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Meßradzähler
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf SIeßradzähler
(Flügelradzähler, ÄVoltmann - Zähler u. dgl.) für die Volumenerfassung in Rohrleitungen
strömender Flüssigkeiten und Gase.
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Allen Meßradzählern haftet der Nachteil an, daß das Meßrad die zur
Überwindung seinerLaufwiderstän,de erforderliche Energie der Strömung des NIeßmittels
entnimmt. Infolgedessen bleibt die Drehgeschwindigkeit des Meßrades hinter dem Soll
zurück, und zwar so weit. bis der am Äießrad entstehende Schlupf ein Drehmoment
erzeugt, svelches ausreicht, um das durch die Laufwiderstände verursadte ÄViderstandsmoment
zu überwinden. Dieser Schlupf bedeutet natürlich, weil durch ihn die Proportionalität
zwischen der Durchflußstärke und der Drehgeschwindigkeit des Meßrades gestört ist,
einen Anzeigefehler, und man kann sich leicht vorstellen, daß diese Störung und
damit der Fehler mit abnehmender Strömungsgeschwindigkeit schnell größer wird. Das
gilt in gesteigertem Maße bei gasförmigen Meßmitteln, weil bei ihnen der Anteil
der entnommenen Energie im Verhältnis zur gesamten von der Strömung zur Verfügung
gestellten Energie sehr groß ist.
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Aus den vorgenannten Gründen war bisher der Meßbereich der Flügelradzähler,
Woltmann-Zähler u. dgl. nach unten zu in einem für die Meßpraxis äußerst störendem
Maße begrenzt, und es war daher bisher auch nicht möglich, Zähler dieser Art für
kleinere Leistungen zu bauen, wie dies gerade wegen ihrer baulichen Einfachheit
und entsprechend geringen Baukosten wünschenswert wäre.
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Die bisher gemachten Vorschläge und Versuche, die Anzeige derartiger
Zähler zu verbessern, sei es durch Beeinflussung der Strömung zur Gangregulierung
des Meßrades, sei es durch Addition
eines konstanten oder veränderlichen
Korrekturbetrags zur Zählwerksanzeige oder durch Anwendung einer entsprechend veränderlichen
Übersetzung zum Zählwerk, ergeben nur grobe Annäherungen, die den ständig steigenden
Anforderungen Ider Meßpraxis heute nicht mehr genügen.
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Durch keine dieser bekannten Maßnahmen wird die -Fehlerquelle selbst,
eben die Entnahme von Energie für den Antrieb des Meßrades aus der Strömung des
Meßmittels, beseitigt. Solange aber diese Fehlerquelle bestehenbleibt, bleibt auch
die Anzeige ,dieser Zählerbauart wichteabhängig, weil ja der am Meßrad wirksame
Strömungsimpuls durch die Wichte des zu messenden Mittels mitbestimmt ist. Auch
diese Wichteabhängigkeit ist ein schwerwiegender Nachteil der bisherigen Meßradzählerkonstruktionen,
und unterstreicht die Dringlichkeit der Forderung nach einer wirksamen Abhilfe.
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Würde es nun gelingen, das Meßrad von jedem Laufwiderstand zu befreien,
dann wäre seine Drehgeschwindigkeit nur noch Idurch die jeweiligen Geschwindigkeitsdreied:e,
also rein kinematisch, bestimmt. Es ergäbe sich dann eine vollkommene Proportionalität
zwischen der Durchflußstärke (m³/h) und der Drehgeschwindigkeit (U/h) des Meßrades,
dessen Gang dann zugleich unabhängig -von der Wichte des Meßmittels wäre. Mit anderen
Worten: Die Meßradzähler würden die MeB-genauigkeit eines vollkommenen Volumenzählers
erlangen, ohne jedoch die Nachteile der bekannten Volumenzählerbauarten zu besitzen.
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Mithin ist die Aufgabe gestellt, bei einem Mellradzähler die Übertragung
zwischen Meßrad und Zählwerk derart auszubilden, daß seitens des Zählwerks und der
Antriebsübertragung dorthin keinerlei Antriebswiderstände an der Meßradwelle hervorgerufen
und gleichzeitig die aus der Meßradwellenlagerung usw. resultierenden Widerstandsmomente
kompensiert werden.
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Durch die vorliegende Erfindung wird diese Aufgabe in einfacher Weise
gelöst. Sie besteht im wesentlichen darin, daß in den Zähiwerksantrieb ein Hilfstrieb
eingebaut ist, der von einer getrennten Energiequelle angetrieben und ,dessen Gang
von der Meßradwelle gesteuert wird.
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Als Hilfstrieb kann beispielsweise ein Federwerk oder ein SynchronCmotor,
ein durch einen Gasdruck erzeugter oder sonst geeigneter Antrieb dienen und als
drehzahlabhängige Gangsteueraing dieses Hilfstriebs eine von der Meßradwelle getriebene
Sperrvorrichtung, welche den Ablauf eines auf der Nebentriebwelle sitzenden Hemmrades
bestimmt.
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Fig. I der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung ein, Ausführungsbeispiel-
der Erfindung.
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Auf ,der bei I und 2 in Spitzen gelagerten stehenden Welle 3 des
Flügelrades 4, welches hier zur Messung der Geschwindigkeit eines in einer Rohrleitung
strömenden Gases dienen möge, sitzt die Schnecke 5, welche über ein Schnteckenrad
6 die Welle 7 antreibt. Auf dieser sitzen in geringem Abstand zueinander zwei kreisrunde
Scheiben 8 und 9.
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Die Scheibe 8 besitzt eine Aussparung I0, die Scheibe g eine Aussparung
I I, und die Anordnung ist hier so getroffen, daß die beiden Aussparungen um I,80!°'
gegeneinander versetzt sind. In einer radial zur Welle 7 liegenden Ebene ist auf
einer Welle 12 ein Hemmrad I3 mit Stiften 14 angeordnet. Die Welle I2 und damit
das llemmrad I3 wird über ein Federwerk I5 angetrieben, welches außerdem unter Zwischenschaltung
eines entsprechend gewählten Übersetzungstriebs I6, I7 das Zählwerk 18- antreibt.
rDer Abstand der Welle I2 von der Schneckenradwelle 7 ist so gewählt, daß die Stifte
I4 des Hemmrades I3 durch die Aussparungen 10 und II' der beiiden Scheiben' 8 und
9 hindurchgehen.
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Das Federwerk I5, es kann, wie gesagt, auch ein Synchronmotor, ein
von einem Gasdruck gold. dgl. erzeugter oder ein sonst geeigneter Antrieb sein,
sucht das' Hemmrad I3 im Sinne des eingetragenen Pfeiles 1 zu drehen, während das
Meßrad 4 die Welle 7 im Sinne des Pfeiles II antreibt. Infolgedessen treffen die
Stifte 14 des Hemmrades I3 nacheinander abwechselnd auf den Rand der Scheibe 8 und
den ,der Scheibe 9, so daß das Hemmrad I3 am Durchgehen gehindert ist.
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In der in Fig. I gezeichneten Stellung hat sich einer der Stifte
14 des Hemmrades I3, welches in Anordnung und Wirkungsweise etwa dem Hemmrad einer
Uhrwerksunruh entspricht, gerade am Rand felder Scheibe g gefangen, wodurch das
Hemmrad an der Weiterdrehung gehindert ist. Erst wenn sich bei ,der Weiterdrehung
der Scheibe g die Aussparung 11 unter den betroffenen Stift schiebt und ihn freigibt,
schnellt das Hemmrad I3 weiter, und zwar bis der nächstfolgende Stift auf den Rand
der Scheibe 8 trifft, wodurch das Hemmrad erneut festgehalten wird. Bei der Weiterdrehung
der Scheibe 9 schlüpft ,dann der festgehaltene Stift durch die Aus sparung I0, worauf
er auf die Scheibe g trifft und das Hemmrad; I3 wiederum angehalten wird usw.
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Die Wahl der Übersetzung zwischen dem Feder werk 15 und dem Hemmrad
I3 ist so getroffen, daß der Auflagedruck der Stifte 14 am Rand der Scheiben 8 und
9 unmerklich gering ist. Infolge dessen wird auch die durch diesen Auflagedruck
erzeugte Reibung an den Scheiben 8 und 9 und damit das sich aus dieser Reibung ergebende
Widerstandsdrehmoment an der Welle 7 praktisch gleich Null bzw. vernachlässigbar
gering. Man könnte also die Scheibe 8 und 9 auch unmittelbar an der Meßradwelle
3 anordnen, ohne eine schädliche Bremsung befürchten zu müssen.
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In einem solchen Fall verwendet man zweckmäßig statt der ebenen Scheiben
8 und 9 solche, die nach Art einer Schraubenfläche aufgebogen sind, wie dies beispielsweise
in Fig. 2 gezeigt ist. Dabei kann man die Steigung der Schraubenflächen so groß
wählen, daß durch erden Auflagedruck der Stifte 14 gegen den Rand der Schraubenflächen
ein in der Drehrichtung der Meßradwelle wirksames Drehmoment entsteht, welches ausreicht,
alle Laufwiderstände (Lagerreibung usw.) der Meßradwelle zu kompensieren. Natürlich
kann man je nach den Erfordernissen des Einzelfalles auch eine Unter- oder eine
Überkompensation wählen, d. h. man hat es durch die vorliegende Erfindung in der
Hand.
das Ideal eines widerstandsfreien NIeßrades praktisch zu verwirklichen und damit
die NIeßgenauigkeit und den Umfang des Meßbereichs in einem bisher für unerreichbar
gehaltenen Ausmaß zu vergrößern.
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Bei der Anordnung nach der Fig. 2 ist der Drehsinn so gewählt, daß
der Auflagedruck der Stifte 14 nach oben, also dem Gewicht des rotierenden Systems
entgegen, wirkt. Natürlich ist auch die umgekehrte Anordnung möglich. Die Schraubenflächen
8 und 9 umfassen die Mellradwelle 3 so weit, daß die Schleusung der Stifte 14 sichergestellt
ist.
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Diese vollzieht sich im übrigen in der bei Fig. I erläuterten. Weise.
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Die Ausführungen nach den Fig. I und 2 ergeben keine stetige, sondern
eine mehr oder weniger sprunghafte Drehbewegung des Hemmrades 13. Bei langsamem
Gang der Meßradxvelle 3 bzw. der Schlleclsenra,dwelle 7 spielt dies keine Rolle.
Bei schnellem Gang dagegen bedarf das Hemmrad I3 während der Sprünge einer starken
Beschleunigung, um der Drehgeschwindigkeit der Meßradwelle und damit dem Durchschleusungstempo
folgen zu können. Dies verlangt aber wiederum ein entsprechend großes Drehmoment
am Hemmrad 13.
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Es ist ohne weiteres einzusehen, daß bei einem gegebenen Antriebsmoment
für das Hemmrad 13 der Auflagedruck an den Schraubeuflächen s, g bei kleiner Drehzahl
der Meßradwelle 3 am größten ist und mit steigender Drehzahl- abnehmen. muß, weil
dann die erforderliche Beschleunigung zunimmt und das vorhandene Drehmoment um einen
entsprechenden Betrag verringert wird. Wenn also bei kleiner Drehzahl der Meßradwelle
das an ihr durch den Auflagedrucli erzeugte Drehmoment den gewünschen zusätzlichen
Antrieb für die Kompensation der Lagerreibung an der Meßradwelle hergibt, wird es
für große Drehzahlen nicht mehr ausreichen. Den Fehlbetrag, welcher mit zunehmender
Drehzahl der Nileßradwelle größer wird, muß dann das WIeßradß hergeben. Denn andernfalls
würde das Hemmrad 13 zurückbleiben, und die Proportionalität zwischen der Drehgeschwindigkeit
der Meßradwelle 3 und der Zählwerksanzeige bei IS würde verlorengehen.
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Um in allen Stellungen, welche das Hemmrad und die Schraubenflächen
8, g zueinander einnehmen, die Mitnahme des Hemmrades zu gervährleisten, müssen
die Schrauheuflächen in der aber gangszone einander genügend weit überdecken oder
ineinander übergehen. In diesem letzten Fall ergibt sich eine weitere Vereinfachung,
und an die Stelle einer sprunghaften Drehbewegung des Hemm- inrades I3 tritt eine
stetige.
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Damit nun in Fällen, in denen der Antrieb des Hemmrades kein ausreichendes
Drehmoment zur Verfügung stellt, dasMeßrad nicht auch nochdiesen Antrieb mitnehmen
oder beschleunigen muß und dadurch unzulässig belastet wird, empfiehlt es sich,
in diesem Antrieb an geeigneter Stelle ein Sperrradgetriebe als Freilauf einzubauen,
wobei das Zählwerk von der Hemmradwelle angetrieben wird.
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Stellt dagegen der Antrieb von sich aus eine höhere Drehzahl zur Verfügung,
so wird man an Stelle des Freilaufs vorteilhaft eine Gfeitkupplung verwenden, welche
dem Hemmrad ein Drehmoment von gewünschter konstanter oder veränderlicher Größe
zuleitet.
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Nun kann es vorkommen, daß der Antrieb des Hemmrades aus irgendeinem
Grunde einmal aussetzt, bei einem Elektromotor beispielsweise durch Stromausfall,
bei einem Uhrwerk etwa durch Ablauf der Feder, bei Gas- oder Druckluftantrieb etwa
durch Ausbleiben des Drucks usw. Dann würde die plötzliche Belastung, die das vorher
unbelastete Meßrad durch die Notwendigkeit, nun den ganzen Zählwerksmechanismus
anzutreiben, erfährt, die durch die Eichung festgelegte Fehlerkurve verlagern und
damit die Eichung illusorisch machen.
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Um dieser Gefahr zu begegnen und zu verhüten, daß das Meßmittel dann
ungemessen durch den Zähler geht, wird gemäß der Erfindung ein Drehmomentanzeiger
als Hilfsvorrichtung vorgesehen, welche bei Nachlassen der Antriebskraft zum Hemmrad
entweder die Meßmittelzufuhr zum Zähler absperrt oder einen Ersatz für die fehlende
Antriebskraft einschaltet. Im ersten Fall bildet der Drehmomentanzeiger den Antrieb
oder die Steuerung einer in die Meßleitung eingeebauten Absperrvorrichtung (Ventil
od. dgl.), im zweiten dient er als Schalter einer Hilfsenergiequelle. Selbstverständlich
kann man auch beide Äusbil.dungsformen der Hilfsvorrichtung gleichzeitig anwenden
und die Anordnung so treffen, daß zunächst die Hilfsenergiequelle eingeschaltet
und erst bei deren Versagen das Ventil in der Meßleitung geschlossen wird.
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In allen diesen Fällen ist es gleichgültig, ob das Aktionsdrehmoment
der Welle 12 oder das Reaktionsdrehmoment des Hemmradantriebs I5 verwendet wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer solchen Hilfsvorrichtung
ist in Fig. 3 dargestellt.
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Der Antrieb 15 des Hemmrades I3 ist hier ein Spiralfedertrieb, welcher
über die Surbelwelle I9, eine Gleitkupplung 20 und das Rädenverk I6, I7 die Hemmradwelle
12 antreibt. Die Stifte 14 greifen hier in die an der NIeßradwelle 3 vorgesehenen
Schraubenflächen 8, g ein. Vom Räderwerk 16, 17 ist ein Antrieb für das Zählwerkes
abgezweigt.
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Das eine Ende der Spiralfeder I5 ist an der Welle 21 befestigt, auf
welcher das eine Sonnenra,d 22 eines Differentialgetriebes 22, 23, 24 sitzt. Das
an dere Sonnenrad 23 ist auf der Welle 25 angeordnet, auf welcher auch ein Sperrad
26 sitzt, in welches die Sperrklinke 27 eingreift und eine Rückdrehung verhindert.
Auf derselben Welle 25 sitzt auch ein Schlüssel 28 für den Handaufzug der Spiralfeder
15 sowie ein Elektromotor 29, und die Anordnung ist so getroffen, daß jeder dieser
beiden Antriebe unabhängig vom anderen benutzt werden kann.
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Das Planetenrad 24 sitzt auf der Kreuzwelle, deren Verlängerung nach
der einen Seite den Hebelarm 30, nach der anderen Seite den Hebelarm 31 bildet.
Am Hebel arm 30 greift die Rückholfeder 32 an, welche ihn nach oben zu ziehen sucht.
Der
Hebelarm 31 ist bei 33 an die Schubstange 34 und diese bei 35
an den Schaft 36 des Ventils 37, 38 angelenkt. Dieses Ventil befindet sich hier
in der Eingangsleitung 39- des Meßradzählers. Es kann natürlich auch an seinem Ausgang
angeordnet werden.
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Um dem Hemmrad 13 das Antriebsmoment zu übermitteln, wird das Spiralfedaerwerk
IS beispielsweise mit Hilfe des Schlüssels 28 aufgezogen. Das Sperrad 26 läßt hier
nur eine Drehung im Uhrzeigersinn zu, welche durch das Planetenrad 24 umgekehrt
wird. Das S,onnenrad 22 dreht sich also dem Uhrzeigersinn entgegen und damit auch
die Welle 2-1, so daß die Spiralfeder 15 gespannt wird.
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Dabei sucht sie rüclcwirkend den Hebelarm 30 entgegen der Wirkung
der Feder 32 nach unten zu verschwenken. Je mehr die Spirale 15 gespannt wird, desto
mehr macht sich ihre Reaktionskraft am Hebelarm 30 bemerkbar, und desto mehr wird
folglich auch die Feder 32 angespannt und damit gestreckt.
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Es besteht also immer ein Gleichgewichtszustand zwischen rden Kraftwirkungen
der Federn 15 und 32.
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Erst wenn die Verschwenkunlg ,des Doppelhebels,30, 3I so groß geworden
ist, daß der Ventilteller 37 gegen den SAnschlag 40 stößt, spannt sich beim weiteren
Aufziehen nur noch die Feder 15 stärker, während die Feder 32 keine weitere Anspannung
erfährt. Hat sich beim Ablauf des Meßwerk die Spiralfeder I5 so weit entspannt,
daß die Feder 32 wieder mit ihr in Wechsehvickung tritt, dann beginnt die Rückverschwenkung
des Doppelhebels 30, -31, sodaß sich mit abnehmender Spannkraft der Feder 15 bzw.
32 das Absperrventil 37, 38 nach und nach schlieB;t, bis schließlich bei einer bestimmten
gewünschten unteren Grenze der Federkraft sein vollkommener Abschluß erfolgt. Auf
diese Weise wird mit Sicherheit vermieden, daß das Meßwerk seitens des Federwerks
15 ohne Antrieb ist, solange der Meßrad,zähler vom Meßmittelstrom durchflossen wird.
Erst wenn das Federwerk rS von neuem aufgezogen wird, öffnet sich das Ventil 37,
38, und die Messung beginnt wieder.
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Das vom Federwerk 15 am Hemmrad I3 erzeugte Drehmoment ist proportional
der Federspannung.
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Das ist ohne Bedeutung, wenn man die Steigung der Schraubenflächen
8, 9 so gewählt hat, daß nur das durch den Auflagedruck Ruder Stifte 14 erzeugte
Reibungsmoment aufgehoben wird. Will man aber gemäß der Erfindung der Meßradwelle
3 mittels des Auflagedrucks Ider Stifte 14 ein kleines zusätzliches Antriebsmoment
erteilen, welches annähernd konstant ist, so muß dafür gesorgt werden, daß das von
der Spiralfeder 15 abgegebene Drehmoment durch ein im Verhältnis der Federspannung
bei 15 wirkendes Bremsmoment bis auf den gewünschten Restbetrag kompensiert wird.
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Zu diesem Zweck ist bei wider Ausführung nach Fig. 3 beispielsweise
ein bei 41 verschwenkbar gelagerter Doppelhebel 42, 43 vorzusehen, Indessen Arm
42 sich auf den vom Federwerk 15 angetriebenen Teil der Gleitkupplung 20 abstützt,
während der Arm 43 durch ein verstellbares Gewicht 44 belastet ist. Die Rückholfeder
32 ist in diesem Fall am Arm 42 des Doppelhebels 42, 43 anstatt an einem Festpunkt
aufzuhängen, sodaß nun dessenReibungsdruck an der Kupplung 20 und das dadurch erzeugte
Bremsmoment proportional dem Drehmoment der Spiralfeder 15 sind. Sie können so gewählt
werden, daß sie dieses Drehmoment kompensieren. Das erwähnte Gegengewicht 44 vermindert
die Kraft der Feder 32 um einen für alle Belastungen gleichbleibenden Betrag gewünschter
Größe, so daß das Antriebsmoment des Federwerks 15 nicht vollstän--dig, sondern
nur bis auf einen, wider Größe des Gewichts 44 entsprechenden Teilbetrag abgebremst
wird, welcher dem Hemmrad I3 zur Verfügung steht. Die Gleitkupplung 20 wirkt dann
als zusätzliche Sicherung zur Vermeildung der Übertragung zu großer Drehmomente.
Das Differentialgetriebe 22, 23, 24 mit dem Doppelhebel 30, 3I stellt einen an sich
bekannten Drehmomentanzeiger dar, welcher hier gemäß Ider Erfindung zur Betätigung
des Absperrventils 37, 38 und zur Drehmomentregelung an der Kupplung 20 dient.
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Aus der Fig. 3 ist auch eline beispielsweise Anordnung bei Verwendung
einer elektrischen Aufzugsvorrichtung für das Federwerk 15 zu entnehmen.
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Der erwähnte Elektromotor 29 wird in Tätigkeit gesetzt, sobald das
am Ende des Hebelarms 30 befindliche Kontaktglied 45 bei seiner Aufwärtsbewegung
die Kontaktfeder 46 berührt und den Stromkreis schließt. Dieser bleibt so lange
geschlossen, bis der Hebelarm 30 unter dem Einfluß der zunehmenden Spannung der
Feder 15 nach unten ausschwenkt und sich dabei das Kontaktglied 45 von der Feder
46 löst. Der Motor 29 kommt dann zum Stillsitand. Auch hier besteht wieder der beschriebenle
Gleichgewichtszustand zwischen den Kraftwirkungen der Federn 15 und 32. Während
die Rückholfeder 32 des Drehmomentzeigers den Stromkreis zu schließen sucht, hat
das Federweil: I5 bzw. sein Reaktionsmoment das Bestreben, ihn zu öffnen. Es ist
ohne weiteres einzusehen, daß bei dieser Anordnung das Spiralfederwerk 15 infolge
der drehmomentabhängigen Kontaktbetätigung ein angenähert konstantes Drehmoment
hergibt, welches vollauf genügt, sämtliche Laufwiderstände der Meßraidwelle3 und
der Antriebsübertragung zum Zählwerk 18 zu kompensieren, und die Bremsvorrichtung
41 bis 44 entbehrlich ist.
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Auch bei sprunghafter Drehbewegung des Hemmrades' 13 (Fig. I) lassen
sich die Laufwiderstände des Meßrades in gleich vollkommener Weise kompensieren,
indem man die Spannung der Rückholfeder 32 von der Drehgeschwindigkeit des Hemmrades
I3 abhängig macht, beispielsweise durch Anordnung eines Fliehkraftreglers, welcher
die Hubwegsteuerung eines Hubmagneten einstellt, der die Spannung ,der Rückholfeder
32 bestimmt.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht an die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele
und Maßnahmen gebunden, sie kann in der verschiedensten Weise abgewandelt werden.
So kann man z. B. besondere Kontakt- oder Schalteinrichtungen vorsehen, die dasFederwerk
15 stets so weit angespannt halten, daß bei Stromausfall stets eine genügende
Gangreserve
des Federwerks vorllallden ist. In diesem Fall ist es dann vorteilhaft, die Bremsvorrichtung
41 bis 44 beizubehalten. Ferner kann man beispielsweise den Stromkreis des Motors
29 durch einen vom Hebelarm 30 gesteuerten Ouecksilberkippschalter steuern. Ferner
kann man an Stelle des gewöhnlichen Ventils 37, 38 ein Schnellschlußventil vorsehen,
so daß die Absperrung der Meßmittelzufuhr zum Zähler im gegebenen Augenblick schlagartig
erfolgt. Als Schleusungsvorrichtung kann auch eine Triebstockverzahnung irgendeiner
bekannten Ausführung dienen, wobei das in den Triebstock eingreifende Gegenrad das
Hemmrad bildet. Eine besondere zeichnerische Darstellung dieser Variante erscheint
entbehrlich.
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PATENTANsPRi cHE: I. Meßradzähler für die Volumenerfassung in einer
Rohrleitung strömender Flüssigkeiten und Gase, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Zählwerksantrieb ein Hilfstrieb eingebaut ist, der von einer getrennten Energiequelle
gebildet oder angetrieben und dessen Gang von der Meßradwdle gesteuert wird.