DE878110C - Messradzaehler - Google Patents

Messradzaehler

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DE878110C
DE878110C DEG6471A DEG0006471A DE878110C DE 878110 C DE878110 C DE 878110C DE G6471 A DEG6471 A DE G6471A DE G0006471 A DEG0006471 A DE G0006471A DE 878110 C DE878110 C DE 878110C
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wheel
measuring wheel
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shaft
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DEG6471A
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Hans Dipl-Ing Gehre
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F15/00Details of, or accessories for, apparatus of groups G01F1/00 - G01F13/00 insofar as such details or appliances are not adapted to particular types of such apparatus
    • G01F15/02Compensating or correcting for variations in pressure, density or temperature

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

  • Meßradzähler Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf SIeßradzähler (Flügelradzähler, ÄVoltmann - Zähler u. dgl.) für die Volumenerfassung in Rohrleitungen strömender Flüssigkeiten und Gase.
  • Allen Meßradzählern haftet der Nachteil an, daß das Meßrad die zur Überwindung seinerLaufwiderstän,de erforderliche Energie der Strömung des NIeßmittels entnimmt. Infolgedessen bleibt die Drehgeschwindigkeit des Meßrades hinter dem Soll zurück, und zwar so weit. bis der am Äießrad entstehende Schlupf ein Drehmoment erzeugt, svelches ausreicht, um das durch die Laufwiderstände verursadte ÄViderstandsmoment zu überwinden. Dieser Schlupf bedeutet natürlich, weil durch ihn die Proportionalität zwischen der Durchflußstärke und der Drehgeschwindigkeit des Meßrades gestört ist, einen Anzeigefehler, und man kann sich leicht vorstellen, daß diese Störung und damit der Fehler mit abnehmender Strömungsgeschwindigkeit schnell größer wird. Das gilt in gesteigertem Maße bei gasförmigen Meßmitteln, weil bei ihnen der Anteil der entnommenen Energie im Verhältnis zur gesamten von der Strömung zur Verfügung gestellten Energie sehr groß ist.
  • Aus den vorgenannten Gründen war bisher der Meßbereich der Flügelradzähler, Woltmann-Zähler u. dgl. nach unten zu in einem für die Meßpraxis äußerst störendem Maße begrenzt, und es war daher bisher auch nicht möglich, Zähler dieser Art für kleinere Leistungen zu bauen, wie dies gerade wegen ihrer baulichen Einfachheit und entsprechend geringen Baukosten wünschenswert wäre.
  • Die bisher gemachten Vorschläge und Versuche, die Anzeige derartiger Zähler zu verbessern, sei es durch Beeinflussung der Strömung zur Gangregulierung des Meßrades, sei es durch Addition eines konstanten oder veränderlichen Korrekturbetrags zur Zählwerksanzeige oder durch Anwendung einer entsprechend veränderlichen Übersetzung zum Zählwerk, ergeben nur grobe Annäherungen, die den ständig steigenden Anforderungen Ider Meßpraxis heute nicht mehr genügen.
  • Durch keine dieser bekannten Maßnahmen wird die -Fehlerquelle selbst, eben die Entnahme von Energie für den Antrieb des Meßrades aus der Strömung des Meßmittels, beseitigt. Solange aber diese Fehlerquelle bestehenbleibt, bleibt auch die Anzeige ,dieser Zählerbauart wichteabhängig, weil ja der am Meßrad wirksame Strömungsimpuls durch die Wichte des zu messenden Mittels mitbestimmt ist. Auch diese Wichteabhängigkeit ist ein schwerwiegender Nachteil der bisherigen Meßradzählerkonstruktionen, und unterstreicht die Dringlichkeit der Forderung nach einer wirksamen Abhilfe.
  • Würde es nun gelingen, das Meßrad von jedem Laufwiderstand zu befreien, dann wäre seine Drehgeschwindigkeit nur noch Idurch die jeweiligen Geschwindigkeitsdreied:e, also rein kinematisch, bestimmt. Es ergäbe sich dann eine vollkommene Proportionalität zwischen der Durchflußstärke (m³/h) und der Drehgeschwindigkeit (U/h) des Meßrades, dessen Gang dann zugleich unabhängig -von der Wichte des Meßmittels wäre. Mit anderen Worten: Die Meßradzähler würden die MeB-genauigkeit eines vollkommenen Volumenzählers erlangen, ohne jedoch die Nachteile der bekannten Volumenzählerbauarten zu besitzen.
  • Mithin ist die Aufgabe gestellt, bei einem Mellradzähler die Übertragung zwischen Meßrad und Zählwerk derart auszubilden, daß seitens des Zählwerks und der Antriebsübertragung dorthin keinerlei Antriebswiderstände an der Meßradwelle hervorgerufen und gleichzeitig die aus der Meßradwellenlagerung usw. resultierenden Widerstandsmomente kompensiert werden.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird diese Aufgabe in einfacher Weise gelöst. Sie besteht im wesentlichen darin, daß in den Zähiwerksantrieb ein Hilfstrieb eingebaut ist, der von einer getrennten Energiequelle angetrieben und ,dessen Gang von der Meßradwelle gesteuert wird.
  • Als Hilfstrieb kann beispielsweise ein Federwerk oder ein SynchronCmotor, ein durch einen Gasdruck erzeugter oder sonst geeigneter Antrieb dienen und als drehzahlabhängige Gangsteueraing dieses Hilfstriebs eine von der Meßradwelle getriebene Sperrvorrichtung, welche den Ablauf eines auf der Nebentriebwelle sitzenden Hemmrades bestimmt.
  • Fig. I der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung ein, Ausführungsbeispiel- der Erfindung.
  • Auf ,der bei I und 2 in Spitzen gelagerten stehenden Welle 3 des Flügelrades 4, welches hier zur Messung der Geschwindigkeit eines in einer Rohrleitung strömenden Gases dienen möge, sitzt die Schnecke 5, welche über ein Schnteckenrad 6 die Welle 7 antreibt. Auf dieser sitzen in geringem Abstand zueinander zwei kreisrunde Scheiben 8 und 9.
  • Die Scheibe 8 besitzt eine Aussparung I0, die Scheibe g eine Aussparung I I, und die Anordnung ist hier so getroffen, daß die beiden Aussparungen um I,80!°' gegeneinander versetzt sind. In einer radial zur Welle 7 liegenden Ebene ist auf einer Welle 12 ein Hemmrad I3 mit Stiften 14 angeordnet. Die Welle I2 und damit das llemmrad I3 wird über ein Federwerk I5 angetrieben, welches außerdem unter Zwischenschaltung eines entsprechend gewählten Übersetzungstriebs I6, I7 das Zählwerk 18- antreibt. rDer Abstand der Welle I2 von der Schneckenradwelle 7 ist so gewählt, daß die Stifte I4 des Hemmrades I3 durch die Aussparungen 10 und II' der beiiden Scheiben' 8 und 9 hindurchgehen.
  • Das Federwerk I5, es kann, wie gesagt, auch ein Synchronmotor, ein von einem Gasdruck gold. dgl. erzeugter oder ein sonst geeigneter Antrieb sein, sucht das' Hemmrad I3 im Sinne des eingetragenen Pfeiles 1 zu drehen, während das Meßrad 4 die Welle 7 im Sinne des Pfeiles II antreibt. Infolgedessen treffen die Stifte 14 des Hemmrades I3 nacheinander abwechselnd auf den Rand der Scheibe 8 und den ,der Scheibe 9, so daß das Hemmrad I3 am Durchgehen gehindert ist.
  • In der in Fig. I gezeichneten Stellung hat sich einer der Stifte 14 des Hemmrades I3, welches in Anordnung und Wirkungsweise etwa dem Hemmrad einer Uhrwerksunruh entspricht, gerade am Rand felder Scheibe g gefangen, wodurch das Hemmrad an der Weiterdrehung gehindert ist. Erst wenn sich bei ,der Weiterdrehung der Scheibe g die Aussparung 11 unter den betroffenen Stift schiebt und ihn freigibt, schnellt das Hemmrad I3 weiter, und zwar bis der nächstfolgende Stift auf den Rand der Scheibe 8 trifft, wodurch das Hemmrad erneut festgehalten wird. Bei der Weiterdrehung der Scheibe 9 schlüpft ,dann der festgehaltene Stift durch die Aus sparung I0, worauf er auf die Scheibe g trifft und das Hemmrad; I3 wiederum angehalten wird usw.
  • Die Wahl der Übersetzung zwischen dem Feder werk 15 und dem Hemmrad I3 ist so getroffen, daß der Auflagedruck der Stifte 14 am Rand der Scheiben 8 und 9 unmerklich gering ist. Infolge dessen wird auch die durch diesen Auflagedruck erzeugte Reibung an den Scheiben 8 und 9 und damit das sich aus dieser Reibung ergebende Widerstandsdrehmoment an der Welle 7 praktisch gleich Null bzw. vernachlässigbar gering. Man könnte also die Scheibe 8 und 9 auch unmittelbar an der Meßradwelle 3 anordnen, ohne eine schädliche Bremsung befürchten zu müssen.
  • In einem solchen Fall verwendet man zweckmäßig statt der ebenen Scheiben 8 und 9 solche, die nach Art einer Schraubenfläche aufgebogen sind, wie dies beispielsweise in Fig. 2 gezeigt ist. Dabei kann man die Steigung der Schraubenflächen so groß wählen, daß durch erden Auflagedruck der Stifte 14 gegen den Rand der Schraubenflächen ein in der Drehrichtung der Meßradwelle wirksames Drehmoment entsteht, welches ausreicht, alle Laufwiderstände (Lagerreibung usw.) der Meßradwelle zu kompensieren. Natürlich kann man je nach den Erfordernissen des Einzelfalles auch eine Unter- oder eine Überkompensation wählen, d. h. man hat es durch die vorliegende Erfindung in der Hand. das Ideal eines widerstandsfreien NIeßrades praktisch zu verwirklichen und damit die NIeßgenauigkeit und den Umfang des Meßbereichs in einem bisher für unerreichbar gehaltenen Ausmaß zu vergrößern.
  • Bei der Anordnung nach der Fig. 2 ist der Drehsinn so gewählt, daß der Auflagedruck der Stifte 14 nach oben, also dem Gewicht des rotierenden Systems entgegen, wirkt. Natürlich ist auch die umgekehrte Anordnung möglich. Die Schraubenflächen 8 und 9 umfassen die Mellradwelle 3 so weit, daß die Schleusung der Stifte 14 sichergestellt ist.
  • Diese vollzieht sich im übrigen in der bei Fig. I erläuterten. Weise.
  • Die Ausführungen nach den Fig. I und 2 ergeben keine stetige, sondern eine mehr oder weniger sprunghafte Drehbewegung des Hemmrades 13. Bei langsamem Gang der Meßradxvelle 3 bzw. der Schlleclsenra,dwelle 7 spielt dies keine Rolle. Bei schnellem Gang dagegen bedarf das Hemmrad I3 während der Sprünge einer starken Beschleunigung, um der Drehgeschwindigkeit der Meßradwelle und damit dem Durchschleusungstempo folgen zu können. Dies verlangt aber wiederum ein entsprechend großes Drehmoment am Hemmrad 13.
  • Es ist ohne weiteres einzusehen, daß bei einem gegebenen Antriebsmoment für das Hemmrad 13 der Auflagedruck an den Schraubeuflächen s, g bei kleiner Drehzahl der Meßradwelle 3 am größten ist und mit steigender Drehzahl- abnehmen. muß, weil dann die erforderliche Beschleunigung zunimmt und das vorhandene Drehmoment um einen entsprechenden Betrag verringert wird. Wenn also bei kleiner Drehzahl der Meßradwelle das an ihr durch den Auflagedrucli erzeugte Drehmoment den gewünschen zusätzlichen Antrieb für die Kompensation der Lagerreibung an der Meßradwelle hergibt, wird es für große Drehzahlen nicht mehr ausreichen. Den Fehlbetrag, welcher mit zunehmender Drehzahl der Nileßradwelle größer wird, muß dann das WIeßradß hergeben. Denn andernfalls würde das Hemmrad 13 zurückbleiben, und die Proportionalität zwischen der Drehgeschwindigkeit der Meßradwelle 3 und der Zählwerksanzeige bei IS würde verlorengehen.
  • Um in allen Stellungen, welche das Hemmrad und die Schraubenflächen 8, g zueinander einnehmen, die Mitnahme des Hemmrades zu gervährleisten, müssen die Schrauheuflächen in der aber gangszone einander genügend weit überdecken oder ineinander übergehen. In diesem letzten Fall ergibt sich eine weitere Vereinfachung, und an die Stelle einer sprunghaften Drehbewegung des Hemm- inrades I3 tritt eine stetige.
  • Damit nun in Fällen, in denen der Antrieb des Hemmrades kein ausreichendes Drehmoment zur Verfügung stellt, dasMeßrad nicht auch nochdiesen Antrieb mitnehmen oder beschleunigen muß und dadurch unzulässig belastet wird, empfiehlt es sich, in diesem Antrieb an geeigneter Stelle ein Sperrradgetriebe als Freilauf einzubauen, wobei das Zählwerk von der Hemmradwelle angetrieben wird.
  • Stellt dagegen der Antrieb von sich aus eine höhere Drehzahl zur Verfügung, so wird man an Stelle des Freilaufs vorteilhaft eine Gfeitkupplung verwenden, welche dem Hemmrad ein Drehmoment von gewünschter konstanter oder veränderlicher Größe zuleitet.
  • Nun kann es vorkommen, daß der Antrieb des Hemmrades aus irgendeinem Grunde einmal aussetzt, bei einem Elektromotor beispielsweise durch Stromausfall, bei einem Uhrwerk etwa durch Ablauf der Feder, bei Gas- oder Druckluftantrieb etwa durch Ausbleiben des Drucks usw. Dann würde die plötzliche Belastung, die das vorher unbelastete Meßrad durch die Notwendigkeit, nun den ganzen Zählwerksmechanismus anzutreiben, erfährt, die durch die Eichung festgelegte Fehlerkurve verlagern und damit die Eichung illusorisch machen.
  • Um dieser Gefahr zu begegnen und zu verhüten, daß das Meßmittel dann ungemessen durch den Zähler geht, wird gemäß der Erfindung ein Drehmomentanzeiger als Hilfsvorrichtung vorgesehen, welche bei Nachlassen der Antriebskraft zum Hemmrad entweder die Meßmittelzufuhr zum Zähler absperrt oder einen Ersatz für die fehlende Antriebskraft einschaltet. Im ersten Fall bildet der Drehmomentanzeiger den Antrieb oder die Steuerung einer in die Meßleitung eingeebauten Absperrvorrichtung (Ventil od. dgl.), im zweiten dient er als Schalter einer Hilfsenergiequelle. Selbstverständlich kann man auch beide Äusbil.dungsformen der Hilfsvorrichtung gleichzeitig anwenden und die Anordnung so treffen, daß zunächst die Hilfsenergiequelle eingeschaltet und erst bei deren Versagen das Ventil in der Meßleitung geschlossen wird.
  • In allen diesen Fällen ist es gleichgültig, ob das Aktionsdrehmoment der Welle 12 oder das Reaktionsdrehmoment des Hemmradantriebs I5 verwendet wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer solchen Hilfsvorrichtung ist in Fig. 3 dargestellt.
  • Der Antrieb 15 des Hemmrades I3 ist hier ein Spiralfedertrieb, welcher über die Surbelwelle I9, eine Gleitkupplung 20 und das Rädenverk I6, I7 die Hemmradwelle 12 antreibt. Die Stifte 14 greifen hier in die an der NIeßradwelle 3 vorgesehenen Schraubenflächen 8, g ein. Vom Räderwerk 16, 17 ist ein Antrieb für das Zählwerkes abgezweigt.
  • Das eine Ende der Spiralfeder I5 ist an der Welle 21 befestigt, auf welcher das eine Sonnenra,d 22 eines Differentialgetriebes 22, 23, 24 sitzt. Das an dere Sonnenrad 23 ist auf der Welle 25 angeordnet, auf welcher auch ein Sperrad 26 sitzt, in welches die Sperrklinke 27 eingreift und eine Rückdrehung verhindert. Auf derselben Welle 25 sitzt auch ein Schlüssel 28 für den Handaufzug der Spiralfeder 15 sowie ein Elektromotor 29, und die Anordnung ist so getroffen, daß jeder dieser beiden Antriebe unabhängig vom anderen benutzt werden kann.
  • Das Planetenrad 24 sitzt auf der Kreuzwelle, deren Verlängerung nach der einen Seite den Hebelarm 30, nach der anderen Seite den Hebelarm 31 bildet. Am Hebel arm 30 greift die Rückholfeder 32 an, welche ihn nach oben zu ziehen sucht. Der Hebelarm 31 ist bei 33 an die Schubstange 34 und diese bei 35 an den Schaft 36 des Ventils 37, 38 angelenkt. Dieses Ventil befindet sich hier in der Eingangsleitung 39- des Meßradzählers. Es kann natürlich auch an seinem Ausgang angeordnet werden.
  • Um dem Hemmrad 13 das Antriebsmoment zu übermitteln, wird das Spiralfedaerwerk IS beispielsweise mit Hilfe des Schlüssels 28 aufgezogen. Das Sperrad 26 läßt hier nur eine Drehung im Uhrzeigersinn zu, welche durch das Planetenrad 24 umgekehrt wird. Das S,onnenrad 22 dreht sich also dem Uhrzeigersinn entgegen und damit auch die Welle 2-1, so daß die Spiralfeder 15 gespannt wird.
  • Dabei sucht sie rüclcwirkend den Hebelarm 30 entgegen der Wirkung der Feder 32 nach unten zu verschwenken. Je mehr die Spirale 15 gespannt wird, desto mehr macht sich ihre Reaktionskraft am Hebelarm 30 bemerkbar, und desto mehr wird folglich auch die Feder 32 angespannt und damit gestreckt.
  • Es besteht also immer ein Gleichgewichtszustand zwischen rden Kraftwirkungen der Federn 15 und 32.
  • Erst wenn die Verschwenkunlg ,des Doppelhebels,30, 3I so groß geworden ist, daß der Ventilteller 37 gegen den SAnschlag 40 stößt, spannt sich beim weiteren Aufziehen nur noch die Feder 15 stärker, während die Feder 32 keine weitere Anspannung erfährt. Hat sich beim Ablauf des Meßwerk die Spiralfeder I5 so weit entspannt, daß die Feder 32 wieder mit ihr in Wechsehvickung tritt, dann beginnt die Rückverschwenkung des Doppelhebels 30, -31, sodaß sich mit abnehmender Spannkraft der Feder 15 bzw. 32 das Absperrventil 37, 38 nach und nach schlieB;t, bis schließlich bei einer bestimmten gewünschten unteren Grenze der Federkraft sein vollkommener Abschluß erfolgt. Auf diese Weise wird mit Sicherheit vermieden, daß das Meßwerk seitens des Federwerks 15 ohne Antrieb ist, solange der Meßrad,zähler vom Meßmittelstrom durchflossen wird. Erst wenn das Federwerk rS von neuem aufgezogen wird, öffnet sich das Ventil 37, 38, und die Messung beginnt wieder.
  • Das vom Federwerk 15 am Hemmrad I3 erzeugte Drehmoment ist proportional der Federspannung.
  • Das ist ohne Bedeutung, wenn man die Steigung der Schraubenflächen 8, 9 so gewählt hat, daß nur das durch den Auflagedruck Ruder Stifte 14 erzeugte Reibungsmoment aufgehoben wird. Will man aber gemäß der Erfindung der Meßradwelle 3 mittels des Auflagedrucks Ider Stifte 14 ein kleines zusätzliches Antriebsmoment erteilen, welches annähernd konstant ist, so muß dafür gesorgt werden, daß das von der Spiralfeder 15 abgegebene Drehmoment durch ein im Verhältnis der Federspannung bei 15 wirkendes Bremsmoment bis auf den gewünschten Restbetrag kompensiert wird.
  • Zu diesem Zweck ist bei wider Ausführung nach Fig. 3 beispielsweise ein bei 41 verschwenkbar gelagerter Doppelhebel 42, 43 vorzusehen, Indessen Arm 42 sich auf den vom Federwerk 15 angetriebenen Teil der Gleitkupplung 20 abstützt, während der Arm 43 durch ein verstellbares Gewicht 44 belastet ist. Die Rückholfeder 32 ist in diesem Fall am Arm 42 des Doppelhebels 42, 43 anstatt an einem Festpunkt aufzuhängen, sodaß nun dessenReibungsdruck an der Kupplung 20 und das dadurch erzeugte Bremsmoment proportional dem Drehmoment der Spiralfeder 15 sind. Sie können so gewählt werden, daß sie dieses Drehmoment kompensieren. Das erwähnte Gegengewicht 44 vermindert die Kraft der Feder 32 um einen für alle Belastungen gleichbleibenden Betrag gewünschter Größe, so daß das Antriebsmoment des Federwerks 15 nicht vollstän--dig, sondern nur bis auf einen, wider Größe des Gewichts 44 entsprechenden Teilbetrag abgebremst wird, welcher dem Hemmrad I3 zur Verfügung steht. Die Gleitkupplung 20 wirkt dann als zusätzliche Sicherung zur Vermeildung der Übertragung zu großer Drehmomente. Das Differentialgetriebe 22, 23, 24 mit dem Doppelhebel 30, 3I stellt einen an sich bekannten Drehmomentanzeiger dar, welcher hier gemäß Ider Erfindung zur Betätigung des Absperrventils 37, 38 und zur Drehmomentregelung an der Kupplung 20 dient.
  • Aus der Fig. 3 ist auch eline beispielsweise Anordnung bei Verwendung einer elektrischen Aufzugsvorrichtung für das Federwerk 15 zu entnehmen.
  • Der erwähnte Elektromotor 29 wird in Tätigkeit gesetzt, sobald das am Ende des Hebelarms 30 befindliche Kontaktglied 45 bei seiner Aufwärtsbewegung die Kontaktfeder 46 berührt und den Stromkreis schließt. Dieser bleibt so lange geschlossen, bis der Hebelarm 30 unter dem Einfluß der zunehmenden Spannung der Feder 15 nach unten ausschwenkt und sich dabei das Kontaktglied 45 von der Feder 46 löst. Der Motor 29 kommt dann zum Stillsitand. Auch hier besteht wieder der beschriebenle Gleichgewichtszustand zwischen den Kraftwirkungen der Federn 15 und 32. Während die Rückholfeder 32 des Drehmomentzeigers den Stromkreis zu schließen sucht, hat das Federweil: I5 bzw. sein Reaktionsmoment das Bestreben, ihn zu öffnen. Es ist ohne weiteres einzusehen, daß bei dieser Anordnung das Spiralfederwerk 15 infolge der drehmomentabhängigen Kontaktbetätigung ein angenähert konstantes Drehmoment hergibt, welches vollauf genügt, sämtliche Laufwiderstände der Meßraidwelle3 und der Antriebsübertragung zum Zählwerk 18 zu kompensieren, und die Bremsvorrichtung 41 bis 44 entbehrlich ist.
  • Auch bei sprunghafter Drehbewegung des Hemmrades' 13 (Fig. I) lassen sich die Laufwiderstände des Meßrades in gleich vollkommener Weise kompensieren, indem man die Spannung der Rückholfeder 32 von der Drehgeschwindigkeit des Hemmrades I3 abhängig macht, beispielsweise durch Anordnung eines Fliehkraftreglers, welcher die Hubwegsteuerung eines Hubmagneten einstellt, der die Spannung ,der Rückholfeder 32 bestimmt.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht an die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele und Maßnahmen gebunden, sie kann in der verschiedensten Weise abgewandelt werden. So kann man z. B. besondere Kontakt- oder Schalteinrichtungen vorsehen, die dasFederwerk 15 stets so weit angespannt halten, daß bei Stromausfall stets eine genügende Gangreserve des Federwerks vorllallden ist. In diesem Fall ist es dann vorteilhaft, die Bremsvorrichtung 41 bis 44 beizubehalten. Ferner kann man beispielsweise den Stromkreis des Motors 29 durch einen vom Hebelarm 30 gesteuerten Ouecksilberkippschalter steuern. Ferner kann man an Stelle des gewöhnlichen Ventils 37, 38 ein Schnellschlußventil vorsehen, so daß die Absperrung der Meßmittelzufuhr zum Zähler im gegebenen Augenblick schlagartig erfolgt. Als Schleusungsvorrichtung kann auch eine Triebstockverzahnung irgendeiner bekannten Ausführung dienen, wobei das in den Triebstock eingreifende Gegenrad das Hemmrad bildet. Eine besondere zeichnerische Darstellung dieser Variante erscheint entbehrlich.
  • PATENTANsPRi cHE: I. Meßradzähler für die Volumenerfassung in einer Rohrleitung strömender Flüssigkeiten und Gase, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zählwerksantrieb ein Hilfstrieb eingebaut ist, der von einer getrennten Energiequelle gebildet oder angetrieben und dessen Gang von der Meßradwdle gesteuert wird.

Claims (1)

  1. 2. Meßradzähler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfstrieb ein Feder werk oder ein Synchronmotor, e!in durch einen Gasdruck erzeugter oder sonst geeigneter Antrieb dient und als drehzahlabhängige Steuerung desselben eine von der Meßradwelle getriebene Sperrvorrichtung, welche den Ablauf eines auf der Nebentriebwelle sitzenden Hemmrades bestimmt.
    3. Meßradzähler nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Sperrvorn.chtung ein Paar von der Meßradwelle getriebener, in geringem Abstand nebeneinander auf der gleichen Welle sitzender kreisrunder Scheiben dient, deren. jede eine Aussparung für die Stifte des Hemmrades besitzt, wobei die Aussparung der einen Scheibe zu derjenigen der anderen versetzt ist.
    4. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiheu der Sperrvorrichtung spiralig aufgebogen sind und nach Art eines Schraubengewindes auf ihrer Welle sitzen.
    5. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gckennzeichnet, daß die Schraubenflächen der beiden Scheiben ineinander übergehen.
    6. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb des Hemmrades ein Sperradgetriebe oder sonstiger Freilauf eingeschaltet ist.
    7. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 5? dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb des Hemmrades eine Gleitkupplung eingeschaltet ist.
    8. Meßra.dzähler nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfstrieb mit einem Drehmomentanzeiger versehen ist, welcher eine Sicherheitsvofrichtung betätigt oder steuert.
    9. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Sicherheitsvorrichtung eine in der Meßleitung angeordnete Absperrvorrichtung dient.
    10. Meßradzähler nach den Ansprüchen I bis 8, mit elektrischem Hilfstrieb, dadurch gekennzeichnet, daß dieser elektrische Hilfstrieb zugle!ich als Sicherheitsvorrichtung dient, die durch den Drehmomentanzeiger ein- oder ausgeschaltet wird.
    1 1. Meßradzähler nach den Ansprüchen 1 bis I0, dadurch gekennzeichnet, daß im Hemmradantrieb eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, wdche von dem Drebmomentanzeiger gesteuert wird.
    12. Meßradzähler nach den Ansprüchen 1 bis II, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehmomentanzeiger auf der Aufzugsseite des Federwerks zwischen diesem und einem Sperrrad angeordnet ist.
    13. Meßradzähler nach den Ansprüchen 1 bis I2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleusungsvorrichtung für den Hilfstrieb eine Triebstockverzahnung dient, wobei das in den Triebstock elingreifende Gegenrad das Hemmrad bildet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129298B (de) * 1958-01-21 1962-05-10 Siemens Ag Messgeraet mit geringer Messkraft
DE1144493B (de) * 1961-05-27 1963-02-28 Albin Stadtler Vorrichtung zum Antrieb von Zusatz-Geraeten der Gasmengen-Zaehlung

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