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Kammern aufweisendes und für Badende bestimmtes Wasserfahrzeug Es
gibt bereits Schwimmkörper aufweisende Fahrzeuge, die durch Schaufelräder von Hand
oder vom Fuß aus in Bewegung gesetzt werden können. Diese bekannten Wasserfahrzeuge
können nur mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit bewegt werden.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Luftkammern aufweisendes Wasserfahrzeug.
Gemäß der Erfindung ist das Wasserfahrzeug mit einem Motorantrieb ausgestattet und
mit Einrichtungen versehen, um im, Schlepp den Badenden nach sich zu ziehen. Ein
solches Fahrzeug kann nicht nur zum Wassersport benutzt werden, sondern ist auch
vorzüglich als Rettungsfahrzeug zu verwenden:. Das Fahrzeug kann sich mit einer
Geschwindigkeit von etwa 30 km bewegen, wodurch jeder das Fahrzeug verwendende
Badende in der Lage ist, sich einer in Wassernot befindlichen Person in kürzester
Zeit zu nähern.
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Die vom Motor angetriebene Propellerwelle kann etwa waagerecht oder
senkrecht angeordnet sein. In beiden Fällen hängt sich der Badende hinten am Fahrzeug
an.
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Bei waagerechter Anordnung wird die Propellerwelle mit dem Propeller
zweckmäßig in einem etwa waagerechten Rohr angeordnet. Die vordere Öffnun- dieses
Rohres wird mit einem Gitter, einem Sieb od. dgl. und außerdem mit einer Schutzgummiwulst
ausgestattet, um bei einer etwaigen Kollision mit einem Badenden diesen möglichst
vor Verletzungen zu schützen. Der Propeller der waagerechten Propellerwelle arbeitet
auf Zug und saugt durch das Rohr Wasser an. Das angesaugte `'Wasser strömt durch
eine im Rohr hinter dem Propeller
angebrachte Öffnung wieder heraus
und trennt sich hierbei in zwei durch einen Kiel des Fahrzeuges und durch entsprechende
Formgebung der Unterseite des Fahrzeuges vom Fahrzeug weg nach außen geleitete Ströme.
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Bei senkrechter Anordnung der Propellerwelle greift die Propellerwelle
mit dem Propeller in einen unterhalb des Fahrzeuges angeordneten Kanal ein. In diesem
Fall findet ein sogenannter Schneiderpropeller Verwendung, der aus einer drehbaren
Scheibe besteht; an der Propellerflügel angelenkt sind, die sich für das Arbeiten
des Propellers entsprechend einstellen.
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Der Fahrzeugkörper besteht zweckmäßig aus einem hohlen Metallkörper,
der Luftkammern enthält und den Motor mit der über eine Kupplung angeschlossenen
Propellerwelle aufnimmt. Der Badende hängt sich an das Ende des Fahrzeuges an. Hierzu
kann zweckmäßig eine am hinteren Ende des Fahrzeuges angebrachte Haltestange dienen.
Diese Haltestange 'kann gleichzeitig den .Gasnebel und den Kupplungshebel trägen,
so daß der Badende diese Hebel leicht bedienenkann. Sollte der Badende durch irgendwelche
Umstände das Fährzeug freigeben, so hört dieses bald auf zu laufen, da der Gashebel
.freigegeben ist -und der Motor !keinen Betriebsstoff `mehr erhält. Der Handgriff
zum Be-" tätigen des Anlassers wird in nächster Nähe der genannten Haltestange vorgesehen..
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Der Erfindungsgegenstand ist in beispielsweisen Ausführungsformen
in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. i einen Horizontalschnitt durch
das Fahrzeug, Fig. 2 eine Seitenansicht eines Wasserfahrzeuges in verkleinerter
Ausführung; Fig. 3 und q. eine Seitenansicht und eine Vorderansicht eines Fahrzeuges
finit. senkrecht angeordneter Propellerwelle, Fig. 5 und 6 eine weitere Ausführungsform,.
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In Fig. x bezeichnet i einen hohlen flachen Metallkörper des Fahrzeuges.
Dieser hohle Metallkörper kann in irgendwelcher nach strömungstechnischen Gesichtspunkten
gebauter Form, z:. B. auch in der Form eines .Schwimmvogelkorpers gehalten sein.
In dem hohlen wasserdichten Metallkörper ist eine wasserdichte Kammer 2 vorgesehen,
in welcher der Motor 3 gelagert ist, an den über eine Kupplung q. die etwa waagerecht
liegende Propellerwelle 5 angeschlossen ist, die den Propeller 6 trägt. Die Kupplung
q. ist normalerweise geschlossen. Der Propeller 6 ist in einem, Rohr 7 angebracht,
dessen Öffnung 8 ein in der Zeichnung nicht weiter dargestelltes Schutzgitter, ein
Drahtnetz od-. dgl. Arid weiterhin eine ebenfalls in der Zeichnung nicht weiter
dargestellte Schutzgummiwulst aufweist: Das Rohr 7 kann mit dem Metallkörper i aus
einem Stück bestehen. Der Propeller 6 arbeitet auf Zug.. Das von. dem. Propeller
angesaugte Wasser wird durch eine hinter dem Propeller 6 vorgesehene Öffnung des
Rohres 7 wieder herausgedrückt. Am hinterer Ende des Fahrzeuges ist eine Haltestange
9 befestigt, an welche sich der Badende anhängt. Diese Haltestange g trägt
in ähnlicher Weise wie bei Motorrädern einen Drehgasgriff io, der in bekannter Weise
mit dem. Motor in Verbindung steht: Außerdem ist auf der Stange 12 ,noch ein Kupplungshebel
ii zur Betätigung der Kupplung q. vorgesehen. In nächster Nähe der Haltestange g
befindet sich ein Handgriff 1:2 zur Betätigung des Anlassers. Wenn der Badende den
Griff 12 betätigen will, hält er sich mit der einen Hand an der Stange g fest, während
er mit der anderen Hand den Griff 12 ruckartig an sich heranzieht.
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Fig. 2 zeigt in verkleinertem Maßstab, eine Seitenansicht des Wasserfahrzeuges:
Das Rohr 7 ist in Fig.: etwas bogenförmig dargestellt. Es kann auch als. genau zylindrisches
Rohr ausgebildet sein und waagerecht liegen. Die Ausbalancierung des Fahrzeuges
-in die richtige Lage wird mittels der Luftkammern und der Belastung vorgenommen.
Der rückwärtige Auslauf des Rohres 7 'kann so gestaltet sein, daß er nach strömungstechnischen
Gesichtspunkten in die untere Seite des Fahrzeuges übergeht und daß das aus dem
Rohr 7 ausströmende Wasser durch einen Bootskiel in zwei Ströme unterteilt wird,
die vom Bootskörper nach außen fließen.
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Fig. 3 und ¢ zeigen in Seiten- und Rückansicht ein Wasserfahrzeug
mit einer senkrecht angeordneten Propellerwelle. Unterhalb des Wasserfahrzeuges
ist hier ein vom. Wasser durchströmter Kanal 13 vorgesehen. Die Propellerwelle dieses
Fahrzeuges ist senkrecht angeordnet und mit einem Schneiderpropeller 14 ausgestattet,
der innerhalb des Kanals 13 liegt und das in den Kanal 13 einströmende Wasser nach
hinten wegdrückt. In Fig. 2 ist die Haltestange g .nicht mit eingezeichnet.
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Der Fahrzeugkörper kann auch aus zwei schwimmfähigen, torpedoartig
ausgebildeten Bootshälften bestehen.
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Das Fahrzeug bedarf keiner besonderen Steuereinrichtungen, da der
Schwimmende das Fahrzeug in jede gewünschte Richtung legen kann.
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Fig. 5 und 6 zeigen ein mit Törpedoschwimmer ausgerüstetes Wasserfährzeug.
Dieses Wasserfahrzeug :besteht aus einem kastenartigen Schwimmkörper 15, der durch
Zwischenwände 16, 17 in mehrere Abteile unterteilt ist. Die Zahl der Abteile kann
beliebig gewählt werden. Im, Abteil 18 ist der Motor ig auf in diesem Abteil festgelegten
Tragschienen 2o gelagert. Die Motorwelle 21 führt durch. die Zwischenwand 16 hindurch
nach vorn und trägt am vorderen Ende den Saugpropeller z2. Im Durchgang der Welle
2i durch die Wand 16 ist eine Stopfbuchse angeordnet. Der Propeller 22 sitzt geschützt
in einem Ringrohrstück 23, in dessen vorderem Teil zum - Schutz des Propellers ein
starkes Gitter angebracht ist. Außerdem trägt das Ringrohrstück 2.3 an seinem vorderen
Rand eine Gummischutzwulst. Das Ringrohrstück23 steht mit dein Schwimmkörper 15
durch nach strömungstechnischen Gesichtspunkten geformte Leitungswände in fester
Verbindung. An diesen Wänden können weitere Lagerungen für die Welle 21 vorgesehen
sein.
Nach oben hin werden die einzelnen Abteile des Schwimmkörpers möglichst dicht abgedeckt.
Die Ausführung kann so getroffen sein, daß für jedes Abteil ein besonderer Deckel
vorgesehen ist. Das vordere Abteil- 24 kann zum: Einlegen von Sachen oder sonstigem
Privateigentum des Badenden benutzt werden. Durch das Abteil 25 können die Abgasrohre
und Luftröhre des Motors hindurch ins Freie geführt werden.
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An beiden Seiten des Schwimmkörpers 15 sind Torpedoschwimmer 2"6,
27 angeordnet, deren Größe und Inhalt entsprechend der richtigen Schwimmlage des
Wasserfahrzeuges unter Berücksichtigung des Gewichtes des Motors festgelegt wird.
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Das Wasserfahrzeug ist entsprechend der Ausführung nach Fig. i mit
einer Haltestange 12 und sonstigen Haltegriffen und, weiterhin mit einem Drehgasgriff
io, einem Kupplungshebel i i und einem Anlasser ausgerüstet, wie es bereits dass
Fahrzeug nach Fig. i zeigt.
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Das Fahrzeug kann auch elektrisch angetrieben werden. Man kann eine
Akkumulatarenbatterie im Fahrzeug und dazu einen Umformer und einen Regler anordnen.
Die Akkumulatorenbatteriekann im Fährzeug aufgeladen werden, ohne daß es nötig ist,
sie auszubauen. Das Fahrzeug kann so ausgebildet sein, daß es zu Unterwasserfahrten
verwendbar ist.