DE877887C - Auswuchtvorrichtung fuer umlaufende Koerper von betriebsmaessig wechselnder Unbalance, insbesondere fuer die Trommeln von Wasch- oder Reinigungsmaschinen und Trockenschleudern - Google Patents

Auswuchtvorrichtung fuer umlaufende Koerper von betriebsmaessig wechselnder Unbalance, insbesondere fuer die Trommeln von Wasch- oder Reinigungsmaschinen und Trockenschleudern

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DE877887C DEP3037A DEP0003037A DE877887C DE 877887 C DE877887 C DE 877887C DE P3037 A DEP3037 A DE P3037A DE P0003037 A DEP0003037 A DE P0003037A DE 877887 C DE877887 C DE 877887C
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Description

  • Auswuchtvorrichtung für umlaufende Körper von betriebsmäßig wechselnder Unbalance, insbesondere für die Trommeln von Wasch- oder Reinigungsmaschinen und Trockenschleudern Die Erfindung betrifft eine Auswuchtvorrichtung für uml aufen4e Körper von betriebsmäßig wechselnder Unbalance, insbesondere für die Zylinder oder Trommeln von Wasch- oder Reinigungsmaschinen und Trockenschleudern. Sie bezieht sich also z. B. auf Trocknungseinrichtungen für feuchte, gewaschiene oder auf andere Weise gereinigte Gegenstände, bei denen die Absaugung des Wasch- oder Reinigungsmittels von den Behandlungsgegenständen durch einen mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Zylinder herbeigeführt wird, der perforiert ist oder auf andere Weise mit Flüssigkeitsabsauge- und -ablaßmitteln ausgestattet ist. Das Maß der Trocknung der Behandlungsgegenstände in Maschinen der oben bezeichneten Art hängt von dem Ausmaß der Zentrifugalkraft ab, die durch die hohe Umlaufsgeschwindigkeit des Zylinders hervorgebracht wird und die Flüssigkeit aus den Gegenständen austreibt. Indessen sind solche Gegenstände, wie nasse Kleidungsstücke oder Wäsche, ihrer Natur nach im allgemeinen in dem Zylinder unsymmetrisch verteilt, insbesondere dann, wenn der Zylinder um eine waagerechte Achse umläuft.
  • Eine derartige uneewünschte Gewichtsverteilung ruft schwerwiegende Vibrationen in dem imlaufenden Zylinder hervor, welche der Umlaufsgeschwin- digkeit eine Grenze setzen und nicht nur der Maschine äußerst schädlich sind, sondern dazu auch abträglich das Ausmaß und die Zeit der Trocknung beeinflussen. In der Praxis haben es die meisten Reinigungsanstalten für notwendig gehalten, solche Zylinder durch Trennwände in radiale Kammern aufzuteilen und die Gegenstände zu wägen, die in jeder Kammer untergebracht werden, damit vor dem Eintreten einer hohen Umlaufsgeschwindigkeit Gleichgewicht herrscht. Ein derartiges Verfahren ist aber zeitraubend und mühevoll, abgesehen davon, daß es nicht die Änderung in der Gewichtsverteilung berücksichtigt, die sich während der fortschreitenden Absaugung der Flüssigkeit vollzieht. Viele Betriebe, die derartige Vorsichtsmaßnahmen nicht treffen, sind gezwungen, ständig sorgsam zu kontrollieren, damit übermäßige Vibrationen und entsprechende Gefährdungen ausgeschlossen werden.
  • Es sind auc'h Auswuchtvorrichtungen bekannt, die in einer zur Achse des umlaufenden Körpers konzentrischen ringförmigen Kammer eine Auswuchtflüssigkeit enthalten; diese soll sich darin selbsttätig so einstellen, daß sie die Unbalance des auszuwuchtenden Körpers ausgleicht. Für die großen Unbalancen ungleichmäßig beschickter Wäschetrommeln ist eine solche Einrichtung nicht geeignet, weil sich die Flüssigkeit in einer ringförmigen Rinne nicht so ungleich verteilen läßt, daß sie eine genügende Massertwirkung hervorbringt.
  • Die Answuchtvorrichtung nach der Erfindung benutzt in an sich bekannter Weise mehrere gegeneinander winkelversetzte Massenbehälter, deren Inhalt in auswuchtendem Sinn verlagert werden kann; sie ist gekennzeichnet durch einen Unbalanceanzeiger und Steuerorgane, die die Verlagerung der Auswuchtmassen während des Betriebs bewirken und hierzu nach Maßgabe der angezeigten Unbalance entweder selbsttätig oder von Hand betätigt werden.
  • Der auszuwuchtende Körper braucht bei dieser Einrichtung nicht mit senkrechter Achse um-zulaufen, sondern kann auch mit waagerechter Umlaufachse angeordnet sein.
  • Die zum Auswluchten dienenden Massenbehälter liegen zweckmäßig am Umfang des umlaufenden Körpers. Würden sie näher der Drehachse angebracht, so wären größere Massenbewegungen zum Massenausgleic!h erforderlich.~ Bei Iden bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung dienen als Auswuchtbehälter im Winkel gegeneinander versetzte Flüssigkeitskammern, denen zum Auswuchten während des Betriebs geeignete Flüssigkeitsmengen zugeführt werden. Dies geschieht gemäß den unten beschriebenen Ausführungsbeispielen durch mit den Kammern umlaufende hohle Förderringe, die die Auswuchtflüssigkeit aus feststehenden Zuleitungsrohren empfangen und durch Fliehkraftwirkung an die Auswuchtkammern weiterleiten. Die hohlen Ringe haben zur Dreh ach 5 konzentrische ringförmige CYffnungen, -die einen endlosen Einlaß für die aus den feststehenden Flüssigkeitsrohren kommende Auswuchtffüssigkeit bilden; Das Auswuchtsystem wird zweckmäßig elektrisch gesteuert. In die erwähnten feststehenden Zuleitungen sind hierzu elektromagnetisch gesteuerte Flüssigkeitsventile eingebaut, die der Unbalanceanzeige entsprechend betätigt werden. Bei einfachen Ausführungsformen der Erfindung ist jedoch auch eine Handbedienung der Flüssigkeitsventile ausreichend, wobei sich die Automatik auf die Steuerung von Signallampen bei den Ventilen beschränken kann, die das jeweils zu betätigende Ventil kennzeichnen.
  • Als elektrischer Unbalanceanzeiger kann entweder ein elektrischer Druckindikator, z. B. in der Art eines Kristalldetektors, Piezokristalls oder Magnetostriktionsanzeigers benutzt werden, zweck- -mäßig in Verbindung mit einer geeigneten Röhrenschaltung, die auf elektromagnetische Steuerrelais einwirkt. Für einfachere Ausführungen haben sicll als Unbalanceanzeiger auch Schnappschalter in der Art der sogenannten Mikroschalter bewährt, die auf geringste Anstollbewegung reagieren und unmittelbar die Steuerrelais ein-, und ausschalten können.
  • Damit der Auswuchtvorgang stets an der richtigen Stelle -des umlaufenden Körpers vorgenommen wird, kann eine weitere Anzeigevorrichtung vorgesehen werden, die die jeweilige Winkel stellung des umlaufenden Körpers in bezug auf die Abtaststelle des Unbalanceanzeigers angibt. Sie kann in der Form eines mit umlaufenden Verteilers oder Kommutators zur selbsttätigen Beeinflussung des Auswuchtvorganges dienen.
  • Besondere, unten beschriebene Maßnahmen empfehlen sich für waagerecht umlaufende Zylinder von größerer Länge.
  • Eine wichtige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Auswuchtvorgang unter vorübergehen der Drebzahiminderung des umlaufenden Körpers vor sich geht. Bei elektrischem Antrieb -des umlaufenden Körpers wird hierzu der Antriebsmotor vorübergehend abgeschaltet oder gebremst.
  • Außerdem kann eine vollständige Abschaltung des Aritriebs bei übermäßigen Vibrationen selbsttätig herbeigeführt werden.
  • Die Erfindung ist allgemein anwendbar für aus halts- oder gewerbliche Wasch- oder Absaugungsmaschinen sowohl wie für Trockenreinigungsmaschinen od. dgl. Während Waschmaschinen Wasser als Reinigungsmittel gebrauchen, benutzen die genannten Trockenreinigungsmaschinen im allgemeinen organische Lösungen, die gewöhnlich flüchtiger Art sind.
  • Weitere Einzelheiten.der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispiele.
  • Es zeigt Fig. I eine teilsweise abgebrochene Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Apparatur, Fig. 2 einen Querschnitt nach den Linien 2-2 der Fig. 1 mit einer gebräuchlichen elektrischen Vibrationsanzeigevorrichtung, Fig. 3 eine Einzelheit in Form einer Vorderansicht dreier Auswuchtsteuerventile und der Rohrleitungen hierfür, Fig. 4 ein Schaltschema der Röhrenstromkreise und sonstigen Stromkreise.
  • Fig. 5 ein Schaltschema des Motosrteuerstromkreises, wie dieser im Zusammenhang mit der Schaltung gemäß Fig. 4 verwendet wird, Fig. 5 A eine leichte Abänderung des Teils des motorsteuerstromkreises, der das Hauptsteuerventil umfaßt, Fig. 5 B ein Schaltschema eines weiteren ahgeänderten Steuerstromkreises mit abwechselnder Steuerung des Hauptventils und des Nehenventils, Fig. 6 ein Diagramm der Wirkungsweise der elektrischen Schaltung, Fig. 7 einen Längsschnitt einer abgeänderten Ausführung.
  • Fig. 8 einen Querschnitt längs der Linie 8-8 der Fig. 7, Fig. 9 eine Teilansicht einer abgeänderten Flüssigkeitszuführungseinrichtung, wie diese in Fig. 7 dargestellt ist.
  • Fig. 10 eine Teilansicht von oben einer Detektorvorrichtung von besonderem Nutzen in Verbindung mit der vorangehenden Auswuchtapparatur, Fig. 11 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 10.
  • Fig. 12 eine Ansicht ähnlich gemäß Fig. I, jedoch mit abgeänderter Form einer Flüssigkeitsrohranlage als auch einer Detektorvorrichtung.
  • Fig. 13 eine Ansicht längs der Linien 13-13 der Fig. 12.
  • Fig. 14 eine abgeänderte Ausführung des elektrischien Stromkreises. beider die Elektronenröhren gemäß Fig. 4 nicht vorhanden sind.
  • Fig. I5 eine schematische Ansicht einer Nbänderung des Haltestromkreises, Fig. 16 eine Ansicht ähnlich wie in Fig. I, aber mit einem zusammengesetzten Apparat, der insbesondere für Trockenreinigungsanlagen von Wert ist und organische Lösungsmittel od. dgl. verwendet, wie diese in der Trockenreinigungsindustrie gewerblich benutzt werden, wobei in der Flüssigkeitszuführungsanordnung eine Abänderung vorgesehen ist.
  • Gemäß Fig. I enthält die dort dargestellte Apparatur einen Zylinder 17, in dem nasse Kleidungsstrücke oder andere Gegenstände durch Zentrifugalabsaugung bis zu einem geringen Feuchtigkeitsgrad getrocknet werden. Der Zylinder oder die Trommel 17 ist an einem Ende unterstützt oder angetrieben; die in der Zeichnung wiedergegebene Vorrichtung stellt sich grundsätzlich als eine Maschine mit fliegender fester Lagerung dar. Dies zum Unterschied gegenüber einer nachgiebigen Lagerung, welche eine freie Zylinderschwingung zuläßt.
  • Die Antriebskraft für den Zylinder liefert ein Elektromotor r8, der mit niedriger Geschwindigkeit betrieben werden kann, um die in dem Zylinder i>efindlicben Gegenstände umzuwälzen, hingegen mit hoher Geschwindigkeit, um die Zentrifugalabsaugung der Flüssigkeit aus den gewaschenen Gegenständen hervorzurufen. Diese Aufeinanderfolge der Wirkungen findet statt, wenn die Maschine entweder als vollständige Waschapparatur oder Trockenreinigungsapparatur wirksam ist. Wird die Apparatur nur zur Flüssigkeitsabsaugung verwendet, so können, wie dies an sich bekannt ist, die beiden Arbeitsgeschwindigkeiten der besonderen Maschine nenart angepaßt werden. Die Riemenscheiben und die dazugehörigen in der Zeichnung veranschaulichten Riemen dienen zur Übertragung der Antriebskraft auf die Hauptwelle 19 , so daß der Zylinder entsprechend der gesteuerten Geschwindigkeit des Motors 18 umläuft. Wie dies ebenfalls für Wasch- oder Trockenreinigungsapparaturen hekannt ist, können die verschiedenen Arbeitsvorgänge elektrisch durch einen Zeitablaufmechanismus überwacht werden, durch welchen die Zufuhr des Reinigungswassers oder einer anderen Reinigungsflüssigkeit, der Beginn der Umwälz- oder Reinigungsgeschwindigkeitsumdrehung, das Spülen, das Absaugen usw. selbsttätig sich vollziehen. Ein derartiger Mechanismus ist an sich üblich und bekannt und daher zeichnerisch nicht wiedergegeben. Kurz gesagt. beginnt der Arbeitsvorgang im allgemeinen damit, das Wasser oder ein anderes Reinigungsmittel in den ortsfesten Behälter oder Kübel einzuführen, welcher den drehbaren Zylinder 17 enthält. Eine den Wasserspiegel überwachende Vorrichtung kann dazu benutzt werden, den Kübel ungefähr bis zu einem Drittel seiner Höhe anzufüllen, worauf der Wasch- oder Umwälzvorgang beginnen kann, nachdem ein Waschmittel oder eine andere Reinigungssubstanz zugesetzt worden ist.
  • Bei Maschinen mit senkrechten Zylindern zeigen die Umwälzmittel eine andere Form, indem sie beispielsweise als Rührwerk od. dgl. ausgebildet sind. Am Schluß des Waschvorganges öffnet sich in dem Kübel ein Auslaßventil und das schmutzige Wasser fließt ah; danach schließt sich das Auslaßventil wieder und es folgt der Spülvorgang. Im Ansc'hluß daran wird das Ansl aß ventil wieder geöffnet. die Umlaufsgeschwindigkeit des Zylinders wird stark gesteigert, und die Zentrifugalabsaugung beginnt. Der Zylinder kann entweder mit Lochungen versehen sein oder er wird mit anderen geeigneten Mitteln versehen, um die Waschflüssigkeit abzugeben oder aufzunehmen.
  • In Wäschereisystemen wird die Flüssigkeit als endgültig verbraucht abgelassen, hingegen wird bei sogenannten Trockenreinigungssystemen die organische Reinigungsflüssigkeit mit oder ohne Seifenzusatz gefiltet und wieder benutzt. Zum Absaugen können im wesentlichen nur die höheren Geschwindigkeiten verwendet werden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines Auswuchtsystems vorgesehen, für das eine Auswuchtflüssigkeit der gleichen Art wie die zu Reinigungszwecken benutzte Flüssigkeit kennzeichnend ist, so daß diese Flüssigkeitsströme zusammenstoßen und gemeinsame Flüssigkeitswege benutzen können. Im allgemeinen gewährleistet das zu erläuternde Auswuchtsystem die praktische Verwirklichung außerordentlich hoher Zylinderumlaufsgesdhwindigkeiten und ermöglicht beispielsweise. einen waagerechten Zylinder zur Feuchttrocknung mit neuartigem Ausmaß von Wirkung zu benutzen, aber auch als waagerechten Waschapparat zu gebrauchten. Diese Kombination der Funktionen entspricht einem lang gehegten Wunsch der Industrie.
  • Der 'Zylinder I7 dient zur Aufnahme zum Waschen und zur F-euchttrocknung der in seinem Innern unterzubringenden Kleidungsstücke; die Rippen 21, 22 und 23 unterstützen den Waschvorgang. Gemäß dem gezeichneten Ausführungs:beispiel sind die Rippen hohl ausgebildet und sie haben feste oder abgeschlossene rückwärtige Abschlußwände. Sie werden auch als Taschen oder als Kammern benutzt, um die entsprechende Menge Auswuchtflüssigkeit aufzunehmen, wie dies nachstehend erläutert werden wird. Dennoch wird es augenscheinlich sein, daß die genannten Kammern lediglich als Flüssigrlçeitsaufnahmetaschen dienen können, ohne an dem Waschvorgang teilzunehmen.
  • Die Taschen sind unter gleichen Winkelabständen gleichmäßig längs des Umfangs des Zylinders verteilt, so Idaß der Zylinder in drei um I20° versetzte Flüssigkeitsaufnahmeabschnitte unterteilt ist. Indessen ist klar, daß auch vier oder noch mehr Rippen oder Taschen eingebaut und entsprechend angeordnet werden können.
  • Es ist außerdem ersichtlich, daß die Taschen eher an oder Außenseite angebracht werden können als an der Innenseite des Zylinders und daß, wenn dies gewünscht wird, übliche an der Innenseite angebrachte Rippen dazu ausgenutzt werden können, die Anhebe- oder Bewegungsvorgänge an den zuwaschenden Kleidungsstücken herbeizuführen. In einem solchen Falle werden dieWaschrippen zw-eckmäßig mit Lochungen od. ,dgl. versehen, wie dies an sich bekannt ist. Eine derartige Rippenbanart ist oftmals als recht vorteilhaft für- Waschzwecke bezeichnet worden.
  • Es sind weiterhin Einrichtungen dafür getroffen, um das Wasser oder eine andere Auswuchfflüssigkeit aus einem Behälter 51 in die Taschen hineinzufördern, wenn dies mit Rücksicht auf eine Gleichgewichtsstörung erforderlich erscheint. Zu diesem Zwecke sind elektrisch gesteuerte Förderventile 26, 27 und 28 vorhanden. Der Betrieb und die Überwachung dieser Ventile sollen weiter unten erläatert werden. Jedes dieser Förderventile kann durch besondere gleichartig überwachte Flüssigkeitspumpen ersetzt werden. Unter der Voraussetzung, daß die Ventile wunschgemäß betätigt werden, -strömt die Flüssigkeit durch die Förderrohre 29, 30 und 31 zu den nach oben gerichteten Arbeitsdüsen32, 33 und 34 hin. Es ist leicht einzusehen, daß entweder eines oder zwei dieser Förderrohre gleichzeitig wirksam werden können, um eine Gleichgewichts störung auszugleichen.
  • Nimmt man an, daß das Ventil 26 die Flüssigkeit veranlaßt hat, durch das Rohr 29 zu strömen, so tritt die Flüssigkeit durch -die Düse 32 aus und in den Förderring 35 ein. Der Förderring 35 ist so angeordnet, daß die Flüssigkeit durch das Rohr 36 in die Tasche 21 eintritt, während die Förderringe 37 und 38 dieTaschen 22 und 23 entsprechend durch die Rohre 39 und 40 beliefern.
  • Die Förderringe haben kanal- oder U-förmige Querschnitte und sind ringsherum gänzlich offen, so daß sie einen endlosen Einlaß besitzen. Die Förderringe sind zu einer Einheit zusammengeschlossen und zweckmäßig verschweißt, wie dies die Zeichnung veranschaulicht. Die genannte Einheit steht mit dem Zylinder in geeigneter Weise in fester Verbindung, so daß sie mit dem Zylinder um läuft. Dies kann geschehen durch Heftschweißung od. dgl., indem dadurch die Seitenwand 41 des Förderringes 38 mit Radialrippen 42 der Zylinderabschlußwand 43 vereinigt sind. Die Förderringe sind an der Nabe 44 der Welle 19 angeordnet und jeweils unter Winkel abständen exzentrisch zueinander aus Gründen angeordnet, die weiter unten erläutert werden, wobei allerdings zu bemerken ist, daß diese Anordnung nicht grundsätzlich wesentlich ist.
  • Wenn beispielsweise die Flüssigkeit durch die Düse 32 auf die offene, ringförmige Grundfläche des Förderringes 35 geleitet wird, dann wird die Zentrifugalkraft die Flüssigkeit in der Nähe des Förderringumfangs halten, ohne Rücksicht auf die Tatsache, daß jeder Flüssigkeitsring an seiner der Achse zugewandten ringförmigen Innenfläche offen ist. Da die Düse 32 die Flüssigkeit in den Förderring während der Umdrehung des Zylinders hineinleitet, wird diese Flüssigkeit durch das Rohr 36 in den inneren Teil der Tasche 21 geführt, welch letztere durch die Ähschlußwand 45 abgeschlossen ist. Der bei 46 offene untere Teil der Tasche dient als Flüssigkeitsauslaß, wie dies weiter unten erläutert werden wird.
  • Die Förderringe sind beispielsweise so geformt und so miteinander verbunden, daß sie exzentrisch in bezug auf die Welle 19 umlaufen. Sie besitzen Auslaßöffnungen 35A am entferntesten Punkt der Exzentrizität. Eine derartigeAnordnung gewährleistet, daß sich die Öffnung 35A stets im weitesten Abstand von der Welle 19 in bezug auf irgendeinen anderen Punkt innerhalb des Förderringes 35 befindet. Daraus ergibt sich folgendes: Wird Flüssigkeit in den offenen Kanal des Förderringes eingeführt, so sorgen die Zentrifugalkräfte, die durch die Umdrehung des Förderringes 35 erzeugt werden, dafür, daß sich die Flüssigkeit in der Nähe der Öffnung 35A ansammelt und infolgedessen wirksamer durch das Rohr 36 Igefü'hrt oder gezwungen wird.
  • Tatsächlich genügt diese Kraft im allgemeinen, um die Flüssigkeit eine beträchtliche Strecke vorwärts zu treiben, und die Einführung des entferntesten Punktes eines Förderringes zu der benachbarten Kammer ist zwar wünschenswert, indessen nicht notwendig.
  • Es ist augenscheinlich, daß die Düsen32, 33 und 34 nicht umlaufen, sondern in den Umfassungsbehälter (den Kübel) mit Hilfe der ortsfesten Rohre 29 bis 3I hineinragen, welch letztere die Öffnung 47Ä des Behälters 50A durchdringen. Die Flüssigkeit, die aus den Düsen kommt, wird bei jeder Stellung der umlaufenden Förderringe von diesen aufgenommen und gegen die bezüglichen Auslässe hingeleitet.
  • Die Förderringe 37 und 38 sind ebenfalls exzentisch angeordnet und ihre Exzentrizitäten sind jeweils gegeneinander um I20° versetzt, um der Kammeranordnung zu entsprechen. Das Vorhandensein der Förderringe, deren Form und Anordnung zur Ausnutzung der Zentrifugalkräfte gewählt ist, ermöglicht eine schnellere und wifkungsvollereVerteilung der Auswuchtflüssigkeit dergestalt, daß diese Verteilung sich in kurzer Zeit und schritthaltend mit der sich ändernden Gewichtsverteilung vollzieht, welch letztere eine Folge der Flüssigkeitsabsaugung aus den Behandlungsgegenständen ist.
  • Es hat sich herausgestellt, daß beim Fehlen derart wirkungsvoller Kräfte die zugeführte Flüssigkeit das Bestreben zeigt, sich längs des inneren Umfangs der Ringe auszubreiten, und die Erzielung des Ausgleichs wird in einem solchen Falle in starkem Maße und vielleicht untragbar verzögert, da die Flüssigkeit in einem solchen Falle zu langsam zu den Flüssigkeits- oder Gewichtsaufnahmeelementen oder Taschen hinströmt.
  • Wenn sich die Tasche 21 mit der durch das Rohr 36 herangeführten Flüssigkeit füllt, wird diese Flüssigkeit längs der inneren Umfangsfläche der Tasche zufolge der Zentrifugalkraft gehalten.
  • Die Flüssigkeit kann sich bis zum unteren inneren Ende der Abschlußwand 45 sammeln, worauf sie in den ortsfesten Behälter oder Kübel 47 durch die Öffnung 46 der Tasche 21 eintreten wird. Indessen weisen die Taschen vorteilhaft eine solche Größe auf, daß sie jeglicher unerwünschten Unausgeglichenheit während des Betriebes der Maschine begegnen, wie dies nachstehend erläutert wird. In Übereinstimmung damit wird die eingeführte Auswuchtflüssibo1ceit durch die Wand 45 während des Absaugungsvorganges zurückbCehalten. Bei Beendigung dieses Vorganges und beim ausreichenden Absinken der Umlaufsgeschwindigkeit des Zylinders strömt die Auswuchtflüssiglieit schnell -durch die Öffnung46 vom Zylinder nach außen, so daß der nachfolgende Arbeitsvorgang vorbereitet ist. Es ist daher leicht einzusehen, daß durch Ausnutzung der Zentrifugalkräfte zur Aufrechterhaltung der eingeführten Flüssigkeit die Abführung der Flüssigkeit erleichtert und die Dauer des Arbeitsvorganges erheblich herabgesetzt werden kann.
  • W'eiter'hin ist zu bemerken, daß die Grundfläche 46a der Tasche 2I zu der Auslaßöffnung46 hingeneigt ist, so daß die Flüssigkeit durch die Öffnung 46 noch wirksamer abströmen kann. Aus jeder Tasche fließt daher die Flüssigloeit in dem Maße ab, in dem der Zylinder seine Umlaufsgeschwindigkeit herabsetzt und auf die Wälzgeschwindigkeit übergeht.
  • Die Flüssigkeit tritt dann in den Umfassungsbehälter 50A ein, in dem sich die Schürze 47 befindet; die Flüssigkeit tritt durch das Auslaßrohr 48 und das Ventil 49 in den Flüssigkeitsbehälter 50 über oder in einen anderen Sammelraum, je nachdem, welcher Art die benutzte Maschine ist.
  • Die Anordnung des Auslasses 46 im unteren Teil der Rammer ist insofern von einer weiteren Bedeutung, als dadurch der allgemeine Wasserspiegel in dem Umfassungsbehälter oder dem Zylinder während des Absaugungsvorganges geregelt wird.
  • Während eines Wälzvorganges wird die in den Kammern angesammelte Flüssigkeit praktisch so fort abgelassen. Die Reinigungsflüssigkeit wird gegen die Wand des Umfassungsbehälters geworfen, von der sie abgezogen wird, so daß sie nicht das Bestreben zeigt, dem Auslaß 46 zuzuströmen. Während des Ausströmens aus den Kammern ist die Auswuchtflüssigkeit gegenüber den durch Dampf zu trocknenden Gegenständen durch die feste Ab schlußwand 43 isoliert, hinter welcher die Flüssigkeit abströmt. Die Kammern leiten die Auswuchtflüssigkeit in den Umfassungsbehälter, und zwar über die geneigten Böden. Es ist ferner zu bemerken, daß die Flüssigkeit. anstatt durch die Rohre 29 bis 3I entsprechend dem bevorzugten Beispiel zu strömen, auch durch den umlaufenden Wellenzapfen eingeführt werden kann. Die Flüssigkeit kann so in die Kammern unmittelbar durch Bohrungen des Zapfens eintreten oder von diesen Bohrungen zu den Förderringen hingeleitet werden, bevor das Einströmen in die Kammern erfolgt.
  • In dem dargestellten Ausfiithrungsbeispiel zeigt die Maschine die allgemeine Form einer Trockenreinigungsapparatur, wenngleich eine Waschmaschine identisch arbeiten wird. Ist der Zylinder senkrecht und nicht waagerecht, wie dargestellt, angeordnet, dann sind auch die Kammern senkrecht angebracht, wie dies leicht einzusehen ist, oder sie werden waagerecht um die Grundfläche des Zylinders angeordnet. Dies ist sogleich verständlich. wenn man den verlängerten waagerechten Zylinder betrachtet, der nachfolgend beschrieben wird. Als Trockenreinigungsapparatur nimmt der Flüssigkeitsbehälter sowohl die in Betracht kommende Reinigungsflüssigkeit als auch die Auswuchtflüssigkeit auf; die auf diese Weise kombinierte Flüssigkeit strömt normalerweise nach einer Filterung in den Behälter 51 durch das Rohr 52.
  • Weitere Einzelheiten dieser Anlage werden an Hand der Fig. 16 erläutert. Die gefilterte oder gereinigte Flüssigkeit wird dann ausgenutzt für weitere Reinigungs- und Ausgleichsvorgänge. Im Falle einer Waschmaschine ist es augenscheinlich, daß das Wasser im allgemeinen für diesen Zweck ausgenutzt wird, obwohl jegliche Flüssigkeit unter Einschluß von Quecksilber Verwendung finden kann, vorteilhaft indem man sie von derReinigungsflüssigkeit isoliert.
  • Die Pumpe 53 dient dazu, dieAuswuchtflüssigkeit aus dem Behälter 51 über das Hauptventil 54 durch das Rohr 55 zu den drei Solenoideinlaßventilen 26, 27 und 2S zu führen; die Flüssigkeit strömt danach zu den Düsen 32 bis 34 entsprechend der Kontrollwirkung der genannten Ventile, wie dies nachfolgend beschrieben wird. Das Vorhandensein des Hauptventils 54, dessen Wirkungsweise nachstehend erläutert wird, wird deswegen für wünschenswert gehalten, weil es eine zusätzliche Sicherung gegen eine Flüssigkeitsabwanderung zu den Kammern außerhalb der Wirkung des Über wachungssystems darstellt. Die Verwendung einer Pumpe wird' deswegen als vorteilhaft angesehen,' weil dadurch der Flüssigkeitszufiihrungsdruck vorher bestimmt und zufällige Geschwindigkeiten der Flüssigkeitsströmung vermieden werden. Die körperlichen Elemente der Apparatur, abgesehen von den vorher beschriebenen Einzelheiten des Ausgleichssystems, sind üblicher Art. Demgemäß ist der Umfassungsbehälter 50A zweckmäßig mit einer Klapptür 56 versehen, damit die Behandlungsgegenstände in den Zylinder eingeführt oder aus ihm herausgenommen werden können. Die Welle 19, die eine Verlängerung aufweist, wird durch zwei Gleitlager 57 und 58 geführt, die in irgendeiner geeigneten Weise unterstützt sind.
  • Der Motor IS kann als Zweigeschwindigkeitsmotör ausgebildet sein o.der als Motor mit veränderbarer Geschwindigkeit. Die niedrige Geschwindigkeit wird zum Umwälzen der Behandlungsgegenstände während des Reinigungsvorganges an sich benutzt, während eine beträchtlich höhere Geschwindiglçeit dazu dient, den zentrifugalen Absaugungsvorgang herbeizuführen. Besitzt die Maschine die Form einer Absaugungsvorrichtung ohne Waschmerkmale, so werden die niedrigeren Geschwindigkeiten dazu benutzt, eine vorläufige Verteilungswirkung hervorzurufen, um einen rohen Ausgleich zu erzielen, bevor das beschriebene Korrektursystem wirksam wird.
  • Nunmehr wird die elektrische Wirkungsweise der Apparatur beschrieben, welche das eigentliche Steuer- oder Überwachungssystem umfaßt. Die Apparatur sorgt für die Hinfiihrung der Auswuchtflüssigkeit zu besonderen Kammern während der Beschleunigung und während des Umlaufs des Zylinders mit hoher Geschwindigkeit, indem sie auf einen bestimmten Unbalancezustand anspricht.
  • Es sind Mittel vorgesehen, um das Vorhandensein einer bestimmten Unbalance und deren örtlicher Lage festzustellen und es-werden bestimmte Abhilfemaßnahmen daraufhin sofort automatisch wirksam. Mittel, die mit dem Umlauf des Zylinders synchron arbeiten, dienen dazu, eine Bezugsspannung zu erzeugen, durch welche die augenblicklicheLage eines bestimmten Zylindersegments sofort festgestellt werden kann. Auf diese Weise kann der Sitz der Unbalance örtlich bestimmt und das Vorhandensein und der Grad der Unbalance durch eine vibrationsempfindliche Vorrichtung die nachstehend erläutert wird, angezeigt werden.
  • Ein elektrischer Stromkreis spricht auf zusammenwirkende Impulse an, von denen der eine die lWezugspannung ist und die Lage aufeinanderfolgender Kammern des umlaufenden Zylinders unverzüglich feststellt, während der andere Impuls gleichzeitig das Vorhandensein als auch den Grad der Unbalance erkennen läßt. In Zusammenwirkung rufen sie indem Stromkreis eine Reaktion hervor, welche durch die Bezugspannung zeitlich so eingeregelt ist, - daß der Sitz der erforderlichen Korrektion dadurch -festgelegt wird. Diese Reaktion führt dazu, daß ein oder mehrere Solenoide erregt werden, um damit ein oder mehrere zugehörige Ventile 26, 27 und 28 zu -öffnen; die Folge ist das Eindringen von Auswuchtflüssigkeit in die ausgewählten Förderringe und Kammern.
  • Damit die Erläuterung des elektrischen Stromkreises in bezug auf die Wirkungsweise der Apparatur verständlicher wird, werden nachfolgend die grundsätzlichen Merkmale der Anordnung erläutert.
  • Sowie der mit Übergewicht ausgestattete Teil des nicht ausgeglichenen umlaufenden Zylinders eine vorherbestimmte Stelle überschreitet, wird der wirksame Abschnitt eines elektrischen Signals hervorgebracht. Dieses Signal zeigt sowohl das Vorhandensein der Unbalance als auch das Ausmaß oder die Amplitude an, ist indessen nicht ausreichend, um eine Korrekturwirkung in Gang zu setzen, da die Lage der Unbalance noch unbekannt ist. Um die gewünschte Information zu liefern, wird ein Arm od. dgl. dazu veranlaßt, synchron mit dem Zylinder sich zu bewegen, indem er beispielsweise auf der Welle 19 angebracht und durch diese angetrieben wird. Dieser umlaufende Arm ruft durch Kommutatorwirkung eine Reihe von elektrischen Signalen während seines Umlaufs hervor.
  • Jedes Signal kennzeichnet ein bestimmtes Segment des Zylinders. Demgemäß kennzeichnet der Kommutatorarm, sobald der erste Impuls (Vibrationsimpuls) ausgesendet wird, die Stellung des umlaufenden Zylinders in diesem besonderen Augenblick, so daß jegliche erwünschte Information auf elektrische Weise geliefert wird. Die beiden elektrischen Impulse werden auf ein elektrisches Netz geleitet, in dem ausgewählte Solenoidventile ansprechen, damit Ansglefchsflüssigkeit automatisch einer Kammer oder Kammern zugeführt wird, die jeweils dem Sitz der Unbalance gegenüberliegen. Diese Flüssigkeitszufuhr setzt sich so lange fort, wie das Übergewicht neutralisiert wird, worauf der Vibrationsimpuls abnimmt und schließlich zu klein wird, um das elektrische Netz zu betätigen.
  • In diesem Augenblick wird die Flüssigkeitszufuhr unterbròchen. Wenn während der Zeit, in der die :Eteinigungsflüssigkeit aus den Behan dl ungsgegenständen abgesaugt wird, wieder eine genügende Vibration entsprechend nachfolgender Unbalance erzeugt wird, sei es auf Grund von Änderungen in der Gewichtsverteilung oder auf Grund größerer Zentrifugalkräfte bei aufeinanderfolgenden hohen Umlaufsgeschwindigkeiten, dann wird der betätigende Vibrationsimpuls wiederhergestellt und die Korrekturwirkung automatisch wieder eingeleitet.
  • Zusätzlich zu den vorerwähnten Funktionen verhindern die Stromkreise einen Umlauf des Zylinders mit voller Geschwindigkeit, bis ein ausreichendes Maß an Ausgeglichenheit wieder herbeigeführt ist.
  • Dieses wird dadurch erreicht, daß die Arbeitsdauer eines Solenoidzuführungsventils vermerkt und intermittierend der Motor 18 abgeschaltet wird, sowie die Arbeitsdauer eine beliebige vorbestimmte Zeit übersteigt. Mit anderen Worten ist es unerwünscht, falls eine Zylinderkammer Flüssigkeit aufnimmt, um eine Unbalance zu korrigieren, auf höhere GeschLvinidigkeiten überzugehen, solange die Korrekturwirkung nicht vollendet ist, da die ETnhalance sich übersteigern und der Maschine Schaden zufügen kann. In Übereinstimmung damit ist vorgesehen, daß eine fortdauernde Wirkung der Solenoidzuführungsventile den Äiotorletrieb intermittierend unterbricht, wobei der Stromkreis weiterhin derart wirkt, daß er den dauernden Motorbetrieb und gesteigerte Geschwindigkeiten wieder aufnimmt, sobald die Zuführungsventile nicht mehr andauernd Flüssigkeit abgeben.
  • Um das Vorhandensein einer Unbalance festzustellen. kann als Anzeiger ein Kristall detektor (Piezokristall) od. dgl. Verwendung finden. Dies ist beispielsweise in den Fig. 2 und 4 angedeutet.
  • Dieser Kristalldetektor kann beispielsweise mit dem Fußboden vereinigt sein, es ist aber auch möglich, ihn auf andere Weise zu unterstützen. Es ist indessen klar, daß jede aequivalente Vorrichtung Anwendung finden kann, wie beispielsweise ein Magnetostriktionsanzeiger, ebenso wie ein elektrischer Schalter benutzt werden kann, wie dies unten beschrieben wird. Der Detektor gibt, wie dies nic'ht näher dargelegt zu werden braucht, einen Wechselstrom von angenäherter Sinuskurvenform ab, entsprechend der Vibration des Zylinders I7 im Falle einer Unbalance. Gemäß Fig. 4 erzeugt der Unbalanceanzeiger 75 elektrische Spannungen infolge der Wirkung des Piezokristalls 76, und diese Spannungen werden auf das Steuergitter 77 der Vaknumröhre 78 übertragen. Die Rö'hre 78 ist als Pentode dargestellt, um eine möglichst hohe Leistung zu erzielen, aber es kann naturgemäß auch jede andere Verstärkerröhre Verwendung finden.
  • Die Kondensatoren und die Widerstände, die in dem Röhrenstromkreis vorhanden sind. liefern übliche Gittervorspannungen, Schirmgitterspannungen und NebenschluR- und Steuergitterableitungen entsprechend den bekannten Grundsätzen der Elektronenröhrentechnik. Diese Einzelheiten brauchen nicht besonders beschrieben zu werde. Die Spannung für die Anode 79 ist über die Leitung 8o mit Hilfe des Anodenhelastungswiderstandes SI gegeben.
  • Die Leitung 80 ist mit einer Seite derDrosselspule 82 verbunden, die, wie an dem Gleichrichter 83 erkennbar, als positive Spannungsquelle dient. Der Gleich richter S3 stellt sich als üblicher Vollwellengleichrichter dar, der die Spannung des Transformators 84 in Gleichstrom umwandelt. Der Schalter 85 überträgt die Wechsel spannung auf den Transformator. Die Sekundärseite 86 des Transformators 84 dient zur Heizung der Röhren, indessen kann jegliche geeignete andere Stromquelle Verwendung finden.
  • Die Vaknumröhren 87 und 88 werden durch das Vakuumrohr 78 gespeist und wirken derart, daß sie den Arbeitsvorgang der Apparatur unterbrechen, wenn die Unbalance ein vorherbestimmtes Maß überschreitet, wie dies nachstehend erläutert werden wird. Die Röhre 78 leitet die Vibrationsimpulse über den Kopplungskondensator 89, die Leitung 90, die Leitung 91, zu den drei Ventilsteuervakuumröhren 92, 93 und 94.
  • Die Röhren 92, 93 und 94 bilden einen Teil eines Ventil steuersystems und sind als gasgefüllte Entladungsröhren des Thyratrontyps veranschaulicht, wenngleich es klar ist, daß auch andere Typen von Vakuumröhren Verwendung finden können. Die Funktion der Röhren 92 bis 94 besteht darin, den Stromkreis der Elektromagnetwicklungen 95, 96 und 97 der Zuführungsventile 26, 27 und 28 zu schließen, damit die Strömung der Auswuchtflüssigkeit durch die Rohre 29 bis 3I gesteuert wird. Die Röhren 92 bis 94 sind phasengesteuert, so daß sie bei einem vorbestimmten Zusammentreffen der Anoden- und Gitterspannungen wirksam werden.
  • Während die Gitterspannungen durch die Wirkungsweise des Detektors 75 erzeugt werden, werden die Anodenspannungen durch eine Kommutator- oder Verteilerscheibe 98 geliefert, welche ortsfest in dem Gehäuse 99 untergebracht ist, wie dies Fig. I zeigt. Der Kommutator dient zur Feststellung der örtlichen Lage der Unbalance auf dem umlaufenden Teil.
  • Die Kommutatorscheibe 98 (Fig. 4) enthält drei Segmente 100, 101 und 102, die aus elektrisch leitendem Material bestehen und durch Isolationsmaterial voneinander getrennt sind. Beispielsweise kann jedes Segment ungefährt 110° des Kreisumfanges ausmachen, während der Isolationszwischenraum ungefähr 100 einnimmt. Der Kommutatorarm 103 ist mit der Welle 19 verbunden, so daß er sich mit dieser-dreht und aufeinanderfolgend elektrischen Kontakt mit den ortsfesten Kommutatorsegmenten herbeiführt. Es ist klar, daß auch die Scheibe rotieren kann, während der Arm ortsfest anzuordnen wäre, da ja nur eine Relativbewegung erforderlich ist. Die Winkelstellung des Kommutatorarmes 103 ist so gewählt, daß dieser jeweils den Steuerstromkreis derjenigen Auswuchtkammern einschaltet, die gerade der Abtaststelle des Unhalanceanzeigers diametral gegenüberliegen.
  • Die Steuerstromkreise bleiben so lange unwirksam, als der Unhalanceanzeiger keinen unzulässigen Ausschlag des Umlaufkörpers feststellt. Tritt aber ein solcher Ausschlag auf, so trifft die Kontaktgabe des Kommutators mit dem Entstehen einer Kristallspannung am Unbalanceanzeiger zeitlich zusammen.
  • Durch das Zusammenwirken beider Impulse wird der jeweils passende Steuerstromkreis oder die entsprechende Steuerröhre wirksam, wodurch die der Ausschlagstelle gegenüberliegende Kammer mit der als Gegengewicht wirkenden Flüssigkeit beschickt wird.
  • Der unter Federwirkung stehende Kontakt 104 liegt an die Nabe des Armes 103 an und kann die Form einer gewöhnlichen Kontaktbürste haben.
  • Die Leitung 105 ist mit dem Kontakt 104 verbunden, so daß dort die positive Anodenspannung angelegt ist, die sich von dem Punkt 106 der Kraftanlage herleitet. Beispielsweise mag dort die Spannung in der Nähe von 300 V liegen; die Leitungen 107, 108 und 109 sind durch die Anodenstromkreise mit den Anoden der Röhren 92 bis 94 verbunden. Auf diese Weise wirkt der Kommutator, der bei einem Zylinderumlauf eine Umdrehung macht, als bezüglicher Mehrfachschalter, der nach- einander die Anodenspannungen auf' die Röhren 92 bis 94 überträgt und diese Spannungen beseitigt, sowie der Arm 103 eines der Segmente verläßt.
  • Aus dem Vorhergesagten ergibt sich, daß eine der Röhren 92 bis 94 stromleitend ist, entsprechend dem zeitlichen Phasenverhältnis der Gitter un!d Anodenspannungen. Insoweit als die Spannungen, die an jede Anode angelegt werden, p-eriodisch unterbrochen werden, ist zu berücksichtigen, daß die Anodenlieferungen aus Wechselspannungen von rechteckiger Wellenform bestehen. Da die Phase der Gitterspannung von der Lage der Unbalance abhängt, werden Schwankungen dieser Lage die relative Phase der beiden Spannungen an jeder Röhre variieren, d. h. es wird die Relativzeit verändert, zu der sie ihre Spitzenwerte erreichen.
  • Wenn -die Phase der Gitterspannung hinter der Anodenspannung um 1800 zurückbleibt, so wird der Anodenstrom gänzlich unterbrochen. Ist sowohl das Gitter als auch die Anode einer jeden Röhre positiv, so wird ein Anodenstrom fließen, und der positive Wert des Gitterstromes hängt von der Zündspannung in der Röhre ab, entsprechend deren Konstanten und Vorspannung. Die gleiche Wirkung kann dadurch hervorgerufen werden, daß eine negative Gitterspannung verwendet wird; hierbei gibt die Aberregung einer Röhre ein Relais od. dgl. frei, das den Stromkreis eines elektromagnetischen Steuersystems der hier beschriebenen Art schließt.
  • -Die Vorspannung für die Röhren 92 bis 94 wird durch den Potentiometerarm 115 geliefert, der auf diese Weise als Empfindlichkeitstüberwacher dient, wie er auch den Wert bestimmt, bei dem die Steuerröhren wirksam werden. Um die Arbeitsweise stabil zu erhaltem, wird die Gittervorspannung zweckmäßig durch eine regulierte Spannuugsquelle geliefert. Diese ist hier lals fallender Widerstand II6 veranschaulicht, der mit einer Seite der Hochspannungswicklung des Transformators verbunden ist. Der Widerstand 116 ist mit dem Selengleichrichter 117 verbunden, der Gleichstrom durch den Regulierwiderstand 118 zu der Spannungsstabilisatorröhre 119 liefert. Die RöhreII9 ist zweckmäßig nach der Type VR 75- ausgebildet. Der Widerstand 120 beschränkt den Stromzufluß. Der Arm 115 kann beispielsweise die Steuergitter der Röhren9 bis 94 auf 20 V negativ herabsenken entsprechend der Ausgangsamplitude der Verstärkerröhre 78, bei der Korrekturwirkung hervorgerufen werden soll.
  • Damit die Röhren 92 bis 94 nicht durch plötzliche Stromstöße oder Stoßspannungen betätigt werden, kann ein Siebkondensator 121 Verwendung finden. Dieser Siebkondensator steht hier an Stelle jeder erforderlichen Siebkreistype, die so vollkommen sein kann, wie notwendig. So kann bei spielsweise ein Zwei- oder Dreistufensiebkreis Verwendung finden, wie dieser in Netzanschlußgeräten mit guter Siebung üblich ist. Der Kondensator 121 liegt zwecjmäßig in der Größenordnung von 0,01 µF. Stoßspannungen sind üblicherweise von hoher Frequenz, während die Impulsspannungen, die au£ die Gitter übertragen. werden, bei 15 Perioden je Sekunde oder weniger liegen, so daß die Siebkondensatoren 121 insoweit wirksam werden, als sie die unerwünschten Stoßspannungen nach Erde ableiten, während ihre Wirkung auf die erwünschten Impulsspannungen nur gering ist.
  • Wie schon auseinandergesetzt, nimmt der Arm 1-03, ,der mit der Welle 19 fest verbunden ist, eine Winkel stellung ein, die in Beziehung steht zu den Winkelstellungen der Kammern 21, 22 und 23 oder zu den entsprechenden Segmenten des Zylinders. In Übereinstimmung damit wird, da der Zylinder und die Kammern sich mit der Welle ebenso wie der Arm 103 drehen, die Zeit der Zuführung der Anodenspannungen zu den Röhren 92 bis 94 die augenblickliche Lage dieser Kammern oder Segmente anzeigen. Diese Anzeige der Winkel stellung der Kammern wird, wie oben ausgeführt, mit der Amplitude der Unbalance Spannung so kombiniert, daß die Auswuchtfüssigkeit veranlaßt wird, in die bezüglichen Kammern zu strömen.
  • In Fig. 6 möge die rechteckige Welle I25 die Anodenspannung der Röhre 92 veranschaulichen.
  • Die Dauer einer solchen Ano-denspannung hängt von der Kreisbogenlänge des Segments 100 der Kommutatorscheibe ad. Wenn der Arm 103 das Segment 100 verläßt, findet die rechteckige Welle ihr Ende, und etwa 100 später wird die Spannung als rechteckige Welle 126 auf die Anode der Röhre 94 übertragen. Auf dieselbe Weise wird die rechteckige Welle I27 danach auf die Röhre 93 über das Segment 102 übertragen. Der Zyklus wiederholt sich darauf, wie dies in Fig. 6 veranschaulicht ist. Jede rechteckige Welle versinnbildlicht eine Kammer des Zylinders und die Wellen wiederholen sich in der Reihenfolge I, 2, 3; I, 2, 3 usw. Somit wird eine fortlaufende Reihe von Kammern oder Segmentmarkierungsimpulsen in zyklischer Form hervorgerufen, wenn sich der Zylinder dreht.
  • Zur gleichen Zeit, zu der die Anodenspannungen nacheinander den drei Röhren während irgendeines Zyklus zugeleitet werden, beeinflußt die Kristallspannung I28, die im allgemeinen eine Sinuskurvenform besitzt, die Steuergitter. Wenn der Scheitel I29 der Sinuskurve dem Gitter während der gleichen Zeitperiode zugeführt wird, in der die rechteckige Welle I26 und I27 auf die Anoden der Röhren 93 und 94 übertragen werden, dann werden diese Röhren 9.3 und 94 zünden und die dazu gehörigen Ventile öffnen mit dem Ergebnis, daß Auswuchtflüssigkeit zu zwei Kammern hingeleitet wird, nämlich zu den Kammern 22 und 23. Es ist offensichtlich, daß in dem Fall, in dem der Scheitel I29 wegen einer Verschiebung des Übergewichts um wenige Grade vorgerückt wäre, nur die Röhre 93 erregt und demgemäß auch nur die dazugehörige Kammer gespeist werden würde. Die Fig. 6 veranschaulicht den Fall, daß zwei Kammern entsprechend einem bestimmten Unbalanoezus+and gleichzeitig gespeist werden. Dies ist von beträchtlicher Bedeutung, da andernfalls das Füllen nur einer Kammer zur selben Zeit eine Verzögerung hervorruft und die Auswuchtvorgänge verlängert, während das gleichzeitige Füllen zweier Kammern in gewissen Fällen derartige Auswirkungen unterbindet, indem damit die meisten örtlichen Lagen der Unbalance zugleich erfaßt werden.
  • Die Zündspannung I30 hängt von der Einstel.lung der Empfindlichkeitskontrolle 115 ab. Jede Röhre 92 bis 94 wird dann zünden, wenn die Spannung am Gitter die Zündspannung übersteigt, während die Anodenspannung angelegt ist. Die Röhren 92 bis 9+ steuern die Ventile 26 bis 28 in folgender Weise: Angenommen, der Kommutatorarm 103 stehe in Kontakt mit dem Segment 100, SO daß die Röhre 92 mit der Anodenspannung gespeist ist, und weiter angenommen, daß gerade zu diesem Zeitpunkt die Gitterspannungsamplitude die Zündspannung erreicht, so wird die Röhre 92 leitend. Ein beträchtlicher Anodenstrom fließt durch die Röhre 92 und das Relais I35 wird erregt. Der Anker I36 des Relais 135 wird angezogen, so daß die Kontakte und und 138 schließen.
  • Die Elektromagnetwicklung 95 (Fig. 4) wird über die Leitungen I30 und I40 erregt, die mit dem Primär- oder Netztransformator 84 in Verbindung stehen. Es sei bemerkt, daß der Elektro magnet 95 die Wicklung eines üblichen, wechselstrombetriebenen Solenoidventils 26 darstellt. In diesem Augenblick strömt Flüssigkeit aus dem Rohr 55 (Fig. I) zu dem Rohr 29 der Düse 32, dem Förderring 35, dem Rohr 36 und in die Kammer 21.
  • Die Flüssigkeit wird infolgedessen richtig so zugeführt, daß der Zylinder sich wieder einem IGleichgewichtsznstand nähert. Wenn die Ausgleichsflüssigkeit in die Kammer hineinfließt, nimmt die Amplitude der Gitterspannung ab, ebenso wie die Vibration gemäß der Korrektur der Unbalance zurückgeht. Unterschreitet die Amplitude die Zündspannung I30, so verlischt die Röhre 92 trotz des Zusammentreffeus von Anoden- und Gitterspannung.
  • Es ist ein bekanntes Charakteristikum gasgefüllter Röhren der Thyratronart, daß die Wegnahme der Gitterzündspannung allein für sich kein Verlöschen der Röhre bedingt. Indessen gewährleistet die beschriebene Methode der Wegnahme der Anodenspannung durch die Kommutatorwirkung ein sauberes Auslöschen der Röhre, da bekanntlich die Abwesenheit der Anodenspannung diese Wirkung hervorruft.
  • Werden gewöhnliche Vakuumröhren der Kraftverstärkerart benutzt, so kann die Anodenspannung fortdauernd und konstant sein, während die Phase der Gitterspannung die besondere Röhre oder die besonderen Röhren festlegt, welche den Strom zur Betätigung der Solenoidventile führen.
  • Die Kommutatorsegmente sind im allgemeinen 100 voneinander entfernt, um die Winkelempfindlichkeit des Systems zu senken, wie auch einen Überausgleich zu vermeiden, wenn die Unbalance etwas von der einer Kammer gegenftherliegenden Stellung abweicht. Aus Fig. 6 ist ersichtlich, daß dann, wenn der Scheitel der Gitterspannung nur wenig gegen den Zeitpunkt verrückt wird, in dem die Kechtechwellen einander ablösen, der Abstand zwischen den beiden aufeinanderfolgenden Reelltschwellen eine Korrektionswirkung verhindert. so daß die Winkelempfindlichkeit abnimmt. Es hat sich in der Tat gezeigt, daß 300-Knmmutatorsegmente getrennt durch go°-Zwischenräume ausreichend sind. Die Röhren 93 und 94 arbeiten in der gleichen Weise wie die Röhre 92, und eine oder beide der Röhren, aber nicht alle, können gleichzeitig arbeiten, so wie dies in Fig. 6 berücksichtigt ist.
  • Da das Relais I35 nur betätigt wird, wenn eine Kammer gefüllt wird, ergibt sich ein Mittel, um das Arbeiten des Ausgleichssystems sichtbar werden zu lassen. Demgemäß ist ein Relaisanker 145 vorgesehen, welcher beim Schließen der Kontakte I46 und I47 eine Betriebsspannung für ein Signallicht I48 über die Transformatorsekundärwicklung 86 einschaltet.
  • Eine in der Zeichnung nicht wiedergegebene Abwandlung der Elektronensteuereinrichtuug kommt nur mit einer Thyratronröhre aus, an Stelle der drei, die in Fig. 4 gezeigt sind. Diese Anordnung ist ebenfalls zweckmäßig und auch von offensichtlichem Vorteil. In diesem Falle sind die Zuleitungen zu den Anoden der Röhren 92 bis 94 miteinander vereinigt und an die Anode der einen Thyratronröhre angeschlossen. Das Steuergitter der Röhre ist mit dem Kopplungskondensator 89 verbunden, während die Kathode in üblicher Weise geerdet ist.
  • Auf diese Weise wird der Stromkreis mit dem beschriebenen übrigen Teil vereinigt.
  • Um eine vollständige Entionisierung der Röhre zu gewährleisten, bevor die Bürste mit der Kommutation zum nachfolgenden Segment beginnt, nachdem die Röhre gezündet worden ist, besteht die Notwendigkeit, daß die das Segment isolierenden Flächen oder Luftspalte größer gewählt werden als die Bürstenweite. Sie müssen genügend breit sein, um die Unterbrechung der Anodenspannung für die Entionisierungszeit des Thyratrons zu sichern, wie dies jedem Fachmann ersichtlich sein wird.
  • Die oben beschriebenen elektrischen Bestandteile sind in einem Gehäuse 149 untergebracht, das an dem Gehäuse 50A angebracht sein kann. Die drei Lampen I48, 150 un!d 151 leuchten je nachdem auf, welche der Kammern in einem bestimmten Zeitpunkt gefüllt ist.
  • Da die Röhren entsprechend der Umdrehung des Kommutatorarmes nacheinander erlöschen, würden unter normalen Bedingungen die Ventile zwischen den Zündperioden betätigt werden, so daß die Ausgleichsflü-ssigkeit nur strömen würde, wenn die Röhre gezündet war, und daher stoßweise strömen würde, d. h. die Steuerventile würden sich nur einmal bei jeder Umdrehung des Zylinders öffnen und es würden sich zusätzlich Erschütterungen und außergewöhnliche Abnutzungen ergeben. Es ist von Bedeutung, derartige periodische Vorgänge zu vermeiden und eine ununterbrochene Flüssigkeitsströmung aufrechtzuerhalten. Daher sind Mittel vorgesehen, um die Wirkung der Solenoide für einen Zeitraum fortdauern zu lassen, nach welchem die zugehörige Röhre erloschen ist, mindestens so lange, bis die Röhre wieder zündet, sowie ihr die Anodenspannung wieder zugeführt wird.
  • Dieses wird dadurch erzielt, daß Haltestromkreise in Form der Kondensatoren 155, 156 und 157 vorgesehen werden, die wirksam parallel zu den entsprechenden Relaiswindungen angeordnet sind. Die Kommutatorwirkung wird jeden Kondensator zur gleichen Zeit aufladen, in der die Anodenspannung auf die dazugehörige Röhre übertragen wird, um diese zu zünden. Wird die Slpannungsquelle ah--geschaltet, so hält der Kondensator die Erregung des Relais aufrecht, indem er sich über dieses entlädt. Die Kapazität der Kondensatoren 155, 1516 und I57 wird -so gewählt, daß ein Netz mit hoher Zeitkonstante geschaffen wird, welches-dder geringsten Umlaufgeschwindigkeit des Zylinders entspricht, für welche ein Ausgleich gewünscht wird. Es ist ersichtlich, daß dann, wenn der Zylinder z. 13. fünfmal in I Sekunde bei einer Minimalabsaugungsgeschwindigkeit umläuft, die Zeitkonstante die Größenanordnung eines Fünftels 1 Sekunde haben kann und daß die Haltestromkreiselemente entsprechend nach bekannten Normen gewählt werden. Hierdurch wird erreicht, daß dann, wenn die richtige Kammer oder Kammern zur Einführung des Ausgleichsstoffes bestimmt sind, die Zu-führung dieses Stoffes in die Kammer andauert, bis .der Gleichgewichtszustand erreicht ist, auch wenn die Röhre, welche das Ventil steuert, periodisch erlischt. Die Widerstände I60 und I6I sind Strombegrenzungswiderstände, die angenähert Werte von 5000 bzw. 15 Ohn aufweisen können.
  • Die Zeitkonstante wird entsprechend der niedrigsten Geschwindigkeit des Absaugungsvorganges festgelegt, bei welcher ein Ausgleich gewünscht wird. Indessen kann, wenn der Wunsch besteht, die Zeitkonstante etwa proportional zur Umlaufsgeschwindigkeit zu halten, der Widerstand 161 auf etwa 1500 Ohm erhöht werden, so - daß sich der Kondensator bei hohen Geschwindigkeiten weniger ladet, da der Arm 103 die Kommutatorsegmente schneller überstreicht und dem Kondensator infolgedessen weniger Zeit zur Ladung zur Verfügung steht; in Übereinstimmung damit wird die Haltezeit entsprechend geringer sein. Es ist auch zweckmäßig, in die Kerne der Relais Dämpfungselemente einzubauen, damit eine mechanische oder hydraulische Verzögerung des Schließens der Steuerventile herbeigeführt wird.
  • Wenngleich ein Zylinder mit drei Kammern veranschaulicht worden ist, schließt dies nicht aus, daß mehr derartige Kammern vorgesehen sein können, wenn feinerer Ausgleich erzielt werden soll. In einem solchen Falle würde der Kommutator mit so vielen Kontaktelementen auszustatten sein, wie sie der Aufteilung der Anzahl von Kammern auf 360° entspricht.
  • Es sind ferner Mittel vorgesehen, um das Arbeiten des Zylinders zu unterbrechen, wenn die Unbalance so groß ist, daß die Maschine ernstlich Schaden erleiden würde. Zu diesem Zweck läßt man durch die Ausgangsleistung der Verstärkerröhre 78 den Motor abschalten, wenn diese Leistut1g einen bestimmten Wert übersteigt. Die Leistung der Röhre 78 wird über den Kondensator 165 zu der Gleichrichterröhre 87 hingeleitet. Die Ausgangsseite der Röhre 87 stellt im wesentlichen einen selbsttätigen Mengensteuerstromkrei s dar. Indessen wird er nicht als ein solcher ausgenutzt, sondern er dient dazu, eine Steuerspannung auf die Röhre 88 zu übertragen. Der Potentiometerarm I66 wird entsprechend dem Wert eingestellt, bei dem der Betrieb unterbrochen werden soll. Normalerweise wird die Röhre 88 von Strom durchflossen, und der Elektromagnet 167, welcher in den Plattenstromkreis eingeschlossen ist, zieht den Anker 168 an, so daß normalerweise die Kontakte 169 und 170 geschlosen bleiben. Infolgedessen kann der Absaugemotor nicht anlaufen, !bis die Röhren der Schaltung auf Betriebstemperatur erhitzt worden sind. Bei einem Impuls hoher Amplitude der Gleichrichterröhre 87 wird die Röhre 88 abgeschaltet und der Anker 168 freigegeben. Die Kontakte I69 und 170, welche normalerweise die Klemmen C und D geschlossen halten, öffnen daraufhin den Stromkreis, und dadurch wird der Motor stillgesetzt, wie dies in Verbindung mit Fig. 5 beschrieben wird.
  • Im Rahmen der Erfindung liegt die Schaffung eines Motorsteuerstromkreises, der dazu dient, das vorbeschriebene Ausgleichs system wirksamer zu gestalten. Ein wesentliches Merkmal dieses Steuerstromkreises ist darin zu sehen, daß der Motorbetrieb in Intervallen ausgesetzt wird, wenn der Ausgleich durch Flüssigkeitszufuhr länger andauert. Insofern der Motor oder eine Kupplung den Zylinder mit außerordentlich hoher Geschnnindigleeit in Umdrehung versetzt, ware es nicht wünschenswert, bei bestimmtem Unbalancegrad eine unbeschränke Beschleunigung zuzulassen, selbst wenn diese Unbalance korrigiert wird. Hierzu, wie auch für andere Verbesserungen der Wirikulligsweise des Systems dient der Steuerstromkreis gemäß Fig. 5.
  • Die Klemmend und B gemäß Fig. 5 sind mit den entsprechend Wbezeichneten Klemmen in Fig. 4 verhunden, während die Klemmen C und D in gleicher Weise mit den Klemmen C und D in Fig. 4 zusammenhängen. Der Motor 18 ist als Dneiphasenmotor dangestellt, der über die Leitungen 200, 20I und 202 betrieben wird. Die in der strichpunktierten Umrahmung der Fig. 5 angedeuteten Elemente gehören zu einem üblichen magnetischen Anlasser für Elektromotoren. Damit ein derartiger Anlasser für die erforderlichen Betriebsvorgänge der erfindungsgemäßen Apparatur geeignet ist, sind die Leitungen 204 und 205 des.Anlassers unterbrochen, und der Anker oder der Kontakt des Zeitverzögerungsrelais 207 ist dort eingeschaltet. Die Leitungen 208 und 209 sind mit einem Druckknopfanlasserschalter 210 versehen, der normalerweise geöffnet ist. Die Wicklung 211 stellt die übliche Wicklung des magnetischen Anlassers dar, der normalerweise die Anker 212 bis 215 offenhält.
  • Wenn die Wicklung 211 erregt ist, so schließen diese Acker entsprechend der'üblichen Wirkungs- weise eines derartigen magnetischen Anlassers den Stromkreis und gestatten den Betrieb des Motors 18 über die Dreiphasenleitungen. Die Erhitzer 216 und 217 betätigen die Thermoschalter 218 bzw. 219, so daß thermische Überlaststromkreise zum Abshclaten des Motors bei Auftreten eines Kurzschlusses od. dgl. geschaffen sind.
  • Der Schalter 220 ist ein Unterbrecherschalter. der normalerweise geschlossen ist und der ein Al) schalten der Apparatur nach Belieben des Bedienenden erlaubt. Die Relaiswicklung 221, zu welcher die Anker 222, 223 und 224 gehören, dient dazu, einen geschlossenen Stromkreis für das Zeitverzögerungsreilais 207 zu schaffen, wenn irgendeine Steuerröhre der Fig. 4 ein Förderventil betätigt, wie dies nachfolgend beschrieben werden wird. Im folgenden wird die Wirkungsweise des motorsteuerstromkreises erläutert, unter der Voraussetzung, daß die in Fig. 4 schematisch dargestellte und in dem Gehäuse 149 (Fig. I und 2) untergebrachte Schaltung in Betrieb ist.
  • Bei Erregung der Wicklung 135, was Inbetriebsetzung des Förderventils 26 sowie Füllung der Kammer 21 anzeigt, schließen sich die Relaiskontakte 230 und 231 (Fig. 4). Dadurch werden die Klemmen A und B überbrückt, so daß der A-B-Stromkreis geschlossen wird. Dieselbe Wirkung ergibt sich, wenn eine der anderen Steuerröhren arbeitet, so daß A und B während des Füllens einer beliebigen Kammer überbrückt sind.
  • Bei der Anordnung gemäß Fig. 5 sind die Klemmen C und D normalerweise geschlossen, wie oben dargelegt, und sie öffnen sich nur bei derart großen Vibrationen, die eine Abschaltung Abschaltung des Motors und Neuverteilung der Behandlungsgegenstände rechtfertigen. Somit kann man C, D normalerweise als geschlossen ansehen.
  • Die Leitungen 20I und 202 des Dreiphasenstranges stellen Betriebsspannungen für die oben beschriebenen Motorsteuerrelais zur Verfügung.
  • Demgemäß wird, wenn der normal offene Anlasserschalter 210 von Hand eingelegt wird, d. zh. wenn die Machine in Betrieb genommen wird, der Betriebsstrom von der Leitung 220 über C, D, den normalerweise geschlossenen Unterbrecherschalter 220, den Schalter 210, den normalerweise geschlossenen Anker206 und die thermischen Schalter zur Leitung 210 fließen. Die Folge ist eine Erregung der Wicklung 211 und das Anziehen der dazugehörigen vier Anker nach innen, so daß der Motorstromkreis geschlossen ist und die Apparatur betätigt wird.
  • Ein Schließen des Anlaßschalters 210 führt auch zu einer Erregung der Wicklung 221, welche durch den geschlossenen Anker 215 gesichert bleibt. Diese Beeinflussung der Wicklung 221 führt daz, daß die Anker 222, 223 und 224 sich schließen, was zur Folge hat, daß das Zeitverzögerungsrelais 207 wie auch das Hauptventil 54 beim Schließen des A-B-Stromkreises erregt werden. Zusätzlich wird auch die So-leno-idwicklnng 226 erregt. Diese löst eine mit der Welle 19 zusammenwirkende Reibungsbremse aus. Diese Reibungsbremse wird bei Abwesenbeit des Erregerstromes wirksam. hingegen sorgt die Erregung der Wicklung, hervorgerufen duerch das Schließen des Anlasserschalters, für ein Zurückziehen der Bremse. Hierin liegt nichts Besonderes und es ist hierin auch kein Teil der Erfindung zu erblicken.
  • Das Zeitverzögerungsrelais 207 ist dazu bestimmt, einen aussetzenden Betrieb des Motors 18 herbeizuführen, wenn die Kammern gefüllt werden.
  • Wie oben dargelegt, ist es wünschenswert, einen Betrieb des Motors mit voller Geschwindigkeit bei einer bestimmten Unbalance zu vermeiden. damit ü,bermäßige Vibrationserscheinungen. persönliche Gefahren und mögliche Beschädigungen der Apparatur unterbunden werden. Dies ist dadurch verwirklicht, daß der Betrieb des Motors nuterbrochen wird, wenn irgendeine Steuerröhre 92 bis 94 oder Röhrenkombination länger als einen vorausbestimmten Zeitraum arbeitet, beispielsweise 3 Sekunden. Wenn das 3 -Sekunden-Intervall. während welchem die Steuerröhre arbeitet, nicht ausreicht, eine Kammer bis zum erforderten Ausgleich zu füllen, dann öffnet das Zeitverzögerungsrelais 207 den Motorstromkreis, bis die Steuerröhre erlischt. Wird eine äußere Flüssigkeitsquelle verwendet, wie beispielsweise die öffentliche Wasserleitung mit dem dort vorhandenen eigenen Druck. so kann der Motor mehr oder weniger häufig abgeschaltet werden und für längere oder kürzere Zeiträume frei laufen, je nach dem Druck und damit der Geschwindigkeit, mit der die Kammern gefüllt werden. Ein derartiger Betrieb ist wertvoll als Sicherheitsmaßnahme, insofern als Änderungen des Flüssigkeitszuführungsdruckes nicht die Mittel zur Verhinderung einer Geschwindigkeitssteigerung des Motors bei Unbalance stören können. Es ist zu bemerken, daß die Ausgleichsvorgänge sich grundsätzlich bei Geschwindigkeiten vollziehen, die geringer sind als die volle Geschwindigkeit des Motors, oder während der Beschleunigung des Motors. Hat der Zylinder die volle Umlaufgeschwindigkeit erreicht, so werden nur geringe Mengen von Ausgieich&flüssigkeit erforderlich sein, um den Ausgleich aufrechtzuerhalten. wenn die Reinigungsflüssigkeit aus den Behandlungsgegenständen abgesaugt wird und damit die Gewichtsverteilung schwankt.
  • Bei der hier beschriebenen Ausführungsform ist es erforderlich, daßdas Relais 207 selbsttätig den Betrieb des Motors wieder einleitet, wenn die Steuerröhren erlöschen und die Klemmen A, B sich öffnen. Demgemäß ist die Wirkungsweise des Relais 207 von der des Unterbrecherschalters 220 zu unterscheiden, der den Motobetrieb unterbricht, so daß dieser nur von Hand mit hilfe des Anlaßschalters 210 wieder in Gang gesetzt werden kann.
  • Der beschriebene Zeitverzögerungsstromkreis vervollständigt das selbsttätige absatzweise Anlassen des Motors 18, während die übliche Wirkung des magnetischen Anlassers darin besteht, den Motor abzuschaltern, bis die Überwachungsperson den Anlasser von Hand durch Betätigen des Anlaßschalters zurückstellt.
  • Das Relais 207 ist von üblicher Bauart. Es hat eine 3-Sekunden-Zeitverzögerung für das Ansprechen und eine praktisch unverzügliche Rückstellzeit. Werden die Klemmen A, B kurzgeschlossen, was gleichbedeutend mit dem Vorhandensein und der Korrektion einer Unbalance ist, öffnet das Zeitrelais nach einem 3-Sekunden-Intervall den Anker 206, so daß die Wicklung 211 aberregt wird; weiterhin wird .der Stromkreis zum Motor geöffnet und dessen Betrieb unterbrochen. Die Relais wicklung 221 indessen geschlossen, so daß der Zeitverzögerungsrelais stromkreis und der Bremsstromkreis gleicherweise geschlossen bleiben.
  • Erlischt die Steuerröhre und öffnen sich die Klemmen 4, B, so wird das Zeitverzögerungsreilais 207 aberregt und der Anker 206 kehrt in seine normale Schlußstellung zurück, wodurch die Magnetanlasserwicklung 211 wieder erregt und der Motorbetrieb selbsttätig wieder in Gang gebracht wird.
  • Beim Vorhandensein des vorerwähnten Motorsteuerstromkreises wirkt jede Steuerröhre in normaler Art. Indessen kann der Motor I8 den Zylinder während eines Unbalancezustandes, der mehr als 3 Sekunden ununterbrochener Zufuhr von Ausgleichsflüssigkeit bedarf, nicht auf volle Geschwindigkeit bringen. Insofern 3 Sekunden keine genügende Zeit für das Hochlaufen des Motors auf volle Geschwindigkeit darstellen, wird ein Betrieb mit Unbalance bei voller Geschwindigkeit unterhunden. Der Motor schaltet automatisch ein und aus, entsprechend der Wirkungsweise der Steuerröhren; der Unterbrecherschalter 220 wirkt dessen ungeachtet in seiner normalen Art, um den Betrieb des Motors zu unterbrechen, ohne Gefahr, --daß dieser selbsttätig an1ltäuft, und zwar mit Rücksicht auf den vorerwähnten Zeitverzögerungsstromkreis.
  • Das 3-Sekunden-Intervall ist naturgemäß über einen sehr weiten Bereich veränderbar; es hängt dies von der Größe der Förderventile und dem Maß des Förderdruckes- der Flüssigkeit wie auch der Maschinengröße ab.
  • Es ist verständlich, ,dtaB das Zeitverzögerungsrelais oftmals während des Absaugvorganges wirksam wird, wenn die Geschwindigkeit steigt oder der Gleichgewichtszustand sich infolge der Absaugung der Flüssigkeit ändert. Beispielsweise kann ein Unbalancezustand bei einer bestimmten Geschwindigkeit für diese eine Geschwindigkeit korrigiert werden; indessen kann bei Steigerung der Geschwindigkeit der gleiche Zustand zu einer Wiederbetätigung der Ausgleichselemente führen, mit Rücksicht auf das Ansteigen der Zentrifugalkräfte oder auf die Wirkung der Neuverteilung des Gewichts innerhaöb des Zylinders auf Grund der wechselnden Flüssigkeitsverluste in den nassen Gegenständen.
  • Das Ventil 54 in der Förderleitung gemäß Fig. I schließt, wenn die Klemmen 24, B kurzgeschlossen werden. Das Ventil ist daher geöffnet, wenn irgendwelche Solenoidventite 26, 27, 28 offen sind, und es schließt, wenn eines dieser Ventile geschlossen ist.
  • Diese Maßnahme ist für den Fall vorgesehen, daß eines der geschlossenen Steuerventile leckt. Einem derartigen Leckvorgang steht als Sicherungsmittel entgegen, daß das Ventil 54 zu dieser Zeit geschlossen bleibt. Wird eine Pumpe verwendet, um den Flüssigkeitsdruck su liefern, so kann deren Motor den Platz des Ventils 54 einnehmen, indem er in gleicher Weise, wie nachstehend beschrieben, betrieben wird.
  • Die vorerwähnte Apparatur schafft ein Ausgleichssyste,m lediglich für eine Absangevorrichtung oder für Wasch- oder Trockenreinigungsmaschinen od. dgl., worin ein Umwälzvorgang auftritt und außerordentlich hohe Umdrehungsgeschwindigkeiten des umlaufenden Zylinders erreicht werden, so daß sich die Vorteile einer Absaugung mit hoher Geschwindigkeit ergeben, wie dies erläutert ist.
  • Dank .der Ausgleichswirkung der Apparatur sind wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichbar, während die Aufstellung einer Maschine dieser Art erleichtert und eine besondere Lagerung am Boden usw. unnötig wird.
  • Die Fig. 7 veranschaulicht eine Maschine, die dir eingangs beschriebenen Maschine ähnlich ist und sich dafür eignet, die dynamische Unbalance einer länglichen, doppelt gelagerten Maschine zu korrigieren. Das Ausgleichs system ist 'hier an beiden Enden des langen Zylinders statt an einem Ende angebracht. Andere Abänderungen sind gleichfalls vorgesehen und werden noch erläutert.
  • Gemäß Fig. 7 ist der Zylinder 250 drehbar in einem ortsfesten Gehäuse 251 angeordnet. Der Zylinder wird mittels seiner Lagerzapfen 252 gedreht die durch einen nicht dargestellten Antriebsmotor getrieben werden und in Gleitlagern 253 laufen. Jedes Ende des Gehäuses 25I hat getrennte und voneinander unabhängig arbeitende Vibrationsanzeiger 254 und 255. Die Wirkung des Anzeigers 254 bestimmt die Strömung der Ausgleichsflüssigkeit durch die Förderringanordnung 256 in der gleichen Weise wie dies in Fig. I gezeigt ist. Insfolgedessen wirkt das Förderrohr 257 wie das Förderrolir 29, während andere Förderrohre die anderen Förderringe beliefern. Jeder Förderring ist weiterhin mit einem Förderrohr 258 ausgestattet.
  • Der Zylinder 250 ist mit zwei Sätzen von nach außen verlängerten Auswuchtkammern ausgestattet.
  • Jeder Satz besteht aus drei Kammern der dargestellten Form. Gemäß Fig. 8-sind-drei Kammern 260, 261 und 262 im Winkel zueinander am Umfang des Zylinders in jeweils gleichen Abständen angeordnet. Die Kammer 260 nimmt die Auswuchtflüssigkeit aus dem Rohr 258 über die Kammer 264 uf. Die Kammern 264, 265 und 266 des Aggregats sind die eigentlichen Auswuchtkammern und nehmen im wesentlichen den ganzen Umfang des Zylinders 25I ein. Jede dieser Karnmern steht in Verbindung mit den zugehörigen Längskammern 260, 26I, 262 und ist von den anderen Auswuchtkammern durch Teilwände 267 getrennt. Die Bodenflächen 268 der Kammern endigen kurz vor den Teilwänden, so daß eine Auslaßöffnung 27I für die Auswuchtflüssigkeit geschaffen ist, aus der diese abfließt, nachdem der Absaugungsvorgang beendet ist und die Umlaufsgeschwindigkeit des Zylinders wesentlich abnimmt. Die Kammern erstrecken sich an dem Umfang des Zylinders, un.d Auswuchtflüssigkeit wird anfänglich unmittelbar gegen die Umfangsfläche durch Zentrifugalkraft geleitet.
  • Bei einem bestimmten Unbalancezustand, der mittels eines Kommutators, wie des Kommutators 98 des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels, in Znsammenwirloen mit dem Anzeiger gekeunzeichnet wird, wird Auswuchtflüssigkeit durch das Rohr 258 in die Kammer 264 strömen. Die Zentrifugalkraft, die durch Umdrehung des Zylinders erzeugt wird, zwingt die Flüssigkeit von der Drehachse weg gegen den Umfang der Auswuchtkammer 264, so daß die Flüssigkeit bestrebt ist, sich auc'h nach der Seite auf diesem Umfang zu vertei1en.
  • Demgemäß wird die Flüssigkeit das Abteil 2.60 füllen, sobald sie aus der Kammer 264 auseinan1derfließt. Diese Anordnung von an den Enden angebrachten Kammern ist insofern vorteilhaft, als eine große Menge Auswuchtflüssigkeit benutzt und ein großes Maß dynamischer Unbalance ausgeglichen werden kann. Weiterhin trägt die Flüssigkeit in den Kammern wesentlich zum Ausgleich einer derartigen dynamischen Unausgeglichenheit bei, da die Wirkung sich hauptsächlich auf die äußeren Enden der Zylinder beschränkt. Wenn nur die Endkammern benutzt werden, wie dies nachstehend beschrieben wird, so wird die Wirkung des zusätzlichen Gewichts an einem Ende in bezug auf das andere Ende verringert. Jede Förderringanordnung 256 an jedem Ende des Zylinders kann eine oder zwei seiner Kammern und Hohlrippen in der gleichen grundsätzlichen Art speisen, wie dies bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Um entsprechende Endabteile oder Rippen im Gebrauch voneinander zu isolieren, endigen diese Abteile an Abschlußwänden 269, und der dazwischeniiegende Raum 270 wird nicht mit Ausgleichsflüssigkeit beschickt. Dieser Raum 270 kann verschiedene Größe h.aben und kann eine große Länge aufweisen, damit die Auswuchtflüssigkeit so dicht wie möglich in der Nähe des Lagers 253 gehalten wird, und auch einen Sonderraum für die Aus-wuchtflüssigkeit schaffen, wenn ein sehr großes Maß an Unbalance ausgeglichen werden soll. Die länglichen Abteile können in Fortfall kommen, so daß dann nur die an den Enden vorgesehenen Kammern als Gewichtsaufnahmeräume dienen. Wenn nun die Zylinderumlaufbewegung am Ende eines Absaugungsvorganges abnimmt und wenn die Zentrifugalkräfte Dicht mehr länger die Elüssigkeit an den Decken der Kammern und Abteile halten, strömt die Auswuchtflüssigkeit aus den Abteilen und Kammern über die Auslässe 271 aus, die du.rch die Öffnungen in den Bodenflächen 268 gebildet sind. Diese ausströmende Flüssigkeit gelangt in den Behälter 25I, aus zudem sie mit Hilfe des Ventils 272 abgelassen werden kann.
  • Es ist leicht einzusFehen, daß nur ein Kommutator nach Art des Kommutators 98 für beide Enden des Zylinders erforderlich ist. Dieser Kommutator kann an einem der Zapfen 252 angebracht sein. Der elektrische Stromkreis für jedes Ende des Zylinders gleicht im wesentlichen dem Stromkreis nach Fig. 4. Die Tür 273 ist dazu vorgesehen, daß der Zylinder mit Gegenständen gefüllt oder entleert werden kann.
  • Die Fig. 9 zeigt eine veränderte Ausbildung eines jeden Zylinderendes gemäß Fig. 7. Die Kammer 275 ist von dem benachbarten Abteil 276 durch eine Wand 277 getrennt. Demgemäß füllt die aus dem Zuleitungsrohr 278 kommende Flüssigkeit zunächst die Kammer 275, um einen Unbalancezustand auszugleichen. Ist die Kammer 275 nicht ausreichend geräumig, um diesen Ausgleich herbeizuführen, fließt die Flüssigkeit weiter über das Rohr 279 und durch die Wand 277 in das Abteil 276. Das Rohr 280 ist als Luftauslaß für das Abteil 276 gedacht. Sollte das Abteil 275 für alle Zwecke ausreichen, so kann das Rohr 279 geschlossen oder weggelassen werden, und die ganze Ausglechsflüssigkeit wird dann näher den Endlagern bleiben. In jedem Fall können die Flüssigkeitsaufnahmeabteile die Form im Winkel angeordneter Endkammern wie die Kammer 275 annehmen, ohne daß verlängerte Abteite gemäß der obigen Darstellung notwendig sind.
  • Die Rohre 279, 280 können auch als Wasserauslässe dienen.
  • In den Fig. 10 und II ist eine abgeänderte Form einer Detektoranordnung veranschaulicht, die insbesondere für die Apparatur gemäß der Erfin!dung zweckmäßig ist. Die Lager 300 und 30I gleichen im wesenthichen den Lagern 57 und 58 gemäß Fig. I und die Welle 302 der Welle 19. Ein Piezokristall oder Schnappschalter 303 od. dgl. ist auf dem Tragstück 304 zusammen mitdemLager 30I angebracht.
  • Mit der Plattform 306 steht ein Arm 305 in Verbindung. Die Plattform 306 trägt das Lager 300.
  • Ein Stützarm 307 kann weiterhin angeordnet sein, um eine weitere mechanische Stütze für den Arm 305 zu bilden. Der Betätigungszapfen oder die Nadel 308 des Detektors 303 berühren den Arm 305, so d,aß Vibrationen des äußeren Endes des Armes 305 die Detektorspannung erzeugen.
  • Zu den Vorteilen des letztgenannten Detektors gehört die Tatsache, daß er auf der Maschine selbst angebracht werden kann, anstatt auf dem Fußboden, wie das in Fig. 2 gezeigt ist. Der Zylinder, der mit der Welle 302 verbunden ist, wird in seinen Lagern -geführt und hat einseitiges Überhanggewicht. Die lange Welle schwingt als Folge ungleicher Verteilung der Behandlungsgegenstände in dem umlaufenden Zylinder um einen Punkt. Daher weist das Ende der Welle 302 eine Bewegungskomponente auf, die dem anderen Ende entgegengesetzt ist. Ein Ende des Armes 305 is,t in der Nähe des einen Endes der Welle 302 nahe dem Zylinder angebracht, wie dies darges-tellt ist.
  • Dieses Ende kann aber auch mit der Welle selbst verbunden sein. Der Arm 305 wird infolgedessen dazu veranlaßt, an der gleichen Bewegung teilzunehmen wie der genannte Teil der Welle, während der Detektor 303 an der Bewegung des anderen Endes der Welle teil hat. Demgemäß wird eine im wesentlichen relativ verlaufende Bewegung zwischen dem Arm 305 und dem Detektor 303 hervorgerufen, trotz des Umstandes, daß sie auf der gleichen Grund fläche angebracht sind. Eine derartige Bewegung ruft die Detektorimpulse hervor, indem der Stift des Kristalldetektors oder der Mikroschalterknopf verstellt wird.
  • Das Lager 301 ist auf der Plattform 310 befestigt, die sich durch Arme 311 auf den Ständer 312 stützt. Dieser kann als senkrechte Standsäule ohne Seitenstützen ausgebildet sein, so daß er sich nicht der Relativbewegung des anderen Endes der Welle 302 widersetzt und seine geringe waagerechte Bewegung zuläßt, die durch die Unbalance des Zylinders hervorgerufen wird, wie dies oben beschrieben ist. Der Behälter 313, der als Grundfläche dient, gleicht dem Behälter 51 gemäß Fig. 1, während der Teil 314 das Gehäuse der Maschine verkörpert.
  • Die Wirkung des Vibrationsanzeigers kann auch durch einen Mikroschalter oder Schnappschalter an Stelle eines Kristalls hervorgebracht werden. Die Wirkungsweise des Mikroschalters beruht auf den Abweichungen der Lager und hat zur Folge, daß der elektrische Stromkreis, der in Fig. 14 veranschaulicht, geschlossen und geöffnet wird. Somit übt ein Mikroschalter die gewünschte Funktion aus, Vibrationsspannungen zu liefen, ohne daß Vakuumröhren oder entsprechende Verstärkungseinrichtungen angewandt werden müssen.
  • Die Fig. 12 und 13 veranschaulichen eine weitere abgeänderte Form einer Detektoranordnung in Zusammenwirkung mit Abänderungen des körperlichen Aufbaus der Apparatur. Das Gehäuse 325 wird von dem Sockel 326 getragen und ist mit einem Abflußventil 327 versehen. Der Ständer 328 stützt den Hohlzapfen 329 mit Hilfe der Gleitlager 330 und 331. Der Zapfen 329 wird von der Abschlußwand 332 des Zylinders 333 getragen. Diese Befestigung ist mit Hilfe eines Gummipolsters leicht nachgiebig ausgebildet, das sich zwischen dem ringförmigen Flansch 335 des Zapfens und der Abschlußwand 332 befindet. Niete 336 sichern die gewünschte Verbindung. Auf diese Weise kann der Zapfen 329 in erweitertem Bereich eine Relativbewegung in Abhängigkeit von den Vibrationen des Zylinders ausführen. Die Stange 337 ist mit der Abschlußwand 332 mit Hilfe des Nietkopfes 338 verbunden, so daß sie an der Bewegung oder der Vibration des Zylinders teilnimt. Ein Detektor 339 ist and dem äußeren Ende der Stange 337 angebracht, so daß Änderungen der Vibration zwischen dem Zapfen oder den Lagern und der Stange in mechanisch verstärkter Form auf den Detektor übertragen werden, wenngleich diese Amplitude durch Veränderungen der Nachgiebigkeit des Pobeeis 334, wie beschrieben, beeinflußt werden kann. Ein nicht dargestellter Kommutator kann wie in den vorhergehenden Beispielen Verwendung finden, so daß Unbalancezustände durch das vorstehend erläuterte System korrigiert werden können.
  • Die Förderringanordnung 340 weist dieselbe Form auf wie in den vorazfbeschriebenen Beispielen; indessen sind geringfügige Änderungen in der Form der Zuführungsrohre und Abteile vorhanden. Demgemäß führt das Zuführungsrohr 341 in das Abteil 342 durch die Hilfskammer 343, die einen Auslaß zur Ableitung der Flüssigkeit nach dem Absaugungsvorgang besitzt. Demgemäß leitet ein kurzes Auslaßrohr 344 die abgeleitete Flüssigkeit in den Umfassungsbehälter weiter und dieses Rohr verlegt die Abteil- oder Kammeröffnung so weit zu der Zylindermitte hin, daß das Eintreten von Reinigungsflüssigkeit in das Abteil während des Umwälz- oder Waschvorganges weitgehend verringert ist.
  • Ein derartiger unerwünschter Flüssigkeitsstrom wird, wenn überhaupt, grundsätzlich dann auftreten, wenn ein Zuleitungsrohr seine Mündung etwas nach oben hert, während diese sich längs des Bodens des Behälters bewegt. In diesem Zeitpunkt kann Flüssigkeit in die Zuleitungsrohre eingeführt werden und in die Abteile oder Kammern gelangen.
  • Dementsprechend ist zur weiteren Sicherung in Erwägung gezogen, ein übliches, durch Schwerkraft belastetes Kugelventil (nicht dargestellt) in einem Auffangdrahtkorp od. dgl. über dem kegeligen Mundstück eines jeden Zuleitungsrohres anzuordnen, damit die Kugel das Mundstück abschließt, wenn dieses sich nach oben wendet, dagegen abfällt und den Flüssigkeitsaustrittgestattet, wenn sich das Mundstück oberhalb der Gehäusemitte befindet.
  • In Fig. 14 ist eine Abänderung der Röhrenstromkreise von Fig. 4 veranschaulicht. Eine Vorrichtung mit der Schaltung gemäß Fig. 14 ist insbesondere für Haushaltszwecke gut geeignet, insofern als die Anordnung einfacher herzustellen ist und dadurch auch billiger wird. Trotzdem wird sie für allgemeine Bedürfnisse völlig ausreichen. Die Welle 350 ist die Antriebswelle für den Zylinder und entspricht der Welle 19 des ersten Ausführungsbeispiels. Dr Kommutator 351 gleicht im wesentlichen dem Kommutator 89 des erstgenannten Ausführungsbeispiels (Fig. 1). Die Energie für die Relais kommt von den Klemmen 352 und 353 her, und es findet, sofern dies gewünscht, wird bei 354 eine Gleichrichtung statt. Der gleichgerichtete Strom wird durch den Strombegrenzungswiderstand 355 zu dem Federarm 356 eines Mikrischaltrs 357 geleitet.
  • Der Ausdruck mikrischalter bezeichnet nach dem Sprachgebrauch der Elektrotechnik einen Schnappschalter, der unter Federwirkung entweder in seine Offen- oder Schließstellung umschnappt und durch eine äußere Kraft, im allgemeinen eine mechanische Kraft, betätigt wird. Für die meisten Schalter dieser Art ist die erforderliche kraft äußerst gering, je nach der besonderen Anwendung.
  • Der Arm 358 ist mit dem einen Teil des Mikroschaltrs bildenden Schaltarm 356 verbunden und in der nähe entweder der Antriebswelle, des Umfassungsbehälters oder des umlaufenden Zylinders angeordnet, so daß er betätigt wird, wenn sich der Zylinder im Zustand der Unbalance dreht. dieser Arm erzeugt diejenige mechanische Kraft, die erforderlich ist, um den Schaltarm 356 gegen den Kontakt 359 zu legen.
  • Der Schalter 357 nimmt somit die Stelle eines Detektors ein, wie er in dem vorhergehenden Ausführungsbeirpiel benutzt worden ist. Er hat dieselbe Funktion, eine Vibrationsspannung zu liefern; jedoch leitet sich diese Spannung von der Energiequelle her, die durch die Klemmen 325, 353 verkörpert wird. Ist der Zylinder nicht ausgeglichen, so läuft er exzentrisch um und die äußersten Punkte der Exzentrizität entweder des Behälters, des Zylinders oder der Maschine selbst dienen zur Betätigung des Arbeitsarmes 358 und des Schaltarmes 356, so daß der Schalter geschlossen wird. Der Zeitpunkt, zu dem der Schalter schließt, bestimmt die örtliche Lage der Unbalance.
  • Die Welle 350 trägt den Kommutatorarm 360, der nacheinander einen elektrischen Kontakt mit den drei Segmenten 361, 362 und 363 herstellt. Die Schalterklemme 359 ist mit dem Federkontaktarm oder der Bürste 364 verbunden, so daß die Spannung auf den Kommutatorarm zur gleichen Zeit übertragen wird, wenn der Arbeitsarm 358 betätigt wird. Die Spannung liegt daraufhin an einer der Leitungen 365, 366 und 367.
  • Die Leitung 365 steht un Verbindung mit der Elektromagnetwicklung 368, deren anderes Ende mit der Klemme 352 verbunden ist. Demgemäß erregt die Spannungsquelle die Wicklung 368, wenn der Kommutatorarm 360 sich zu der gleichen Zeit, zu der der Arm 358 betätigt wird, auf dem Segment 363 befindet. Die Leitungen 366 und 367 wirken dabei dahingehend 369 und 370 geschlossen werzu den Wicklungen, daß entsprechende Stromkreise den, wenn der Arm 360 die Segmente 361 und 362 berührt. Sowie die Wicklung 368 erregt ist, wird der Anker 371 angezogen und die Kontakte 372 und 373 werden geschlossen. Das Solenoidventil 26a wird daraufhin erregt und die ausgleichsflüssigkeit wird veranlaßt, in das dazugehörige Abteil zu fließen. Aus wirtschaftlichen Gründen kann man die Wicklungen 368, 369 und 370 weglassen und die Solenoidventilwicklungen unmittelbar betätigen, indem Halteelemente in diesen Wicklungen vorgesehen werden (in der gleichen Art, wie dies für die Relais angegeben worden ist), eine Maßnahme, die für den Fachmann ohne weiteres verständlich ist.
  • Der Mikroschlater bildet im Zusammenwirken mit dem Kommutator eine ähnliche elektrische Schaltung, wie sie durch den in Fig. 4 veranschaulichten Röhrenstromkreis gebildet wird. Da de Zeit des Schließens des Mikroschalters 357 der Wirkung des Kommutators angepaßt sein muß, bestimmen die Arbeitsphasen dieser Elemente das Abteil oder die Abteile, in welche die Ausgleichsflüssigkeit hineinzuleiten ist. Wie in derartigen Röhrenapparaturen ist es das zusammentreffen der Unbalancereaktion, welche die vibrationsabhängige Vorrichtung weitergibt, und der Kommutatorwirkung, welche gemeinschaftlich den elektrischen Stromkreis schließen, um ein geeignetes Solenoidventil zu erregen, wenn die Bedingungen dies angezeigt erscheinen lassen.
  • Jede Elektromagnetwicklung betätigt Relaiskontakte wie 374 und 375. Diese haben die Funktion der Kontakte 230, 231 (Fig. 4), indem sie den A-B-Stromkreis für das Zeitverzögerungsrelais 207 (Fig. 5) schließen. Dabei wird die elektrische Schaltung gemäß Fig. 14 in Verbindung mit den Förderringen, den Strahldüsen und anderen vorher beschriebenen elementen benutzt.
  • Um eine angemessene Geschwindugkeit und Kontinuität des Auswuchtvorganges zu gewährlesiten, ist jede Elektromagnetwicklung gemäß Fig. 14 mit einem Haltestromkreis versehen, der dazu dient, die Zufuhr der Auswuchtflüssigkeit zu der in betracht kommenden Kammer andauern zu lassen, trotz des Umstandes, daß ein Zusammentreffen der Unbalancereaktion und der Ortvergleichswirkung dann nicht eintreten kann, wenn der Kommutator ein Segment verlassen hat, welches die örtliche Lage der gewünschten Korrektion bezeichnet.
  • Die Haltewirkung ahmt somit im wesentlichen den Haltestromkreis der früheren Ausführungsbeispiele nach. Das Halten wird bei Fig. 14 dadurch bewirkt, daß Kondensatoren ähnlich dem Kondensator 376 parallel zur Windung 368 gelget sind. Die Induktivität der Wicklung 368 und der Kapazität des Kondensators 367 schaffen ein Netz mit hoher Zeitkonstante, welches den Strom konstant bält, der in der Wicklung 368 für die Dauer dieser Zeit fließt. Die besondere Zeitkonstante hängt von der Zylinderumdrehung ab, wie in dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel. Rotiert beispielsweise ein Zylinder sechsmal in der Sekunde, so erfordert das eine Zeitkonstante von mindestens 1/6 Sekunde. Die Kondesatoren 377 und 378 erfüllen identische Funktionen wie der Kondensator 376.
  • In Fig. 15 ist ein abgeändertes Ausführungsbeispiel eines Haltestromkreises gezeigt, der in jeder der vorher beschriebenen Halteschaltungen Ver. wendung finden kann. An Stelle eines Nebenkondensators oder Widerstandes ist eine kurzgeschlossene Wicklung 380 vorgesehen, die einen Stromfluß durch die Elektromagnetwicklung 381 aufrechterhält, wenn die Spannung, die unmittelbar die Wicklung 381 erregt, unterbrochen ist. Die Wicklung 380, die aus einer oder zwei Windungen bestehen kann, ist auf denselben Kern wie die Wicklung 381 gewunden, und sie wirkt in der Art dessen, was in der Elektrotechnik als Drosselwicklung beteichnet wird. Wird die an Spannung liegende Erregerwicklung 381 unterbrochen, so ist die Wicklung 380 bestrebt, den Stromfluß aufrechtzuerhalten, so daß die Kontakte 382 und 383 geschlossen gehalten bleiben, nach dem die Wicklung 381 erregt worden ist und der Kommutatorarm das der Wicklung zugeordnete Segment verlassen hat. Um Mittel zur Abschaltung des Motors beim Auftreten übermäßiger Vibration zu erhalten, ist ein zusätzlicher Mikroschalter vorgesehen, wie dies in Fig. 14 veranschaulicht ist. Der den Mikroschalter betätigende Körper 3489 (die Antriebswelle, der Behälter oder der Zylinder) wird dazu veranlaßt, gegen einen zweiten Mikroschalter 384 zu wirke, falls derartig übermäßige Vibrationen eintreten. Der Arm 358 des Mikroschalters 357 ist von dem Körper 349 durch einen Zwischenraum 385 getrennt, welcher den vorbestimmten Grad der Vibration versinnbildlicht, der noch bequem auszugleichen ist. Der Raum 386 zwischen dem Körper 349 und dem Arm 387 des Mikroschialters 384 ist größer und versinnbildlicht ein solches Maß an Vibration, das die Einstellung des Motorbetriebs bedingt. Dementsprechend wird in dem Falle, in dem ein solches Maß an Vibration auftritt, der Mikroschalter 384 geöffnet, um den C-D-Stromkreis zu öffnen. Der Stromkrels gemäß Fig. 14 kann so mit den Schraltungen gemäß den Fig. 5 oder 5 A kombiniert werden, wie angegeben.
  • In Fig. 16 ist eie Apparatur dargestellt, die ähnlich der in Fig. 1 dargestellten ist, jedoch weitere Einzelheiten enthält, die isbesondere für Trockenreinigungsapparaturen in Betracht kommen.
  • Somit sind der Zylinder, der Umfassungsbehälter und das Auswuchtflüssigkeitszufuhrsystem gleichartig mit dem System gemäß Fig. I. Indessen sieht das in Fig. I6 dargestellte System den gemeinschaftlichen Gebrauch der Reinigungsflüssigkeit sowohl für die Reinigung der Behandlungsgegenstände als auch für die Lieferung der erforderlichen Auswuchtflüssigkeit oder Ausgleichsgewichte vor.
  • Der Behälter 400, der dem Behälter 51 entspricht, enthält eine Menge Reinigungsflüssigkeit, die durch die Rohre 401 und 402 mit Hilfe der Pumpe 403 nach oben gefördert wird. Durch das Rohr 402 wird die Auswuchtlflüssigkeit den Förderringen und den Kammern oder Abteilen zugeführt, entsprechend dem vorher beschriebenen Steuersystem.
  • Ein Filtermechanismus und Behälter 404 ist so angeordnet, daß er mit dem Behälter 400 über das Rohr 405 in Verbindung treten kann, indem das Ventil 405a geöffnet und das Ventil 408a geschlossen wird. Der Behälter 404 liefert daraufhin friische Reinigungsflüssigkeit in den Umfassungsbehälter 406 über die Rohre 407 und 408, wobei das Ventil 408a geöffnet und das Ventil 405a geschlossen ist.
  • Das Rohr 409, in dem das Ventil 410 angeordnet ist, dient als Auslaß für die verbrauchte oder verunreinigte synthetische Flüssigkeit aus dem Umfassungsbehälter in den Tank 4I I, von we sie durch die Pumpe 412 über das Rohr 413 in den Filter des Behälters 404 gepumpt wird. Das Rohr 414 ist das übliche Ablaufrohr, das dazu benutzt wird, jeglichen Flüssigkeitsüberschuß unmittelbar in den Behälter 411 zu leiten. Ein Rohr 4I5 und ein Ventil 416 sind vorgesehen, um einen Austausch zwischen der Flüssigkeit in dem Behälter 411 und der des Behälters 400 zu ermöglichen, wenn dies gewünascht wird. Daher kann die Reinigungsflüssigkeit auch als Auswuchtflüssigkeit Verwendung finden, da beide aus gemeinsamen Quellen herrühren und über gemeinsame Zu- und Abflußwege strömen.
  • Eine andere Art, das Hauptvenitil 54 zu benutzen, besteht darin, ein verhältnismäßig kleines Umleitungsrohr 425 (Fig. 16) anzuordnen, um das Hauptventil auszuschalten, dies ist aber nicht Gegenstand der Erfindung. Diese Bauart kann zusammen mit der Schaltung gemäß Fig. 5 A benutzt werden. Wie in Fig. 5 A gezeigt ist liegt ein Anker 42i6 der durch das Zeitverzögerungsrelais 207 gesteuert wird, in Reihe mit der Wicklung des Ventils 54. Das Ventil 54 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel gewöhnlich abierregt und ständig geschlossen, außer wenn das Zeitverzögerungsrelais 207 wirksam wird, so daß die Auswuchtflüssiskeit nicht durch das Ventil 54, sondern durch das Nebenventil 425 hindurchfließt. Spricht das Zeitverzogerungsrelais 207 nach dem vorbestimmten 3-Sekunden-Intervall od. dgl. an, so wird das Hauptventil 54 erregt, unid es öffnet sich, so daß eine beträchtliche Menge der Auswuchtflüssigkeit zusätzlich zu der verhältnismäßig geringen, das Nebenventil durchströmenden Flüssigkeitsmenge austritt. Der Zweck dieses Verfahrens ist der, feine Auswuchtgrade zu erhalten und trotzdem eine ungebührliche Verzögerang hierbei zu vermeiden. Somit kann, wenn nur eine geringe Auswuchtflüssigkeitsmenge erforderlich ist, um den Massenausgleich herbeizuführen, dies innerhalb der Verzögerungszeit des Hauptventiles 54 geschehen, so daß das Ventil 54 nicht wirksam zu werden braucht, während die erforderliche geringe Menge zugeführt wird. Wenn die Unbalance größer wird, schaltet sich nach dem Verzögerungsintervall das Hauptventil ein und läßt die große Flüssigkeitsmenge ein, wobei gleichzeitig der Motor ausgeschaltet und in seiner Geschwindigkeit herabgesetzt wird, bis ein genügender Massenausgleich erreicht ist. Dann greift selbstätige Beschleunigung Platz und hierauf sind kleine Veränderungen in der Massenverteilung wieder durch das Nebenventil 425 ausgleichbar. Ein von Hand zu bedienendes Ventil 427 ist in dem Umleitungsrohr 425 vorgesehen, um den Flüssigkeitsstrom durch die Umletung von Hand zu regeln.
  • Eine verbesserte und wahlweise anwendbare Methode, die Umletung 425 zu benutzen , wird durch die Anwendung eines Solenoidventils 428 ermöglichst. Die elektrische Wirkungsweise dieses Ventils ist in Fig. 5 B erläutert.
  • Es hat sich gezeigt, daß dieses Verfahren in all den Fällen vorteilhaft ist, in denen man feinere Ausgleichsgrade, ein Minimum oder praktisch die Ausschaltung von Störungen durch kurzzeitige Stromstöße erreichen will. Ein derartiges Verfahren wird nachstehend beschrieben, ist aber ebenfalls nicht Gegenstand der Erfindung.
  • Nach Fig. 5 B ist ein Relais 429 parallel zu dem Zeitverzögerungsrelais 207 geschaltet, so daß es betätigt wird, wenn die Vibration den A-B-Stromkreis zum Schließen veranlaßt. Das Relais 429 schließt ebenfalls langsam; eine geeignete Zeitkonstante hierfür ist I Sekunde od. dgl. Demgemäß wird 1 Sekunde nach dem Schließen des A-B-Stromkreises der Anker 430 den elektrischen Stromkreis des Solenoidventils 428 schließen. Das Solenoidventil 428 hält normalerweise die Umleitung geschlossen, und wenn es erregt wird, öffnet es die Umleitung. Demgemäß fließt dlie Auswuchltflüssigkeit durch die Umleitung 4215 nach I Sekunde andauernden Vibrationsimpulsen. Wenn die Unbalance innerhalb der folgenden 2 Sekunden korrigiert werden kann, wird das Relais 207 seinen Anker 426a nicht anziehen, um das Ventil 54 Zu öffnen. Ist dagegen der Umleitungsstrom unzureichend, so wird das Ventil 54 geöffnet, und es fließt eine große Menge an Auswuchtflüssigkeit in das oder die angezeigten Abteile. Wiederum ist zu beobachten, daß bei Betätigung dies Hauptventils 54 der Motor I8 infolge der Wirkung des Relais 207 ausgeschaltet wird, so daß der Motor in seiner Geschwindigkeit absinken oder stillgesetzt werden kann. Zu dieser Zelt werden große Mengen von Auswuchtflüssigkeit angewandt, um den Unbalancezustand, hervorgerufen durch die unsymmetrisch verteilten flüssigkeitsgetränkten Kleidungsstücke, zu korrigieren. Ist der Gleichgewichtszustan erreicht, so beginnt der Motor wieder zu laufen und sich auf höhere Geschwindigkeiten zu beschleunigen. Im allgemeinen werden große Mengen an Auswuchtflüssigkeit hauptsächlich am Beginn des Absaugungszyklus benötigt, zu welcher Zeit die Kleidungsstücke stark von Wasser durchtränkt s;ind. Danach wird gewöhnlich die Umleitung 425 im allgemeinen ausreichen, um die erforderliche Ausgleichsflüssigkeit zu liefern; sie ergibt dann einen keinen Auswuchtgrad. Bei Beschleunigung des. Motors schließt die steigende Zentrifugalkraft oder Vibration wiederum den. 4-B-Stromkreis, insbesondere weil Flüssigkeit aus den Gegenständen abgesaugt ist, wodurch die Gewichtsverteilung wesentl ich verändert wird.
  • Die kurze Verzögerung, die durch das Relais 429 herbeigeführt wird, hat dein Zweck, die Auswirkungen zeitweise auftretender oder von außen kommender Vibrationen oder Stromstöße auszuschalten. Es ist offensichtlich, daß die Unbalance des Zylinders, welche das Schließen des A-B-Stromkreises veiranlaßt, einen verhältnismäßig konstanten Zustand darstellt, sofern keine Korrektur eintritt, und daß es dieser Impuls ist, welcher dazu benutzt werden soll, um eine Korrekturwirkung herbeizuführen. Wenn der A-B-Stromkreis für ungefür 1 Sekunde geschlossen wird, um dias, Relais 429 wirksam zu machen, ist die Wirkung momentan auftrete-ader Ströngen ausgeschaltet.
  • Das. Vorhandensein der Umleitujng, welche Ausgleichsflüssigkeit in viel geringerem Maße fördert als das Ventil 5X, ist vorteilhaft, um Pendelungen infolge übermäßigen Ausgleichs zu vermeiden.
  • Ins-besoudere gilt das dann, wenn eine schwerere Flüssigkeit, wie beispielsweise synthetische Lösungsmittel oder Quecksilber als Auswuchtmedium verwendet werden. Dies gilt vor allem dann wenn eine feste Zeitkonstante für die auf d!ie Fördeirventile auszuübende Haltewirkung gewählt wird, da bei höheren Geschwindigkeiten die Zeitkonstante eine größere Wirkung ausübt. Indessen kann die Zeitkonstante, wie oben beschrieben, veränderbar sein.
  • Unter Bezugnahme auf Fig. 5B ist zu bemerken, daß die Pumpe 403 durch die zugehörige Motorwicklung veranschaulicht ist, welche parallel zu dem Umletungssolenoid 428 angeordnet ist. Durch diese Anordnung wind die Pumpe nur dann. wirksam, wenn das Umleitungsventil oder das Hauptventil arbeitet. Darin liegt ein gewisser Vorfeil in bezug auf die Verringerung des Leckens durch das Vermeiden der Druckgeibung auf die Ventile, außer wenn Flüssigkeit zugeführt wird.

Claims (47)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: I. Auswuchtvorrichtung für umlaufende Körper von betriebsmäßig wechselnder Unbalance, insbesondere für die Zylinder oder Trommeln von Wasch- oder ReinigungsmaschineN und Trockenschleudern, mit mehreren gegeneinander winkelversetzten Massenbehältern, deren Inhalt in auswuchtenden Sinn verlagert werden kann gekennzeichnet durch einen Unbalanceanzeiger und Steuerorgane, die die Verlagerung -der Auswuchtmassen während des Betriebes bewirken und hierzu nach Maßgabe der angezeigten Unbalance entweder selbsttätig oder von Hand betätigt werden.
  2. 2. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch I mit mehreren als Massenbehälter dienenden Flüssigkeitskammern, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitskammern eigene, durch selbsttätig oder von. Hand gesteuerte Ventile während des Betriebs ein- und ausschaltbare Zuleitungen haben.
  3. 3. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß, die mit Hilfe von Flüssigkeitskammern ausgewuchtete Trommel um eine waagerechte Achse umläuft.
  4. 4. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswuchtvo rgang unter vorübergehender Drehzahlminderung des umlaufenden Körpers, bei elektrischem Antrieib z. B. unter vorübergehendem Abschalten oder Bremsen des Antriebsmotors, vor sich geht.
  5. 5. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Drehzahl des umlaufenden Körpers selbsttätig herabsetzt, wenn der Auswuchtvorgang eine vorausbestimmte Zeit überschreitet.
  6. 6. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie die volle Drehzahl des umlaufenden Körpers selbsttätig wiederherstellt, sobald der Auswuchtvorgang beendet ist.
  7. 7. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie nach Auftreten einer Unbalance selbsttätig eine wesentliche Drehzahl steigerung des umlaufenden Körpers verhindert.
  8. 8. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die FlüssIgkeitskammern (21, 22, 23) mit gleichfalls umlaufenden hohlen Förderringen (35, 37, 3.8) in Verbindung stehen, die die Auswuchtflüssigkeit aus feststehenden Zuleitungsrohren (29, 30, 3I) empfangen und durch Fliehkraftwirkung den Flüssigkeitskammern zuführen.
  9. 9. Auswuchtvorrichtung nach Anspruchi 8, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlen Förderringe (35, 37, 38) eine zur Drehachse konizen- trische ringförmige Öffnung haben, die einen endlosen Einlaß für die aus den feststehenden Flüssigkeitsrohren (29, 30, 3I) kommende Auswuchtflüssigkeit bilden.
  10. 10. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderringe (35, 37, 38) U-Profil mit der Drehachse zugekehrter Mündung haben, in welche die radial nach außen gerichteten, zwecjmäßig düsenförmigen Enden (32, 33, 34) der feststehenden Zuleitungsrohre (29, 30, 31) hineinragen.
  11. 11. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderringe (35, 37, 38) in bezug auf die Dre'hachse des umlaufenden Körpers exzentrisch angeordnet sind und im Bereich ihrer Stelle größter Exzentrizität mit der zugehörigen Kammer (21, 22, 23) verbunden sind.
  12. 12. Auswuchtvorrichtung ,nach Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenutnifang der nach außen abgeschlossenen hohlen Förderninge zur Drehachse exzentrisch, der dem Flüssigkeitseintritt dienende offene Innenumfang der Ringe zur Drehachse konzentrisch ist, so daß das U-Profil der Ringe an der Stelle größter Exzentrizität am tiefsten ist.
  13. 13. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (21, 22, 23) für die Auswuchtflüssigkeit an einer oder mehreren von der Auenwand entfernten Stellen Auslaßöffnungen (46) für die Flüssigkeit haben.
  14. 14. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 13 für umlaufende Trommeln mit Lffnungen für den Austritt der abgeschleuderten Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus Maß öffnungen der Auswuchtkammern von den Austrittsöffnungen der Schleudertrommel so getrennt sind, daß die Auswuchtflüssigkeit nicht in die Trommel gelangen und deren Inhalt ibenetzen kann.
  15. - 15. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch I3 oder 14 für fliegend gelagerte Trommeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsöffnung (516) sich auf der vom Lager (58) der Trommel (I7) abgekehrten Seite befindet, während die Auslaßöffnungen (46) der Auswuchtkammern (21, 22, 23) sich auf der dem Lager (58) zugekehrten Seite der hier vollkommen abgeschlossenen Trommel (17) befinden.
  16. I6. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15 für teilweise in Flüssigkeit eintauchende Trommeln, dadwrch gekennzeichriet, daß die Aus1laßöffnungen -der Auswuchtkammern auf so kleinem Radius liegen, daß sie dauernd oberhalb des die Trommel berührenden Flüssigkeitsspiegels liegen.
  17. 17. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis I6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswuchtkammern (264, 265, 266) an einem oder beiden Stirnenden det im wesentlichen waagerecht gelagerten umlaufenden Trommel liegen (Fig. 7, 8).
  18. 18 Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der umlaufenden Trommel (250) zusätzliche Kammern (260, Z6I, 262) liegen, die sich parallel zur Drehachse erstrecken und mit den stirnseitigen Auswuchtkammern (264, 265, 266) in Verbindung stehen (Fig. 7, 8).
  19. 19. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch! I8, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Kammern (260, 26I, 262) erst dann mit Auswuchtflüssigkeit beschickt werden, wenn die stirnseitigen Kammern (264, 265, 266) eum Auswuchten,nicht genügen.
  20. 20. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis I9, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswuchtsystem elektrisch gesteuert ist.
  21. 21. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswuchtflüssigkeit auf die Flüssigkeitskammern mittels elektrisch gesteuerter Ventile (26, 27, 28) verteilt wird.
  22. 22. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswuchtsystem durch einen elektrischenUnh:alanceanzeiger (75, 76; 254; 303; 339; 357) gesteuert ist.
  23. 23. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrischer Unhalanceanzeiger ein elektrischer Druckindikator (Kri-stallidetektor, P iezokristall, Magnetostriktionsanzeiger od. dgl.) dient.
  24. 24. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrischer Unbalanceanzeiger ein Schnappschalter (Mikroschalter) dient, der anspricht, sobald die Vibrationen der umlaufenden Trommel eine vorausbestimmte Amplitude über schreitet.
  25. 25. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 Ibis 24, gekennzeichnet durch eine Anzeigevorrichtung für die jeweilige Winkelstellung der umlaufenden Trommel in bezug auf die Abtaststelle des Unbalanceanzeigers.
  26. 26. Auswuchtvorrichtung nach- Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelstellungsanzeiger aus einem mit der umlaufenden Trommel zugleich umlaufenden Verteiler oder Kommutator besteht, der abwechselnd die Steuerstromkreise derjenigen Auswuchtkammern einschaltet, die jeweils der Abtaststelle des Unbalanceanzeigers gegenüberliegen.
  27. 27. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 25 oder - 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelstellungsanzeiger (98) auf den Anodenkreis einer das Auswuchtsystem steuernden Elektronenröhre oder Gasentladungsröhre (92, 93 oder 94), der Unbalanceanzeiger (75, 76) dagegen auf den Steuerkreis (91) dieser Röhre einwirkt, die nur bei zeitlichem Zusammentreffen dieser Einwirkungen in Tätigkeit tritt.
  28. 28. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gelien,nzeichnet, daß der Winkelstellungsanzeiger (35I) eine Kontakt Stelle im Arbeitsstromkreis des Unbalanceanzeigers (357) steuert.
  29. 29. Auswucktvorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß in den Steuerstromkreisen des Auswuchtsystems ein als Winkelstellungsanzeiger dienender Kommutator (35I) und ein. als Unbalanceanzeiger dienender Mikroschalter (357) in Reihe geschaltet sind, so daß ein den. Auswuchtvorgang einleitender Steuerimpuls nur bei gleichzeitigem Kontakt schluß. bei der zustande kommt.
  30. 30. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Zusammenwirken eines Unibalanceanzeigers und eines Winkelstellungsanzeigers steuerbare Flüssigkeitsventile für die Auswuchtflüssigkeit selektiv werden.
  31. 31. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 30, gekennzeichnet durch elek trische Relais (I35; 368, 359. 370) für die Steuerung des Auswuchtsystems, die durch das Zusammenwirken des Unbalanceanzeigers (75, 76; 357) und des Winkelstellungsanzeigers (98; 351) entweder über Elektrrinen- und Gasebtladungsröhren (78, 92, 93, 94; Fig. 4) oder unmittelbar (Fig. I4) betätigt -werden.
  32. 32. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß sie besondere Relais'kontakte (230, 23I; 374, 375) für die Drehzahlminderung des Antribsmotors (18) der umlaufenden Trommel enthält.
  33. 33. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 32, dadurch gekennzeichnet. daß die Abschaltung oder Drehzahlminderung des Antribsmotors (I8) mit Zeitverzögerung (207) erfolgt.
  34. 34. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 33. dadurch gekennzeichnet, daß die den Motor (I8) steuernden Kontakte (230, 23I) ein Zeitrelais (207) auslösen., das nach- Ablauf einiger Sekunten die Abschaltung oder Drehzahlminderung des Motors. (I8) herbeiführt.
  35. 35. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstromkreis des Antriebsmotors (18) Handschalter (220, 21) für das Aus- und Ein schalten des Motors enthält.
  36. 36. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß im Erregerkreis des Zeitrelais (207) ein durch ein weiteres Relais (221) betätiger Unterbrechungskontakt (223) liegt, der bei Ein- oder Ausschalten des Motors (I8) mittels der Handschalter (210, 220) ebenfalls geschlossen oder geöffnet wird. dagegen geschlossen bleibt, wenn der Motor selbsttätig durch den Arbeitskontakt (206) des Zeitrelais (207) ausgeschaltet wird.
  37. 37. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 31 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerrelais des Auswuchtsystems auch eine oder mehrere Meldelampen (148, 150, 151), vorzugsweise mittels besonderer Relaiskontakte.
    -betätigen.
  38. 38. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 31 bis 37, gekennzeichnet durch Halteeinri.chtungen an den Steuerrelais, vorzugsweise in Form von Kondensatoren (155, 156, I57) in Parallelschaltung zu den Erregerwicklungen der Relais, die das zugehörige Relais, nachdem es erregt worden; ist, unabhängig vom Schaltzustand des Erregerkreis es annähernd während der Dauer einer Umdrehung der umlaufenden Trommel in der Arbeitstellung halten.
  39. 39. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltezeit der Halteeinrichtungen veränderbar ist, um sie der Umlaufdauer der umlaufenden Trommel anzupassen.
  40. 40. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß der Unbalanceanzeiger (303) durch Vermittlung eines oder mehrerer Zwischenglieder (305) mit zwei gegeneinander in der Richtung der Umlaufachse verschobenen Stellen der umlaufenden Trommel oder seiner Welle in Berührung steht.
  41. 41. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch40, dadurch gekennzeichnet, daß der Unbalanceanzeiger (303) einerseits mit einem Wellenlager (30I) des umlaufenden. Körpers verbunden ist, andererseits einen mit einem anderen Wellenlager (300) verbundenen Arm (305) berfth.rt (Fig. 10, 11).
  42. 42. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 40. dadurch gekennzeichnet, daß der Unbalanceanzeiger (339) einerseits mit einem Wellenlager (331) der umlaufenden Trommel verbunden ist, andereseits einen durch einen hohlen Wellenzpfen (329) nach außen geführten Stab (337) berührt, der mit der umlaufenden Trommel an einem von dem Wellenlager (33I) axial entfernten Punkt (338) verbunden ist (Fig. 12).
  43. 43. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 42 für langgestreckte Umlauftrommeln, dadurch gekennzeichnet. daß jedes Ende der Trommel ein gesondertes Auswuchtsystem mit eigenem. Unbalaceanzeiger hat und unabhängig vom anderen Ende ausgewuchtet wird.
  44. 44. Auswuchtvorrichtung nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß für die getrennten Auswuchtsysteme der beiden Trommelenden ein gemeinsamer Winkelstellungsanzeiger vorbanden ist, der zugleich auf beide Steuerstromkreise einwirkt.
  45. 45. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 44, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen amplitudenabhängigen Unbalanceanzeiger enthält, der das selbsttätige Stillsetzen der umlaufenden Trommel veranlaßt, wenn die Amplitude seiner Vibrationen einen vorausbestimmten Betrag überschreitet.
  46. 46. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 45, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit der Steuereinrichtung auf einen bestimmten Schwellenwert der Uubalance anzeige einsteflbar ist, so daß sieden Auswuchtvorgang nur dann einleitet, wenn die Amplitude der Vibrationen der umlaufenden Trommel einen vorausbestimmten Betrag überschreitet.
  47. 47. Auswuchtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Umdrehungsgeschwindigkeit des umlaufenden Körpers stufenweise steigerbar ist und auf jeder Geschwindigkeitsstufe, soweit erforderlich, ein Auswuchten erfolgt.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 479 974.
DEP3037A 1948-05-26 1949-05-25 Auswuchtvorrichtung fuer umlaufende Koerper von betriebsmaessig wechselnder Unbalance, insbesondere fuer die Trommeln von Wasch- oder Reinigungsmaschinen und Trockenschleudern Expired DE877887C (de)

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