DE87733C - - Google Patents

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DE87733C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/06Construction of plunger or mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Details Of Rigid Or Semi-Rigid Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Man kann bekanntlich Trink- oder andere Gefäfse aus zweierlei Glas, d. h. aus einer äufseren und einer inneren Glasschicht von verschiedener Beschaffenheit, Durchsichtigkeit oder Färbung in der Weise herstellen, dafs das Material der inneren Glasschicht auf der Aufsenfläche der äufseren Glasschicht oder umgekehrt in beliebigen Mustern, Streifen, Arabesken, Wappen, Bildern, Schriftzeichen u. s. w. in die Erscheinung tritt. Zu diesem Zwecke pflegt das Gefäfs zuerst aus dem gewünschten Material der äufseren Glasschicht hergestellt zu werden, wobei jedoch diejenigen Stellen der Gefäfswandung, welche nachher das Muster, Bild oder Schriftzeichen zeigen sollen, in der ganzen Dicke der Gefäfswandung ausgespart sein müssen, d. h. die Gefäfswandung erhält an den betreffenden Stellen Oeffnungen oder Durchbrechungen, welche die Einfassung der gewünschten Muster bilden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine besondere Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens, durch die zunächst in ähnlicher Weise, wie es beispielsweise bei Flaschen geschieht (siehe Patentschrift Nr. 30967), Aussparungen im Glase erzeugt werden.
Mittels derselben soll beispielsweise ein Bierglas aus undurchsichtigem Glas hergestellt werden, das einen oder mehrere Streifen aus durchsichtigem Glas besitzt, um die Menge und Klarheit des Inhalts prüfen zu können. Ein derartiges Bierglas zeigt Fig. 1 der Zeichnung in Ansicht. Zur Erzeugung des durchsichtigen Streifens α dient die in Fig. 2 und 3 durch einen Vertical- und Horizontalschnitt dargestellte Form, die, wie üblich, aus zwei Theilen b b zusammengesetzt und mit den Aussparungen cc für den Henkel d (Fig. 1) versehen ist. Ihr Boden e ist auswechselbar, um Böden von verschiedener Gestaltung anwenden zu können. Oberhalb besitzt die Form einen erweiterten Randy, der demPrefsstempelals Führung undBegrenzung dient. Da, wo sich nachher der durchsichtige Streifen α befinden soll, besitzt die Form b in der ganzen Höhe α und durch die ganze Dicke von b gehend einen Ausschnitt g. Der innere Theil gl dieses Ausschnittes ist gerade so weit, wie der Streifen α breit werden soll, und dient zur Aufnahme eines dem letzteren entsprechenden Stempels h, an den aufsen eine im Querschnitt längliche Hülse i angearbeitet ist, die ihrerseits in dem hier erweiterten Theil g des Ausschnittes eine horizontale Geradführung erhält. Durch die Hülse i greift der mittlere ausgebogene Theil k1 einer gekröpften Welle k hindurch, die oben und unten in der Prefsform drehbar gelagert ist und mittels eines Handhebels / gedreht werden kann. Das untere Ende der Welle k besitzt zwei einander gegenüberliegende Bohrungen m, in die ein Arretirstift hineinpafst, der durch eine gleiche Bohrung der Form b eingeführt wird.
Beim Gebrauch der Vorrichtung wird der Handhebel / zuerst gedreht, so dafs der Schieber h genau um die Stärke der aus der äufseren \ Glassorte herzustellenden Gefäfswandung in die Form b hineinragt (Fig. 2 und 3).
Diese Stellung wird durch Einstecken des erwähnten Arretirstiftes gesichert. Alsdann wird, wie sonst üblich, undurchsichtige Glasmasse in die Form eingebracht und durch Einführen eines Prefsstempels geformt. Unmittelbar darauf wird der Stempel und Arretirstift entfernt und der Handhebel / um i8o° gedreht. Der Schieber h nimmt jetzt die in Fig. 4 und 5 gezeichnete zurückgezogene Stellung ein, bei der er mit der Innenwandung der Form b genau bündig ist. Diese Stellung wird abermals durch den Arretirstift gesichert und hierauf durchsichtige Glasmasse in die Form bezw. in das zum Theil fertige Gefäfs eingebracht. Nunmehr wird ein zweiter Stempel von kleinerem Durchmesser in das Gefäfs eingeführt und dadurch das Bierglas innen mit durchsichtiger Glasmasse überzogen. Gleichzeitig dringt hierbei die Glasmasse in die durch Zurückziehen des Schiebers vorher entstandene Streifenöffnung ein und füllt sie vollständig aus. Nach Zurückziehen des Prefsstempels kann das Glas jetzt aus der Form herausgenommen werden und zeigt nunmehr eine vollständig glatte Innen- und Aufsenfläche mit dem gewünschten durchsichtigen Streifen a. Die zweite, innere Glassorte kann übrigens auch in die entstandene Oeffnung der ersten Glassorte hineingeblasen werden, anstatt sie, wie beschrieben, hineinzupressen.
Wird die zweite Glassorte auch aus undurchsichtigem, aber anders gefärbtem Material gewählt, so entsteht an der betreffenden Stelle ein einfaches Streifenmuster. Solcher Streifen können ringsherum beliebig viele erzeugt werden, wenn man statt des einen Schiebers h deren mehrere in der Form b anbringt. Aus diesem einfachen Beispiel erhellt ohne Weiteres, dafs es nur einer entsprechenden Ausbildung des Schiebers h bedarf, um beliebige Figuren, Bilder, Schriftzeichen u. dergl. auf der Gefäfswandung zu erzeugen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zwecks Herstellung von Glasgegenständen, die aus doppelten, in derselben Form hergestellten Wandungen bestehen, von denen die innere durch Durchbrechungen der ä'ufseren sichtbar wird, die Anwendung einer Vorrichtung, um die Durchbrechungen der äufseren Wand herzustellen, gekennzeichnet durch einen verschiebbaren Stempel (h), der bei Herstellung der Aufsenwandung in diese eingeschoben und bei Zufügung der Innenwandung aus ihr zurückgezogen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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