DE6557C - Neuerungen an indirekten Uebertragern für Regulatoren - Google Patents
Neuerungen an indirekten Uebertragern für RegulatorenInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
1878.
Klasse QO:
BUSS, SOMBART & CO. in MAGDEBURG. //
[!.f/r<
A,
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1878 ab.
Diese Vorrichtung ist bestimmt, folgende Zwecke zu erfüllen: 1. zu bewirken, dafs der
von dem Uebertrager oder von dem Gestänge zurückgelegte Weg bei indirect wirkenden Regulatoren
der Energie des Regulators proportional ausfalle, 2. ein langsames Nachreguliren
zu erzeugen, welches stets so lange fortdauert, bis die Energie des Regulators verschwunden
und die normale Maschinengeschwindigkeit wieder eingetreten ist.
Sie besteht in einer erweiterten Construction des häufig angewendeten Kataraktes, sowie in
der Hinzufügung neuer Organe, welche bestimmt sind, in Verbindung mit dem Katarakt
die genannten Zwecke zu erfüllen.
Die Vorrichtung ist namentlich für solche indirect wirkenden Regulatoren bestimmt, deren
Uebertrager durch Reibung bewegt werden, und beruht darauf, dafs ein Theil des Uebertragers
in dem Regulatormuff eine der Energie entgegengesetzte Kraft erzeugt, welche dem zurückgelegten
Wege des Uebertragers proportional ist und diesen selbst begrenzt; ferner, dafs die der Energie entgegengesetzte Kraft
erst allmälig und langsam verschwindet und ein so lange fortgesetztes Nachreguliren bewirkt,
dafs schliefslich auch die Energie des Regulators verschwindet und die mittlere Maschinengeschwindigkeit
wieder auftritt.
Eine Construction dieser Vorrichtung ist in Fig. ι dargestellt. Mit dem Regulatormuff sind
die beiden Reibungsscheiben H und H' fest verbunden, während die weiteren zwei Reibungsscheiben i und z' an den Kegelrädern /und /'
sitzen, die mit dem Rade K in Eingriff stehen. Die Welle des letztgenannten Rades ist mit
einem Schraubengewinde und einer dazu gehörigen Mutter M versehen, weiche bei jedem
Einwirken des Regulators verschoben wird. Bis dahin stimmt die Vorrichtung mit bekannten
und vielfach angewendeten Uebertragern überein. Mit demselben sind aber die zwei Hebel
L und N, sowie der Flüssigkeitscylinder A verbunden, und diese bilden den hauptsächlichsten
Gegenstand der Verbesserung. Der unterste Theil des Regulatormuffs wird von der Schelle h umgeben. Diese steht durch zwei
Drehzapfen mit dem Hebel L in Verbindung, der an seinem entgegengesetzten Ende den
Ring k trägt. Zwischen diesen Ring und den Flüssigkeitscylinder A ist die Schraubenfeder C
eingeschaltet. Die Kolbenstange a' ist vermittelst einer kurzen Zugstange / mit dem Winkelhebel
N zusammengekuppelt. Aufserdem sitzt an dem Winkelhebel JV noch ein Zapfen m,
der gegen die Anschläge m' und m" des Hebels
L stöfst, sobald die Mutter M eine ihrer Endstellungen annähernd erreicht hat.
Die Vorrichtung wirkt folgendermafsen. Ueberschreitet die Maschine ihre Normalgeschwindigkeit,
so wird der Regulatormuff gehoben, drückt daher mittelst seiner Reibungsscheibe H gegen
die Scheibe i und setzt damit die drei Kegelräder 1, /' und K und die Welle η in Bewegung.
Die Mutter M wird dadurch nach rechts hin verschoben und bewirkt durch das damit
verbundene Steigen des Flüssigkeitscylinders A ein Zusammendrücken und Spannen der Feder C.
Der auf diese Weise entstandene, nach oben gerichtete Druck an dem Ring k wird durch
den Hebel L auf die Schelle h und den Regulatormuff übertragen. Da die Federspannung
dem Wege des Zusammendrückens proportional ist, so mufs auch der von der Schelle auf den
Muff ausgeübte Druck dem zurückgelegten Wege der Mutter proportional sein. Es wirkt also an
dem Regulatormuff eine der Energie des Regulators entgegengesetzte, mit dem Wege der
Mutter M wachsende Kraft, welche schliefslich der Energie das Gleichgewicht hält und einen
weiteren Eingriff der Reibungskuppelung verhindert. Aus diesem Grunde ist der von der
Mutter in erster Linie zurückgelegte Weg der Energie des Regulators proportional. Die kleine
Oeffnung in dem Kolben α gestattet aber ein langsames Nachfliefsen der Flüssigkeit und ein
damit verbundenes allmäliges Sinken des Cylinders A. Da infolge dessen auch die Spannung
der Feder C, sowie der Druck, den die Schelle h auf den Muff ausübt, nach und nach abnimmt,
so mufs nachträglich die Energie des Regulators doch wieder über die letztgenannte Kraft überwiegen
und folglich ein langsames Weiterschieben der Mutter M bewirken, welches so lange
fortdauert, bis die Federspannung und die Energie aufgehört hat und die normale Maschinengeschwindigkeit
wieder eingetreten ist.
Im Falle eines Sinkens der Maschinengeschwindigkeit unter die normale Geschwindig-
keit erfolgen alle Bewegungen m umgekehrtem Sinne.
Der Zapfen m und die Anschläge in' und m"
haben den Zweck, ein weiteres Eingreifen der der Reibungskupplungen H i und H1 i' zu
vermeiden, sobald die Mutter M eine ihrer Endstellungen erreicht hat, und sie bewirken
dies dadurch, dafs sie den Muff durch Vermittlung des Hebels L und der Schelle h aus dem
Eingriff drücken, sobald der Zapfen an einem der Anschläge angelangt ist.
Es ist hiermit ein bei indirecten Uebertragern häufig auftretender Uebelstand beseitigt, durch
welchen sehr leicht Beschädigungen, sowie namentlich ein Steckenbleiben der ganzen Vorrichtung
entstehen kann.
Der in Fig. ι enthaltene Flüssigkeitscylinder sammt zugehörigem Kolben läfst sich ebenso
gut durch ein passendes Uhrwerk, nach Fig. 2 ersetzen.
Die Hülse B ist hier durch Vermittlung des Winkelhebels N mit der Mutter M zusammengekuppelt
und durch die Schraubenfeder C mit der Stange D verbunden. Diese letztere bildet
an einer seitlichen Ausbiegung die Zahnstange d und steht durch diese im Eingriff mit dem
Stirnrädchen e, welches mit dem Rade E fest verbunden ist. Die Bewegungen von E werden
durch das Getriebe /, das Stirnrad F und das Getriebe g auf das Windflügelrad G übertragen.
Infolge der durch die Vorgelege herbeigeführten starken Uebersetzung bewirkt eine kleine
Verschiebung der Stange D eine sehr bedeutende Bewegung des Flügelrades G. Der Luftwiderstand,
den das umlaufende Flügelrad G bei seiner Drehung erleidet, widersetzt sich dabei
jeder raschen Bewegung der Stange D in derselben Weise, wie sich der Flüssigkeitswiderstand
den Bewegungen des Kolbens in Fig. 1 widersetzt. Da die Feder C. auch hier bestrebt
ist, die relative Lage zwischen Hülse B und Stange D unveränderlich zu erhalten, so stimmt
die Wirkungsweise dieser Vorrichtung mit derjenigen der zuerst beschriebenen überein.
In beiden Vorrichtungen kann die Feder auch durch einen belasteten Hebel C ersetzt
werden, Fig. 1 a.
Die Vorrichtungen Fig. 1 und 2 erfüllen aufser den zwei Hauptzwecken: »Herbeiführung
von Proportionalität zwischen zurückgelegtem Wege und Energie« und »Nachregulirung bis
zur Erzielung der normalen Geschwindigkeit« noch den weiteren Zweck, dafs durch sie ein
viel rascheres Einwirken des Regulators ermöglicht wird. Es ist nämlich Umlaufzahl und
Uebersetzungsverhältnifs der Räder so gewählt, dafs die Mutter M zu einer Vollziehung ihres
ganzen Hubes eine äufserst kleine Zeit erfordert. Während bei den bisherigen indirect
wirkenden Regulatoren ein rascheres Eingreifen stets mit einem Ueberreguliren oder Zuweitgehen
verbunden sein müfste und daher unzulässig ist, wird das Ueberreguliren hier durch
die Proportionalität zwischen zurückgelegtem Wege und Energie vollständig vermieden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Correcturvorrichtung, bestehend in einem besonderen, durch Federn oder Gewichte elastisch gemachten Gestänge an indirect wirkenden Regulatoren, welches Gestänge von dem Uebertrager bewegt wird und an dem Regulatormuff eine der Regulatorenergie entgegenwirkende Kraft erzeugt, sowie in der Einschaltung eines passenden Kataraktes oder Uhrwerkes zwischen die Glieder dieses Gestänges.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6557C true DE6557C (de) |
Family
ID=284677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6557D Active DE6557C (de) | Neuerungen an indirekten Uebertragern für Regulatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6557C (de) |
-
0
- DE DENDAT6557D patent/DE6557C/de active Active
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