteilt zu beiden Seiten desselben, während die Zähler
paarweise in dem Wirkungskreis der Schaltnocken befestigt sind. Bei der Vorrichtung für
vier verschiedene Fahrscheinsorten ist das zweite Zählerpaar parallel, aber seitlich versetzt
zum ersten angeordnet. Durch diese Einrichtung wird der Apparat trotz des Vorhandenseins
weiterer Zähler nur um die Stärke der sie antreibenden Schaltnocken in der Breitenausdehnung
vergrößert.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse ι
aus Leichtmetall, in welchem die Druckwalze 2, eine Gegendruckwalze 3, eine Farbwalze 4, eine
Antriebswelle mit Kurbel 5, zwei Kontrollzähler 6 und 6' und eine Tragehülse 7 für die
Papierrolle gelagert sind. Die Druckwalze 2 trägt in bekannter Weise einen auswechselbaren,
mit Förderleisten versehenen Druckstock 8. Von der Länge der Förderleisten hängt die Länge
des verausgabten Streifenabschnittes ab. Außerdem enthält die Druckwalze eine Anzahl von
außen einstellbarer Typenrädchen, mit denen veränderliche Bezeichnungen, wie Tages- und
Stundenangaben, Streckenabschnitt, Fahrtrichtung usw., auf den Streifenabschnitt aufgedruckt
werden können.
Um besonders wichtige Unterscheidungsmerkmale augenfällig aufdrucken zu können
und so namentlich ihrem Werte nach verschiedene Fahrscheine zu erhalten, ist die
Druckwalze mit einem über die ganze Breite des Druckfeldes reichenden blockf örmigenTypeneinsatz
9 ausgerüstet, der bequem durch Drehen eines Hebels 10 von außen einstellbar ist. Der
Typeneinsatz 9 ist mit einem Zahnrädchen 11 versehen, in das ein anderes Zahnrädchen 12
eingreift, welches mit dem Hebel 10 fest verbunden ist, der durch eine Feder 13 in der jeweiligen
Stellung festgehalten wird. Außerdem besitzt der Typeneinsatz 9 an der einen Seite
einen Nocken 14 und an der anderen Seite einen Nocken 14', die beide in einem bestimmten
Winkel zueinander versetzt sind, so daß je nach Lage des Typeneinsatzes jeweilig der eine
oder der andere Nocken aus dem Umfang der Druckwalze 2 herausragt und bei der Umdrehung
dieser Walze entweder der Nocken 14 mit dem Zahnrad 15 des Zählers 6 oder der
Nocken 14' mit dem Zahnrad 15' des Zählers 6'
(Abb. 5) in Eingriff kommt und der betreffende Zähler fortgeschaltet wird.
In der Lage nach Abb. 6 ist der Typeneinsatz 9 so eingestellt, daß er nicht in das
Druckfeld der Druckwalze zu liegen kommt. Auch der zu ihm gehörige Nocken 14' ragt nicht
aus dem Umfang der Druckwalze 2 heraus, wohl aber der andere, im Winkel zu ihm versetzte
Nocken 14. Wird bei dieser Einstellung die Druckwalze bewegt, so wird ein Fahrschein
ohne besondere Kennzeichnung gedruckt, wie in Abb. 8 dargestellt, und auf dem Zähler 6
aufgerechnet.
Dreht man den Hebel 10 in Richtung des Pfeiles, so legt sich der Typeneinsatz 9 mit dem
Nocken 14' in die aus Abb. 7 ersichtliche Stellung um. Wird jetzt die Druckwalze 2 bewegt,
so gelangt die auf dem Typeneinsatz vorgesehene Gravierung, beispielsweise die Bezeichnung
Schüler, auf dem Fahrschein zum Abdruck, wie in Abb. 9 dargestellt, und letzterer wird
mittels des Nockens 14' und des Zahnrades 15'
auf dem Zähler 6' aufgerechnet.
Selbstverständlich kann der Typeneinsatz 9 so ausgebildet sein, daß er auch in der in Abb. 6
dargestellten Lage in das Druckfeld ragt und mit einer entsprechenden Gravierung versehen
ist. In diesem Falle würde dann jede der beiden Fahrscheinsorten mit einer Sonderbezeichnung
versehen sein.
Der Hebel 10 ist durch eine Schutzhaube 31
abgedeckt, die sich an der Gehäusewand 30 befindet und so gestaltet ist, daß die Aussparung
der einen Hälfte der Haube gleichzeitig den Anschlag für den Finger des Schaffners bildet,
der die Vorrichtung bedient und daher die Umstellung nach Gefühl vornehmen kann. Außerdem
kann die Schutzhaube 31 auch mit Einstellungsbezeichnungen versehen sein.
Die Antriebswelle 5, die Druckwalze 2 und die Gegendruckwalze 3 stehen durch Zahnräder
5', 2', 3' miteinander in Eingriff, so daß bei der
üblichen Rechtsdrehung der Kurbel ein Stück des von der Rolle 16 kommenden Streifens
gefördert und bedruckt wird. Nach Beendigung der ersten Kurbelumdrehung steht der gedruckte
Fahrschein, der mit seinem oberen Teile, also mit dem veränderlichen Text, zuerst gedruckt
wird, bis zum Anfang des unveränderlichen Textteiles außerhalb der Düse 17 und wird hier
abgetrennt, während der gleichbleibende Text im Innern der Vorrichtung liegenbleibt. Gleichzeitig
hat der vorstehende Nocken den für die , betreffende Fahrscheinart bestimmten Kontrollzähler
fortgeschaltet. Dieser erste Streifenabschnitt, der nur mit dem veränderlichen Textteil bedruckt ist, muß abgelegt werden.
Bei der nächsten Kurbelumdrehung wird nun zu dem bereits vorgedruckten gleichbleibenden
Text der veränderliche Teil hinzugedruckt und der Streifen bis zum Anfang des nachfolgenden
und in der Vorrichtung wiederum liegenbleibenden unveränderlichen Textes herausgeschoben
und abgerissen. Durch diese Arbeitsweise no ist der große Vorteil geschaffen, daß bei Umstellung
des veränderlichen Textteiles gleich der nächste Fahrschein die neuen Bezeichnungen
trägt.
Die Düse 17 ist als Abreißvorrichtung ausgebildet und verstell- oder auswechselbar angeordnet,
um bei Änderung der Fahrscheinabmessungen die Trennstelle jeweilig dem Text entsprechend verlegen zu können.
Die verstellbaren Typenrädchen 18, die sich bei der bedingten großen Anzahl infolge der
sonst zu großen Ausladung nicht alle mit seit-
lieh nach außen ragenden Einstellrädchen 19
versehen lassen, werden, soweit sie nicht mit solchen Einstellrädchen ausgerüstet sind, mittels
eines Stiftes verstellt. Zu diesem Zwecke ist an der Vorderwand des Gehäuses eine Öffnung 20
(Abb. 4) angebracht. Um nun eine Umstellung dieser Typenrädchen 18 vorzunehmen, wird der
Druckzylinder, da er infolge des Erfordernisses, daß der veränderliche Text zuerst druckt, nicht
ίο mit diesen Typenrädchen vor der Öffnung stehen
kann, zurückgedreht. Dies läßt sich durch die besondere Ausbildung des Sperrades 21 ermöglichen,
welches fest auf der Antriebswelle 5 sitzt und in das eine Sperrklinke 22 eingreift. Die
Druckwalze 2 läßt sich nun genau so weit zurückdrehen, bis die Typenrädchen 18 vor der
Einstellöffnung 20 erscheinen, ohne daß jedoch hierbei auf die Kontrollzähler eingewirkt wird.
Ist die Umstellung erfolgt, so wird in der üblichen Weise nach rechts gedreht, und der nun gedruckte
Fahrschein, welcher aus der Düse 17 hervortritt, enthält schon die neuen Bezeichnungen. Bei
Umschaltung des Typeneinsatzes 9 braucht nicht rückwärts gedreht zu werden, sondern
dieser kann in der Ruhelage der Kurbel (Abb. 1) umgestellt werden.
Die Vorrichtung wird beim Gebrauch in Fahrzeugen vom Schaffner an einem verstellbaren
Lederriemen umgehängt getragen, und zwar so, daß das mit Filz 23 (Abb.3) bezogene, besonders
geformte und dem Körper angepaßte Schutzblech 24 an der linken Hüfte anliegt. In dieser
Lage kann der Schaffner bequem mit der linken Hand die Kurbel drehen und mit der rechten
Hand den bedruckten Streifen an der Düsenöffnung abtrennen. Die Zähler 6, 6' sind durch
in der oberen Gehäusewand befindliche Schauöffnungen 25 und 25' ablesbar.
Die Papierrolle 16 wird auf eine Tragehülse 7 aufgesteckt und ist durch eine auf der äußeren Seite des Gehäuses befindliche Klappe 26, welche eine Schauöffnung 27 besitzt, zugänglich. Durch die Schauöffnung kann jederzeit festgestellt werden, ob sich noch genügend Papier auf der Rolle x6 befindet, damit eine Erneuerung rechtzeitig erfolgen kann. Die herausnehmbare Farbwalze 4 ist durch einen von seinem Tragestift 28 bequem, abschraubbaren Deckel 29 auswechselbar. Die übrigen Teile liegen hinter einer festen Wand 30 und sind für gewöhnlich unzugänglich, um Eingriffe in das Werk des Apparates, insbesondere in die Zähler, unmöglich zu machen.
Die Papierrolle 16 wird auf eine Tragehülse 7 aufgesteckt und ist durch eine auf der äußeren Seite des Gehäuses befindliche Klappe 26, welche eine Schauöffnung 27 besitzt, zugänglich. Durch die Schauöffnung kann jederzeit festgestellt werden, ob sich noch genügend Papier auf der Rolle x6 befindet, damit eine Erneuerung rechtzeitig erfolgen kann. Die herausnehmbare Farbwalze 4 ist durch einen von seinem Tragestift 28 bequem, abschraubbaren Deckel 29 auswechselbar. Die übrigen Teile liegen hinter einer festen Wand 30 und sind für gewöhnlich unzugänglich, um Eingriffe in das Werk des Apparates, insbesondere in die Zähler, unmöglich zu machen.
Handelt es sich darum, mit Vorrichtungen der in Frage stehenden Art mehr als zwei verschiedene
Fahrscheinsorten zu drucken und zu registrieren, so kann dies sinngemäß durch Anordnung weiterer T5'peneinsätze, weiterer
Nocken und weiterer mit ihnen zusammenwirkender Zähler geschehen. Nach der Erfindung
werden diese Zähler und Nocken dann, um möglichst an Platz zu sparen, paarweise
und versetzt hintereinander angeordnet.
In den Abb. 10 und 11 ist eine beispielsweise
Ausführungsform der Erfindung für vier verschiedene Fahrscheinsorten dargestellt. In der
Druckwalze 2 ist ein Typeneinsatz g"- für vier Druckstellungen und mit ebenso vielen, entsprechend
verteilten Nocken I4a, 146, 14^ und
14^ eingebaut. Die Nocken I4J und 14* sind
radial verstellt auf der einen Seite der Druckwalze und die Nocken 14^ und 14'' auf der anderen
Seite der Druckwalze dicht nebeneinander angeordnet. Die Zähler 6a, 6b, 6C und 6d sind
so eingebaut, daß Zähler 6a und 6C nebeneinanderliegen
und von den Nocken 14° und i4c
fortgeschaltet werden. Ferner liegen die Zähler 6b und 6d nebeneinander, aber seitlich versetzt,
so daß die Nocken 14'7 und i4c nicht mit
ihnen in Berührung kommen, sondern lediglich die Nocken 146 und i4ti!, und sie infolgedessen
nur von diesen fortgeschaltet werden. Je nach Einstellung des Hebels 10 in die Lagen A, B, C
oder D wird nun ein Fahrschein mit der der Druckstellung entsprechenden Bezeichnung ver- 8g
sehen und auf dem entsprechenden Zähler aufgerechnet. Bei Anordnung von mehr als zwei
Zählerpaaren werden diese konzentrisch zur Druckwalze 2 angeordnet.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen, bei welcher
der von einer Rolle kommende Streifen mittels einer Walze vorgeschoben und bedruckt
wird und ein in diese eingebauter, von außen einstellbarer Typeneinsatz zur Erzeugung von Preis- oder Gattungsaufdrucken
vorgesehen ist, der mit Schaltnocken in Verbindung steht, die je nach der ioo
Einstellung des Typeneinsatzes bei der Drehung der Druckwalze auf verschiedene fest gelagerte Zähler einwirken, dadurch gekennzeichnet,
daß die durch den Typeneinsatz (9) verstellbaren Schaltnocken (14,
14' usw.) auf einer exzentrisch in der Druckwalze (2) gelagerten und gleichzeitig mit dem
Typeneinsatz (9) drehbaren Achse in verschiedenen zur Längsrichtung der Achse senkrechten Ebenen und in ihrer Dreh- no
richtung gegeneinander versetzt angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Druckwalze (2)
eingebaute Typeneinsatz (9) durch einen seitlich angebrachten Hebel (10) verstellbar
ist, welcher von einer an der Gehäusewand befestigten Kappe (31) verdeckt wird, die so
ausgespart ist, daß der Typeneinsatz (9) nur in der Ruhestellung der Druckwalze (2) aus
der einen in die andere Lage umgestellt werden kann.
3· Vorrichtung nach Anspruch ι, dadurch
gekennzeichnet, daß die durch den Typeneinsatz (9) verstellbaren Schaltnocken (14,14'
usw.) sämtlich unmittelbar an diesem angebracht sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Typeneinsatz
(9) verstellbaren Schaltnocken (14,14'
usw.) zu beiden Seiten der Druckwalze (2) verteilt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH113065D DE554379C (de) | 1927-09-14 | 1927-09-14 | Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH113065D DE554379C (de) | 1927-09-14 | 1927-09-14 | Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE554379C true DE554379C (de) | 1932-07-09 |
Family
ID=7171713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH113065D Expired DE554379C (de) | 1927-09-14 | 1927-09-14 | Vorrichtung zum Drucken und Registrieren von Fahrscheinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE554379C (de) |
-
1927
- 1927-09-14 DE DEH113065D patent/DE554379C/de not_active Expired
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