DE880652C - Verfahren zur Entfernung des Austriebes an Gummiabsaetzen und Vulkanisierform zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Entfernung des Austriebes an Gummiabsaetzen und Vulkanisierform zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
- Verfahren zur Entfernung des Austriebes an Gummiabsätzen und Vulkanisierform zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft eine Vulkanisierform für Gummiabsätze, bei der die Kante des Formuestes g,ratförmig und winkelig auf die Gegenfläche des Formdeckels stößt.
- Da bei der Herstellung von Gummiabsätzen, ebenso wie bei der Anfertigung sonstiger in Formen vulkanisierter Gummigegenstände, das Volumen des Rohlings etwas größer bemessen wird als dasjenige des Fertigartikels, um mit Sicherheit ein dichtes, an allen Stellen sauber ausgeprägtes Vulkailisat zu erhalten, tritt während des Erhitzens der Gummimasse ein Teil des Rohlings aus dem Formnest heraus. Er hebt die Formteile etwas voneinander ab und bildet eine Haut odereinFellzwischen den einander zugekehrten Flächen der Formteile.
- Man hat auch schon bei Vulkanisierformen für andere(-legenstallde sowohl in den unteren wie auch in den oberen Formteilflächen in einigem Abstand von dem Formnest um dieses Formnest verlaufende Nuten oder sonstige Vertiefungen vorgesehen, um den überschüssigen Austrieb aufzufangen. Dies geschah insbesondere deshalb, damit bei erhehlichen Ubermessungen der Rohlinge die Formhälften sich nicht zu sehr voneinander abheben und damit die Abmessungen des Vulkanisates zu sehr vergrößert werden. Bei Mehrfachformen für Gummiabsätze hat man diese Maßnahme wegen Platzmangel jedoch im allgemeinen nicht angewandt, sondern die Formnester für die einzelnenAbsätze so dicht zusammengelegt, wie es die ausreichende Festigkeit der dazwischen bestehend bleibenden Stege erlaubt, um möglichst viele Formnester in einer gegebenen Formgrundfläche unterzubringen. Da bei Gummiabsätzen bisher der Austrieb an jedem einzelnen Absatz mittels dafür bekannter Sondervorrichtungen abgeschnitten werden mußte, hat man vielfach auf das Erhalten eines zusammenhängenden Austriebsfelles von etwa 0,5 biswo,8 mm Dicke zwischen den einzelnen Absätzen Wert gelegt, da man so dieses Fell zusammen mit den daran hängenden Absätzen als Ganzes aus der Vulkanisierform her- -atisziehen konnte. Dieses Gesamtfell wurde dann vorgetrennt in einzelne Stücke, bestehend aus je einem Absatz mit einem darum befindlichen Austriebsrand, der dann auf den bereits erwähnten Vorrichtungen sauber abgeschnitten werden mußte.
- Es werden somit verschiedene von Hand auszuführendeArbeitsgänge notwendig, die auf das Enderzeugnis verteuernd wirken.
- Der erfindungsgemäße Vorschlag geht nun dahin, die Vulkanisierform mit einer um das Formnest verlaufenden Austriebsnut zu versehen, die unmittelbar neben dem Formnest beginnt und nur durch eine gratförmige Kante bzw. zwei sich gegenüberliegende Grate von dem Formnest getrennt ist. Es wird hierdurch erzielt, daß der Austrieb in Form eines um den Absatz verlaufenden Stranges gesammelt werden kann, der mit dem Absatz über eine schmale und dünne Verbindung im Zusammenhang steht. Nach dem Öffnen der Form wird der Austrieb dann als Ganzes abgerissen, womit das Erzeugnis dann bereits in seinem Fertigzustand vorliegt. Wesentlich ist, daß die Verbindung zwischen dem Austrieb und dem Absatzkörper schmal und dünn ist, damit das Abreißen des Austriebes unbedingt entlang dieser vorgeschriebenen Linie erfolgt. Nur auf diese Weise ist es erreichbar, daß die fertigen Absätze ein sauberes und mit dem von beschnittenen Absätzen vergleichbares Aussehen zeigen. Mit den bisher bekannten Vulkanisierformen, bei denen die Austriebsnuten in einigem Abstand von den Formnestern verlaufen, war ein solcher Zustand nicht erreichbar, denn bei dem Versuch, den Austrieb durch Abreißen zu entfernen, wäre das Fell zwischen dem Formling und der in der Nut gesammelten Austriebsmenge unregelmäßig abgerissen, da dieses Fell eine erhebliche Breite hat. Man hat auch schon versucht, Preßartikel in Formen herzustellen, bei denen der Rand des Formnestes einer geneigten Platte im Formendeckel gegenübersteht, so daß hierdurch eine Kerbe zwischen dem Werkstück und dem Austriebsfell entsteht. Diese Anordnung ist aber nicht geeignet, das Abreißen des Austriebsfelles einwandfrei sicherzustellen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren und die dazu erforderlichen Einrichtungen seien an Hand der Zeichnung, welche Ausführungsbeispiele wiedergibt, erläutert.
- Die Abb. I und 2 geben Schnitte bzw. Teilschnitte durch einzelne Formnester wieder.
- Zugrunde gelegt ist eine zweiplattige Formenausführung, bestehend aus der Unterplatte I, in welche die Formuester 2 eingefräst sind, und der Oberplatte (Deckel) 3. In dem Formnest wird der Absatz 4 vulkanisiert. Im vorliegenden Beispiel weicht weder dieser Absatz noch die Formunterplatte I von den bekannten Ausführungen ab. in die Formoberplatte 3 dagegen ist die Austriebsnut 5 eingefräst, und zwar so, daß ihre Innenkante über der Außenkante des Formnestes bzw. des Absatzkörpers liegt. Atmet die Form dann etwas während des Vulkanisationsvorganges, d. h. heben sich die beiden Formplatten I und 3 unter dem Innendruck der heißl werdenden Kautschukmischungen voneinander ab, so bildet sich ein Übergang zwischen dem Formnest und der Austriebsnut 5, welcher von beiden Seiten durch sich gegenüberliegende scharfe Grate begrenzt wird. Tritt der Überschuß an Kautschukmischung in die Nut 5 ein und verfestigt er sich dort im Laufe dier Vulkanisation, so steht dieser Austriebswulst oder Austriebsstrang mit dem Absatz 4 immer nur über eine -sehr schmale und dünne Verbindung im Zusammenhang, die leicht durchgerissen werden kann und vor allem immer an einer genau vorbezeichneten Stelle durchreißt, so daß sich eine Trennlinie ergibt, die ähnlich glatt ist wie ein Schnitt.
- Ist der Uberschuß an Kautschukmasse beträchtlich, so daß er nicht ganz in der Austriebsnut 5 Platz findet, würde er die beiden Formplatten in stärkerem Maße voneinander abheben und sich eine dickere Übergangsstelle zwischen dem Absatz und dem Austriebswulst bilden. Es kann daher unter Umständen zweckmäßig sein, die Anordnung entsprechend Abb. 2 zu treffen, bei der die Formoberplatte mit möglichst geringem seitlichem Spiel kolbenartig etwas in das Formnest hineinragt. Das Maß 6 dieses Hineinragens braucht nur gering zu sein, im Normalfall etwa 0,5 mm. Es wird durch diese Anordnung sichergestellt, daß die Dicke der Verbindung zwischen Absatz und Austriebswulst ein vorbestimmtes Maß niemals überschreitet.
- Die Behandlung des Vulkanisates nach dem Öffnen der Form erfolgt im vorliegenden Fall mit Vorteil anders als bei der eingangs beschriebenen bisherigen Handhabung. Während man bisher die Absätze mit dem dazwischen befindlichen Austriebsfell als Ganzes aus der Form herausnahm und dann zerlegte, wird nunmehr vorzugsweise zuerst der Austrieb, der für jeden Absatz einen ringförmigen Strang, meistens ein über die ganze Formplatte fortlaufendes Gitter bildet, in einem Zug abgerissen, während die Absätze noch in den Formnestern verbleiben. Diese können dann als Fertigprodukte, die keiner weiteren Behandlung bedürfen, aus der Form herausgenommen werden.
- Es ist zwar vorteilhaft, aber nicht erforderlich, daß die Austriebsnuten 5 sich in der Formoberplatte befinden. Sie können vielmehr auch in der Formunterplatte angeordnet werden, wobei lediglich darauf zu achten ist, daß zwischen dem Formnest und dieser Nut sich ein scharfer Grat befindet. Es ist auch nicht erforderlich, daß die Austriebsräume als fortlaufende Nut geschlossen um den ganzer Absatz heraumlaufen, jedoch ist die letztere Ausführung die vorteilhafteste. Für benachbarte streckenweise parallel laufende Kanten zweier Formnester brauchen nicht zwei getrennte, sondern kann eine gemeinsame Austriebsnut vor- gesehen werden. Dies ist auch insofern vorteilhaft, als die Austriebe der benachbarten Formnester dann fest zusammenhängen und die Entfernung des Austriebes einer ganzen Formplatte in einem Zug ermöglichen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vulkanisierform für Gummiabsätze, bei der die Kante des Formnestes gratförmig und winkelig auf die Gegenfläche des Formdeckels stößt, gekennzeichnet durch eine um das Formnest (2) verlaufende Austriebsnut (5), die unmittelbar neben dem Formnest beginnt und nur durch eine gratförmige Kante bzw. zwei sich gegenüberliegende Grate (8) von dem Formnest getrennt ist.
- 2. Vulkanisierform nachAnspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Austriebsnut (5) sich in der Formoberplatte (3) befindet.
- 3. Vulkanisierform nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formoberplatte (3) kolbenartig mit möglichst geringem Spiel etwas in das Formnest (2) hineinragt. ~~~~~~~~ Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 393 I7I, 593 874, 699148, 742 »Kautschuk und verwandte Stoffe« von Dr. Boström, Lange, Schmidt, Stöcklin, 1940, S. 332.
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Publications (1)
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| DE880652C true DE880652C (de) | 1953-06-22 |
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ID=7013049
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE880652C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE393171C (de) * | 1924-03-31 | Mitteldeutsche Gummiwarenfabri | Form zur Herstellung von Sohlen und Absaetzen aus Gummi | |
| DE593874C (de) * | 1929-12-02 | 1934-03-09 | Westinghouse Bremsen Ges M B H | Zweiteilige Vulkanisierform fuer das Herstellen von Packungen |
| DE699148C (de) * | 1938-12-11 | 1940-11-23 | Semperit Ag | Vulkanisierform |
| DE742218C (de) * | 1941-07-24 | 1943-11-24 | Continental Gummi Werke Ag | Vulkanisierform mit einsetzbarem Fuellstueck zum Herstellen von Gummimetallbauteilen |
-
1950
- 1950-11-03 DE DEC3366A patent/DE880652C/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| DE393171C (de) * | 1924-03-31 | Mitteldeutsche Gummiwarenfabri | Form zur Herstellung von Sohlen und Absaetzen aus Gummi | |
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